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Past // Amary & Feder
von Feder am 04.09.2019 21:15Cassia
Ich holte mein Handy aus meiner Hosentasche und kam nun endlich dazu meiner Tante zu antworten, auch wenn es keine wichtige Nachricht war. Ich packte mein Handy danach also wieder weg und wollte mich eigentlich auf den Weg konzentrieren, doch bemerkte ich zu spät, dass ich halb auf der Straße stand und ein Auto auf mich zukam. Zuerst blieb ich geschockt stehen, doch dann reagierte ich noch rechtzeitig und sprang zurück auf den Gehweg. Das Auto hupte trotz allem noch und ich konnte ihm nur nachschauen, noch immer geschockt. ,,Nie wieder Handy und laufen", schwor ich mir selbst und atmete tief durch. Ich machte mich auf den restlichen Weg nach Hause, passte diesmal jedoch besonders gut auf. Daheim angekommen zog ich mir sofort etwas bequemeres an und schmiss mich auf das Sofa, um etwas anzuschauen, doch wurde mein Plan durch meine Freundin gestört. Sie wollte sich mit mir treffen. Da ich keine Lust hatte mich erneut umzuziehen blieb ich in der Jogginghose und dem Shirt, zog mir meine Schuhe an und verließ so also erneut das Haus, diesmal jedoch mit meinem Geld. Wir trafen uns in der Stadt und beschlossen zu Starbucks zu gehen, etwas zu trinken, uns hinzusetzen und einfach nur ein bisschen reden. Und um ehrlich zu sein tat mir das gut, denn die letzte Woche hatte ich gelernt und meine Freunde vernachlässigt. So also fand ich es toll mich mit ihr unterhalten zu können und nebenher einen leckeren Milkshake zu trinken.
~Winter is coming~
Re: TMNT RPG mit Mila-Grosa und mir ;)
von -TMNT-04 am 04.09.2019 21:09Raph
,,Nein, nein, was ich meine ist eine schwarze Linse aus Plastik fast so groß wie eine Mandarine." ,,Okay..." Sie nickte, aber ihr Gesicht sah immer noch wie ein großes Fragezeichen aus. Ups. Offenbar hatte sie keine Ahnung, was eine Mandarine war. ,,Äh, eine Mandarine ist eine Frucht, die hier auf der Erde wächst. Sie ist ungefähr so groß wie meine Faust und orange."
Shiori
,,Ja? Das ist... erfreulich zu hören." Was sollte ich auch sonst darauf antworten? Ich musste unbedingt mal wieder eine einsame Nacht in unserer Bibliothek verbringen und mir einen breiter gefächerten Wortschatz aneignen. Bei diesen Sterblichen wäre das zwar eigentlich nicht nötig, aber ich tat gerne was für meine Bildung. Vor allem jetzt würde es von Nöten sein, wo ich doch feststellen musste, dass mich seine Anwesenheit zugegebenermaßen immer mehr... verwirrte. Mit einer Kralle deutete ich auf seinen Baum, mehr aber auf die verwelkten und kahlen Stellen. ,,Diese Entwicklung da solltest du dir aber gründlich überdenken. Aus deiner Reaktion zu schließen steht es mir nicht zu, dich äber deine Vergangenheit auszufragen, was ich auch akzeptiere. Aber ich habe gesehen, dass du bereits sehr viele schlimme Dinge getan hast. Und dass du nun für diesen Shredder arbeitest trägt auch nicht wirklich zu deiner Genesung bei."
,,Mag sein...", erwiderte er, abwesend, so als würde er nachdenken. Dann verhärtete sich sein Blick. ,,Aber darüber zerbreche ich mir den Kopf, wenn wir unsere Feinde ausgelöscht haben. Und zwar ein für alle mal!" Ich zuckte nur mit den Schultern. Wenn ihm noch so viel Zeit blieb. Aber es war seine Entscheidung. Darauf konnte ich keinen Einfluss nehmen.
Schweigend gingen wir den Trampelpfad wieder zurück. Die Grillen in den Gräsern begannen ein lautstarkes Konzert, in welches eine kleine Nachtigall miteinstimmte. Ich biss mir auf die Lippe. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, mich nicht für diesen Menschen zu interessieren. Das tat ich sonst nämlich nie. Aber diese eine Frage brannte mir förmlich auf der Zunge.
,,Eines möchte ich gerne von dir wissen, Arihyoshi Takeshi", begann ich, ,,wie kommt es, dass du die ganze Zeit so... naja, mehr oder weniger gelassen bist. Ich meine, ich habe dir den Ort gezeigt, an dem sich Leben und Tod die Hand geben. Ich habe dich in einen Garten geführt, in dem jeder Mensch der Welt eine Pflanze hat, die sein sterbliches Leben repräsentiert. Und du hast die reisenden Seelen verstorbener Menschen auf den Weg ins Jenseits beobachten können. Wieso... bist du dann... so wie du bist?" Er lachte. ,,Glaube mir, Kleine: ich habe schon ganz andere Sachen gesehen wie hier."
,,Oh wirklich... zum Beispiel?"
Re: TMNT RPG mit Mila-Grosa und mir ;)
von -TMNT-04 am 04.09.2019 21:08Raph
,,Bestimmt.", pflichtete ihr bei. ,,Als wir hier her zurück gekommen sind hatte unser Vater auch vergessen, wer wir waren. Eine ganz blöde Geschichte, als ihm sein Geist beim Versuch, Kontakt mit uns aufzunehmen, verlassen hatte und ihn dann verändert hat. Aber seine Erinnerungen an uns ist auch wieder gekommen. Vielleicht brauchst du einfach noch ein wenig Zeit.
Shiori
,,Natürlich klappt es. Meine Kräfte sind stark genug, uns beide zu tragen. Zumindest bis hier her.", erwiderte ich und blieb stehen. Wir befanden uns jetzt auf der Mitte des Teiches, direkt über den tiefsten und dunkelsten Punkt. Kaum standen wir dort, erhoben sich dünne Wassersäulen, die sich über unsere Füße nach oben bewegten und begannen, uns einzuhüllen. ,,Was passiert jetzt?"
,,Wir gehen auf die andere Seite.", erklärte ich ruhig. ,,Dort zeige ich dir den Höhepunkt unserer Sightseen-Tour." Das Wasser umschloss uns wie ein Cocon und zog uns dann nach unten hinab. Es fühlte sich unangenehm kalt an, aber dafür war es relativ schnell vorbei. Viel außer der einengenden Schwärze des Wassers sah man nicht, aber dafür hatten wir bald wieder festen Boden unter den Füßen. Das Wasser um uns herum floss ab in Richtung der vier Wände, schwappte an ihnen hinauf und versicherte an der Decke, die sich wie die Bücherei auch ins gähnende Nichts erstreckte. Und wir standen vollkommen trocken inmitten der darunter liegenden Katakomben. Ich atmete tief ein. Hier unten war ich immer am liebsten. Der Raum wurde von schwachem Fackellicht beleuchtet, in die endlose Decke hinauf erhob sich eine Reihe mächtiger Säulen mit kunstvollen Verzierungen. Drei andere Dinge waren jedoch am auffälligsten: zum einen war es das laute Geräusch von unzähligen tickenden Uhren. Diese befanden sich an der Wand hinter uns. Unzählige Uhren, vom riesigen Ziffernblatt bis hin zur winzig kleinen Taschenuhr. Unmengen davon erhebten sich an der Wand nach oben ins unendlose. Das zweite auffällige befand sich genau gegenüber. Es war eine riesige runde Tür aus Stein und Eisen, die so massiv aussah, dass sie von keiner Gewalt dieser Welt geöffnet werden konnte. Aber das interessanteste befand sich in der Mitte des Raumes auf einer kleinen Empore: eine gewaltige, um sich selbst rotierende Sanduhr mit Millionen winziger Körner in sich drinnen, die sich wie ein aufbrausender Ozean im Inneren hin und her bewegten. ,,Hier wären wir.", erklärte ich und ging einige Schritte nach vorne. Suchend sah ich mich um. ,,Arcta? Bist du hier? Hier ist Shiori. Hakorida Arcta." Keine Antwort. Ich wusste zwar, dass er schwerhörig war, aber normalerweise spürte ich seine Anwesenheit immer sofort. Mein Blick fiel auf die rundliche Tür. ,,Er muss wohl drüben sein."
Ariella
"Ja. Bestimmt!",stimmte ich zu und biss in eine Pizza hinein. Dann sah ich kurz nach hinten in der sich die Zimmer der Jungs befanden. Ich überlegte. Sollte ich mal nach Leo nachsehen? Er hatte irgendwie anders gewirkt als nur müde. Eher bedrückt. Nach langem hin und her beschloss ich einfach doch nach ihm zu sehen. Ich stand auf und nahm ein paar Stücke Pizza. "Ich werde mal zu Leo gehen und ihm von meiner Pizza was geben.",sagte ich und sah runter zu Raph. Dann schmunzelte ich, beugte mich zu ihm runter und küsste ihn auf die Wange. "Dafür dass du dieses Foto mit mir gemacht hast.",sagte ich lobend zu ihm und dann war ich schon weg um am Leo's Zimmertür zu klopfen.
Tiger Claw
Ich sah mich um. "Wer ist denn jetzt Arcta?",fragte ich und merkte wie plötzlich der Boden unter mir begann zu wackeln begann. Ich hatte Mühe im Gleichgewicht zu bleiben und sah mich um. "Was ist das?",rief ich.
Raph
Ich errötete und tastete wie ferngesteuert an meine Wange. Da war es wieder. Dieses seltsame Gefühl, welches ich schon vorhin im Theater gehabt habe. Eine Mischung aus beschleunigten Puls, Herzklopfen und leichte Übelkeit. Auf alle Fälle ein seltsames Gefühl im Magen. Ich versuchte, mich etwas zu beruhigen und lenkte mich mir einem weiteren Bissen von der Pizza ab. Aber so recht gelang mir das nicht. Und ich spürte nach wie vor das Gefühl ihrer Lippen auf meiner Haut.
Shiori
,,Gute Frage.", meinte ich, ebenfalls ein wenig erstaunt. ,,Entweder sind die Seelen wieder in Aufruhr oder Marvin ist aufgewacht. Ich hoffe, Arcta war in den ganzen Jahren nicht zu gutmütig mit ihm. Dieses Vieh hat sonst nur Flausen im Kopf. Oh, äh, Arcta lernst du gleich kennen. Er ist wohl noch nicht fertig, mit seiner Rundfahrt, aber wir können ihm ja ein Stückchen entgegen kommen." Ich ging an der riesigen Sanduhr vorbei auf die Tür zu. Gewaltige Vorschieberiegel, Schlösser und Ketten gaben der Tür aus der Nähe erst so richtig einen einschüchternen Touch. Ich legte meine Pfote in die Mitte. Auf das Zeichen einer großen Blume, die in das Metall eingraviert ist, ließ ich eine kleine Feuerkugel erscheinen. Augenblicklich floss dieses Feuer durch die sanften Äderchen, die von der Blume ausgingen und sich nach außen hin über die ganze Tür erstreckten. Bis hin zum äußersten Rand. Dann öffneten sich die Schlösser, die Ketten lösten sich und die schweren Eisenriegel sprangen knarzend auf. Die Tür erhob sich leise quietschend aus der Verankerung und schwang langsam auf. Wir gingen einen Schritt zurück, um nicht von ihr getroffen werden. Dann starrten wir wiedermal in totale Finsternis, die sich dahinter auftat. Unwillkürlich hielt ich die Luft an. Selbst auf mich hatte der Ort hinter dieser Tür eine besondere Wirkung. Eine Mischung aus Erfurcht und Verlangen. Beides so groß wie das andere. Ein sanfter Luftstoß blies uns entgegen. ,,Ich werde dir jetzt einen Ort zeigen, der weitab von deinen Vorstellungen liegt.", sagte ich mit gesenkter Stimme. ,,Es wird dich abschrecken und gleichzeitig faszinieren. Es könnte dir etwas unbehaglich zumute werden, aber das ist ganz normal. Hier hinter liegt das Herz von uns und unserer Existenz. Unsere wohl wichtigste Aufgabe, die wir jahrtaisendelang treu und gewissenvoll ausgeführt haben." Ich winkte erwartungsvoll: ,,Wollen wir?"
Ariella
Mit einem kleinen zufriedenen Lächeln auf den Lippen ging ich in Richtung Zimmer der Jungs. Bei Leo's Tür blieb ich stehen und zögerte etwas. Dann klopfte ich an seine Tür. "Leo? Kann ich rein kommen? Ich habe Pizza dabei.",sagte ich durch die Tür zu ihm und wartete auf eine Antwort ab. Hinter der Tür hörte ich ein Knarzen, dann Schritte und schließlich ging die Tür auf aus der Leo's Gesicht hervorlugte. Ich lächelte ihn an und hielt die Pizza etwas hoch. "Sicher, komm rein!",bat er mich und öffnete nun ganz die Tür. Dankbar sah ich ihn an und sah mich neugierig um. So sah es hier in seinem Zimmer aus. Es sah wirklich cool aus. Wenn ich mich nicht getäuscht hätte, dann hätte es auch das Zimmer eines normalen Teenager's sein können. "Wow! Du hast ein tolles Zimmer.",sagte ich begeistert und drejte mich zu ihm um.
Tiger Claw
Ich seufzte. "Für Meister Shredder und dafür dass ich so neugierig bin deine Welt kennen zu lernen würde ich alles tun!",sagte ich zu ihr und trat wild entschlossen zu ihr. Ehe wir durch das Tor hindurch Schritten. Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken als uns erneut die Dunkelheit empfing. Aber noch etwas anderes umschloss mein Herz und drohte es zu zerquetschen. Was...was war das bloß? Wieso nur hatte ich es? War das Angst? Furcht? Aber je mehr ich darüber nach dachte so schnell war das Gefühl auch schon wieder weg. Naja...wenigstens war das vorbei. Ich seufzte und fragte mich was mich als nächstes nun erwarten würde.
Leo
Ich war überrascht, dass Ariella so spät noch an meiner Zimmertür klopfte, aber ich konnte ohnehin nicht schlafen. Sie rein zu lassen fiel mir allerdings schwer. Noch immer schwirrte die Erkenntnis über meine Gefühle für sie wie ein Geist in meinem Kopf herum und ich wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte. Oder mit ihr. Sollte ich ihr nicht doch besser aus den Weg gehen? Fürs erste zumindest. Ich meine... Ariella war ein hübsches, freundliches und kluges Mädchen, aber in anbetracht dessen, was zwischen mir und Karai ist (was auch immer das sein sollte) fühlte ich mich in einer gewaltigen Zwickmühle. Ich wusste ja nicht, ob es ihr ähnlich erging wie mir. Bei Karai wusste ich das genauso wenig...
