Hinterland || RPG with Pads

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Lara

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Re: Hinterland || RPG with Pads

von Lara am 28.06.2020 23:47

Phoenix Zachary Kid
Es war ein schönes Haus, durchaus. Soweit ich wusste war es renoviert wurden, nachdem der letzte Besitzer ausgezogen war. Man hatte alles getan um es attraktiv für neue Bewohner zu machen und natürlich auch, um den Preis in die Höhe zu treiben. Ein Haus, dass wir uns niemals hätten leisten können. Vermutlich könnte ich nur davon träumen in einem solchen Heim zu leben, aber auch das tat ich nicht. Wenn man so aufgewachen war wie ich, dann lernte man schnell, dass es auf ganz andere Dinge, als auf Häuser ankam. Aber natürlich konnte ich auch verstehen, weshalb man in ein solches Gebäude zog, wenn man die Chance dazu hatte. Es wäre wohl auch dumm, wenn man es nicht tun würde.

Schließlich tat sich dann doch noch etwas. Die Haustür wurde geöffnet und eine Person trat heraus. Eine Junge, eventuell in meinem Alter. Über die Distanz war das nicht so genau zu erkennen. Unter dem Arm trug er ein Skateboard.
Ich wollte ihn nicht anstarren, geschweige denn mich aufdrängen. Aus diesem Grund setzte ich mich zögerlich wieder in Bewegung und setzte meinen Weg zu dem kleinen Laden fort. 


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Pads

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Jason Lewis

von Pads am 29.06.2020 00:06

Ich schlug keine bestimmte Richtung ein. Wie denn auch? Ich kannte mich hier in keinster Art und Weise aus. Ich wusste nur, dass es hier eine Schule gab auf die ich gehen würde. Und das war es dann auch mit meinen Informationen. Ich beschloss einfach zu versuchen, diese Schule ausfindig zu machen, damit ich mich morgen nicht auf Google Maps verlassen musste. Das wäre mir dann an meinem ersten Tag den Weg in die Schule über GPS ausfindig zu machen.
Ich fuhr also einfach an den Häusern vorbei und sah sie mir an. Die meisten davon wirkten, als würde Menschen darin wohnen, die weit über 80 waren. Manche wirkten aber auch auf kleine Kinder eingerichtet. Es gab auch welche, bei denen man nichts wirklich ausmachen konnte, woran man fest machen konnte wer wohl dort lebte. Vielleicht wirkte ich ein bisschen zu neugierig, aber wirklich interessieren tat mich das nicht. Das war wohl eine der fiesen Dinge, die ich mir von meinen Eltern abgeguckt habe, aber was solls?
Ich kam an einer Kreuzung an und fuhr auf die Schilder zu. Kreuzung war aber auch wieder zu viel gesagt. Es war eher eine kleine Kreuzung, an der die Autos zusehen mussten, wie sie aneinander vorbei kamen. Wenn sich denn jemals zwei Autos an dieser Kreuzung begegneten. Ich las die Schilder neugierig. Eine der Straßen schien zu mehreren anderen Orten zu führen, eine führte in eine Richtung, die wie eine Sackgasse wirkte und auf dem letzten Schild war klein ein 'Schule' zu erkennen. Diese Richtung schlug ich ein.

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Lara

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Re: Hinterland || RPG with Pads

