Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)

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David

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eno ikari´s nervous breakdown pt.3 (EXTREME!!)

von David am 12.04.2022 21:31

「Das Kind der Schönheit, sich allein genug,
Vollendet schon aus eurer Hand gegangen,
Verliert die Krone, die es trug,
Sobald es Wirklichkeit empfangen.」

Ich blieb also sitzen.

Diese Entscheidung bereute ich aber gleich wieder, denn die Götterfigur fuhr mit ihrer Rede fort. Sadistin.


Sie hatte kein Recht, über mich zu urteilen. Wir kannten uns gerade mal seit ein paar Stunden, auch wenn es sich länger anfühlte.
Vielleicht kannten wir uns aus einem früheren Leben. Oder sie existierte irgendwo in den Erinnerungen der Götter, mit denen ich mich verbündet hatte. Vielleicht sah sie sich selbst in mir wieder. Einen Teil ihres früheren Selbst, den sie verabscheute. Das würde den Hass in ihrer Stimme, wenn sie zu mir sprach, erklären. Wenn ich eines gelernt hatte, war es, dass der größte Hass, den man spüren konnte, der Hass auf sich selber war.

Ich blickte in Huxley´s rotes Auge, das strahlte, als hätte es dem Himmel das Licht geraubt. Darin entdeckte ich meinen eigenen Schatten wieder, in gebeugter Haltung, ihr unterlegen, schwach.

Feigling.

"Du sollst die Wahrheit wissen, und sie soll dein Blut kochen lassen.", drangen ihre Worte nun durch die Nacht. Ein kalter Windzug strich an uns vorbei und ich wusste, dass ich ihn verursacht hatte.
"Du antwortest lediglich auf meine Worte, um der Wahrheit zu entgehen. Würdest du es annehmen, würdest du besiegeln, dass du für uns alle nutzlos bist. Kein...FeiglingfeiglingFeiglingFeiglingFeiglingFeigling-"

Sie sprach weiter, doch meine Ohren nahmen keine Schalwellen mehr auf, oder vielleicht taten sie das, doch gelangten die Impulse nicht in mein Gehirn, verloren sich irgendwo in dem Labyrinth meiner Nerven. Oder diese brachen zusammen, versagten bei der Weiterleitung der Informationen, die Nerven.

Ich spürte, wie irgendetwas in meinem Inneren riss. Vielleicht waren das die Nerven, genauso schwach wie ich.

Feigling.

In meinem Kopf hallten nur noch ihre letzten Worte nach, immer und immer wieder:

"...Dass du für uns alle nutzlos bist.
Nutzlos.
Nutzlos.
Nutzlosnutzlosnutzlosnutzlosnutz..."

Kontrolliere es.

Aus dem Augenwinkel sah ich, wie der Körper der Götterfigur sich wieder von mir abwandte, den Blumenkübel zurückließ - hatte sie die Blumen überhaupt gesehen, als sie es noch konnte, als das Tageslicht noch nicht vollständig in ihrem Auge verschwunden war, für immer versunken?
Die schönen Blumen, hatte sie sie gesehen? War ihr flammendes leeres Auge noch empfänglich für seine Schönheit?

Ich reagierte nicht auf Huxley´s Abgang, folgte ihr nicht zurück in Richtung WcDonalds. Ich blieb also sitzen.

"Nutzlosnutzlosnutzlosnutzlosnutz-" 

Feigling.

gingersnaps.gif

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.04.2022 22:20.

Apocalyptic...
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Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)

von Apocalyptic_Apostle_Nika am 12.04.2022 22:45

Ihre Hand umschlug die kalte, farbenfrohe Türklinke und zog an ihr. Für einen Moment, für nur einen ganz, ganz kurzen Moment, das konnte man schwören, fühlte sich der Wind bitterkalt an. Ein letztes Mal kam ihr die Frage, ob es doch sein Werk sei? Aber die Tür fiel zu und separierte die beiden Welten, Dimensionen. Stille folgte, wie so oft, umhüllte sie und legte sich wie eine Decke über den Raum und die Zeit. Nun war sie statisch, für drei Stunden, fünf Wochen und sieben Jahre. Sie zogen ein, lebten und starben. Dann richtete sich ihr Blick zur Decke, auf die vielen Lichter. Das Schwächste aus der Familie flackerte immer noch, ohne Rhythmus und Takt.

Ihr Auge musterte es, beobachtete es, analysierte es, sah es. Nahm es wahr.

Sie zog die Pistole aus ihrem Rock, materialisiert aus der Sünde, die sie leitete. Gefärbt schwarz, ohne Licht, dass eindringen konnte. Es saugte das ganze Glück um sich herum auf und brach es, aber Huxley war sich sicher, dass es lediglich getarntes Leid war, was es zerschmetterte. Ihre Hand geleitete sie nach oben, zur Decke, zur schwachen Lampe. Ihr Finger schlief auf dem Abzug, bewegungslos. Kein Gedanke. Keine Emotion. Ihr Kopf war leer, nicht einmal das Schreien kam durch. Doch ihr Arm fiel zur Seite, ihre Hand öffnete sich und das Instrument fiel. Doch es durfte den Boden nicht küssen, verschwand in der Luft und löste sich einfach auf. Noch ein paar Sekunden hielt sie ihren starren Blick auf dem Licht, dann wendete sie sich ab. Wie immer, wie jeder. Sie konnte sich das sparen, später würde sie es brauchen.

Ihre Füße trugen sie um die Theke, hinter sie und weiter durch die Küche, welche weiterhin kalt stand und in ihren eigenen Träumen zerfiel, sich mit Ruhe zierte. Weiter nach hinten, zu den zwei Türen, dort, wo das Licht schwächer war. Ihr Blick richtete sich auf die Tür zum Hinterzimmer und ihre Hand schob leicht gegen die Tür. Sie erblickte das Zimmer, welches durch die verschütteten und zerstreuten Zettel gezeichnet war. Doch ihre Schuhe übertraten diese, keine Sorge um ihren ehemaligen Inhalt.

Am Ende stand sie dem Fernseher entgegen. Die, welche von ihrem Alter gezeichnet waren. Der Röhrenfernseher, so wenig liebte man sie. Er erbrachte einen günstigen Nutzen, deshalb war er noch hier. Huxley interessierte es nicht. Er erbrachte ihr einen Nutzen, deshalb existierte er. Langsam streckte sie ihre blasse Hand aus, zum Bildschirm.

Er erbrachte eine Arbeit, also existierte er noch.

Ihre Finger bewegten sich langsam auf den runden Bildschirm zu.

Ja, er musste arbeiten. Deshalb lebte er.