Ich beschloss dann aber, sie herein zu lassen. Sonst wäre es zu seltsam.
,,Danke.", sagte ich dann nur schlicht auf ihre begeisterte Bemerkung zu meinem Zimmer. ,,Ähm... und auch für die Pizza. Aber das... wäre gar nicht nötig gewesen."
Shiori
Millionen Sterne leuchteten. Es war unbeschreiblich schön und ließ mich wie jedesmal vor Ehrfurcht erstaunen. Schwebend, wie die Schritte einer Fee, setzten unsere Zehen auf der glà tten Wasseroberfläche, die die Strahlen der Sterne reflektierten, auf. Es war, als würden wir geradewegs durch das Weltall spazieren. Und doch waren wir nun an einen Ort weit jenseits davon. Wären die Sterne nicht, würden wir in völliger Dunkelheit über dem Ozean der reisenden Seelen wandeln. Mein Kopf drehte sich nach hinten. Ich konnte nicht anders als zu lächeln, als ich sah, wie fasziniert er sich umblickte und erst begreifen musste, dass es kein Traum war, in welchem er sich befand. Auch ich verspürte ein Gefühl des völligen Friedens, wie ich ihn nur hier, inmitten dieser mystischen Pracht, verspüren konnte. Wahrscheinlich war das der Grund, warum es mir so einfach viel, zu lächeln. Und warum mir gefiel, dass er tatsächlich, so wie es seine Lebenspflanze erzählte, einen gewissen Respekt hatte. Ein leises Klingen ließ mich aufhorchen. Und siehe da: vom Sternenlicht beschienen kamen uns kleine, silberne Splitterchen, die von einer sanftend Windböe getragen wurden, entgegen. Ich lachte. Arcta legte hatte schon immer Wert drauf gelegt, an einen solchen Ort angemessen gekleidet zu erscheinen. An SEINEM Ort, wohlgemerkt. Er konnte also nicht weit sein. Von wahrhaftiger Vorfreude gepackte beschleunigte ich meine Schritte und kam den Silbernen Splitter entgegen, die nun auf meiner Höhe auf mich zukamen. Begleitet von ihren windspielartigen Klang. Ich breitete meine Arme ein wenig aus, ließ mich von ihnen einhüllen. Es dauerte nur einen Augenblick, ehe sie mit ihrer sanften Melodie weiterzogen und in der Unendlichkeit verschwanden. Meine Rüstung und mein Hut waren verschwunden, dafür trug ich ein langes, zartblaues und auf meinen Körper abgestimmtes Tüllkleid. Es war schulterfrei, war an den Hüften und am oberen Saum mit künstlichen Blumen und Perlen verziert. Hinzu kam ein elegante, nofretetenartige Kopfbedeckung mit Schleiher und passend zum Kleid. Der Rock fiel mir wie fließendes Wasser über die Beine uñd bewegte sich, gemeinsam mit dem Schleiher, sanft im Wind. ,,Dresscode.", sagte ich nur. ,,Diabolics müssen sich streng dran halten."
Ariella
"Quatsch! Du hattest noch gar nichts gegessen. Und da dachte ich, ich bringe dir was vorbei.",sagte ich zu ihm lächelnd und setzte mich neben ihm. "Aber eine Pizza schmeckt immer am besten, wenn man sie nicht allein isst.",meinte ich.
Tiger Claw
Ungläubig starrte ich Shiori an und schluckte. In diesem Outfit sah sie wirklich unglaublich gut aus. So...so vornehm und dennoch sehr anmutig. "Wow! Du...Du siehst wunderschön aus.",stieß ich hervor und merkte ich wie ich rot wurde als ich merkte was ich gesagt hatte. Verdammt! Was war dass denn je einmal? Neugierig sah ich zu mir runter ob sich meine Kleidung verändert hatte. Doch zu meiner Enttäuschung sah ich immer noch so aus. "Tja...meine Kleiderordnung ist wohl so geblieben.",bemerkte ich und kam ihr näher.
Leo
Ich konnte nicht anders als zu lachen. ,,Tatsächlich? Ich war immer der Ansicht, dass sie gerade dann am besten schmeckt. Weil man mehr davon hat." Für einen Moment war es wirklich so wie vorher. Aber dann rief ich mir in Erinnerung, dass es mich nicht kalt ließ. Die Tatsache, dass sie mir jetzt wieder so nahe ist. Ich war froh, dass man mir in dem halbdunklem Licht meines Zimmers meine Nervosität nicht anmerken konnte. Hoffte ich zumindest. Ich musste mich konzentrieren und klar denken. Aber alles, woran ich momentan denken konnte, war die Situation vorhin im Theater. Und dann kam mir plötzlich Raph in den Sinn. ,,Ähm... wie geht es Raph? Er war vorhin irgendwie so... seltsam.", fragte ich sie.
Shiori
Seine Worte hörte ich nicht zum ersten Male, da mir dies sogar schon ziemlich oft gesagt worden ist. Aber als ich sie aus seinem Mund hörte... ich gab dem federleichten Gefühl in dieser unendlichen Leichtigkeit der Sternenpracht die Schuld, aber ich fühlte mich - gewissermaßen - geschmèìchelt. ,,Er meint das ernst", sagte eine Stimme in meinem Kopf, ,,trotz deiner Katzengestalt. Er findet, dass du schön aussiehst."
,,Das gilt auch nicht für Sterbliche.", erwiderte ich dann, zugegeben, deutlich milder als zuvor und ging weiter. Vermied es, ihn anzusehen, nicht dass er womöglich entdeckte, dass ich für seine Worte... Freude empfunden habe. Geringe aber. Sehr geringe! Mit zusammengekniffenen Augen sah ich mich weiter um. Und tatsächlich! Dort hingen sah ich ein kleines Licht. Auf dem Wasser, welches zu uns herüberstrahlte. Keiner der Sterne. ,,Da hinten ist er ja." Zielstrebig setzte ich mich im Bewegung, schnurstracks auf das leicht schaukelnde Scheinen hin. Ich ging gleichauf mit ihm. Und aus Versehen schickte ich ihm ein Lächeln. ,,Sei gespannt. Arcta ist so ziemlich eins von den ältesten Geschöpfen, die es gibt und deswegen vielleicht ein bisschen... gezeichnet. Aber sein Verstand ist klar wie ein Diamant."
Ariella
"Seltsam? Wie meinst du dass denn? Vorhin ging es gut.",sagte ich zu ihm und legte verwirrt den Kopf schief. "Mir ist zumindest nicht auffälliges bei ihm aufgefallen.",fügte ich hinzu und blinzelte noch etwas irritiert. Das Raph was hatte konnte ich mir nicht vorstellen. Auf mich wirkte er als würde er Bäume ausreißen. Aber vielleicht war es bei Leo so ein Ninjainstinkt dass er spüren konnte dass etwas nicht mit seinen Brüdern stimmte. Oder war es eher der Bruderinstinkt?
Tiger Claw
"Ach ja? Dann hoffe ich wirklich dass er mich nicht sofort in einen Frosch verwandelt, wenn er mich neben dir stehen sieht.",hoffte ich. Eigentlich sollte es ein Witz sein. Aber mittlerweile glaubte ich schon an alles was in dieser Welt möglich war. Und wer weiß wie viel Macht dieser Arcta hat.
Leo
,,Oh... dann habe ich... mir das wohl nur eingebildet...", erwiderte ich knapp und nahm einen weiteren Bissen von der Pizza. Sie hatte nichts bemerkt. Ich aber schon. Natürlich könnte es auch sein, dass ich mich täusche, aber mein Instinkt sagt mir etwas anderes. Und ich kannte meinen Bruder. Eine andere Erklärung als die, dass er Gefühle für Ariella hegen musste, würde keinen Sinn ergeben. Und ich wollte ihn bestimmt nicht ins offene Messer laufen lassen. Womöglich wusste er sogar selber noch nicht, was mit ihm los war. Die Frage ist, wie sollte ich damit umgehen?
Shiori
,,Das wäre nicht sein Stil. Also keine Sorge.", beruhigte ich ihn. Leise fügte ich hinzu: ,,Ich hoffe nur dass wenigstens er mich erkennt." Die Quelle des Lichtes entpuppte sich als kleines Fischerboot, einer Nussschale mit zwei krummen Rudern aus Holz. Die Laterne, von wo aus das Licht herkam, hing an einem langen, gebogenen Haken und bewegte sich im Rhytmus des schaukelnden Bootes sanft mit. Es war tatsächlich Arcta, der darin saß, allerdings mit dem Rücken zu uns. Zuerst fragte ich mich, ob er über die Jahre geschrumpft sei, bis mir einfiel dass ich es war, die bei meiner Mutatiòn gewachsen bin. Einen halben Meter vor dem Boot kam ich zum Stillstand, strich meinen Rock glatt und ging ein wenig in die Knie. ,,Arcta..." Abrupt hob er seinen kurzen, aber überaus knochigen Arm und ich verstummte wieder. ,,Khan Shiori. Du bist es tatsächlich... Ich kann genau spüren, dass du es bist, mein Goldkehlchen." Seine Stimme klang alt, rau, aber besonnen. Er hielt inne. ,,Auch wenn du dich... in gewissen Hinsichten geändert hast." Wie charmant, dass er mich daran gleich wieder erinnerte. ,,Wir waren lange weg, Arcta. Aber nun sind wir kurz davor, zurück zu kommen und unseren Anteil an dieser Welt zurück zu fordern." Er nickte und drehte sich ganz langsam um. Sein Gesicht warf tiefe Falten und war zerfurcht, seine Augen erstrahlten aber nach wie vor in demselben Glanz wie früher. Kurz fasste er sich an eines seiner langen, verschrumpelten Ohren und sah zu seinen Füßen. ,,Ich weiß. Ich habe es immer kommen sehen. Dass du irgendwann wieder durch diese Tür trittst und das weiter machst, was ihr schon seit je her macht."
,,Ich habe auch einen Gast hier bei mir." Ich deutete auf den Tiger. ,,Er war interessiert daran, Einblicke in unsere Welt zu verschaffen. Deswegen habe ich ihn hier her mitgebracht."
,,Ah ja..." Mehr sagte Arcta nicht, sah ihn nur an, obwohl seine Augen geschlossen blieben. Ich spürte einen fragenden Blick auf mir ruhen. Schnell legte ich meinen Finger an die Lippen. ,,Nicht sprechen.", flüsterte ich, ,,er ließt nur."
Ariella Tularyn
Ich schloss die Augen seufzte dann genüsslich, nachdem ich mir ein weiteres Stück Pizza gönne. "Hach, die Erde ist so voller Wunder. Sie hat immer eine Überraschung auf Lager.",sagte ich und lehnte entspann an ihm. Leo sah kurz überrascht drein aus. Doch ich sah zu ihm und lächelte mit leicht geröteten Wangen an. "Ich liebe eure Welt immer mehr!",fügte ich dann hinzu
Tiger Claw
Stumm nickte ich und ließ einfach zu. Komisch kam ich mir dennoch vor. Arcta starrte mich einfach so an, fast als würde er eine Leibesvisitation durchführen. Nur quasi mit den Augen. Dich blickte einfach stur gerade aus und ließ nichts an mir merken. Sollte er dich bloß machen was er will! Vor ihm hatte ich keine Angst.
Leo
Die Distanz zwischen uns verringerte sich nun noch mehr und es wurde zunehmend schwieg für mich, dass durch ansteigende Klopfen meines Herzens zu ignorieren, als sie an meiner Schulter lehnte. Aber ich konnte nicht wirklich dagegen ankämpfen. Es war... einfach überwältigend, wie sie sich für so einfache Dinge begeistern konnte. Für einfache Dinge wie ein traditionelles italienisches Teiggericht mit Schinken, Salami, Pilzen, Soße und sehr viel Käse. Und das mit soviel Leidenschaft. Es war... hinreißend. Ich musste Lächeln und blickte auf sie herab. ,,Die Welt ist ehrlich gesagt nicht so toll, Ariella.", antwortete ich dann. ,,Überall Lug, Betrug und Verbechen ohne Ende. Aber hin und wieder etwas gutes kann man ihr vielleicht abgewinnen."
Shiori
,,Ja, jetzt sehe ich es. Natürlich.", rief Arcta nach einigen schweisamen Sekunden aus und öffnete die Augen. ,,Ich habe schon von dir gehört und kenne deine Geschichten, Arihyoshi Takeshi. Viele Seelen, die mir deinen Namen genannt haben, sind hier schon vorbei gekommen und haben mich nach dem 'warum' gefragt. Warum sie schon so früh gehen mussten..."
Takeshi. Das war also sein Vorname. Sein richtiger Name.
,,Lass uns davon nicht anfangen, Arcta.", bat ich ihn. ,,Ich möchte wissen, wie es dir ergangen ist." Er seufzte schwerfällig und winkte ab. ,,Wie es eben geht, Shiori-chan. Aber ich bin eben auch nicht mehr der Jüngste. Viele Millionen Seelen befinden sich dort draußen im Dunkeln, unfähig, selber den Weg in die Ewigkeit zu finden. Und ich kann mich in meiner alten Nussschale auch nicht allen annehmen." Er schüttelte den Kopf, sah mich dann aber eindringlich an. ,,Ganz gleich, was die Menschen euch angetan haben und wie sehr du sie verachtest: die, die in den Booten sitzen, müssen auf die andere Seite gebracht werden. Es wird also allmählich Zeit, wieder Licht ins Dunkle zu bringen." Ich presste die Lippen fest aufeinander. Im Grunde stimmte es, was er sagte. Dennoch war mir das Schicksal der Menschen, deren Seelen nach ihrem Tod in dieser Passage festhängten und ruhelos blieben, kein sonderlich vorrangiges Anliegen. Aber es war meine Aufgabe. ,,Ich verstehe.", nickte ich und erhob mich ein wenig. ,,Dann... erleuchten wir den Seelen eben ihren dunklen Pfad!"
