Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)

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David

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Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)

von David am 31.08.2022 17:28

"Ah... Ja, klar doch, überlass das ruhig mir!", antwortete Selo auf meine Frage und ich atmete erleichtert aus. Wie versprochen kickte sie den Stein im nächsten Moment gegen das Fenster. Das Glas zersprang.

"Uhm... Das Fenster ist zersprungen, wir können jetzt weiter... Ow!"
Wie es schien, hatte die Cookieverkäuferin beim Kicken ihr Bein verletzt. Doch es wirkte auch als könnte sie dieses Problem ganz gut alleine bewältigen. Ich nickte.

Selo hinkte durch unseren DIY-Eingang und ich folgte ihr. Auf dem Weg hob ich eine Glasscherbe auf, denn ich mag Scherben, und betrachtete kurz meine Reflektion in dieser. Ich sah nichts außergewöhnliches und steckte sie in meine Manteltasche weg.

In der Mall angekommen, musste ich mich erst an das helle Licht gewöhnen.
Wenn ich nicht verrückt geworden bin, dann sah ich weiter hinten dicke Staubwolken. Und wenn ich nicht verrückt geworden bin, konnte ich dort auch die Silhouette zweier Leute erkennen. Ich machte Selo darauf aufmerksam und wir begaben uns auf den Weg dorthin.

Dort waren tatsächlich Staubwolken und zertrümmerte Wände. Und 2 - nein, 3 - Personen; eine, auf dem Boden liegend, die anderen beiden vor ihr kniend.

Welch Chaos hat hier stattgefunden?

Selo beugte sich zu der Truppe hinunter.
"Hey, was ist passiert? Wir haben nach euch gesucht..."

Ich sah mich im Supermarkt um und bemerkte erst jetzt, wieviel Mehl hier herumlag.
Hätten wir früher kommen sollen?

"Wie geht es Randomy? Ist sie verletzt?", hörte ich Selo im Hintergrund weiterfragen.
So sehr meine Müdigkeit grade von mir verlangte, mich neben die Gruppe zu legen und Randomy nachzuahmen, ich musste vernünftig bleiben.

Die Staubwolken breiteten sich weiter im Raum aus und ich musste husten. Ich drehte mich zu den anderen um.

"Wir sollten möglichst schnell hier raus, bevor wir zu viel Staub einatmen.", begann ich. Mein Blick fiel auf die bewusstlose Randomy und ich stieß einen leichten Seufzer aus.
"Tibi und ich tragen Randomy und die anderen beiden..."
Ich sah mich um und bemerkte dabei den großen Vorrat an Tomaten Milch, der recht in der Nähe von uns war.
Tomaten Milch klang doch sehr nahrhaft.

"Der Rest nimmt so viel Tomaten Milch mit, wie er tragen kann!", beendete ich meinen Satz und zeigte auf das Regal mit dem Vorrat.

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Miau-Wau

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Mamiko

von Miau-Wau am 01.09.2022 19:01

Mehr aus Reflex als aus gut überlegtem Handeln stürmen Tibia und ich auf Randomy zu.
 
"Geht es dir gut? Hast du dich auch nicht überanstrengt?", ruft Tibia sorgenerfüllt, während sie Randomy beim Aufstehen zu helfen versucht. Sie bricht wieder zusammen. Ich untersuche ihre Beine. Ziemlich kaputt, unmöglich darauf zu gehen. "Und?", fragt mich Tibia mit zitternder Stimme. Den Blick zu ihr gerichtet schüttele ich den Kopf. "Wir müssen wohl noch etwas abwarten." Verrückt, wie Tibia ohne zu zögern erst ihr eigenes Leben riskiert und sich im nächsten Moment um die Sicherheit ihrer Mitmenschen sorgt. "Sieht allerdings nicht nach bleibenden Schäden aus." Tibia atmet auf.
 
Um uns herum hat sich das Mehl noch nicht gelegt. Ein Glück, das wenigstens noch das Licht-
 
"Tibia, hier ist es zu hell. Sie kann sich hier so nicht ausruhen. Bringen wir sie an einen etwas dunkleren-"
 
Bevor ich meinen Satz beenden kann, zerspringt in der Nähe klirrend eine Glasscheibe. Wir sehen gemeinsam in die Richtung, aus der wir das Geräusch vermuten.
 
"Was war denn das?", fragt Tibia in den verwüsteten Raum hinein. Die Antwort kommt sogleich hereinspaziert. Es sind Eno, der sich prüfend umsieht, und Selo, die sofort zu uns läuft. Damit beschäftigt, Eno argwöhnisch zu beobachten, bekomme ich kaum mit, was neben mir passiert. Er beginnt zu husten.
 
"Wir sollten möglichst schnell hier raus, bevor wir zu viel Staub einatmen.", schlägt er vor. Unser selbst ernannter Anführer. Zumindest behandeln alle ihn so. Alle, bis auf Nika- und auch ich habe ihn bisher nicht als solchen angesehen. Ich hasse es, rumkommandiert zu werden und dann noch von einem Kerl, der sich für etwas Besseres hält. Ich vertraue ihm einfach nicht, das ist alles.
 
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"Tibi und ich tragen Randomy und die anderen beiden... Der Rest nimmt so viel Tomaten Milch mit, wie er tragen kann!", kommandiert er weiter. Ich mache mir nicht mehr die Mühe, mich zu dem Regal umzudrehen, auf das er zeigt.
 
"Was denkst du eigentlich, wer du bist?", sage ich mit fester Stimme. Wie gut, dass sie in den passenden Momenten nicht zittert. Enos Blick verdunkelt sich ein wenig, auch wenn es so aussieht, als versuche er die Stimmung so positiv wie möglich zu halten. "Gibt es denn ein Problem mit meinem Vorschlag?", fragt er mit bittersüßer Stimme und lächelt mich dabei an.
 
"Und ob es den gibt, Meister!"
 
"S-so, dann schlag doch etwas Besse-"
 
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"Mit Vergnügen! Deine Prioritäten sind echt zum Kotzen!" Während ich weiter verbal Wut ablasse, mache ich Anstalten, Randomy zu heben. Wortlos hilft Tibia mir dabei, auch wenn sie etwas besorgt aussieht. "Wir haben eine Verletzte und du kümmerst dich um's verfluchte Essen."
 
"Aber Essen ist doch auch wichtig!" verteidigt Selo Enos Vorschlag.
 
"Das wissen wir auch!", rufe ich angestrengt. Tibia und ich haben Randomy hochgehoben und wir begeben uns Richtung Ausgang. "Nimm meinen Rucksack und sieh' rein!", kommandiere ich Eno herum. Alles, was er entdecken wird, sind Dosen. Lauter Dosen gefüllt mit Nahrungsmitteln.
 
"Da hast du dein blödes Essen! Wofür sind wir auch hier gewesen? Zum Bummeln vielleicht? Verdammt, wir sind nicht so blöd wie du denkst!" Wir haben uns schon ein ganzes Stück von Eno und Kompanie entfernt.
 
"Aber es schadet doch nicht, etwas mehr mitzunehmen.", ruft Eno in unsere Richtung, nicht bereit, seinen Platz aufzugeben und uns dummen Gänsen hinterher zu laufen.
 