Sie fühlte das Kribbeln in ihren Fingern, ihr Kreuz vibrierte.

Er lebte, weil er es tun musste.

Ihre Finger berührten den Bildschirm und das familiäre Gefühl breitete sich in ihrem ganzen Körper wie Blut aus. Sie atmete ein, ihr Kreuz aus. Nun wusste sie, wo es hinging, und sie wusste, was sie letztendlich tun würde.

Exorcizamus te, omnis immunde spiritus
Omni satanica potestas
In nomini Jesu Christi
Vade retro Satana
Nunquam suade mihi vana
Sunt mala quae libras, ipse venena bibas
In nomini Jesu Christi

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Miau-Wau

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Mamiko

von Miau-Wau am 13.04.2022 09:35

Als ich bei den anderen ankomme, versuche ich, mich so normal wie möglich zu verhalten. Ich habe keine Lust auf Fragen, die mich löchern, die ich nicht beantworten will.
 
Ich sehe in die Runde. Randomy scheint abwesend zu sein. Ob ihr etwas zugestoßen ist? Tibia sieht besorgt aus. Bestimmt liegt das an mir. Ich habe meine Emotionen nicht im Griff. Man kann mir bestimmt am Gesicht ablesen, dass etwas nicht stimmt. Ich habe das Glockenmädchen traurig gemacht.
 
Ich will weg sehen, aber Tibia räuspert sich und spricht: ,,Ihr habt es vielleicht auch schon gemerkt, aber draußen scheint es schon bald stockdunkel zu sein...", ich sehe nach draußen, "um keine Zeit zu verlieren, würde ich sagen, dass wir, falls ihr einen Fund gemacht habt, ihn bei den anderen alle zusammen besprechen, anstatt hier zu dritt. Eno hat uns gebeten wichtige Ressourcen zu besorgen, und bevor der Himmel vollkommen schwarz wird, würde ich vorschlagen, dass wir noch schnell in den Supermarkt eilen und dort ein paar fertig gepackte Sandwiches mitnehmen, was auch immer wir finden. Wie hört sich das für euch an? Wenn ihr sofort wieder umkehren wollt hab ich natürlich kein Problem damit.''
 
Das klingt sehr vernünftig. War irgendwie zu erwarten.
 
Oh Mist, sie sieht uns wieder an. Ich muss irgendwie reagieren. Kann Randomy das nicht übernehmen? Hilfesuchend sehe ich zu ihr, aber sie erwidert meinen Blick bloß. Na gut, ich schätze, es ist Zeit, meinen Mund aufzubekommen. Mein Herz schlägt schneller, in meinen Wangen kribbelt es. Ich versuche, so klar und deutlich wie es geht zu sprechen.
 
"U-uh, ich bin auch dafür. Wir bekommen bestimmt Probleme, wenn wir nichts mirbringen."
 
Geschafft.
 
In die Runde zu blicken traue ich mich nicht. Stattdessen sehe ich wieder auf den Boden. Mache ich das eigentlich oft?
 
"Na dann...", beginnt Tibia zu antworten. Sie klingt überrascht. In Gedanken durchforste ich meinen Rucksack. "Lasst uns lo-"
 
"MOMENT!" Meine Hand schnellt auf Tibias Schulter und ich sehe in ihr erschrockenes Gesicht. Ich habe noch etwas vergessen. Eigentlich dumm, dass ich jetzt erst darauf komme, wo ich doch eben noch daran vorbei gelaufen bin. "Wartet..."
 
Ich knie mich auf den Boden, nehme meinen Rucksack ab und stelle ihn vor mich. Bestimmt habe ich es in der Eile nicht eingepackt. Ich öffne ihn und sehe hinein. Ich spüre, wie die anderen beiden ebenfalls interessiert hinein linsen wollen, aber das ist in Ordnung. Es ist nichts Interessantes enthalten und genau das ist das Problem. Ich habe es wirklich nicht mitgenommen.
 
Ich schließe den Rucksack und stehe auf. "Gebt mir eine Sekunde", bitte ich die anderen, die mich etwas entgeistert anstarren. Tibia nickt ein wenig, als wüsste sie nicht, wie sie reagieren solle. Ich drehe mich um und eile wieder in die Richtung, aus der ich gekommen bin. Ein bisschen schmunzeln muss ich schon.
 
Ich renne zum Papierregal und mache abrupt davor Halt. Eigentlich ist meine Gesellschaft lustig.
 
Ich öffne meinen Rucksack, halte ihn an eine Kante und schiebe so viel Papier wie möglich hinein. Eigentlich bin ich froh.
 
Ich drehe mich um und bewege mich mit schnellen Schritten zur Füllerauslage. In meine, in der Nähe auch Patronen gesehen zu haben. Mein Kopf spielt mir eine leichtlebige Melodie. Dass das Buch schon nicht mehr dort liegt fällt mir nicht auf.
 
Schnell greife ich mir vier Füller und - ich hatte Recht - viele Patronenpackungen, die genau daneben liegen. Das sollte reichen. Ich renne zurück zu den anderen beiden.
 
"Entschuldigung", gebe ich kleinlaut von mir und verbeuge mich wieder, "Jetzt können wir gehen."

Make pasta, not war
aira-shiratori.gif
 
 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.04.2022 11:32.

Fragile_Jewel
Gelöschter Benutzer

💜Randomy💜

von Fragile_Jewel am 13.04.2022 16:02

Randomy_Hidden_Thinking.png
Stimmen. So viele Stimmen die in meinen Kopf eindringen. Doch keine ist prägnant genug um mich aus diesem Elysium zu holen. Die Vergangenheit ist schon lieblich. Kein Schmerz, nichts. Nur ich, und die Illusion einer besseren Zeit. Mit einer Flasche Miller-Milch in meiner Hand, wo Kirschblüten Blätter meine Wange streifen. Schaue ich hoch, erkenne ich kein Gesicht, aber es ist... beruhigend. Nur das Gefühl ist genug. Hier gehöre ich hin, in den Armen von—

 

Randomy_Hidden_Flustured.png
Eh? Ich sehe nur wie auf einmal Mamiko in das Schreibwarengeschäft reinstürmt, als würde ihr Leben davon abhängen. Wow, und ich dachte ich wäre arm. Aber schon rennt sie wieder zurück zu uns, fast zu Frieden um ehrlich zu sein. Schnell aber verschwindet dieses selbstbewusste Auftreten und sie entschuldigt sich als wäre sie eine kleiner Golden Retriever der sein Herrchen verärgert hätte. „Ein kleiner Schreiber bist du, oder?", plapperte ich raus, unabhängig von ihrer Reaktion. Doch das... Papierkind... schaut nur ein bisschen verdutzt. Als würde der Dämon aus mir rauskommen, rede ich einfach weiter: „für meine Hobbies musste ich damals auch voll viel stehlen! Irgendwie krass, oder? Du musst uns mal zeigen, was du mit dem Papier machen kannst!" Würde ich mich selbst sehen, würde ich wissen wie dämlich ich gerade ausschaue. Sicherlich habe ich wieder dieses Glitzern in meinen Augen, aber irgendwie... stört es mich nicht mehr so.

