Search for posts by Amary
1 | 2 | » | Last
Search found 13 matches:
Re: crossfire || Amary & ich
from Amary on 11/03/2019 09:09 PMAlexey
Â
Die nächsten Tage vergingen schneller als mir lieb war. Wenn ich mir eine Routine angewöhnte, weniger vorsichtig wurde, so würde es den Russen leichter fallen mich in einer Lüge zu erwischen. Und das wollte ich nicht. Aber das ständige Aufpassen, bloß nichts zu sagen, bloß nicht zu verwöhnt oder intelligent oder informiert zu wirken, Mella nicht anzuschnauzen, dass sie sich mir gegenüber nicht wie eine alte Freundin zu benehmen hatte, sondern mit Respekt und Demut, zehrte an meinen Energiereserven. Deshalb tat es umso besser, dass die Russentochter ihr Versprechen wahrzumachen schien und mir mitteilte, ich würde das Wochenende über frei haben. Zwar wünschte ich mir nichts sehnlicher als mich einfach für die Tage auszuruhen, aber ich wusste, dass ich mir diese Adresse endlich angucken musste. Die Begegung mit Matteo war immerhin schon mehr als eine Woche her und ich hatte keine Ahnung was an dieser Adresse auf mich wartete. Immerhin hatte ich sie mir notiert, sobald ich außerhalb Mellas Sichtfeld war, aber es wäre mir trotzdem lieber mit der ganzen Situation abzuschließen.
Im endeffekt entschloss ich mich die Adress ersteinmal zu googlen. Ich hatte eine alte Fabrik oder etwas ähnliches erwartet, aber die Bilder im Internet sahen einfach nach einem Wohnblock aus, der zwar, zugegebenermaßen, in einer unsicheren Nachbarschaft Moskaus zu stehen schien, allerdings immerhin bewohnbar wirkte. Ich suchte mir die U-bahn verbindung heraus und fand noch eine kleine Kirche die auf Marias Schutz besonders viel Wert legte und sich im gleichen Stadtviertel befand. Die war eine Ausrede, die so gut wie jede andere funktionieren würde.
Samstagmorgens wachte ich noch vor meinem Wecker auf und spürte die Nervosität, mit welcher ich jeden der Tage in Russland begann. Mein Magen knotete sich heute noch mehr als normalerweise zusammen. Gott, ich vermisste Italien so sehr.
Ich blieb noch ein paar Minuten liegen, starrte an die Decke und versuchte mich zu beruhigen. Irgendwann stand ich auf, duschte kurz und schrieb Mella dann auf einen Zettel, dass ich in die Kirche gehen würde. Ich spezifizierte nicht welche, aber wenn sie fragen würde, hätte ich den Namen, sowie eine Ausrede warum es genau diese sein musste. Dann schnappte ich mir meine Sachen und navigierte die Gänge zum Ausgang. Dort stand einer der Männer, die ich in den letzten paar Wochen zwar öfter gesehen hatte, jedoch nicht einordnen konnte. Ich grüßte knapp und trat auf die Straße. Ich hatte keinen Schlüssel, aber die Tür öffnete sich, wie viele Eingangstüren in Moskau, durch einen Zahlencode, den ich inzwischen oft genug gesehen hatte um ihn mir gemerkt zu haben.
Der Weg zu der Adresse war nicht sonderlich lang, aber je näher ich ihr kam, desto nervöser wurde ich tatsächlich. Die Angst von jemandem gesehen zu werden war genauso präsent wie die Angst mein Vater hätte mir schlechte Nachrichten überbringen lassen. Was wenn etwas passiert war? Oder ich Mella jetzt schon irgendwie nach Italien schaffen müsste? Dafür vertraute sie mir noch lange nicht genug.
Als ich die Wohnung erreichte, die auf dem Zettel gestanden hatte klopfte mein Herz so laut, dass ich es in meinen Ohren wiederhallen hörte. Ich rüttelte an der Klinke, aber die Tür war abgeschlossen. Das war wohl ein gutes Zeichen. Hoffentlich. Ich klopfte an die Tür, dreimal hintereinander. Dahinter waren Schritte zu hören. Es dauerte ein paar Sekunden, dann öffnete sich die Tür. Ich war enttäuscht dahinter nicht Matteo zu finden, sondern den Mann mit dem er unterwegs gewesen war. Den ich nicht hatte einordnen können. Er ließ mich wortlos an sich vorbei in die Wohnung, doch ich vermied es vorsichtig, ihm nicht meinen Rücken zuzuwenden. Er versuchte allerdings nicht mich zu attackieren, schloss nur die Tür und bedeutete mir dann ihm zu folgen. Wir betraten ein kleines Wohnzimmer mit dreckiger Tapete. Auf dem Kaffeetisch lag ein Paket, eingeschlagen in braunes Papier und mit Kord umwunden. Ich schnitt das Papier mit meinem Taschenmesser auf und öffnete die Pappbox, die darunter zu finden war ungeduldig. Darin befanden sich mehrer Blätter Papier und ein Schlüssel.