von Lara am 29.06.2020 00:23

Phoenix Zachary Kid
Nachdem ich im Laden meine Besorgungen gemacht hatte, machte ich auch gleich einen Abstecher zur mickrigen Apotheke, wenn man diese denn überhaupt als solche betilen konnte. Eigentlich nahmen sie lediglich die Rezepte entgegen und bestellten die benötigten Medikamente. Ansonsten hatte sie eigentlich nichts zur Auswahl. Vermütlich blieb bei dem einzigen Angestellten, einem älteren Mann, sogar die Ausbildung zum Apotheker aus.
Skeptisch schob er mir die Tüte hinüber, welche vom Namen meiner Mutter geziert wurde. Die Schrift war krakelig und nur schwer zu lesen. "Das sind doch alles nur Placebos. Wer für so was Geld ausgiebt ist ein Schwachkopf.", merkte er an, während ich ihm einen zerknitterten fünfzig Euroschein reichte. Er war Teil des Gehalts, welches ich mit der Aushilfe im Kino verdiente.
"Was wissen Sie schon.", erwiderte ich lediglich und wartete ungeduldig auf mein Wechselgeld. Der Alter schüttelte nur den Kopf und drückte mir dann die Münzen in die Hand.
Hastig verließ ich das Gebäude und stopfte draußen die Tüte mit den Medikamenten in meinen Rücksack. Aus dem Augenwinkel bemerkte ich ein paar Kids von der Schule. Natürlich die Sportler. Zwischen ihnen und meiner Wenigkeit herrschte kein sonderlich gutes Klima.
Einer von ihnen schien mich bemerkt zu haben, denn er deutete in meine Richtung. Da ich mir denken konnte, was auf mich zukommen würde, nahm ich meine Beine in die Hand und rannte. Hinter mir waren ihre Stimmen zu hören und dann setzten auch sie sich in Bewegung, um mir zu folgen. Es wäre nicht meine erste Prügelei mit ihnen, doch gingen diese meist auch nicht zu meinen Gunsten aus. Ich war nun einmal alleine.
Glücklicherweise konnte ich die Truppe abhängen, in dem ich in das kleine Waldstück rannte und von dort aus geradewegs zur Fabrik. Ich war völlig aus der Puste und meine Brust schmerzte. Jedoch hielt ich erst an, als ich das verfallene Gebäude erreicht hatte und ich mir sicher war, dass keiner von ihnen mehr hinter mir war. Kurz stützte ich mich an dem Maschendrahtzaun ab, schloss die Augen und atmete ein paar mal tief durch.
Als ich mich wieder einigermaßen beruhigt hatte und wieder bei Kräften war, schob ich meinen Rücksack durch ein kleines Loch im Zaun und kletterte dann über eben diesen hinüber.


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Jason Lewis

von Pads am 29.06.2020 00:40

Ich setzte mich in Bewegung. Der Weg schien nicht wirklich lang, aber ich genoss die kurze Waldstrecke, die ich entlang fuhr. Die Luft hier war frisch und ich fühlte mich wohl in dieser grünen Gegend. Der Wald umschloss die gesamte Straße, auf der mir kein einziges Auto entgegen kam. Als ich weiter rollte, kam ich an einer kleinen Apotheke immer näher. Je näher ich dieser kam, desto besser konnte ich eine Gruppe Jungs erkennen, die einem anderen Jungen hinterherpfiff, ein paar von ihnen liefen ihm sogar hinterher. Für einen kurzen Augenblick blieb ich stehen und beobachtete das Schauspiel neugierig, sprang dann aber wieder auf mein Skateboard um an der Gruppe Jungs vorbei zu fahren.
Ich überlegte für einen kurzen Moment wirklich, ob ich diesem Jungen folgen sollte, aber meine Neugierde hatte mich schon zu sehr überrumpelt. Ich sah, wie er in ein kleines Waldstück abbog, klemmte mein Skateboard unter meinen Arm und betrat den Wald. Ich sah ihn nicht mehr, aber ich war wild entschlossen ihn zu finden. Ich wusste zwar nicht, zwischen welchen Bäumen er entlang gerannt war, jedoch hatte ich einen schnellen Schritt, sodass ich ihn schnell gefunden hatte. Er verschwand gerade hinter einem Maschendrahtzaun.
Andächtig betrachtete ich das heruntergekommene Gebäude. Es schien eine alte Fabrik zu sein, oder etwas in der Art. Aber die Ruhe, die dieser Ort ausstrahlte war unglaublich. Ich sah wieder zu dem Jungen und konnte einen kurzen Blick auf ihn erhaschen. Ich wollte etwas rufen, aber mein Atem stockte und ich bekam kein Wort über die Lippen. In mir machte sich eine Wärme breit, die ich noch nie gespürt hatte. Ich musste überlegen, was ich sagte, bevor ich ein viel zu leises "Hey" über die Lippen brachte. 