Ariella
"Und dennoch fasziniert mich die Erde!",erwiderte ich. "Ich hatte schon, soweit ich noch weiß, die Erde von meinem Zuhause bewundert. All die Farben, all die wundersamen Dinge die ich noch gesehen habe. Das ist alles so aufregend und neu für mich und ich will alles über sie erfahren.",schwärmte ich vor mich hin und meine violetten Augen leuchteten dabei. Erst als ich merkte dass Leo mich beobachtete errötete ich etwas und meinte dann etwas verlegen: "Oje, das ist mir jetzt peinlich. Ich Schwärme dir von deinem Heimatplaneten und du fragst dich bestimmst: "Okay, ist die so verrückt oder Was?"" Ich kicherte verlegen und rieb mir am Hinterkopf. "Sorry, wenn ich jetzt ein bisschen peinlich bin.",sagte ich und stand auf. "Vielleicht sollte ich doch besser gehen.",sagte ich und ging zur Tür. Die Hand lag schon auf dem Türknauf, als sich zwei Arme um meine Taille sich legten und nich festhielten. Ich musste mich gar nicht umdrehen um zu erkennen dass es Leo's starker Griff war. "Ari-chan, warte noch!",flüsterte er mir ins Ohr. Ich errötete als ich diesen Spitznamen hörte. Es klang...wie Musik in meinen Ohren.
Tiger Claw
"Den Seelen ihren dunklen Pfad erleuchten?",fragte ich etwas verwirrt. "So in der Art den Seelen ins Jenseits zu befördern?",fragte ich schließich neugierig
Leo
Es war... wie ein Reflex, ohne dass ich es richtig wahrnahm. Als ich aber merkte, dass ich sie noch immer festhielt, zog ich meine Hände vorsichtig zurück. Als Ariella aufstehen uns gehen wollte, war die Wärme, mit der sie hier hereingekommen war im Begriff, zu verschwinden. Und... irgendwie... wollte ich das noch nicht so ganz... sie drehte sich zu mir um. Stand genau vor mir, ihr schönes Gesicht so nahe. Ich musste schlucken. Was sollte ich jetzt sagen, ohne dass es peinlich wurde? Immerhin... hatte ich sie gerade Ari-chan genannt... ,,Ich... ich...", stammelte ich, unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen. ,,W-wollte dir nur sagen, dass... dass du dir wegen nichts Vorwürfe machen brauchst. Und... Dass es schön ist... dass du hier bist..."
Raph
Mir fiel auf, dass Ariella lange bei Leo war. Ich kam mir idiotisch und kindisch vor, dass ich darüber nachdachte und es mich... irgendwie sogar störte. Das steigerte sich, als ich aufstand, mit der Absicht, den inzwischen leergefutterten Pizzakarton im Küchenmüll zu entsorgen, dabei aber direkt unsere Schlafräume ansteuerte. Vor Leos blieb ich stehen. Ich hörte die beiden sprechen, konnte aber nichts richtig hören. Also schlich näher zur Tür heran und spitzte die Ohren. ,,Du bist wirklich ein Vollìdiot, Raphael!", schimpfte ich gedanklich mit mir selber. Aber nach dem, was vorher im Theater abgegangen war konnte ich nicht anders als zu hören, über was sich die beiden unterhielten.
Shiori
,,Ja.", nickte ich. ,,Das ist es, was wir hier taten, bevor wir in den Untergrund verbannt wurden. Ich habe dir den Garten mit den Seelenblumen gezeigt. Wann immer ein Mensch stirbt, verwelkt das Gewächs und die Seele verlässt seine Hüllen, in Forme eines winzigen Sandkornes. Danach fliegt es weiter in die riesige Sanduhr, die wir im Vorraum von dem hier gesehen haben. Dort wird entschieden, ob das Korn weiter darf, in die Passage kurz vor dem Jenseits, oder ob es in die Schluchten der Hölle hinabgeschickt wird um fort sein Dasein zu fristen. Die Menschen, die es bis in die Passage geschafft haben, landen hier." Symbolisch breitete ich meine Arme aus. ,,Hier in der Unendlichkeit der Dunkelheit und Sterne warten sie darauf, bis sie das Licht - mein Feuer - endlich ins Jenseits geleiten können."
,,Und dieses Warten hat nun ein Ende." Arcta erhob sich ein wenig und stellte sich trotz des wankenden Bootes kerzengerade hin, wobei sein dicklicher Bauch nur noch besser zur Geltung kam. Der Altelf nickte mir zu. ,,Es wird Zeit, Shiori. Bitte. Wenn du es nicht für die Menschen tust, dann wenigstens für mich. Ich möchte endlich zurück zu Tsurutsuru und mir meinen wohlverdienten Tee genehmigen." Ich grinste. ,,Für dich, mein lieber Arcta, würde ich nochmal in die Gletscher der Eisgefängnisse hinabsteigen. Also gut! Ich werde die Seelen geleiten."
,,Hab Dank, meine Liebe. Du weißt, es ist gleich dahinten." Er deutete auf eine schwarze Fläche auf dem Wasser, welche die Sternenpracht des Himmels nicht wiederspiegelte. Auf diese trat ich nun zu. Es war ein Felsen, glatt wie ein Spiegel und mit tiefen Furchen, die sich zu einer schneckenhausförmigen Spirale zusammensetzten. Als meine Zehen aufsetzten, spürte ich wie die Wärme des Felsen mich durchströmte. Langsamem Schrittes trat ich bis zur Mitte der Spirale und ging dort auf die Knie. ,,Inneres Licht, erscheine.", flüsterte ich auf japanisch und schloss die Augen, während ich meine Hand direkt über die Spalte legte. ,,Erscheine, leuchte hell und führe weise. Die verlorenen Seelen der Dunkelheit durch die Tore deines Paradises. " Ich spürte, wie die wärmenden blauen Flammen des Feuers zwischen meinen Fìngern erschien und sich in die Spalten legte. Und wie es sich ausbreitet. Explosionsartig, schnell wie ein Tsunami breitete es sich in den Furchen aus und erfüllten diese mit blauem Licht. Es verlief über den gesamten Felsen bis es ins Wasser hineinlief, dort aber weiterleuchtete, bis es ab einem bestimmten Punkt verschwand. Meine Augen öffneten sich ein wenig. Zuerst passierte nichts. Die Sekunden verstrichen. Immer noch nichs. Und noch nichts. Dann aber ertönte wenige Meter vor mir ein kleines Blubbern. Und einige Meter neben diesem noch eins. Und noch eine blubbernde Stelle und noch eine. Die aufsteigenden Bläschen kamen immer schneller und immer größer an die Wasseroberfläche, so als wäre das Wasser um sie herum am Kochen. Dann erschien das Leuchten. Zuerst ganz schwach. Dann wurde es immer heller und heller, bis eine erste, gigantische Wasserfontäne in die Höhe schoss, aus welcher heraus sich eine riesige Steinfigur erhob. Wuchtig wie ein Berg und groß wie ein Wolkenkratzer. Auf seinem Körper befanden sich ebenfalls Furchen, die von dem Licht meines Feuer durchflutet waren und ihm das Leben zurückgaben, welches einst durch ihn floss. So erhoben sich noch unzählig weitere Steinfiguren aus dem Wasser, bis nach wenigen Sekunden eine ganze Armada von ihnen in gerader Linie zu meiner rechten und linken standen. Ich erhob mich wieder und ließ eine kleine Flammenkugel erscheinen, die ich mit einem Pfotenwink verdreifachte, verfierfachte und so weiter, sodass am Ende acht kleine Feuerkugeln um mich herumschwebten. Diese schickte ich dann zu den Steinwächtern, eine nach der anderen, bis am Ende jeder von ihnen eine in den Händen hält. Wie acht riesige Leuchttürme standen die Giganten nun knietief im Wasser und durchbrachen die Dunkelheit mit ihrem Licht. Das war schonmal geschafft. Nun fehlte nur noch das letzte: die Brücke ins Jenseits, die die Seelen nun durchqueren konnten. Aber auch dies ließ nicht lange auf sich warten. Ein weiteres Leuchten erschien unter der Wasseroberfläche, jedoch nicht mehr so grell wie bei der Auferstehung der Passagenwächter. Zwischen jedem Wächter streckten nun dünne Pflanzen ihre Äste aus dem Wasser hervor. Ihre Körper waren durchsichtig und leuchteten ebenfalls in einem sanften Blau, während die wie im Zeitraffer und immer dichter wachsenden Blüten von einem sanften rosaton erfüllt wurden. Wie Takeshis Seelenpflanze auch waren es gläserne Kirschbäume, die sich aus dem Wasser erhoben und sich zwischen den Distanzen der Wächter zu langen Tunneln zusammenfügen. Es war ein atemberaubender und wunderschöner Anblick. Ich hätte wirklich ganz vergessen, wie ergreifend es ist, Teil dieser Arbeit zu sein. Den Wächtern das Licht zu geben, um den Seelen den Weg zu weißen, und die gläsernen Kirschbäume gedeihen zu lassen, welche die Seelen beim durchqueren dann auf die andere Seite bringen.
Ariella
Ich sah ihn mit errötenden Wangen an. So etwas Liebes hatte noch nie jemand zu mir gesagt. Besonders der Spitzname war bezaubernd. "Das freut mich sehr. Und was du eben gesagt hast. Das...das ist wirklich...süß von dir!",sagte ich zu ihm und strahlte ihn glücklich an.
Tiger Claw
Schweigend betrachtete ich dem ganzen Geschehen. Es war einfach unglaublich. Ein unbeschreibliches Gefühl! Es war besser als jedes Schauspiel am Himmel. Das trieb mir Tränen in mein Auge und ich hatte Mühe es zu unterdrücken. "Wow!",stieß ich zum gefühlten tausendsten Mal an diesem Tag und hätte ewig dabei zugesehen. Als sie fertig waren kam Shiori zurück und ich musste sie nochmal Mustern. "Das war...das war unglaublich! Wie..wie du...da gestanden hast war...wie Magie!",fügte ich hinzu.
Ariella
Es war, als würden Sonnenstrahlen in mein Gesicht scheinen. Na gut, passend zu Ariella eher Mondstrahlen. Aber diese wirkten eher kühl und abweisend, auf ihre eigene Art aber trotzdem unwiderstehlich und schön. Mondlicht würde eher zu Karai als zu Ariella passen, wohingegen die goldene Sonne Ariellas warmes und angenehmes Gemüt hervorragend umschrieb. Aber kaum kam mir dieser Gedanke, tauchte ich wieder auf aus dem Traum. Ich musste wieder an Karai denken. Was meine Gefühle für Ariella für uns bedeuten können. Für... was auch immer. Das war es, was mir ebenfalls Koöfbrechen bereitete. Ich wusste nicht, was das zwischen mir und ihr war. Jedenfalls war ich mir da nicht so sicher, im Gegensatz zu Ariella. Und... ob sie es überhaupt interessieren würde...
Ich kam nun vollends wieder in der Realität an, sah nach wie vor Aris schönes Lächeln vor mir, welches ich sanft erwiderte. ,,Süß... ist einer meiner Stärken.", antwortete ich.
Raph
Ich presste fest die Lippen zusammen und versuchte, meine Hand zu entspannen, die ich fast die ganze Zeit über zur Faust geballt hatte. Unglaublich wie kitschig die beiden daherredeten! Befinden wir uns hier in einer romabtischen Liebeskomödie oder was? Aver ich war ja selbst Schuld, weil ich mich in einem seltsamen Moment der Neugierde ja dazu entschlossen hatte. Dann konnte es mir doch egal sein, oder? Nur... war es das komischerweise nicht. Es war mir nicht wirklich egal...Â
Noch während ich drüber nachgrübelte, wieso ich mich wieder so komisch fühlte, ging plötzlich die Tür auf. Zwei Augenpaare trafen die meinen und jeder wirkte ungefähr gleich überrascht wie der andere. Nur ich wäre am liebsten im Boden versunken!
,,Raph, was machst du da...?", wollte Leo verwirrt wissen. ,,Ääääh... Ich... ich wollte nur...", stammelte ich und blickte hilfesuchend zu Boden. Da hatte ich einen Geistesblitz. ,,Also... Ich suche die Abdeckung von Mikeys Kamera-Linse. Er sagt, er hätte sie hier irgendwo verloren und... ich wollte ihm suchen helfen!"
Shiori
Ich hatte erwartet, dass er... eingeschüchtert ist. Immerhin steht er hier an der Grenze zum Jenseits, in welches bald unendliche Boote mit Seelen hineinfahren werden. Aber im Moment erinnerte mich sein Gesichtsausdruck wirklich an dem eines kleinen Kindes, welches in der Weihnachtszeit zum ersten Mal den geschmückten Weihnachtsbaum sieht. Diese Faszination und gleichzeitige Gelassenheit beeindruckte mich. Auch, weil er meinen Plan, ihn von meiner Welt abzuschrecken und von mir auf Distanz zu halten gescheitert ist. Arcta antwortete bevor ich es konnte. Und er zwinkte ihm verschmitzt zu, was mich irritierte: ,,NATÜRLICH ist es Magie, mein Großer. Und das liegt nicht nur an den Gaben, mit denen Shio-chan gesegnet ist." Mit stolzem Blick sah er zu mir auf. ,,Du hast zwar deine fahle Haut und deine schwarzen Rabenhaare verloren. Aber deine Schönheit ist geblieben. Um das zu sehen genügt ein Blick in die Augen. Du bist nach wie vor ganz die Alte, Shiori." Seine Worte trösteten mich. Es war schön, zu wissen, dass ich in seinen Augen keine Fremde geworden bin. Oder ein Monster. Ich war nach wie vor ich selbst. Egal, was mein Spiegelbild mir sagte. Es kam nicht oft vor, dass es jemand schaffte, mich in Verlegenheit zu bringen. Takeshi hatte es vorhin und Arcta jetzt wieder geschafft. Jetzt konnte es eigentlich keine Steigerung mehr geben. Doch das änderte sich, als Arcta sich plötzlich an Takeshi wandte und ihm auf den Arm klopfte. ,,Das ist dir sicher auch schon aufgefallen, Tigerchen. Und leugne es nicht, aus deinen Seiten lese ich nämlich was anderes heraus." Er grinste schelmisch und ich wünschte mir, dass der Boden zu meinen Füßen flüssig und mich verschlingen würde. Doch in diesem Moment erweckte etwas anderes meine Aufmerksamkeit. ,,Seht! Die ersten Seelenboote. Da kommen sie schon!" Gutes Timing. Beinahe wäre ich im Begriff gewesen, rot anzulaufen. Und zwar glühend rot!
