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Re: What if you meet the right person, but at the wrong time? | RPG with Pads
from Lara on 02/05/2023 11:14 PMIvory Montgomery
Ich rührte mit einem dieser kleinen Holzrührstäbchen in meinem Kaffee herum. Es diente wohl lediglich der Beschäftigung und führte keinen weiteren Sinn mit sich, da ich meinen Kaffee unverdünnt und ohne Zucker trank. In der anderen Hand hielt ich mein Brötchen von welchem ich immer mal wieder ein Bissen nahm. Es war kein schlechtes Brötchen, aber auch nichts besonderes. Meinen Blick hielt ich die meiste Zeit über aus dem Fenster gerichtet und meine Gedanken schweiften bereits zu meinen nächsten Schritten ab. Es war nun leider so, dass ich mir eine neue Existenz aufbauen musste. Schon wieder.
Joshs Frage riss mich schließlich aus meinen Gedanken. "Ich werde vermutlich erst einmal so viel Abstand wie möglich zwischen mich und diesen Ort bringen. Und dann...sehe ich weiter.", antwortete ich etwas zögerlich, wobei dies auch sehr vage ausfiel. Ich konnte ihm ja schlecht erzählen, dass ich mir vermutlich im Untergrund einen gut bezahlten Job suchen würde und dann irgendwann einfach mein vorheriges Leben weiter lebte. Dann hätte ich ihm auch die ganze Wahrheit erzählen würde.
Ich schluckte den letzten Bissen von meinem Brötchen hinunter und spülte mit dem Rest Kaffee nach. "Und ihr?", wollte ich wissen. Wobei er sich vermutlich erst einmal mit Tobias zusammen setzen müsste, um das zu besprechen.

Quelle
Josh Hamilton
from Pads on 02/05/2023 10:21 PMSchweigend reichte ich ihr ihr Frühstück. Es ärgerte mich, dass das ganze mich so sehr mitnahm. Zugegebenermaßen war ich immer schon ein Mensch gewesen, der mit Abschieden schlecht umgehen konnte und den sie runter zogen, aber ich war dafür immer schon gut darin gewesen, meine Gefühlslage zu verstecken. Es war mir nicht leicht gefallen, Menschen ziehen zu lassen, dafür aber es mir ansehen zu lassen, als wäre es das einfachste der Welt für mich. Ich biss in mein Franzbrötchen, welches ich eigentlich immer sehr genoss, aber ob es in dieser Bäckerei nicht schmeckte, oder ob mir meine Stimmung den Genuss verdorb konnte ich nicht wirklich fest machen. Ich aß in Stille mein Brötchen und nippte immer wieder an meinem Milchkaffee. Ich hatte einen großen genommen, was ich jetzt bereute, da ich ihn nicht wirklich auf bekam, ich würde fragen müssen, ob ich den Rest mitnehmen konnte.Â
Ich wollte etwas sagen, wusste aber nicht recht was, also schwieg ich und kaschierte den Versuch mit einem weiteren Bissen meines Brötchens. Als mir die Stille aber zu blöd wurde, begann ich doch zu reden:Â
"Weißt du schon, was du machen wirst?"

Re: Avatar oder die Legende von Korra RPG
from Pads on 01/14/2023 09:58 PMRyo NakamuraÂ
Die Idee, dass wir wieder in die Arena gehen mussten missfiel mir, aber eine andere Chance hatten wir auch nicht. Ich wollte mich nicht denselben Bändigern wieder gegenüber stellen, vor allem, nachdem uns sonst niemand außer den Geschwistern geholfen hatte. Außerdem wollte ich nicht, dass Aria wieder dieser Wasserbändigerin gegenüber stehen musste. Sie wirkte unheimlich müde und sollte sich lieber ausruhen. Wir mussten diesen Kampf gewinnen. Wir müssten unser bestes geben, wir durften diesen Kampf einfach nicht verlieren.
In meine Gedanken vertieft merkte ich Arias Bemühungen mit mir zu sprechen erst, als sie mir gegen die Schulter boxte.
