*solar-system*
1 | 2 | » | Letzte
[ Nach unten | Zum letzten Beitrag | Thema abonnieren | Älteste Beiträge zuerst ]
Lindsay
von Pads am 09.07.2020 23:03Meine Eltern hatten keine Zeit mich zum Schiff zu bringen, weshalb mein Cousin mich begleitete. Er hatte mir gesagt, dass ich aufpassen sollte, da er meinem Begleiter, dem Sohn der zweiten Königsfamilie dieses Planeten, nicht vertraute. Ich wusste nicht ganz, wie ich damit umgehen sollte. Denn ich glaubte an das gute im Menschen, und für mich kam nur ein einheitlicher Planetenübergreifender Friedensvertrag infrage.
Mir war mulmig als wir den Planeten verließen. Ich hatte versprochen, dass ich so ruhig und so gut wie möglich verhandelte. Aber der herrschende Krieg auf meinem Planeten machte mir Sorgen. Ich hatte es nicht eingesehen zu gehen, aber da meine Eltern das abgehandelt hatten, dass ich dort hin gehen würde, hatte ich keine andere Wahl. Ich war nicht wirklich daran interessiert mit meinem 'Begleiter' einen auf lieb Freund zu machen, da ich das aber wohl oder übel tun musste um meinem Ziel ein wenig näher zum kommen, hatte ich auch da keine andere Chance, als mich ihm wohlgesonnen gegenüber zu stellen.
Wir stiegen aus, als die Kutsche gelandet war, hielt mir Ace seine Hand entgegen, welche ich dankend annahm. Ich ließ diese jedoch erst einmal nicht los. Ich weiß nicht ganz genau, was ich mir davon erhoffte. Vielleicht hoffte ich einfach nur darauf ihn verunsichern zu können, was mir vermutlich nicht geling, aber der Gedanke verschaffte mir schon Genugtuung.
Als er sagte es wäre ihm eine Freude gewesen, senkte ich nur meinen Kopf und machte mich dann schweigend auf den Weg in Richtung meines Stuhls. Ich hatte den Kopf anmutig erhoben, denn ich präsentierte mit Stolz meinen Planeten und wollte nicht, dass irgendwer daran dachte meine Interessen übergehen zu können, da ich erst 11 war. Ich setzte mich hin und nickte den anderen nur einmal zu, bevor ich damit begann die bereits Anwesenden eingehend zu mustern. Seitdem meine Eltern gewusst hatten, was mir bevorstand hatten sie Berater darauf angesetzt mich über all meine 'Konkurrenten' zu informieren. Sie hatten mir gesagt an wen ich mich halten sollte und wen ich mir lieber nicht zum Feind machen sollte, beziehungsweise mich auf keinen Fall mit ihm verbünden sollte.

Re: *solar-system*
von Lara am 26.06.2020 22:04Laiyah Terra
Beinahe musste ich über die Ansichten des Krebses schmunzeln, auch wenn sie mir im selben Moment in gewisser Weise missfielen. Jedoch hatte man mich darüber unterrichtet, dass die Bewohner des Mondes und somit auch das Sternenkind, selten die Welt außerhalb ihres eigenen Lebensraums zu Gesicht bekamen. Die Ansichten waren schlichtweg veraltet und angesprochene Probleme lagen Jahre zurück.
„Ich habe zwar keine Informationen darüber, wann Ihr das letzte Mal einen Abstecher zur Erde unternommen habt, aber wir sind nicht mehr im 21. Jahrhundert. Der Zustand der Erde hat sich vor Jahren gewandelt und es wird auf grüne Energie gesetzt. Das Klima der Erde hat einen durchaus adäquaten Stand erreicht. Es wurden unzählige Biotope mit beachtenswerter Flora und Fauna geschaffen. Zeiten ändern sich und unser Lebensraum ist durchaus ausreichend. Aber ich bedanke mich selbstverständlich, dass Ihr mir so unverfroren Eure Meinung über meinen Planeten und damit auch meine Wenigkeit mitteilt. Wo wir dann wieder beim Punkt der Subjektivität sind, mit der Ihr scheinbar keinerlei Probleme habt.", erläuterte ich mit einem aufgesetzten Lächeln. Klimaerwärmung und derlei Dinge gehörten bereits lange der Vergangenheit an. Bereits zum Zeitpunkt meiner Geburt war dies kein Thema mehr gewesen. Die Bevölkerung der Erde hatte sich weiterentwickelt und war sich über die Relevanz der Umwelt für ihr eigenes Leben bewusst geworden. An eine Zerstörung der Erde war an diesen Tagen gar nicht mehr zu denken. Sie erblühte vor mehreren Jahren wie eine Blume und das trotz des Krieges. Und ich würde dafür sorgen, dass sich dies in den nächsten Jahren auch nicht änderte.