"Für diese Wohnung," erklärte der Mann hinter mir in schlechtem italienisch. Er wusste sicher, dass ich russisch sprach, aber die Sprache meiner Heimat zu hören, tat so gut, dass ich mir fast sicher war, es wäre im verboen worden in meiner Gegenwart russich zu sprechen. Ich nickte und ließ den Schlüssel in meiner Tasche verschwinden. Dann nahm ich die Blätter aus dem Karton.
Bei den ersten paar handelte es sich um Schecks in meinem russischen Namen, ausgestellt im Namen meiner ausgedachten, russischen Mutter. Die Summen waren zwar nicht sonderlich groß, sorgten insgesamt aber für eine Menge an Geld. Ein Rückfallplan für etwaige Notfälle, nahm ich an.
Erst als ich diese Schecks wieder weggelegt hatte, fiel mein Blick auf das eigentlich spannenede. Es handelte sich um einen Brief, in der Handschrift meines Vaters, wenn auch in englisch, nicht italienisch, verfasst. Ich überflog ihn einmal und las ihn dann nochmal gründlich.
"Sohn,
ich erwarte, dass es dir gut geht. Hir läuft alles ideal, auch wenn du natürlich sehr vermisst wirst. Es ist nicht leicht ohne dich einzukaufen, mein Rücken bereitet mir Probleme. Ich brauche bald eine Stütze nehme ich an. In zwei Monaten werde ich spätestens zum Arzt gehen. Anbei sende ich Schecks von mir und deiner Mutter. Nutze sie bitte nur für wichtige Projekte und deine Reisen. Habe ich dir mal von meinem guten Freund Anatoly erzählt? Er wohnt auch in Moskau. Falls du Hilfe brauchst, in der großen Stadt, so wende dich doch an ihn. Er ist bestimmt bereit dir zu helfen.
Mit Liebe und Grüßen,
dein Vater"
Der Brief war verschlüsselt, was ich zwar irgendwo zu erwarten, aber dennoch beeindruckend fand. Die Zeitangabe, zwei Monate, damit vermittelte mein Vater eine Art deadline. Ich hatte zwei Monate, dann sollte ich zurückkommen. Und Mella mitbringen natürlich.
Zwei Monate. War das möglich? Naja besser als zwei Wochen. Oder zwei Tage.Â
Bei Anatoly musste es sich um einen Spitzel handeln. Ich verstand allerdings nicht, warum mein Vater mir nicht gleich von ihm erzählt hatte. Vielleicht war er noch nicht lange ein Teil des russischen Mobs, vielleicht war er sogar erst nach mir dazugekommen? Oder mein Vater hatte ihn erst nach meiner Ankunft hier bestechen können. So oder so, es musste einen Grund geben, warum ich erst jetzt von ihm hörte. Ich vertraute meinem Vater. Er würde schon wissen was er tat.Â
Noch einmal studierte ich den Blick und die Schrift meines Vaters, das erste Zeichen, dass ich seit Wochen von ihm hatte, dann ging ich ins Bad und zog, in einer schnellen Bewegung, mein Feuerzeug aus der Tasche, zündete den Brief an und ließ ihn ins dreckige Waschbecken fallen. Ich sah zu, wie sich das Papier kräuselte und verfärbte, bis die Flamme erlosch und die Überreste zu schwarzen Krümeln zerfielen. Dann nahm ich die Schecks vom Kaffeetisch und deponierte sie in der obersten Schublade einer alten Kommode. Ich verabschiedete mich von dem schweigsamen Mann, der die ganze Zeit nur beobachtet hatte, was ich tat, und verließ die Wohnung. Ich stoppte noch schnell bei der Kirche, sah sie mir an, prägte mir das Bild so gut wie möglich ein und machte mich dann auf den Rückweg. Mir ging es deutlich besser als diesen morgen, auch wenn die angefangenen zwei Monate, die mein vater erwähnt hatte, mir auf den Schultern lagen.Â
Re: dance with the devil || Amary & ich
from Amary on 09/08/2019 10:26 AMLuc WestonÂ
Ich lachte herzlich als Elizabeth einen Scheiterhaufen erwähnte. Das hatten die Menschen tatsächlich schon ein paar Mal versucht. "Feuer kann mich nicht verletzen, meine Liebe. Es liebt mich als wäre ich dessen Vater. Auf gewisse Weise bin ich das tatsächlich auch."
