Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
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Mamiko
von Miau-Wau am 13.04.2022 19:14
Fragile_Jewel
Gelöschter Benutzer
💜Randomy💜
von Fragile_Jewel am 13.04.2022 16:02
Stimmen. So viele Stimmen die in meinen Kopf eindringen. Doch keine ist prägnant genug um mich aus diesem Elysium zu holen. Die Vergangenheit ist schon lieblich. Kein Schmerz, nichts. Nur ich, und die Illusion einer besseren Zeit. Mit einer Flasche Miller-Milch in meiner Hand, wo Kirschblüten Blätter meine Wange streifen. Schaue ich hoch, erkenne ich kein Gesicht, aber es ist... beruhigend. Nur das Gefühl ist genug. Hier gehöre ich hin, in den Armen von—

Eh? Ich sehe nur wie auf einmal Mamiko in das Schreibwarengeschäft reinstürmt, als würde ihr Leben davon abhängen. Wow, und ich dachte ich wäre arm. Aber schon rennt sie wieder zurück zu uns, fast zu Frieden um ehrlich zu sein. Schnell aber verschwindet dieses selbstbewusste Auftreten und sie entschuldigt sich als wäre sie eine kleiner Golden Retriever der sein Herrchen verärgert hätte. „Ein kleiner Schreiber bist du, oder?", plapperte ich raus, unabhängig von ihrer Reaktion. Doch das... Papierkind... schaut nur ein bisschen verdutzt. Als würde der Dämon aus mir rauskommen, rede ich einfach weiter: „für meine Hobbies musste ich damals auch voll viel stehlen! Irgendwie krass, oder? Du musst uns mal zeigen, was du mit dem Papier machen kannst!" Würde ich mich selbst sehen, würde ich wissen wie dämlich ich gerade ausschaue. Sicherlich habe ich wieder dieses Glitzern in meinen Augen, aber irgendwie... stört es mich nicht mehr so.
Mamiko aber scheint umso mehr zu erröten, sie versteckt sich quasi hinter ihren Rucksack, gefüllt mit Schreibutensilien. „Es- es ist nicht so—", doch komm ich ihren Gesicht fast zu nah: „ich finde sowas mega interessant! Jeder hat so seine Talente, ne? Sowas ist einfach krass!" Bevor Tibi mich aber zurück ziehen konnte, platze der Dämon aus mir raus. Meine Kristallblume färbte sich schwarz und puff! Da stand ich in meiner vollen Pracht. „Wir sollten Ressourcen holen und so, ne? Ich hab voll den Überblick hier! Und da die Mitarbeiter auch weg sind, hab ich noch mehr so den krassen Überblick!"
Hätte ich ein bisschen mehr Bewusstsein über mein Auftreten würde ich merken, wie ich die beiden verschrecke. Doch zu meiner Überraschung, oder zu meiner Erwartung, nickt Tibi vollen Herzens zu meinen Vorschlag. Ich packte beide am Kragen und rann los, in Richtung der verschiedenen Discounter. Fernkauf, Norman, Brutto, Bildl... perfekt! „Greift euch ein paar Tüten, wer will uns bitteschön schnappen? Die Polizei? Höchstens so ein paar Monster, aber da haben wir kein Problem! Ich werde uns einfach rausfliegen. Voll cool und so? Oder?" Tibi scheint genau meine Energie erfasst zu haben, sie rennt nämlich schon zu den Bäcker unseren Vertrauens und holt sich jegliche Sandwiches und Semmeln. Mamiko ist da aber noch zögernd, also zog ich sie mit mir. „Komm schon, es sind nur wir drei hier!", lachte ich voller Herzens, auch wenn ich mir sicher bin, dass sie es für moralisch nicht korrekt hält. So schnappte ich mir eine Vanilla Miller-Milch und reichte sie rüber zu ihr: „Wir sind doch jetzt Freunde und so, also will ich das du das als erstes kriegst!" Mein Gesicht ziert ein großes Lächeln, und so konnte ich schwören, dass sie ganz sanft es erwidert.
Deswegen drehte ich mich wieder weg und nahm alles Mögliche mit. Wasser, Miller-Milch, Knabberzeug, Fertigmahlzeiten, medizinisches Zeug, ihr wisst den Dreh. Man, es fühlt sich an wie dreimal Weihnachten! Und Silvester! Und Ostern! Auf einmal! Da sind mir die 2€ glatt egal! Wenn meine Mitstreiter nicht vorher dachten, dass ich bekloppt sei, dann wurde es jetzt durch mein glückliches Lachen in den Hallen zementiert.