"Vielleicht sollten wir mit dem Streiten lieber aufhören...", sagt Tibia, sodass nur ich es hören kann. Ich hatte sowieso nicht vor, meine Energie weiter an den Schausteller zu verschwenden. Randomy wird langsam schwer. "Geht es?", fragt mich eine Glöckchenstimme. "Muss ja...", seufze ich. Jetzt entdecken wir auch die Ursache des Klirrgeräuschs. Ein zerschmettertes Fenster lässt die kühle Nachtluft hineinziehen und bietet einen Ausgang, der groß genug für uns ist. Wenigstens ist es dunkel. Auch wenn uns Trägern das gerade wenig Freude bereitet. Wenn wir stolpern, dann ziehen wir Randomy am meisten in Mitleidenschaft. Sie sicher zurück zu bringen ist das Mindeste, was wir als Dank für sie tun können. Nur meine Arme haben etwas dagegen.
 
So werden wir den Weg nicht schaffen. Und genau deshalb brauchen wir andere, freie Hände, in denen nicht sechs Dosen Tomaten Milch liegen. Auf Eno werde ich sicherlich nicht warten. Wir brauchen Selo.

Make pasta, not war
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Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.09.2022 20:48.

David

19, Männlich

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Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)

von David am 03.09.2022 19:05

Mein Vorschlag war nicht so gut angekommen wie ich es erwartet hatte.
Und dass der Widerstand von Mamiko kommen würde, damit hätte ich nicht gerechnet.

„Was denkst du eigentlich, wer du bist?", sagt sie mit fester Stimme.
Ich denke, ich bin Gott. Zur Hälfte liege ich damit richtig. Doch das spreche ich nicht aus.
Ich will keinen Streit anfangen; das wäre lächerlich.

„Gibt es denn ein Problem mit meinem Vorschlag?", frage ich stattdessen.
Ich lächle; ein verzweifelter Versuch, die positive Stimmung möglichst beizubehalten.

„Und ob es den gibt, Meister!"
Mein Lächeln zerbricht wie das Fenster am Eingang der Mall. Ich greife nervös nach der Scherbe in meiner Manteltasche. Fahre meinen Finger über ihre scharfe Kante.

„S-so, dann schlag doch etwas Besse-", bringe ich gerade heraus, doch werde wieder unterbrochen.

„Mit Vergnügen! Deine Prioritäten sind echt zum Kotzen!", während Mamiko weiter abreagiert, beginnt sie Randomy zu heben. Tibi hilft ihr.

„Wir haben eine Verletzte und du kümmerst dich ums verfluchte Essen."
Ich sah zu Randomy. Lia hat bestimmt irgendeinen Trank, der dem verletzten Dämon helfen könnte. Von daher- Oh, richtig, Mamiko weiß noch gar nicht von Lia.

Wenn ich an Randomy's Stelle wäre, hätten sie mich dann hier liegengelassen?, schießt es mir durch den Kopf. Ich weiß, dass der Gedanke lächerlich ist.

Ich versuche meine Aufmerksamkeit wieder auf das Geschehen vor mir zu lenken.
Mein Blick fällt auf Mamiko's Rucksack voller Dosen.

„Da hast du dein blödes Essen!"
Da habe ich mein blödes Essen.

„Wofür sind wir auch hier gewesen! Zum Bummeln vielleicht? Verdammt, wir sind nicht so blöd wie du denkst!"

{trigger warning: self harm??}
Ich kann nicht... Ich kann so nicht- Meine Finger umklammern die Scherbe fester; versuchen krampfhaft, an ihr Halt zu finden.
{trigger warning ende}

„Aber es schadet doch nicht, etwas mehr mitzunehmen.", rufe ich der sich von mir entfernenden Truppe zu. Ein letzter, verzweifelter Versuch, meinen Platz beizubehalten.

Mein Ruf wird nur von den Staubwolken im leeren Raum empfangen. Ich huste.
Die Gruppe nähert sich immer mehr dem Ausgang. Wieso passiert das eigentlich immer mir?

Ich weiß, dass sie nicht auf mich warten werden. Für eine Weile stehe ich einfach da. Als ich in mich zusammensacke ist auch Selo weg.

Wieso stehe ich am Ende immer alleine da?

Ich bin verloren. Und so versuche ich, der wunderbare Held dieser Geschichte, der Anführer einer Gruppe, die mich nicht mal als solchen akzeptiert; ich versuche, mich wenigstens aus dem Nebel der Staubwolken zu befreien; schleppend, auf dem Boden kriechend. Die Sicht genauso vernebelt wie der Geist und die Gedanken.

{trigger warning: mental breakdown?? guys idek was ich tue}
Ich, ein Demi-Gott.
Aber was hat das denn schon zu bedeuten.

Meine blutende Hand greift nach einer Türklinke. Ich drücke sie hinunter und falle auf den Steinboden. Tränen kullern meine Wangen hinunter wie Scherben. Ich mache mir gar nicht erst die Mühe, sie herunterzudrücken.
Meine Hand hinterlässt Tomaten Milch auf dem Boden.

{trigger warning: attempted suicide, i guess?? like, idek}
Jetzt habe ich verschiedene Optionen: Ich könnte raus an die frische Luft.
Oder ich könnte mich fünfzig Meter weiter zur nächsten Apotheke schleifen und ein paar Packungen Schlaftabletten holen-
Nein, was für ein törichter Gedanke.

Ich bin ein Versager, selbst meine Eltern-
Feigling.

...Ich könnte zurück zu den anderen gehen; sie kommen auch ohne mich klar. Sie kommen nicht ohne mich-

Gott! ( - Das bin nicht ich! Spoiler: Es gibt keinen!)
Verdammt! Scheiße!

Niemand wird mich davon abhalten, denke ich, während ich mich auf den Weg mache.
Ob ich Schlaf verdient habe oder nicht, ist unwichtig. Es ist mir grade sowieso alles relativ egal.

Eine weitere verschlossene Tür. Ich denke nicht lange nach und schlage sie mit meiner eigenen Faust ein - viel blutiger kann sie ja nicht werden.

Der Rest meiner Erinnerung ist mindestens genauso vernebelt wie der staubige Supermarkt.

„Wieso verspüre ich einen solchen Frust über den wahren Kern meines Seins?", denke ich, während ich Tabletten in die Hand nehme. Wie viele, weiß ich nicht mehr.

Ich falle in einen tiefen f̷̢̱͚͇͖̈́̾͂r̸͙͔̪̪̺̱̻̺̖̈́̒͐̄̀̊̕ḯ̶̧̲͔̼̜̣̼̎ͅe̵̡̯̜͍̬͕̦̟̩͛̇͑̆̉̚͝͠d̵̡̛͎̱̪̙̭̗̙͂̅͐̈̾̉̀̕l̸͖̣̻̲̒̈́̇̆̕į̴͚͙̘̗̰̌͊̊̌c̸̳͔̙̣̹̞̼̓̌̈́̿̈́h̷̢̨̞̙̭̙̙͖̤͆̈e̵̥͚͇͍͎͕͈͉̱̒̓̓͛̎̊͘̕n̶̟̓ S̶̼̻̗͕̪͈̬͙̪̳͝ç̶̱̦̲͔̈́̈́̽̉̄̃̋̚͠͠ͅḫ̸̲̍̈́͋͐̍̒͛̇̐̿h̴̦̼̮̱̙̜̞̀͂̈̍̊ḥ̸͎̳͚̯̲̰͙̆́̔h̴̘͋̓̍̕

