Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
Erste Seite | « | 1 ... 12 | 13 | 14 | 15 | » | Letzte
[ Nach unten | Zum letzten Beitrag | Thema abonnieren | Neueste Beiträge zuerst ]
Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
von David am 31.08.2022 17:28"Ah... Ja, klar doch, überlass das ruhig mir!", antwortete Selo auf meine Frage und ich atmete erleichtert aus. Wie versprochen kickte sie den Stein im nächsten Moment gegen das Fenster. Das Glas zersprang.
"Uhm... Das Fenster ist zersprungen, wir können jetzt weiter... Ow!"
Wie es schien, hatte die Cookieverkäuferin beim Kicken ihr Bein verletzt. Doch es wirkte auch als könnte sie dieses Problem ganz gut alleine bewältigen. Ich nickte.
Selo hinkte durch unseren DIY-Eingang und ich folgte ihr. Auf dem Weg hob ich eine Glasscherbe auf, denn ich mag Scherben, und betrachtete kurz meine Reflektion in dieser. Ich sah nichts außergewöhnliches und steckte sie in meine Manteltasche weg.
In der Mall angekommen, musste ich mich erst an das helle Licht gewöhnen.
Wenn ich nicht verrückt geworden bin, dann sah ich weiter hinten dicke Staubwolken. Und wenn ich nicht verrückt geworden bin, konnte ich dort auch die Silhouette zweier Leute erkennen. Ich machte Selo darauf aufmerksam und wir begaben uns auf den Weg dorthin.
Dort waren tatsächlich Staubwolken und zertrümmerte Wände. Und 2 - nein, 3 - Personen; eine, auf dem Boden liegend, die anderen beiden vor ihr kniend.
Welch Chaos hat hier stattgefunden?
Selo beugte sich zu der Truppe hinunter.
"Hey, was ist passiert? Wir haben nach euch gesucht..."
Ich sah mich im Supermarkt um und bemerkte erst jetzt, wieviel Mehl hier herumlag.
Hätten wir früher kommen sollen?
"Wie geht es Randomy? Ist sie verletzt?", hörte ich Selo im Hintergrund weiterfragen.
So sehr meine Müdigkeit grade von mir verlangte, mich neben die Gruppe zu legen und Randomy nachzuahmen, ich musste vernünftig bleiben.
Die Staubwolken breiteten sich weiter im Raum aus und ich musste husten. Ich drehte mich zu den anderen um.
"Wir sollten möglichst schnell hier raus, bevor wir zu viel Staub einatmen.", begann ich. Mein Blick fiel auf die bewusstlose Randomy und ich stieß einen leichten Seufzer aus.
"Tibi und ich tragen Randomy und die anderen beiden..."
Ich sah mich um und bemerkte dabei den großen Vorrat an Tomaten Milch, der recht in der Nähe von uns war.
Tomaten Milch klang doch sehr nahrhaft.
"Der Rest nimmt so viel Tomaten Milch mit, wie er tragen kann!", beendete ich meinen Satz und zeigte auf das Regal mit dem Vorrat.

Mamiko
von Miau-Wau am 01.09.2022 19:01
Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
von David am 03.09.2022 19:05Mein Vorschlag war nicht so gut angekommen wie ich es erwartet hatte.
Und dass der Widerstand von Mamiko kommen würde, damit hätte ich nicht gerechnet.
„Was denkst du eigentlich, wer du bist?", sagt sie mit fester Stimme.
Ich denke, ich bin Gott. Zur Hälfte liege ich damit richtig. Doch das spreche ich nicht aus.
Ich will keinen Streit anfangen; das wäre lächerlich.
„Gibt es denn ein Problem mit meinem Vorschlag?", frage ich stattdessen.
Ich lächle; ein verzweifelter Versuch, die positive Stimmung möglichst beizubehalten.
„Und ob es den gibt, Meister!"
Mein Lächeln zerbricht wie das Fenster am Eingang der Mall. Ich greife nervös nach der Scherbe in meiner Manteltasche. Fahre meinen Finger über ihre scharfe Kante.
„S-so, dann schlag doch etwas Besse-", bringe ich gerade heraus, doch werde wieder unterbrochen.
„Mit Vergnügen! Deine Prioritäten sind echt zum Kotzen!", während Mamiko weiter abreagiert, beginnt sie Randomy zu heben. Tibi hilft ihr.
„Wir haben eine Verletzte und du kümmerst dich ums verfluchte Essen."
Ich sah zu Randomy. Lia hat bestimmt irgendeinen Trank, der dem verletzten Dämon helfen könnte. Von daher- Oh, richtig, Mamiko weiß noch gar nicht von Lia.