Ace Mercurius
Ich war mir nicht sicher, was ich von den Plänen der Sonne halten sollte. Zum einen vermutete ich mehrere Schwachstellen, zum anderen gab es mir mehr Zeit meinen eigenen Plan durchzusetzen. Es gab mir mehr Zeit, um meine Konkurrentin verschwinden zu lassen.
„Mal ganz von diesem...Disput abgesehen, muss ich dem Skorpion leider zustimmen. Ich hatte ehrlich gesagt gehofft mich gänzlich auf die Verhandlungen konzentrieren zu können. Und wenn wir mal ehrlich sind, Herrscher regieren aufgrund von Bündnissen und Intrigen und das eine geht meist mit dem anderen einher. Es ist unmöglich Gleichberechtigung zu schaffen und so muss jeder erst auf seinen eigenen Planeten gucken, eher er sich um die anderen kümmert. Und wer etwas anderes behauptet, der ist schlichtweg leichtgläubig. Und auch ich befürchte, dass diese Gruppenaktivitäten eher kontraproduktiv sein werden.", stimmte ich der eleganten Dame zu, welche ich durchaus dafür bewunderte, dass sie ihre Meinung so frei kundtat. „Natürlich werde ich an derlei Aktivitäten teilnehmen, wenn weiter an diesem Plan festgehalten wird, aber ich begegne ihnen durchaus mit Skepsis."
Ich musste natürlich auch zugeben, dass das Auftreten des Skorpiones mir durchaus in die Karten spielen könnte. Eventuell wäre es ein leichtes das Verschwinden eines Sternenkindes auf sie zu schieben und somit den Verdacht von meiner Wenigkeit abzulenken. Klar war auf jeden Fall, dass es vermutlich um den Frieden geschehen war, sobald die Jungfrau von der Bildfläche verschwand. Doch wollte ich mir damit trotzdessen nicht allzu viel Zeit lassen. Um so früher sie uns verließ, umso besser.

Quelle
Re: *solar-system*
von mind-gamer am 26.06.2020 19:21Luna
Die Gruppenaktivitäten kamen mir gerade recht. Um mein Ziel - den Frieden zwischen den Planeten - umsetzen zu können, konnte es nicht schaden, Freundschaften zu knüpfen. Wer einander kennenlernte, und das nicht nur über Berichte, Erzählungen und Informationen, war seltener dazu bereit, egoistisch zu handeln. Das würde vielleicht dazu führen, dass wir etwas schaffen, was unseren Eltern nie gelungen war: Freundschaft zwischen den Sternenkindern. Von unseren eigenen Planeten aus hatten wir nie die Möglichkeit, einander wirklich kennenzulernen. Dafür waren die Herrscher viel zu streng und machtbesessen gewesen. Doch nun waren sie nicht da, um ihre Regeln aufzustellen. Hier gab es nur uns. Wir, auf denen das Schicksal des ganzen Sonnensystems ruhte. Denn wir würden nach unseren Eltern herrschen und könnten dadurch für ewigen Frieden sorgen. 50 Jahre Krieg waren an keinem spurlos vorbeigegangen. Selbst der Mond, welcher von allen Kämpfen verschont geblieben war hatte in der Zeit des Krieges gelitten. Die Kommunikation mit allen anderen Planeten war ausgeblieben und der wirtschaftliche Fortschritt völlig stehengeblieben. Bei den Kriegsteilnehmern waren unzählige Menschen gefallen, darunter Mütter, Väter, Alte und Kinder. Zivilistensiedlungen wurden aufgrund der Habgier der Herrscher überfallen, geplündert und in Schutt und Asche zurückgelassen. Unsere Völker hatten genug Leid mit ansehen müssen, als dass wir es uns jetzt erlauben konnten, genauso wie unsere Eltern zu werden. Deshalb erhob ich mich und ergriff das Wort.
