Sherlock - 2er RPG

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Mila-Grosa

24, Weiblich

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Sherlock - 2er RPG

von Mila-Grosa am 07.09.2019 18:06

Stecki - Vorlage:

 

Name: Evelyn Antonia Dawson

Alter: 30 Jahre alt

Aussehen: mittellange, leicht gewellte, hellbraune Haare, braune Augen, etwas hellerer Tange, einzelne
Sommersprossen.

Beruf: Sie wird eine neue Kommissarin bei Scotland Yard.

Sonstiges: Sie ist eine alte Bekannte von John und gerade erst von Italien nach London gezogen. Ihr Vater ist geborener Engländer, ihre Mutter Italienerin, daher ihr etwas südländisches Aussehen.
Ihre Mutter und ihr Bruder sind bei einem Brand in London umgekommen, als sie noch klein war und noch da gewohnt hat, weshalb sie und ihr Vater in Therapie waren.
Sie kann hervorragend italienisch sprechen und teilt eine große Leidenschaft zu Klavier- und Geigenmusik. Sie singt auch sehr gerne dazu, vor allem ältere Songs, egal ob romantisch oder Classic Rock. Sie lernt Sherlock bei ihrem ersten Fall bei Scotland Yard kennen.

Sohea 25.07.15 um 19:42
Yey, noch ein Sherlock RPG! xD

Ich würde gerne wieder mitmachen, wenn sonst niemand will. Ich übernehme dann Sherlock und einen weiblichen OC. Vielleicht ist sie dann dieses mal das "Opfer".

Sohea 26.07.15 um 20:24
cool! =d

hätte auch nen story vorschlag:
mein weiblicher oc wird entführt. (ich lieeebe entführungen! xd) sie ist die frau eines reichen adligen und daher wird viel lösegeld verlangt. als den erpressern etwas dazwischen kommt, wird ihr aufenthaltsort bekannt gegeben. aber sie und ihr mann haben angst, dass wieder etwas ähnliches passiert, doch sie wollen sich nicht an die polizei wenden, um einen skandal zu vermeiden. da sie mary watson kennt, fragt sie diese, ob john und sherlock hier vielleicht helfen können. john schalten aber doch die polizei ein (deinen oc), bittet aber um diskretion. sherlock hätte den fall lieber ohne scotland yard gelöst, macht aber natürlich trotzdem mit.

wäre das ok?

Sohea 27.07.15 um 19:42
Stecki :

Name: Susan Elizabeth Crockford, Countess of Derrington
Alter: 36 Jahre
Aussehen: insgesamt so, wie eine Adelige auszusehen hat: blonde Locken, blasser Teint, große gewachsen, schlank, hübsch
Beruf: muss aufgrund ihrer Stellung keinen Beruf ausüben, ist aber gelernte Ärztin und kennt daher John und Mary
Sonstiges: engagiert sich für Kinder in Not; verheiratet mit Ruben Crockford, Earl of Derrington

Sohea 28.07.15 um 19:22
Das ist wahr.. =D

Vielleicht lässt Moriarty es so aussehen, als wäre er der Entführer. Aber Sherlock versteht dann nicht, warum Moriarty, der alles immer perfekt plant, die Entführung abbrechen musste. So lockt Moriarty Sherlock wieder zu sich, was sein eigentliches Ziel ist. Diesmal will er Sherlock wirklich umbringen. So von wegen: Keiner kann leben, während der andere überlebt... xD

Sohea 28.07.15 um 19:31
Zitat von mila-grosaZitat von soheacool! =d

hätte auch nen story vorschlag:
mein weiblicher oc wird entführt. (ich lieeebe entführungen! xd) sie ist die frau eines reichen adligen und daher wird viel lösegeld verlangt. als den erpressern etwas dazwischen kommt, wird ihr aufenthaltsort bekannt gegeben. aber sie und ihr mann haben angst, dass wieder etwas ähnliches passiert, doch sie wollen sich nicht an die polizei wenden, um einen skandal zu vermeiden. da sie mary watson kennt, fragt sie diese, ob john und sherlock hier vielleicht helfen können. john schalten aber doch die polizei ein (deinen oc), bittet aber um diskretion. sherlock hätte den fall lieber ohne scotland yard gelöst, macht aber natürlich trotzdem mit.

wäre das ok?