"Guck nicht so bedröppelt, ich weiß wir schaffen das." Weniger davon überzeugt lächelte ich zurück. Ich war nicht sicher, ob wir das wirklich schaffen konnten, aber es musste so sein. Wir hatten keine andere Chance, ich wollte sicher nicht eingebuchtet werden, nicht, nach dem, was passiert war und nicht dafür, dass ich einen Apfel gestohlen hatte. Ich versuchte einen Weg zu finden, wie wir der Arena entkommen konnten, aber einen anderen Ausweg als das ganze zu gewinnen, sah ich nicht. Wahrscheinlich gab es auch keinen.
Hoffentlich hatte Aria wenigstens neue Energie tanken können, denn die würde sie gebrauchen müssen.
Als wir zurück kamen, war die Arena bereits wieder gefüllt und die Menschen warteten gespannt auf das Spektakel, dass sie gleich auch sicher geboten bekommen würden. Einer der Spielemacher stand bereits wieder auf dem Spielfeld und hielt ein Mikrofon in der Hand. Als er uns erblickte winkte er uns zu sich rüber und Aria und ich versuchten uns unsere Laune nicht ansehen zu lassen. Von weitem war es hoffentlich nicht zu erkennen, dass unsere Lächeln aufgesetzt waren. Ich hob meine Hand um dem Publikum mit einem Grinsen entgegen zu winken, ich wollte siegessicher wirken. Ich hatte die Hoffnung, dass ich mich dann auch so fühlte. Aber nichts da. Das gehässige Grinsen der gegnerischen Wasserbändigerin ließ mich an allem Zweifeln, worauf ich hinarbeiten wollte.
„Was ein aufregendes Spiel!", rief der Spielemacher und ließ sich nicht von seinem Lächeln abbringen. Die zustimmenden Jubelrufe des Publikums bestätigten ihn nur noch mehr.
„Eine überraschende Wendung, zwar, aber dieses Duell wird spannend weiter gehen! Der Erdbändiger der blauen Mannschaft schafft es nicht, wieder anzutreten" Ein lautes Raunen und Gemurmel ging durch die Menge. Ich wollte mir gar nicht ausmalen, was sie dachten. Sicher nichts gutes und das hatte Daichi nicht verdient. Meine Miene verfinsterte sich und ich versuchte meine Gedanken auf die kommende Runde zu lenken, damit war uns mehr geholfen. Ich wusste zwar noch nicht, welchen Bändiger wir zugeteilt bekommen würden, aber ich wusste, dass ich entweder wieder dem Feuerbändiger gegenüber stehen würde, oder der Wasserbändigerin. Ich wollte es Aria nicht antun, noch einmal gegen die Wasserbändigerin zu kämpfen.
Ich hoffte sehr, dass die Person, die uns zugeteilt werden würde, ein erfahrener Kämpfer war. Ansonsten wären wir gegen unsere Gegner aufgeschmissen.
Der Spielemacher rief die übrigen Bändiger auf die Bühne, eine junge Feuerbändigerin und einen älteren Erdbändiger, der ziemlich standhaft wirkte und aussah, als hätte er schon viel einstecken müssen, aber auch gut ausgeteilt. Als er näher kam erkannte ich die vielen Narben auf seiner Haut. „Bitte, lass das Los weise entscheiden.", murmelte ich leise, kaum hörbar.
Der Boden vor dem Spielemacher öffnete sich und eine Glaskugel fuhr langsam nach oben. Er erklärte noch etwas dazu, aber ich hörte nicht einmal mit halbem Ohr zu, stattdessen beobachtete ich gespannt, wie er seine langen schmalen Finger in die Öffnung steckte und mit spitzen Fingern einen Zettel herauszog. Ich versuchte mich auf den Wunsch nach dem Erdbändiger zu fokussieren, auch wenn das natürlich keinen Einfluss auf das Los haben würde, das sich nicht in unserer Hand befand. Ich hatte keine Chance, etwas daran zu rütteln, kein Mitspracherecht und ich würde nichts gegen den Namen auf diesem Zettel zu sagen haben. Jede Faser in meinem Körper wartete angespannt darauf, dass der Spielemacher endlich verkündete, wer unser Team ergänzen würde. Gönnen würde ich es beiden Bändigern, aber ich wollte lieber die Person in unserem Team haben, die die Aussichten auf einen Sieg eher erhöhte. Und die Feuerbändigerin wirkte eher zierlich und zerbrechlich, als standhaft und kampfsicher.