Wenn ich an Randomy's Stelle wäre, hätten sie mich dann hier liegengelassen?, schießt es mir durch den Kopf. Ich weiß, dass der Gedanke lächerlich ist.
Ich versuche meine Aufmerksamkeit wieder auf das Geschehen vor mir zu lenken.
Mein Blick fällt auf Mamiko's Rucksack voller Dosen.
„Da hast du dein blödes Essen!"
Da habe ich mein blödes Essen.
„Wofür sind wir auch hier gewesen! Zum Bummeln vielleicht? Verdammt, wir sind nicht so blöd wie du denkst!"
{trigger warning: self harm??}
Ich kann nicht... Ich kann so nicht- Meine Finger umklammern die Scherbe fester; versuchen krampfhaft, an ihr Halt zu finden.
{trigger warning ende}
„Aber es schadet doch nicht, etwas mehr mitzunehmen.", rufe ich der sich von mir entfernenden Truppe zu. Ein letzter, verzweifelter Versuch, meinen Platz beizubehalten.
Mein Ruf wird nur von den Staubwolken im leeren Raum empfangen. Ich huste.
Die Gruppe nähert sich immer mehr dem Ausgang. Wieso passiert das eigentlich immer mir?
Ich weiß, dass sie nicht auf mich warten werden. Für eine Weile stehe ich einfach da. Als ich in mich zusammensacke ist auch Selo weg.
Wieso stehe ich am Ende immer alleine da?
Ich bin verloren. Und so versuche ich, der wunderbare Held dieser Geschichte, der Anführer einer Gruppe, die mich nicht mal als solchen akzeptiert; ich versuche, mich wenigstens aus dem Nebel der Staubwolken zu befreien; schleppend, auf dem Boden kriechend. Die Sicht genauso vernebelt wie der Geist und die Gedanken.
{trigger warning: mental breakdown?? guys idek was ich tue}
Ich, ein Demi-Gott.
Aber was hat das denn schon zu bedeuten.
Meine blutende Hand greift nach einer Türklinke. Ich drücke sie hinunter und falle auf den Steinboden. Tränen kullern meine Wangen hinunter wie Scherben. Ich mache mir gar nicht erst die Mühe, sie herunterzudrücken.
Meine Hand hinterlässt Tomaten Milch auf dem Boden.
{trigger warning: attempted suicide, i guess?? like, idek}
Jetzt habe ich verschiedene Optionen: Ich könnte raus an die frische Luft.
Oder ich könnte mich fünfzig Meter weiter zur nächsten Apotheke schleifen und ein paar Packungen Schlaftabletten holen-
Nein, was für ein törichter Gedanke.
Ich bin ein Versager, selbst meine Eltern-
Feigling.
...Ich könnte zurück zu den anderen gehen; sie kommen auch ohne mich klar. Sie kommen nicht ohne mich-
Gott! ( - Das bin nicht ich! Spoiler: Es gibt keinen!)
Verdammt! Scheiße!
Niemand wird mich davon abhalten, denke ich, während ich mich auf den Weg mache.
Ob ich Schlaf verdient habe oder nicht, ist unwichtig. Es ist mir grade sowieso alles relativ egal.
Eine weitere verschlossene Tür. Ich denke nicht lange nach und schlage sie mit meiner eigenen Faust ein - viel blutiger kann sie ja nicht werden.
Der Rest meiner Erinnerung ist mindestens genauso vernebelt wie der staubige Supermarkt.
„Wieso verspüre ich einen solchen Frust über den wahren Kern meines Seins?", denke ich, während ich Tabletten in die Hand nehme. Wie viele, weiß ich nicht mehr.
Ich falle in einen tiefen f̷̢̱͚͇͖̈́̾͂r̸͙͔̪̪̺̱̻̺̖̈́̒͐̄̀̊̕ḯ̶̧̲͔̼̜̣̼̎ͅe̵̡̯̜͍̬͕̦̟̩͛̇͑̆̉̚͝͠d̵̡̛͎̱̪̙̭̗̙͂̅͐̈̾̉̀̕l̸͖̣̻̲̒̈́̇̆̕į̴͚͙̘̗̰̌͊̊̌c̸̳͔̙̣̹̞̼̓̌̈́̿̈́h̷̢̨̞̙̭̙̙͖̤͆̈e̵̥͚͇͍͎͕͈͉̱̒̓̓͛̎̊͘̕n̶̟̓ S̶̼̻̗͕̪͈̬͙̪̳͝ç̶̱̦̲͔̈́̈́̽̉̄̃̋̚͠͠ͅḫ̸̲̍̈́͋͐̍̒͛̇̐̿h̴̦̼̮̱̙̜̞̀͂̈̍̊ḥ̸͎̳͚̯̲̰͙̆́̔h̴̘͋̓̍̕

Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
von Selo03 am 13.10.2022 12:52Ehe ich mich versah geriet die Situation auf irgendeiner Art außer Kontrolle.