Besser könnte dieser Tag echt nicht laufen! Nur ich, und meine zwei neuen Freunde!
...
"Sag, weißt du irgendwas über die Krähe?"
"Pft! Was hängst du noch an der? Kein Plan was da los ist, wirklich! Schau mich doch nicht so an!"
"... ich..."
Mamiko
von Miau-Wau am 13.04.2022 09:35
Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
von Apocalyptic_Apostle_Nika am 12.04.2022 22:45Ihre Hand umschlug die kalte, farbenfrohe Türklinke und zog an ihr. Für einen Moment, für nur einen ganz, ganz kurzen Moment, das konnte man schwören, fühlte sich der Wind bitterkalt an. Ein letztes Mal kam ihr die Frage, ob es doch sein Werk sei? Aber die Tür fiel zu und separierte die beiden Welten, Dimensionen. Stille folgte, wie so oft, umhüllte sie und legte sich wie eine Decke über den Raum und die Zeit. Nun war sie statisch, für drei Stunden, fünf Wochen und sieben Jahre. Sie zogen ein, lebten und starben. Dann richtete sich ihr Blick zur Decke, auf die vielen Lichter. Das Schwächste aus der Familie flackerte immer noch, ohne Rhythmus und Takt.
Ihr Auge musterte es, beobachtete es, analysierte es, sah es. Nahm es wahr.
Sie zog die Pistole aus ihrem Rock, materialisiert aus der Sünde, die sie leitete. Gefärbt schwarz, ohne Licht, dass eindringen konnte. Es saugte das ganze Glück um sich herum auf und brach es, aber Huxley war sich sicher, dass es lediglich getarntes Leid war, was es zerschmetterte. Ihre Hand geleitete sie nach oben, zur Decke, zur schwachen Lampe. Ihr Finger schlief auf dem Abzug, bewegungslos. Kein Gedanke. Keine Emotion. Ihr Kopf war leer, nicht einmal das Schreien kam durch. Doch ihr Arm fiel zur Seite, ihre Hand öffnete sich und das Instrument fiel. Doch es durfte den Boden nicht küssen, verschwand in der Luft und löste sich einfach auf. Noch ein paar Sekunden hielt sie ihren starren Blick auf dem Licht, dann wendete sie sich ab. Wie immer, wie jeder. Sie konnte sich das sparen, später würde sie es brauchen.
Ihre Füße trugen sie um die Theke, hinter sie und weiter durch die Küche, welche weiterhin kalt stand und in ihren eigenen Träumen zerfiel, sich mit Ruhe zierte. Weiter nach hinten, zu den zwei Türen, dort, wo das Licht schwächer war. Ihr Blick richtete sich auf die Tür zum Hinterzimmer und ihre Hand schob leicht gegen die Tür. Sie erblickte das Zimmer, welches durch die verschütteten und zerstreuten Zettel gezeichnet war. Doch ihre Schuhe übertraten diese, keine Sorge um ihren ehemaligen Inhalt.
Am Ende stand sie dem Fernseher entgegen. Die, welche von ihrem Alter gezeichnet waren. Der Röhrenfernseher, so wenig liebte man sie. Er erbrachte einen günstigen Nutzen, deshalb war er noch hier. Huxley interessierte es nicht. Er erbrachte ihr einen Nutzen, deshalb existierte er. Langsam streckte sie ihre blasse Hand aus, zum Bildschirm.
Er erbrachte eine Arbeit, also existierte er noch.
Ihre Finger bewegten sich langsam auf den runden Bildschirm zu.
Ja, er musste arbeiten. Deshalb lebte er.
Sie fühlte das Kribbeln in ihren Fingern, ihr Kreuz vibrierte.
Er lebte, weil er es tun musste.
Ihre Finger berührten den Bildschirm und das familiäre Gefühl breitete sich in ihrem ganzen Körper wie Blut aus. Sie atmete ein, ihr Kreuz aus. Nun wusste sie, wo es hinging, und sie wusste, was sie letztendlich tun würde.
Exorcizamus te, omnis immunde spiritus
Omni satanica potestas
In nomini Jesu Christi
Vade retro Satana
Nunquam suade mihi vana
Sunt mala quae libras, ipse venena bibas
In nomini Jesu Christi
eno ikari´s nervous breakdown pt.3 (EXTREME!!)
von David am 12.04.2022 21:31「Das Kind der Schönheit, sich allein genug,
Vollendet schon aus eurer Hand gegangen,
Verliert die Krone, die es trug,
Sobald es Wirklichkeit empfangen.」
Ich blieb also sitzen.