Ich sah ihr zu, beobachtete die Blüte, die sie sich in ihr Haar steckte. Wusste sie, dass sie die Blume damit ebenso getötet hatte, wie ich eben? Ich lächelte und sendete mein Bewusstsein in diese eine Rose. Ich spürte die Wunde, merkte wie das Leben langsam heraustrickelte. Mit einem pointierten Gedanken schloss ich dieses Loch. Zusätzlich führte ich der Blume noch etwas mehr Leben zu. So würde sie nie sterben, sie war konserviert, genau wie sie jetzt war.Â
Das war tatsächlich eine der Sachen nach denen mich Menschen am öftesten fragten. Ewige Jugend. Ich gab sie ihnen nur zu gerne, ließ sie allein auf ihrer Erde. Die meisten riefen mich nach ein paar Jahrhunderten, manchmal sogar Jahrzehnten, wieder an und baten mich darum sie in die Hölle mitzunehmen. Nur drei von ihnen streiften schon seit vielen hundert Jahren auf der Erde herum und genossen es immer noch.Â
"Oh Angebote habe ich genügend, Elizabeth, es war nur nie die Richtige. Weißt du, meine ideale Frau müsste klug sein und schön, viel und gern lesen. Sie müsste auch ein Streichinstrument spielen können und dürfte niemals langweilig sein. Und dann noch Haare in der Farbe des Feuers, dann wäre es um mich geschehen. Also wenn du so jemanden kennst, dann lass es mich doch wissen. Dann werde ich auch dich in Ruhe lassen." Ich lächelte sie so süßlich an wie ich es nur konnte.Â
Ich warf noch einen Blick auf meinen Garten und die weiten Wiesen, die sich dahinter erstreckten.Â
"Meine Liebe, ich würde mich sehr freuen, wenn du dich am Nachmittag auf einen Ausritt mit mir herablassen würdest. Schick einfach einen der Diener mit deiner Antwort zu meinem Arbeitszimmer.", ich lächelte sie verschwörerisch an, "Aber betritt es nicht selbst. Es ist kein Platz für eine Frau, nicht wahr?"Â
Aus dem Augenwinkel sah ich das blasse Gesicht ihres hässlichen Mannes. So ergriff ich ihre Hand, küsste sie sanft und verschwand dann im Haus.
Re: The devils game. || 2er RPG
from Amary on 09/07/2019 08:31 AMKeno Webb
Als Lil aus der Klasse stürmte, sah ich ihr etwas verwundert nach. War die schon immer so emotional gewesen? Ich zuckte mit den Schultern und drehte mich nach vorne. Amelie und Lia hatten sich auf den Tisch eines Mädchens gesetzt, das mir bis jetzt noch gar nicht aufgefallen war. Ich erkannte sie nicht, weshalb ich annahm, dass sie neu war. Kurzerhand erhob ich mich, ließ meine Hände in meine Hosentaschen gleiten und schob mich, vorbei an Tischen und Stühlen, durch den Klassenraum.Â
Als Amelie sah, dass ich mich auf sie zu bewegte, grinste sie mich an. Das hätte sie vor den Ferien sicherlich nicht getan. Aber das konnte mir ja jetzt egal sein.Â
"Na ihr beiden. Wer ist das denn?" fragte ich und bewegte meinen Kopf in Richtung des neuen Mädchens. Sie drehte sich zu mir um und lachte. Ihre Stimme war unangenehm hoch, wirkte fast aufgesetzt.
"Ich heiße Ella.", sagte sie, "Ich bin neu hier. Letztes Jahr war ich auf dem Goethe Gymnasium. Aber da sind die Schüler alle so motiviert, das war mir zu anstrengend."Â
Ich grinste sie an und stellte mich vor, den Großteil meines Fokusses darauf verwendend nicht loszulachen. Das Mädchen, dessen Namen ich irgendwie schon wieder vergessen hatte, war rundgesichtig und riss ihren Mund beim Sprechen viel zu weit auf. Es sah aus, als würde sie bei jedem Satz nach Luft schnappen müssen. Oder als würde sie etwas singen, das die vollle Kapazität ihres Mundes benötigte. Trotzdem, sie war hübsch und schien ganz nett zu sein.Â
"Was haben wir denn jetzt?" fragte ich, an Lia gerichtet, die grade ihren Stundenplan in der Hand hatte und lehnte mich gegen einen nahen Tisch.Â
"Doppelstunde Politik und Wirtschaft, bei der Rossenheim." antwortete sie. Ich stöhnte. Das war doch nicht normal. Wer legte denn Politik in die zweite und dritte Stunde an einem Montag? Und dann noch mit Frau Rossenheim, einer fast blinden über sechszig Jährigen, die nicht in Rente gehen wollte, weil sie ihre Schüler ja "so liebte". Bevor ich meine Gedanken jedoch äußern konnte oder mich alternativ aus dem Fenster schmeißen konnte, betrat unser stellvertretender Schulleiter die Klasse.Â
Herr Gesten war ein relativ junger Mathelehrer, dem die Hälfte der Mädchen nachschmachtete und den die andere Hälfte "total pervers" fand. So oder so, ich konnte mich plötzlich nur sehr schwer dazu bringen ihn als Respektperson anzusehen. Und das obwohl er vor den Ferien noch einer meiner Lieblingslehrer gewesen war. Â
Grade trat er an den Lehrertisch und hob seine Hände. Die verstreuten Stimmen im Klassenraum verstummten nacheinander.Â
"Guten Morgen. Ich hoffe ihr hattet alle schöne Sommerferien. Leider haben wir grade erfahren, dass Frau Rossenheim einen kleinen Unfall hatte und es heute nicht in die Schule schaffen wird. Deshalb habt ihr jetzt diese zwei Stunden frei. Ich erwarte...", er wurde vom Gegröle der Jungs aus unserer Klasse unterbrochen. Erst als es wieder still wurde, fiel mir auf, dass auch ich etwas gerufen hatte. Verwundert sah ich mich um, aber niemand blickte auch nur in meine Richtung. Als wäre das völlig normal, als hätte ich bei solchen Sachen schon immer mitgemacht.Â
"Ich erwarte von euch, dass ihr euch benehmt und die anderen Klassen nicht stört. Ihr seid inzwischen immerhin die Ältesten... Und gewöhnt euch nicht daran. Sie wird schnell genug wieder in der Schule sein." Damit drehte er sich um und verließ den Raum. Ich grinste Amelie und Lia an.Â
"Na sowas. Fast so als hätte irgendein Gott meine stummen Gebete gehört," lachte ich. Die Mädchen lachten mit, wenn auch etwas verwirrt dreinblickend. Wahrscheinlich verstanden sie nicht, was ich meinte. Konnte ja nicht jeder total helle sein. Ich erhob die Hand in einer stillen Verabschiedung und bewegte mich in Richtung Tür. Ich würde etwas frische Luft schnappen, wenn ich jetzt neunzig Minuten frei hatte.
