*solar-system*

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mind-gamer

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*solar-system*

from mind-gamer on 06/01/2020 09:20 PM

open - Anmeldungen/Fragen/Steckis bitte in diesen Thread: *klick*

Storyline:
Wir schreiben das Jahr 2130 nach erdischer Zeitrechnung. 50 Jahre zuvor brach Krieg zwischen den 8 Planteten des Sonnensystems aus. Inzwischen wurde die Einigung gefunden, dass die Kinder der Königsfamilien gemeinsam die Friedensverhandlung führen sollen. Sie verfügen alle über spezielle Fähigkeiten passend zu ihren Planeten, weshalb sie Sternenkinder genannt werden. 12 von ihnen treffen sich alleine auf dem Pluto. Doch hinterhältige Versuche, die Herrschaft zu übernehmen, Liebe, Hass und das nahende Ende der Verhandlung machen es schwer, sich auf die Friedensverhandlungen zu konzentrieren. Als dann auch noch eines der Sternenkinder verschwindet, traut niemand mehr dem anderen. Denn nur eines von ihnen kann für das Verschwinden verantwortlich sein.

Merkur [Zwillinge]: (Lara)
Venus [Waage]: (MiauWau)
Venus [Stier]: (MiauWau)
Erde: (Lara)
Jupiter: (Nachtstern)
Saturn: (MiauWau)
Uranus: (Nachtstern)
Neptun: (mind-gamer)
Mond: (mind-gamer)
Sonne: (mind-gamer)

Name: Ace Mercurius
Alter: 30
Planet: Merkur
Sternzeichen: Zwilling
Fähigkeiten: sich duplizieren
Charakter: Meister der Täuschung - seine eigenen Bedürfnisse und Pläne stehen an erster Stelle, ausgeprägter Intellekt, neugierig
Stärken: andere täuschen | sein charmantes Auftreten | Sportlichkeit
Schwächen: Egoistisch | nicht in der Lage ernsthafte, echt Beziehungen aufzubauen | seine Machtbesessenheit
Beziehung zu anderen Charakteren:
Mit Sternenkind unter dem Sternzeichen Jungfrau bekannt, nie ein äußerst enger Kontakt, ganz im Gegenteil
Sonstiges: Ace' Familie verstarb recht früh und so wurde er bereits in jungen Jahren gekrönt und dadurch stark geprägt, denn viele hielten ihn für zu jung, um ein König zu sein. Folglich versucht man ihn zu stürzen, ihn zu beseitigen. Ein würdiger Herrscher sollte seinen Platz einnehmen. Ace lernte also niemanden zu vertrauen und stets an sein eigenes Wohl zu denken und umso stärker man versuchte ihn zu verdrängen, umso mehr wollte er die Macht des Königs. Und nicht nur das. Er wollte über weitaus mehr herrschen, als über den Merkur, den er sich zusätzlich auch noch mit einer anderen Familie teilen musste. Und so wartete er auf den richtigen Moment, um sein Imperium zu erweitern und dieser schien nun gekommen zu sein. 


Name: Laiyah Terra
Alter: 19
Planet: Erde
Sternzeichen: Skorpion
Fähigkeiten: Gifte unterscheiden, durch bloße Berührungen andere Personen zu vergiften (kontrolliert), immun gegen Gifte
Charakter: attraktiv, sexy und elegant, mit einer recht bedachten Wortwahl und einer tief brennenden Leidenschaft, Misstrauen gegenüber anderen, welches ihr anerzogen wurde. Sehr manipulierend, rechthaberisch und eifersüchtig
Stärken: Gift | Reden | ihre Ausstrahlung
Schwächen: Misstrauen | Eifersucht | der Einfluss ihres Vaters
Beziehung zu anderen Charakteren: alleine, jedoch beeinflusst durch das Wort ihres Vaters - der Auftrag aus den Verhandlungen als Sieger heraus zu gehen
Sonstiges: Auch wenn Laiyah stets einen selbstsicheren Eindruck macht, ist sie sich tief in ihrem innersten ihrer Selbst noch nicht bewusst. Sie weiß noch nicht wer sie ist oder wer sie sein möchte. Stets hin und her gerissen zwischen den Anweisungen ihres Vaters und dem eigenen Gewissen, der eigenen Identität.

Name: Nelio Tervesto
Alter: 21
Planet: Jupiter
Fähigkeit: photographisches Gedächtnis
Sternzeichen: Schütze
Charakter: lebensfroh, optimistisch, herausfordernd, freiheitsliebend, wissbegierig, philosophisch, spontan
Aussehen: kurze, blonde Haare, leuchtend grüne Augen, breiter Körperbau, gut gebräunte Haut
Stärken: kann sich gut Dinge merken, ist immer sehr freundlich, ausgeprägter Humor, ist stark, kümmert sich nicht um Meinung von anderen
Schwächen: vertraut anderen Menschen schnell, ist zu bescheiden
Beziehungen zu anderen Charakteren:
er hat eine kleine Schwester, für die er alles tun würde, sie heißt Cora; obwohl er immer freundlich und lebensfroh ist, hat er keine Freunde, denn seine Eltern haben ihn immer von "normal sterblichen", wie sie normle Bürger nennen und anderen Königsfamilien ferngehalten.

Name: Rikona Nanatsu
Alter: 18
Planet: Saturn
Fähigkeiten: sehr gute Merk-, Kombinations- und Rechenfähigkeit
Sternzeichen: Steinbock
Charakter: strebsam, intelligent, zurückhalten, nachdenklich, durchschauend, skeptisch, wirkt oft kalt
Stärken: Intelligenz
Schwächen: zu großes Misstrauen
Aussehen: kinnlange, pechschwarze Haare, helle Haut, dunkelbraune Augen mit dichten Wimpern, einen schmalen Mund und einen normalen Körperbau.