Diese Entscheidung bereute ich aber gleich wieder, denn die Götterfigur fuhr mit ihrer Rede fort. Sadistin.
Sie hatte kein Recht, über mich zu urteilen. Wir kannten uns gerade mal seit ein paar Stunden, auch wenn es sich länger anfühlte.
Vielleicht kannten wir uns aus einem früheren Leben. Oder sie existierte irgendwo in den Erinnerungen der Götter, mit denen ich mich verbündet hatte. Vielleicht sah sie sich selbst in mir wieder. Einen Teil ihres früheren Selbst, den sie verabscheute. Das würde den Hass in ihrer Stimme, wenn sie zu mir sprach, erklären. Wenn ich eines gelernt hatte, war es, dass der größte Hass, den man spüren konnte, der Hass auf sich selber war.
Ich blickte in Huxley´s rotes Auge, das strahlte, als hätte es dem Himmel das Licht geraubt. Darin entdeckte ich meinen eigenen Schatten wieder, in gebeugter Haltung, ihr unterlegen, schwach.
Feigling.
"Du sollst die Wahrheit wissen, und sie soll dein Blut kochen lassen.", drangen ihre Worte nun durch die Nacht. Ein kalter Windzug strich an uns vorbei und ich wusste, dass ich ihn verursacht hatte.
"Du antwortest lediglich auf meine Worte, um der Wahrheit zu entgehen. Würdest du es annehmen, würdest du besiegeln, dass du für uns alle nutzlos bist. Kein...FeiglingfeiglingFeiglingFeiglingFeiglingFeigling-"
Sie sprach weiter, doch meine Ohren nahmen keine Schalwellen mehr auf, oder vielleicht taten sie das, doch gelangten die Impulse nicht in mein Gehirn, verloren sich irgendwo in dem Labyrinth meiner Nerven. Oder diese brachen zusammen, versagten bei der Weiterleitung der Informationen, die Nerven.
Ich spürte, wie irgendetwas in meinem Inneren riss. Vielleicht waren das die Nerven, genauso schwach wie ich.
Feigling.
In meinem Kopf hallten nur noch ihre letzten Worte nach, immer und immer wieder:
"...Dass du für uns alle nutzlos bist.
Nutzlos.
Nutzlos.
Nutzlosnutzlosnutzlosnutzlosnutz..."
Kontrolliere es.
Aus dem Augenwinkel sah ich, wie der Körper der Götterfigur sich wieder von mir abwandte, den Blumenkübel zurückließ - hatte sie die Blumen überhaupt gesehen, als sie es noch konnte, als das Tageslicht noch nicht vollständig in ihrem Auge verschwunden war, für immer versunken?
Die schönen Blumen, hatte sie sie gesehen? War ihr flammendes leeres Auge noch empfänglich für seine Schönheit?
Ich reagierte nicht auf Huxley´s Abgang, folgte ihr nicht zurück in Richtung WcDonalds. Ich blieb also sitzen.
"Nutzlosnutzlosnutzlosnutzlosnutz-"
Feigling.

Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
von Miulo am 12.04.2022 20:15Ich warf kurz einen Blick zu Selo,es wirkte nicht so als würde sie meine Gefühle teilen.Fast schon wirkte es so als hätte sie überhaupt kein Problem damit in diesem Kellee zu sein.
Ich blieb stehen: "Es wirkt nicht so als würden wir hier irgendetwas wichtiges finden.Vielleicht sollten wir uns auf den Rückweg machen,die anderen warten sicher schon auf uns".
Doch anstatt dass ich eine Antwort von Selo bekam erklang plötzlich eine andere Stimme: "Hallo ist da jemand?Ich brauche Hilfe, ich bin verletzt".
Es war die Stimme eines Mädchens die von einigen Metern Entfernung zu hören war.
Ein Mädchen hier unten,wo doch eigentlich kaum noch Menschen übrig geblieben sind?Das wirkt nicht sehr wahrscheinlich...
Ich ließ dem Zweifel nur kurz Zeit durch mein Gehirn zu streifen danach steuerte ein andere Gedanke mein Handeln
.
Was wenn hier wirklich jemand ist der Hilfe braucht?Wir dürfen keine Zeit verlieren,wir müssen sofort zu dem Mädchen hin!
Mit schnellen Schritten ging ich weiter geradeaus geradewegs auf eine hölzerne Tür zu. "Miu vielleicht ist das keine gute Idee",hörte ich Selo hinter mir sagen.Ich ignorierte ihre Aussage jedoch und öffnete die Tür.