Mamiko aber scheint umso mehr zu erröten, sie versteckt sich quasi hinter ihren Rucksack, gefüllt mit Schreibutensilien. „Es- es ist nicht so—", doch komm ich ihren Gesicht fast zu nah: „ich finde sowas mega interessant! Jeder hat so seine Talente, ne? Sowas ist einfach krass!" Bevor Tibi mich aber zurück ziehen konnte, platze der Dämon aus mir raus. Meine Kristallblume färbte sich schwarz und puff! Da stand ich in meiner vollen Pracht. „Wir sollten Ressourcen holen und so, ne? Ich hab voll den Überblick hier! Und da die Mitarbeiter auch weg sind, hab ich noch mehr so den krassen Überblick!"

Randomy_smug.png
Hätte ich ein bisschen mehr Bewusstsein über mein Auftreten würde ich merken, wie ich die beiden verschrecke. Doch zu meiner Überraschung, oder zu meiner Erwartung, nickt Tibi vollen Herzens zu meinen Vorschlag. Ich packte beide am Kragen und rann los, in Richtung der verschiedenen Discounter. Fernkauf, Norman, Brutto, Bildl... perfekt! „Greift euch ein paar Tüten, wer will uns bitteschön schnappen? Die Polizei? Höchstens so ein paar Monster, aber da haben wir kein Problem! Ich werde uns einfach rausfliegen. Voll cool und so? Oder?" Tibi scheint genau meine Energie erfasst zu haben, sie rennt nämlich schon zu den Bäcker unseren Vertrauens und holt sich jegliche Sandwiches und Semmeln. Mamiko ist da aber noch zögernd, also zog ich sie mit mir. „Komm schon, es sind nur wir drei hier!", lachte ich voller Herzens, auch wenn ich mir sicher bin, dass sie es für moralisch nicht korrekt hält. So schnappte ich mir eine Vanilla Miller-Milch und reichte sie rüber zu ihr: „Wir sind doch jetzt Freunde und so, also will ich das du das als erstes kriegst!" Mein Gesicht ziert ein großes Lächeln, und so konnte ich schwören, dass sie ganz sanft es erwidert.

Randomy_joyful.png
Deswegen drehte ich mich wieder weg und nahm alles Mögliche mit. Wasser, Miller-Milch, Knabberzeug, Fertigmahlzeiten, medizinisches Zeug, ihr wisst den Dreh. Man, es fühlt sich an wie dreimal Weihnachten! Und Silvester! Und Ostern! Auf einmal! Da sind mir die 2€ glatt egal! Wenn meine Mitstreiter nicht vorher dachten, dass ich bekloppt sei, dann wurde es jetzt durch mein glückliches Lachen in den Hallen zementiert.

Besser könnte dieser Tag echt nicht laufen! Nur ich, und meine zwei neuen Freunde!

...
"Sag, weißt du irgendwas über die Krähe?"
"Pft! Was hängst du noch an der? Kein Plan was da los ist, wirklich! Schau mich doch nicht so an!"
"... ich..."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.04.2022 16:34.

Miau-Wau

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Mamiko

von Miau-Wau am 13.04.2022 19:14

„Ein kleiner Schreiber bist du, oder?"
 
Das stimmt. Papier war mir schon immer sehr sympathisch gewesen. Mir fällt auf, dass ich schon lange nichts mehr geschrieben oder überhaupt etwas auf Papier gemacht habe. Ich will auf Randomys Frage antworten, aber sie unterbricht mich.
 
„Für meine Hobbies musste ich damals auch voll viel stehlen! Irgendwie krass, oder? Du musst uns mal zeigen, was du mit dem Papier machen kannst!"
 
St-stehlen? Dass ich nichts auf ihre Frage entgegnet habe, scheint Randomy nicht zu stören. Im Gegenteil wirkt sie viel euphorischer als noch vor ein paar Minuten.
 
Ich soll zeigen, was ich kann? Ich versuche die Tragödie abzuwenden. „Es- es ist nicht so—", doch ich werde wieder unterbrochen. Randomy ist meinem Gesicht so nahe, dass ich das Glitzern in ihren Augen jetzt klar und deutlich erkennen kann. Irgendwie ansteckend. Meine Wangen kribbeln schon wieder.
 
„Ich finde sowas mega interessant! Jeder hat so seine Talente, ne? Sowas ist einfach krass!"
 
'Ne'? Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie Tibia ihre Hand ausstreckt und Randomy greifen will, aber es ist schon zu spät. Ganz plötzlich steht ein putzmunterer Dämon vor mir, der bis über beide Ohren strahlt.
 
„Wir sollten Ressourcen holen und so, ne? Ich hab voll den Überblick hier! Und da die Mitarbeiter auch weg sind, hab ich noch mehr so den krassen Überblick!"
 
'Krass'? Sie klingt ganz anders als vorhin. Aber irgendwie habe ich nichts dagegen. Das erste Mal seit Langem sehe ich so ein freudestrahlendes Lächeln, so eins wie mir früher im Spiegel entgegenkam.
 
Selbst Tibia sieht viel glücklicher aus. Und sie macht sich auch keine Sorgen mehr. Das hoffe ich zumindest. Sie nickt heftig und voller Vorfreude.
 
Plötzlich packt Randomy meinen und Tibias Arm und rennt los. Fast wäre ich über meine eigenen Füße gestolpert und weil mein Rucksack noch offen ist, fallen ein paar Blätter hinaus. Aber darum kümmere ich mich überhaupt nicht. Ich versuche das Lächeln, das sich gerade in mir befindet, irgendwie heraus zu holen.
 
Wir rennen an verschiedenen Läden vorbei.
 
Es klappt nicht.
 
„Greift euch ein paar Tüten, wer will uns bitteschön schnappen? Die Polizei? Höchstens so ein paar Monster, aber da haben wir kein Problem! Ich werde uns einfach rausfliegen. Voll cool und so? Oder?"
 