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Selo03
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Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)

von Selo03 am 13.10.2022 12:52

Ehe ich mich versah geriet die Situation auf irgendeiner Art außer Kontrolle.
"S-so, dann schlag doch etwas Besse-"
"Mit Vergnügen! Deine Prioritäten sind echt zum Kotzen!"
Streiten die beide da etwa gerade? Das ist doch ein Streit? oder etwa nicht? Bis gerade eben war doch alles noch prima- worüber streiten sie sich da überhaupt? Ich verstehe das nicht wirklich. Aber es scheint eine ernste Sache zu sein, was mich noch mehr verwirrte.
Huh? Plötzlich liefen Mamiko und Tibi mit Randomy los. Ich habe nicht wirklich zugehört- geht Eno noch aufs Toilette oder so-
Nach dem ich etwas gezögert habe habe folgte ich den anderen, ohne wirklich was von dem zu verstehen was hier los wäre. Tibi und Mamiko unterhielten sich etwas während wir die Mall verließen. Irgendwie hatte ich ein schlechtes Gefühl bei der ganzen sache. Als würde ein Teufel auf meiner sitzen und mir wirres Zeug ein flüstern. Versteh ich nicht.
Während wir immer weiter liefen wurde ich stück für stück langsamer, bis ich schließlich stehen blieb. "Uhm...Tut mir leid- ich habe da etwas vergessen ahaha.... ich hole es kurz zurück- geht ihr schon mal vor- bis dann!" Bevor irgendjemand etwas antworten konnte, rannte ich schon los. Gott bin ich ein Idiot. Ich verstehe wirklich gar nichts.

 

Ich kam schließlich bei der Mall an und ging erneut durch die Karusselltür. Mein Bein schmerzte etwas, ich hätte sicher nicht zu rennen gebraucht um es noch mehr zu belasten. Verunsichert atmete ich ein und begab dahin zurück wo ich Eno zu letzt sah. Er war nicht mehr hier, dafür begrüßten mich einige Blutspuren. Ob er verblutet ist? Ich schüttelte mir den Kopf. Nein nein, solche sachen darfst du nicht so einfach durch den Kopf gehen lassen, vielleicht ist der Blut verguss ja nicht so viel- Moment mal, ist das überhaupt sein Blut? Und falls ja wie kam es zum verguss- und wenn doch nicht wessen Blut dann- Nein ich verschwende hier nur meine Zeit... oh sieh da, die Spuren gehen weiter!
Ich folgte dessen bis ich ihn letztendlich vor mir sah. Einen Eno- der bewusstlos auf dem Boden einer Apotheke lag. Ich kniete mich zu ihn hin und überprüfte zuerst seinen Puls.....ich hör ihn, jedoch ist er schwach. Zumindest ist er am Leben.....
Ich sah ihm mir an und bemerkte seine Blutige Hand. Ich stand auf und suchte nach Desinfektionsmittel, die ich fand. Praktischer Ort. Ich kniete mich hinunter auf dem Boden und riss ein teil meiner Strickjacke am Gürtel ab. Sie war das letzte was ich noch von der Zeit als Diener meines Lordes besaß, es ist wirklich schade um sie. Das Desinfektionsmittel sprühte ich auf den Stoff und wickelte darauf hin seine Hand in dessen um seine Blutung zu stoppen. Ich Seufzte. Das ganze hier ist mir etwas zuviel. Ich wünschte ich könnte wieder zu meinem Lord. Ach....seit wann ich wohl so bin? Vielleicht wahr ich es auch schon immer, nur nie in Situationen wie die vom heutigen Tag. Ich sah wieder zu Eno. Er hat sicher viel Blut verloren....Ob er vielleicht ein Vampir ist? Dann hätte ich ihm sicher sicher etwas von meinem abgeben können. Ich mache nur Spaß....
Huh? Sind das Tabletten hier auf dem Boden? Ich hob eine Tabletten Packung auf die ebenfalls auf dem Boden Lag. Es waren Schlaftabletten. Es sah so aus als hätte er welche genommen...darum der Leise Herzschlag.... Hoffentlich waren es nicht all zu viele.
Ich entschloss mich bei ihm zu bleiben bis er wieder aufwacht, solange pass ich auf sein Herzschlaf auf und wenn er noch schwächer wird, gebe ich ihm eine Herzmassage. Oder eher versuche es. Ich habe noch nie eine gegeben, aber das wird schon!

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Fragile_Jewel
Gelöschter Benutzer

Eine Antwort der etwas anderen Art [Randomy]

von Fragile_Jewel am 20.10.2022 23:04

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TIbia

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Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)

von TIbia am 21.10.2022 20:34

Nachdem die eigenartige Person erledigt war, rannten Mamiko und ich kurzerhand auf Randomy zu, die ohne das es eine große Überraschung war, immer noch reglos am Boden lag und generell ziemlich schlecht aussah. 