Als ich fast den Klassenraum verlassen hatte, rief jemand meinen Namen. Ich sah mich um und erblickte Julius, einen der besten Freunde von Alec. Der saß grade, wie versteinert, neben ihm und blickte nicht in meine Richtung.Â
"Hey Keno, gehst du eine rauchen? Warte kurz ich komm mit." rief Julius mir zu und begann in seinem Rucksack zu kramen. Ich stockte und mein Herz begann schneller zu schlagen. Würde er sich für Alec rächen? Julius hatte mich vor den Sommerferien mehr als nur einmal wirklich verletzt. Fast war es seltsam, denn, während der Rest der Klasse mich größtenteils ignoriert hatte, schien Julius mich wirklich zu hassen. Jetzt trottete er auf mich zu, Zigarettenschachtel und Feuerzeug in der Hand. Mechanisch drehte ich mich um und ging durch die Gänge, über den Schulhof, bis vors Tor und hinter die Mauer, die das Gelände begrenzte. Der Boden hier war mit Zigarettenstummeln übersäht, auch schon am ersten Tag.Â
Angespannt drehte ich mich zu Julius um und erwartete fast schon einen Schlag, aber er zündete sich grade nur eine Zigarette an. Als er bemerkte, dass ich ihn ansah, bot er mir auch eine an. Ich wollte, fast instinktiv ablehnen, aber dann besann ich mich und zog eine aus der Schachtel. Julius gab mir sein Feuerzeug und ich kopierte die Bewegung, die ich bei so vielen meiner Klassenkameraden beobachtet hatte. Ich hoffte, dass ich einigermaßen souverän aussah, aber wenigstens ging es relativ schnell, bis ich eine Zigarette zwischen den Lippen hatte. Mein Blick wanderte zu Julius. Er guckte zurück. Dann setzte er an:
"Hey du, wir haben doch kein Beef mehr oder?"Â
Ich starrte ihn an, ohne irgendetwas zu verstehen. Kein Beef mehr? Wollte er mich gar nicht schlagen?
"Also wegen vor der Ferien. Das war ja alles nicht böse gemeint. Tut mir auch voll leid und so..."
Es dauerte noch eine Sekunde und dann verstand ich. Er entschuldigte sich, versuchte es jedenfalls, so gut wie er es eben konnte. "Ne mit dir hab ich kein Beef. Aber mit Alec halt." sagte ich, meine Stimme kratzig vom Rauch der Zigarette und dem Husten, dass ich unterdrücke.Â
"Ja also Alec is auch irgendwie voll komisch drauf grade. Lass mal abhängen. Ich setz mich neben dich okay?"