Sofort richtete ich meine Taschenlampe ins Innere des Raumes.
Vor mir auf dem Boden saß ein Mädchen.
Sie hatte flammend rote Haare und war ungefähr in meinem Alter,doch was mir noch vor diesen 2 Merkmalen ins Auge stach war ,dass ihr Körper mit Wunden und blauen Flecken übersäht war.
Sie sah so aus als hätte sie einen schlimmen Unfall hinter sich.
Ich kniete mich zu ihr runter: "Was ist passiert?Hast du starke Schmerzen?" ,fragte ich sie und fing an in meinen Taschen nach Pflastern oder Taschentüchern zu suchen...natürlich erfolglos.
Ich drehte mich zu Selo:" Kannst du nach Verbandszeug oder ähnlichem suchen?Wir sind in einem Krankenhaus hier sollte es ja reichlich davon geben". Selo zögerte kurz dann aber nickte sie:" Ich beeil mich" und weg war sie.
Ich wollte mich gerade zurück zu dem Mädchen drehen als eine Hand mich an der Schulter packte: "Was ist los?Du brauchst dir keine Sorgen zu machen wir helfen dir gleich!" ich versuchte das Mädchen zu beruhigen aber ihre Hand blieb auf meiner Schulter,klammerte sich förmlich daran.
Danach kam eine 2.Hand dazu,die Fingernägel des Mädchens hinterließen unangenehmen Schmerz auf meiner Schulter.
Panik kam in mir hoch,mir war die Situation nicht geheuer.Wie schaffte sie es in ihrem schwach wirkenden Zustand überhaupt mich so stark festzuhalten?
Ich hörte Rascheln hinter mir,das Mädchen stand auf.Meine Schulter ließ sie dabei nicht los.Ihr Kopf war nun über meinem und sie schaute auf mich herab,ich richtete sowohl meine Taschenlampe als auch meinen Kopf nach oben.
Und als ich plötzlich in pechschwarze Augen starrte wusste ich nun war der Zeitpunkt gekommen um sich zu wehren.
Entsetzt riss ich die Augen auf und befreite mich aus dem Griff des Mädchens.Ich sprang förmlich vom Boden hoch und brachte einige Meter Abstand zwischen mich und das Mädchen bei dem ich mir nciht mehr sicher war ob es wirklich ein Mädchen war.
Meine Hände zitterten leicht und als ich dann meinen Stab manifestierte zitterte auch dieser.
Ich ließ das Wesen nicht aus den Augen."Was bist du?",fragte ich,im Flüsterton.
Auf den Lippen der mädchenartigen Kreatur bildete sich ein schiefes Grinsen.
Ihr rechtes Bein bewegte sich nach vorne,dann ihr linkes und ehe sie es noch näher zu mir schaffte hatte ich schon meinen Stab in den Boden gerammt und mein Special benutzt.Die Mauer aus Luft riss das Mädchen von den Füßen und ich sah wie einige Dinge,darunter Fläschchen gefüllt mit seltsamen Flüssigkeiten, aus ihrem Rucksack kullerten.
Die Kreatur würdigte dem keinen Blick und kam direkt wieder auf die Beine und auf mich zu.
Ich wich einige weitere Schritte zurück.
DAS INTERNET IST FÜR UNS ALLE NEULAND
Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
von Lisa2604 am 12.04.2022 11:57Rückblick zum Morgen des ersten Tages
"Scheiße."
Um genau zu sein schaffte ich nicht Mal einen einzigen Schritt und brach sofort wieder zusammen. Frustriert stiegen mir Tränen in die Augen.
Ich hatte keine Kontrolle mehr über meine Arme und Beine und die Schmerzen wurden unerträglich stark.
Ich war dem Monster nun voll und ganz ausgeliefert.
Ich wachte plötzlich in einem muffigen Raum auf.
Während dem Flug musste ich mehrere Male vom Besen gefallen sein denn mein Körper war mit Wunden und blauen Flecken übersäht. Das Monster schien nach etwas zu suchen. Ich durchwühlte jegliche Schubladen in diesem Zimmer. War das ein Keller?
Wahrscheinlich dachten sie darüber nach, warum sich ein kleines, verletztes Mädchen in einem dunklen Keller aufhielt und nicht draußen nach Hilfe suchte.