Ariella
Ich stellte mich neben Leo und lächelte ihn hilfsbereit an. "Na wenn das so ist, dann helfe ich dir gern bei der Suche.",meldete ich mich freiwillig. Natürlich wäre es mir eine Ehre ihm zu helfen. Schließlich sind wir Freunde! Und Freunde halfen sich gegenseitig. "Hilfst du auch bei der Suche, Leo-Senpai?",fragte ich ihn dann lächelnd. Ich fand den Spitznamen Ari-chan supersüß. Und dafür wollte ich mich revanchieren. Darum war er ab jetzt für mich Leo-Senpai!
Tiger Claw
"Äh was?",fragte ich stammelnd und merkte wie ich rot wurde als er das gesagt hatte. Konnte Arcta etwa auch meine Gedanken und Gefühle Lesen? Oh Mann! Ich konnte absolut gar nichts hier verbergen. Weder meine Gedanken noch meine Gefühle die in mir waren vor ihm sicher. Erst als Shiori auf sich aufmerksam machte sagen wir auf. "Äh...die Seelenboote?",fragte ich und blickte fragend von einem zum anderen. Arcta lächelte nur geheimnisvoll. "Wart's nur ab, junger, ungeduldiger Freund.",sagte er dabei und deutete in die Richtung des Himmels.
Raph
,,Leo-Senpai?", fragte ich pikiert und legte meinen Kopf schief. ,,Oh, verstehe. So eine Art Insider, habe ich recht?"
,,Ja!", antwortete mein Bruder hastig und ich meinte, ganz genau zu sehen, wie ihm das Blut in die Wangen schoss. ,,Ja, ganz genau, ein... ein Insider." Ich nickte bloß stumm und ging zurück ins Wohnzimmer, um dort zu 'suchen'. Ich konnte nur hoffen, dass meine Flunkerei nicht aufflog. Ich hatte echt keinen Bock, gestehen zu müssen, dass ich gelauscht hatte. Während ich hinter dem Fernseher nachschaute, musste ich an diese Spitznamen-Sache denken. Gott, wie alt waren denn die beiden? Fünf? Für was braucht man eigentlich solche Spitznamen? Alleine die Tatsache, dass Leo sie 'Ari-chan' nannte... heimlich sah ich zu ihm herüber. Ich hätte es gleich wissen müssen, so wie er sie vorhin im Theater angesehen hatte. Offenbar mochte Leo Ariella mehr, als gedacht...
Shiori
Dann erschien das erste Leuchten am Horizont, gefolgt von vielen anderen kleinen Lichtpunkten, die sich langsam in unser Sichtfeld schoben. Es waren unzählige. Bestimmt mehrere Tausend, die sich langsam vorwärts bewegten und unsere Richtung ansteuerten. Erst nach einer Weile ließ sich erkennen, dass es Boote waren. Nussschalen wie die, in welcher Arcta sitzte. Lautlos und ohne Begleitung einer kräftigen Windbrise glitten sie durch das jetzt hell erleuchtete, blaue Wasser.
,,Geh zur Seite.", sagte ich zu dem Mutà nten und schob ihn Sachte ein wenig zurück, um ihnen Platz zu machen.
Wenn man nicht wissen würde, dass die Menschen in den Booten verstorben und auf den Weg ins Jenseits sind, würde man meinen, wir befänden uns mitten in einer Lampionfahrt von gewöhnlichen Menschen, die lediglich in einem sanften, weißen Schein getaucht waren. Die meisten von ihnen beachteten uns gar nicht, blickten nur mit starren Augen nach vorne oder auf die kleine Flamme, welche in einem Kerzenhalter vor ihnen stand und ihnen ein klein wenig Licht schenkte. Nur hin und wieder blickten einige der Seelen zu uns. Wie die eines kleinen Mädchens mit dunklen, lockigen Haaren, dessen Boot am nächsten an uns vorbeifuhr. Ich schätzte sie auf nicht älter als fünf oder sechs Jahre. Ihre großen Kulleraugen fixierten uns, besser gesagt mich, was wohl an meinem Kleid lag. Sie hielt mich wohl für eine Prinzessin, denn im nächsten Moment huschte ein Strahlen über ihr kleines, blasses Gesicht.
,,Ja, wenn die Zeit gekommen ist, ist sie gekommen.", raunte Arcta, sichtlich ergriffen. ,,Niemand hat einen Einfluss darauf. Egal, wie kurzweilig das Leben auf Erden war."
,,Dafür kommen diese Seelen jetzt an einen besseren Ort.", erwiderte ich leise. Das Mädchen sah immer noch zu mir und ich ließ mich hinreißen, dem kleinen Wesen mit einem Lächeln zuzuwinken, was sie begeistert erwiderte.
Ariella
Ich wandte mich an Leo. "Also dann, ich werde dann mal Raph beim suchen helfen.",meinte ich lächelnd zu ihm. "Wir können ja später nochmal reden.",schlug ich noch.
Tiger Claw
"Und doch kann ich nicht lügen und muss sagen dass es ein atemberaubender Anblick ist. Auch wenn es ein bisschen traurig ist, diese Seelen kommen jetzt an einen besseren Ort wo sie keine Schmerzen mehr haben und all ihre Sorgen vergessen können.",gab ich offen zu und sah den Lichtern hinterher die langsam wieder in der Dunkelheit verschwanden und lächelte leicht. "Und trotzdem ist es ein wunderschöner Anblick dass ich nie vergessen werde!",fügte ich hinzu.
Raph
,,Ja, klar... klar...", erwiderte Leo und zog sich langsam zurück. ,,Also dann... viel Erfolg euch... beiden..." Er zeigte mit beiden Daumen nach oben und verschwand dann schnell wie der Blitz in seinem Zimmer. Innerlich seufzte ich. Wenn das mal nicht für sich sprach! Leo führte sich wirklich wie der letzte Volldèpp auf! Genau wie... ,,Ich", schoss es mir durch den Kopf, als ich mich an mein Hühnergegacker von vorhin erinnerte. Da war ich - zugegeben - auch nicht wie ein geistig fittes Lebewesen rübergekommen. Aber das war doch nicht so seltsam wie das Getue unseres ruhigen Leos... oder? Bei ihm war es jedenfalls mehr als offensichtlich, dass er sich in Ariella verknallt hatte. Apropos... ich hoffte, dass sie mich jetzt nicht entlarven würde. Kaum war Leo weg, ging ich auf die Knie und 'checkte' das Sofa nach der Linse ab.
Shiori
Ich merkte, dass der Plan, den ich mir für ihn zurecht gelegt hatte, gehörig nach hinten losgegangen war. Sein Einblick in die Unterwelt, der Garten der Seelen, die Passage zum Jenseits, all dass wollte ich ihm nur zeigen, um ihn einzuschüchtern und zu ängstigen. Damit er seinen Meister erzählen konnte, dass die Welt, aus welcher er uns hervorgerufen hatte, ein kalter und unergründlicher Ort war, ebenso wie seine Bewohner. Er sollte sehen, dass wir die absolute Kontrolle über das Leben hatten, und auch über den Tod und erst durch uns entschieden wurde, wie die Fäden eines jeden Menschenlebens verliefen. Das stimmte zwar nur zum Teil, aber jedes kleine Detail mussten diese menschlichen Larven ja nicht wissen. Es sollte nur reichen, um ihn und die anderen das Fürchten vor uns zu lehren. Aber nun schien das Gegenteil der Fall zu sein. Ihn erschreckte das ganze nicht, nein, es faszinierte ihn. Und seine Faszination faszinierte mich. Wieso sah er das alles... auf diese Weise? Wieso zeigte er keine Furcht, obwohl er dem Tod hier im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge blickte?
Während er den letzten Booten hinterher sah die in den Unweiten des Glastunnels verschwanden, ruhte mein Blick auf ihn. Ich versuchte, die Antwort auf das Warum zu finden. Was er an sich hatte, dass er all dem mit einer solchen... Gelassenheit entgegenblickte. Aber ich fand nichts in seinem Gesicht. Nur ein Glänzen in seinem verbliebenen Auge, welches mich an den Schein von roten Feuer erinnerte...
Arctas Gesicht schob sich in mein Blickfeld und grinste mich an. So komisch... irgendwie so, als würde er etwas wissen, was ich nicht wusste. Ich warf ihm einen verständnislosen Blick zu, ehe ich hinter ihm wieder ein Leuchten sah. ,,Da kommen nochmal welche." In der Tat. Eine weitere Gruppe von Booten hatte das Licht gefunden und deren konnten sich nun auf in das ewige Leben machen. ,,Jaja", seufzte Arcta, ,,das hört nie und nimmer mehr auf. Aber hier im Licht ist es doch etwas schöner, zu arbeiten." Er stieg auf die Kante seiner schwimmenden Holzkiste und sprang - für seine Form seltsam agil - in die Nussschale, die an ihm vorbeitrieb. In ihr befand sich eine Kinderwiege, aus welchem das leise Wimmern eines Kindes zu hören war. Aber bei Arcta war es in guten Händen. Er würde es sicher auf die andere Seite bringen.
,,Macht es gut, Khan Shiori und Arihyoshi Takeshi. Auf bald." Er winkte uns zum Abschied zu. Dann war er mit der nächsten Fuhr Booten im Tunnel verschwunden. Ich sah auf zu ihm. ,,Nun hast du alles gesehen, was du sehen solltest. Lass uns zurück gehen."
Ariella
"Bist du dir auch völlig sicher dass du diese Linse hier verloren hast? Ich meine die wird doch ziemlich klein sein und es wird bestimmt noch schwerer sein sie zu finden.",meinte ich und schaute hinter dem Fernseher. Ich hatte zwar keine Ahnung was eine Kameralinse war, aber wahrscheinlich war sie auch wichtig für die Kamera.
Tiger Claw
Ich nickte. "Ja. Das...das war wirklich eine interessante Erfahrung für mich.",sagte ich zu ihr und verließen diese Welt wieder. Am Seelengarten blieb ich nochmal an meinen Baum stehen und betrachtete ihn nochmal in seiner vollkommenen Schönheit. Den würde ich niemals vergessen. Vor allem weil es ja mein Seelenbaum war. "Ich glaube der Seelengarten hat mir am allermeisten gefallen.",sagte ich dann und sah leicht lächelnd zu Shiori rüber und meinte es auch ehrlich.
Re: Mad as the Hatter - White as the Snow
von heath am 04.09.2019 20:56Hey^^Â
Hab mich auf Tm auch schon gemeldet ... Würde am liebsten den Mad Hatter oder Captain Hook schreiben ^^Â

Re: TMNT RPG mit Mila-Grosa und mir ;)
von -TMNT-04 am 04.09.2019 20:48Raph
,,Ehrlich?" Ich errötete etwas. Das, obwohl ich mit dem Vieh nie so wirklich warm werden konnte. Schon gar nicht, wenn sie wie jetzt ihrem Kopf an meinen Brustpanzer rieb und mich dabei mit Erbeereis vollschmierte. Ihr 'herzallerliebstes' Schnurren machte das auch nicht wirklich besser und so hielt ich sie etwas von mir weg. ,,Nun ja... dass obwohl ich eigentlich nicht so der Katzentyp bin."
Shiori:
,,Beeindrucked trifft es vielleicht nicht ganz.", entgegnete ich und ging weiter voraus. Mit beiden Armen deutete ich auf die auf den kreisrunden Raum abgestimmten, bis oben hin befüllten Bücherregale, die sich endlos nach oben hin erstrecken. ,,Hier in diesem Raum lagert alles Wissen. Jede Geschichte, die jemals verfasst oder erzählt worden ist. Berichte von Ereignissen, die von der Menschheit längst in Vergessenheit geraten sind. Legenden, Mythen, Sagen, Märchen. Balladen. Briefe, teilweise noch auf Pergament verewigt." Meine Hand wies zu einer gigsntischen, freien Fläche neben den Regalen, auf welchen sich unzählige bunte Bilder befanden. ,,Sieh nur das. Höhlenmalereien, die aus dem Leben der allerersten Menschen stammen und davon erzählen. Eine schier endlose Geschichte der Revulotion deinesgleichen, die sich über die Jahrtausende immer neu verformt hat. Und wie du siehst...", ich deutete nach oben auf die von hier nicht auszumachenden Decke. ,,...kommen immer neue Bücher und Dokumente dazu. Wie gesagt, eine nicht enden wollende Geschichte. So bà nal ihr Menschen auch seid, aber eure Geschichten über eure geschichtlichen 'Revulotionen' sind beeindruckend."
,,Ich nehme an, dass ich das nicht als Kompliment auffassen darf?" Die Lippen mit dem Hauch eines Lächelns beseelt blickte er mich herausfordernd an. Ich wandte mich um und zog gespielt unschuldig die Augenbrauen hoch. ,,Wie kommst du denn bitte darauf?"
,,Nun ja, sonderlich lange haben wir noch nicht das Vergnügen, aber... ich glaube du gehörst zu der Sorte Frau, die die Dinge ganz anders meint als sie sagt." Diese Aussage hätte so dermaßen aus dem Mund von Xever kommen können dass ich gar nicht anders konnte als amüsiert zu grinsen. ,,Wow. Offenbar bin ich selbst so eine Art offenes Buch. Wenn du so gut aus mir lesen kannst..." Auch als ich mich wieder umdrehte und weiterging konnte ich nicht aufhören zu grinsen. Obwohl ich es nicht zugeben wollen würde war diese Art von Chuzpe genau das, was mich ansprach. Aber bevor ich diesem Tigermensch noch irgendeinen falschen Eindruck des Vertrauens vermittelte, zeigte ich ihm lieber das, was ich ihm eigentlich zeigen wollte. Wir standen vor einem dreiteiligen, wackeligen Holzgeländer, welches sich zu einem Rechteck ohne Boden zusammenformte. Kurz davor blieb ich stehen und wischte mit meinen Zähen einmal sanft durch den angesammelten Staub auf dem wuchtigen Steinboden. Einige Sekunden lang passierte nichts. Dann begannen die Steine langsam hinabzusinken, einer um den anderen, bis schließlich eine steinerne Treppe vor uns lag, die nach unten führte. Eine kühle Briese wehte uns entgegen. ,,Dort unten liegt das, was ich dir eigentlich zeigen möchte. Und ich möchte dich ein, zwei alten Freunden von mir vorstellen, die dort unten leben." Ich erhob meinen Arm und hielt ihm meine ausgestreckte Pfote entgegen. ,,Es geht steil nach unten. Und es könnte etwas zugig sein.", mahnte ich ihn und sah auffordernd zu ihm. ,,Los komm schon. Noch habe ich keinen Grund, dich zu beißen."