"S-so, dann schlag doch etwas Besse-"
"Mit Vergnügen! Deine Prioritäten sind echt zum Kotzen!"
Streiten die beide da etwa gerade? Das ist doch ein Streit? oder etwa nicht? Bis gerade eben war doch alles noch prima- worüber streiten sie sich da überhaupt? Ich verstehe das nicht wirklich. Aber es scheint eine ernste Sache zu sein, was mich noch mehr verwirrte.
Huh? Plötzlich liefen Mamiko und Tibi mit Randomy los. Ich habe nicht wirklich zugehört- geht Eno noch aufs Toilette oder so-
Nach dem ich etwas gezögert habe habe folgte ich den anderen, ohne wirklich was von dem zu verstehen was hier los wäre. Tibi und Mamiko unterhielten sich etwas während wir die Mall verließen. Irgendwie hatte ich ein schlechtes Gefühl bei der ganzen sache. Als würde ein Teufel auf meiner sitzen und mir wirres Zeug ein flüstern. Versteh ich nicht.
Während wir immer weiter liefen wurde ich stück für stück langsamer, bis ich schließlich stehen blieb. "Uhm...Tut mir leid- ich habe da etwas vergessen ahaha.... ich hole es kurz zurück- geht ihr schon mal vor- bis dann!" Bevor irgendjemand etwas antworten konnte, rannte ich schon los. Gott bin ich ein Idiot. Ich verstehe wirklich gar nichts.
Ich kam schließlich bei der Mall an und ging erneut durch die Karusselltür. Mein Bein schmerzte etwas, ich hätte sicher nicht zu rennen gebraucht um es noch mehr zu belasten. Verunsichert atmete ich ein und begab dahin zurück wo ich Eno zu letzt sah. Er war nicht mehr hier, dafür begrüßten mich einige Blutspuren. Ob er verblutet ist? Ich schüttelte mir den Kopf. Nein nein, solche sachen darfst du nicht so einfach durch den Kopf gehen lassen, vielleicht ist der Blut verguss ja nicht so viel- Moment mal, ist das überhaupt sein Blut? Und falls ja wie kam es zum verguss- und wenn doch nicht wessen Blut dann- Nein ich verschwende hier nur meine Zeit... oh sieh da, die Spuren gehen weiter!
Ich folgte dessen bis ich ihn letztendlich vor mir sah. Einen Eno- der bewusstlos auf dem Boden einer Apotheke lag. Ich kniete mich zu ihn hin und überprüfte zuerst seinen Puls.....ich hör ihn, jedoch ist er schwach. Zumindest ist er am Leben.....
Ich sah ihm mir an und bemerkte seine Blutige Hand. Ich stand auf und suchte nach Desinfektionsmittel, die ich fand. Praktischer Ort. Ich kniete mich hinunter auf dem Boden und riss ein teil meiner Strickjacke am Gürtel ab. Sie war das letzte was ich noch von der Zeit als Diener meines Lordes besaß, es ist wirklich schade um sie. Das Desinfektionsmittel sprühte ich auf den Stoff und wickelte darauf hin seine Hand in dessen um seine Blutung zu stoppen. Ich Seufzte. Das ganze hier ist mir etwas zuviel. Ich wünschte ich könnte wieder zu meinem Lord. Ach....seit wann ich wohl so bin? Vielleicht wahr ich es auch schon immer, nur nie in Situationen wie die vom heutigen Tag. Ich sah wieder zu Eno. Er hat sicher viel Blut verloren....Ob er vielleicht ein Vampir ist? Dann hätte ich ihm sicher sicher etwas von meinem abgeben können. Ich mache nur Spaß....
Huh? Sind das Tabletten hier auf dem Boden? Ich hob eine Tabletten Packung auf die ebenfalls auf dem Boden Lag. Es waren Schlaftabletten. Es sah so aus als hätte er welche genommen...darum der Leise Herzschlag.... Hoffentlich waren es nicht all zu viele.
Ich entschloss mich bei ihm zu bleiben bis er wieder aufwacht, solange pass ich auf sein Herzschlaf auf und wenn er noch schwächer wird, gebe ich ihm eine Herzmassage. Oder eher versuche es. Ich habe noch nie eine gegeben, aber das wird schon!