Ich müsste mit eigener Kraft gegen das Monster ankommen- dieses Monster ist sehr stark und wenn ich Glück habe kann ich vielleicht ein paar Wörter sagen, also sehr unwahrscheinlich- oder sie müssen mir denk Trank aus meinem Rucksack geben.
Was auch immer.
Ich sollte erstmal abwarten. Vielleicht waren die beiden doch erfahrener als ich oder kannten sich besser mit Monstern aus.

Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
von TIbia am 11.04.2022 23:46Ich suchte noch eine Weile wahllos nach irgendwelchen suspekt aussehenden Gegenständen, ehe ich einen Blick durch die Glastür aus dem Schreibwarenladen warf, und durch die ebenfalls verglasten Dächer der Shoppingmall erkennen kann, dass es schon dämmerte und sich der in der Farbe dunkelrot getunkte Himmel womöglich bald in ein schwarzes Loch verwandeln würde, welches uns alles Licht nehme, das wir jedoch vorallem für den Weg zurück dringend benötigten.
Ich schluckte und sah mich um. Waren Mamiko und Randomy in der Nähe? Es war verdächtig still in dem Geschäft, das Einzige Geräusch das zu hören war das Geräusch von Schritten, das sich aber im nächsten Moment überschlug und dann verstummte.
Eine ganze Minute wagte ich mich nicht von der Stelle zu bewegen, wartend darauf, dass die Schritte wieder die unbehagliche Stille füllen würden, die mich umgab.
Wäre ich alleine gewesen, wäre sie überhaupt nicht unbehaglich, nein nein. Wäre ich alleine, hätte ich diese Stille womöglich als angenehm vernommen, und sie entweder mit Worten zu mir selbst gefüllt oder mit einer Melodie, die mir eben mal so durch den Kopf ging.
Aber die Ruhe, die alles in sich zu verschlucken drohte, wirkte angesichts des Faktes dass ich nicht auf mich allein gestellt, sondern in Begleitung zwei weiterer Personen gekommen war, unheimlich, und verursachte bei mir Herzklopfen vor Aufregung. Oder war es etwa Angst?
Die Frage wusste ich mir in dem Moment nicht zu beantworten, also versuchte ich das bedrückende Gefühl das mir in der Kehle steckte einfach hinunterzuschlucken, wie ich es immer zu tun gefplegt hatte, und ballte meine Hände zu Fäusten sowie biss die Zähne zusammen.
Ich durfte jetzt keine Angst haben! Zwar hatte ich überhaupt keine Ahnung was hier gerade los war, wieso ich keine Schritte oder Stimmen mehr hören konnte, aber irgendetwas schien nicht zu stimmen. Angst zu haben konnte ich mir nun wirklich leisten. Jedenfalls nicht in diesem Moment.
Nocheinmal atmete ich tief durch, und begann den Laden nach meinen Freunden abzusuchen.
Ziemlich groß war er ja nicht, also sollte das kein Problem sein die beiden zu finden.
Außer natürlich...
Ein bestimmer Gedanke schoss mir plötzlich durch den Kopf, ein Gedanke, der in unserer jetzigen Situation nur allzu realistisch schien, ein Gedanke, den ich am liebsten gepackt und erstickt hätte.
Ein Gedanke, der bei mir unglaubliche Panik auslöste.
Ich schluckte schwer, die hinuntergedrückte Angst war wieder hochgekommen, sie steckte mir in den Knien, in den Armen, sogar im Mund, sie behinderte meine Sicht durch eine heiße, salzige Flüssigkeit, mein ganzer Körper schien sich dagegen zu wehren einen weiteren Schritt nach vorne zu treten, meine Knie begannen zu zittern, mein Herz raste, mein Atem beschleunigte sich, die Welt fing sich an zu drehen und...
Außer natürlich ihnen ist etwas zugestoßen.
Ich versuchte tief ein und auszuatmen, wieder Halt zu bekommen.
Mit einer schnellen Handbewegung wischte ich mir die Tränen von der Wange.
,,Quatsch.'', redete ich mir leise zu, ,,ihnen kann nichts zugestoßen sein, wenn es so wäre dann hätte ich doch sicher etwas gehört. Sowas passiert ja nicht komplett lautlos.''
Und selbst wenn unwahrscheinlicherweise etwas passiert wäre, meine Schuld wäre es nicht gewesen.
Ja, ich hatte alle aufgeteilt, aber es wäre nicht meine Schuld gewesen wenn ihnen etwas zugestoßen wäre.
Es wäre bestimmt nicht meine Schuld gewesen, oder?
Manchmal kann man einfach nicht auf alles aufpassen.