Angstrengt versuchte ich Randomy aufzuhelfen, allerdings brach sie immer wieder zusammen, und dies minimierte meine Sorgen nicht wirklich..
Es war wohl zwecklos es weiter zu probieren, also kniete ich mich neben meine Kameradin, und  beobachtete schweigend  Mamiko, wie sie sorgfältig die beschädigten Beine unserer neuen Freundin untersuchte. Erst als sie davon abließ, und schwer aufseufzte, traute ich mich sie zu fragen, zu welchem Ergebnis sie gekommen war.
,,U-und..?''
Mamiko richtete ihren Blick zu mir, und schüttelte langsam den Kopf.
,,Wir müssen wohl noch etwas abwarten. Sieht allerdings nicht nach bleibenden Schäden aus.''
Ohne es zu merken atmete ich erleichtert aus. Gott sei Dank! Ich hätte wirklich nicht gedacht dass mir eine Person an einem Tag so ans Herz wachsen konnte, aber ich mochte Randomy wirklich gerne und war sehr erleichtert dass sie wieder gesund werden würde.
Meine Gedanken und Aufmerksamkeit wanderten wieder zu Mamiko, die gerade den Vorschlag machte, Randomy zu einem dunkleren Ort zu bringen, da ihr Licht anscheinend nicht sonderlich gut tat. 
Nunja, sie wollte es jedenfalls vorschlagen, und Mamiko war wirklich gut dabei, doch etwas unterbrach sie beim Reden, und dieses Etwas war ein gewisses Geräusch, welches sich anhörte, wie Glas, welches soeben erfolgreich zerstört worden war. 
Beide, Mamikos und mein Kopf, schnellten in die Richtung des Klanges, und ich konnte spüren, wie mein Herz schneller zu schlagen begann.
Bitte, nicht noch ein Monster!! Ein Gegner war schon ein Gegner zu viel... und in Randomys zustand konnten wir nicht noch eine Herausforderung gebrauchen!
Angespannten warteten Mamiko und ich, dass sich die Personen, oder was auch immer uns da gleich entgegenkommen würde, zeigten.
Und obwohl es nur ein paar Sekunden waren, fühlte es sich an wie eine halbe Ewigkeit, und immer wenn ich Blicke zu Mamiko warf, konnte ich sehen dass sie genau so angespannt gewesen war wie ich.
Nachdem was heute passiert war, konnte man uns das auch nicht krumm nehmen.
Man hörte die Schritte immer näher kommen und je lauter sie wurden, desto mehr bereitete ich mich auf einen weiteren Kampf vor. 
Und ja, man kann wirklich sagen dass mir ein Stein von Herzen gefallen war, als sich die beiden angeblichen "Monster"...
als Selo und Eno entpuppten.
Ohne zu zögern lief die Keksverkäuferin geradewegs auf die am Boden liegende Randomy zu, und man konnte Sorge in ihrem Blick erkennen, sowie in ihrer Stimme hören. 
,,Hey, was ist passiert? Wir haben nach euch gesucht....Wie geht es Randomy? Ist sie verletzt?", fragte sie sofort, doch ihre Frage blieb unbeantwortet.
Eno hustete. 
,,Wir sollten möglichst schnell hier raus, bevor wir zu viel Staub einatmen.'' , schlug er uns vor, und äußerte blitzschnell seinen nächsten Vorschlag. 
"Tibi und ich tragen Randomy und die anderen beiden... Der Rest nimmt so viel Tomaten Milch mit, wie er tragen kann!"
Eno hatte wirklich Anführerpotenzial... 
Jedenfalls sah ich das so. Das nicht alle zufrieden mit seinen Kommandos waren, ließ sich ausgerechnet Mamiko von allen Personen ziemlich schnell anmerken.
"Was denkst du eigentlich, wer du bist?", fragte sie, und ihre Stimme war kaum wiederzuerkennen...
Überrascht blickte ich sie an.
So hatte ich sie noch nicht erlebt, was kein Wunder war, schließlich war das der erste Tag an dem ich ihr je begegnet war. 
Nein, wohleher hatte ich gedacht, Mamiko nie so erleben zu können. Aber da hatte ich mich wohl geschnitten. 
"Gibt es denn ein Problem mit meinem Vorschlag?",fragte Eno, und lächelte, so als ob er damit einen potentiellen Streit verhindern wollte. 
Doch das schlug fehl...
,,Und ob es den gibt, Meister!'' 
Whoa.. Mamiko musste gerade wirklich sauer sein. Ihr Stimmton hatte sich komplett verändert, und verglichen mit den anderen malen, war ihre Stimme fest und bestimmend. 
Ich hatte sie also vollkommen unterschätzt. Wie viele Seiten hatte Mamiko wohl noch von denen ich nichts wusste?
Selbst Eno schien nun verunsichert. 
"S-so, dann schlag doch etwas Besse-"
"Mit Vergnügen! Deine Prioritäten sind echt zum Kotzen!"
Mann...welch unangenehem Situation... 
Mamiko begann Randomys Körper anzuheben, und weil ich nicht wusste wohin mit mir, half ich ihr dabei. 
Zusammen trugen wir unsere Freundin Richtung Ausgang, und ich versuchte so gut es geht, Mamiko und Enos Streitereien auszublenden. 
Es war klar gewesen, dass irgendwann ein Streit auszubrechen drohen würde, schließlich waren wir anscheinend die letzten Personen in Tomatenmilch und die Stimmung war angespannt. Doch dass es so schnell passieren würde...
Wir sollten doch zusammenhalten, nicht streiten! 
Ich konnte verstehen, dass Gefühle rausgelassen werden mussten, aber manchmal wünschte ich Egoistin mir doch einfach, die anderen könnten alle ihre negativen Gefühle unterdrücken, all die Wut einfach unterdrücken...
Aber die anderen waren nunmal nicht wie ich, und das auch wirklich besser so, selbst wenn ich es mir selbst niemals eingestehen würde.
"Vielleicht sollten wir mit dem Streiten lieber aufhören...", schlug ich Mamiko flüsternd trotzdem vor, doch sie schien sich mehr auf Randomy zu konzentrieren, und atmete dabei schwer.
,,Geht es?'', lenkte ich das Thema um, und von Mamiko kam ein seufzendes ,,Muss ja..''
Dann verfielen wir wieder in Stille, und steigen zusammen gegen ein riesiges Loch in einem der Mall Fenster, hinaus ins Freie. Eine echt kreative Art einzubrechen... der Mall Besitzer würde sich sicher fürchterlich darüber ärgern.
....
Sollte er jemals zurückkommen.
Draußen war es kühl und unüberraschenderweise bereits dunkel.
Mamiko und ich waren uns einig darüber, dass wir Randomy nicht zusammen den ganzen Weg zurück tragen konnten, und warteten deshalb geduldig auf Selo.
Dabei schwiegen wir, und es war wirklich unangenehm...
Sollte ich irgendetwas sagen, oder war es die bessere Entscheidung sie in Ruhe zu lassen, während sie sich in dieser Gefühlslage befand? 
Ich seufzte und betrachtete den in pechschwarz getauchten Nachthimmel, in dem einige Sterne froh funkelten, und über den eine einzelne Krähe hinweg flog.
Er schien so ruhig, und auch jetzt gerade war es ruhig, aber er passte trotzdem überhaupt nicht zu der jetzigen Situation.
Die jetzige Situation...unsere jetzige Situation... wie war ich nur hier hineingeraten? 
Ich konnte immer noch meinen Controller fühlen, er drückte sich gegen meinen Rucksackwände und seine harte Struktur konnte man wahrlich im Rücken spüren.
Ansonsten hätte ich ihn sowieso schon vergessen...
Bevor ich meine Gedanken noch mehr in den Ereignissen von heute verwickeln konnte, kam auch schon Selo auf uns zugelaufen, und wortlos packte sie mit an, und zusammen traten wir den Rückweg an.
Und Eno...
ließen wir einfach zurück.
Es war bestimmt keine gute idee, keineswegs. Aber vielleicht brauchte er ja auch etwas Zeit für sich selbst. Er wäre bestimmt nachgekommen wenn er mit uns mitkommen wollen würde...
Richtig?
Wir liefen einige Meter, bis Selo aufeinmal abrupt stehen blieb. Mamiko und ich sahen sie überrascht an, das Gesicht der Cookieverkäuferin war mit Sorge gefüllt. Ging es etwa um...
"Uhm...Tut mir leid- ich habe da etwas vergessen ahaha.... ich hole es kurz zurück- geht ihr schon mal vor- bis dann!", stotterte sie gestresst, wirbelte herum und lief schließlich wieder Richtung Mall, und Mamiko und mich mit verdutzen Gesichtern und einer Randomy in den Armen zurück.
Viel Gedanken um die Vorhaben unserer Kameradin konnte ich mir nicht machen, jetzt wo Selo ihre Wege gegangen war merkte ich, wie schwer Randomy alleine mit Mamiko zu tragen war. 
Ich gab zu, meine Arme drohten bereits aufzugeben, und wenn ich mir meine Freundin so ansah, war es bei ihr wohl auch auch der Fall.
Angestrengt sah ich mich in der dunklen Umgebung um, und versuchte mit Mühe einen Sitzplatz oder Sonstiges erkennen. Irgendwelche Bänke musste es hier doch geben... irgendeine Sitzegelegenheit...komm schon...!
Gerade als ich aufgeben wollte, entdeckten meine Augen zu meiner Überraschung eine kleine grüne Parkbank, die einsam im Licht einer Straßenlampe stand.
Wie war sie mir nicht sofort aufgefallen?! Dieser Tag lag mir wirklich bereits in den Knochen...
,,Mamiko! Schau mal!'', rief ich ihr zu, und deutet mit einer schnellen Kopfbewegung in Richtung meines Fundes. 
,,Lass uns Randomy bis Selo zurückkommt dort niederlegen, ja? Nicht dass wir dann schlapp machen und sie muss wieder auf dem Boden liegen...'', schlug ich ihr vor, und ohne davon überrascht zu sein, stimmte Mamiko zu, und zusammen torkelten wir auf die Parkbank zu, und setzten Randomy schließlich vorsichtig ab. 
,,Geschafft!'', freute ich mich erleichtert, atmete aus und streckte meine Arme so richtig durch. Mittlerweile fühlten sie sich an wie Nudeln...
,,Der Abend ist ganz schon kühl werden...Ich hoffe Randomy wird nicht kalt da auf der Bank..'', murmelte ich, und beschloss kurzerhand, den Pullover  den ich über meinem Hemd hatte, auszuziehen und ihn um Randomy zu legen. 
Dankeschön Kleiderwahl von heute Morgen! 
Das war zwar nicht viel, aber es war etwas. 
Brauchte so jemand wie sie überhaupt Wärme? Schaden konnte es ja nicht.
Ich streckte mich kurz und lehnte mich dann an die Wand neben der Parkbank, um nicht ständig aufrecht stehen zu müssen. Ach, wie vermisse ich mein weiches Bett und mein noch weicheres Sofa...
..........
Hätte ich vielleicht mit Selo mitgehen sollen? 
Meine Gedanken waren wieder in der Realität angekommen, und Sorgen fingen sich wieder einmal an in meinem Kopf anzusiedeln. 
Sorgen über Sorgen...
Sicherer wäre es natürlich gewesen wenn jemand von uns mitgekommen wäre...
Wie auch immer, wenn sie zu lange weg bleiben sollte, würde ich einfach versuchen mit Mamiko einen sicheren Ort für Randomy zu finden, und dann nach ihr suchen. Nicht zu vergessen, sie war ja nicht komplett alleine, Eno war schließlich bei ihr... und schwach war Selo auch nicht unbedingt.
,,Vertrauen ihr doch mal mehr! Sie schafft das!!", dachte ich verärgert zu mir selbst und räusperte mich. 
Konnte man mir meine Sorgen und mein Misstrauen wohl ansehen?
,,Ich bin mir ziemlich sicher, Selo hat nichts in der Mall verloren.'', versuchte ich das Schweigen zu brechen. ,,Meinst du sie holt Eno zurück?'', fragte ich Mamiko und betrachtete sie, so gut es eben im schwachen Licht der Lampe ging.
Ich hoffte, ich reizte sie nicht irgendwie damit. Es war das Letzte das ich wollte.
Das Einzige, das ich zurzeit wollte, war, dass dieser Tag endlich zu Ende ging.
Und zwar ruhig.