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Lara

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Re: Hinterland || RPG with Pads

von Lara am 29.06.2020 01:02

Phoenix Zachary Kid
Ich landete mit beiden Füßen sicher auf dem Boden, befand mich nun jedoch auf der Seite der Fabrik. Dort hob ich meinen Rucksack auf und schulterte diesen. Als ich jedoch die ersten Schritte auf das verfallene Gebäude zu machte, vernahm ich eine Stimme hinter mir. Sie war leise, aber aufgrund der Ruhe der Natur doch deutlich zu hören. Kurz schoss mir durch den Kopf, dass ich doch bis hier her verfolgt wurden war. Warum aber sollte meine Verfolger ihre Stimme derart senken. Sonst taten sie es ja auch nicht.
Zögernd drehte ich mich um, den Rücken nun zu den Ruinen. Mein Blick fiel auf eine Person, die ich heute schon zum zweiten Mal sah. Der Neue. Sein Skateboard unterm Arm, stand er dort auf der anderen Seite des Zaunes, nun viel näher, als bei meiner ersten Sichtung. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich irgendwas zu befürchten hatte, immerhin kannte er mich und die Geschichten und Gerüchte nicht. Und vermutlich stand er auch noch außerhalb des Einfusses der anderen Teenager. Aus diesem Grund machte ich wieder ein paar Schritte auf den Zaun und somit auch auf ihn zu.
Flüchtig musterte ich ihn. Er hatte braune Haare und dunkle Augen, mit denen er wohl so einige Mädchen um den Verstand bringen konnte. Allgemein war er durchaus attraktiv. Vermutlich das Gegenteil meiner Wenigkeit. Manchmal erschrack ich selbst darüber wie fertig ich aussah. Die Rötungen unterhalb der Augen, die zerzausten Haare, die Kleidung, welche ihre besten Tage bereits lange hinter sich hatte. Aber irgendwie gewöhnte man sich daran.
"Hey.", erwiderte ich nun endlich, wenn auch etwas zögerlich. Meine Stimme klang rau, so wie immer, doch dieser war einer der Momente, in dem ich das selbst wahrnahm. Sie klang so anders als die anderer Teenager. "Du bist nue hier, richtig?", schob ich noch hinterher. Es war eine rhetorische Frage. Ich wusste, dass er neu hier war.


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Re: Hinterland || RPG with Pads

von Pads am 29.06.2020 01:15

Baff davon, wie schnell ich meine Fassung verloren hatte, sah ich zu diesem Jungen hin.
Er wirkte genauso herunter gekommen wie diese Ruine, aber irgendwas hatte er an sich, was ihn wesentlich interessanter machte, als das Gemäuer hinter ihm. Er wirkte ein wenig zögerlich, als wäre er sich nicht ganz sicher, ob er mir antworten sollte. Um ehrlich zu sein wusste ich das auch nicht wirklich. Ich war einem komplett fremden Jungen einer Eingebung folgend gefolgt und war nun an einer Ruine angelangt und stand ihm gegenüber. Gut, mehr oder weniger, denn der Zaun trennte uns voneinander. Wenigstens hatte er etwas ordentliches gesagt. Ich ärgerte mich sehr über das leise 'Hey'.
Ich hatte eigentlich etwas sinnvolles sagen wollen. Oder zumindest etwas anderes. Ein 'Hey, alles gut bei dir?' oder ein 'Was war da eben los?' oder zumindest etwas mehr als ein zerknittertes kleines 'Hey'. Die Lautstärke hätte auch besser sein können, aber wenigstens hatte er mich trotzdem bemerkt. Was aber auch nur an der Stille lag, die diesen Ort umgab. Es ging kein Wind, was das ganze zumindest ein wenig unheimlich machte. 
"Ja. Meine Familie ist gerade hergezogen. Ich bin Jason" Ich war ein wenig überrascht darüber, wie schnell ich mich wieder gefangen hatte, aber wenigstens hatte ich jetzt doch etwas mehr gesagt. Ich ließ mein Skateboard auf den Boden fallen um es nicht tragen zu müssen und nickte in Richtung Ruine. 
"Das ist schön hier."
Ich musterte diesen Jungen. Wenn ich mir seine Kleidung ansah, war mir meine Kleidung sogar unangenehm. Seine Kleidung wirkte, als wäre sie älter als er selbst. Meine Kleidung waren zwar keine Markenklamotten, aber im Gegensatz zu seiner Kleidung vermutlich wesentlich komfortabler. 