Es wäre sicherlich nicht meine Schuld gewesen.
Und wäre es das, dann hätte ich sowieso alles wieder gutgemacht.
Aber falls den beiden so etwas passiert war, konnte ich so etwas wieder gut machen?
Hätte ich logischer überlegen, alle Gefahren in Betracht ziehen müssen, bevor ich die Untersuchung angeordnet hatte? Das nächste mal sollten wir besser zusammenbleiben...
War doch alles meine Schuld?
Wenn die beiden verletzt waren, war ich dann daran Schuld?
Aber war die wichtigste Frage denn nicht.. waren sie überhaupt verletzt worden?
Erst ganze fünf Minuten später realisierte ich wie viel Zeit es mir eigentlich gekostet hatte, in aller Seelenruhe mitten in einem nichtsbedeutenden Schreibwarengeschäft zu stehen und darüber zu phantasieren, was wohl mit meinen leisen Mitstreitern passiert sein könnte, obwohl ich mir nichteinmal sicher war, ob ihnen überhaupt etwas zugestoßen war.
Was für eine sinnlose Zeitverschwendung.
Entnervt seufzte ich tief und begann meine Suche so leise wie möglich fortzusetzen. Eventuell hätte ich ihren Namen rufen oder so laut auftreten können wie es mir lieb war, allerdings befanden wir uns immer noch in einer seltsamen, wenn nicht sogar gefährlichen Situation, und sollte uns hier irgendetwas auflauern, würde es wohl besser sein nicht allzu viel Aufsehen zu erregen, obwohl ich mir ziemlich sicher war, dass allein schon unser Eintreten so einige fremde Aufmerksamkeiten auf uns gelenkt hätte.
Aber man konnte nie sicher sein.
Vielleicht waren Randomy und Mamiko ja nur so still, weil sie etwas entdeckt hatten, und deshalb nur ungern viel Lärm erzeugen wollten.
Da wäre ich ihnen mit Geschrei nur wenig Hilfe.
Vorsichtig schlich ich in den mit Regalen vollgepackten Gängen herum, weiterhin nach Hinweisen suchend.
Aber natürlich war ich nicht ziemlich erfolgreich.
Ob die anderen sich schon Sorgen machten? Ihre Suche beendet hatten? Miu und Selo aus dem Krankenhaus zurückgekommen waren?
Nocheinmal warf ich einen Blick aus dem Fenster.
Das Dunkelrot verfärbte sich immer mehr zu der leeren Schwärze die ich so sehr fürchtete, die Sonne würde bald ganz verschwunden sein.. ich musste mich beeilen!
Ich beschleunigte meine Schritte und zwängte mich hastig durch die eng aneinander gestellten Regale. Der Laden war tatsächlich nicht übermäßig groß, aber wem auch immer die Idee kam ihn mithilfer der ganzen Regale zu einem einzigen Labyrinth zu machen, dem sollte mal eine verpasst werden.
In meinem Groll über die Planung des Ladens versunken, bemerkte ich anfangs gar nicht, dass ich fast an einer am Boden sitzende Person vorbeigegangen wäre, die sich bei genauerem Hinsehen schließlich als Randomy entpuppte.
Erleichtert atmete ich aus und konnte wahrlich spüren, wie mir sogleich ein Stein von Herzen fiel.
Randomy schien auf den ersten Blick unversehrt, auch wenn ich es mir nicht erklären konnte, wieso sie am Boden hockte.
Ich ging einige Schritte auf sie zu und begrüßte sie.
,,Hey, Randomy!''
...
.......
..........
Doch niemand reagierte. Kein Wort, kein Blick, keine Bewegung wollte mir zeigen, dass meine Worte vernommen worden waren.
Ich runzelte die Stirn und wedelte mit dem Arm vor den Augen des Teufelskinds.
,,He, Randomy? Alles klar bei dir?'', versuchte ich es erneut, doch das Resultat blieb das Selbe.
Nichts.
Schließlich neigte ich meinen Kopf schräg, und versuchte einen Blick auf die Augen meiner Mitstreiterin zu erhaschen.
Wie ich mir dachte sah sie nicht wirklich so aus, als wäre sie vollkommen bei sich.
Ihre Augen waren vernebelt und sie schien, als wäre sie in einer anderen Welt versunken, eine Welt, die ihre ganz eigene war.
,,Erde an Randomy, Erde an Randomy...huhu!'', probierte ich es erneut, und gestikulierte wie wild vor ihrem Gesicht.