Fragile_Jewel
Gelöschter Benutzer
Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
von TIbia am 21.10.2022 20:34Nachdem die eigenartige Person erledigt war, rannten Mamiko und ich kurzerhand auf Randomy zu, die ohne das es eine große Überraschung war, immer noch reglos am Boden lag und generell ziemlich schlecht aussah.

ATUA
Mamiko
von Miau-Wau am 03.01.2023 07:42Die kalte Nachtluft schmerzt ein wenig beim Einatmen. Das Schleifen der Steine unter unseren Füßen erfüllt die gruselige Stille der wie ausgestorben wirkenden Stadt mit ein wenig Leben. Schritt für Schritt bewegen wir uns Richtung der grünen Bank, die Tibia im Schein einer einsamen Straßenlaterne entdeckt hat. Selo hat uns wieder verlassen. Vorsichtig legen wir Randomys schwer gewordenen Körper ab und atmen tief durch. Tibia lehnt sich an die Wand, ich setzte mich auf den Boden vor der Bank. Die Kieselsteine sind von der Mittagssonne noch ein wenig warm. Ich nehme einen davon in die Hand und werfe ihn immer wieder ein wenig in die Luft.
Wie sind wir eigentlich hier hinein geraten? Wer sind all diese Menschen und warum sind nur sie übrig geblieben? Was haben wir gemeinsam? Haben wir überhaupt etwas gemeinsam? Wie sollen wir überhaupt eine Lösung finden? Können wir überhaupt eine finden? Selbst wenn jemand von uns eine Lösung findet- es würde auf die Person ankommen, sie auch den anderen mitzuteilen. Würde ich das denn tun? Was spräche eigentlich dagegen? Wer war dieses Monster von heute Morgen? Wo kam es her? Warum hat es die Stadt angegriffen? Wo ist es je-
,,Ich bin mir ziemlich sicher, Selo hat nichts in der Mall verloren. Meinst du sie holt Eno zurück?'' Tibia holt mich aus meinem Gedankenstrudel heraus. Ich fange den Kieselstein ein letztes Mal auf und er ruht in meiner Hand. „Vermutlich." Soll er sich doch mit dummen Dosen vollscheffeln. Wir verfallen wieder in Stille. Jede ist mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt. Randomy schläft. Was die anderen wohl gerade treiben? Ich lasse den Kieselstein wieder auf den Boden fallen, stütze meine Arme auf meinen angewinkelten Beinen ab und lege den Kopf darauf. Alles was ich höre, ist der rauschende Wind und leises Atmen. Ich genieße die Stille. Niemand ist da. Niemand, dessen Anwesenheit mich stören würde.
Erst jetzt fällt mir auf, wie wenig ich eigentlich gegen Tibias Gesellschaft habe. Wann war das das letzte Mal bei einer Person so?
Heeeey, hallo Miko! Miko! Jetzt bleib doch mal stehen! - Du sollst mich doch nicht so nennen...
Sieh mal, was ich gefunden habe, das wird dir bestimmt gefallen!
Ist alles in Ordnung? Du siehst traurig aus... Komm her, Kitzelstrafe! Hahahaha
Ja. Tibia erinnert mich an sie.
„Sag mal", ich sehe Tibia an, die mich ihrerseits anblickt, „du hattest doch bei deiner Vorstellung gesagt, dass dein Name Tibia sei, richtig?" Sie nickt.
„Du... wolltest aber anders genannt werden."
„Ja, Tibi, aber wenn das für dich-"
„Nein nein, ist in Ordnung. Du hast diesen Wunsch geäußert, dann respektiere ich ihn auch."
„O-okay, danke dir."
Ich sehe wieder auf meine Füße. Randomy schläft immer noch.
Tibi erinnert mich an sie.
Mein Bauch fängt an zu kribbeln. Aus irgendeinem Grund macht mich das wütend, dabei kann ich es nicht einmal ändern.
Dann spüre ich, wie sich jemand an meinen Rücken lehnt. Es ist Tibi, die sich zu mir gesetzt hat. Normalerweise würde ich mich darüber ärgern, dass jemand mir, ohne zu fragen, so nahekommt. Aber unter diesen Umständen und wohl auch weil ich zu müde und verwirrt bin, um mich aufzuregen, ist es in Ordnung.
Tibi atmet tief durch.
„Irgendwie ist diese ganze Situation doch doof!", bricht es aus ihr heraus.
„Mhm." Ich nicke ein wenig.
„Ich versteh' überhaupt nicht, wie das alles passiert ist!"
„Und wieso nur wir übrig sind..."
