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Re: Hinterland || RPG with Pads
von Lara am 28.11.2022 22:46Phoenix Zachary Kid
Ich musste gescheit vorgehen. Selbst wenn ich einige Sachen mitgehen ließ, durfte ich auf keinen Fall zu viel einpacken. Statt also ganze Packungen aus den Regalen zu nehmen, nahm ich nur einzelne Blister und auch bei den Salben war ich sparsam. Es sollte immerhin nicht auffallen, dass etwas fehlte. Ich wollte keinen Verdacht erregen. Zum einen brauchte ich ein paar dieser Sachen und zum anderen brauchte ich wohl auch das Geld, dass sie mir einbrachten. Ich war nicht stolz darauf, aber mir blieben nicht viele andere Möglichkeiten.
Ich war so in die Auswahl der Medikamente vertieft, dass ich zusammen zuckte, als ich Stimmen von der anderen Seite der Tür hörte. Instinktiv hielt ich die Luft an und verharrte in meiner Bewegung. Ich hoffte wirklich, dass man mich nicht gehört hatte. Verstehen was genau im Flur geredet wurde konnte ich zumindest nicht.
Nach einer Weile, die sich wie eine Ewigkeit angefühlt hatte, ebbten die Stimmen ab und Schritte entfernten sich. Erst jetzt wagte ich es wieder nicht zu bewegen. Hastig rückte ich alles wieder an seinen ursprünglichen Platz und schloss zuerst den Schrank und dann meinen Rucksack.
Gerade als ich zur Tür hinüber und diese öffnen wollte, konnte ich wieder die Sekretärin hören. Als dann auch noch ein Klopfen ertönte und unmittelbar darauf die Schulkrankenschwester zu ihnen stieß, wusste ich, dass ich umgehend etwas unternehmen musste.
Flüchtig sah ich mich im Raum um, doch es gab keinerlei Orte an denen ich mich verstecken könnte. Mein einziger Ausweg war das Fenster. Ich lief zu diesen hinüber und öffnete es. Erster Stock. Ich warf einen Blick über die Fensterbank nach unten. Wie tief mochte das sein? Vielleicht drei Meter? Dreieinhalb? Wenn ich mich vom Fenstersims hinunterhängen ließ vielleicht noch die Hälfte. Das könnte entweder klappen oder maximal schief gehen. Aber ein anderer Ausweg blieb mir wohl nicht.
Ich warf noch einen Blick nach unten und schmiss dann meinen Rucksack voran. Mit einem dumpfen Geräusch landete er auf dem Asphalt. Nicht besonders ermutigend.
Ich kletterte auf die Fensterbank und ließ mich dann langsam an der Hauswand hinunter, die Hände am Fensterrahmen festgekrallt.
Der Abstand zum Boden wurde um meine Körpergröße verringert, doch der Blick nach unten war noch immer angsteinflößend. Hochziehen konnte ich mich jetzt jedoch nicht mehr. Ich atmete einmal tief durch und ließ dann los.

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Re: What if you meet the right person, but at the wrong time? | RPG with Pads
von Lara am 17.11.2022 23:24Ivory Montgomery
Flüchtig sah ich immer mal wieder zu Josh, während dieser einen Blick in die Karte warf, wollte ihn ihn jedoch auch nicht anstarren und beobachtete stattdessen die Leute, die an dem kleinen Fenster vorbei gingen.
Als Josh dann schließlich aufstand, wandte ich mich wieder ihm zu. "Könntest du mir ein belegtes Brötchen mit Käse und einen Kaffee mitbringen.", bat ich ihn.

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Josh Hamilton
von Pads am 16.11.2022 23:50Während Ivy die Karte las beobachtete ich sie schweigend, darauf bedacht, nicht zu auffällig zu wirken. Sie wirkte nicht wirklich bei der Sache, weshalb ich sie auch nicht fragte, was sie bestellen würde, als sie mir die Karte rüberschob. Ich nahm schweigend die Karte entgegen und wählte schweigend einen Milchkaffee und ein Franzbrötchen aus. Ich überlegte, ob wir einfach beide zur Theke gehen sollten, aber ich fragte sie schließlich doch, wofür sie sich entschieden hatte. "Dann kann ich dir deins mitbringen.", schob ich noch hinterher.Â

Re: What if you meet the right person, but at the wrong time? | RPG with Pads
von Lara am 16.11.2022 23:07Ivory Montgomery
Ich lief schweigend neben Josh her, meine Hände in den Taschen meiner Hose, in denen sich auch das Bargeld befand. Dieses Geld war mein Ausweg hier raus. Es war genug um in die nächste Stadt zu fahren und einen Anruf zu tätigen.
Wir erreichten schließlich die Bäckerei und ließen uns an einem der Tische nieder. Flüchtig sah ich mich um, ein prüfender Blick in uns jemand verfolgt hatte. Dann widmete ich mich wieder Josh, wobei ich auch nicht recht wusste was ich sagen sollte. Die Stimmung war merkwürdig, beinahe angespannt. Vielleicht hätte ich doch ablehnen sollen. Jetzt war es zu spät. Ich konnte nicht einfach aufstehen und gehen.
Zögernd griff ich nach der Karte und überflog das Angebot. Wirklich wahrnehmen tat ich nicht was ich dort las. Stattdessen fragte ich mich, ob Josh wohl erleichtert darüber war, dass ich ging. Es hatte nicht so gewirkt. Er fühlte sich verantwortlich. Das sprach wohl dafür, dass er bei dem Zwischenfall mit meinem Nachnamen keinen Verdacht geschöpft hatte. Das war wohl gut für mich. Ich interpretierte in die Sachen wohl momentan einfach zu viel hinein.
Nach einer Weile schob ich die Karte schließlich zu Josh hinüber.