Ariella
"Dabei dachte ich dich du wärst ein absoluter Tierliebhaber.",meinte ich zu ihm. "Ich habe das eine Mal gesehen wie du dich mal um eine verletzte Taube gekümmert hast. Du hast dich so liebevoll und aufopfernd um sie gekümmert. Das war...wirklich sehr lieb von dir. Andere hätten sich einen Dréck um dieses arme Tier gekümmert. Nur du nicht! Du bist stehen geblieben und hast sie in deine Obhut genommen und sie gesund gepflegt.",erklärte ich ihm und nahm Eiskremkätzchen auf den Arm. "Ehrlich! Deine offene und ehrliche Art inspiriert einen. Manchmal wünschte ich, ich hätte auch diese Stärke von dir. Zumindest deinen Mut und diese feste Entschlossenheit und die Sturheit auch. Aber leider habe nicht alles von dem.",sagte ich etwas betrübter.
Tiger Claw
Mit einem Lächeln auf den Lippen erwiderte ich: "Diese Gelegenheit lasse ich mir doch nicht entgehen." Dann ergriff ich ihre Hand, wodurch ich ein sanftes Kribbeln darauf verspürte und fuhren unseren Weg fort. Sie hatte Recht und ein kalter Wind kam uns entgegen der ziemlich schnéidend war. Trotz des dicken Fell's dass ich trug spürte ich wie sich eine Gänsehaut in mir aufstieg und ließ mich erzittern. "Schon etwa Angst, Tigerauge?",wollte Shiori wissen und sah ich unverwandt grinsend an. Ich schluckte und verneinte. "Es ist nur etwas kühler geworden je weiter wir gehen. Ich merke es sogar unter meinem Fell die Kälte.",erklärte ich ihr.
Raph
Ich wusste nicht, dass sie von der Sache mit der Taube wusste. Aber es schmeìchelte mir, dass sie es für etwas so besonderes hält. Naja, vielleicht war es das in einer so kalten und dunklen Welt tatsächlich. Ich selbst wollte lediglich einem wehrlosen Wesen helfen, dass alleine keine Chance gehabt hätte. Bei ihrem letztem Satzt nahm ich die Schüssel mit der Katze unter dem Arm und legte ihr die andere wie vorhin auch auf die Schulter. ,,Das ist nicht schlimm, Ariella. Dafür hast du andere Stärken. Du bist fürsorglich, aufopferungsvoll und beschèìden. Bringst, egal wo du hingehst, immer ein Stückchen Fröhlichkeit und Sonnenlicht mit. Das sind Eigenschaften, die mir wiederum fehlen. Und auch wenn es dir schwer fällt, darin deine Stärke zu sehen. Du kannst was draus machen, wenn du willst. Du darfst dich nur nicht mit Selbstzweifel vergiften und musst an dich glauben."
Shiori:
,,Ja. An die Kälte muss man sich erst gewöhnen.", pflichtete ich bei und führte ihn tiefer in die Katakomben hinab. ,,Anfangs, als ich die ersten Make hier herunter gekommen bin, ging es mir genauso. Und da hatte ich noch nicht mal Fell." Er schwieg, dennoch merkte ich, wie ihm eine Frage auf der Zunge brannte. Womöglich bezüglich meiner Mutà tion. Aber er sagte glücklicherweise nichts. Durch unsere Augen konnten wir zwar sehen, wo die Stufen hinführten, dennoch musste man höllisch aufpassen, da diese sehr uneben, bröckelig oder teilweise nicht mehr vorhanden waren. Ich kam mir vor wie eine Erzieherin, die ein Kleinkind über die Straße führte, aber bevor er am Ende noch stolperte und auf mich drauffiel oder sich das Genick brach...
,,Dann...", erhob er schließlich das Wort..., ,,bist du wohl öfter hier unten." Ich biss mir auf die Zunge. Ich wollte doch eigentlich nicht zu viel von meinem Leben preisgeben. Aber in das Fèttnäpfchen war ich nun selber getreten. ,,Ähm... ja. Es ist... quasi mein Arbeitsplatz.", antwortete ich dann vorsichtig. Wenige Sekunden vergingen, dann waren wir endlich unten angekommen und ich konnte seine Pfote loslassen. Um uns herum lag immer noch absolute Dunkelheit, doch diese wurde von einem sanften Leuchten durchbrochen, auf dass ich schließlich deutete. ,,Dort müssen wir hin." Ich wollte gerade losgehen, als wir von einem tiefen, dröhnenden Geräusch aufgeschreckt wurden. Alarmiert zog Tiger Claw seine Schusswà ffen, doch ich erkannte das Geräusch gleich wieder und hielt ihn auf. ,,Nicht! Kein Grund zur Aufregung, dass ist nur Marvin."
,,Marvin?" In diesem Moment ertönte das Geräusch erneut. ,,Ja. Der Wächter von dem da." Ich nickte auf das Licht. ,,Und er hält gerade ein kleines Nickerchen. Scheinbar ist ihm das bewachen über die Jahrtausende etwas zu langweilig geworden." Ich zog ihn weiter. ,,Lassen wir ihm seinen Frieden, vielleicht kann ich ihn dir später vorstellen. Ich hoffe nur, dass er mich so, wie ich jetzt aussehe, überhaupt noch leiden kann."
Ariella
Erstaunt sah ich ihn an. So wie er es sagte hörte es sich beinahe schon so an als hätte er selbst so was schon erlebt. Also fragte ich ihn deshalb danach: "Hast Du etwa schon sowas durch gemacht?"
Tiger Claw
Verwundert zog ich die Augenbrauen hoch und sah kurz noch zu der Stelle aus der das Geräusch kam. "So? Und wie lange ist es schon her dass du Marvin gesehen hast?",fragte ich sie und wäre fast in sie hineingerannt, nachdem sie plötzlich stehen geblieben ist und sich wieder ruckartig umdrehte.
Raph:
,,Naja..." Ich zögerte, setzte mich dann aber in Bewegung zur Couch und ließ mich darauf fallen. ,,Was heißt durchgemacht...du musst wissen, Ariella: In unserem Team ist es so, dass Leo der Anführer ist. So hat es unser Vater bestimmt, weil er eben der Älteste von uns ist. Als Anführèr mag er sich ja ganz gut machen, aber..." Ich fragte mich wirklich, ob ich es ihr erzählen sollte, entschied mich dann aber dafür. ,,...manchmal frage ich mich, wieso das unbedingt eine Frage des Alters sein muss oder welchen Rang man dafür haben muss. Verstehe mich nucht falsch, ich liebe Leo wirklich über alles. Aber ihm wurde von unserem Vater schon als Kind vermittelt, dass er es sein würde, auf dem sich später alle verlassen würden. Dass er unser Anführèr war und wir uns von ihm führen lassen wollten. Ich weiß nicht, ich... habe mich von dem immer herunterziehen lassen. Ich meine klar, ich bin nicht so besonnen wie Leo, aber ein mindestens so guter Kämpfer. Während Leo immer strategisch vor gegen möchte, möchte ich das Problem lieber sofort an der Wurzel packen uns erledigen. So auch jetzt. Anstatt darüber nachzudenken, wie wir Karai und die Stadt vor Shredder schützen würde ich mich lieber gleich um Shredder kümmern, damit wir endlich unseren Frieden bekommen. Damit zumindest das größte Übel aus dem Weg geräumt wäre. Meinen Platz im Team habe ich inzwischen gefunden. Aber damals hätte ich alles für eine Chance gegeben. Damit ich mich hätte beweisen können, dass ich den Job genauso gut machen könnte. Dafür, dass mir diese Chance immer verwehrt geblieben war, habe ich mir selber die Schuld gegeben." Ich verstummte einen Moment und fügte, sehr viel leiser hinzu: ,,Ich habe mich einfach für nicht gut genug gehalten." Danach versuchte ich, meine Worte erstmals selber zu verdauen. Noch niemals zuvor hatte ich mit jemanden darüber gesprochen. Höchstens mit Slash, als er noch mein Haustier war. Aber ansonsten war Ariella die allererste, die diesen Anhaltspunkt über mich erfahren durfte.
Shiori:
Ich blickte zu ihm auf und wollte meinem Reflex folgen, einige Schritte zurück zu treten, da ich kein Freund plötzlicher, körperlicher Nähe war. Aber ich reagierte zu langsam, weswegen wir uns nun in einer unangenehm geringen Distanz zueinander befanden. Geringer, als es hätte sein müssen. Erst als ich daran dachte, dass er mich gerade etwas gefragt hatte, merkte ich dass ich die ganze Zeit die Luft angehalten hatte. Tja, wie lange hatte ich Marvin nicht gesehen? Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr wurde mir bewusst, dass ich für sehr lange Zeit weg gewesen bin. Das war erschreckend und... deprimierend zugleich. Marvin hatte zwar noch Arcta, der sich um ihn kümmerte, aber ich war sozusagen immer noch Marvins Mommy. Überhaupt... so vertraut mir das alles hier unten auch ist... bis jetzt hatte ich keinen Gedanken daran verschwendet, dass ich nun ein Fremdkörper sein könnte. Das ich in den tausend Jahren in meinem eigenen Zuhause nicht mehr wirklich daheim war. ,,Sehr lange...", presste ich dann hervor und zog mir den Hut tiefer ins Gesicht, damit er die Traurigkeit nicht sehen konnte, die sich in meine Gesichtszüge schlich. ,,Die Zeit vergeht hier unten ganz anders als auf der Erde. Ein einziges Jahr hat hier eine Bedeutung von 1000 Jahren. Zehn Jahre fühlen sich an wie 10.000 verdammte Jahre. Das ist nur ein kleiner Teil von dem, die ich in den Eisgefängnissen abgesessen habe. Solange habe ich meinen treuen Freund nicht mehr gesehen. Von daher kann ich ihm nicht mal verübeln, dass er mich nicht erkennen und als Eindringling sehen könnte." Die Worte aus meinem Mund zu hören war hart. Erst hinterher merkte ich, dass ich meinen Vorsatz, ihm nicht zu viel erzählen, wieder gebrochen hatte. Ich drehte mich um und entfernte mich, ging nun direkt auf das Licht zu. ,,Na komm schon!", rief ich, darum bemüht, meine Stimme wieder fest klingen zu lassen. ,,Wir sind so gut wie da, Tigerchen."
Tiger Claw
Ich habe ihr die ganze Zeit zugehört. Mir ist natürlich aufgefallen wie ihre Gesichtszüge einen traurigen Eindruck machten. Aber dieser Moment dauerte nur kurz, ehe sie den Hut ins Gesicht zog und sich von mir abwandte. Ich seufzte und folgte ihr dann. Sie hatte Recht! Wir mussten weiter. Dass sie aber tausend Jahre hier unten verbracht hatte sah man ihr nicht an. Von sich aus sah sie wirklich sehr jung aus. Aber das wollte ich nicht weiter ansprechen, da ich nicht weiter in ihrer Vergangenheit verunsichern wollte.
Ariella
Ich ging zu ihm und nahm neben ihm Platz. Aufmerksam hörte ich ihm zu. Ich war zunächst erstaunt dass bin ihm zu hören. Aber es freute mich dass er mit mir ehrlich darüber sprach. Für ihn war es wohl auch nicht so einfach. Verständlich! Aber teilweise verstand ich auch Leo. Als Anführer hatte er es auch nicht einfach. Er musste das ganze Team zusammen halten und die Pläne schmieden. Aber das betraf nicht die Sache die Raph mir erzählte. Ich nahm seine Hand in meine und drückte sie sanft. "Soll ich dir was sagen?",fragte ich und lächelte ihn an. "Ich halte dich für ein sehr geehrtes und geschätztes Mitgliéd in diesem Team.",gab ich ehrlich zu.
Raph
,,Tatsächlich? Das... das ist wirklich sehr lieb von dir, Ariella. Aber... Ich meine... du kennst mich eigentlich noch nicht so lange, daher..."
,,Ich habe sie gefuuuuuunden!" Im Laufsprungschritt kam Mikey zurück ins Wohnzimmer gehoppelt, mit der Digitalkamera in der Hand. Ich brach meinen Satz ab und presste die Lippen aufeinander. Gerade jetzt passte es mir überhaupt nicht, dass wir in unserem Gespräch unterbrochen wurden. Ich hätte ihr so gerne noch das gesagt, was ich zu sagen habe, aber das wollte ich nicht vor Mikey machen. Also schwieg ich.
Shiori
Ich war wirklich eine Närrin! Wie konnte ich nur so dumm sein und ihm Einblick auf diese lächerliche kleine Gefühlsregung geben? Ich war wirklich froh, dass Skellington uns jetzt nicht sehen konnte. Die Mimik eines gefühlskalten Gesichtes ist des Kriegers oberstes Gebot. Das pflegte er stets zu sagen. Je näher wir dem Licht kamen, desto heller wurde es. Zum Schluss hin mussten mir unsere Augen mit den Pfoten vor dem grellen Schein abschirmen. Es fehlte nicht mehr viel bis wir endlich da waren, doch ich merkte, wie er sich zurück fallen ließ und schließlich stehen blieb. Auch ich stand still und wandte mich um. ,,Was ist los?"
,,Ich traue dir keinen Meter übern Weg, Kleine.", erwiderte er nur voller Misstrauen. ,,Woher soll ich wissen, dass du mich nicht in eine Falle locken willst, wenn ich dir weiter folge?"
