Gangs

Erste Seite  |  «  |  1  |  2 [ Nach unten  |  Zum letzten Beitrag  |  Thema abonnieren  |  Älteste Beiträge zuerst ]


Pads

25, Weiblich

  Topmodel

Beiträge: 349

Toni Rojas, Felix Wheeler

von Pads am 07.07.2020 22:58

Toni Rojas

Da ich einen kleinen Wohnwagen besaß, der am Rande einer alten Müllkippe stand, hatten wir irgendwann beschlossen, die Planung hier abzuhalten. Gut, dieser Wohnwagen stand nicht wirklich am Rande einer Müllkippe, viel eher am Waldstück daneben. Es war eigentlich nicht wirklich legal hier einen Wohnwagen stehen zu haben, aber da dieses Waldstück meiner Oma gehörte und ich wusste, dass sie nichts wirklich dagegen hätte, wenn sie wüsste, dass er hier stand. Sie hätte eher was dagegen, wenn sie wüsste, was hier passierte. Das würde sie niemals gut heißen, aber da sie nichts davon ahnte, würde sie vermutlich auch noch ein paar glückliche weitere Jahre leben. 
Mein Wohnwagen war eher spärlich eingerichtet, zeigte aber ganz klar, dass ich eine schwäche für Jordana Brewster hatte und außerdem verrück nach Pani! At the Disco war, weshalb Brendon Urie nicht selten auf alten Postern zu sehen war. Ansonsten war mein Heim aber nicht düster, sondern eher freundlich eingerichtet, da ich nicht selten Nachts von Alträumen geplagt aufwachte und mich die hellen Farben dann daran erinnerten, dass alles gut war. 
Ich hatte die Karte bereits aufgehängt. Wir hatten uns zwar für drei Uhr verabredet, aber mir war schon bewusst, dass vermutlich keiner pünktlich hier auftauchen würde. Ich verschickte eine schnelle Nachricht an meinen Bruder. Wir hatten uns darauf geeinigt belanglose Sachen zu schreiben, sodass, falls jemand jemals misstrauisch werden sollte, nur Geschwisterzeug in unserem Chat stand. Wir hatten verabredet dass ich, falls ich Hilfe brauchte einfach schrieb, dass ich Bauchschmerzen hatte. Das wäre nicht ganz so auffällig. Außerdem wäre er dann direkt alamiert. 
Ich schob mein Handy in meine hintere Hosentasche, als sich die Tür öffnete. Felix betrat mein trautes Heim und grüßte mich mit einem Handschlag. Er ließ sich auf die Coach sinken und öffnete mit einem Tritt den Kühlschrank um sich ein Bier zu angeln. Er schlug die Tür wieder zu und öffnete das kalte Bier. Ich wagte einen Blick auf die Uhr. Wir hatten bereits zehn nach drei und von den anderen war nichts zu sehen. Ich seufzte leise. Eigentlich war es ja schon klar gewesen, aber ich würde die Hoffnung wohl nie aufgeben. Ich selbst war eine Person, die äußerst ungern zu spät kam, da ich wusste, wie scheiße es für jemanden war, wenn andere immer zu spät auftauchten. Außerdem fühlte ich mich dann immer schlecht. Ich konnte es selbst auch nicht wirklich leiden, wenn andere andauernd zu spät waren. Aber da ich mich inzwischen daran gewöhnt hatte, würde ich schon damit klar kommen. 