Darüber musste ich erstmal nachdenken. Da ich am Fenster saß, war neben mir eigentlich kein Platz, aber wenn ich mich einen Platz nach links setzte und Lilith das auch tat, dann würde sich Julius auf meine andere Seite setzen können. Die anderen Stühle in der letzten Reihe waren eh nicht besetzt.Â
"Ja okay machen wir so. Aber Lilith sitzt links von mir und das muss auch so bleiben." antwortete ich schließlich. Julius sah sichtlich erleichtert, fast schon freudig aus.Â
"Voll cool alter. Dann mach ich das wenn wir wieder Unterricht haben. Ich geh mal wieder rein, hier draußen ist es mir zu heiß." Er grinste mir noch einmal zu, trat dann seine Zigarette aus und verschwand auf dem Schulgelände. Hoffentlich hatte ich mich grade nicht total reinlegen lassen.Â
Unsicher zog ich mein Handy aus meiner Tasche und verfasste eine Nachricht an Lilith.Â
"Hey tut mir echt leid. Können wir vielleicht nochmal reden? Dann erzähl ich dir die Wahrheit. Politik fällt aus. Wenn du dich bereit fühlst, dann triff mich bitte an der Buche vorm Kunstbau."Â
Ich schickte die Nachricht ab und ließ meine Zigarette dann fallen.Â
Langsam aber sicher ging ich in Richtung des riesigen Baums, der den Raum vor dem Gebäude, in dem wir Kunstunterricht hatten, mit seinen tiefen Zweigen und dunkelroten Blättern dominierte. Mit einem kleinen Seufzer ließ ich mich am Baumstamm herab und wartete auf eine Nachricht von Lilith.Â
Re: Past // Amary & Feder
from Amary on 09/04/2019 09:48 PMMiro
Ich hatte versucht mich hinzulegen und einzuschlafen, hatte versucht meine Verantwortungen für wenigstens diesen tag zu ignorieren, aber ich kam nicht zur Ruhe. Resigniert schlüpfte ich also in meine Schuhe und verließ meine neue Wohnung. Wenn ich schon nicht ausruhen konnte, dann könnte ich mir ja wenigstens die Stadt ein bisschen ansehen. Ich lief relativ orientierungslos durch die Straßen und blickte in alle Läden und Fenster, an denen ich vorbei kam. Die Sonne schien auf mich herunter und erinnerte mich an den Tag an dem ich mich in einen Fuchs verwandelt hatte und auf dem verwucherten Grundstück meines Hauses herumstolziert war. Die Sonne hatte so geschienen wie jetzt und irgendwann war ich auf einer alten Steintreppe eingeschlafen. Ein paar Stunden später war ich aufgewacht, und lag als Mensch auf der Treppe. Ich hatte den Weg zurück zum Haus nicht finden können und hatte erst, als ich als Spatz auf den Baumkronen gesessen hatte, das Dach wieder entdeckt. Erst als ich wieder auf dem Boden war und auf meinen menschlichen Beinen stand, hatte sich mein Herz wieder beruhigt. Später hatte ich Charon davon erzählt. Er verstand meine Angst nicht, wurde sogar wütend, da er der Meinung war ich würde meine "Gabe" verschwenden.Â
Ich rückte meine Gedanken in eine andere Richtung und betrat kurzerhand ein Cafe. Ich bestellte einen Americano und sah mich um. Mein Blick glitt über gemütliche Sitzecken und Tische. Das Kaffee war gut besucht, aber sie fiel mir fast sofort auf. Ob es an meinem Unterbewusstsein lag, dass sie sofort erkannte, oder einfach an meiner Paranoia, das Mädchen, dessen lila Strähnen mir bereits auf dem Bild aufgefallen waren, das mir Charon gezeigt hatte, unterhielt sich grade mit einem anderen Mädchen.Â
Kurz überlegte ich einfach zu gehen, aber es war wohl klüger ihr zu folgen. Also vermied ich allen Augenkontakt und setzte mich mit meinem Kaffee zwei Tische weiter. So unauffällig wie möglich spielte ich mit meinem Handy und warf immer wieder Blicke in die Richtung des Mädchens, das ich umbringen sollte.Â
Re: The devils game. || 2er RPG
from Amary on 09/04/2019 08:41 PMKeno Webb
Als ich wieder in den Klassenraum trat, griff Lilith fast sofort nach meinem Arm und zischte mich an. Kurz überlegte wie ich darauf reagieren sollte, aber sie schien keine Antwort von mir zu erwarten, sondern rauschte einfach an mir vorbei. Zu Alec.
Wütend blickte ich ihr hinterher. Was würde er jetzt wohl tun? Ihr alles erzählen? Lilith schien Alec auszufragen, wenn auch deutlich sanfter als sie es eben noch bei mir getan hatte. Alec schien sich jedoch, zu meiner leichten Verwunderung, an meine Aufforderung zu halten und antwortete ihr nur kurz angebunden, bevor er sich wieder abwandte und davonhumpelte. Ich grinste leicht. Das zu sehen tat immens gut.
Ich ging zu meinem Platz und setzte mich geduldig auf meinen Stuhl. Es dauerte keine Sekunde bis Lilith wieder die Klasse betrat und auf mich zu stürmte. Ich grinste sie an, aber sie sah so müde und verwundert aus, dass ich den Ausdruck wieder fallen ließ.Â
Ihre Worte ließen mich nachdenken. Wie sollte ich ihr das erklären? Die Wahrheit war keine Option, mal ganz abgesehen davon, dass sie mir das vermutlich eh nicht glauben würde.Â
Ich ergriff ihre Hand und zog sie auf den Stuhl neben meinem, damit sie nicht mehr so über mir stand. Unsicher fuhr ich mir mit der Hand durch die Haare.Â
"Also mein Vater sagt, dass ich in den Ferien einen zweiten Wachstumsspurt erlebt habe. Er hat gesagt, dass wäre bei ihm auch so gewesen. Ich meine Männer wachsen ja oft bis sie zwanzig sind. Und ich war halt, wie gesagt, viel im Fitness studio."