coole storyline :))

so können wirs machen, muss nur kurz überlegen.... ah ja. wie währe es, wenn sherlock und john noch mit dieser skandalgeschichte von janine vor gericht gehen (zum aufwärmen natürlich) und den prozess dann aber auch gewinnt, damit janine ihre geschichten wiederruft und sein ruf wieder hergestellt ist.
und dann sie dann einen mordfall aufs auge gedrückt bekommen, den sie dann aber schnell wieder lösen, da es sich als unfall herausstelle. bei dem fall wird dem dou dann mein oc vorgestellt und dann kommt der fall mit der contess als hauptfall.

währe das auch ok?

super!! =d

Sohea 30.07.15 um 18:07
Soo, eigentlich können wir starten, oder?

Am Tag des jüngsten Gerichts xD, oder davor? :))

Mila-Grosa 30.07.15 um 19:27
(Lol xD)

ich würd sagen kurz unmittelbar davor

Sohea 30.07.15 um 19:41
Fängst du an?

John Watson
Ich lehnte am Türrahmen in Sherlocks Wohnung, während er sich für die Gerichtsverhandlung fertig machte. Die Aufdringlichkeit der Journalisten wegen des Skandals um Sherlock, dass Janine in die Welt gesetzt hatte, war schlimmer und Sherlocks Ruf deutlich angeschlagen worden. Wir hatten beschlossen, dem ein Ende zu setzen und vor Gericht zu gehen. Ich hätte Janine ehrlich nicht zugetraut, medial so ein großes Fass aufzureißen (und dann auch noch mit einer Geschichte, in der Sherlock sie zum Séx gezwungen haben sollte), aber ich hatte mich schon oft in Menschen getäuscht. Um fair zu sein: Sherlock gefakter Heiratsantrag und die Lüge um ihre zuvor aufgebaute Beziehung, die darauf basierten, in das Büro ihres Chefs einzudringen, war auch kein Kavaliersdelikt. Aber wir waren gerade erst aus dieser Sache mit Magnussen herausgekommen, einen weiteren, großen Medienrummel konnten wir nun nicht mehr gebrauchen.
Mary wollte uns begleiten, sie wartete unten im bereits gerufenen Taxi. Sie konnte wegen ihres Bauches die Treppen zu seiner Wohnung nicht mehr ersteigen.

Sherlock
Gehen wir?", fragte ich John und eilte die Treppe hinunter, ohne eine Antwort abzuwarten.
Diese ganze Sache mit Janine war ziemlich ausgeartet, das hätte ich nicht erwartet. Vielleicht war der vorgetäuschte Heiratsantrag wirklich ein bisschen viel gewesen, aber woher hätte ich wissen sollen, dass si wirklich Gefühle für mich zeigen würde? Gut, sie war ein normaler Mensch, kein Soziopath. Vielleicht hatte ich da nicht ausreichend bedacht, aber das eine Gerichtsverhandlung nötig sein würde...
Das war meine einzige Schwäche: andere Menschen zu verstehen, mich in sie hineinzuversetzen, gelang mir ganz und gar nicht. Mycroft hingegen schon, was ärgerlich war.
Wir stiegen in das Taxi ein. Mary, die uns unbedingt hatte begleiten wollen, saß auf dem Beifahrersitz, denn mit ihrem Bauch konnte sie sich nicht auf die Rückbank quetschen, auf der nun John und ich saßen. Schweigend fuhren wir in Richtung des Gerichtsaals.

Mila-Grosa 31.07.15 um 19:27
"Und Sherlock? Bitte spar dir diesmal deine Kommentare, ja? Nicht dass du es schlimmer machst! Dein letzter Auftritt vor Tritt war nicht der Brüller, also nimm dich dieses Mal bitte ein wenig zurück.", meinte ich noch zu ihm. Bei demProzess gegen Moriarty damals hatte er es sich ja nicht nehmen lassen, den guten alten, angeberischen Klugschéißerr Sherlock Holmes raushängen zu lassen.
Diesmal würden sich diese Kombinationen vor Gericht nicht unbedingt als Vorteil erweisen. Immerhin befand er sich jetzt in einer tragenden Rolle.