Felix Wheeler 

Gegen zwei Uhr hatte ich mich auf dem Präsidium einzufinden. Mein Chef hatte die glorreiche Idee entwickelt, dass ich ihnen stecken sollte, wann der nächste große Coup startete und sie mich dann Alibimäßig als erstes schnappen würden, damit ja keiner darauf kommen würde, dass ich zu ihnen gehörte. Sein Plan war noch ein wenig gewiefter, ich hätte das wirklich nicht von diesem alten Mann erwartet. 
Mein Kollege hatte aber darauf bestanden, mit mir noch ein paar kleinen Informationen durchzugehen und noch einmal zu schauen, ob ich meine komplette Legende auswendig konnte. Er wollte außerdem ein ernstes Gespräch mit mir führen, in dem ich spontan auf fragen antworten musste um Ernstsituationen entgegen treten zu können. Er war der Meinung, dass das wichtig wäre. Ich sei zwar jetzt schon ganze zwei Monate an diesem Auftrag dran, aber vermutlich wollte er mich einfach nur nicht verlieren. Oder hinterher Hohn von den Kollegen ernten. Wirklich zuordnen konnte ich seine Absichten nicht wirklich. 
Ich persönlich fand es ein wenig übertrieben alles noch einmal durch zu gehen. Ich wollte mich eher darauf konzentrieren, dass ich mehr über die Vergangenheit der einzelnen Mitglieder heraus fand. Das fand ich 1. wesentlich interessanter und 2. würde es mir, zumindest meiner Meinung nach, wesentlich mehr bringen in Hinsicht auf diese Ermittlung. Denn so hätte ich die Chance auf ihre Schwächen zu Zielen und diese heraus zu finden. Außerdem könnte ich so versuchen die Gruppe zu entzweien und sie gegeneinander aufzuspielen, sodass die Polizei ein leichteres Spiel hätte. 
Mir machte dieses taktische Denken wirklich zu viel Spaß. Ich stellte mich schon einmal darauf ein, gleich meinem Kollegen gegenüber zu treten und ihm fragen zu meiner Legende zu beantworten, indem ich meinen Lebenslauf noch einmal durchging. Als ich, wie passend, den Verhörraum betrat, saß mein Kollege bereits und deutete nur schweigend auf den zweiten Stuhl. 
"Mr. Delgardo. Alles was sie sagen kann und wird gegen sie verwendet werden. Sie haben das Recht zu schweigen, lassen sie mich nur sagen, dass das auch gegen sie gewertet werden kann." Ich nicke. Gut. Er will das so haben, kann er kriegen. 
"Wir sind sehr an ihrer Kindheit interessiert, da diese uns bei der Aufklärung behilflich sein könnte. Sie sind in Deutschland aufgewachsen, in Kassel, richtig?" Ich schüttelte den Kopf. 
"Meine Eltern lebten in Kassel, bevor sie nach Neustadt Wied zogen, wo ich aufwuchs." Ich verstand zwar nicht ganz, was genau mir diese Aktion bringen sollte, aber ich bemerkte, dass sie zumindest ganz gut war um meine Legende noch einmal im Gespräch zu wiederholen. 
"Gut." Er schrieb nieder, was ich gesagt hatte. "Erzählen sie mir bitte, was der Tod ihrer Schwester für sie bedeutete." Ich imitierte ein Schlucken, was er auch niederschrieb. 
"Ich war zwölf." Ich stockte und musste ganz kurz überlegen. "Nein, 13. Wir waren in diesem kleinen Waldstück in der Nähe. Wir waren dort immer, wenn uns langweilig war, das war unser Rückzugsort. Wir hatten dort eine Lichtung entdeckt, von der unsere Eltern jedoch bis heute nichts wissen. Meine Mutter hatte an dem Tag entsetzlich schlechte Laune. Sie war unglaublich sauer, da ich eine Vase zerbrochen hatte." Ich ließ einen Moment Pause, um zu zeigen, dass mir das erzählen dieser Geschichte zusetzt. Was sie auch wirklich ein wenig tat. Ich hatte unglaubliches Mitgefühl, da es mich irgendwie daran erinnerte, dass manche Menschen solche Geschichten zu erzählen hatten, was mir wieder ein schlechtes Gewissen bescherte. Ich fühlte mich schon irgendwo schlecht, dass ich solch eine Lüge erzählte, aber das gehörte nun einmal zu meinem Job. 
"Meine Schwester und ich also." Wieder ließ ich eine kleine Pause. "Wir gingen zu dieser Lichtung. Sie war an diesem Tag ungewöhnlich fröhlich und leichtsinnig, da sie so damit umging, dass unsere Mutter schlechte Laune hatte. Sie sagte immer, dass sie nur genug gute Laune haben müsse, damit unsere Mutter auf andere Gedanken kommen würde." Ich hatte echte Tränen in den Augen. Irgendwie nahm mich diese Geschichte wirklich mit. 
"Ich hatte noch versucht sie davon abzuhalten. Aber sie ließ sich nich davon abbringen. Sie hatte den entschluss gefasst es zu versuchen." 
"Was zu versuchen?" Mein Kollege sah mich an. 
"Sie wollte wollte versuchen den Baum hoch zu klettern. Eine alte, morsche Tanne am Ende des Waldes. Sie hatte sich zuvor nie getraut, aber an diesem Tag war ein Funkeln in ihren Augen. Sie wollte es zumindest versuchen." Wieder musste ich schlucken. Ich wusste für einen Moment nicht wirklich, wie ich das Ende rüber bringen sollte, versuchte es dann aber einfach. 
"Da ich größer und schwerer war als sie, sie war damals gerade acht geworden, konnte ich nicht hinter ihr her klettern. Sie war flink, schmal und leicht. Zum klettern eine sehr gute Kombi. Ich war nie der besonders gute Kletterer gewesen... Ich rief und rief, aber sie hörte nicht auf mich. Irgendwann sah ich sie nicht mehr. Ich bin panisch geworden, aber sie antwortete nicht. Das letzte an das ich mich erinnere ist... es knallte laut." Ich stockte und sah auf den Boden. "Eine Bewohnerin des Nachbarortes fand mich und rief die Polizei." 
Mein Kollege schrieb wieder auf. Wir führten die Konversation einfach weiter, aber irgendwann brach ich ab, da ich auf die Uhr gesehen hatte. Mein Kollege steckte mir nur noch den Zettel zu, ich schnappte meine Jacke und machte mich auf den Weg zu meinem Wagen, ein alter Opel. Er meckerte zwar ab und zu, aber ansonsten war er eigentlich immer zuverlässig. 
Ich überflog den Zettel und musste über ein paar falsch geschriebene Worte lachen, aber war ansonsten zufrieden mit seiner 'Bewertung'. Ich warf den Zettel aus dem Fenster und fuhr los. Ich wusste, dass ich zu spät kommen würde, wenn ich mich nicht beeilte. 
Als ich dann endlich angekommen war, verschwendete ich gar nicht erst die Zeit mit Klopfen und trat einfach ein