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Lara

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Re: Hinterland || RPG with Pads

von Lara am 29.06.2020 01:29

Phoenix Zachary Kid
Mein Gegenüber bestätigte meine zuvor gestellte Frage. Natürlich bestätigte er sie. Ich hatte nichts anderes erwartet. Dieses mal war seine Stimme jedoch um einiges kräftiger und somit auch deutlicher. Außerdem stellte er sich auch vor. Jason. So hieß er also. Es passte irgendwie zu ihm. Oft hatte ich eine ungefähre Vorstellung wie Menschen waren, manchmal auch mehrere. Ob diese stimmten war natürlich immer schwer zu sagen. Aber bei ihm konnte ich mir vorstellen, dass er alleine schon aufgrund seines guten Aussehens schnell beliebt an der Schule sein würde, vorrausgesetzt er ging überhaupt noch zur Schule. Auch sah er nicht unbedingt unsportlich aus. Er war größer als ich, eventuell leicht muskulös. Die Sportler würden mir Sicherheit versuchen ihn anzuwerben. Gut für sie, vermutlich schlecht für mich. Aber ich wollte meine Gedanken jetzt nicht an eine wahrscheinliche Zukunft verschwenden, es könnte auch alles anders kommen.
Jason nickte in Richtung der alten Fabrik und merkte an, dass es schön hier sei. Kurz drehte ich mich zu dem Gebäude um, wobei ich leicht nickte. Ja, es war wirklich schön hier. Es war mir der liebste Ort.
"Da hast du recht. Es ist schön, aber auch gefährlich. Sie ist schon seit Jahren einsturzgefährdet.", stimmte ich dem Jungen zu, als ich ihn wieder ansah. "Ich bin übrigens Kid." Es hatte sich irgendwann so ergeben, dass jeder mich bei meinem Nachnamen nannte, also hatte ich es mir angewöhnt mich auch mit diesem vorzustellen. 


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Jason Lewis

von Pads am 29.06.2020 01:44

"Einsturzgefährdet also..." Meine Augen Leuchteten leicht und ich lächelte etwas. Das hörte sich gefährlich an. Aber er wirkte zu wissen, wie man auf die andere Seite kam. Außerdem wusste er genau, wie er herkam, also war er nicht zum ersten mal hier. Und aus zu machen schien es ihm dann ja auch nichts, wenn er öfter her kam. Zumindest schien er keine Angst davor zu haben, sich hier auf zu halten. Vermutlich kam er hier hin um seine Ruhe zu haben. Genau so wie ich meine hatte haben wollen. Er schien nicht gut freund zu sein mit der Gruppe von vorhin. Sicher hatte er diesen Ort aufgesucht weil er ihm lieb und teuer war. Er kannte den Weg und er hatte gehofft, dass er die anderen abhängen würde, was er ja auch geschafft hatte. Ich war überaus neugierig und wäre gerne auf die andere Seite gegangen, aber ich hatte das Gefühl ich würde ihm dann zu Nahe treten. Als wäre diese Ruine etwas ganz privates, was nur für ihn bestimmt war. Ich trat einen Schritt zurück und hob mein Skateboard wieder auf. 
"Freut mich Kid." Ich nickte ihm zu. Es drängte mich ihn zu fragen, ob er hier zur Schule ging, aber ich traute mich nicht wirklich, weshalb ich einfach nur stehen blieb und zu ihm hinüber sah. Er wirkte selbstsicherer als ich es von ihm erwartet hatte. Aber das konnte auch einfach nur ein Schutzmechanismus sein, wie der, den ich mir angefressen hatte, seit ich wusste, dass mein Vater darauf setzte, dass ich etwas erreichen würde in meinem Leben. 