Bei vielen Menschen hat mich diese aufdringliche, fast schon zu aktive Art gestört. Ich habe sie gemieden. Aber diesen Fehler kann ich jetzt nicht schon wieder begehen.
 
Tbia rennt schon in Richtung Bäcker los. Als ich all die Leckereien sehe merke ich, dass ich hungrig bin. Ich will einen Schritt in ihre Richtung gehen.
 
„Komm schon, es sind nur wir drei hier!" Randomy zieht mich ins nächste Abenteuer. Sie lacht. Sie lacht ganz laut. Bitte, bitte erreiche mich doch.
 
Eine Miller-Milch befindet sich jetzt ganz nah vor meinem Gesicht. „Wir sind doch jetzt Freunde und so, also will ich das du das als erstes kriegst!"
 
Freunde.
 
Das Kribbeln breitet sich in meinem ganzen Körper aus. Ich bin so glücklich, dass ich weinen könnte. Mein Herz schlägt, es schlägt so unglaublich schnell, dass es fast schon weh tut.
 
Ich sehe an der Getränkeflasche vorbei hin zu Randomys immer noch strahlendem Gesicht.
 
Freunde hat sie gesagt. Sie hat gesagt, dass wir Freunde sind. Ja, ich glaube das hat sie wirklich.
 
Ich greife zur Flasche. Meine Finger kribbeln. Danke.
 
Es fühlt sich an, als hätten sich die Ketten gelöst. Ich kann mein Lächeln nicht mehr zurück halten. Es ist nicht groß, aber es ist ein Anfang.
 
Randomy dreht sich um und packt alles Mögliche ein.
 
"S-sag mal, dürfen wir das überhaupt?", frage ich. Immerhin könnte es sein, dass die Stadtbewohner wiederkommen. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit wirklich gering ist, aber bei dem, was ich heute erlebt habe, wundert mich gar nichts mehr. Freunde.
 
"Hehe, ich bin voll illegal", hinterhältig grinsend dreht Randomy ihr Gesicht ein wenig zu mir und dann wieder weg.
 
Ich sollte mich auch auf die Suche machen. Ich biege ins nächste Regal ein. Konserven. Erbsen, Möhren, Brokkoli. Ich frage mich, wer auf die Idee gekommen ist, Brokkoli haltbar machen zu wollen. Ich frage mich, wer auf die Idee gekommen ist, eine nicht ausgewachsene Blume essen zu wollen. Ich muss an Randomys letzte Worte denken. Mein Herz klopft [ich fühle das grade richtig omg Hilfe].
 
Ein schwachses Glucksen befreit sich aus meiner Kehle. Eine Träne kullert mir die Wangen herunter und hinterlässt eine kalte Spur auf meiner warmen Wange. Ich weiß nicht, was los ist. Das überfordert mich. Ich hoffe nur, dass mich keiner von den beiden leise lachen hört. Wie peinlich.
 
Ich versuche, mich auf meine Aufgabe zu konzentrieren und packe noch ein paar Konserven ein. Zumindest so viele, wie noch in meinen Rucksack passen. Hinter dem Regal sehe ich etwas Helles. Ein Kleid. Mit Schleifen. Mit ein paar zu vielen Schleifen.
 
Ich greife die letzte Dose aus dem Regal. Ich will zu Randomy zurück laufen und trete gegen einen kleinen Stein. Ich hebe ihn auf. Er sieht schön aus, mit zwei Farben. Ich beschließe, ihn zu behalten.
 
 

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David

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ENO IKARI GIBT NIEMALS AUF!!

von David am 13.04.2022 22:15

「Die Nacht ist immer finsterer,
  wenn man mittendrin steht,
  als wenn man sie aus dem Fenster
  eines beleuchteten Zimmers betrachtet.」

 

Kontrolliere es.

Ich bin nutzlos.
Für ihn hatte ich am Ende auch keinen Nutzen mehr. Trotz allem, was ich für ihn getan hatte... Am Ende hatte er sich für jemanden anderen entschieden.
Jemanden, der weniger nutzlos war als ich.

Mein Leben lang war ich nutzlos gewesen und dabei war es genau das, was ich am wenigsten sein wollte; nutzlos.

Der Wind war, wie ich jetzt merkte, stärker geworden.
Kalt und verbittert.
Er zog an einem meiner Ohren, als würde er nach Eintritt fragen. Ich gewährte ihm den Zugang und er glitt hinein, strich mühelos durch das Nervenlabyrinth, fegte die Gedanken über meine Nutzlosigkeit weg, als wären sie bloß lästiger Staub.

Schließlich verließ er meinen Kopf durch das andere Ohr wieder.

Diese Aktion seinerseits tröstete und beruhigte mich ein wenig. Der erste Schock über die Rede der Götterfigur war vergangen und ich konnte wieder atmen.

Der Wind erinnerte mich daran, dass die Vergangenheit nicht ohne Grund vergangen ist und, dass das Vergangene in der Vergangenheit ruhen musste... Oder so.

Deshalb hatte ich mich mit den Windgöttern verbündet, trotz aller Warnungen über vermeintliche Nebenwirkungen.

Ich spürte wie mein Blick, der, wie von einem schwarzen Loch verschluckt, irgendwo im Nirgendwo verschwunden war, langsam zurückkehrte.
Mein Kopf hob sich vom Boden.

Jetzt realisierte ich erst, was geschehen war: Die Götterfigur war mir entwischt.
Huxley ist erneut alleine in den WcDonalds abgehauen wie irgendein überfüttertes Kind, dessen Eltern ihm nie klare Grenzen gesetzt haben.

Wie oft ist das heute schon passiert? Ich hatte vergessen mitzuzählen.

Und jetzt war mir auch klar, was das bedeutete: Meine Begleiterin hatte im WcDonalds doch irgendetwas gefunden. Und sie hatte ihren Fund nicht mit mir geteilt.
Sie wusste also etwas. Vom Teilen ihres Wissens, so schien es, würde sie aber nicht profitieren.

Sie hatte mich mental auseinander genommen, um mich in eine andere Welt - in die meine, die ich so verabscheute - zu versetzen, um mich zu irritieren, sodass ich ihr nicht hätte folgen können, zu beschäftigt mit meinem eigenene Innenleben.

Und sie hatte Recht: Von alleine hätte mein leerer Körper sich nicht erheben können, ihr nicht in den WcDonalds folgen können. Doch der Wind gab mir die Kraft, auszuführen, was ausgeführt werden musste. Auszuführen, was ich ausführen musste.
Als Anführer und so.

Ich kam beim WcDonalds an und blieb vor dem Eingang stehen.