,,Was das mit dem Vertrauen angeht sind wir schon zu Zweit." Langsam kam ich auf ihn zu. ,,Wegen dem anderen kann ich dir nicht viel mehr als mein Wort geben, dass ich keine falschen Spielchen spielen werde. Auch wenn dir das als nicht viel erscheinen mag." Wir hatten nicht ganz so viel Zeit und ich wollte nicht länger herumstehen und woe gegen einen Baum reden, also zwang ich mich, mich zu entspannen und ihm meine Pfote locker entgegen zu halten. ,,Ich kann auch... deine Pfote nehmen, wenn du das willst. Dann besiegel ich mein Versprechen mit einem Handschlag und du wirst vielleicht, hoffentlich spüren, dass ich es Ernst meine. Komm schon" Da er nicht sofort reagierte ergriff ich kurzerhand seine Pranke und umschloss sie mit beiden Pfoten. Den Blick, den er mir daraufhin zuwarf, konnte ich nicht einwandfrei identifizieren. Aber es reichte, um meine Gesichtszüge zu erweichen. Und mich auf eine Abänderung der Taktik zu bringen, der sich normalerweise kein Mann entsagen konnte. So schenkte ich ihm einen hoffentlich kokett aussehenden Wimpernaufschlag und das charmanteste Lächeln, welches ich zustande bringen konnte. ,,Du wolltest mehr von mir und der Welt hier unten erfahren. Und ich wäre nur allzu gerne bereit, dir in beiden Dingen Einblick zu gewähren. Und diesen Ausblick hat noch kein anderer Sterbliche genießen können. Du wärst der allererste. Eine wirklich sehr reizende Vorstellung, wenn man bedenkt, was sich hinter diesem Licht befindet. Oder..." Ich kam ihm wieder so nahe wie vorhin, als er mir beinahe hinten reingerannt wäre. Nur mit dem Ziel, dass die erneut anhaltene, plötzliche Nähe zu mir seinen Dickschädel einen Moment lang vergessen lässt. Aber ich war diesmal darauf gefasst. Ich umschloss seine Pfote mit beiden Händen. ,,...willst du mir wirklich erzählen, dass ein Bär... pardon, Tiger von einem Mann wie du irgendwie.... 'beunruhigt' über das ist, was dort, hinter uns liegt?"
Ariella
Mit errötenden Blick setzte ich mich ruckartig auf und sah Mikey an der jetzt gerade dazu kam. Ein bisschen schade fand ich es schön dass wir unser Gespräch jetzt nicht fortsetzen konnten. Aber was soll's! Vielleicht bei einem anderen Mal. "Okay, Mikey. Dann lass uns mal ein hübsches Foto machen.",sagte ich und nahm auch wieder Eiskremkätzchen wieder auf den Arm.
Tiger Claw
"Früher schon!",gab ich offen zu. "Auch heute habe ich mal die eine oder andere Angst. Mein Vater meinte dass es okay ist Angst zu haben. Aber wenn man lernte sie besser zu kontrollieren und sie nicht an sich heran lässt, dann ist man im Vorteil.",erklärte ich ihr. "Und Ja, ich gebe ein wenig zu dass ich Angst vor deiner Welt schon habe. Doch je mehr ich lerne, desto weniger fürchte ich mich auch.",fügte ich hinzu. "Hattest du denn keine Angst als du das erste Mal hierher gekommen bist?",wollte ich dann wissen.
Raph
,,Muss.. muss das wirklich..."
,,Ja, dass MUSS sein, Alter!", unterbrach Mikey mich und drückte mich zurück in die Couch, als ich gerade abhauen wollte. ,,Und du kommst gefälligst mit auf das Foto. Ihr drei seht nämlich so süüüß miteinander aus!
,,Oh. Äh..." Ich merkte, wie ich vor Verlegenheit rot im Gesicht wurde und blickte verstohlen herüber zu Ariella.
,,Na los, rückt ein wenig enger zusammen!", befahl Mikey und navigierte uns mit seiner Hand, während er mit der anderen die Kamera vor sein Gesicht hielt. Ich rückte näher. Ungefähr einen halben Zentimeter. Ariella schien sich auch kaum zu bewegen.
,,Näher." Wir rutschten noch einen guten halben Zentimeter. ,,Noch näher." Einen weiteren. ,,Näääääääääheeeer." Ich rückte noch einen Zentimeter näher an sie heran. Doch wir waren uns bereits so nahe, dass sich unsere Schultern berührte. Ich zuckte zusammen und wagte es nicht, ihr direkt ins Gesicht zu sehen.
Shiori
Die Tatsache, dass er auf meinen taktisch angewandten - ich bezeichne es grob notorisch mal als 'Annäherungsversuch' - nicht im geringsten eingegangen war, verwirrte mich noch mehr als meine Antwort, die ich nun - wieder ohne nachzudenken - äußerte: ,,Das... d-das ist schon so viele Jahre her. Ich... weiß das selber gar nicht so genau. Ich w-war da vielleicht blutige... 500 oder 600 Jahre alt. Oder jung, oder.... was auch immer!" Etwas verkrampft löste ich meine Pfoten von der seinen und trat einen kleinen Schritt zurück, da mir nun dlch etwas... unwirsch zumute war. Eigentlich sollte ich mich wieder ärgern, weil ich zum dritten Male hintereinander nicht nachgedacht und ihm ziemlich vertrauensselig geantwortet hatte. Aber im Nachhinein, wo er mir doch gerade ein ebenso privates Detail aus seinem Leben erzählt hatte, kam mir das in diesem Moment nicht so schlimm vor. Vielleicht... Ganz ganz ganz vielleicht lag sein Interesse wirklich aus eigenen Stücken darin, die Unterwelt, mein Zuhause, kennen zu lernen. Und... mich. Aber warum dann... das? Und warum dachte ich darüber nach...
Ich wollte jetzt so.schnell wie möglich auf die andere Seite, also tapste ich hinter den Tiger und schob ihn vor mich her auf das grelle Licht zu. ,,Es ist nur ein kleiner Schritt und es wird rein gar nichts passieren. Komm..."
Ich trat weiter in das Licht, bis ich das Gefühl hatte, durch ein Feld aus weichen, kuscheligen Wolken zu fliegen. Das Licht strahlte dabei eine so wunderbare Wärme aus, dass ich mich tatsächlich ein wenig entspannen und herunterfahren konnte. Dann hatten wir wieder festen Boden unter den Füßen. Eine kleine Sekunde lang jagte eine Welle der Euphorie durch meinen Körper, als ich mit den Zehen über die dunklen, rauen Terracotta-Fliesen strich und vor mir der wohl schönste Garten lag, den man sich nicht mal im Traum vorstellen konnte. Noch genauso wie ich ihn in Erinnerung hatte. Wuchtige, knörrige alte Bäume. Kunstvolle Ansammlungen mit Topfen voller Blumensträucher, exotische Blumenfelder und Wasserfelder voller Wasserlilien und Seerosen und anderen Wasserpflanzen. Irgendwo in der Ferne plätscherte ein kleiner Wasserfall. Bunte Schmetterlinge flogen um uns herum und in den Bäumen gaben Vögel ein liebliches kleines Zwitscher-Konzert. Ich sog die wohlriechende, warm-feuchte Luft und die friedliche Atmosphäre tief in mir auf und wandte mich dann an meinen Gast. ,,Hier wären wir also. Willkommen, Sterblicher, im Garten des blühenden Lebens."
Ariella
Mit rötlichen Wangen sah ich zu ihm und lächelte leicht. Ich legte eine Hand auf seine Kurz. "Hey! Es ist ja nicht so schlimm.",meinte ich und rückte mit Eiskremkätzchen etwas näher zu ihm. "Es ist ja nur ein Foto für die Erinnerung. Und ich bin ja auch noch da und Pass auf dich auf!",fügte ich aufmunternd zu und lächelte ihn an.
Tiger Claw
Mit blieb der Mund offen stehen als ich näher in den Garten eintrat. "Das ist ein Garten?",fragte ich sicherheitshalber nach und sah mich nochmal um. "Das...das ist wunderschön! Hier ist alles voller Blumen und Pflanzen. Das ist das absolute Paradies!",stieß ich hervor und sah mich ungläubig um. Das war doch nicht zu fassen. Und hier kam sie auch hierher? "Aber wie ist das möglich? Wie können die Pflanzen hier überleben?"
Raph
Ich schenkte ihr ein kurzes Lächeln und positionierte mich - möglichst entspannt- neben ihr. Auf mich aufzupassen ist eigentlich gar nicht nötig, auch wenn die anderen gerne was anderes behaupten. ,,Okay, Leute. Eiscreme-Kätzchen und Ariella, ihr seht super aus. Raph, du schau bitte nicht so grimmig. Denke einfach an... deine Action-Figuren, mit denen du immer heimlich in deinem Zimmer spielst." Wie eine Flut schoss mir das Blut ins Gesicht und ich hätte Mikey die Schüssel mit seiner Katze am liebsten ins Gesicht geworfen. Er bemerkte seinen Fehler, auch, weil ich ihm den tödlichsten Blick der Geschichte zuwarf. ,,Upps.", murmelte er und sah mich entschuldigend an. ,,Sorry, Bro. Das ist... mir nur so herausgerutscht."
,,Mach einfach das Foto, Mikey!", knurrte ich mit zusammemgebissenen Zähnen und versuchte, meinen Puls unter Kontrolle zu bekommen und mich zu beruhigen. Das Mikey mich ausgerechnet jetzt und vor ihr so bloßstellen musste!
Shiori
,,Es handelt sich nicht wirklich um Pflanzen.", erklärte ich und ging auf einen kleinen Felsen zu, an dem sich eine üppig blühende Passiflora-Pflanze in die Höhe rankte. ,,Jede Pflanze die du hier siehst ist das Leben eines Menschen. Egal ob winzig kleines Gänseblümchen oder mächtiger Baum. In allem, was du hier siehst, steckt eine Menschenseele. Selbst deine Seelenpflanze wächst hier, irgendwo." Sanft strich ich über die zarten grünen Blätter des Pflänzchens.
Ariella
Ich musste kichern. Das war wirklich total süß von ihm. "Ihr zwei seid wirklich unglaublich.",sagte ich zu ihm und kraulte dann Eiskremkätzchen unterm Kinn. Diese schnurrte genüsslich und schmiegte sich an mich. Ich schmunzelte und schmiegte mich an sie.
Tiger Claw
"Eine Menschenseele? Bei jeder Pflanze?",fragte ich sie und sah mich überall um. Wenn jeder Mensch eine Pflanze hatte galt dass dann auch für ***én? Es gab wohl nur einen Weg um das herauszufinden. Ich wandte mich zu ihr und holte tief Luft. "Habe ich auch eine Seelenpflanze?",fragte ich sie.
Raph
,,Das weiß ich doch längst, Ariella.", erwiderte Mikey und nahm ihr das Kätzchen aus den Händen. ,,Und du gehst jetzt schön brav in die Heia, meine Kleine." Protestierend bäumte sich die Eiskatze in ihrer Schüssel auf und schlug ihre kleinen Pfoten gegen seine Nase. ,,Hey! Nicht frech werden, sonst gibgs keine Tiefkühlerbsen!" Mikey verschwand in der Küche. Genau im selben Moment knurrte mein Magen ein wenig. Die Aufregung mit Viktoria und die Suche nach Karai hatte mich wieder hungrig gemacht. Sonst war Mikey der Verfressène von uns, aber jetzt verspürte ich den Drang, eine Kleinigkeit zu mir zu nehmen. Ich wandte mich an Ariella. ,,Hast du vielleicht auch noch Hunger?", fragte ich sie. ,,Ich fürchte nämlich, ich brauche nochmal eine Kleinigkeit. Falls du dich miteinklinken willst."
Shiori
Die Frage hatte ich fast erwartet. Nun ja, wenn es ihm schonmal gestattet war, dass alles hier zu sehen... ,,Selbstverständlich hast du das.", bejahte ich dann. ,,Vor ettlichen Jahren bist auch du ein Mensch gewesen, Tigerchen. Und Teile davon hast du auch heute, als Mutà nt, noch immer in dir. Das heißt: wenn diese Teile noch nicht vergessen wurden." Ich bedeutete ihm, mir zu folgen. Wir beschritten einen kleinen Trampelpfad und ich führte ihn tiefer in den Garten hinein. Immer wieder warf ich ihm über die Schulter kleine Blicke zu. Der Weg war ziemlich schmal und ich hatte Angst, dass er versehentlich eine der Blumen niedertrampeln würde, so intensiv wie er sich umsah. Als ich einmal nicht hinsah, hörte ich ihn plötzlich fluchen und er stieß so heftig gegen mich, dass ich beinahe umgeflogen wäre. Grimmig drehte ich mich um und sah zu unseren Füßen dann aber den imposanten Körper einer Schlange, die sich zu unseren Füßen durchs Gras schlängelte. Er wäre wohl beinahe über sie drüber geflogen. Entgeistert beobachtete er das Reptil, welches nun langsam den Kopf erhob und uns giftig anstarrte.
,,Wer wagt es?", zischte sie auf japanisch. ,,Kannst du nicht aufpassen, wohin du trittst?"
,,Er kennt sich hier nicht aus.", antwortete ich in derselben Sprache. ,,Geh deines Weges, Tsurutsuru. Er ist mein Gast und ich führe ihn zu seinem Lebensbaum." Ein Wimpernschlag später und Tsurutsurus Kopf bäumte sich direkt vor uns auf. Seine giftgrüne Schlangenaugen starrten den Tiger eindringlich an. ,,Ich kenne deine Pflanze.", erwiderte er. ,,Ich bin schon oft bei ihr gewesen, habe sie gehegt und gepflegt. Wann immer es an der Zeit war." Sein Kopf wanderte zu mir. Sein Schwà nz deutete gerade aus. ,,Ihr wisst, wo ihr lang müsst. Bald seid ihr da. Sayonara Tora. Und Sayonara Shiori-san. Ich wäre erfreut, wenn Ihr es auf eine Tasse Tee einrichten könntet. Ich habe schon so viele Teeblätter geerntet, dass ich sie alleine gar nicht vertrinken könnte."
,,Dann komme ich demnächst gerne vorbei.", erwiderte ich mit einem leichten Lächeln. ,,Sayonara, Tsurutsuru." Schon war die Schlange wieder im Dickicht verschwunden und wir konnten weitergehen. ,,Das war der Gärtner von alldem hier, Tsurutsuru. Solange du mein Gast bist und du keine seiner Pflanzen zertrampelst, tut er dir nichts.", erklärte ich ihm und seufzte dann. ,,Da kommt man nach tausenden von Jahren endlich mal nach Hause und hat nichts als Termine. Ich hoffe dass Tsurutsuru nicht allzu beleidigt sein wird, denn ich fürchte unsere gemeinsame Teerunde liegt noch in weiter Ferne."