„GENAU!" Tibi dreht sich zu mir. „Das frag' ich mich auch schon die ganze Zeit! Oder wo dieser Nosic überhaupt herkommt?"
„Wenn man mal drüber nachdenkt, dann hätte es doch Anzeichen für sein Auftauchen geben sollen..."
„Stiiiiimmt, jetzt wo du's sagst..."
Ich drehe mich auch zu Tibi. „Denkst du es gibt etwas, das wir alle gemeinsam haben?"
Tibi verstummt kurz. „Das kann ich mir bei so einer bunten Truppe zwar kaum vorstellen, aber man soll ja nie nach dem Äußeren urteilen. Könnte sein, aber was nur?"
„Ich weiß es auch nicht."
Dann wird es wieder still. Ich sehe auf den Boden. Ich will gerade wieder in Gedanken versinken, da rüttelt mich jemand an der Schulter.
„Uhm, Mamiko... Ich glaube, wir haben Mist gebaut."
Sofort bin ich in Alarmbereitschaft. Ich blicke mich. Es ist schwer, in der Dunkelheit etwas zu erkennen, aber es scheint sich nichts verändert zu haben. Jetzt erst widme ich Tibi meine Aufmerksamkeit und mir fällt auf, was sie wirklich meint.
„Ich glaube, die war frisch gestrichen", flüstert sie mit einem Deut auf die Bank, auf der wir Randomy abgelegt haben.
Wir sehen uns für einige Momente besorgt an und brechen dann in Lachen aus.

Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
von Lisa2604 am 05.01.2023 00:07„Wieso fragst du sie nicht selber?" antwortete Eno auf meine Frage. Er schien wohl kein gutes Verhältnis zu Huxley zu haben. Mich interessierte der Grund dazu, aber trotzdem hakte ich nicht weiter nach, um die Stimmung nicht zu verschlechtern. Ich wollte mir außerdem lieber ein eigenes Bild von Huxley machen. Eno fügte aber noch etwas sehr interessantes hinzu: "Sie meint, sie existiere auf einer anderen Ebene der Realität oder so". Was hatte es damit auf sich? Als Hexe kannte ich mich mit Übernatürlichem aus, aber von einer "anderen Ebene der Realität" hatte auch ich noch nie gehört.

Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
von Miulo am 05.01.2023 15:18"Wir haben endlich noch einen Menschen gefunden, Lia!"
Ein aufgreregtes Lächeln machte sich auf meinem Gesicht breit. Zwar hätte mir das plötzliche Auftauchen eines Menschens Sorgen bereiten sollen, allerdings freute ich mich immoment zu sehr über diese Tatsache, um auch nur einen Gedanken an die Ironie der Situation zu verschwenden. "Und ausgerechnet eine Bekannte von dir, das ist doch-"
Lia kam näher und streckte ihre Hand der Frau entgegen, anstatt diese zu berühren glitt Lias Hand jedoch mitten durch ihr Gesicht hindurch....eine Illusion also.
"Oh...", meine vorherige Freude verwandelte sich in bittere Enttäuschung. Ich war dem plötzlichen Auftauchen einer Person mit zu viel Naivität begegnet, natürlich war es nicht so einfach, natürlich konnte sich nicht plötzlich alles zum Guten wenden...und doch wenigstens diesen Hoffnungsschimmer hätte man mir lassen können. Es wäre ja nichteinmal unlogisch gewesen wäre die Hexe echt gewesen, schließlich hatte sie so wie der Rest des Teams auch besondere Fähigkeiten, wieso also hätte sie keine "Übergebliebende" sein können? Klar wahrscheinlich war die Verbindung die unser Team miteinander hatte nicht ganz so einfach zu erklären, aber trotzdem was bitte sonst hatte dafür gesorgt ,dass wir zu "Auserwählten" wurden?
Gedanken zurück in die Realität! Keine tiefen Gedanken, keine negativen Gefühle, zerbrech dir nicht den Kopf!
"Ich kenne diesen Zauber von ihr, sie macht das, wenn sie nicht Zuhause ist, um trotzdem wichtige Kunden versorgen zu können. Dieser Zauber ist im Grunde sie als ein Händler-NPC: Wir könnten jetzt etwas bei ihr kaufen, aber nicht wirklich mit ihr sprechen", erklärte mir Lia.
"Das ist beeindruckend!", war meine sofortige Reaktion. Aufgeregt aktivierte ich "den NPC" und begann ein Gespräch.
"Willkommen bei Jeglicher Hexenbedarf, Kräuter und Literatur, was kann ich für Sie tun?"