„Dass das Sternenkind der Erde sich hierzu kritisch äußert war zu erwarten. Euer Planet verkommt mehr und mehr durch eure ignorante Verhaltensweise. Ich vermute, dass euch wohl der Platz ausgeht und so schnell wie möglich für neuen Lebensraum gesorgt werden soll. Ich halte die Gemeinschaftsaktivitäten für mehr als sinnvoll. Wir sollten anfangen unsere Herrscherkonstellation zu überdenken. Wenn wir jetzt genauso handeln, wie unsere Vorfahren es jeher taten, wird das Leid des Sonnensystems nie ein Ende haben. Ich bin für die Pläne des Sternenkinds der Sonne. Und wer wie du denkt wird die Schuld tragen, wenn irgendwann alle Planeten so zerstört sind wie die Erde."
Mit einem letzten entwürdigenden Blick auf Laiyah nahm ich wieder Platz und überließ den anderen Sternenkindern das Wort.
~I'm a thinker not a talker~
Re: *solar-system*
von mind-gamer am 26.06.2020 19:00Despina
Bei der Erwähnung des Erdenmondes richteten sich aller Sternenkinder Augen auf Luna, welcher dies sichtlich unangenehm zu sein schien. Doch die Aufmerksamkeit richtete sich kurz darauf bereits auf ein anderes Thema. Dass hier Gemeinschaftsprojekte stattfinden würden missfiel mir nicht im Geringsten. Ich würde die Möglichkeit bekommen viel verletzlichere Informationen über die Sternenkinder zu erhalten, als jene, die bereits jedem hier bekannt zu sein schienen. Durch meine Ausstrahlung würden sie mir vertrauen und mir leichtsinnig ihre Schwächen offenbaren. Ich wirkte auf sie bloß wie ein unschuldiges Kind.
Laiyah sah dies allerdings völlig anders. Es wunderte mich, da auch sie darin ihren Vorteil sehen musste. Misstrauisch sah ich zu ihr hinüber. Nun waren alle Augen verwundert auf sie gerichtet. Um meinen Schein des hilflosen Kindes zu waren berat ich mich mit gespieltem Zögern mit Evan und entschied mich dann, weiter den Äußerungen der Sternenkinder zu folgen. Fürs erste sollte ich mich zurückhalten und den Posten des Beobachters einnehmen. Also lehnte ich mich zurück und nahm eine verletzliche Haltung ein um weiterhin meiner Rolle gerecht zu werden. Bis jetzt musste meine Taktik blendend funktioniert haben, denn niemand hatte mich bis jetzt intensiver beachtet. Wenn es weiterhin so lief sollte es für mich kein Problem sein, meine Ziele zu erreichen.
Zudem schien es, so wie ich recherchiert hatte, nicht zielführend zu sein, eine Diskussion mit dem Sternenkind der Erde zu beginnen. Meine Nachforschungen hatten ergeben, dass sie sehr rechthaberisch zu sein schien, was sie mir bei einem Widerspruch bloß zum Feind machen würde. Die Erde war noch zu einflussreich, besonders mit den Vorzügen eines Mondes mit Planetenstatus, als dass man sich mit ihrem Sternenkind anlegen sollte. Der Neptun hatte zudem nie feindliche Absichten der Erde zu spüren bekommen, weshalb kein Grund bestand für solche zu sorgen. Mein Fokus lag auf den kleinen Planeten in der Mitte der Konstellation. Der Sonne näher zu sein brachte uns viele neue Möglichkeiten in wirtschaftlicher Sicht. Auf warmen und kalten Planeten Standorte zu haben war nur von Vorteil.
Bei diesem Vorhaben sollte ich mich auf die Sternenkinder der Venus fokussieren, was mir direkt einen Stein in den Weg legte, da nur eines der beiden Sternenkinder anwesend zu sein schien. Die Informationen zum zweiten Sternenkind waren unklar und sehr vage. Es gab nichts genaues, das über sie bekannt war. Deshalb musste ich wohl Kontakt mit Hina Yuurei aufnehmen. Alles andere war bis dahin nicht von meinem Interesse.