Das Publikum war mucksmäuschenstill und wartete ebenfalls gebannt auf die Worte des Spielemachers.
„Oh" Er sah auf den Zettel, runzelte kurz die Stirn, sammelte sich dann aber wieder.
„Aida Takahashi!" Wir hatten die Feuerbändigerin zugewiesen bekommen. Die Selbstsicherheit, die ich mir eingeredet hatte schwand ein wenig, aber ich versuchte mir einzureden, dass wir noch immer eine Chance hatten. Schließlich wussten wir nicht, ob sie kämpfen konnte oder nicht. Wir würden uns überraschen lassen müssen. Bei dem Erdbändiger hätte es genauso gut sein können, dass er nichts konnte.
Der Spielemacher verließ das Feld und beide Teams bekamen eine Minute Besprechungszeit.
Ich wollte gerade meinen Mund öffnen und etwas sagen, als die Feuerbändigerin das Wort an sich riss.
„Wasserbändiger, du gehst gegen den Feuerbändiger. Ich mit demselben Element habe kaum eine Chance gegen ihn, also wirst du dich ihm gegenüber stellen müssen. Ich selbst werde mich gegen die Wasserbändigerin behaupten, ich kenne ihre fiesen Tricks und habe noch eine Rechnung mit ihr offen. Für dich, Luftbändigerin bleibt dann noch-" „-der Erdbändiger, ich weiß." Aria nickte zustimmend uns schien zufrieden mit der Aufteilung. Ein wenig verdutzt nickte auch ich. Ich war positiv überrascht von ihrer energischen Aussage, die auch mir als einzig logisch erschien.
Großartig mehr bereden mussten wir nicht, weshalb wir uns bereit in die Startposition begaben und auf den Gong, der die Runde eröffnen würde, warteten.

Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
from David on 01/05/2023 06:56 PMIch spüre, wie mein Körper sanft hin und her wiegt, wie ich immer tiefer falle.
War es das? Bin ich tot?
Als ich meine Augen öffne, starre ich direkt in das Licht einer Deckenlampe. Ich setze mich auf; sehe mich in dem Raum um, in dem ich mich befinde. Ich bin allein.
Meine Augen gleiten über die hölzernen Wände, unzählige Kerzenständer und ledergebundene Bücher, die die größten Geheimnisse zu enthalten scheinen. An einer der Wände erkenne ich ein Poster mit einer Aufschrift. Ich taste nach meiner Brille, finde sie schließlich irgendwo in der obersten Schublade eines Nachtschrankes, setze sie auf. Dann lese ich: GESUCHT - TOT ODER LEBENDIG;
darunter ein Bild von mir, mit einem verschmitzten Lächeln... Wenn die Person nicht ich ist, sieht sie mir jedenfalls verdammt ähnlich. Ich drehe mich zum runden Fenster mit Aussicht auf das endlose, brausende Meer. Für eine Weile bleibe ich davor stehen und schaue nachdenklich dabei zu, wie eine Welle nach der anderen ausgesendet wird und mein Schiff leicht ins Schaukeln bringt. Weit und breit ist kein Land in Sicht, ich muss irgendwo mitten im Nirgendwo treiben.
Eigentlich müsste mich dieser Gedanke beunruhigen, doch ich bin schon tot, richtig? Ich muss mich vor nichts und niemandem fürchten, ich bin praktisch unbesiegbar.
Ich bin also tot, alles klar. Und das hier, das muss das Leben nach dem Tod sein oder so. Ich habe es mir immer als einen Ort vorgestellt, der auf irgendeiner Weise in deinem Leben von Bedeutung war. Vielleicht findest du dich nach dem Tod in dem Haus wieder, das für Generationen von deiner Familie bewohnt wurde oder auf einer Blumenwiese, auf der du als Kind gespielt hast, die Sonne im Gesicht, im Gras liegend,...