Name: Mina Suzuki
Alter: 16
Planet: Uranus
Fähigkeit: spürt körperliche und psychische Kälte, erkennt wenn jemand negatives im Sinn hat
Sternzeichen: Wassermann
Charakter: unabhängig, erfinderisch, hilfsbereit, loyal
Aussehen: rechte Haarhälfte ist weiß, linke Hälfte feuerrot, Haare sind schulterlang, hat eisblaue Augen und einen normalen Körperbau; ihre Finger sind lang und dünn, sie trägt oft Sommerkleidung
Stärken: Kälteresistent, Hilft wann sie kann
Schwächen: ihre Fähigkeit ist auch gleichzeitig ihre Schwäche
Beziehungen zu anderen Charakteren: Uranus und die Sonne sind besonders verfeindet, versucht dennoch besonders freundlich zu [Sonne] zu sein
Sonstiges: wurde auf dem Uranus geboren, weswegen es auch dortgeblieben ist; deswegen sind der Uranus und die Sonne auch besonders verfeindet; sie hat ansonsten keine charismatischen Eigenschaften oder ähnliches von diesen Vorfahren geerbt, außer vielleicht ihr warmes Herz

Name: Despina
Alter: 12
Planet: Neptun
Fähigkeit: Sensibilität; Empathie
Sternzeichen: Fische
Charakter: intuitiv, kreativ, idealistisch, fantasievoll
Aussehen: lange, weiße Locken, tiefblaue Augen und einen schmalen, kleinen Mund, recht klein, knielange schlichte Kleider und ihre Haare zusammengebunden, Mantel mit Fellkapuze an und weiße Winterstiefel
Stärken: Empathie, Einfallsreichtum
Schwächen: Emotional instabil und sehr naiv, leicht beeinflussbar
Beziehungen zu anderen Charakteren: Evan, Bewohner des Mondes

Name: Luna (Familienname Mika)
Alter: 16
Planet: Mond
Fähigkeit: göttliche Kräfte
Sternzeichen: Krebs
Charakter: einfühlsam, sorgsam aufgeweckt, sensibel, beliebt - ruhig, bedacht, zurückhaltend
Aussehen: silbrig glänzende/hellgraue lange glatte Haare, grau schimmernde Augen, rundes freundliches Gesicht, kleine Zahnlücke - römische Kleidung, silberner Lorbeerkranz (Freizeitkleidung an der Erdenmode orientiert)
Stärken: Denken, Planen, ruhiges Handeln
Schwächen: keine Spontanität
Beziehungen zu anderen Charakteren: keine
Sonstiges: sehr begeistert von den anderen Sternenkindern, da Mondbewohner nur selten Bewohner anderer Planeten zu sehen bekommen. Dies ist auch ein Nachteil für sie, was die Verhandlungen angeht, da der Mond politisch und wirtschaftlich gesehen sehr abgeschieden und zurückgeblieben ist. Er ist nicht soweit fortgeschritten wie alle anderen Planeten und hielt sich von Anfang an aus dem Krieg heraus, da die Kriegsführung und die Ausrüstung nicht mit denen der anderen hätten standhalten können.

Name: Diana Diaz
Alter: 21
Planet: Sonne
Fähigkeit: Gerechtigkeit, Weltordnung, Wahrheit; Fixstern (stellt Mittelpunkt und Gleichgewicht dar); Herrschaft (Löwe - König der Tiere) Ihre Gabe lässt sie stets die Wahrheit erkennen und sorgt dafür, dass nach Gerechtigkeit gehandelt wird - jedoch beherrscht sie sie nur teilweise, weshalb sie sich nicht immer auf sie verlassen kann.
Sternzeichen: Löwe
Charakter: stolz, großherzig, ehrgeizig, zielstrebig
Aussehen: dunkelbraune Haare, weiße Sommersprossen in Form von kleinen Sternen, goldene Sonnenkrone (lange Zacken, die an Sonnenstrahlen erinnern), trägt weiße Kleider (durch ihre innere Wärme der Sonne friert sie selbst auf dem Pluto nie)
Stärken: vernünftig, mächtig, gewissenhaft
Schwächen: ihre Selbstzweifel und der Wunsch ihrem Vater ebenbürtig zu sein
Beziehung zu anderen Charakteren: Falke Tefnut (Gott der Weisheit und des Feuers) ist ihr Begleiter und Berater während den Verhandlungen
Sonstiges: Sie leitet die Verhandlungen und ist als Nachfolgerin des Herrschers des Sonnensystems für die Festlegung der entgültigen Beschlüsse zuständig.

ausführlichere Steckbriefe unter diesem Link: *klick*

~I'm a thinker not a talker~

Reply Edited on 06/22/2020 06:44 PM.