,,Teerunde. Eine Schlange, die gerne Tee trinkt." Er schien köstlich amüsiert. ,,Aber hier unten ist scheinbar alles möglich. Du sagtest, er wäre der Gärtner für all die Seelenpflanzen. Heißt das, er betreibt nebenbei eine Teepflanzenplantage?" Oh, dass schien er noch nicht ganz zu begreifen. Und gleich würde er nicht mehr so amüsiert sein, denn ich verlangsamte schon meine Schritte. ,,Oh nein, Tigerchen. Ganz und gar nicht. Ich kann es wohl nicht so erklären, dass es nicht ganz so schockierend klingt, also sage ich es gerade heraus: bei den Teepflanzen handelt es sich in diesem Fall auch um Seelenpflanzen." Schweigen. Aber das war wohl Antwort genug. Also redete ich weiter: ,,Jedes menschliche Leben ist vergänglich. Mann wird geboren, verbringt eine gewisse Zeit auf der Erde und stirbt letztendlich. Jeder Mensch ist hier eine Blume. Aich die blüht, wächst, gedeiht, wird irgendwann immer kränklicher und verwelkt letztendlich. Das ist der Lauf der Dinge, die für jeden vorbestimmt ist. Bei manchen ist der Weg des Lebens schon besiegelt, bei den anderen muss dieses Band noch geknüpft werden. Das zeige ich dir anhand deiner eigenen Pflanze."
Die letzten Meter kämpften wir uns durch dichtes Gestrüpp und Dickicht. Dann waren wir da. Wir standen auf einer Lichtung, umringt von kniehohem Gras. Ein kleiner Teich lag vor uns, an welchem Frösche und Grillen ein kleines Quarkkonzert gaben. Glühwürmchen tanzen über der Wasseroberfläche. Und vor dem See stand ein mannshoher Kirschbaum, dessen Äste sich jedoch imposant weit ausbreiteten. Er stand in voller Blüte, jedoch war auch zu erkennen, dass viele seiner Äste verdörrt und die Blüten teilweise schon welk und abgestorben waren.
Ariella Tularyn
"Gegen ein Stück habe ich nichts dagegen.",meinte ich grinsend dabei und stand auf. "Weißt du was? Lass mich mal das machen.",sagte ich und schnippte mit dem Finger. Wie von Geisterhand tauchten zwei Pizzakartons auf dem Tisch. Lächelnd sah ich ihn. "Bon Appetit!",sagte ich zu ihm und setzte mich wieder
Tiger Claw
"Das...ist meine Seelenpflanze?",fragte ich und starrte regelrecht auf den Kirschbaum. Es war ein absoluter traumhafter Anblick. Die Blüten strahlten in einem zarten Rosa. Aber an ein paar Stellen waren sie schon verwelkt und braun. Ich ging näher heran und berührte vorsichtig die Rinde des Baums. "Warum sind ein paar Blüten so verwelkt?",wollte ich wissen ohne den Blick von der schönen Pracht abzuwenden.
Raph
,,Äh... danke." Etwas verdattert setzte ich mich, nahm den Pizzakarton in die Hand und hob vorsichtig den Deckel an. Und darunter befand sich tatsächlich eine wohlriechende, dampfende Pizza. Okay, das war abgefahren. So einfach mir nichts dir nichts eine Pizza herbeizaubern! Prüfend besah ich sie von allen Seiten, bis ich Ariellas Seitenblick bemerkte. ,,Oh... ähm, ich denke nicht, dass du mir irgendetwas giftiges oder so a drehen wirst, es ist nur... Wie schaffst du es, eine so perfekte Pizza zu zaubern, wo du die doch heute doch zum ersten Mal probiert hast?"
Shiori
,,Eine Frage, die du dir nur selbst beantworten kannst.", erklärte ich, schloss meine Augen und legte die Pfote neben seiner auf die Rinde des Lebensbaumes. ,,Vorhin sagte ich, dass einige Menschen ihr Band erst noch knüpfen müssen, damit sich ent***t, wie ihre Pflanze und somit auch ihre Seele gedeihen wird." Mit meinen Kräften versuchte ich, aus der Seele des Baumes zu lesen, was ihn alles geprägt hatte und was der Grund für die verwelkten und vertrockneten Stellen ist. ,,Auch bei dir sehe ich, dass sich das noch nicht entschieden hat, aber dein Baum ist sehr krank. Wut, Hà ss und Rachedurst lassen deine Äste verdörren und die Blüten verwelken. Das einzige, was deinen Baum am Leben erhält, ist deine Berechenbarkeit, die dich, wo du dein menschliches Äußeres schon vor Jahren verloren hast, noch immer begleitet. Du willst bestrafen, was sich deiner Meinung nach gegen dich stellt, jedoch nicht mehr und nicht weniger. Hast also tatsächlich noch ein gewisses Maß an Skrupel. Das ist es, was dich am Leben erhält. Das... und deine, wenn auch völlig falsch ausgerichtete, Loyalität zu deinem Meister, der dich auf einen fragwürdigen Pfad geführt hat."
,,Fragwürdig?", fragte er und zog seine Pfote zurück. Ich las weiter. ,,Dein Meister Shredder ist ein machtbesessener, böser und egoistischer Mensch, mein Lieber. Sein Motiv ist reiner Hà ss und das Verlangen nach Vergeltung. Ich kann nur erraten, wie seine Pflanze aussieht. Deine Loyalität zu ihm ist in dem Sinne noch hoch anzurechnen weil du nie auf den Gedanken kommen würdest, ihn in den Rücken zu fallen und ihm charakterlich treu ergeben bist. Der Gegenpol ist nur leider, dass der Pfad, auf dem du ihm folgst, deine Wurzeln krank macht. Noch kränker als deine Taten zuvor. Du hast sehr vielen Menschen Leid zugefügt. Grauenvolles angetan. Und der Überzeugung, das richtige zu tun. Du bist selber tief in dir drinnen verbittert und unendlich einsam, weil du schon früh alles aufgeben musstest, was dir etwas bedeutet hat. Das hat dich zu dem gemacht was du heute bist. Und dich leider auf einen Pfad gebracht, der..."
,,STOPP!" Ich spürte, wie mein Handgelenk mit festem Griff umklammert wurde öffnete ich die Augen. Als ich in sein Gesicht sah, erblickte ich Zorn darin. Sein Griff verfestigte sich und er fletschte mit leisem Knurren seine Reißzähne.
Ariella
"Ich lerne immer was neues kennen und kann es mir auch sehr gut merken.",erklärte ich ihm verschmitzt nachdem ich mich wieder zu ihm gesetzt hatte. "Wir Bewohner des Mondes sind sehr lernfähig und lernen immer gerne etwas neues.",erklärte ich und nahm mir ein Stück Pizza. "Und seit ich die Pizza kenne, bin ich total begeistert von diesem Gericht."
Tiger Claw
"Hör auf mit diesem Spiel!",stieß ich wütend hervor und drückte ihre Hand. "Du hast doch keine Ahnung, Shiori-san. Du kennst mich gar nicht und weißt deshalb nichts über mich. Auch nicht wie mein Leben war und was ich dafür tun musste um zu überleben.",fügte ich dabei hinzu und zitterte vor Wut und Verzweiflung.
Raph
,,Und bist deshalb in der Lage, diese Dinge zu projizieren, wann immer du sie möchtest oder brauchst.", bemerkte ich beeindruckt. ,,Das musst du unbedingt Donnie zeigen. Nicht dass er beleidigt ist dass ich das zuerst in Erfahrung gebracht habe." Ich zwinkerte verschmitzt. ,,Deine Kräfte sind wirklich... faszinierend. Ich hätte mir sowas im Traum nicht vorstellen können! Kannst du... mir das mit dem Pizza herbeizaubern nicht beibringen?"
Shiori
Ich hatte wohl einen Wunden Punkt erwischt. Interessant zu wissen, dass es mit seiner Vergangenheit zu tun hatte. Und es war unweigerlich zu erkennen wie sehr diese noch an ihm nagte. ,,Nein, dass weiß ich nicht!", erwiderte ich kühl und entzog mich seinem Griff. ,,Wie gesagt, ich interessiere mich nicht für euch Menschen. Eure Selbstgerechtigkeit und Arroganz ist mir zuwider. Wieso, das haben mir deine verdorrten Stellen eindrucksvoll geschildert. Du hast Leben ausgelöscht. Blumen verwelken lassen, die einst hier in diesem Garten wuchsen. DAS ist alles, was ich von dir wissen muss, Tora-san. Und hier...", ich deutete auf den Baum, ,,hast du die Chance, dir das noch einmal vors Auge zu führen." Er sah für weitere Sekunden so aus, als würde er jeden Moment sein Schwert ziehen und auf mich losstürmen wollen, aber dann schien er sich zu beruhigen und atmete geräuschlos aus. ,,Ich tue nur das, um was du mich gebeten hast und zeige dir meine Welt. Das... ist nunmal das, aus was meine Welt besteht. Und Ich werde dir jetzt das letzte bisschen davon zeigen. Dafür müssen wir über den Teich."
Ariella
Ich schüttelte den Kopf. "Geht leider nicht. Nur die Bewohner des Silver Millenium und die Königsfamilie kann das nur.",erklärte ich ihm. "Unsere Fähigkeiten sind sehr stark. Wir verfügen über viele verschiedene Fähigkeiten. Und eine hatte ich sogar Karai angeboten bei ihr anzuwenden.",sagte ich zu ihr und errötete etwas als ich daran dachte.
Tiger Claw
Ich steckte meine Machete wieder ein und zog die Stirn Kraus. "Über den Teich?",fragte ich skeptisch und sah gleich auch hinüber zu dem Teich. Wie sollte dass denn klappen? Wir würden doch untergehen.
Raph
,,Es war allein ihre Entscheidung ob sie sie annehmen wollte oder nicht. Donnie ist ebenfalls an einem Heilmittel dran. Und wenn es so weit ist, finden wir sie wieder. Noch bevor Shredder das tut." Ich schwieg einen Moment, dann sah ich sie ein wenig ernster an. ,,Es ehrt dich wirklich sehr, dass du es versuchen wolltest. Aber gib dir nicht die Schuld daran, dass Karai wieder abgehauen ist." Ich lehnte mich zurück und beschloss dann, dass Thema zu wechseln. Auch, weil ich mehr von ihr erfahren wollte. ,,Bist du dann eigentlich sowas wie eine richtige Prinzessin mit magischen Fähigkeiten?"
Shiori
,,Ja, über den Teich. Bist du schwerhörig?" Ohne Umschweife ging ich auf das Ufer des tiefblauen Gewässers zu, während er nach wie vor an Ort und Stelle stehen blieb. Konnte er nicht einmal das tun, was ich ihm sagte, ohne es zu hinterfragen? ,,Na komm, beweg deine Streifen hier her, Tigerchen." Unmittelbar vor dem Ufer blieb ich stehen. Hier war der Boden mit einer feinen weißen Sandschicht überzogen und das Wasser stieß in sanften Wellen an meine Zehen. Ich hob meinen Fuß ein wenig, beobachtete, wie das Wasser von meinem Fell abperlte und wie sich die nach dem Aufprall entstehenden Schwingungen über die Oberfläche bewegten. Dann erblickte ich sie. Natürlich war sie es nicht wirklich, nur leider musste ihre abscheuliche Fratze immer wieder mein eigenes Spiegelbild verdrängen. Wütend darüber, dass sie mich gerade jetzt daran erinnern musste, dass ihre verkommene Seele nach wie vor in meinem Körper steckte, zertrat ich ihr Gesicht auf der Wasserfläche. Der Schritte nach zu urteilen kam der Tiger nun doch zum Ufer. Als ich feststellte, dass das Spiegelbild im Wasser nun wieder mein Abbild zeigte, setzte ich vorsichtig meinen Fuß auf die Wasseroberfläche und konzentrierte mich. Die flüssige Form des Wasser schien sich unter meiner Sohle zu festigen sodass ich den Fuß voll belasten und auftreten konnte. Beim zweiten, dritten und vierten Schritt war es genauso. Ich drehte mich um. ,,Glaub mir. Wenn nicht mal eure Menschenwà ffen was gegen mich ausrichten können, dann so ein bisschen Wasser genauso wenig." Ich kam einige Schritte zurück. ,,Ich kann nicht versprechen, dass du nicht untergehen wirst, also gib mir lieber deine Hand. Wir müssen nur bis zur Mitte des Sees."
Ariella
Ich zuckte mit den Schultern. "Ich habe keine Ahnung. Ich weiß nur dass ich magische Fähigkeiten besitze und meine Herkunft der Mond ist, aber das ist auch schon alles. Ich weiß nichts über meine Familie und mein Leben dort.",sagte ich nachdenklich. Aber da war nichts. Ich konnte mich nach wie vor an gar nichts erinnern. "Ne klappt immer noch nicht. Mein Kopf ist wie leer gefegt.",meinte ich schließlich und zuckte erneut mit den Schultern. "Naja...was soll's. Irgendwann kommen sie wieder."
Tiger Claw
Skeptisch starrte ich auf den Teich und dann wieder sie. Ich muss wirklich bekloppt ein um bei diesem Spielchen mitzumachen. Ich schnaufte noch ein letztes Mal und ergriff ihre Hand. "Na schön! Ich zu es. Aber auf deine Verantwortung, wenn ich untergehe und drauf gehe. Du weißt ja: Katzen hássen Wasser!",erinnerte ich sie daran und ließ mich von ihr mitziehen. Zentimeter für Zentimeter begab ich mich in unbekannte Gewässer und starrte nach unten zu meinen Füßen. Doch zu meiner Überraschung standen die nicht unter Wasser wie es Ruhe glich sein sollte, sondern standen über den Wasser. Es war fast schon wie schweben. Erstaunt sah ich Shiori an. "Es...es klappt!",stieß ich atemlos hervor und musste nun mir selbst eingestehen dass sie Recht gehabt hatte.
Re: The devils game. || 2er RPG
von Amary am 04.09.2019 20:41Keno Webb
Als ich wieder in den Klassenraum trat, griff Lilith fast sofort nach meinem Arm und zischte mich an. Kurz überlegte wie ich darauf reagieren sollte, aber sie schien keine Antwort von mir zu erwarten, sondern rauschte einfach an mir vorbei. Zu Alec.
Wütend blickte ich ihr hinterher. Was würde er jetzt wohl tun? Ihr alles erzählen? Lilith schien Alec auszufragen, wenn auch deutlich sanfter als sie es eben noch bei mir getan hatte. Alec schien sich jedoch, zu meiner leichten Verwunderung, an meine Aufforderung zu halten und antwortete ihr nur kurz angebunden, bevor er sich wieder abwandte und davonhumpelte. Ich grinste leicht. Das zu sehen tat immens gut.