Die Lügen kamen mir leichter von den Lippen als ich je gedacht hätte. Aber Lilith war ja meine beste Freundin und, selbst wenn ich sie anlügen musste, sie wollte ja, dass ich glücklich war, oder? Das wollten Freunde doch. Und mein neues Aussehen machte mich glücklich. Ich hatte mich seit Jahren nicht mehr so frei gefühlt. Das musste sie mir doch gönnen.Â
"Und das mit meinen Augen verstehe ich wirklich auch nicht. Aber so groß ist der Unterschied ja auch gar nicht. Ich meine den anderen ist es gar nicht aufgefallen," argumentierte ich weiter, "Ich glaube du merkst das einfach, weil wir uns so lange nicht gesehen haben." Ich hob meine Füße auf den Tisch und betrachtete meine Fingernägel.Â
Aus dem Augenwinkel sah ich Lilith. Ob sie mir glaubte? Ich hatte sie noch nie so direkt angelogen, aber von meinem Vater, der eigentlich seit fast zwei Jahren ein funktioneller Heroinabhängiger war und ich kaum mit ihm sprach, sicher nicht über meinen plötzlichen Wachstum, wusste sie, von mir jedenfalls nichts. Aber darüber sprach ich auch nicht. Es war auch schwer zu erklären. Man glaubte es kaum, wenn man ihn nicht kannte. Er sah aus wie ein normaler Versicherungsvertreter in unserer kleinen Stadt. Ich selbst hatte es nur herausgefunden, als sein Bruder ihn einmal in die Reha gesteckt hatte. Das ganze clean-sein hatte meinem Vater allerdings nicht gefallen. Er hatte ganze drei Wochen ausgehalten, bevor er sich wieder was gespritzt hatte.Â
Das Problem mit meinem Vater war, dass er so wenig sprach und generell so selten irgendetwas tat, dass es gar nicht auffiel, dass er die Hälfte der Zeit weg war. Und er hatte es immerhin seit mehreren Jahren geschafft seinen Arbeitsplatz zu behalten.Â
Ich hatte früh gelernt ihn einfach zu ignorieren, denn das tat er mit mir auch. Sobald ich mit der Schule fertig werden würde, hatte ich vor aus dieser Stadt zu verschwinden und nie zurückzublicken.Â
Aber das erklärte ich Lilith natürlich genauso wenig wie die Tatsache, dass ich eines Abends, kurz nach dem Beginn der Sommerferien mit der Versuchung konfrontiert war, mein ganzes Leben auf den Kopf zu stellen, zum Preis von Jemandem den ich noch nicht kannte. Stattdessen lehnte ich mich zurück.Â
"Ich wollte dir das eigentlich nicht erzählen, aber als ich vorhin in die Schule gekommen bin, hab ich gehört wie Alec und Fabian darüber gesprochen haben, dass sie dich beide gerne mal in ihrem Bett haben würden. Und Alec meinte irgendwas von "Wir könnten sie ja teilen, aber dafür musst du mir was geben. Sie steht nämlich voll auf mich." Oder so... Und keine Ahnung, dann bin ich so wütend geworden, dass ich ihn einfach konfrontieren musste. Ich wollte nicht, dass er so über dich redet," behauptete ich, meine Augen auf Lilith gerichtet.
"Ich weiß das war nicht die beste Art damit umzugehen, aber ich war so wütend. Und ich wollte mich nicht mehr einfach nur verstecken. Ich konnte mir ja nicht einfach anhören, dass er so über dich redet," fügte ich noch hinzu und legte meine Hand auf ihre Schulter
"Ich weiß du magst keine Gewalt und es tut mir leid, aber ich war so wütend."
Ob sie mir das glaubte? Es schien realistisch genug, Alec sprach so tatsächlich über viele Mädchen, oder hatte es zumindest zuvor getan. Und vielleicht wäre Lil nicht so sauer, wenn sie dachte, dass ich sie einfach verteidigen wollte. Die Lüge erschien mir ziemlich plausibel, aber bis jetzt war ich nie besonders gut darin gewesen Unwahrheiten zu erzählen. Wobei sich das wahrscheinlich auch mit dem Deal geändert hatte. Nach einem Geschäft mit dem Teufel noch ehrlich zu bleiben war wohl kaum möglich.Â
Re: The devils game. || 2er RPG
from Amary on 09/03/2019 09:43 PMKeno Webb
Gelangweilt blickte ich aus dem Fenster zu meiner rechten und zählte die Schüler die ich kannte. Sie standen verstreut auf oder vor dem Schulhof und redeten miteinander. Vielleicht hätte ich doch unten bleiben sollen, Hallo sagen? Aber ich sah nur Menschen die ich nicht abkonnte und es dauerte nicht lange, bis mir auffiel, dass das eigentlich bei dem Großteil meiner Stufe der Fall war. Genervt fischte ich mein Handy und meine Kopfhörer aus meinem Rucksack und setzte mich auf meinen Tisch, das Gesicht dem Fenster zugewandt.Â
Gedankenverloren wippte ich mit einem Fuß mit dem Lied mit und betrachtete einen Spatz, der auf dem Fensterbrett gelandet war und daran herumpickte. Wie gerne ich auch fliegen könnte...Â