Einatmen.
Der Wind öffnete mir die Tür, als Dankeschön dafür, dass ich ihm vorhin den Zugang gewährt hatte.
Ausatmen.
Die Tür fiel hinter mir zu.

Ich weiß mehr, als ihr denkt.
Besonders mehr, als sie denkt.
Und so nutzlos, so nutzlos bin ich gar nicht.
Vielleicht bin ich nutzlos.
Aber der Wind ist das ganz sicher nicht, genauso wenig wie die Götter.

Ich weiß mehr, als du denkst.

gingersnaps.gif

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.04.2022 22:17.

Apocalyptic...
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Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)

von Apocalyptic_Apostle_Nika am 13.04.2022 23:32

TV1.png
Ihre Finger rutschten in den Bildschirm – da war es, das Gefühl, welches sie vor drei Jahren kennenlernte. Es war leer, aber auch so überwältigend, kalt und doch brennend. Es war wie ein taubes Gefühl, während die Welt auf sie schrie. Es war beinahe perfekt, so wohlfühlend. Aber es fühlte sich dennoch wie absolut nichts an. Huxley konnte dieses Gefühl, welches Menschen verwehrt wird, nicht beschreiben, nicht in verständliche Worte fassen. Sie war angekommen, dort, in der Zwischenwelt. Ihr Gedanke hatte sich bestätigt; sie konnte zwischen den Fernsehern existieren.

Doch da stellte sich die Frage, ob es denn andere Fernseher gab, beziehungsweise unversehrte. Man hatte sie sicherlich nicht ohne Grund hierhin gebracht, man sollte wissen, was sie ist und was sie konnte. Ihre andere Hand ummantelte fest ihr Kreuz. Es, was es ihr ermöglichte. Kurz gedachte sie der Vergangenheit, als sie es das erst Mal tat. Als sie ihr es tat erste Mal zeigte. Nein, vergessen wir es. Das ist nicht mehr wichtig. Sie ließ los, und hielt doch so stark fest.

Der Rest ihrer dünnen und blassen Hand folgte ihren Fingern. Frei bewegten sie sich, ohne Grenzen, ohne Zäune. Sie würde zwischen den Fernsehern laufen können, ohne Limitierungen. Zumindest würde sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht auf ihresgleichen treffen. Sicherlich würde sie das nicht überleben, nicht jetzt, nicht so früh und allein. Erneut umarmten ihre langen Finger ihren Gefährten. Dies bedeutete es, nicht auf der gleichen Ebene der Realität zu existieren. Dies bedeutete es, seine Menschheit zu zerreißen. Nein.

Ein Atemzug entkam ihrer Lunge, ihr Herz schlug mit einem lauten Schlag einen Moment schneller. Sie wusste nicht warum. Vielleicht, auch nur vielleicht, war das eine Normalität, nach der sie sich sehnte. War sie bereits so tief in die Leere versunken? Das sie dies als ‚Normalität' empfand? Ekelhaft. Dies war auch nicht mehr wichtig.
Wo waren die Fernseher im St. Peters Krankenhaus? In den Gemeinschaftsräumen standen welche, ja. In einem der EKG Zimmer auch... würde sie durch die Herzmonitore passen? Doch was wäre, wenn sie kaputt wären? Viele Fragen, und doch so wenig Zeit. Verschwenden wir diese nicht, gehen wir.

Ein Teil ihres Handgelenks verreiste in die ferne Welt, doch sie hörte die Tür hinter sich leise und langezogen aufschreien. Schien so, als wäre der Sohn der Winde doch etwas hartnäckiger und lästiger als gedacht...

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TIbia

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Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)

von TIbia am 17.04.2022 21:27

Nachdem ich meinen Vorschlag geäußert hatte, kehrte zuerst einmal eine kurze, ertragbare Stille ein.
Mamiko wechselte einen Blick mit Randomy, bevor sie schließlich anfing, unsicher auf mein Angebot einzugehen.

 ,,U-uh, ich bin auch dafür. Wir bekommen bestimmt Probleme, wenn wir nichts mirbringen..", antwortete sie, und schien erleichtert, nachdem die Worte ihre Gedanken und ihren Mund verlassen hatten.

Randomy erwiderte nichts gegen den Plan, einen Supermarkt zu besuchen, und fügte auch nichts wichtiges hinzu, also war ich in der Annahme dass es Zeit war, sich auf den Weg zu machen, bevor die Welt nun endgültig in Schwarz getaucht wurde.

,,Na dann, lasst uns lo-"
,,losgehen. Na dann lasst uns losgehen.'', wollte ich sagen, doch plötzlich schnitt eine Stimme durch meinen Satz, und dazu gehörte die Stimme einer Person, von der ich nie gedacht hätte, dass sie so laut jemandens Satz übertönen würde. Jedenfalls nicht den Mut dazu gehabt hätte, dies zu tun.

,,MOMENT!''
Mamikos Hand fasste meine Schulter, und ich konnte spüren, wie mein Herz einen Schlag aussetzte. Ich wusste nicht ob man mir das ansehen konnte, aber ich hätte nie damit gerechnet dass mir jemand so plötzlich ohne Vorwarnung ins Wort fallen würde, vor allen Dingen die stille Mamiko nicht.

Gespannt, wenn nicht sogar verwirrt, blinzelte ich das Mädchen an, während sie ein hektisches ,,Wartet..'' murmelte, und sich auf den Boden kniete, und ihren Rucksackinhalt sorgfältig kontrollierte.
Ich sah an ihren Händen vorbei, die den Rucksack an den Seiten mit einem festen Griff hielten, damit er nicht an Halt verlor und zur Seite umkippte, in die schwarze Leere, in das innere des Rucksackes. Mamiko schien nicht wirklich unheimlich viel mit sich zu tragen, und wenn sie das tat, dann war sie anscheinend sehr ordentlich und verstaute es so, dass nichts viel Platz wegnahm.
Nachdem Mamiko anscheinend ihren ganzen Rucksackinhalt durchgeforstet und im kopf durchgegangen war, verschloss sie ihn und stand gleich daraufhin wieder fest auf beiden Füßen.

,,Gebt mir eine Sekunde.'', entschuldigte sie sich bei uns, und eilte wieder Richtung Produktregale.
Sie war ziemlich schnell unterwegs, und ich bewunderte sie dafür, sich so geschickt zwischen die vielen eng aneinader gestapelten Regale samt ihrem Inhalt zwängen zu können.

Man konnte ganz genau den Moment erkennen, an dem Mamiko ihr Ziel erreicht hatte. Weder Randomy noch ich sagten irgend ein Wort zueinander, deswegen umgab das Geschäft zum etlichen Mal dieses Tages einfach nur Stille, durch die man Mamiko's Schritte deutlich vernehmen konnte, ebenfalls wie sie auf einmal stoppten, und durch Papiergeraschel abgelöst wurden.