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ATUA 

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Miau-Wau

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Mamiko

von Miau-Wau am 03.01.2023 07:42

Die kalte Nachtluft schmerzt ein wenig beim Einatmen. Das Schleifen der Steine unter unseren Füßen erfüllt die gruselige Stille der wie ausgestorben wirkenden Stadt mit ein wenig Leben. Schritt für Schritt bewegen wir uns Richtung der grünen Bank, die Tibia im Schein einer einsamen Straßenlaterne entdeckt hat. Selo hat uns wieder verlassen. Vorsichtig legen wir Randomys schwer gewordenen Körper ab und atmen tief durch. Tibia lehnt sich an die Wand, ich setzte mich auf den Boden vor der Bank. Die Kieselsteine sind von der Mittagssonne noch ein wenig warm. Ich nehme einen davon in die Hand und werfe ihn immer wieder ein wenig in die Luft.

Wie sind wir eigentlich hier hinein geraten? Wer sind all diese Menschen und warum sind nur sie übrig geblieben? Was haben wir gemeinsam? Haben wir überhaupt etwas gemeinsam? Wie sollen wir überhaupt eine Lösung finden? Können wir überhaupt eine finden? Selbst wenn jemand von uns eine Lösung findet- es würde auf die Person ankommen, sie auch den anderen mitzuteilen. Würde ich das denn tun? Was spräche eigentlich dagegen? Wer war dieses Monster von heute Morgen? Wo kam es her? Warum hat es die Stadt angegriffen? Wo ist es je-

,,Ich bin mir ziemlich sicher, Selo hat nichts in der Mall verloren. Meinst du sie holt Eno zurück?'' Tibia holt mich aus meinem Gedankenstrudel heraus. Ich fange den Kieselstein ein letztes Mal auf und er ruht in meiner Hand. „Vermutlich." Soll er sich doch mit dummen Dosen vollscheffeln. Wir verfallen wieder in Stille. Jede ist mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt. Randomy schläft. Was die anderen wohl gerade treiben? Ich lasse den Kieselstein wieder auf den Boden fallen, stütze meine Arme auf meinen angewinkelten Beinen ab und lege den Kopf darauf. Alles was ich höre, ist der rauschende Wind und leises Atmen. Ich genieße die Stille. Niemand ist da. Niemand, dessen Anwesenheit mich stören würde.

Erst jetzt fällt mir auf, wie wenig ich eigentlich gegen Tibias Gesellschaft habe. Wann war das das letzte Mal bei einer Person so?

Heeeey, hallo Miko! Miko! Jetzt bleib doch mal stehen! - Du sollst mich doch nicht so nennen...
Sieh mal, was ich gefunden habe, das wird dir bestimmt gefallen!
Ist alles in Ordnung? Du siehst traurig aus... Komm her, Kitzelstrafe! Hahahaha


Ja. Tibia erinnert mich an sie.

„Sag mal", ich sehe Tibia an, die mich ihrerseits anblickt, „du hattest doch bei deiner Vorstellung gesagt, dass dein Name Tibia sei, richtig?" Sie nickt.
„Du... wolltest aber anders genannt werden."
„Ja, Tibi, aber wenn das für dich-"
„Nein nein, ist in Ordnung. Du hast diesen Wunsch geäußert, dann respektiere ich ihn auch."
„O-okay, danke dir."
Ich sehe wieder auf meine Füße. Randomy schläft immer noch.

Tibi erinnert mich an sie.

Mein Bauch fängt an zu kribbeln. Aus irgendeinem Grund macht mich das wütend, dabei kann ich es nicht einmal ändern.
Dann spüre ich, wie sich jemand an meinen Rücken lehnt. Es ist Tibi, die sich zu mir gesetzt hat. Normalerweise würde ich mich darüber ärgern, dass jemand mir, ohne zu fragen, so nahekommt. Aber unter diesen Umständen und wohl auch weil ich zu müde und verwirrt bin, um mich aufzuregen, ist es in Ordnung.
Tibi atmet tief durch.

„Irgendwie ist diese ganze Situation doch doof!", bricht es aus ihr heraus.
„Mhm." Ich nicke ein wenig.
„Ich versteh' überhaupt nicht, wie das alles passiert ist!"
„Und wieso nur wir übrig sind..."
„GENAU!" Tibi dreht sich zu mir. „Das frag' ich mich auch schon die ganze Zeit! Oder wo dieser Nosic überhaupt herkommt?"
„Wenn man mal drüber nachdenkt, dann hätte es doch Anzeichen für sein Auftauchen geben sollen..."
„Stiiiiimmt, jetzt wo du's sagst..."
Ich drehe mich auch zu Tibi. „Denkst du es gibt etwas, das wir alle gemeinsam haben?"
Tibi verstummt kurz. „Das kann ich mir bei so einer bunten Truppe zwar kaum vorstellen, aber man soll ja nie nach dem Äußeren urteilen. Könnte sein, aber was nur?"
„Ich weiß es auch nicht."

Dann wird es wieder still. Ich sehe auf den Boden. Ich will gerade wieder in Gedanken versinken, da rüttelt mich jemand an der Schulter.