MiauWau

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Re: *solar-system*

from MiauWau on 06/08/2020 09:12 AM

Rikona Nanatsu
"Bitte hier entlang, Miss Nanatsu." Mein Diener wies mir den Weg zum Schiff, welches mich zu den Friedensverhandlungen auf dem Pluto bringen sollte. Als hätte ich den nicht selbst gefunden, immerhin war ich schon oft in diesem Saal. Aber was solls.
Ich stieg die großen, breiten Treppen hinauf zu dem Eingang des Raumschiffes und musste dabei mein Kleid etwas anheben, um nicht zu stolpern. Meine Gepäck war bereits dort. 3 große Koffer.
Nur mein Diener war zur Abfahrt gekommen, aber der musste ja auch. Nicht einmal meine Familie nahm sich die Zeit, mich zu verabschieden, was mir aber auch recht war. Sie waren alle dumm wie Brot und hatten es meiner Meinung nach nicht verdient, diesen Planeten zu regieren und auf ihr Volk herab zu sehen, als wären sie etwas Besseres. 
Ich nahm auf einem der Sessel Platz und bereitete mich gedanklich noch einmal auf die Verhandlungen vor. Ich hatte zwar 3 Koffer dabei, doch ich bin nicht wie die anderen Mädchen und nutze sie für Konsummittel wie Kleidung oder Ablenkungsmittel. Das war sowieso nicht angebracht bei derart wichtigen Themen. Nein, dafür brauchte ich nur einen Koffer, den kleinsten. In den anderen zwei Koffern hatte ich mein ganzes Material, was ich in den letzten 6 Monaten seit Ankündigung der Verhandlungen zusammen getragen hatte.
Informationen. Informationen über potenzielle Feinde, Verbündete, Alliierten. Informationen über deren Stärken und Schwächen. Informationen sind das Wichtigste, wenn man gewinnen will.
Natürlich habe ich nicht alles über alle heraus gefunden. Da ich nie einen Fuß auf einen dieser Planeten gesetzt habe, konnte ich nur andere vor schicken oder selbst im Hintergrund recherchieren. Einige hielten Informationen streng geheim, an die selbst ich nicht heran kam.
Ich wusste zum Beispiel nichts über den Planeten Merkur, was mir große Sorgen bereitete. Man sagt, er sei Meister der Täuschung, aber das soll er erst einmal unter Beweis stellen.
Ich wusste nicht, wie die Fähigkeit der Frau von der Erde funktionierte. Vor dieser Fähigkeit musste ich mich in Acht nehmen, doch wie?
Doch es gab auch Informationen, die sehr vorteilhaft waren und die ich kannte.
Der Planet Uranus und die Sonne sind Feinde, das konnte man sich zunutze machen. Außerdem scheint dieses Mädchen viel zu naiv zu sein. Als einer unserer Informanten auf ihrem Planeten war, wurde er mit Gastfreundschaft begrüßt und gleich zum Essen eingeladen. Und so etwas bei derart wichtigen Themen.
Ich hatte in all der Zeit seit Ankündigung der Verhandlungen keinen Kontakt zu den anderen Planeten aufgenommen, doch waren vorher schon Informationen über mich bekannt, die sie sich alle einfach zugänglich machen konnten. So etwas Unvorhergesehenes darf mir bei den Verhandlungen nicht passieren.
Ich öffnete einen der Koffer und sah mir meine Aufzeichnungen noch einmal genau an. Soweit ich wusste, durfte man derartige Materialien nicht mit in den Raum der Verhandlungen bringen, also musste ich sie mir einprägen. Eigentlich war das gar nicht mehr nötig, ich hatte sie in den letzten Monaten so oft angesehen, hatte sie so gut studiert, dass ich sie mir alle leicht ins Gedächtnis rufen sollte. Doch man darf sich selbst nie überschätzen. Hochmut kommt vor dem Fall.

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MiauWau

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Re: *solar-system*

from MiauWau on 06/13/2020 04:24 PM

Push
Ich hoffe ihr habts nid vergessen ;-;

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mind-gamer

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Re: *solar-system*

from mind-gamer on 06/15/2020 04:51 PM

Luna
Mit einem letzten verzweifelten Stoßgebet verließ ich die Kutsche, die mich vom Mond auf den Pluto gebracht hatte. Die Mondstaubpferde wieherten mir aufheiternd zu, doch selbst das nahm mit nicht die Nervositöt und Angespanntheit, die mich seit den letzten Wochen verfolgte. Seit die Einladungen zu den Friedensverhandlungen an die Herrscherfamilien des Sonnensystems geschickt wurden, konnte ich nachts kaum noch ein Auge zutun und an ruhigen Schlaf war nicht zu denken. Meine Eltern setzten mich nicht unter Druck, womit ich wahrscheinlich eine der wenigen auf dieser Versammlung war, doch mir machte etwas anderes viel mehr Sorgen. Noch nie zuvor hatte ich einen Bewohner eines anderen Planeten gesehen. Manchmal einen Boten, der von der Erde auf den Mond kam, aber heute würde ich die Sternenkinder aller Planteten treffen. Meine Vorfreude wurde allerdings von meiner Angst und Unsicherheit in Grenzen gehalten. Ich hatte mich in den letzten Wochen ausgiebig mit jeder Einzelheit des 50-jährigen Krieges auseinandergesetzt. Das meiste hatte man auf dem Mond gar nicht mitbekommen. Jeher waren wir stets abgeschieden vom Rest des Sonnensystems gewesen und hatten in unserer eigenen friedlichen Welt gelebt. Dinge wie Kriegsführung oder Friedensverhandlungen hatte ich nie näher kennengelernt und würde völlig unwissend in diese Verhandlungen gehen. Deshalb war mit dem König und der Königin abgesprochen, dass ich Frieden und Herrschergleichheit heraushandeln sollte. Mit dieser Aufgabe war ich jedoch hoffnungslos überfordert. Nach dem Krieg war jedem klar, dass es den Herrschern um die alleinige Macht ging. Jeder auf der Versammlung würde einzig und allein an den eigenen Vorteil denken. Die Frage, wie ich sie unter den Umständen zum Frieden bewegen sollte, geisterte mir Tag und Nacht im Kopf herum. Wenn einer der anderen Planeten die Herrschaft übernahm, würde der Frieden auf dem Mond nicht mehr lange anhalten. Die Eroberung wäre ein leichtes und bisher hatten uns nur die ausgeglichenen Herrschaftsmächte vor einer Eroberung gerettet. 
All diese Gedanken spielten sich wieder und wieder in meinem Kopf ab. Doch jetzt war keine Zeit mehr zum Grübeln. Ich hatte eine Aufgabe zu erfüllen, die von höchster Wichtigkeit war. Nur mit klaren Gedanken und einem strategischen Plan ist es mir möglich den Wunsch meiner Eltern zu erfüllen und den Mond zu beschützen. Ich schloss meine Sorgen in meinem Inneren ein und ließ ein Gefühl von Siegessicherheit und Positivität durch meinen Körper fließen. Ein letztes Mal drehte ich mich zu Mika und Star, den Mondstaubpferden um, die mir aufmunternd zunickten und betrat dann mit einem Lächeln im Gesicht das Verhandlungsgebäude. Eine rießige gläsene Kuppel ersteckte sich über mir und in einem Kreis standen 12 thronähnliche Stühle, über denen golden schimmernde Figuren befestigt waren. Sie stellten die 12 Sternzeichen dar. Staunend ließ ich den Blick über die einzelnen Figuren streifen, bis ich einen Krebs entdeckte, der mein Sternzeichen symbolisierte. Ehrfürchtig schritt ich durch den Saal und jeder meiner Schritte hallte von allen Seiten wieder. Meine Unsicherheit überspielte ich durch einen aufrechten hoheitsvollen Gang und ein warmes Lächeln im Gesicht. Als ich saß entdeckte ich einige Stühle neben mir ein Mädchen auf dem Stuhl des Steinbocks. Sie musste ein paar Jahre älter als ich sein und war gerade in ihre Aufzeichnungen vertieft, was meine Unsicherheit wieder stärker machte. Sie schien ziemlich gut vorbereitet zu sein. Konnte ich das auch von mir sagen? 
Mit regelmäßigen Atemzügen begann ich mich selbst wieder zu beruhigen und hob das Kinn, um meine Sorgen nicht zu zeigen. 
Ich war vorbereitet. Um hier als Sieger herauszuschreiten musste man nur Stärke zeigen und niemals seine Schwächen preisgeben. Der Frieden wird uns alle retten, und ich werde dafür sorgen!