Wenn meine Annahme richtig ist, scheint es, als hätte ich mich in einem Piratenjenseits wiedergefunden. Großartig. Aber... es könnte wohl schlimmer sein.
Während sich meine Gedanken weiter im Kreis drehen, werden die Wellen größer und größer, schlagen wuchtiger gegen mein Schiff. Ich beschließe nach oben zu gehen, aber nicht bevor ich einen der herumliegenden Säbel auf das Poster mit meinem Gesicht jage. Eine Geste, die sagt: Du bist tot, und ich habe dich getötet.
Die Treppenstufen knarzen unter meinen nackten Füßen, während ich mich auf den Weg nach oben mache, um einen besseren Blick aufs Meer zu bekommen; um herauszufinden, ob ich wirklich ganz allein hier bin und ob ich... dazu verdammt bin, auf ewig auf den Wellen zu treiben.
Als ich oben ankomme, sehe ich zwei Dinge, die mich überraschen: Erstens, es gibt keinen Steuermann. Das Schiff muss die ganze Zeit über von den Windgöttern angetrieben worden sein. Es ist gut zu wissen, dass diese mir auch ins Jenseits gefolgt sind. Die zweite Sache - und diejenige, die mich deutlich mehr überrascht - ist ein Körper, der kopfüber auf dem Wasser treibt und kurz davor ist, von einer Welle verschluckt zu werden. Ohne viel darüber nachzudenken beschwöre ich die Anemoi: Boreas (den Nordwind), Euros (den Ostwind), Notos (den Südwind) und Zephyrus (den Westwind). Ich bitte sie, das Meer zu beruhigen. Für einen Moment passiert genau das Gegenteil: Die Wellen werden so groß, dass sie mein Schiff beinahe umkippen könnten. Dann - langsam, aber sicher - nehmen sie an Größe ab, bis alles ruhig ist und nur noch ihr leises Weinen zu hören ist.
Nachdem ich die Winde verabschiedet und mich bei ihnen bedankt habe, sehe ich auf die Stelle hinunter, an der ich vorhin den treibenden Körper entdeckt habe. Stattdessen fällt mir etwas goldenes ins Auge, und als ich genauer hinsehe, erkenne ich, dass es meine Kette mit dem Pentagrammanhänger ist. Ich fasse an meine leere Brust, taste nach der Kette, doch spüre nur den Schlag meines Herzens, wieso schlägt es noch immer?
Ich hole tief Luft, erinnere mich daran, dass mir (wahrscheinlich) nichts passieren kann und springe. Ich habe das Wasser nie sonderlich gemocht, habe mich vor dem Tauchen gefürchtet, doch ich bin tot, es macht mir nichts aus. Ich schwimme meiner Kette hinterher, versuche, danach zu greifen, entferne mich weiter von meinem Schiff. Als ich sie endlich in den Händen halte, küsse ich sie und lege sie um meinen Hals. Ich schwimme weiter; ich weiß, der Körper ist untergetaucht, ich weiß nicht, wieso ich ihn retten will.
Dann sehe ich ihn, direkt unter mir, sehe grünes - ja, grünes Haar unter mir, und tauche unter. Ich packe ihn, packe mich, am Arm und schwimme an die Oberfläche. Jetzt halte ich mich in meinen Armen. Ich ringe nach Luft. Bin ich noch am Leben?
Nach einer Weile kommen wir beide wieder bei meinem Schiff an und ich lege meinen Körper langsam auf dem Holzboden ab. Ich erinnere mich wieder an die Bücher im Keller und denke mir, auf einem Piratenschiff sollten doch Bücher sein, die erklären, was man tut, wenn jemand etrunken ist. Also laufe ich runter, blättere die Seiten gespannt um, bis ich etwas finde. Ich scanne den Text und laufe wieder nach oben, wo ich mich vor meinen Körper knie. Ich wusste nicht, dass Piraten Magie praktiziert haben, aber im Nachhinein ergab es Sinn, sie waren schließlich auf dem Meer und wo könnte man sich als Hexe besser verstecken als auf dem Meer?