~I'm a thinker not a talker~
Re: *solar-system*
von Lara am 25.06.2020 00:12Laiyah Terra
Schließlich stieß das Sternenkind der Sonne zu unserer Runde und ergriff sogleich das Wort. Es missfiel mir, dass sie die Position der Verhandlungsleiterin einnahm, ohne das einer der anderen Planeten ein Mitspracherecht hatte. Sie predigten Gerechtigkeit, doch stellten sich stets in den Vordergrund. Pure Ironie, wenn man mich fragte.
Die Tatsache, dass die Verhandlungen von einem Sternenkind geleitet wurden, waren für mich unverständlich. Sollte diese Verantwortung doch lieber bei einem unparteiischen liegen.
Trotzdem ließ ich die Ansprache ohne Widerworte über mich ergehen. Es war nicht meine Absicht schon vor den Verhandlungen meine Abneigung gegenüber diesen auszudrücken und somit hielt ich mich zurück.
Stille erfüllte den Raum nachdem Diana Díaz verstummt war. Waren die anderen zu überwältigt, um das Wort zu ergreifen oder hatten sie nichts zu sagen? Schließlich meldeten sich dann doch zwei der Anwesenden zu Wort, wobei letztere lediglich erwähnte, dass sie die gleichen Fragen hätte, wie ihre vorherige Rednerin.
Leise, aber dennoch in einer Lautstärke, dass alle es mitbekamen, lachte ich auf. Es war ein sehr kurzes Lachen, bei dem ich zum ersten Mal meinen Blick auf die Tischfläche richtete und nicht in die Runde.
"Amüsant.", stellte ich fest, wobei ich meinen Blick wieder hob. "Es klingt beinahe als wären wir bei einer Ferienfreizeit. Schon ein wenig banal, wenn man bedenkt in was für einer heiklen Situation sich das System doch befindet. Versteht mich nicht falsch. Ich bin durchaus in der Lage nachvollziehen zu können, welche Absichten mit dem Kennenlernen gehegt werden. Doch haltet Ihr dies für adäquat? Zumal zwischenmenschliche Beziehungen durchaus zu einer subjektiven Verhandlungsstrategie führen könnten."

Quelle
Re: *solar-system*
von MiauWau am 24.06.2020 16:56Back in the game
Re: *solar-system*
von MiauWau am 24.06.2020 16:47Back in the game
Re: *solar-system*
von mind-gamer am 22.06.2020 19:34Diana Diaz
Heute war nun also der Tag. Von heute an würde die nächste Zeit über den Rest meines Lebens bestimmen. Dies war meine einmalige Chance mich endlich zu beweisen. Jeher hatte ich im Schatten meines Vaters Re gestanden. Er war Schöpfer und Herrscher unseres Sonnensystems und, weil er die Schöpfergottheit an der Spitze der Neunheit war, unsterblich. ich als seine Nachfolgerin hatte nur mit lächerlich geringer Wahrscheinlichkeit Hoffnung darauf, an seine Stelle zu treten. Doch zum Glück war mein Vater zu bequem, als dass er ewig regieren wollte. Aber solange ihn sein Volk so sehr verehrte konnte er ihnen nicht den Rücken zukehren. Mich hatten sie nie aktzeptiert und meine Träume, irgendwann Herrscherin zu werden als eine Phase und sinnlose Träumerei abgestempelt. Doch nichts konnte mich davon abbringen, immerwieder mein Können zur Schau zu Stellen. Ich wäre die perfekte Nachfolgerin und die Friedensverhandlungen waren meine perfekte Möglichkeit um dies endlich allen zu zeigen. Ich würde die neue Welt beherrschen und meinen Vater ersetzen.
Diese schwere Last auf meinen Schultern hatte die letzten Wochen angefangen, mich mehr und mehr zu erdrücken. Aber ich wusste genau, dass ich jetzt keinen Rückzieher machen durfte. Alles musste perfekt laufen, damit sich mein Traum endlich erfüllte. Schließlich ließ ich Heliopolis, meine Heimatstadt hinter mir und setzte Kurs auf den Pluto. Während der langen Anreise war ich immer wieder meine Aufzeichnungen, geschriebenen Reden und alle Planungen durchgegangen. Hatte den Friedensvertrag noch 3 weitere Male überarbeitet und mich mental auf die Sitzungen vorbereitet. Das Regelwerk, welches wir zusammengestellt hatten, war fest in meinem Kopf vermerkt und ich hätte im Schlaf den großen Wälzer aufsagen können.