Was sie wohl dort hinten trieb? Besorgte sie sich Papier zum Schreiben?
Wenn Mamiko schrieb, dann hätte ich gerne einmal etwas von ihr gelesen..
Ehe ich weitere Annahmen in meinem Kopf weiterführen konnte, kam sie schon wieder zurück.

,,Entschulding'', sagte sie leise, ,,jetzt können wir gehen.''
Ehe ich auch nur einen Gedanken fassen konnte, schaltete sich zu meiner Überraschung (oder auch zu meinem Glück) Randomy ein, die bis jetzt in Grabesstille verfallen war.

,,Ein kleiner Schreiber bist du, oder?", fragte sie Mamiko aufgeregt, und ohne auf jegliche Reaktionen zu warten, fuhr sie auch sofort mit ihrer plötzlichen Rederei fort: ,,für meine Hobbies musste ich damals auch voll viel stehlen! Irgendwie krass, oder? Du musst uns mal zeigen, was du mit dem Papier machen kannst!"

,,Ich frage mich wirklich welche Hobbys Randomy früher gehabt hat..'', dachte sich mein Kopf sofort, und ich konnte es ihm nicht übel nehmen, denn auf die schnelle fiel mir nicht wirklich eine Freizeitsbeschäftigung ein, bei der man gezwungen war, zu stehlen..
Obwohl, streng genommen war es möglich bei jedem Hobby zu stehlen. Mamiko stahl im Endeffekt auch gerade eben Papier, ich meine, ja, in dieser situation war das vielleicht sogar gerechtfertigt, aber im Grunde war es genauso Diebstahl, schließlich konnten die verschollenen Menschen in jeder Sekunde zurückkehren, auch wenn sich das überhaupt nicht plausibel anhört.

Es ist fast so, als wäre das alles ein niemals endender Albtraum, ohne Fluchtmöglichkeit.

,,Es- es ist nicht so-", stotterte Mamiko verlegen, während ihr Gesicht die Farbe einer Tomate annahm.
Randomy kam näher und redete weiter auf das Schreibermädchen ein:,,Ich finde sowas mega interessant! Jeder hat so seine Talente, ne? Sowas ist einfach krass!"

Mamiko erweckte für mich den Eindruck, als würde sie die Nähe zu anderen eher meiden, also stellte ich den Versuch an, die energiegeladene Randomy etwas zurückzuziehen, allerdings kam ich nicht weit, denn nicht einmal nach einer sekunde nach dem ich meinen Arm ausstreckte, stand kein Mensch vor mir, sondern Randomys wahre Gestalt, ein Dämon mit schwarzen, wuscheligen Haaren, und schneeweißer Haut.

Und natürlich, jetzt da Randomy in ihrer wahren Gestalt direkt vor uns stand, legte sie so richtig los.

,,Wir sollten Ressourcen holen und so, ne? Ich hab voll den Überblick hier! Und da die Mitarbeiter auch weg sind, hab ich noch mehr so den krassen Überblick!", grinste sie und ihre Augen leuchteten und funkelten.

Ich lächelte und nickte, ich war so glücklich dass Randomy wieder so lebhaft geworden war. Die Stille, in die sie vorher verfallen war, hatte mir ernsthafte Sorgen bereitet.

Bevor Mamiko oder ich irgendein Wort über die Lippen bekamen, griff Randomy mit einer schnellen Bewegung schon nach unseren Ärmeln und lief aus dem Geschäft.

Wir liefen an vielen verschiedenen Läden vorbei, und ich entdeckte keinen einzigen Menschen darin.
Was war nur passiert?
Ob Selo und Miu beim Krankenhaus irgendetwas Relevantes gefunden hatten?
Wir waren ja relativ erfolglos gewesen...

Obwohl...waren Randomy, Mamiko und ich wirklich erfolglos geblieben?
Wir hatten zwar keine Hinweise gefunden, die auf das Verschwinden der gesamten Menschheit hindeuteten, aber hatten wir nicht im Grunde so etwas wie Freundschaft geschlossen?

War das nicht noch etwas viel wichtigeres?
Freunde zu finden?

Während wir zu dritt in der leeren Mall auf der Suche nach dem Lebensmittelladen herumliefen, spiegelten sich unsere Gestalten in den dunklen Schaufenstern der verlassen Geschäfte wider.

Ich musste lächeln.
Freunde, ja, wer hätte das gedacht.

Wer hätte gedacht, dass ich heute neue Freunde finden würde, trotz dieser Situation, trotz dem umgekommenen, hotten Nosic, der einen tragischen Tod erlitten hatte.

Und das alles nur wegen Sploon und dem kaputten Controller.
Danke, Sploon, und schlechte Controllerqualität von Nantendo!

Ich warf einen Blick zu Randomy, sie schien sehr konzentriert darauf zu sein, an welchen Läden wir vorbeikamen, um den richtigen bloß nicht zu verpassen.
Schließlich leuchtete das Schild von dem Supermarkt ,,Bildl'' uns entgegen, und Randomy änderte die Laufrichtung, und steuerte kurzerhand auf das Geschäft zu.

,,Greift euch ein paar Tüten, wer will uns bitteschön schnappen? Die Polizei? Höchstens so ein paar Monster, aber da haben wir kein Problem! Ich werde uns einfach rausfliegen. Voll cool und so? Oder?", sagte das Teufelskind aufgeregt nachdem wir den Laden betreten hatten.

Ich sah mich in dem Supermarkt um, als wäre ich ewig nicht mehr hier gewesen, was auch irgendwie stimmte. Meistens besuchte ich nur kleinere Discounter, die hatten schließlich alles was ich brauchte, da war ich nicht wirklich darauf angewiesen, diesen großen Supermarkt im Stadtzentrum zu besuchen.
Ich ließ meinen Blick über die verschiedenen Gänge und Regale schweifen, gefüllt mit Lebensmitteln. Es waren überraschend viele Artikel vergriffen, beispielsweise gab es weniger Reis als Obst, und weniger Kartoffeln als Gemüse.
Komisch..dabei waren doch gar keine Menschen hier.
Während ich die ganzen großteils noch frischen Waren musterte, blieb mein Blick schließlich an einer Theke mit Gebäck und Süßspeisen hängen.

In dem Moment wurde mir erst klar, wie hungrig ich eigentlich war.
Schweren Herzens musste ich an den WcDonalds Gutschein in meinem Iteminventar denken, eigentlich hätte er heute eingelöst werden sollen...aber daraus würde wohl nichts werden.