„Uhm, Mamiko... Ich glaube, wir haben Mist gebaut."
Sofort bin ich in Alarmbereitschaft. Ich blicke mich. Es ist schwer, in der Dunkelheit etwas zu erkennen, aber es scheint sich nichts verändert zu haben. Jetzt erst widme ich Tibi meine Aufmerksamkeit und mir fällt auf, was sie wirklich meint.
„Ich glaube, die war frisch gestrichen", flüstert sie mit einem Deut auf die Bank, auf der wir Randomy abgelegt haben.
Wir sehen uns für einige Momente besorgt an und brechen dann in Lachen aus.

Make pasta, not war
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Antworten Zuletzt bearbeitet am 03.01.2023 07:43.

Lisa2604
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Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)

von Lisa2604 am 05.01.2023 00:07

„Wieso fragst du sie nicht selber?" antwortete Eno auf meine Frage. Er schien wohl kein gutes Verhältnis zu Huxley zu haben. Mich interessierte der Grund dazu, aber trotzdem hakte ich nicht weiter nach, um die Stimmung nicht zu verschlechtern. Ich wollte mir außerdem lieber ein eigenes Bild von Huxley machen. Eno fügte aber noch etwas sehr interessantes hinzu: "Sie meint, sie existiere auf einer anderen Ebene der Realität oder so". Was hatte es damit auf sich? Als Hexe kannte ich mich mit Übernatürlichem aus, aber von einer "anderen Ebene der Realität" hatte auch ich noch nie gehört.

Miu schlug nun vor unsere momentane Gruppe von vier Leuten aufzuteilen. Eno und Selo machten sich deshalb auf den Weg zur Mall um Tibi, Mamiko und Randomy zu holen. 
Auch Miu und ich verließen den WcDonalds um nach meinem verlorenen Flips zu suchen. Ich freute mich sehr, dass Miu mit mir suchen wollte. Wir kannten uns noch nicht lange und ich hatte Miu und Selo in große Gefahr gebracht, aber trotzdem waren alle so hilfsbereit.
"Du bist ja eine Hexe,weißt du vielleicht ob wir uns irgendwo fliegende Besen oder so besorgen können? Das würde die Suche nach Flips um einiges leichter machen", fragte mich Miu draußen.
Meinen eigenen Besen hatte das Monster, welches meinen Körper eingenommen hatte, wohl verloren oder zerstört. Wehmütig dachte ich an alle Abenteuer, die ich mit Flips und diesem Besen erlebt hatte. Ich musste ihn unbedingt wieder finden, denn ich könnte mir nie verzeihen, wenn ihm etwas passieren sollte. 
Tatsächlich fielen mir mehrere Möglichkeiten ein, einen Besen zu bekommen. Ich war mit allen Hexen in meinem Umkreis befreundet-wir waren sogar eher eine riesen Hexenfamilie. Jedoch hatten die anderen bis jetzt keine anderen Menschen getroffen, was bedeutete, dass es schwierig werden würde, eine andere Hexe nach ihrem Besen zu fragen... Aber wir hatten trotzdem eine Chance auf einen Besen. 
"Gute Idee Miu. Ich kenne tatsächlich einen kleinen Hexenladen hier in der Nähe,wenn wir Glück haben dann hat die Besitzerin auch ein paar Besen auf Lager", antwortete ich ihr also. 
Miu war direkt einverstanden und sofort machten wir uns auf den Weg zum Haus meiner Großtante, wobei ich ihr von Flips und mir erzählte.
Der kleine Laden war zum Glück gar nicht weit vom WcDonalds entfernt. "So wir sind da", ich zeigte auf das hölzerne Schild an der Tür, auf dem "Jeglicher Hexenbedarf, Kräuter und Literatur" geschrieben war. 
Als ich diese öffnete, erklang das mir vertraute, kleine Glöckchen, welches Besucher ankündigte. 
Während Miu sich neugierig umschaute, wollte ich schonmal nach einem Besen suchen, als meine Großtante plötzlich hinter dem Tresen in der hinteren Ecke des Ladens auftauchte. Instinktiv wollte ich "HALLO TANTE" rufen und ihr in die Arme fallen, doch dann fiel mir der blaue Schimmer um sie herum auf. "War ja klar...", murmelte ich enttäuscht. Für einen Moment hatte ich gehofft, dass doch nicht alle Menschen verschwunden waren und ich zumindest mit einem einzigen vertrauten Gesicht sprechen konnte. 
Ich drehte mich zu Miu um, die ihren Blick immer noch fasziniert im Geschäft schweifen ließ, und tippte ihr auf die Schulter, um sie auf die Gestalt meiner Großtante aufmerksam zu machen. 
Nach kurzer Überraschung lachte Miu aufgeregt und ging mit schnellen Schritten auf meine Großtante zu: "Wir haben endlich noch einen Menschen gefunden, Lia!", auch ich war nun Miu zu meiner Großtante gefolgt, "und ausgerechnet eine Bekannte von dir, das ist doch-", ich streckte meinen rechten Arm in Richtung der Gestalt meiner Tante aus und ließ meine Hand durch ihr Gesicht gleiten. Dies war nur ein Geist, eine Illusion, ein Zauber...
"Oh", Miu war genau so enttäuscht wie ich.
"Ich kenne diesen Zauber von ihr", erklärte ich, "sie mach das, wenn sie nicht Zuhause ist, um trotzdem wichtige Kunden versorgen zu können. Dieser Zauber ist im Grunde sie als ein Händler-NPC: Wir könnten jetzt etwas bei ihr kaufen, aber nicht wirklich mit ihr sprechen". 
"Das ist beeindruckend", Miu startete den 'programmierten' Dialog mit meiner Tante und sofort fing diese an einen Roman widerzugeben. "Kannst du sowas auch?", fragte sie mich ein wenig abwesend, während sie sich das Gelaber anhörte. 
"Nein, leider nicht. Ich bin noch nicht so weit in meiner Hexen Ausbildung". Ich kniete mich hinter das Tresen um den Eingang zum Lager zu öffnen. Da sich dort auch gefährliche Substanzen befanden, war es extra versteckt und mit einem Familienzauber versiegelt. 
Der Dialog zwischen Miu und meiner Tante war nun anscheinend zu Ende, denn auch sie hockte sich hin.
Auf dem Boden befand sich ein Griff und die schwachen Umrisse einer dazugehörigen Falltüre waren sichtbar.
Ich legte meine Hand darauf, sprach den Zauberspruch und zog die Falltüre ein wenig schwerfällig auf.
Unmengen an Staub und merkwürdige Gerüche flogen uns entgegen.
Mit breitem Lachen blickte ich nach unten: "Jetzt müssen wir springen Miu"

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 05.01.2023 00:10.

Miulo

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Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)

von Miulo am 05.01.2023 15:18

"Wir haben endlich noch einen Menschen gefunden, Lia!"
Ein aufgreregtes Lächeln machte sich auf meinem Gesicht breit. Zwar hätte mir das plötzliche Auftauchen eines Menschens Sorgen bereiten sollen, allerdings freute ich mich immoment zu sehr über diese Tatsache, um auch nur einen Gedanken an die Ironie der Situation zu verschwenden. "Und ausgerechnet eine Bekannte von dir, das ist doch-"
Lia kam näher und streckte ihre Hand der Frau entgegen, anstatt diese zu berühren glitt Lias Hand jedoch mitten durch ihr Gesicht hindurch....eine Illusion also.
"Oh...", meine vorherige Freude verwandelte sich in bittere Enttäuschung. Ich war dem plötzlichen Auftauchen einer Person mit zu viel Naivität begegnet, natürlich war es nicht so einfach, natürlich konnte sich nicht plötzlich alles zum Guten wenden...und doch wenigstens diesen Hoffnungsschimmer hätte man mir lassen können. Es wäre ja nichteinmal unlogisch gewesen wäre die Hexe echt gewesen, schließlich hatte sie so wie der Rest des Teams auch besondere Fähigkeiten, wieso also hätte sie keine "Übergebliebende" sein können? Klar wahrscheinlich war die Verbindung die unser Team miteinander hatte nicht ganz so einfach zu erklären, aber trotzdem was bitte sonst hatte dafür gesorgt ,dass wir zu "Auserwählten" wurden?