gif_matt_smith.gif

Antworten

LoveTzukasakun
Gelöschter Benutzer

Re: Gangs

von LoveTzukasakun am 07.07.2020 21:04

cool

Antworten

Lara

27, Weiblich

  Promotion-Model

Beiträge: 389

Gangs

von Lara am 07.07.2020 20:41



story_-_Kopie.png
Es ist kein wohl behütetes Geheimnis, dass in der Stadt so einige Gangs ihr Unwesen treiben. ... ist eine davon. Es ist wie in einer kleinen Familie. Man passt aufeinander auf, beschützt sich gegenseitig. Doch dazu ist es wichtig, das Loyalität und Vertrauen an erster Stelle stehen. Das ist aber nicht immer der Fall. Das Schicksal scheint es nicht gut mit ihnen gemeint zu haben. Intrigen, Auseinandersetzungen, Verrat. Eine Zerreißprobe für jedes einzelne Mitglied.

Außerdem wäre da auch noch die stetige Bedrohung von anderen Gangs, sowie die Gefahr, welche von der Polizei ausging, denn sie alle haben etwas auf dem Kerbholz und keiner ist unschuldig. Doch kristallisierte sich aus solchen Situationen auch hin und wieder etwas positives heraus. Neue Bündnisse, Freundschaften und vielleicht sogar junge Liebe.

a337194d9a248f77024030bd4aed135b.png

la_familia.png
Sahrah - die Anführerin
Antonia - der Spitzel
Maé Jiang - die Neue
Alexis - der Außenseiter
Felix Wheeler - der Undercover-Polizist




Quelle

Antworten
Erste Seite  |  «  |  1  |  2

« zurück zum Forum