Wobei, den Cookie von Selo dem Kekse-Mädchen hatte ich ja auch noch dabei. Dem konnte ich ja so zwischen durch essen, ich war mir ziemlich unsicher ob mein Magen mehr vertrage, schließlich würden wir den Weg zurück womöglich auch laufen, und da war es wohl nicht so schlau etwas Schweres zu essen.. da genügte ein Cookie vollkommen.
Ich würde ihn essen, nachdem ich alles Wichtige gesammelt hatte.

Mit schnellen Schritten und Lobeshymnen an das Cookiemädchen im Kopf begab ich mich zu der leeren Bäcker Theke. Randomy schien im Hintergrund irgendetwas zu Mamiko zu sagen, aber ich hörte längst nicht mehr zu. Das Gebäck strahlte mich nur so von weitem an.
Hoffentlich war es nicht alt und hart!

Als ich dort angekommen war, untersuchte ich die Gebäckstücke ganz genau. Alle waren noch ganz frisch, als wären sie gerade eben aus dem Ofen gekommen. Erleichtert atmete ich aus. Was für ein Glück!

Ich griff zu einer Papiertüte und schaufelte so viel Essen hinein, wie es nur ging. Ich hatte überhaupt keine Ahnung wohin es unsere Gruppe als nächstes verschlagen würde, und bei unserem Glück würden wir so etwas wie einen Supermarkt länger nicht zu Gesicht bekommen, und da war es das Beste so viel Proviant bei sich zu tragen wie möglich war.

Nachdem ich gute fünf volle Tüten in meinem Iteminventar verstaut hatte, wollte ich mich zufrieden abwenden, als ich plötzlich einen eigenartigen Duft vernahm...

Ausnahmslos ordnete ich dem Geruch die Identität eines Gebäcks zu, einem Gebäck, das viel zu viel Zeit im Ofen verbracht hatte.

Aber.....woher....
Aber woher kam dieser Geruch plötzlich?

Waren wir etwa doch nicht die Einzigen Menschen die übrig geblieben waren?

Ich schluckte und drehte mich einer Tür nebenan der Theke mit den verschiedenen Gebäckstücken zu, die mir bis jetzt gar nicht aufgefallen war.

Sie war offen. Zwar nur einen Spalt, aber sie war offen.

Langsam kam ich näher, und meine Vermutung bestätigte sich:

Je näher ich der Tür kam, desto stärker wurde der Geruch.

Befand sich also hinter dieser Tür die Küche, in der die Angestellten das Gebäck zubereiteten? Aber wieso war sie aktiv?

Ich musste das herausfinden.

Mit einem Atemzug nahm ich all meinen Mut zusammen und kam der Tür immer näher, und näher, und näher, während es sich so anfühlte, als würde sich die Tür immer weiter von mir entfernen.

Vielleicht wollte ich das ja.
Dass sich die Tür entfernt.

Doch natürlich war das alles nur Einbildung, denn nach kürzester Zeit stand ich direkt vor der geheimnisvollen Türe, und ich starrte auf den Türgriff.

Waren Randomy und Mamiko in der Nähe? Ich sah mich um. Rascheln und kichern konnte man vernehmen, aber keiner von den beiden waren weit und breit zu sehen..

Sollte ich sie dazuholen? Das sicherste wäre es bestimmt...

Nach einem kurzen Hin und her schüttelte ich jedoch den Kopf und ließ meine Hand den Türknauf umschließen.  Wir würden länger brauchen, wenn jetzt alle zu dritt die Bäckerei besuchten. Und unser Ziel war es schließlich vor Nacht zurück beim WcDonalds zu sein.

Ob sich die anderen schon Sorgen machten?

Langsam öffnete ich die Tür einen weiteren, kleineren Spalt, und dann noch einen, immer weiter, bis sie schließlich komplett offen war.

Verwirrt blinzelte ich.
Es war vollkommen dunkel in der Bäckerei.
Nur der Geruch von Rauch stieg mir entgegen.
War also wirklich etwas verbrannt?

Zögernd trat ich einen Schritt in die Backstube, und tastete die Wände vorsichtig nach einem Lichtschalter ab.

Ich konnte spüren, wie Panik in mir aufkam.
Normalerweise mied ich dunkle Räume, sie waren beklemmend und man konnte nie wissen, was in den Ecken so lauerte...

Aber jetzt durfte ich mich nicht von der Angst beherrschen lassen! Für meine Freunde.

Aufeinmal ertastete ich eine Erhebung in der Wand, sie war womöglich ein Lichtschalter. Oder jedenfalls hoffte ich das...

Aber als ich dann schließlich ein leises ,,Klick!" vernahm, wusste ich, es gab keinen Grund zur Sorge.

Die ganze Bäckerei war nun vollkommen erleuchtet, und der Anblick der sich mir nun bot, ließ mich vor Entsetzen meine Augen weiten:

Tatsächlich kam der verbrannte Geruch von einem Ofen, der anfing zu qualmen. Die Arbeitstische die in der Backstube aufgestellt worden waren, waren voll von umgestoßenen Päckchen Mehl, Stühle waren umgeworfen und ebenso lagen Zucker- und Salzpakungen quer über den Boden verstreut.

,,Was ist hier passiert..", flüsterte ich angetan, und starrte erst noch eine gute Minute auf die Verbleibnisse einer Szene die sich vor mir ereignet hatte, bevor ich mit schnellen Schritten zu dem qualmenden der vielen Backöfen eilte und hustend und vor meinem Gesicht fechelnd mit zwei Paar dicken Küchenhandschuhen, die auf einem Tisch gefunden hatte, das bereits schwarze Gebäckstück mit einem Blech auf einem der mehligen Tische abstellen.

Das war seltsam. Deshalb war das Gebäck also so frisch. Kurz bevor die Menschheit sich in Luft aufgelöst hatte, war hier noch gebacken worden, doch ein Gebäckstück hatte es anscheinend nicht mehr rechtzeitig aus dem Ofen geschafft.

Aber waren die Bäcker geflohen? Anders konnte ich mir die Zustände der Backstube nicht erklären.  So unglaublich zerstört.

Verzweifelt ballte ich meine Hände zu Fäusten.
Was war hier nur passiert?! Was war vorgefallen, dass die Menschen anscheinend fliehen mussten? Und wieso waren wir verschont geblieben, ausgerechnet wir, die sich beim Tomatenmilch Plaza getroffen hatten?

Das ergab alles keinen Sinn. Vor allen Dingen, wieso war das Schreibwarengeschäft wie unberührt, und hier spielte sich die reinste Horrorszene ab?