 

Gedanken zurück in die Realität! Keine tiefen Gedanken, keine negativen Gefühle, zerbrech dir nicht den Kopf! 


"Ich kenne diesen Zauber von ihr, sie macht das, wenn sie nicht Zuhause ist, um trotzdem wichtige Kunden versorgen zu können. Dieser Zauber ist im Grunde sie als ein Händler-NPC: Wir könnten jetzt etwas bei ihr kaufen, aber nicht wirklich mit ihr sprechen", erklärte mir Lia.

"Das ist beeindruckend!", war meine sofortige Reaktion. Aufgeregt aktivierte ich "den NPC" und begann ein Gespräch.
"Willkommen bei Jeglicher Hexenbedarf, Kräuter und Literatur, was kann ich für Sie tun?"
"Was ist das Angebot des Tages?", fragte ich neugierig nach. Wenn ich mich schon in einem Hexenladen befand, konnte ich doch unmöglich gehen ohne etwas interessantes gekauft zu haben, richtig? Zwar hatte ich kein Vermögen dabei, aber das Geld was eigentlich für den Supermarkt gedacht war sollte zumindest für eine Kleinigkeit ausreichen.
"Sehr zu empfehlen sind unsere täglich erneuerten frischen Waren. Nirgendwo anders werden Sie ein so hochwertiges Lopa-Kraut finden wie bei uns, auch unser Schlangengift ist sehr zu empfehlen. Zudem..."
"Sag mal kannst du sowas auch?", fragte ich in Lias Richtung während ich weiter gespannt ihrer "Bekannten" zuhörte.
"Nein, leider nicht. Ich bin noch nicht so weit in meiner Hexen Ausbildung", kam es als Antwort zurück.

Nach einigen weiteren Minuten hatte ich es tatsächlich geschafft etwas zu erwerben, schnell ließ ich es in meine Tasche gleiten. Bei dem "etwas" handelte es sich um ein Fläschchen mit Augentropfenflüssigkeit, das einen ruhigen Schlaf versprach. Ich hatte es gekauft um weitere Albträume in Präsenz der Anderen zu verhindern, schließlich war es nicht unwahrscheinlich ,dass wir die kommenden Nächte nah beieinander verbringen würden.

Mit dem nun sicher verstauten Fläschchen, wandte ich meine Aufmerksamkeit Lia zu.
Es war beeindruckend ihr dabei zuzusehen wie sie mit Leichtigkeit einen Zauber anwendete um die, sich auf dem Boden befindende, Falltür zu öffnen. Ich hatte großen Respekt vor ihr und ihren Fähigkeiten, selbst wenn sie, so wie sie es nannte "noch in Ausbildung" war.
Lias Kopf drehte sich zu mir, ein Lachen auf ihrem Gesicht "Jetzt müssen wir springen Miu"
Springen...
Ich starrte nach unten, in ein schwarzes Loch ohne sichtbaren Boden.
Ich selbst wäre niemals im Leben aus eigener Entscheidung daruntergesprungen, aber ich vertraute auf das Judgement meiner Freundin.
Entschlossen lächelte ich zurück und ergriff Lias Hand. "Drei, zwei, EINS!"
UND SPRUNG!

Der Fall fühlte sich keineswegs unangenehm an, eher das Gegenteil, ich mochte das freie Gefühl von nichts weiterem als Luft umgeben zu sein, trotzdem kniff ich meine Augen zusammen um die Dunkelheit auszublenden. Meine Hand lag dabei weiterhin fest in der von Lia.

"Name und Anliegen."

Eine Stimme erklang, es wirkte so als würde die Leere selbst mit uns kommunizieren. Ich war zu überfordert um direkt zu reagieren aber Lia schien diese Prozedur bereits zu kennen.
"Lia, mit einer Freundin, um mir einen Besen von meiner Großtante auszuleihen.", antwortete sie selbstbewusst.

Ein kurzes Geräusch erklang und schon war der Fall beendet. Wir landeten sanft auf unsere Füßen und das obwohl wir scheinbar durch nichts abgefedert wurden, Magie eben :)
Vorsichtig öffnete ich meine Augen und ließ meinen Blick umherschweifen. Wir befanden uns in einem großen Lagerraum, ein solcher Raum hätte eigentlich unmöglich unter den kleinen Laden gepasst. Wie tief unter der Erde wir uns wohl befanden?
"Die Besen müssten dahinten in der Ecke sein", begann Lia: "und von dem Trank der die Besen flugtauglich macht müsste ich noch was in meinem Rucksack haben. Es sei denn ich hab den Trank versehentlich im Krankenhaus verloren, ich schau kurz nach."
"Mach das! Ich hole die Besen", antwortete ich und setzte mich sofort in Bewegung. Vielleicht lag es am Adrenalin des Falls, so oder so war ich in diesem Moment voller Tatendrang. Mit den Besen waren wir unserem Ziel Flips zu finden um einiges näher gekommen.
Ich nahm also 2 der Besen und stand binnen Sekunden wieder neben Lia. "Und?", hakte ich nach. Die Hexe grinste mich an und öffnete ihre Hand. "Der Trank ist noch da, es kann losgehen."

Nachdem ich Lia dabei half die Besen mit dem Trank zu präparieren, folgte ich ihr zu einer Art Wolke die laut Lia wie ein schwebende Fahrstuhl funktionierte und uns wieder zurück in den Laden bringen könne.

Und schließlich, einige Minuten später befanden wir uns endlich in der Luft. Zwar hatte ich mit meinem Stab die Fähigkeit mich selbst in die Luft zu katapultieren und so quasi durch die Luft zu springen, mich im Himmel zu befinden war also nichts neues, trotzdem war das Gefühl tatsächlich zu fliegen noch um einiges schöner. "Fliegen fühlt sich unglaublich an Lia!", rief ich in den Wind, während ich mein Flugtempo steigerte und Kreise im Himmel zog.

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Schon bald, flog ich jedoch an Lias Seite zurück. Wir hatten schließlich wichtigeres zu tun als uns zu amüsieren. "Am besten du führst mich zu dem Ort wo du von dem Monster angegriffen wurdest, dort beginnen wir mit unserer Suche!"
"Alles klar", sprach meine Freundin, orientierte sich kurz und flog geradeaus los. Sie wirkte deutlich bedrückter als noch zuvor im Laden ihrer Bekannten. Ich konnte sie gut verstehen, sein Haustier zu verlieren musste sich genauso schlimm anfühlen wie das Verlieren eines Familienmitglieds oder einer guten Freundin.