"Was ist das Angebot des Tages?", fragte ich neugierig nach. Wenn ich mich schon in einem Hexenladen befand, konnte ich doch unmöglich gehen ohne etwas interessantes gekauft zu haben, richtig? Zwar hatte ich kein Vermögen dabei, aber das Geld was eigentlich für den Supermarkt gedacht war sollte zumindest für eine Kleinigkeit ausreichen.
"Sehr zu empfehlen sind unsere täglich erneuerten frischen Waren. Nirgendwo anders werden Sie ein so hochwertiges Lopa-Kraut finden wie bei uns, auch unser Schlangengift ist sehr zu empfehlen. Zudem..."
"Sag mal kannst du sowas auch?", fragte ich in Lias Richtung während ich weiter gespannt ihrer "Bekannten" zuhörte.
"Nein, leider nicht. Ich bin noch nicht so weit in meiner Hexen Ausbildung", kam es als Antwort zurück.
Nach einigen weiteren Minuten hatte ich es tatsächlich geschafft etwas zu erwerben, schnell ließ ich es in meine Tasche gleiten. Bei dem "etwas" handelte es sich um ein Fläschchen mit Augentropfenflüssigkeit, das einen ruhigen Schlaf versprach. Ich hatte es gekauft um weitere Albträume in Präsenz der Anderen zu verhindern, schließlich war es nicht unwahrscheinlich ,dass wir die kommenden Nächte nah beieinander verbringen würden.
Mit dem nun sicher verstauten Fläschchen, wandte ich meine Aufmerksamkeit Lia zu.
Es war beeindruckend ihr dabei zuzusehen wie sie mit Leichtigkeit einen Zauber anwendete um die, sich auf dem Boden befindende, Falltür zu öffnen. Ich hatte großen Respekt vor ihr und ihren Fähigkeiten, selbst wenn sie, so wie sie es nannte "noch in Ausbildung" war.
Lias Kopf drehte sich zu mir, ein Lachen auf ihrem Gesicht "Jetzt müssen wir springen Miu"
Springen...
Ich starrte nach unten, in ein schwarzes Loch ohne sichtbaren Boden.
Ich selbst wäre niemals im Leben aus eigener Entscheidung daruntergesprungen, aber ich vertraute auf das Judgement meiner Freundin.
Entschlossen lächelte ich zurück und ergriff Lias Hand. "Drei, zwei, EINS!"
UND SPRUNG!
Der Fall fühlte sich keineswegs unangenehm an, eher das Gegenteil, ich mochte das freie Gefühl von nichts weiterem als Luft umgeben zu sein, trotzdem kniff ich meine Augen zusammen um die Dunkelheit auszublenden. Meine Hand lag dabei weiterhin fest in der von Lia.
"Name und Anliegen."
Eine Stimme erklang, es wirkte so als würde die Leere selbst mit uns kommunizieren. Ich war zu überfordert um direkt zu reagieren aber Lia schien diese Prozedur bereits zu kennen.
"Lia, mit einer Freundin, um mir einen Besen von meiner Großtante auszuleihen.", antwortete sie selbstbewusst.
Ein kurzes Geräusch erklang und schon war der Fall beendet. Wir landeten sanft auf unsere Füßen und das obwohl wir scheinbar durch nichts abgefedert wurden, Magie eben :)
Vorsichtig öffnete ich meine Augen und ließ meinen Blick umherschweifen. Wir befanden uns in einem großen Lagerraum, ein solcher Raum hätte eigentlich unmöglich unter den kleinen Laden gepasst. Wie tief unter der Erde wir uns wohl befanden?
"Die Besen müssten dahinten in der Ecke sein", begann Lia: "und von dem Trank der die Besen flugtauglich macht müsste ich noch was in meinem Rucksack haben. Es sei denn ich hab den Trank versehentlich im Krankenhaus verloren, ich schau kurz nach."
"Mach das! Ich hole die Besen", antwortete ich und setzte mich sofort in Bewegung. Vielleicht lag es am Adrenalin des Falls, so oder so war ich in diesem Moment voller Tatendrang. Mit den Besen waren wir unserem Ziel Flips zu finden um einiges näher gekommen.
Ich nahm also 2 der Besen und stand binnen Sekunden wieder neben Lia. "Und?", hakte ich nach. Die Hexe grinste mich an und öffnete ihre Hand. "Der Trank ist noch da, es kann losgehen."
Nachdem ich Lia dabei half die Besen mit dem Trank zu präparieren, folgte ich ihr zu einer Art Wolke die laut Lia wie ein schwebende Fahrstuhl funktionierte und uns wieder zurück in den Laden bringen könne.