"Wenn du dir weiterhin so viel Stress machst kolabierst du noch und dann war all deine Vorbereitung für die Katze!", schnatterte Tefnut neben mir. Ich drehte mich zu dem Falken, der auf meiner Schulter hockte und sah ihn grimmig an, bevor ich niedergeschlagen nickte und ihm zustimmte. "Du hast ja recht, aber ich bin so nervös. Es gibt so viel, dass schief gehen kann und es steht alles auf dem Spiel. Ich möchte mir selbst keine Fehler erlauben. Diese Verhandlungen sind zu wichtig.", seuftzte ich und ließ mich in den Sitz zurückfallen. Empört flatterte Tefnut in die Luft, da ihm sein Sitzplatz auf mir so ruckartig weggezogen worden war. Beleidigt ließ er sich auf einem der vielen Schaltpulte nieder und strick über sein Gefieder. "Lass lieber alles auf dich zukommen. Du kannst nicht alles vorhersehen und du bist nicht das Sternenkind des Saturn, das alles vorberechnen kann. Wenn du so weitermachst wirst du noch wahnsinnig und ich gleich mit dir. Also entpann dich die letzten Stunden bis zur Ankunft noch ein wenig. Nur so kannst du ihnen allen zeigen, wer du bist."
Er fand einfach immer die richtigen Worten um mich zur Ruhe zu bringen. Dankbar strich ich über seinen Kopf und machte es mir bequem, um die letzten freien Sekunden meines Lebens zu genießen und ein einziges Mal noch nicht an die Verhandlungen denken zu müssen.
"Wir sind da! Na los, wach auf. So meinte ich das dann doch nicht mit dem Ausruhen.", die aufgeregten Rufe des nervös umherfliegenden Falken weckten mich aus dem seit langer Zeit ersehnten ruhigen Schlaf. Das Raumschiff war nun dem Pluto ziemlich nahe und dümpelte in der Leere des Weltalls herum. Kurz musste ich mir Zeit nehmen, um richtig wach zu werden und anschließend das Schiff weiter auf den Planeten zuzusteuern. Ich visierte den Landeplatz, der für das Sternenkind der Sonne reserviert wurde an und stellte meine Fahrkünste zur Schue, auch wenn niemand da war, um sie zu sehen. Mein Gepäck holte ich aus dem Lagerraum und trug es in Richtung des Gebäudes, in dem ich die nächste Zeit lang leben würde. Es war nicht sehr viel, da ich an Klamotten nur dünne und kurze Kleidung besaß, die nicht viel Platz wegnahm und alle Daten und Aufschriften digital in einem handlichen Gerät abgespeichert hatte. Für Verpflegung war gesorgt, demnach lief ich mit einem kleinen Koffer zu meinem Zimmer und begab mich zu den Verhandlungsgebäuden, ohne noch weitere Zeit zu verlieren. Ich war die letzte, die erschien und die Stühle waren bereits alle besetzt, als ich auf den prunkvollen Löwen, mein Sternzeichen, zulief und mich vor ihn stellte. Der ovale Tisch in der Mitte war von jedem Sternenkind als Ablage für unzählige Notizen genutzt worden. Niemand war unvorbereitet erschienen, was ich zufrieden bewunderte. Auch ich legte meine digitalen Aufzeichnungen vor mich, bevor ich mich den Sternenkindern aller Planeten des Sonnensystems zuwandte.