Ich holte etwas auf und flog nun direkt neben Lia. "Mach dir keine Sorgen, ich bin sicher ,dass wir Flips finden werden! Selbst wenn wir die ganze Nacht dafür brauchen werden!"
Bei dem Wort Nacht schaute ich mich trotz meines optimistischen Lächelns etwas beunruhigt um. Bereits in der Stadt war es durch das Fehlen von jeglichen Menschen deutlich dunkler als es nachts normalerweise wäre. Doch nun waren wir geradewegs auf den Weg Richtung Wald, die einzige Lichtquelle die wir zur Verfügung haben werden waren unsere Handytaschenlampen. Ich betete innerlich, dass Lia nicht auf die Idee kommen würde sich aufzuteilen. Ich hatte heute bereits genug schlechte Erfahrungen mit der Dunkelheit und noch dazu mit dem aufteilen gemacht und auch generell wäre mir nichts lieber als Nachts nicht draußen zu sein. Aber was solls, aktuell hatten wir wichtigere Prioritäten, ich wäre bereit alles dafür zu tun wenn dies bedeutete ,dass Lia ihr Haustier wiederbekommen würde.

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David

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Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)

von David am 05.01.2023 18:56

Ich spüre, wie mein Körper sanft hin und her wiegt, wie ich immer tiefer falle.
War es das? Bin ich tot?
Als ich meine Augen öffne, starre ich direkt in das Licht einer Deckenlampe. Ich setze mich auf; sehe mich in dem Raum um, in dem ich mich befinde. Ich bin allein.
Meine Augen gleiten über die hölzernen Wände, unzählige Kerzenständer und ledergebundene Bücher, die die größten Geheimnisse zu enthalten scheinen. An einer der Wände erkenne ich ein Poster mit einer Aufschrift. Ich taste nach meiner Brille, finde sie schließlich irgendwo in der obersten Schublade eines Nachtschrankes, setze sie auf. Dann lese ich: GESUCHT - TOT ODER LEBENDIG;
darunter ein Bild von mir, mit einem verschmitzten Lächeln... Wenn die Person nicht ich ist, sieht sie mir jedenfalls verdammt ähnlich. Ich drehe mich zum runden Fenster mit Aussicht auf das endlose, brausende Meer. Für eine Weile bleibe ich davor stehen und schaue nachdenklich dabei zu, wie eine Welle nach der anderen ausgesendet wird und mein Schiff leicht ins Schaukeln bringt. Weit und breit ist kein Land in Sicht, ich muss irgendwo mitten im Nirgendwo treiben.
Eigentlich müsste mich dieser Gedanke beunruhigen, doch ich bin schon tot, richtig? Ich muss mich vor nichts und niemandem fürchten, ich bin praktisch unbesiegbar.

Ich bin also tot, alles klar. Und das hier, das muss das Leben nach dem Tod sein oder so. Ich habe es mir immer als einen Ort vorgestellt, der auf irgendeiner Weise in deinem Leben von Bedeutung war. Vielleicht findest du dich nach dem Tod in dem Haus wieder, das für Generationen von deiner Familie bewohnt wurde oder auf einer Blumenwiese, auf der du als Kind gespielt hast, die Sonne im Gesicht, im Gras liegend,...
Wenn meine Annahme richtig ist, scheint es, als hätte ich mich in einem Piratenjenseits wiedergefunden. Großartig. Aber... es könnte wohl schlimmer sein.

Während sich meine Gedanken weiter im Kreis drehen, werden die Wellen größer und größer, schlagen wuchtiger gegen mein Schiff. Ich beschließe nach oben zu gehen, aber nicht bevor ich einen der herumliegenden Säbel auf das Poster mit meinem Gesicht jage. Eine Geste, die sagt: Du bist tot, und ich habe dich getötet.

Die Treppenstufen knarzen unter meinen nackten Füßen, während ich mich auf den Weg nach oben mache, um einen besseren Blick aufs Meer zu bekommen; um herauszufinden, ob ich wirklich ganz allein hier bin und ob ich... dazu verdammt bin, auf ewig auf den Wellen zu treiben.

Als ich oben ankomme, sehe ich zwei Dinge, die mich überraschen: Erstens, es gibt keinen Steuermann. Das Schiff muss die ganze Zeit über von den Windgöttern angetrieben worden sein. Es ist gut zu wissen, dass diese mir auch ins Jenseits gefolgt sind. Die zweite Sache - und diejenige, die mich deutlich mehr überrascht - ist ein Körper, der kopfüber auf dem Wasser treibt und kurz davor ist, von einer Welle verschluckt zu werden. Ohne viel darüber nachzudenken beschwöre ich die Anemoi: Boreas (den Nordwind), Euros (den Ostwind), Notos (den Südwind) und Zephyrus (den Westwind). Ich bitte sie, das Meer zu beruhigen. Für einen Moment passiert genau das Gegenteil: Die Wellen werden so groß, dass sie mein Schiff beinahe umkippen könnten. Dann - langsam, aber sicher - nehmen sie an Größe ab, bis alles ruhig ist und nur noch ihr leises Weinen zu hören ist.

Nachdem ich die Winde verabschiedet und mich bei ihnen bedankt habe, sehe ich auf die Stelle hinunter, an der ich vorhin den treibenden Körper entdeckt habe. Stattdessen fällt mir etwas goldenes ins Auge, und als ich genauer hinsehe, erkenne ich, dass es meine Kette mit dem Pentagrammanhänger ist. Ich fasse an meine leere Brust, taste nach der Kette, doch spüre nur den Schlag meines Herzens, wieso schlägt es noch immer?

Ich hole tief Luft, erinnere mich daran, dass mir (wahrscheinlich) nichts passieren kann und springe. Ich habe das Wasser nie sonderlich gemocht, habe mich vor dem Tauchen gefürchtet, doch ich bin tot, es macht mir nichts aus. Ich schwimme meiner Kette hinterher, versuche, danach zu greifen, entferne mich weiter von meinem Schiff. Als ich sie endlich in den Händen halte, küsse ich sie und lege sie um meinen Hals. Ich schwimme weiter; ich weiß, der Körper ist untergetaucht, ich weiß nicht, wieso ich ihn retten will.

Dann sehe ich ihn, direkt unter mir, sehe grünes - ja, grünes Haar unter mir, und tauche unter. Ich packe ihn, packe mich, am Arm und schwimme an die Oberfläche. Jetzt halte ich mich in meinen Armen. Ich ringe nach Luft. Bin ich noch am Leben?

Nach einer Weile kommen wir beide wieder bei meinem Schiff an und ich lege meinen Körper langsam auf dem Holzboden ab. Ich erinnere mich wieder an die Bücher im Keller und denke mir, auf einem Piratenschiff sollten doch Bücher sein, die erklären, was man tut, wenn jemand etrunken ist. Also laufe ich runter, blättere die Seiten gespannt um, bis ich etwas finde. Ich scanne den Text und laufe wieder nach oben, wo ich mich vor meinen Körper knie. Ich wusste nicht, dass Piraten Magie praktiziert haben, aber im Nachhinein ergab es Sinn, sie waren schließlich auf dem Meer und wo könnte man sich als Hexe besser verstecken als auf dem Meer?

Ich hole tief Luft, lege meine Hand über die Brust meines Körpers. Dann spreche ich: „Oživee", spüre unter meiner Hand einen Herzschlag, während grünes Licht aus meiner Brust strahlt. Erleichtert atme ich auf, schließe für einen Moment die Augen. Als ich sie wieder öffne, ist mein Körper weg, ich bin nicht mehr auf dem Schiff.

Ich blicke auf und sehe... Selo?

„S-selo?", frage ich ungläubig und versuche mich aufzusetzen, sacke aber vor Schmerz wieder zusammen. Verzweifelt sehe ich mich im Raum um. „Wo ist...mein Schiff?"

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