Als sie selbst darauf nicht reagierte, packte ich sie an ihren Schultern und schüttelte sie sanft hin und her, bis sie endlich anfing zu blinzeln und mich zuerst alamiert, dann jedoch beruhigt ansieht, als hätte sie gedacht, ich sei jemand Fremdes, der ihr etwas Böses tun wollte.
Gut, übel nehmen konnte ich es ihr nicht.
„Ich hab dich schon dreimal angesprochen, was ist denn los? Hat dich irgendwas angegriffen?'', fragte ich hastig nach, wenn auch vielleicht zu hastig.. Menschen, die gerade eben in ihre eigenen Gedanken versunken waren, sollte man vielleicht zuallererst wieder zur Realität zurückfinden lassen, bevor man sie mit allem möglichen konfrontierte.
Randomy starrte mir nur ratlos in die Augen, und da wusste ich, dass es keinen Sinn hatte, sie weiter versuchen darüber auszuquetschen. Später konnte ich sie ja fragen, was mit ihr los gewesen war.
„Hast du irgendwas gefunden?", erkundigte ich mich dann, nachdem ich Randomy hochgezogen hatte, schließlich war es das, wozu wir hergekommen waren. Um zu erkunden.
„Nur...diese...Blöcke...mir geht's gut...", brachte das Teufelskind schließlich heraus, und ich begann diese zu untersuchen, vielleicht auch nur um Randomy kurz Zeit zu geben sich von dem schnellen Übergang zu erholen.
Schließlich trudelte zu meinem Glück auch Mamiko unversehrt bei uns ein, und wir drei waren wieder komplett.
Freudig begrüßte ich sie, allerdings sah auch sie ziemlich in Gedanken versunken aus, und ihr Gesicht glich einer weißen Wand, als hätte sie einen Geist oder sonstiges gesehen.
Ich biss mir auf die Unterlippe. Was war denn nur los mit den beiden?
Als wir den Laden betreten hatten, wirkten sie noch ganz normal. Oder bildete ich mir das nur ein, und eigentlich verhielten sie sich schon ständig so?
Vielleicht war es ja eine normale Verhaltensweise für die beiden, ich konnte das eigentlich gar nicht beurteilen, schließlich kannten wir uns gerade mal ein paar Stunden..
auch wenn es mir bereits vorkam wie mehrere Tage..
Es erschien mir ziemlich lange her zu sein, seitdem ich Sploon verflucht hatte und den kaputten Controller in meinen Iteminventar gelegt hatte, um ihn reparieren zu lassen.
Wer hätte gedacht dass eine einfache, ungeplante Controllerreperatur mich in einen Kampf mit einem Nosic, und in ein Treffen mit so außergewöhnlichen Personen verwickeln würde?
Innerlich schüttelte ich den Kopf. Es hatte keinen Sinn, sich jetzt darüber Gedanken zu machen, ersteinmal mussten wir so schnell es ging wieder zurück zu Eno und den anderen finden, bevor es komplett dunkel werden würde. Noch konnte man mit guter Sehkraft alles erkennen, allerdings hatten wir noch keine Ressourcen gefunden, wie Eno uns aufgetragen hatte.
Jedenfalls keine nützlichen. Ich wüsste kaum was wir in der Situation in der wir uns jetzt befanden mit Stiften und Papier anfangen würden. Höchstens könnten wir darauf alle zusammen Tic Tac Toe spielen, aber ich konnte mir in erster Linie gar nicht vorstellen, dass so ein sorgloses Spiel mit unserer Gruppe von acht Leuten überhaupt zu Stande käme..
Nachdem sich auch Randomy, die etwas zurückgeblieben war, zu mir und Mamiko dazugesellt hatte, räusperte ich mich, begann einen Vorschlag in unsere kleine, dreiköpfige Runde zu werfen:,,Ihr habt es vielleicht auch schon gemerkt, aber draußen scheint es schon bald stockdunkel zu sein.. um keine Zeit zu verlieren, würde ich sagen, dass wir, falls ihr einen Fund gemacht habt, ihn bei den anderen alle zusammen besprechen, anstatt hier zu dritt. Eno hat uns gebeten wichtige Ressourcen zu besorgen, und bevor der Himmel vollkommen schwarz wird, würde ich vorschlagen, dass wir noch schnell in den Supermarkt eilen und dort ein paar fertig gepackte Sandwiches mitnehmen, was auch immer wir finden. Wie hört sich das für euch an? Wenn ihr sofort wieder umkehren wollt hab ich natürlich kein Problem damit.''