Ich hole tief Luft, lege meine Hand über die Brust meines Körpers. Dann spreche ich: „Oživee", spüre unter meiner Hand einen Herzschlag, während grünes Licht aus meiner Brust strahlt. Erleichtert atme ich auf, schließe für einen Moment die Augen. Als ich sie wieder öffne, ist mein Körper weg, ich bin nicht mehr auf dem Schiff.
Ich blicke auf und sehe... Selo?
„S-selo?", frage ich ungläubig und versuche mich aufzusetzen, sacke aber vor Schmerz wieder zusammen. Verzweifelt sehe ich mich im Raum um. „Wo ist...mein Schiff?"

Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
from Miulo on 01/05/2023 03:18 PM"Wir haben endlich noch einen Menschen gefunden, Lia!"
Ein aufgreregtes Lächeln machte sich auf meinem Gesicht breit. Zwar hätte mir das plötzliche Auftauchen eines Menschens Sorgen bereiten sollen, allerdings freute ich mich immoment zu sehr über diese Tatsache, um auch nur einen Gedanken an die Ironie der Situation zu verschwenden. "Und ausgerechnet eine Bekannte von dir, das ist doch-"
Lia kam näher und streckte ihre Hand der Frau entgegen, anstatt diese zu berühren glitt Lias Hand jedoch mitten durch ihr Gesicht hindurch....eine Illusion also.
"Oh...", meine vorherige Freude verwandelte sich in bittere Enttäuschung. Ich war dem plötzlichen Auftauchen einer Person mit zu viel Naivität begegnet, natürlich war es nicht so einfach, natürlich konnte sich nicht plötzlich alles zum Guten wenden...und doch wenigstens diesen Hoffnungsschimmer hätte man mir lassen können. Es wäre ja nichteinmal unlogisch gewesen wäre die Hexe echt gewesen, schließlich hatte sie so wie der Rest des Teams auch besondere Fähigkeiten, wieso also hätte sie keine "Übergebliebende" sein können? Klar wahrscheinlich war die Verbindung die unser Team miteinander hatte nicht ganz so einfach zu erklären, aber trotzdem was bitte sonst hatte dafür gesorgt ,dass wir zu "Auserwählten" wurden?
Â
Gedanken zurück in die Realität! Keine tiefen Gedanken, keine negativen Gefühle, zerbrech dir nicht den Kopf!Â
"Ich kenne diesen Zauber von ihr, sie macht das, wenn sie nicht Zuhause ist, um trotzdem wichtige Kunden versorgen zu können. Dieser Zauber ist im Grunde sie als ein Händler-NPC: Wir könnten jetzt etwas bei ihr kaufen, aber nicht wirklich mit ihr sprechen", erklärte mir Lia.
"Das ist beeindruckend!", war meine sofortige Reaktion. Aufgeregt aktivierte ich "den NPC" und begann ein Gespräch.
"Willkommen bei Jeglicher Hexenbedarf, Kräuter und Literatur, was kann ich für Sie tun?"
"Was ist das Angebot des Tages?", fragte ich neugierig nach. Wenn ich mich schon in einem Hexenladen befand, konnte ich doch unmöglich gehen ohne etwas interessantes gekauft zu haben, richtig? Zwar hatte ich kein Vermögen dabei, aber das Geld was eigentlich für den Supermarkt gedacht war sollte zumindest für eine Kleinigkeit ausreichen.
"Sehr zu empfehlen sind unsere täglich erneuerten frischen Waren. Nirgendwo anders werden Sie ein so hochwertiges Lopa-Kraut finden wie bei uns, auch unser Schlangengift ist sehr zu empfehlen. Zudem..."
"Sag mal kannst du sowas auch?", fragte ich in Lias Richtung während ich weiter gespannt ihrer "Bekannten" zuhörte.
"Nein, leider nicht. Ich bin noch nicht so weit in meiner Hexen Ausbildung", kam es als Antwort zurück.
