What if you meet the right person, but at the wrong time? | RPG with Pads
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Josh Hamilton
von Pads am 04.04.2026 15:03"Ich hab doch gesagt, dass ich mich nicht einmischen sollte, nach allem was passiert ist." Ich rutschte ein wenig tiefer in meinen Sitz hinein. Ich wusste nicht, ob es mir unangenehm war, oder ob ich einfach lieber nicht hier sein sollte.
Tobias nickte vehement. "Ja, du hast gesagt, dass du dich nicht einmischen solltest. Und das musst du hiermit auch nicht."
Ich verdrehte meine Augen. Es war nicht überraschend, dass Tobias mich so direkt bei Wort nahm, aber ich hatte gehofft wir würden einfach an ihr vorbei fahren und sie würde ihm vielleicht gar nicht erst auffallen.
Tobis öffnete die Tür an seiner Seite und stellte sich in den Fußraum, sodass er über das Auto hinweg in Ivys Richtung blicken konnte.
"Ich weiß, dass der gute Josh hier eine ganze Menge Mist gebaut hat. Und, dass du lieber alleine unterwegs wärst. Aber mir ist absolut unwohl bei dem Gedanken, dass du hier alleine unterwegs bist. Niemand weiß, dass du ansonsten keine Verbindung zu uns hast und das gefällt mir ganz und gar nicht."
Ich vermied es in Ivy Richtung zu sehen, ansonsten würde ich mich Tobias' Gerede vielleicht noch anschließen. Stattdessen drehte ich mich zu Tobias. "Lass es gut sein, wenn sie das lieber so möchte ist das ihr gutes Recht. Auch wenn es ihr nicht gefällt, dass sie das macht. Es ist ihre Entscheidung."

Re: What if you meet the right person, but at the wrong time? | RPG with Pads
von Lara am 24.06.2025 20:44Ivory Montgomery
Ich brachte weitere Meter hinter mich. Nach einer Weile kam ich an einem kleinen Parkbucht vorbei, an der sich auch eine Telefonsäule befand. Erneut zögerte ich. Es war klar, dass ich nicht ewig einfach weiterlaufen könnte. Ich wollte mich nicht darauf verlassen vielleicht irgendwann mal den nächsten Ort zu erreichen. Oder darauf, dass mich eventuell irgendwann jemand mitnehmen würde. Das Schicksal spielte einem selten in die Taschen.
Also musste ich mir überlegen, wen ich anrief. Definitiv nicht meinen Vater oder jemanden aus seinem Kreis. Keinen, der mit ihm in Verbindung stand. Vielleicht Samuel, den Besitzer des Nachtclubs? Wohl eher nicht. Zumal ich die Nummer auch nicht auswendig kannte. Also eher ein Taxi.
Ich holte also mein Geld heraus, warf ein paar Münzen ein und wählte die Nummer, um dann in die Warteschleife zu kommen. Am Ende war dann aber ein Taxi zu mir auf dem Weg und ich musste nur noch warten.
Das Auto, welches jedoch schließlich hielt, war mir nicht unbekannt. Und die Personen darin auch nicht. Leicht presste ich die Zähne aufeinander. Ich hatte auf jeden Fall nicht damit gerechnet so schnell wieder zu sehen. Oder ihn überhaupt wieder zu sehen. Und es machte das Ganze auch nicht einfacher. Warum mussten sie auch verdammt nochmal hier anhalten? Sie hätten einfach weiter fahren können. Vor allem da Tobias fuhr. Josh hatte ihm doch sicher gesagt, dass ich alleine weiter ziehen wollte.