Und schließlich, einige Minuten später befanden wir uns endlich in der Luft. Zwar hatte ich mit meinem Stab die Fähigkeit mich selbst in die Luft zu katapultieren und so quasi durch die Luft zu springen, mich im Himmel zu befinden war also nichts neues, trotzdem war das Gefühl tatsächlich zu fliegen noch um einiges schöner. "Fliegen fühlt sich unglaublich an Lia!", rief ich in den Wind, während ich mein Flugtempo steigerte und Kreise im Himmel zog.

Schon bald, flog ich jedoch an Lias Seite zurück. Wir hatten schließlich wichtigeres zu tun als uns zu amüsieren. "Am besten du führst mich zu dem Ort wo du von dem Monster angegriffen wurdest, dort beginnen wir mit unserer Suche!"
"Alles klar", sprach meine Freundin, orientierte sich kurz und flog geradeaus los. Sie wirkte deutlich bedrückter als noch zuvor im Laden ihrer Bekannten. Ich konnte sie gut verstehen, sein Haustier zu verlieren musste sich genauso schlimm anfühlen wie das Verlieren eines Familienmitglieds oder einer guten Freundin.
Ich holte etwas auf und flog nun direkt neben Lia. "Mach dir keine Sorgen, ich bin sicher ,dass wir Flips finden werden! Selbst wenn wir die ganze Nacht dafür brauchen werden!"
Bei dem Wort Nacht schaute ich mich trotz meines optimistischen Lächelns etwas beunruhigt um. Bereits in der Stadt war es durch das Fehlen von jeglichen Menschen deutlich dunkler als es nachts normalerweise wäre. Doch nun waren wir geradewegs auf den Weg Richtung Wald, die einzige Lichtquelle die wir zur Verfügung haben werden waren unsere Handytaschenlampen. Ich betete innerlich, dass Lia nicht auf die Idee kommen würde sich aufzuteilen. Ich hatte heute bereits genug schlechte Erfahrungen mit der Dunkelheit und noch dazu mit dem aufteilen gemacht und auch generell wäre mir nichts lieber als Nachts nicht draußen zu sein. Aber was solls, aktuell hatten wir wichtigere Prioritäten, ich wäre bereit alles dafür zu tun wenn dies bedeutete ,dass Lia ihr Haustier wiederbekommen würde.

DAS INTERNET IST FÜR UNS ALLE NEULAND
Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
von David am 05.01.2023 18:56Ich spüre, wie mein Körper sanft hin und her wiegt, wie ich immer tiefer falle.
War es das? Bin ich tot?
Als ich meine Augen öffne, starre ich direkt in das Licht einer Deckenlampe. Ich setze mich auf; sehe mich in dem Raum um, in dem ich mich befinde. Ich bin allein.
Meine Augen gleiten über die hölzernen Wände, unzählige Kerzenständer und ledergebundene Bücher, die die größten Geheimnisse zu enthalten scheinen. An einer der Wände erkenne ich ein Poster mit einer Aufschrift. Ich taste nach meiner Brille, finde sie schließlich irgendwo in der obersten Schublade eines Nachtschrankes, setze sie auf. Dann lese ich: GESUCHT - TOT ODER LEBENDIG;
darunter ein Bild von mir, mit einem verschmitzten Lächeln... Wenn die Person nicht ich ist, sieht sie mir jedenfalls verdammt ähnlich. Ich drehe mich zum runden Fenster mit Aussicht auf das endlose, brausende Meer. Für eine Weile bleibe ich davor stehen und schaue nachdenklich dabei zu, wie eine Welle nach der anderen ausgesendet wird und mein Schiff leicht ins Schaukeln bringt. Weit und breit ist kein Land in Sicht, ich muss irgendwo mitten im Nirgendwo treiben.
Eigentlich müsste mich dieser Gedanke beunruhigen, doch ich bin schon tot, richtig? Ich muss mich vor nichts und niemandem fürchten, ich bin praktisch unbesiegbar.
Ich bin also tot, alles klar. Und das hier, das muss das Leben nach dem Tod sein oder so. Ich habe es mir immer als einen Ort vorgestellt, der auf irgendeiner Weise in deinem Leben von Bedeutung war. Vielleicht findest du dich nach dem Tod in dem Haus wieder, das für Generationen von deiner Familie bewohnt wurde oder auf einer Blumenwiese, auf der du als Kind gespielt hast, die Sonne im Gesicht, im Gras liegend,...
Wenn meine Annahme richtig ist, scheint es, als hätte ich mich in einem Piratenjenseits wiedergefunden. Großartig. Aber... es könnte wohl schlimmer sein.