Nach einigen weiteren Minuten hatte ich es tatsächlich geschafft etwas zu erwerben, schnell ließ ich es in meine Tasche gleiten. Bei dem "etwas" handelte es sich um ein Fläschchen mit Augentropfenflüssigkeit, das einen ruhigen Schlaf versprach. Ich hatte es gekauft um weitere Albträume in Präsenz der Anderen zu verhindern, schließlich war es nicht unwahrscheinlich ,dass wir die kommenden Nächte nah beieinander verbringen würden.
Mit dem nun sicher verstauten Fläschchen, wandte ich meine Aufmerksamkeit Lia zu.
Es war beeindruckend ihr dabei zuzusehen wie sie mit Leichtigkeit einen Zauber anwendete um die, sich auf dem Boden befindende, Falltür zu öffnen. Ich hatte großen Respekt vor ihr und ihren Fähigkeiten, selbst wenn sie, so wie sie es nannte "noch in Ausbildung" war.
Lias Kopf drehte sich zu mir, ein Lachen auf ihrem Gesicht "Jetzt müssen wir springen Miu"
Springen...
Ich starrte nach unten, in ein schwarzes Loch ohne sichtbaren Boden.
Ich selbst wäre niemals im Leben aus eigener Entscheidung daruntergesprungen, aber ich vertraute auf das Judgement meiner Freundin.
Entschlossen lächelte ich zurück und ergriff Lias Hand. "Drei, zwei, EINS!"
UND SPRUNG!
Der Fall fühlte sich keineswegs unangenehm an, eher das Gegenteil, ich mochte das freie Gefühl von nichts weiterem als Luft umgeben zu sein, trotzdem kniff ich meine Augen zusammen um die Dunkelheit auszublenden. Meine Hand lag dabei weiterhin fest in der von Lia.
"Name und Anliegen."
Eine Stimme erklang, es wirkte so als würde die Leere selbst mit uns kommunizieren. Ich war zu überfordert um direkt zu reagieren aber Lia schien diese Prozedur bereits zu kennen.
"Lia, mit einer Freundin, um mir einen Besen von meiner Großtante auszuleihen.", antwortete sie selbstbewusst.
Ein kurzes Geräusch erklang und schon war der Fall beendet. Wir landeten sanft auf unsere Füßen und das obwohl wir scheinbar durch nichts abgefedert wurden, Magie eben :)
Vorsichtig öffnete ich meine Augen und ließ meinen Blick umherschweifen. Wir befanden uns in einem großen Lagerraum, ein solcher Raum hätte eigentlich unmöglich unter den kleinen Laden gepasst. Wie tief unter der Erde wir uns wohl befanden?
"Die Besen müssten dahinten in der Ecke sein", begann Lia: "und von dem Trank der die Besen flugtauglich macht müsste ich noch was in meinem Rucksack haben. Es sei denn ich hab den Trank versehentlich im Krankenhaus verloren, ich schau kurz nach."
"Mach das! Ich hole die Besen", antwortete ich und setzte mich sofort in Bewegung. Vielleicht lag es am Adrenalin des Falls, so oder so war ich in diesem Moment voller Tatendrang. Mit den Besen waren wir unserem Ziel Flips zu finden um einiges näher gekommen.
Ich nahm also 2 der Besen und stand binnen Sekunden wieder neben Lia. "Und?", hakte ich nach. Die Hexe grinste mich an und öffnete ihre Hand. "Der Trank ist noch da, es kann losgehen."
Nachdem ich Lia dabei half die Besen mit dem Trank zu präparieren, folgte ich ihr zu einer Art Wolke die laut Lia wie ein schwebende Fahrstuhl funktionierte und uns wieder zurück in den Laden bringen könne.
Und schließlich, einige Minuten später befanden wir uns endlich in der Luft. Zwar hatte ich mit meinem Stab die Fähigkeit mich selbst in die Luft zu katapultieren und so quasi durch die Luft zu springen, mich im Himmel zu befinden war also nichts neues, trotzdem war das Gefühl tatsächlich zu fliegen noch um einiges schöner. "Fliegen fühlt sich unglaublich an Lia!", rief ich in den Wind, während ich mein Flugtempo steigerte und Kreise im Himmel zog.

Schon bald, flog ich jedoch an Lias Seite zurück. Wir hatten schließlich wichtigeres zu tun als uns zu amüsieren. "Am besten du führst mich zu dem Ort wo du von dem Monster angegriffen wurdest, dort beginnen wir mit unserer Suche!"