Nachdem ich geendet hatte blickte ich meinen beiden Anhängern in die Augen, in dem Versuch, zu erkennen, was sich gerade in ihnen drinnen abspielte.
Aber ihre Gesichtsausdrücke waren für mich genauso wie ein chinesisches Buch - unlesbar.

ATUA
Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
von Apocalyptic_Apostle_Nika am 11.04.2022 15:28
Nur für einen Wimpernschlag, das konnte Huxley schwören, sah sie sein Gesicht zucken, beinahe in Verzweiflung. Wie ein Tier, welches den Ernst seiner misslichen Lage verstand. Doch schnell verschwand diese ehrliche Miene und er setzte sich erneut auf den Blumenkübel. „Ich bin ein Feigling. Na und?", hauchte es durch die Nacht und zerbröselte letztlich über den einst lebenden Blumen. Ihre Augen lösten sich nicht voneinander. Man könnte meinen, es wäre die Geburt der Menschheit, jedoch starb die Menschheit schon lange in Huxley. Feigling.
„Du sollst die Wahrheit wissen, und sie soll dein Blut kochen lassen.", begannen ihre Worte durch die Leere zu laufen, „Du antwortest lediglich auf meine Worte, um der Wahrheit zu entgehen. Würdest du es annehmen, würdest du besiegeln, dass du für uns alle nutzlos bist.". Sie ließ die Jahre ziehen, und von dem roten Meer verschluckt werden. Ihre Augen wurden Richtung Himmel gezogen. Sie fragte sich, ob er gerade weinte und es hinter der Fassade der Dunkelheit versteckte. „Kein Gott sieht dich wert, dich mit dem Blitz zu treffen, Deshalb bist du hier, nicht wahr?", sie fragte sich, ob alle Sterne gestorben seien, „Ein Narr hat keine Freude am Verstehen, sondern nur am Äußern seiner Meinung. Ich frage mich, war es Gott, der dich mit der Sünde des Narren traf, oder hegst du dies seit Geburt an in deinem Innersten?". Fünf Tage zogen. „Ich sehe, du bist immer noch ein Mensch, der sich mit den Loben der Götter ziert und sich selbst heiligt.", sie erblickte ihn, sein Antlitz keine Emotion ihrerseits verdienend, „Und deshalb wird dich niemand vermissen."

Ihr Körper wandte sich ab, ihr Auge ihn keinen Blick mehr schenkend. Sie musste seine Last nicht tragen, sie hat die Mängel der Menschen vor Jahren überwunden und bezweckte nun größeres Glück, als was eine menschliche Seele verstehen kann. Möge die Leere Gnade mit ihm habe, so wie er Angst vor der Wahrheit, welche ihm offenbart wurde, hatte. Huxley hatte keine Gnade mehr übrig, und sie muss Idiotie nicht dulden. Mögen ihr die Fernseher den Weg zeigen, wie sie es vor drei Monaten noch tat. Ihre Beine bewegten sich Richtung WcDonalds.
Möge sie das Leid dort beenden, wo es anfing.
Exorcizamus te, omnis immunde spiritus
Omni satanica potestas
In nomini Jesu Christi
Vade retro Satana
Nunquam suade mihi vana
Sunt mala quae libras, ipse venena bibas
In nomini Jesu Christi
eno ikari´s nervous breakdown pt.2 (hard)
von David am 11.04.2022 13:52「Wer zugibt, dass er feige ist,
hat Mut.」
Vielleicht hatte sie Recht...
„Ich bin ein Feigling.", sprach ich ihr nach, während ich mich zurück auf den Blumenkübel setzte, „Na und?"
Ich sah sie herausfordernd an und obwohl ich nun nicht mehr höher stand, fühlte ich mich dennoch ihr überlegen.
Eine Person, die herumgeht und andere als feige bezeichnet, kann nur ein wahrer Feigling sein.
Das Spiel war für mich noch nicht vorbei.
Nicht, dass ich für einen Moment gedacht hatte, es würde hier und jetzt enden, ich würde fallen. Das hatte ich nie gedacht.
Ich würde meine Energie nicht auf die Götterfigur verschwenden. Sitzen bleiben.
Kontrolliere es.
Bekämpfe es, oder akzeptiere es, wissend, dass du nichts anderes tun kannst als sitzen zu bleiben und zu warten, bis die anderen zurückkehren.
Fürchte es, oder kontrolliere es.
Ich fürchte mich nicht.
Ich fürchte mich nur immer.
Aber ansonsten fürchte ich mich nicht.
Kontrolliere es.
Ich bleibe sitzen.



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