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mind-gamer

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Re: *solar-system*

from mind-gamer on 06/15/2020 05:26 PM

Despina
Evan hob mich aus dem Spacegleiter und ich gab mir alle Mühe, mir nicht anmerken zu lassen, wie peinlich mir das war. Keine Schwäche zeigen, das war die erste und leichteste Regel, die man auf Friedensverhandlungen befolgen musste. Pah, Friedensverhandlungen - nur eine nettere Bezeichnung für Herrschaftskämpfe. Vielleicht wurde hier nicht mit Kriegsgeschützen angegriffen, aber dennoch war es ein Kampf in den wir zogen. Die Munition waren die Schwächen der anderen. Wer sie enttarnte konnte diesen Kampf gewinnen. Wer seine Schwächen verbarg hatte die stärkste Verteidigung.Und so zückte ich meine Waffen, verbarg mich selbst hinter der Fassade eines kleinen unschuldigen Kindes und nahm Evans Hand, damit er mich in den Verhandlungsraum führte. Meine Tarnung war perfekt. Ich wirkte auf alle naiv und unschuldig. Unwissend, worum es bei solchen Verhandlungen ging. Aber das Gegenteil war der Fall. Ich war bestens vorbereitet und würde dafür sorgen, dass der Neptun seine Macht behielt. Niemand würde es schaffen unseren Planeten zu übernehmen, solange ich da war, um es zu verhindern. Schritt für Schritt näherten wir uns dem Gebäude und ich baute meine Schutzmauern in meinem Inneren auf. Die Fähigkeiten meines Sternzeichens würden mir nicht zum Nachteil werden. Kein Mitleid zeigen und die Empathie in ihren Grenzen halten. Nur so würde es mir gelingen meine Naivität nicht als meine Schwäche zu offenbaren. Die Tore öffneten sich und Evan führte mich stumm in den imposanten Saal. Zielstrebig visierte ich den eleganten Fisch über einem der thronartigen Stühle an und ließ mich darauf nieder, stets bedacht nicht aus meiner Rolle zu fallen. Ich war ein kleines, unschuldiges dummes Kind, dass nicht von Interesse war. Evan positionierte sich schräg neben mir hinter dem Stuhl und stand aufrecht mit erhobenen Blick da und wachte über das zerbrechliche Wesen, das ich allen vortäuschen würde. Der Kampf konnte beginnen!