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Re: Hinterland || RPG with Pads

von Lara am 29.06.2020 02:06

Phoenix Zachary Kid
Es drängte sich die Frage auf, ob ich ihm das Angebot machen sollte mitzukommen. Ob ich ihm die Fabrik zeigen sollte, die sicheren Wege, die Orte an die man auf keinen Fall gehen sollte. Aber ich kannte ihn nicht. Das einzige was ich von ihm wusste war sein Namen. Er war ein Fremder. Es wäre eventuell zu riskant. Was wenn er sich in der Schule wirklich mit den Sportlern anfreundete, wenn er sie hier her brachte? Hier her, an meinen Zufluchtsort vor der Welt und allen Problemen. 
Nein, ich würde ihn nicht fragen, ob er mitkommen wolle. Noch nicht. Vielleicht irgendwann mal. Aber ihn einfach hier stehen zu lassen, ihn wegzuschicken wäre auch nicht richtig, oder? Ich war mir nicht sicher. Es würde ihm auf jeden Fall nicht gut tun, wenn die falschen Leute uns zusammen sahen. Wobei es im Grunde genommen seine Entscheidung war. Doch wie sollte er die Entscheidung treffen, wenn er nichts über diese wusste, wenn er nichts über meinen Ruf wusste? Wäre es egoistisch ihm diese Entscheidung vorzubehalten, nur weil ich eventuell noch Zeit mit ihm verbringen wollte? Ich wollte nicht das dieses Gespräch jetzt schon änderte. Es war eine durchaus willkommene Abwechslung mal mit jemanden zu sprechen, der noch keine Vorurteile mit gegenüber hatte.
Ich fuhr mir einmal mit der Hand übers Gesicht, ehe ich ihn flüchtig anlächelte. "Ich bin...ich bin nicht besonders gut in sowas...in Konversationen. Und es klingt vielleicht...nein, mit Sicherheit klingt es bescheuert, aber ich würde mich trotzdem gerne weiter mit dir unterhalten.", meinte ich und hätte mich am liebsten gleich für den Stuss, den  ich da gerade von mir gegeben hatte, selber geohrfeigt.


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Jason Lewis

von Pads am 29.06.2020 02:16

Ich konnte nicht anders. Ich musste lachen. Ich hoffte sehr, dass mich bis auf ihn keiner hörte und dass er das nicht falsch auf nahm. Es war unglaublich erfrischend mit ihm zu reden. Einmal nicht von meiner Mum vollgequatscht zu werden, oder von meinem Dad unter Druck gesetzt zu werden, damit ich mich sportlich mehr anstrengte. Ich fand es unglaublich toll, hier zu sein, hier zu stehen und mich mit ihm zu unterhalten. 
"Ich bin auch nicht wirklich gut in so was." Ja. Bisher war ich auch nicht derjenige gewesen, der Gespräche aufbaut. Ich war immer derjenige, mit dem unbedingt geredet werden wollte. Ich war beliebt gewesen, ich wurde gemocht. Ich hatte bisher nie Probleme damit, gemobbt, oder überhaupt geärgert zu werden. Und dafür war ich auch unglaublich dankbar. Dafür, dass ich solche Probleme nie gehabt habe. Ich sah zu ihm. Zu dem Jungen mit dem verwuschelten Haar und dem niedlichen Lächeln. 
"Ich würde mich auch gerne weiter mit dir unterhalten." Ich lächelte vorsichtig zurück. Es war neu für mich auf jemanden zu treffen, der die Konversation nicht mit mir führte. "Aber könntest du mir den Weg zur Schule zeigen? Ich will nicht morgen früh den Weg über Google Maps suchen müssen und mich verwirrt die Lage hier dann doch ein wenig." Gut, das war geflunkert, aber ich wollte unbedingt mehr Zeit mit ihm verbringen und hatte das Gefühl, dass es ihm nicht wirklich geheuer war, mir sein Refugium zu zeigen, was ja auch vollkommen okay war. 

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