"Alles klar", sprach meine Freundin, orientierte sich kurz und flog geradeaus los. Sie wirkte deutlich bedrückter als noch zuvor im Laden ihrer Bekannten. Ich konnte sie gut verstehen, sein Haustier zu verlieren musste sich genauso schlimm anfühlen wie das Verlieren eines Familienmitglieds oder einer guten Freundin.
Ich holte etwas auf und flog nun direkt neben Lia. "Mach dir keine Sorgen, ich bin sicher ,dass wir Flips finden werden! Selbst wenn wir die ganze Nacht dafür brauchen werden!"
Bei dem Wort Nacht schaute ich mich trotz meines optimistischen Lächelns etwas beunruhigt um. Bereits in der Stadt war es durch das Fehlen von jeglichen Menschen deutlich dunkler als es nachts normalerweise wäre. Doch nun waren wir geradewegs auf den Weg Richtung Wald, die einzige Lichtquelle die wir zur Verfügung haben werden waren unsere Handytaschenlampen. Ich betete innerlich, dass Lia nicht auf die Idee kommen würde sich aufzuteilen. Ich hatte heute bereits genug schlechte Erfahrungen mit der Dunkelheit und noch dazu mit dem aufteilen gemacht und auch generell wäre mir nichts lieber als Nachts nicht draußen zu sein. Aber was solls, aktuell hatten wir wichtigere Prioritäten, ich wäre bereit alles dafür zu tun wenn dies bedeutete ,dass Lia ihr Haustier wiederbekommen würde.

DAS INTERNET IST FÜR UNS ALLE NEULAND
Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
from Lisa2604 on 01/05/2023 12:07 AM„Wieso fragst du sie nicht selber?" antwortete Eno auf meine Frage. Er schien wohl kein gutes Verhältnis zu Huxley zu haben. Mich interessierte der Grund dazu, aber trotzdem hakte ich nicht weiter nach, um die Stimmung nicht zu verschlechtern. Ich wollte mir außerdem lieber ein eigenes Bild von Huxley machen. Eno fügte aber noch etwas sehr interessantes hinzu: "Sie meint, sie existiere auf einer anderen Ebene der Realität oder so". Was hatte es damit auf sich? Als Hexe kannte ich mich mit Übernatürlichem aus, aber von einer "anderen Ebene der Realität" hatte auch ich noch nie gehört.

Mamiko
from Miau-Wau on 01/03/2023 07:42 AMDie kalte Nachtluft schmerzt ein wenig beim Einatmen. Das Schleifen der Steine unter unseren Füßen erfüllt die gruselige Stille der wie ausgestorben wirkenden Stadt mit ein wenig Leben. Schritt für Schritt bewegen wir uns Richtung der grünen Bank, die Tibia im Schein einer einsamen Straßenlaterne entdeckt hat. Selo hat uns wieder verlassen. Vorsichtig legen wir Randomys schwer gewordenen Körper ab und atmen tief durch. Tibia lehnt sich an die Wand, ich setzte mich auf den Boden vor der Bank. Die Kieselsteine sind von der Mittagssonne noch ein wenig warm. Ich nehme einen davon in die Hand und werfe ihn immer wieder ein wenig in die Luft.
Wie sind wir eigentlich hier hinein geraten? Wer sind all diese Menschen und warum sind nur sie übrig geblieben? Was haben wir gemeinsam? Haben wir überhaupt etwas gemeinsam? Wie sollen wir überhaupt eine Lösung finden? Können wir überhaupt eine finden? Selbst wenn jemand von uns eine Lösung findet- es würde auf die Person ankommen, sie auch den anderen mitzuteilen. Würde ich das denn tun? Was spräche eigentlich dagegen? Wer war dieses Monster von heute Morgen? Wo kam es her? Warum hat es die Stadt angegriffen? Wo ist es je-
,,Ich bin mir ziemlich sicher, Selo hat nichts in der Mall verloren. Meinst du sie holt Eno zurück?'' Tibia holt mich aus meinem Gedankenstrudel heraus. Ich fange den Kieselstein ein letztes Mal auf und er ruht in meiner Hand. „Vermutlich." Soll er sich doch mit dummen Dosen vollscheffeln. Wir verfallen wieder in Stille. Jede ist mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt. Randomy schläft. Was die anderen wohl gerade treiben? Ich lasse den Kieselstein wieder auf den Boden fallen, stütze meine Arme auf meinen angewinkelten Beinen ab und lege den Kopf darauf. Alles was ich höre, ist der rauschende Wind und leises Atmen. Ich genieße die Stille. Niemand ist da. Niemand, dessen Anwesenheit mich stören würde.