Ich ging zu meinem Platz und setzte mich geduldig auf meinen Stuhl. Es dauerte keine Sekunde bis Lilith wieder die Klasse betrat und auf mich zu stürmte. Ich grinste sie an, aber sie sah so müde und verwundert aus, dass ich den Ausdruck wieder fallen ließ.Â
Ihre Worte ließen mich nachdenken. Wie sollte ich ihr das erklären? Die Wahrheit war keine Option, mal ganz abgesehen davon, dass sie mir das vermutlich eh nicht glauben würde.Â
Ich ergriff ihre Hand und zog sie auf den Stuhl neben meinem, damit sie nicht mehr so über mir stand. Unsicher fuhr ich mir mit der Hand durch die Haare.Â
"Also mein Vater sagt, dass ich in den Ferien einen zweiten Wachstumsspurt erlebt habe. Er hat gesagt, dass wäre bei ihm auch so gewesen. Ich meine Männer wachsen ja oft bis sie zwanzig sind. Und ich war halt, wie gesagt, viel im Fitness studio."
Die Lügen kamen mir leichter von den Lippen als ich je gedacht hätte. Aber Lilith war ja meine beste Freundin und, selbst wenn ich sie anlügen musste, sie wollte ja, dass ich glücklich war, oder? Das wollten Freunde doch. Und mein neues Aussehen machte mich glücklich. Ich hatte mich seit Jahren nicht mehr so frei gefühlt. Das musste sie mir doch gönnen.Â
"Und das mit meinen Augen verstehe ich wirklich auch nicht. Aber so groß ist der Unterschied ja auch gar nicht. Ich meine den anderen ist es gar nicht aufgefallen," argumentierte ich weiter, "Ich glaube du merkst das einfach, weil wir uns so lange nicht gesehen haben." Ich hob meine Füße auf den Tisch und betrachtete meine Fingernägel.Â
Aus dem Augenwinkel sah ich Lilith. Ob sie mir glaubte? Ich hatte sie noch nie so direkt angelogen, aber von meinem Vater, der eigentlich seit fast zwei Jahren ein funktioneller Heroinabhängiger war und ich kaum mit ihm sprach, sicher nicht über meinen plötzlichen Wachstum, wusste sie, von mir jedenfalls nichts. Aber darüber sprach ich auch nicht. Es war auch schwer zu erklären. Man glaubte es kaum, wenn man ihn nicht kannte. Er sah aus wie ein normaler Versicherungsvertreter in unserer kleinen Stadt. Ich selbst hatte es nur herausgefunden, als sein Bruder ihn einmal in die Reha gesteckt hatte. Das ganze clean-sein hatte meinem Vater allerdings nicht gefallen. Er hatte ganze drei Wochen ausgehalten, bevor er sich wieder was gespritzt hatte.Â
Das Problem mit meinem Vater war, dass er so wenig sprach und generell so selten irgendetwas tat, dass es gar nicht auffiel, dass er die Hälfte der Zeit weg war. Und er hatte es immerhin seit mehreren Jahren geschafft seinen Arbeitsplatz zu behalten.Â
Ich hatte früh gelernt ihn einfach zu ignorieren, denn das tat er mit mir auch. Sobald ich mit der Schule fertig werden würde, hatte ich vor aus dieser Stadt zu verschwinden und nie zurückzublicken.Â
Aber das erklärte ich Lilith natürlich genauso wenig wie die Tatsache, dass ich eines Abends, kurz nach dem Beginn der Sommerferien mit der Versuchung konfrontiert war, mein ganzes Leben auf den Kopf zu stellen, zum Preis von Jemandem den ich noch nicht kannte. Stattdessen lehnte ich mich zurück.Â
"Ich wollte dir das eigentlich nicht erzählen, aber als ich vorhin in die Schule gekommen bin, hab ich gehört wie Alec und Fabian darüber gesprochen haben, dass sie dich beide gerne mal in ihrem Bett haben würden. Und Alec meinte irgendwas von "Wir könnten sie ja teilen, aber dafür musst du mir was geben. Sie steht nämlich voll auf mich." Oder so... Und keine Ahnung, dann bin ich so wütend geworden, dass ich ihn einfach konfrontieren musste. Ich wollte nicht, dass er so über dich redet," behauptete ich, meine Augen auf Lilith gerichtet.
"Ich weiß das war nicht die beste Art damit umzugehen, aber ich war so wütend. Und ich wollte mich nicht mehr einfach nur verstecken. Ich konnte mir ja nicht einfach anhören, dass er so über dich redet," fügte ich noch hinzu und legte meine Hand auf ihre Schulter
"Ich weiß du magst keine Gewalt und es tut mir leid, aber ich war so wütend."
Ob sie mir das glaubte? Es schien realistisch genug, Alec sprach so tatsächlich über viele Mädchen, oder hatte es zumindest zuvor getan. Und vielleicht wäre Lil nicht so sauer, wenn sie dachte, dass ich sie einfach verteidigen wollte. Die Lüge erschien mir ziemlich plausibel, aber bis jetzt war ich nie besonders gut darin gewesen Unwahrheiten zu erzählen. Wobei sich das wahrscheinlich auch mit dem Deal geändert hatte. Nach einem Geschäft mit dem Teufel noch ehrlich zu bleiben war wohl kaum möglich.Â
Re: Fantasy RPG Partner gesucht
von Baidecon am 04.09.2019 20:31Geht klar.
Re: The past is past! Love can forgive. ~ jahoo2 and -TMNT-04 ;D
von jahooo2 am 04.09.2019 20:24Jackson Smith
Â
Ich schmunzelte und stréichelte ihre Wange. "Ich dich auch." Ich zog meine Hand zurück und musste sofort wieder Lächeln. "Auch wenn ich dich vergessen habe, glaub mir, deine Liebe könnte ich nie vergessen, und mein Herz hat immer an dich gedacht!" Sagte ich klar und deutlich.
Amora Williams
Meine Wangen färbten sich rosig als ich das aus seinen Lippen hörte und schmunzelte glücklich. Zärtlich nahm ich sein Gesicht in meine Hände und drückte ihm einen Kuss auf die Stirn. "Und du warst immer in meinem Herzen. Nein! Viel besser du bist mein Herz, Jackson. Es gehört allein nur dir. Kein anderer konnte deinen Platz einnehmen, weil ich einfach nicht aufhören konnte dich zu lieben. Selbst die Verkupplungsversuche meine Schwester haben nicht geklappt als sie es versucht hatte.",erklärte ich ihm während ich über sein nun blondes Haar strèichelte. Ich grinste. "Du hast wieder deine natürliche Haarfarbe wieder?",fragte ich ihn leise ohne den Blick davon abzuwenden.
Jackson Smith
Ich nickte. "Ja. Nachdem du gegangen bist, waren sie noch eine Weile schwarz, aber dann hatten sie wieder die natürliche Farbe angenommen." Erklärte ich und musste leicht lächeln als sie mir so durchs Haar strich. Es war so ein tolles Gefühl, sie endlich wieder spüren zu können.
Amora Williams
"Verstehe.",sagte ich leise und fügte hinzu: "Sie sind sehr schön. Das steht dir besser." Ich lächelte und strich nochmal übers Haar, ehe ich davon abließ und wieder nach seiner Hand griff und miteinander verband wie ein Knoten.
Jackson Smith
Lächelnd stimmte ich ihr zu. "Da hast du recht, ich wusste nicht was ich mir früher gedacht habe." Lachte ich und wechselte dann das Thema. "Wie geht es deiner Schwester?" Fragte ich dann. Warum auch immer es mich gerade interessierte, ich wollte es einfach wissen.
Amora Williams
"Ihr geht es gut. Sie und ihr Verlobter, Aspen, wollen bald heiraten. Sie wohnt mit schon zusammen aber wir sehen uns immer noch so oft es geht.",sagte ich zu ihm lächelnd. "Als ihre Trauzeugin habe ich viel zu tun halt.",fügte ich ein bisschen stolz hinzu und freute mich schon sehr auf die Hochzeit.
Jackson Smith
"Schön zu hören.". Ich sah mit einem Lächeln aus dem Fenster. Es zogen ein paar Wolken an uns vorbei. "Wollen wir wieder zu den anderen?", fragte ich sie und sah ihr wieder in die Augen. Sie strahlten genau so wie früher. Es war schön sie gesund und fröhlich wiederzusehen. Ich drehte mich zur Tür und wollte beginnen los zu laufen.
Amora Williams
Ich hielt ihn aber noch zurück. "Warte. Da...da ist noch etwas was ich mit dir besprechen wollte.",sagte ich zu ihm und hielt seine Hand fest. Verlegen senkte ich den Kopf und merkte wieder diese Rote in meinem Gesicht. "Also...Es ist eher eine Frage die ich dir stellen wollte. Nun ja...die Hochzeit ist schon in einem Monat und...Ich hab dsbei gefragt ob du...mich dort...dorthin begleiten möchtest?",fragte ich stammelnd und sah mit dem Gesicht etwas zur Seite. "Du...Du musst nicht kommen, wenn du nicht möchtest, aber ich würde mich sehr darüber freuen, wenn du dabei wärst.",fügte ich schnell hinzu und merkte wie mir nun heiß wurde. Es hätte so viel Kraft und Mut gebraucht damit ich ihn fragen konnte und war auf seine Antwort gespannt.
Jackson Smith
Ich sah sie mit großen Augen an. Sie wollte das ich sie begleite? Bei der Hochzeit ihrer Schwester? "Nun ja... Ich würde gerne, wenn das für deine Schwester und ihren Verlobten in Ordnung geht, begleite ich dich." Sagte ich und lächelte leicht. Dann drückte ich ihre Hand und zog sie langsam mit zur Tür. Ich öffnete sie und von einer zur anderen Sekunde Befanden wir uns auf dem Flur.
Amora Williams
Strahlend folgte ich ihm und freute mich riesig darauf. Meiner Schwester wprde ich es schonend erklären, aber sie wird es schon irgendwie verstehen. "Da gibt es noch etwas was du wissen solltest, Jackson.",fügte ich noch im Gehen dazu und sah ihn mit einem seligen Lächeln an. "Ich habe hier ein Zimmer hier in einer Pension gebucht. Ich...bin nämlich dabei wieder zurückzuziehen.",erklärte und wir blieben ruckartig stehen. Überrascht sah ich wieder auf.
Jackson Smith
Ich strahlte vor Freude als sie mir das mitteilte. Mit einem überglücklichen Lächeln überraschte ich sie mit einer erneuten Umarmung. "Das ist ja toll!" Rief ich begeistert und sah sie mit einem fröhlichen Blick in den Augen an. "Ich freue mich, wie man merkt. Ich helfe dir auch gerne." Sagte ich und lief weiter den Gang entlang zur Eingangshalle der Schule.
Amora Williams
"Das dachte ich mir schon das du dich darüber freust.",bemerkte ich schmunzelnd und folgte ihm wieder in die Eingangshalle. "Ich wollte außerdem wieder zu meiner alten Wohnung und sie mir ansehen.",fügte ich hinzu.
Jackson Smith
Ich nickte und sah nach vorne. Es bildeten sich kleine Gruppen im Gebäude, welche dann auch hier herumliefen. "Ist America auch hier?" Fragte ich Amora dann und sah mich um. Mich würde die Reaktion von ihr interessieren wenn sie mich wieder sieht.
Amora Williams
Ich nickte. "Wir sind zusammen hier. Sie war noch bei Emily und Janet und dann habe ich Sie aus den Augen verloren. Und kurz darauf sind wir uns wieder begegnet.",erklärte ich ihm und Strich sacht mit dem Finger über seinen Handrücken, ehe er sie in seine nahm und sie in die Nähe seines Gesicht hielt.
Jackson Smith
Ich nickte nachdem sie ausgesprochen hatte. Genau in dem Moment wurde ich von hinten angerempelt und hörte nur eine schnelle ausgesprochene Entschuldigung. Ohne mich überhaupt umdrehen zu müssen wusste ich wer da hinter mir stand. Ich sah über meine Schulter nach hinten und begann zu lächeln. "Wenn man gerade von einer Person spricht..." Murmelte ich und drehte mich ganz um. "America." Begrüßte ich sie mit einem Lächeln.
Amora Williams
Meine Schwester blinzelte irritiert und starrte regelrecht verblüfft zu Jackson. "Jackson?",fragte sie überrascht und blinzelte nochmals. "Das gibt es ja nicht. Ich hätte dich gar nicht mehr erkannt.",fügte sie hinzu und musterte seine Haare. "Neue Haarfarbe?",fragte sie. Ich lachte und trat neben Jack. "Natürliche Haarfarbe.",sagte ich zu ihr grinsend.
Jackson Smith
Ich musste lachen. "Ja, sozusagen." Sagte ich lachend. "Es ist schön dich nochmal zu sehen." Fügte ich schnell hinzu und sah kurz zur Seite. Es war schön, die beiden so fröhlich wiederzusehen. "Aber es ist schön, das es euch beiden gut geht." Ich sah lächelnd zu Amora runter.
Amora Williams
"Geht mir genauso.",meinte ich zustimmend und erwiderte sein Lächeln. Da ja Mer auch hier ist konnte ich gleich mal nachfragen. "Du, Schwesterherz, ist es Okay, wenn Jackson zur Hochzeit kommt? Ich habe ihn eingeladen.",fragte ich sie und sah sie gespannt an. Mer sah kurz zu Jack und dann wieder zu mir. "Naja...ich hätte nichts dagegen, Amora. Du bist meine Schwester und ich will dass du auch glücklich an diesem Tag wirst.",meinte sie dann schulterzuckend. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Überglücklich umarmte ich sie. Damit machte sie mir eine Freude und Jackson ebenfalls. Sie hatte endlich eingesehen wie wichtig er mir immer noch ist und hatte es auch bereut dass sie versucht hatte mich zu verkuppeln. Aber jetzt war alles gut.
Jackson Smith
Es freute Amora sehr, das wir die Erlaubnis hatten. Aber auch ich war gerade überglücklich. Wir redeten noch etwas miteinander, da wurde America schon von den anderen Mädchen mitgezogen. Ich schenkte Amora wieder meine ganze Aufmerksamkeit und lächelte sie an. Ich freute mich schon sehr auf die Hochzeit und auch America wünschte ich alles gute in ihrer Zukunft.
Amora Williams
Ich sah wieder zu ihm rüber und lächelte glücklich. "Dass du und Mer euch jetzt so gut verstehen würdet, macht mich wirklich sehr glücklich.",sagte ich zu ihm und drehte mich ganz zu ihm.
~Komisch ist nur eine interessantere Form von normal~Â
                        -Princess/Subaru, 17.08.2020, luv u <3
                                edit; 25.08.2020: muhaha, ich hab dich immer noch lieb c: <3


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