~I'm a thinker not a talker~

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Nachtstern

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Re: *solar-system*

from Nachtstern on 06/15/2020 07:43 PM

Mina Suzuki
Endlich war es so weit! Ich konnte für mein Volk, die Bewohner vom Uranus, losziehen und ihnen eine möglichst friedliche und erfolgsversprechende Zukunft beschehren. Ich war total aufgeregt, aber äußerlich merkte man mir das nicht an. Als ich aus meinem Gefährt, das mich zum Pluto gebracht hatte, ausstieg, umgab mich meine übliche Kälte und ich hätte nicht desinteressierter wirken können. Eigentlich ist es lustig, dass sich mein äußeres und inneres Erscheinen so sehr unterscheiden. Ein bisschen spiegeln meine Haare das auch wider, finde ich. Während ich meine zwei Koffer hinter mir herzog, der eine war prallgefüllt mit Winterkleidung, der andere mit Sommerkleidung und ein paar meiner Recherchen, bei denen ich es nicht geschafft hatte mir diese zu merken, ging in meinem Kopf nochmal alles, was ich vorbereitet hatte durch, allerdings schob ich den Plan meiner Eltern, welcher besagte, dass ich dafür sorgen sollte, dass die Sonne so schlecht wie möglich aus der Verhandlung rauskam, beiseite und dachte über meinen eigenen Plan nach. Ich wollte Frieden für alle! Ich blieb kurz stehen, um meinen Dienern hinterher zu winken, als diese sich wieder auf den Weg zum Uranus machten. Ein wenig würde ich meinen Heimatplaneten schon vermissen. Ich war ja noch nie von dort weggewesen und Menschen von anderen Planeten hatte ich auch noch nie gesehen, zumindest wenn man von den Botschaftern und Gesandten absah. Hinzu kam, dass der Pluto nicht mal ansatzweise so kalt war, wie ich es gewohnt war. Meine Winterkleidung hatte ich also völlig umsonst eingepackt. Wobei ich sowieso meistens Sommerkleidung trug. Dann zupfte ich mein Kleid zurecht und ging weiter. Als ich in das Verhandlungsgebäude trat, fiel mein Blick auf die vielen Stühle, die mich an einen Thron erinnerten. Über jedem von Ihnen hing ein anderes Sternzeichen und so wurde wahrscheinlich auch der Sitzplan festgelegt, wobei es nicht wirklich ein Sitzplan war, denn die Figuren waren schlicht und ergreifend in der Reihenfolge in der sie in einem Jahr vorkommen, aufgehängt worden. 3 der anderen Sternenkinder waren bereits da und sofort dachte ich an meine Nachforschungen, was diese betrifft. Das Mädchen, das beim Steinbock saß, war Rikona Nanatsu. Sie kam vom Saturn. Zwei Plätze weiter saß Despina, sie war vom Sternzeichen Fisch und kam vom Planeten Neptun; und ein paar weitere Plätze weiter saß Luna Mika, sie war Krebs und kam vom Mond. Ich hatte nie verstanden, warum dieser als richtiger Planet galt, während die Monde des Jupiters alle zu eben diesem gehörten und nicht auch eigene Planeten waren. Dadurch hatte die Königsfamilie vom Mond eher weniger Macht... Ich ging noch die restlichen Fakten durch und war froh, dass ich von fast allen die Stärken rausfinden konnte; aber leider dafür von keinem einzigen die Schwächen. Dann setzte ich mich schließlich gedankenvertieft auf meinen Platz, den mit dem Wassermann. Damit saß ich zwischen Rikona Nanatzu und Despina. Ich beäugte sie kurz misstrauisch, dann ließ ich wieder meinen Gedanken freien Lauf, während wir alle auf die anderen Sternenkinder warteten. Okay komm. Du schaffst das. Du hast dich dein Lebenlang auf solche Verhandlungen vorbereitet. Du bist praktisch nur dafür geboren! Du hast einen Plan und du hast etwas zu sagen. Lass dich von nichts und niemandem aufhalten!

Life isn't easy... But dreaming is! - hehe


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MiauWau

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Re: *solar-system*

from MiauWau on 06/17/2020 08:49 PM

Hina Yuurei
Ich war in meinem ganzen Leben noch nie so aufgeregt. Ich stand vor meinem Spiegel und lächelte.
"Freust du dich schon, Miyu?" fragte ich sie. Aber ich ließ sie nicht antworten. Stattdessen ließ ich mich noch einmal aufs Bett fallen und atmete tief durch. Alles wird gut gehen, ganz bestimmt. Ich rappelte mich wieder auf, griff meinen Koffer und stürmte aus der Tür. Ich rannte den großen, langen Flur entlang zu unserem Raumschiff. Dort angekommen standen meine Berater aufgereiht und wollten mir meine Sachen abnehmen.
"Oh nein nein, geht schon danke.", wollte ich sie abwimmeln. Ich mochte es nicht, wenn jemand anderes außer mir meine Sachen nahm. Doch sie ließen sich nicht abhalten.
Miyu Yuurei
"Hast du mich nicht richtig verstanden? Fass meine Sachen nicht an!" pampte ich sie an. Diesen Leuten musste man ihre Grenzen aufzeigen. Sie dachten, nur weil ich erst 16 war und meine Eltern verloren hatte, dass ich nichts auf die Reihe bekäme.
Hina Yuurei
Miyu, was hast du schon wieder getan? Was habe ich schon wieder getan? Egal, ich konzentrierte mich jetzt voll und ganz auf die Verhandlungen. Unser Planet hatte zum Glück eine einigermaßen gute Stellung. Ich vermied es schon früher, mit anderen Planeten Streitereien anzufangen. Das machte sich jetzt definitiv bezahlt. Ich stieg in die Maschine, setzte mich und schlief sofort ein. Ich konnte immer und überall schlafen, was manchmal ziemlich lästig war. Als ich aufwachte, waren wir bereits angekommen und ich machte mich daran, auf mein Zimmer zu gehen, meine Sachen weg zu räumen und ging dann zu den Verhandlungsräumen. So weit ich wusste, waren sich die anderen Planeten nicht über Miyu im Klaren. Ich hatte immer versucht, sie versteckt zu halten und mich bei Außentreffen nur als Hina zu zeigen. Ich musterte die anderen Sternenkinder. Bisher waren bloß vier angekommen. Dann erblickte ich einen Stuhl mit einer Waage und setzte mich auf diesen. Den anderen würde sicher bald der leere Stuhl neben mir auffallen, der auch leer bleiben würde.