Erst jetzt fällt mir auf, wie wenig ich eigentlich gegen Tibias Gesellschaft habe. Wann war das das letzte Mal bei einer Person so?
Heeeey, hallo Miko! Miko! Jetzt bleib doch mal stehen! - Du sollst mich doch nicht so nennen...
Sieh mal, was ich gefunden habe, das wird dir bestimmt gefallen!
Ist alles in Ordnung? Du siehst traurig aus... Komm her, Kitzelstrafe! Hahahaha
Ja. Tibia erinnert mich an sie.
„Sag mal", ich sehe Tibia an, die mich ihrerseits anblickt, „du hattest doch bei deiner Vorstellung gesagt, dass dein Name Tibia sei, richtig?" Sie nickt.
„Du... wolltest aber anders genannt werden."
„Ja, Tibi, aber wenn das für dich-"
„Nein nein, ist in Ordnung. Du hast diesen Wunsch geäußert, dann respektiere ich ihn auch."
„O-okay, danke dir."
Ich sehe wieder auf meine Füße. Randomy schläft immer noch.
Tibi erinnert mich an sie.
Mein Bauch fängt an zu kribbeln. Aus irgendeinem Grund macht mich das wütend, dabei kann ich es nicht einmal ändern.
Dann spüre ich, wie sich jemand an meinen Rücken lehnt. Es ist Tibi, die sich zu mir gesetzt hat. Normalerweise würde ich mich darüber ärgern, dass jemand mir, ohne zu fragen, so nahekommt. Aber unter diesen Umständen und wohl auch weil ich zu müde und verwirrt bin, um mich aufzuregen, ist es in Ordnung.
Tibi atmet tief durch.
„Irgendwie ist diese ganze Situation doch doof!", bricht es aus ihr heraus.
„Mhm." Ich nicke ein wenig.
„Ich versteh' überhaupt nicht, wie das alles passiert ist!"
„Und wieso nur wir übrig sind..."
„GENAU!" Tibi dreht sich zu mir. „Das frag' ich mich auch schon die ganze Zeit! Oder wo dieser Nosic überhaupt herkommt?"
„Wenn man mal drüber nachdenkt, dann hätte es doch Anzeichen für sein Auftauchen geben sollen..."
„Stiiiiimmt, jetzt wo du's sagst..."
Ich drehe mich auch zu Tibi. „Denkst du es gibt etwas, das wir alle gemeinsam haben?"
Tibi verstummt kurz. „Das kann ich mir bei so einer bunten Truppe zwar kaum vorstellen, aber man soll ja nie nach dem Äußeren urteilen. Könnte sein, aber was nur?"
„Ich weiß es auch nicht."
Dann wird es wieder still. Ich sehe auf den Boden. Ich will gerade wieder in Gedanken versinken, da rüttelt mich jemand an der Schulter.
„Uhm, Mamiko... Ich glaube, wir haben Mist gebaut."
Sofort bin ich in Alarmbereitschaft. Ich blicke mich. Es ist schwer, in der Dunkelheit etwas zu erkennen, aber es scheint sich nichts verändert zu haben. Jetzt erst widme ich Tibi meine Aufmerksamkeit und mir fällt auf, was sie wirklich meint.
„Ich glaube, die war frisch gestrichen", flüstert sie mit einem Deut auf die Bank, auf der wir Randomy abgelegt haben.
Wir sehen uns für einige Momente besorgt an und brechen dann in Lachen aus.





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