"Ich begrüße euch alle zu den Friedensverhandlungen! Ich werde allen Anscheins nach nicht viel zum Grund dieses Treffens erklären müssen, weshalb wir direkt zum Ablauf kommen. Ihr habt alle eine eigene Unterkunft zugewiesen bekommen, in der ihr außerhalb der Sitzungen wohnen werdet. In den Sitzungen wird im Laufe der Verhandlungen über die einzelnen Planteten und deren Herrschaftsmächte gesprochen. Alle sieben Sonnen wird eine solche Sitzung stattfinden. Führt eine Sitzung zu keinem Ergebnis, so wird sie vertagt. In der Zwischenzeit wird es Gemeinschaftsprojekte geben, um den Frieden zwischen den Planteten zu stärken und eine harmonische Verhandlung zu fördern. Die Reihenfolge der Planeten im Bezug auf die Sitzungen richtet sich nach der Konstillation des Sonnensystems, beginnend mit dem Merkur. Der Mond wird aufgrund seiner Stellung als kein eigener Planet als letztes an der Reihe sein. Es steht nicht zur Debatte, auch anderen Monden die Stellung des Erdenplanetens gleichzustellen. Soll heißen, der Erdenplanet verfügt über einen Sternenkind, was ihm zu einem eigenen Planeten macht.", ich sah zu Despina, dem jungen Sternenkind hinüber, die sich alle Mühe gab, dass man ihr die Unsicherheit durch all die forschenden Blicke nicht ansah. Deshalb wechselte ich das Thema zum Regelwerk.
"Um nun zu den Regeln während den Sitzungen, den Gemeinschaftsprojekten und eurer Freizeit zu kommen. Während den Sitzungen herrscht ein absolutes Verbot der Nutzung von Fähigkeiten. Sie dürfen unter keinen Umständen gebraucht werden, um sich einen Vorteil oder anderen Nachteil zu bringen. Während den Gemeinschaftsprojekten ist die Nutzung erwünscht, in eurer Freizeit ist sie euch freigestellt. Desweiteren ist es euch untersagt, den Planteten bis zur Beendung der Sitzung zu verlassen oder Kontakt zu Außenstehenden aufzunehmen. Dies waren die wichtigsten Regeln, wer genaueres Wissen will darf sich jederzeit durch das Regelwerk informieren, was jedem zur Verfügung steht. Die erste Sitzung wird in zwei Sonnen stattfinden. Bis dahin habt ihr Zeit, euch einzugewöhnen und untereinander Kontakte zu pflegen."
Mit diesen letzten Worten wartete ich auf Fragen der Sternenkinder. Über diese Informationen waren sie bisher nicht in Kenntnis gesetzt worden, weshalb ich Erstaunen und Verwunderung zu sehen erwartete. Doch sie alle kannten die ungeschriebenen Regeln von solcherlei Verhandlungen. Gefühle und Gedanken mussten stets versteckt gehalten werden, denn sie waren des Gegners stärkste Waffe. Bewundernd nickte ich unmerklich.
~I'm a thinker not a talker~
Re: *solar-system*
von Lara am 21.06.2020 16:05Ace Mercurius
Jetzt sollte es also wirklich soweit sein. Wie lange hatte ich auf diesen Tag gewartet. Nun war es endlich an der Zeit mir das zu nehmen, was mir auch Zustand. Ich hatte vor klein anzufangen und so war mein erstes Ziel die Alleinherrschaft über den Merkur. Zu lange hatte ich ihn mir mit Leuten teilen müssen, die es nicht verdient hatten an der Macht zu sein. Und es war kein Geheimnis, dass auch ich dem anderen Königspaar ein Dorn im Auge gewesen war. Vor allem in meinen jungen Jahren. Um ehrlich zu sein würde es mich nicht einmal wundern, wären sie an damaligen Komplotten beteiligt gewesen.
Nun würden sie das bekommen, was ihnen Zustand. Ich wollte Vergeltung, ich wollte Macht. Was ein Glück für mich, dass auch die Jungfrau, meine wohl größte Bedrohung, verpflichtet war den Verhandlungen beizuwohnen. Durch ihr verschwinden wäre es mir möglich mir den ganzen Planeten unter den Nagel zu reißen. Und anschließend könnte ich dann mit Hilfe meiner neu gewonnenen Macht expandieren. Es war perfekt.
Ich hatte auch schon eine Ahnung wie ich das Verschwinden der Jungfrau in die Wege leiten könnte. Meine besonderen Fähigkeiten würden mir dabei sicher eine große Hilfe sein. Bis dahin musste ich jedoch den Schein des Gentlemans wahren. Es war wichtig, dass niemand hinter meinen Plan kam.
Aus diesem Grund gab ich mich auch an diesem Tag freundlich, stimmte sogar zu zusammen mit der Jungfrau zu den Verhandlungen zu reisen. Theoretisch wäre es eine gute Möglichkeit gewesen sie umzubringen, doch wussten ihre Eltern um meine Gesellschaft auf der Reise Bescheid. Der Verdacht würde zwangsläufig auf mich fallen. So setzte ich also stattdessen meinen Charme ein, um das Vertrauen meiner Konkurrentin zu gewinnen.