Sohea 31.07.15 um 19:39
ich verdrehte die augen. ich würde mich schon bemühen, nichts falsches zu sagen, schließlich wollte ich diese sache so schnell wie möglich aus der welt haben. aber wie gesagt konnte ich oft nicht einschätzten, ob ich zu weit ging. am besten sollte ich john das reden überlassen, aber ich wusste jetzt schon, dass das nicht funktionieren würde. "ich versuche es", meinte ich, um john für den augenblick zu beruhigen.
ich dachte über die gerichtsverhandlung nach. wir wollten janine dazu bringen, ihre (teilweise wahren, aber ziemlich übertriebenen) geschichten zu widerrufen, damit "mein ruf wieder hergestellt" wurde. natürlich war das johns idee gewesen, aber ich hatte sie ihm nicht austreiben können. außerdem hatte er vielleicht recht damit, dass meinem ruf durch moriarty schon genug schaden zugefügt worden war.
ich wandte mich an john: "sind neben den geschworenen und dem richter auch zeugen geladen, die beweisen sollen, dass janines geschichten komplett erlogen sind?" in meiner stimme lag etwas spöttisches, aber es interessierte mich doch, wie wir die geschworenen überzeugen wollten.

Mila-Grosa 31.07.15 um 19:45
John Watson
"Nur Lestrade, Mrs. Hudson, Molly Hooper und... Mycroft. Natürlich auch Mary und ich", antwortete ich. Gut nur, dass Sergeant Donovan oder Anderson nicht dabei waren, die würden sicher kein gutes Haar an ihm lassen, obwohl das alles seit seinem vorgetäuschten Selbstmord etwas abgeschwächt ist. Von Anderson hatte ich angenommen, dass er sich nun mehr oder weniger auf Sherlocks Seite befand, aber das gehörte seit geraumer Zeit wieder der Vergangenheit an. Fast so, als wäre alles noch beim Alten.
Mrs. Hudson und Lestrade würden auf jeden Fall zu seinen Gunsten aussagen, bei Molly war ich mir da zu 200 % sicher. Ebenso wie bei Mary. Für Mycroft würde ich allerdings nicht meine Hand ins Feuer legen.

Mary Watson
"Keine Sorge, Sherlock, wir boxen dich da schon raus!", meinte ich aufmunternd und versuchte, meinen roten Mantel etwas über meinen Bauch zu zumachen. „Wir gewinnen den Prozess, Janine verzieht sich in die zweite Reihe und wir können uns voll und ganz auf..."
„...deine Schwangerschaft konzentrieren.", vollendete John und blickte mich mit hochgezogener Augenbraue an. Ich schickte ihm ein süß-säuerliches Lächeln und drehte mich wieder um. „Auf das natürlich auch."

Sohea 02.08.15 um 18:54
ich lächelte, aber so bald sich mary wieder nach vorne drehte, wurde meine miene kalt. als ob ich mir sorgen machen würde..
bei dieser fülle an zeugen war ich mir relativ sicher, dass janine die verhandlung verlieren würde. ihre stimme gegen meine und die von fünf anderen (mycroft ließ ich bei meiner rechnung aus, wer wusste so genau, was er sagen würde), dass sah gut für uns aus.
wir kamen am gericht an und stiegen aus dem taxi aus. john half mary, die wegen ihres dicken bauches schwierigkeiten hatte aufzustehen. im gebäude wurden wir in einen wartebereich geleitet. die verhandlung sollte in einer viertelstunde anfangen, aber janine war noch nicht da. dafür lestrade (als polizist war er immer pünktlich), molly (auf die man sich (besonders ich mich) immer verlassen konnte) und mycroft (typisch). mr. hudson fehlte noch. während john und mary die anderen drei begrüßten, setzte ich mich und richtete meinen blick in die ferne. die meisten leute dachten dann das ich überlegte oder dass ich wartete, aber jedenfalls sahen sie es immer als zeichen dass ich nicht angesprochen werden wollte... naja, fast alle leute.
Dieser Beitrag wurde bisher 2 Mal bearbeitet, zuletzt am 02.08.15 um 19:32 von Sohea

Mila-Grosa 02.08.15 um 19:03
Mycroft
Ich drückte Inspektor Lestrade meinen Gehstock in die Hand und kam auf meinen Bruder zu. Ich würde zu seinen Gunsten aussagen, das stünde schon mal fest. Mom und Dad würden sich sonst nur aufregen. Aber da unsere brüderliche Fehde trotz allem nach wie vor allgegenwärtig war und ich nun die Oberhand hatte, ließ ich es mir nicht nehmen, meine Überlegenheit in diesem Falle nicht ganz zu verbergen.
"Hallo, Bruderherz!", begrüßte ich ihn übertrieben freundlich und haute ihn kräftig auf die Schulter. "Ich wusste, irgendwann würdest du, wieder einmal, hier enden!"