Das ergab keinen Sinn, die Puzzelteile in meinem Kopf ließen sich nicht zusammen fügen....

Mit einem schweren, gar beklemmenden Gefühl verließ ich die Backstube wieder so schnell es ging, knipste das Licht aus, und drückte die Tür zu.

Von dem Ende des Discounters konnte ich ein Lachen vernehmen, Randomy schien echt gut aufgelegt zu sein...

Zwar wollte ich so schnell es ging wieder zurück zu den anderen, zu Miu, Selo, Eno, ja, sogar zu der unnahbaren Huxley, aber auf keinen Fall sollte dafür die Stimmung meiner Freunde Opfer davon werden.

Ich atmete tief durch, warf einen letzten Blick zu der schweren Tür, hinter der der reinste Horror lag, und entfernte mich schließlich von ihr.

Das hier war wirklich der reinste Albtraum..
Nichtmal Lust auf einen Cookie hatte ich mehr, und das bedeutete was.

tenor.gif
ATUA 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.04.2022 10:31.

Fragile_Jewel
Gelöschter Benutzer

Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)

von Fragile_Jewel am 17.04.2022 23:44

Randomy_joyful.png
Der Großeinkauf – wie ich gerne meine Raubüberfälle (naja, eher Versuche...) nenne – läuft Wunderbärchen! Hier ein paar Konservendosen, dort ein paar, mehr Miller-milch, nicht den Dosenöffner vergessen! Aber natürlich gehört sich die Ordnung in der Tüte. Die Pizzen als stabile Seitenwand, alles Schwere verlagert sich nach unten und oben natürlich Früchte und co. Auch die Einkäufe brauchen ihre natürliche Ordnung, sonst steht man zu lange an der Kasse.


Was hat Stolas mir immer gesagt? „Geh mal arbeiten, Glaskind! Dann müsstest du nicht immer stehlen!" ... nö, dass ist keine gute Weisheit. Die hört sich eher wie unerlaubte Kritik an. Ich bin doch natürlich perfekt! ... oh sch*ße, ich habe das Regal fast umgeworfen. Doch konnte ich schwören, dass etwas pinkes hinter dem Regal verschwand. Hm... war sicherlich nichts. Vielleicht vermisse ich schon wieder meine Freunde... da rennt Mamiko auch schon wieder zu mir, doch sieht scheint emotional etwas...

...
„Hey, Mamiyo!", schoss aus mir mein neuer Spitzname für sie: „Na guck a mal, du hast so viel mitgenommen, an das ich nicht gedacht habe! Da kann sich einer auf dich verlassen!" Ich lachte herzhaft, ich hoffe es erreichte sie. Weinen ist nicht schön, nein, nein. Doch schwor ich, dass ich ein leichtes Kichern hören konnte. Ich hatte schon Angst... so warf ich meinen Arm um ihre Schulter und lächelte zu ihr: „jetzt holen wir mal Tibibi ab, nh?" Sie nickte leicht, doch sehe ich Freude in ihr.

Als wir uns aber aus dem Bildl raus bewegen wollten, hielt ich abrupt still. Das war doch diese Präsenz als wir hier eintraten—Vor meinen Augen war es hell – ein Angriff! Ich stieß Mamiko und die Einkäufe zur Seite, doch war es zu spät für meinen Konter. Argh! Das brennt!

Randomy_hurt.png
Mein Rücken krümmte sich, ich biss die Zähne zusammen und hielt meinen Arm in Schmerzen. Teile meiner Beine zersprangen leicht – nicht kritisch, aber bemerkbar. Es zieht und prangert an meiner Seite, doch krieg ich meinen Kopf nicht hoch. Nur eine verspielte Stimme lachte. Weder Tibi noch Mamiko höre ich. Warte, Ma- ich fiel auf meine Kniee. „My, my ~ da habe ich wohl ein paar Leute übersehen.~"

Meine Hände zittern, ich kann kaum... eugh...

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.04.2022 23:44.

Lisa2604
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Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)

von Lisa2604 am 18.04.2022 00:46

Ich vernahm schnelle Schritte, die sich der Kellertür näherten. Ich betete, dass die Mädchen einfach verschwinden würden, doch schon sah ich, wie die Tür geöffnet wurde. Ein rosahaariges Mädchen mit... Hasenohren...? stand mir gegenüber. Sie war wahrscheinlich ungefähr in meinem Alter, der Stimme nach zu urteilen, also definitiv zu jung um zu sterben. 

"Was ist passiert?Hast du starke Schmerzen?", fragte sie lieb. 
Sie wollte mir wirklich helfen. 
Das Monster stellte sich gut dabei an möglichst dumm und hilflos zu erscheinen. Ich wollte schreien, sie warnen, erklären, dass sie sofort fliehen und die Tür verriegeln mussten, aber das Monster ließ es nicht zu.
Das Hasenmädchen sprach nun mit dem anderen braunhaarigen Mädchen, was daraufhin direkt wieder aus dem Keller verschwand um Verbandszeug für mich zu holen.
Nun waren wir beide alleine hier.
Angewidert sah ich dabei zu, wie meine Hände die Schultern des Mädchens packten. 
Daraufhin geriet sie in Panik. Sie schien endlich zu erkennen, dass etwas hier ganz und gar nicht stimmte. Welches hilfebedürftige Mädchen würde ihre scharfen Fingernägel in die Schultern ihrer Retterin rammen? 
Als sie nun auch noch meine schwarzen Augen erblickte, sprang sie auf. Panisch richtete sie ihren Stab auf mich.
Diese beiden Menschen waren so gutherzig und mutig, dass sie nicht zögerten, einem fremden Mädchen in einem ranzigen Keller zu helfen. 
Ich musste dringend etwas tun.
'Hilfe, Hilfe, Hilfe, Hilfe...', wiederholte ich immer wieder in meinem Kopf. Ich schrie es fast. Für einen kurzen Moment sammelte ich all meine Kraft. Meine Sicht wurde schärfer und die Kopfschmerzen weniger. Könnte ich vielleicht..? Ein mickriges "Hilfe" kam endlich angestrengt aus meinem Mund. Meine normale Tonlage. Nicht die zuckersüße des Monsters.
Aber das reichte nicht. "Rucksack...", brachte ich heraus, nun etwas lauter als zuvor, "Tränke!". Ein schriller Ton erklang plötzlich in meinen Ohren und meine Sicht wurde wieder unscharf. Hatte die Fremde mich gehört? Hatte sie verstanden, was ich ihr damit sagen wollte?

rem.gif

Antworten
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