Während sich meine Gedanken weiter im Kreis drehen, werden die Wellen größer und größer, schlagen wuchtiger gegen mein Schiff. Ich beschließe nach oben zu gehen, aber nicht bevor ich einen der herumliegenden Säbel auf das Poster mit meinem Gesicht jage. Eine Geste, die sagt: Du bist tot, und ich habe dich getötet.
Die Treppenstufen knarzen unter meinen nackten Füßen, während ich mich auf den Weg nach oben mache, um einen besseren Blick aufs Meer zu bekommen; um herauszufinden, ob ich wirklich ganz allein hier bin und ob ich... dazu verdammt bin, auf ewig auf den Wellen zu treiben.
Als ich oben ankomme, sehe ich zwei Dinge, die mich überraschen: Erstens, es gibt keinen Steuermann. Das Schiff muss die ganze Zeit über von den Windgöttern angetrieben worden sein. Es ist gut zu wissen, dass diese mir auch ins Jenseits gefolgt sind. Die zweite Sache - und diejenige, die mich deutlich mehr überrascht - ist ein Körper, der kopfüber auf dem Wasser treibt und kurz davor ist, von einer Welle verschluckt zu werden. Ohne viel darüber nachzudenken beschwöre ich die Anemoi: Boreas (den Nordwind), Euros (den Ostwind), Notos (den Südwind) und Zephyrus (den Westwind). Ich bitte sie, das Meer zu beruhigen. Für einen Moment passiert genau das Gegenteil: Die Wellen werden so groß, dass sie mein Schiff beinahe umkippen könnten. Dann - langsam, aber sicher - nehmen sie an Größe ab, bis alles ruhig ist und nur noch ihr leises Weinen zu hören ist.
Nachdem ich die Winde verabschiedet und mich bei ihnen bedankt habe, sehe ich auf die Stelle hinunter, an der ich vorhin den treibenden Körper entdeckt habe. Stattdessen fällt mir etwas goldenes ins Auge, und als ich genauer hinsehe, erkenne ich, dass es meine Kette mit dem Pentagrammanhänger ist. Ich fasse an meine leere Brust, taste nach der Kette, doch spüre nur den Schlag meines Herzens, wieso schlägt es noch immer?
Ich hole tief Luft, erinnere mich daran, dass mir (wahrscheinlich) nichts passieren kann und springe. Ich habe das Wasser nie sonderlich gemocht, habe mich vor dem Tauchen gefürchtet, doch ich bin tot, es macht mir nichts aus. Ich schwimme meiner Kette hinterher, versuche, danach zu greifen, entferne mich weiter von meinem Schiff. Als ich sie endlich in den Händen halte, küsse ich sie und lege sie um meinen Hals. Ich schwimme weiter; ich weiß, der Körper ist untergetaucht, ich weiß nicht, wieso ich ihn retten will.
Dann sehe ich ihn, direkt unter mir, sehe grünes - ja, grünes Haar unter mir, und tauche unter. Ich packe ihn, packe mich, am Arm und schwimme an die Oberfläche. Jetzt halte ich mich in meinen Armen. Ich ringe nach Luft. Bin ich noch am Leben?
Nach einer Weile kommen wir beide wieder bei meinem Schiff an und ich lege meinen Körper langsam auf dem Holzboden ab. Ich erinnere mich wieder an die Bücher im Keller und denke mir, auf einem Piratenschiff sollten doch Bücher sein, die erklären, was man tut, wenn jemand etrunken ist. Also laufe ich runter, blättere die Seiten gespannt um, bis ich etwas finde. Ich scanne den Text und laufe wieder nach oben, wo ich mich vor meinen Körper knie. Ich wusste nicht, dass Piraten Magie praktiziert haben, aber im Nachhinein ergab es Sinn, sie waren schließlich auf dem Meer und wo könnte man sich als Hexe besser verstecken als auf dem Meer?
Ich hole tief Luft, lege meine Hand über die Brust meines Körpers. Dann spreche ich: „Oživee", spüre unter meiner Hand einen Herzschlag, während grünes Licht aus meiner Brust strahlt. Erleichtert atme ich auf, schließe für einen Moment die Augen. Als ich sie wieder öffne, ist mein Körper weg, ich bin nicht mehr auf dem Schiff.
Ich blicke auf und sehe... Selo?
„S-selo?", frage ich ungläubig und versuche mich aufzusetzen, sacke aber vor Schmerz wieder zusammen. Verzweifelt sehe ich mich im Raum um. „Wo ist...mein Schiff?"



Antworten