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Josh Hamilton
von Pads am 17.06.2025 23:47"Josh, was ist los?" Ich sah auf, Tobias Blick wirkte besorgt. Hatte ich meine Miene nicht im Griff? Ich brauchte meine Miene in Tobias' Nähe nicht im Griff haben, aber ich wollte auch nicht, dass er sich Sorgen machen musste. Und das hatte ich definitiv nicht im Griff. Wollte ich ihm erklären, wie durcheinander meine Gefühle waren? Dass ich nicht mehr wusste, wo oben und wo unten war? Ich musste mich zusammenreißen, wenn ich aus der ganzen Sache wieder raus wollte, wenn ich das alles klären wollte. Ich seufzte. "Ich fühle mich nicht wohl mit dem Gedanken daran, Schuld an Ivys Lage zu sein und zu Wissen, dass sie jetzt alleine da draußen rum läuft, aber ich bin die letzte Person, die sie davon abhalten sollte ihr Ding durchzuziehen." Tobias nickte zustimmend. Ich hatte also Recht, ich sollte mich nicht in ihre Entscheidung einmischen. Immerhin bei einer Sache hatte mein Gefühl mich nicht getäuscht.
"Aber du siehst nicht so aus, als würde es dir damit gut gehen." Jetzt nickte ich. Ich war ja auch nicht damit einverstanden, aber ich hatte ihr Leben auf den Kopf gestellt, also musste ich das auch wieder gerade biegen, auch wenn das hieß nicht das zu tun, was ich wollte. Aber wusste ich das überhaupt?
Ich war so tief in meine Gedanken versunken, dass ich nicht einmal merkte, dass Tobias sich inzwischen angezogen hatte. Er hatte den Autoschlüssel in der Hand.
"Ich fahre", war das einzige, was er dazu zu sagen hatte und ich hatte nicht wirklich das Bedürfnis ihm zu widersprechen. Vielleicht würde es uns gut tun einfach weiter zu fahren und ein wenig darüber zu reden, was wir machen würden, wenn wir unterwegs waren und nicht in diesem kleinen Hostelzimmer.
Ich stieg auf den Beifahrersitz und ließ mich in den Sitz sinken. Ich war froh, nicht fahren zu müssen. Ich würde mich für eine kurze Zeit nicht für oder gegen etwas entscheiden müssen.
Tobias startete den Motor und der Wagen rollte langsam los, bevor er schlussendlich volle Fahrt aufnahm um aus der Stadt raus zu kommen. Ich versuchte ein wenig zu dösen, das funktionierte allerdings nur Semi-gut, bis Tobias plötzlich etwas später mitten auf der Staße bremste. Als ich aus dem Fenster sah, sah ich auch warum.

Re: What if you meet the right person, but at the wrong time? | RPG with Pads
von Lara am 14.06.2025 00:49Ivory Montgomery
Die Straße schien sich ewig lang zu ziehen. Das Hotel hatte abseits gelegen. Kein Dorf, keine Stadt. Nur Landstraße. Vermutlich würde ich bei dem nächsten Auto meinen Daumen ausstrecken und auf eine vorübergehende Mitfahrgelegenheit hoffe, aber auch das schien auf sich warten zu lassen.
In meinem Kopf rasten die Gedanken. Überschlugen sich regelrecht. Und auch die Gefühle vermischten sich miteinander. Frust, Schuld, Nervosität, Reue. Ich ballte die Hand zu einer Faust. Drückte die Fingernägel in meine Handfläche. Der Schmerz half mir dabei einen kühlen Kopf zu bewahren. Mich wieder zu ebnen. Dies war gewiss nicht der Zeitpunkt um den Kopf zu verlieren.
Motorengeräusch. Ich drehte mich um. Ein Auto kam von hinten angefahren. Roter SUV. Ich streckte den Daumen heraus. Der Wagen fuhr vorbei. "Arschloch.", murmelte ich zähneknirschend, während ich weiter ging. Vielleicht sollte ich mich das nächste Mal einfach auf die Straße stellen. Schlimmer könnte das Ganze ohnehin nicht mehr werden.

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Josh Hamilton
von Pads am 11.06.2025 15:13Hätte Tobias keine Familie hätten wir uns ein neues Leben aufbauen können. Aber er hatte eine Familie, und diese würde er nie zurücklassen. Ein wenig verfluchte ich diese Tatsache, aber irgendwo war ich auch ein bisschen neidisch. Ich hatte nie eine intakte Familie gehabt.
Aber das war jetzt nicht das, womit wir uns beschäftigen mussten. Ich erklärte Tobias kurz und knapp, was Sache war. Er hatte das meiste verschlafen, aber als ich ihm mitteilte, dass Ivy sich auf ihren eigenen Weg hatte machten wollen, nickte er.
"Das war vermutlich ihre beste Option" Ich seufzte. Wieso fühlte es sich dann nicht so an? Es machte mich fertig, dass ich so nicht darauf aufpassen konnte, dass ihr etwas passierte. Wieso war ich in so einer kurzen Zeit so davon abhängig geworden, sie beschützen zu wollen? Oder fühlte ich mich einfach nur schlecht für das, was ich verbockt hatte?
Tobias und ich konnten uns nicht wirklich darauf einigen, was wir als nächsten Schritt machen wollten. Er wollte sich über seine Familie erkundigen, aber das war zu unsicher, solange wir nicht sicher sein konnten, dass wir nicht mehr verfolgt oder überwacht wurden. Ich verstand, dass ihm das Sorgen bereitete, aber das würde sie nur auch noch in Gefahr bringen.