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Josh Hamilton
von Pads am 16.11.2022 22:55Ihre Antwort freute mich und nahm den Weg wieder auf. Ich wusste nicht wirklich, worüber ich mit ihr reden sollte, da ich das Gefühl hatte, dass ich ihr mit meinen Fragen zu Nahe treten würde und das wollte ich nicht. Wenn sie schon gehen wollte, wollte ich sie nicht auch noch darüber löchern. Die Bäckerei war nicht mehr allzu weit entfernt und alsbald betraten wir sie. Es war ein kuschelig eingerichteter kleiner Laden, der nur Platz für einige wenige Tische bot. Ich deutete auf einen Platz in der Ecke und steuerte auf diesen zu. "Ist der in Ordnung?" Er war an einem kleinen Fenster, so dass man zwar raus gucken konnte, aber von draußen nicht wirklich beobachtet wurde. Und er war ein Stück von der Tür entfernt, so dass wir nicht immer den Luftzug von draußen mitbekommen würden. In meinem Kopf schrillte zwar eine Alarmglocke, die mich daran erinnern wollte, dass wir, beziehungsweise ich, den Laden nicht schnell genug verlassen konnten, falls es Probleme gab, aber die Tür, auf der 'nur für Personal' stand ließ mich vermuten, dass es dort auch noch einen zweiten Ausgang für Bedienstete gab und das beruhigte die Alarmglocke wieder.Â

Re: What if you meet the right person, but at the wrong time? | RPG with Pads
von Lara am 13.11.2022 10:13Ivory Montgomery
Ich schien ihn wirklich damit getroffen zu haben und das traf auch mich aus einem mir beinahe unersprießlichen Grund. Wir kannten uns doch kaum. Für gewöhnlich fiel mir derartiges leichter. Ich hatte es immer schon vorgezogen zuerst an mich selbst zu denken und das musste ich auch jetzt tun, selbst wenn es mir schwer fiel. Ich musste mein Leben weiterleben.
Trotzdem konnte ich es ihm nicht abschlagen mit ihm in die Bäckerei zu kommen. Selbst wenn es vermutlich klüger gewesen wäre sofort zu gehen.
"Wir können gerne noch etwas essen.", antwortete ich ein wenig zögerlich auf seine Frage.

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Josh Hamilton
von Pads am 13.11.2022 00:51Ich nickte. Ich wusste nicht wirklich, wie ich mich jetzt ihr gegenüber verhalten sollte. Sollte ich ihr die kalte Schulter zeigen? Sollte ich ihr zustimmen, dass es gut wäre, wenn sie ginge? Sollte ich sie darin bestärken? Ich war unsicher und jetzt wünschte ich, Tobias wäre wach gewesen, er hätte das ganze sicher rationaler klären können. Jetzt würde ich ihm gleich nur davon erzählen, dass Ivy sich alleine auf den weiteren Weg gemacht hatte und wir alleine dastanden.Â
Ich nickte abermals, wie um mein vorheriges Nicken zu bestätigen. "Möchtest du lieber jetzt sofort gehen oder noch etwas mit mir essen, bevor du..." Ich wollte 'verschwindest' sagen, überlegte es mir dann aber anders "...gehst". Ich würde es absolut verstehen, wenn sie jetzt schon gehen wollte. Ich erwartete nicht, dass sie noch mit mir zum Bäcker gehen würde, aber ich hoffte es dennoch.Â

Re: What if you meet the right person, but at the wrong time? | RPG with Pads
von Lara am 12.11.2022 23:57Ivory Montgomery
Mir war klar gewesen, dass er meinem Plan nicht einfach zustimmte. Er ging davon aus, dass ich seine Schutz benötigte und ich hatte ihn die ganze Zeit über auch in diesem Glauben gelassen. Er wusste nicht, dass ich durchaus auf mich selbst aufpassen und einfach untertauchen konnte. Für ihn war ich eine ganz normale junge Frau, die irgendeinem normalen Job nachging und zufällig in eine unangenehme Situation hinein gerutscht war. Letzteres stimmte natürlich, aber ich wusste mit dieser Situation umzugehen.
"Josh, ich verstehe, dass du dir Sorgen machst, aber ich denke es wäre einfach das beste sich aufzuteilen.", meinte ich und zog meine Hand aus der seinen. Ich wollte nicht, dass es noch unnötig schwerer oder emotional wurde, denn ich konnte nicht leugnen, dass ich den jungen Mann mochte. Wären wir uns zu einer anderen Zeit und unter anderen Umständen begegnet, dann hätten wir vielleicht auf Dauer Freunde werden können. Vielleicht hätte sich auch mehr entwickeln. In diesem Szenario war dies jedoch wohl unmöglich.

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