Als wir dann endlich den Pluto erreichten, war ich der erste von uns, der den Zwergplaneten betrat. Selbstverständlich hielt ich meiner Begleitung die Hand entgegen, um ihr aus der Kutsche zu helfen. Lächelnd wurde diese von ihr ergriffen und auch nach dem Ausstieg nicht losgelassen. Ich nahm dies einfach hin und führte sie somit in das Verhandlungsgebäude. Uns bot sich der Anblick einer riesigen Tafel, umgeben von exakt zwölf Stühlen, wobei jedem von ihnen ein bestimmtes Sternzeichen zugeordnet war.
"Es war mir eine Freude in deiner Begleitung zu reisen.", sprach ich zur Jungfrau, da wohl nun der Moment gekommen war, an dem wir uns trennen müssten. Noch ein letztes Lächeln schenkte ich ihr, ehe wir uns dann beide auf den Weg zu unserem Platz machten.
"Die Damen.", sprach ich lächelnd und nickte einmal in die Runde, ehe ich mich dann endgültig niederließ. Es war wohl nur angebracht, wenigstens in irgendeiner Form eine Begrüßung auszusprechen und das hatte ich mit dem Nicken getan.
Kurz ließ ich meinen Blick durch die Runde schweifen. Auch wenn mir die Gesichter unbekannt waren, wusste ich doch sehr wohl ihre Namen, die ich aufgrund der Sternzeichen zu ordnen konnte.
Laiyah Terra
Mein ganzes Leben lang war ich auf exakt diesen Tag vorbereitet wurden und ich hatte klare Anweisungen von meinem Vater bekommen. Ein Frieden kam nicht in Frage, solange wir nicht Sieger dieser Verhandlungen waren, egal auf welche Weise dies gelingen würde. Sollte ich mit Worten nicht weiterkommen, bestand mein Vater darauf, dass ich Gebrauch von meinen Kräften machte. So oder so, diese Verhandlungen würden mit Sicherheit nicht gut ausgehen.
Anmutig stieg ich aus dem Raumschiff, welches mich zum Pluto gebracht hatte. Das Kleid, welches ich trug, funkelte wie die Sterne am Nachthimmel. Selbstbewusst setzte ich einen Fuß vor den anderen und Schritt auf das imposante Gebäude zu. Man hatte scheinbar keine Kosten und Mühen gespart.
Der Eingang schien direkt zum Ort der Verhandlungen zu führen. Die große Halle wurde vom Geräusch meiner Absätze erfüllt. Kurz blieb ich stehen, verschaffte mir einen Überblick über die Situation. Um einen Tisch herum, hatten bereits einige der Sternenkinder Platz genommen. Hoch über ihnen prangten die Abbilder ihrer Sternzeichen. Filigran und äußerst Detailreich. Die Personen in diesem Raum waren überwiegend weiblichen Geschlechts, doch dem war ich mir bereits zuvor bewusst gewesen, denn ich hatte artig meine Hausaufgaben gemacht und reichlich Informationen gesammelt. Es wäre fatal unvorbereitet an einer solch wichtigen Verhandlung teilzunehmen.
Wieder war das Klacken meiner Absätze zu hören, denn ich bewegte mich auf den thronähnlichen Stuhl zu, welcher meiner Wenigkeit angedacht war. Er lag zwischen dem der Waage und dem des Schützen. Beide waren noch nicht anwesend.
Bei meinem Platz angekommen, ließ ich mich auf diesem nieder. Meine Hände fanden ihren Platz auf den Armlehnen und meine Beine schlug ich übereinander. Keine einzige Sekunde wanderte mein Blick gen Boden, sondern war stets in die Runde gerichtet und meine Haltung war aufrecht und stolz. Es war wichtig selbstbewusst aufzutreten, ansonsten bestand die Gefahr in die Rolle des Opfers gedrängt zu werden. Und das war sicherlich nicht meine Absicht.
Kleid

Quelle
Re: *solar-system*
von MiauWau am 17.06.2020 20:49Back in the game


Antworten