Re: What if you meet the right person, but at the wrong time? | RPG with Pads
von Lara am 08.06.2025 23:53Ivory Montgomery
Mein Herz schlug schneller als es sollte. Ich spürte wie meine Finger leicht zitterten. Sie zitterten nie. Es war ein ungewohntes Gefühl. Überwältigend. Ein Teil von mir wollte umkehren. Zurück in dieses Hotel gehen und Josh die Wahrheit sagen. Über alles. Und versuchen ihn zu schützen. Ich wäre in der Lage dazu. Auf die eine oder andere Art.
Der andere Teil in mir war purer, egoistische Überlebensinstinkt. Nach dem Motto lieber jeder andere als ich selbst. Über viele Jahre hinweg antrainiert und vermeidlich perfektioniert. Nicht jedoch in dieser Situation wie es schien.
Mein Blick glitt nochmal über den Fluchtwagen der beiden Männer. In anderen Situationen hätte ich nicht einmal mit der Wimper gezuckt. Nun jedoch verließ ich den Parkplatz zu Fuß. Ich verkniff mir einen Blick über die Schulter. Fixierte stattdessen die Telefonzelle, ging aber an ihr vorbei. Auch das war keine Option.
Ich würde das nächstbeste Auto kurzschließen. Dann brauchte ich eine Waffe und Zugang zu meinem Konto. Und schließlich ein neues Leben.

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Re: What if you meet the right person, but at the wrong time? | RPG with Pads
von Pads am 26.05.2025 17:39Ich hoffte einfach, dass ich das richtige getan hatte. Ich hoffte einfach, dass es richtig war, sie einfach gehen zu lassen. Genau das war ihr Wunsch und wer wäre ich, sie aufzuhalten? Außerdem war ich das Problem, ich war der Grund, weshalb ihr Leben komplett umgekrempelt wurde. Aber warum fühlte ich mich dann so schlecht? Warum fühlte ich mich, als hätte ich etwas verloren, was tatsächlich nie da gewesen war? Der Gedanke daran, Tobias von dem Ganzen erzählen zu müssen weckte in mir ein mulmiges Gefühl, aber war es da, weil ich es Tobias erklären musste?
Hatte ich sie gehen lassen, weil sie es wollte? Ich wollte mir gerne einreden, dass es das beste war, für sie als auch für mich. Aber war es das? Wieso fühlte es sich dann nicht so an?
Ich ging langsam zurück zu Tobias' und meinem Hotelzimmer. Musste ich an die Tür klopfen? Es fühlte sich richtig an. Ich klopfte erst sanft an die Tür, aber als keine Reaktion gab klopfte ich noch einmal kräftig.
"Hmmm?" Tobias Stimme klang verschlafen.
Es war komisch, mein eigenes Zimmer so zu betreten.

Re: What if you meet the right person, but at the wrong time? | RPG with Pads
von Lara am 04.12.2024 22:17Ivory Montgomery
Mein Kiefer spannte sich an. Verdammt! Warum war das so viel schwerer als es eigentlich sein sollte? Lag es nur daran, dass ich insgeheim den Tod dieser beiden Männer befürchtete - den Tod von Josh befürchtete, den ich in gewisser Weise durch meine Flucht mit zu verantworten hatte? Oder gab es noch einen anderen Grund?
Noch ein letztes Mal blickte ich in diese braunen Augen. Hellbraun. Warm und in diesem Moment irgendwie...traurig. Es machte mir den Abschied nicht leichter. Vielleicht war es zu viel hinein interpretiert, doch sie wirkten so verletzt.
"Okay.", sprach ich lediglich, ehe ich dann die Tür öffnete und hinter dieser verschwand. Ich fuhr mir einmal mit der Hand übers Gesicht und dann durch das helle Haar. Stetig musste ich mir ins Gedächtnis rufen, dass ich hier an mich selbst denken musste. Nicht an Josh. Nur an mich. Es war mir doch sonst auch nie schwer gefallen mein Wohl über alles zu stellen. So sollte es auch hier sein. Ich konnte einfach nicht zurück zu meinem Vater.
Kurz horchte ich. Wartete einen Moment bis ich eine weitere Tür hörte, bei der ich davon ausgehen konnte, dass es die zu dem Zimmer der beiden Männer war. Josh, der zu Tobias ging.
Ich hatte meine Sachen bereits zusammen gesucht - natürlich war es nicht viel, da wir fluchtartig gegangen waren. Nicht einmal eine Waffe hatte ich. Nur das Geld, dass ich im Tausch für meinen Gürtel bekommen hatte. Vielleicht änderte ich meinen Plan und fuhr nochmal zurück um wenigstens ein paar Dinge zu holen. Vielleicht war es aber auch zu riskant. Sicher war nur, dass ich Josh nicht noch einmal sehen wollte. Abschiede waren nicht mein Ding. Besonders dieser hier.
Leise schlüpfte ich also durch meine Tür wieder auf den Flur und begab mich von dort unbemerkt zum Fahrstuhl, welcher mich in die Lobby brachte. Von dort aus verließ ich das Gebäude. Nun musste ich mir erst einmal einen Überblick verschaffen. Ich musste auf jeden Fall irgendein Auto kurzschließen um zu entkommen. Kurz fixierte ich unsere Fluchtwagen, jedoch hätte ich es nicht übers Herz bringen können Josh auch noch dies zu nehmen und ihm somit alles noch schwerer zu machen.