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Lara

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Re: *solar-system*

from Lara on 06/21/2020 04:05 PM

Ace Mercurius
Jetzt sollte es also wirklich soweit sein. Wie lange hatte ich auf diesen Tag gewartet. Nun war es endlich an der Zeit mir das zu nehmen, was mir auch Zustand. Ich hatte vor klein anzufangen und so war mein erstes Ziel die Alleinherrschaft über den Merkur. Zu lange hatte ich ihn mir mit Leuten teilen müssen, die es nicht verdient hatten an der Macht zu sein. Und es war kein Geheimnis, dass auch ich dem anderen Königspaar ein Dorn im Auge gewesen war. Vor allem in meinen jungen Jahren. Um ehrlich zu sein würde es mich nicht einmal wundern, wären sie an damaligen Komplotten beteiligt gewesen.
Nun würden sie das bekommen, was ihnen Zustand. Ich wollte Vergeltung, ich wollte Macht. Was ein Glück für mich, dass auch die Jungfrau, meine wohl größte Bedrohung, verpflichtet war den Verhandlungen beizuwohnen. Durch ihr verschwinden wäre es mir möglich mir den ganzen Planeten unter den Nagel zu reißen. Und anschließend könnte ich dann mit Hilfe meiner neu gewonnenen Macht expandieren. Es war perfekt.
Ich hatte auch schon eine Ahnung wie ich das Verschwinden der Jungfrau in die Wege leiten könnte. Meine besonderen Fähigkeiten würden mir dabei sicher eine große Hilfe sein. Bis dahin musste ich jedoch den Schein des Gentlemans wahren. Es war wichtig, dass niemand hinter meinen Plan kam.
Aus diesem Grund gab ich mich auch an diesem Tag freundlich, stimmte sogar zu zusammen mit der Jungfrau zu den Verhandlungen zu reisen. Theoretisch wäre es eine gute Möglichkeit gewesen sie umzubringen, doch wussten ihre Eltern um meine Gesellschaft auf der Reise Bescheid. Der Verdacht würde zwangsläufig auf mich fallen. So setzte ich also stattdessen meinen Charme ein, um das Vertrauen meiner Konkurrentin zu gewinnen.

Als wir dann endlich den Pluto erreichten, war ich der erste von uns, der den Zwergplaneten betrat. Selbstverständlich hielt ich meiner Begleitung die Hand entgegen, um ihr aus der Kutsche zu helfen. Lächelnd wurde diese von ihr ergriffen und auch nach dem Ausstieg nicht losgelassen. Ich nahm dies einfach hin und führte sie somit in das Verhandlungsgebäude. Uns bot sich der Anblick einer riesigen Tafel, umgeben von exakt zwölf Stühlen, wobei jedem von ihnen ein bestimmtes Sternzeichen zugeordnet war.
"Es war mir eine Freude in deiner Begleitung zu reisen.", sprach ich zur Jungfrau, da wohl nun der Moment gekommen war, an dem wir uns trennen müssten. Noch ein letztes Lächeln schenkte ich ihr, ehe wir uns dann beide auf den Weg zu unserem Platz machten.
"Die Damen.", sprach ich lächelnd und nickte einmal in die Runde, ehe ich mich dann endgültig niederließ. Es war wohl nur angebracht, wenigstens in irgendeiner Form eine Begrüßung auszusprechen und das hatte ich mit dem Nicken getan.
Kurz ließ ich meinen Blick durch die Runde schweifen. Auch wenn mir die Gesichter unbekannt waren, wusste ich doch sehr wohl ihre Namen, die ich aufgrund der Sternzeichen zu ordnen konnte.


Laiyah Terra
Mein ganzes Leben lang war ich auf exakt diesen Tag vorbereitet wurden und ich hatte klare Anweisungen von meinem Vater bekommen. Ein Frieden kam nicht in Frage, solange wir nicht Sieger dieser Verhandlungen waren, egal auf welche Weise dies gelingen würde. Sollte ich mit Worten nicht weiterkommen, bestand mein Vater darauf, dass ich Gebrauch von meinen Kräften machte. So oder so, diese Verhandlungen würden mit Sicherheit nicht gut ausgehen.
Anmutig stieg ich aus dem Raumschiff, welches mich zum Pluto gebracht hatte. Das Kleid, welches ich trug, funkelte wie die Sterne am Nachthimmel. Selbstbewusst setzte ich einen Fuß vor den anderen und Schritt auf das imposante Gebäude zu. Man hatte scheinbar keine Kosten und Mühen gespart.

Der Eingang schien direkt zum Ort der Verhandlungen zu führen. Die große Halle wurde vom Geräusch meiner Absätze erfüllt. Kurz blieb ich stehen, verschaffte mir einen Überblick über die Situation. Um einen Tisch herum, hatten bereits einige der Sternenkinder Platz genommen. Hoch über ihnen prangten die Abbilder ihrer Sternzeichen. Filigran und äußerst Detailreich. Die Personen in diesem Raum waren überwiegend weiblichen Geschlechts, doch dem war ich mir bereits zuvor bewusst gewesen, denn ich hatte artig meine Hausaufgaben gemacht und reichlich Informationen gesammelt. Es wäre fatal unvorbereitet an einer solch wichtigen Verhandlung teilzunehmen.
Wieder war das Klacken meiner Absätze zu hören, denn ich bewegte mich auf den thronähnlichen Stuhl zu, welcher meiner Wenigkeit angedacht war. Er lag zwischen dem der Waage und dem des Schützen. Beide waren noch nicht anwesend.
Bei meinem Platz angekommen, ließ ich mich auf diesem nieder. Meine Hände fanden ihren Platz auf den Armlehnen und meine Beine schlug ich übereinander. Keine einzige Sekunde wanderte mein Blick gen Boden, sondern war stets in die Runde gerichtet und meine Haltung war aufrecht und stolz. Es war wichtig selbstbewusst aufzutreten, ansonsten bestand die Gefahr in die Rolle des Opfers gedrängt zu werden. Und das war sicherlich nicht meine Absicht.
Kleid


Quelle

Reply Edited on 06/21/2020 04:06 PM.