Als ich meinen Blick wieder auf das Eingangstor der Schule richtete, sah ich endlich Lilith, meine wohl einzige Freundin. Sie ging relativ zielstrebig auf das Gebäude zu, aber ich sah, wie sich Alec ihr näherte. Aufgebracht starrte ich zu den beiden. Alec war ein selbstverliebes Arschloch, der weder Grenzen verstand, noch auf das Wort "Nein" hörte. Aus irgendeinem Grund schien Lil ihn aber zu mögen, oder jedenfalls zu tolerieren. Wobei sie das eigentlich bei jedem tat. Trotzdem, es gefiel mir ganz und gar nicht, dass die beiden befreundet waren und er sich mit ihr unterhielt. Mein Gesicht verzog sich, als ob ich etwas widerliches gerochen hätte. Vor den Ferien hätte ich mich zurückgezogen, hätte mich untergeordnet und den Missfallen ignoriert, aber jetzt fühlte ich nur noch Wut. Ich nahm mir fest vor Alec in der Pause zu konfrontieren. Mit dem Gedanken im Kopf schloss ich die Augen und überlegte, wie sich seine Nase beim Brechen anhören würde.Â
Erst als ich Finger an meinem Arm spürte, öffnete ich sie wieder und drehte mich langsam um. Lilith stand hinter mir und grinste. Jedenfalls bis sie mich gut sehen konnte. Dann fiel ihr das Grinsen vom Gesicht. Fast war es komisch wie ihr Audruck sich veränderte, aber die Tatsache, dass er das tat, war Grund genug sich mehr Sorgen zu machen als zu lachen.Â
Ein großer Teil des Deals, den ich mit dem Mann gemacht hatte, der sich als Luzifer vorgestellt und als tatsächlicher Teufel entpuppt hatte, war, dass meine Veränderungen anderen Menschen nicht auffallen würde. Warum also konnte Lil den Unterschied feststellen? Sahen alle Menschen, dass ich mich verändert hatte? Hatte er mich irgendwie reingelegt? Oder kannte Lilith mich einfach zu gut? Vielleicht sah sie es einfach, weil sie einer der einzigen Menschen war, die mir je wirklich Aufmerksamkeit geschenkt hatte. So war es vermutlich, aber mein Herz klopfte trotzdem noch.Â
Ich zwang mich zu lächeln und sagte "Meine Augen sehen voll blau aus oder? Ich galube das liegt daran, dass ich in der Sonne so schön braun geworden bin. Und ich hab halt Sport gemacht in den Ferien. War ja auch mal Zeit." Ich grinste schief und sah Lilith an.Â
"Wie war denn dein Sommer?" fragte ich, während ich vom Tisch glitt und mein Handy wieder in meinem Rucksack versinken ließ.Â
Der Klassenraum füllte sich langsam mit Schülern, die über ihre Ferien erzählten. Nach und nach fanden alle ihre Plätze. Seltsamerweise setzten Amelie und Lia, zwei Mädchen, mit denen ich im letzten Jahr vielleicht fünf mal geredet hatte, an den Tisch vor meinem und drehten sich sofort zu Lilith und mir um. Erst redeten sie mit Lil, aber ich merkte, dass ihre Blicke immer wieder zu mir schweiften. Grade Lia war ausgesprochen hübsch und es brauchte nur ein bisschen Augenkontakt, bis sie begann mich in ihre Konversation mit einzubeziehen.Â
Die Zeit, bis unsere Klassenlehrerin den Raum betrat verflog schnell denn, obwohl ich es vor ein paar Monaten noch gehasst hätte, die Aufmerksamkeit, die ich von den zwei hübschen Mädchen bekam, misfiel mir ganz und gar nicht. Als die Orientierungsstunde am Anfang des Jahres begann, lehnte ich mich zurück. Normalerweise versank ich so in meinem Sitz und flüsterte Kommentare in Liliths Richtung, aber diesesmal fiel mir fast jede Minute auf, dass mich jemand musterte. Vor allem die Mädchen schienen ein neugefundenes Interesse an mir zu haben.Â
Erst als die Stunde fast zuende war und Amelie sich zum dritten Mal relativ auffällig nach mir umsah, fiel mir auf, dass sich keiner meiner Mitschüler über meine Veränderung zu wundern schien. Sie nahmen sie einfach als gegeben hin. Das bestätigte meine Theorie, dass nur Lilith die Unterschiede hatte sehen können. Erleichtert ließ ich meine Schultern fallen und wartete darauf, dass die Stunde endete.Â
Es klingelte endlich, nach endlosen Minuten, und bevor mich überhaupt ein Mädchen ablenken konnte, sprang ich auf und begab mich in Richtung Alec. Dieser saß mit seinen "Freunden" in der zweiten Reihe und scherzte grade über irgendetwas. Ich stieß ihn an und deutete mit meinem Kopf auf den Flur. Kurz erwartete ich Widerstand, oder ein Kommando an einen seiner Lakaien, uns zu folgen, aber Alec erhob sich, wenn auch pointiert langsam, schließlich doch.Â
Wir gingen in den Flur. Ich führte ihn um eine Ecke, dann drehte ich mich zu ihm um.Â