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Josh Hamilton
von Pads am 04.12.2024 12:38Ich hätte sie angesprochen, da war ich mir sicher. Ich wollte ihr das allerdings nicht unter die Nase reiben, sie wirkte nicht so, als würde das ihre Meinung ändern. "Wir werden es wohl nie herausfinden.", seufzte ich stattdessen und hielt ihr die Tür zum Motel auf, als wir es betraten. Mutlos blieb ich mit ihr vor ihrem Zimmer stehen. Ich suchte nach Worten, die sie dazu bringen würden, zu bleiben, aber ich fand keine. Klar brauchte sie ihre Sachen, aber ich hatte das Gefühl, dass ich sie brauchte. Ihre Nähe, ihre Gegenwart. Aber es fühlte sich an, als würde ich ihr das vorwerfen, wenn ich das jetzt sagte. Es sollte sich eigentlich falsch anfühlen, aber es war so richtig. Die letzten Tage mit ihr hatten sich trotz der Umstände angefühlt, als hätten sie so sein sollen. Irgendwas hatte sie an sich, was mich faszinierte und was es schaffte, mich durcheinander zu bringen, was schon lange niemand mehr geschafft hatte. Und genau das machte mich so sicher, dass ich sie angesprochen hatte. Sie hatte etwas an sich, was mir den Atem raubte, was die Zeit stehen ließ. Konnten wir nicht einfach gemeinsam abhauen und irgendwo ein neues Leben anfangen? Ich verwarf den Gedanken ganz schnell wieder, das war nicht die Richtung, in die sie gehen wollte. Wenn sie wieder aus ihrem Zimmer raus kommen würde, wäre sie auch aus meinem Leben verschwunden. Das war das, was sie wollte. Und ich tat mich schwer damit, das zu akzeptieren.

Re: What if you meet the right person, but at the wrong time? | RPG with Pads
von Lara am 20.04.2024 21:05Ivory Montgomery
"Ein nettes Paar?", wiederholte ich leicht lachend, während auch ich aufstand. Ich datete nicht. Vor allem keine Männer aus irgendwelche Clubs. Damit es dazu kommen würde, müsste sich vermutlich nicht nur der Umstand unserer ersten Begegnung ändern, sondern mein ganzes Leben. Ein Leben von dem Josh nach wie vor nichts wusste. Und wenn alles nach meiner Vorstellung lief, dann würde er auch nie einen Einblick in dieses Leben bekommen.
Auf dem Weg zur Tür stoppte ich am Tresen und reichte einer der Bedienungen das Geld für unser Frühstück, ehe wir dann zusammen das Gebäude verließen.
"Ich glaube nicht, dass du mich angesprochen hättest.", zweifelte ich. Es waren so viele Menschen dort gewesen und er wäre sicher unter anderen Umständen an eine andere Frau geraten. Jemand, der wirklich zum feiern dort gewesen wäre und nicht jemanden, der vorgehabt hatte nach einem Drink schon wieder zu verschwinden. Vermutlich hätte ich mich nicht einmal in ein Gespräch verwickeln lassen. Ich war für gewöhnlich gut darin alle möglichen Leute von mir fern zu halten. Physisch, psychisch und emotional. Nur Josh hatte scheinbar irgendein Schlupfloch gefunden. "Du hättest vermutlich eher jemanden angesprochen, der einen offeneren Eindruck gemacht hätte. Ich war nicht dort um jemanden kennen zu lernen und wäre vermutlich weg gewesen, ehe du in einem normalen Szenario die Bar erreicht hättest."
Wir erreichten das Motel und ich blieb zögerlich vor der Tür zu meinem Zimmer stehen. "Ich...werde noch meine Sachen holen und mich dann auf den Weg machen."

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