mind-gamer

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Re: *solar-system*

from mind-gamer on 06/22/2020 07:34 PM

Diana Diaz
Heute war nun also der Tag. Von heute an würde die nächste Zeit über den Rest meines Lebens bestimmen. Dies war meine einmalige Chance mich endlich zu beweisen. Jeher hatte ich im Schatten meines Vaters Re gestanden. Er war Schöpfer und Herrscher unseres Sonnensystems und, weil er die Schöpfergottheit an der Spitze der Neunheit war, unsterblich. ich als seine Nachfolgerin hatte nur mit lächerlich geringer Wahrscheinlichkeit Hoffnung darauf, an seine Stelle zu treten. Doch zum Glück war mein Vater zu bequem, als dass er ewig regieren wollte. Aber solange ihn sein Volk so sehr verehrte konnte er ihnen nicht den Rücken zukehren. Mich hatten sie nie aktzeptiert und meine Träume, irgendwann Herrscherin zu werden als eine Phase und sinnlose Träumerei abgestempelt. Doch nichts konnte mich davon abbringen, immerwieder mein Können zur Schau zu Stellen. Ich wäre die perfekte Nachfolgerin und die Friedensverhandlungen waren meine perfekte Möglichkeit um dies endlich allen zu zeigen. Ich würde die neue Welt beherrschen und meinen Vater ersetzen. 
Diese schwere Last auf meinen Schultern hatte die letzten Wochen angefangen, mich mehr und mehr zu erdrücken. Aber ich wusste genau, dass ich jetzt keinen Rückzieher machen durfte. Alles musste perfekt laufen, damit sich mein Traum endlich erfüllte. Schließlich ließ ich Heliopolis, meine Heimatstadt hinter mir und setzte Kurs auf den Pluto. Während der langen Anreise war ich immer wieder meine Aufzeichnungen, geschriebenen Reden und alle Planungen durchgegangen. Hatte den Friedensvertrag noch 3 weitere Male überarbeitet und mich mental auf die Sitzungen vorbereitet. Das Regelwerk, welches wir zusammengestellt hatten, war fest in meinem Kopf vermerkt und ich hätte im Schlaf den großen Wälzer aufsagen können. 
"Wenn du dir weiterhin so viel Stress machst kolabierst du noch und dann war all deine Vorbereitung für die Katze!", schnatterte Tefnut neben mir. Ich drehte mich zu dem Falken, der auf meiner Schulter hockte und sah ihn grimmig an, bevor ich niedergeschlagen nickte und ihm zustimmte. "Du hast ja recht, aber ich bin so nervös. Es gibt so viel, dass schief gehen kann und es steht alles auf dem Spiel. Ich möchte mir selbst keine Fehler erlauben. Diese Verhandlungen sind zu wichtig.", seuftzte ich und ließ mich in den Sitz zurückfallen. Empört flatterte Tefnut in die Luft, da ihm sein Sitzplatz auf mir so ruckartig weggezogen worden war. Beleidigt ließ er sich auf einem der vielen Schaltpulte nieder und strick über sein Gefieder. "Lass lieber alles auf dich zukommen. Du kannst nicht alles vorhersehen und du bist nicht das Sternenkind des Saturn, das alles vorberechnen kann. Wenn du so weitermachst wirst du noch wahnsinnig und ich gleich mit dir. Also entpann dich die letzten Stunden bis zur Ankunft noch ein wenig. Nur so kannst du ihnen allen zeigen, wer du bist."
Er fand einfach immer die richtigen Worten um mich zur Ruhe zu bringen. Dankbar strich ich über seinen Kopf und machte es mir bequem, um die letzten freien Sekunden meines Lebens zu genießen und ein einziges Mal noch nicht an die Verhandlungen denken zu müssen. 

"Wir sind da! Na los, wach auf. So meinte ich das dann doch nicht mit dem Ausruhen.", die aufgeregten Rufe des nervös umherfliegenden Falken weckten mich aus dem seit langer Zeit ersehnten ruhigen Schlaf. Das Raumschiff war nun dem Pluto ziemlich nahe und dümpelte in der Leere des Weltalls herum. Kurz musste ich mir Zeit nehmen, um richtig wach zu werden und anschließend das Schiff weiter auf den Planeten zuzusteuern. Ich visierte den Landeplatz, der für das Sternenkind der Sonne reserviert wurde an und stellte meine Fahrkünste zur Schue, auch wenn niemand da war, um sie zu sehen. Mein Gepäck holte ich aus dem Lagerraum und trug es in Richtung des Gebäudes, in dem ich die nächste Zeit lang leben würde. Es war nicht sehr viel, da ich an Klamotten nur dünne und kurze Kleidung besaß, die nicht viel Platz wegnahm und alle Daten und Aufschriften digital in einem handlichen Gerät abgespeichert hatte. Für Verpflegung war gesorgt, demnach lief ich mit einem kleinen Koffer zu meinem Zimmer und begab mich zu den Verhandlungsgebäuden, ohne noch weitere Zeit zu verlieren. Ich war die letzte, die erschien und die Stühle waren bereits alle besetzt, als ich auf den prunkvollen Löwen, mein Sternzeichen, zulief und mich vor ihn stellte. Der ovale Tisch in der Mitte war von jedem Sternenkind als Ablage für unzählige Notizen genutzt worden. Niemand war unvorbereitet erschienen, was ich zufrieden bewunderte. Auch ich legte meine digitalen Aufzeichnungen vor mich, bevor ich mich den Sternenkindern aller Planeten des Sonnensystems zuwandte. 
"Ich begrüße euch alle zu den Friedensverhandlungen! Ich werde allen Anscheins nach nicht viel zum Grund dieses Treffens erklären müssen, weshalb wir direkt zum Ablauf kommen. Ihr habt alle eine eigene Unterkunft zugewiesen bekommen, in der ihr außerhalb der Sitzungen wohnen werdet. In den Sitzungen wird im Laufe der Verhandlungen über die einzelnen Planteten und deren Herrschaftsmächte gesprochen. Alle sieben Sonnen wird eine solche Sitzung stattfinden. Führt eine Sitzung zu keinem Ergebnis, so wird sie vertagt. In der Zwischenzeit wird es Gemeinschaftsprojekte geben, um den Frieden zwischen den Planteten zu stärken und eine harmonische Verhandlung zu fördern. Die Reihenfolge der Planeten im Bezug auf die Sitzungen richtet sich nach der Konstillation des Sonnensystems, beginnend mit dem Merkur. Der Mond wird aufgrund seiner Stellung als kein eigener Planet als letztes an der Reihe sein. Es steht nicht zur Debatte, auch anderen Monden die Stellung des Erdenplanetens gleichzustellen. Soll heißen, der Erdenplanet verfügt über einen Sternenkind, was ihm zu einem eigenen Planeten macht.", ich sah zu Despina, dem jungen Sternenkind hinüber, die sich alle Mühe gab, dass man ihr die Unsicherheit durch all die forschenden Blicke nicht ansah. Deshalb wechselte ich das Thema zum Regelwerk. 
"Um nun zu den Regeln während den Sitzungen, den Gemeinschaftsprojekten und eurer Freizeit zu kommen. Während den Sitzungen herrscht ein absolutes Verbot der Nutzung von Fähigkeiten. Sie dürfen unter keinen Umständen gebraucht werden, um sich einen Vorteil oder anderen Nachteil zu bringen. Während den Gemeinschaftsprojekten ist die Nutzung erwünscht, in eurer Freizeit ist sie euch freigestellt. Desweiteren ist es euch untersagt, den Planteten bis zur Beendung der Sitzung zu verlassen oder Kontakt zu Außenstehenden aufzunehmen. Dies waren die wichtigsten Regeln, wer genaueres Wissen will darf sich jederzeit durch das Regelwerk informieren, was jedem zur Verfügung steht. Die erste Sitzung wird in zwei Sonnen stattfinden. Bis dahin habt ihr Zeit, euch einzugewöhnen und untereinander Kontakte zu pflegen."