"Ich weiß zwar nicht, was genau du von Lilith willst, aber ehrlich gesagt ist es mir auch scheißegal. Ich will, dass du dich einfach von ihr fernhältst," sagte ich. Alec grinste, was ihm, in meinen Augen, jetzt nicht wirklich half und antwortete mit einem provozierenden "Du hast ja wohl kein Recht auf Lilith. Oder gehört sie jetzt dir?"Â
Ob es nun daran lag, dass Alec damit Recht hatte, dass Lilith nicht mir gehörte und ich, außer dem eines besten Freundes, keinen Anspruch auf sie hatte, oder einfach nur an seinem Grinsen, wusste ich nicht, aber das nächste was ich wusste, war, dass ich ihm eine Faust in den Magen gerammt hatte.Â
"Du. Hältst. Dich. Von. Ihr. Fern." drohte ich und wich dem halbherzigen retour-Schlag Alecs aus.Â
"Ich hab viel von dir und deinen Freunden ertragen, aber ab heute mach ich das nicht mehr mit," fügte ich noch hinzu und fühte wie die Macht in meinen Kopf strömte. Mir wurde fast schwindelig davon.Â
Alec sah mich an, als wollte er mir den Kopf abreißen, aber ich war schon auf dem Weg zurück zum Klassenraum. Über meine Schulter warf ich ihm noch einen Mittelfinger zu, bevor ich wieder im Raum verschwand.Â
Re: The devils game. || 2er RPG
from Amary on 09/03/2019 07:49 PMKeno Webb
Ich starrte in den Spiegel. Wenn ich das lange genug tat, verschwamm mein Gesicht bis es kaum noch als solches wiederzuerkennen war. Nicht das es mir sonst besonders bekannt vorkommen würde. Obwohl es sich schon vor Wochen so verschoben hatte, erschien mir meine Reflektion noch immer fremd. Die harten Kanten meines Kins, die prominenten Augenbrauen und dunklen Haare, stachen auffallend heraus. Einmal fuhr ich mir mit der Hand durch die Haare, drehte mich dann und schulterte meinen Rucksack.
Wie meine Klassenkameraden wohl auf meine Veränderungen reagieren würden? Ich hatte nie besonders viel Aufmerksamkeit auf mich gezogen, war in den Schatten verschwunden und hatte mich klein gemacht, aber das hatte mir der Teufel genauso aus dem Unterbewusstsein gelöscht, wie meine Tendenz bei Konflikten auf den Boden zu starren. Der Gedanke Aufmerksamkeit zu erregen, hatte plötzlich nichts gefährliches mehr, sondern schien naturgegeben.Über die letzten Wochen war mir aufgefallen, wie viel einfacher das Leben viel, wenn man seinen Blick nach vorne gerichtet hatte. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Da wo ich noch vor zwei Monaten unsichtbar war, wurde ich jetzt gesehen, beachtet. Und vielleicht lag das auch an meinem neuen Gesicht, an meinen Augen, die sich selbst in meinen Kopf zu bohren schienen, wenn ich mich mal wieder im Spiegel verlor, aber ich bezweifelte, dass nur meine neugefundene Attraktivität der Grund für die Aufmerksamkeit war, die ich nun von anderen Menschen, besonders Frauen, zu bekommen schien. Viel mehr lag es sicherlich an meinem neuen Auftreten, daran, dass ich allen Menschen, die mir begegneten, nun in die Augen sah, fast auffordernd. Das ich lief, als hätte ich immer ein Ziel und nicht als würde ich mich nur irgendwo hinschleppen.
All diese Gedanken gingen mir im Kopf herum, als ich das Schulgelände betrat, dass in den letzten Jahren zum Schauplatz meiner Alpträume geworden war. Es war wirklich wunderlich wie sehr ich einen Ort hassen konnte, nur weil dort rein gar nichts geschah. Resigniert ließ ich mich in meinen Platz in der letzten Reihe des Eigelbfarben gestrichenen Klassenraums fallen und wartete darauf, dass Lil endlich auftauchte, damit ich jemanden zum Reden hatte.
Re: The devils game. || 2er RPG
from Amary on 09/03/2019 07:08 PM
Würde sagen nach seinem Deal sieht er ca so aus. Halt hellblaue Augen, ein bisschen unordentlicher noch, aber vom Gesicht so.Â
Re: The devils game. || 2er RPG
from Amary on 09/03/2019 07:03 PMKlar würde mich freuen. Dann such ich mal ein Bild :)
Re: The devils game. || 2er RPG
from Amary on 09/03/2019 06:59 PMName: Keno Webb
Alter: 18Â
Aussehen: Keno war lange ungefähr 1,80 m groß und hatte nussbraune Haare. Nach seiner "Wandlung" ist er ein paar Centimeter größer geworden, seine Haare sind etwas dunkler geworden und seine zuvor grauen Augen haben nun einen eisigen Blauton. Er hat ein kantiges Gesicht und hat über den Sommer etwas an Muskelmasse zugelegt.Â
Sonstiges:/
(Kann das auch noch ausschmücken, wenn du willst, bin immer eher jemand für kurze Steckis)


Reply