Mit diesen letzten Worten wartete ich auf Fragen der Sternenkinder. Über diese Informationen waren sie bisher nicht in Kenntnis gesetzt worden, weshalb ich Erstaunen und Verwunderung zu sehen erwartete. Doch sie alle kannten die ungeschriebenen Regeln von solcherlei Verhandlungen. Gefühle und Gedanken mussten stets versteckt gehalten werden, denn sie waren des Gegners stärkste Waffe. Bewundernd nickte ich unmerklich.

~I'm a thinker not a talker~

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MiauWau

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Re: *solar-system*

from MiauWau on 06/24/2020 04:47 PM

Rikona Nanatsu
Nach und nach trudelten immer mehr Sternenkinder ein. Einige waren unsicher, andere überspielten diese Unsicherheit gut, und wiederum andere waren das Selbstbewusstsein in Person. Ich begann, meine Unterlagen zusammen zu räumen und in eine Mappe zu stecken. Niemand würde die jemals zu Gesicht bekommen, dafür hatte ich zu sorgen.
Eines hatten alle Sternenkinder gemeinsam: sie alle versteckten ihre wahren Gefühle und Emotionen gut - abgesehen von der Unsicherheit - und das machte mir ein wenig Sorgen. Aber auch das war eingeplant. Man konnte Menschen so gut durchschauen und dazu bringen, ihre wahren Emotionen zu zeigen.
Als letztes kam das Sternenkind der Sonne herein, eine große Frau mit dunklen Haaren und stolzem Blick. Sie war wohl die Wichtigste hier am Tisch.
Über die Sonne war einiges bekannt, wie zum Beispiel, dass dieses Mädchen hier schon seit Jahren um die Anerkennung ihres Vaters kämpfte. Das konnte ich mir sicherlich zu Nutze machen.
Sie begann, die Regeln zu erklären. Verhandlungen, Freizeit und - Gemeinschaftsprojekte? Verdammt, mit so etwas hatte ich tatsächlich nicht gerechnet. Doch ich ließ es mir nicht anmerken und mein Gesicht versteinerte zunehmend.
Damit, dass man seine Fähigkeiten während den Verhandlungen nicht verwenden durfte, hatte ich schon gerechnet. Doch solange sich alle anderen daran hielten, besonders jene Sternenkinder mit Wahrheitsfinder-Fähigkeiten, konnte ich sie getrost einsetzen.
Ich hatte mir auch schon überlegt, mit wem ich besser gute Kontakte knüpfen sollte und wen ich meiden musste. Diese Despina war ein gutes Ziel. Genau wie Nelio Tervesro. Auf die musste ich mich fokussieren. Fern halten sollte ich mich von Ace Mercurius und Laiyah Terra. Die Erde hatte ich schon immer verabscheut. Mit Abstand das dümmste Volk in diesem Sonnensystem, sie verlassen sich lediglich auf körperliche Reize, anstatt auf geistige Fähigkeiten. Aber zu mehr waren sie wahrscheinlich sowieso nicht fähig.
Gegenüner von Mika Suzuki musste ich mich neutral verhalten, genau wie von Luna. Obwohl sie nur von einem Mond kam, wurde dieser als eigener Planet angesehen. Sie verhielten sich in den letzten Jahren verdächtig ruhig und ich konnte nicht viel über sie herausfinden.
"Die erste Sitzung wird in zwei Sonnen stattfinden.", hörte ich Diana Diaz sagen. Zwei Sonnen - genug Zeit, sich mit anderen... anzufreunden oder wie man dieses Lügenkonstrukt nennen wollte. Aber auch genug Zeit, um Informationen aus mir heraus zu quetschen.
" Ehm, wann findet denn das erste Gemeinschaftsprojekt statt und wie werden die Gruppen eingeteilt?" hörte ich jemanden fragen. Ich sah herüber zu dem Mädchen und sah Hina Yuurei. Yuurei. Das bedeutete Geist. War ihre Fähigkeit Geist? Ich konnte nichts darüber heraus finden. Das war meine Gelegenheit.
" Das war auch meine Frage.", bestätigte ich sie ruhig und ernst.

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Reply Edited on 06/24/2020 04:56 PM.
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