Sohea 02.08.15 um 19:33
In Mycrofts Stimme lag wie immer dieser ironische Unterton. Zuerst wollte ich ihn einfach ignorieren, doch dann beschloss ich, einfach in seiner freundlich provozierenden Schiene mitzufahren. "Hallo, Mycroft!", meinte ich ebenfalls 'erfreut'. "Schön dich zu sehen. Ein Wunder das du überhaupt gekommen bist." Wahrscheinlich hätten wir uns bis zu Verhandlung in zehn Minuten weiter lächelnd beleidigt, aber gerade, als Mycroft antworten wollte, kam jemand um die Ecke auf uns zu. Janine stolzierte einfach erhobenen Hauptes an den sechs Personen in diesem Raum, die sie alle kannte, vorbei und setzte sich mit dem Rücken zu uns auf eine Bank.

Mila-Grosa 02.08.15 um 19:39
Janine: Dieser Sherlock war wirklich nachtragend. Er hatte diesen Skandal eigentlich nicht anders verdient. Er hat mich belogen und dann eiskalt abserviert. Auch wenn wir quitt waren, dann habe ich zum krönenden Abschluss auch noch meinen Job verloren, weil er meinen Boss erschossen hatte. Ich würdigte ihn und den anderen einfach keines Blickes.

John: "Hallo Janine!", meinte ich kühl. Sie antwortete mit einem ebenso kühlen und erzwungenen Lächeln. Wir alle außer Sherlock und Mycroft blickten sie an. Molly etwas... nun ja, schwer zu beschreiben, auf jeden Fall nicht freundlich. Ich half Mary, sich auf einen der anderen Bänke zu setzen. Sherlock würdigte sie ebenfalls keines Blickes mehr. Es war auch eigentlich nicht mehr nötig.

Sohea 02.08.15 um 19:56
Sherlock
Ich hatte nie nur das geringste für Janine empfunden, genauso wenig wir für alle anderen Menschen. Trotzdem war es verrückt, wie sich die Situation zwischen uns geändert hatte. Sie hatte gedacht, wir würden heiraten (absolut absurd, dass ihr nicht klar gewesen war, dass ich niemals heiraten würde, schon gar nicht Janine), und jetzt kämpften wir gegeneinander vor Gericht. Sie musste schon einen ganz schönen H@ss auf mich haben, dabei hatte ja John die Idee des Ruf-Wiederherstellens gehabt. Aber zum Glück war mir, einem kompletten Soziopathen, das ganz egal. Es war nur ein weiterer Feind unter hunderten.
Mrs. Hudson lief uns entgegen. "Es tut mir leid Sherlock, ich musste noch Besorgungen machen und hab ganz die Zeit vergessen. Ich bin doch nicht zu spät?" Zum Glück übernahm John das Reden für mich.
Dieser Beitrag wurde bisher 1 Mal bearbeitet, zuletzt am 02.08.15 um 20:01 von Sohea

Mila-Grosa 02.08.15 um 19:58
"Nein, Mrs. Hudson, die Verhandlung beginnt in 10 Minuten!", antwortete ich und bot ihr den neben mir noch freien Platz an. „Schön, dass sie es noch geschafft. Haben."

Sohea 02.08.15 um 20:13
"Gut", meinte Mrs. Hudson uns setzte sich.
In den nächsten fünf Minuten war es relativ ruhig. Mycroft regelte über sein Handy irgendwelche geschäftlichen Dinge, Mrs. Hudson hatte begonnen zu stricken, wobei Molly ihr interessiert zusah und erzählte, dass sie selber für ihr Leben gern strickte, und die anderen (außer Janine, die und immer noch weitgehend ignorierte, und mir) unterhielten sich leise.
Endlich, ich hatte die ganze Zeit still und wartend das gesessen, öffnete ein Richter von innen die Tür zum Gerichtssaal. Wir betraten den Raum, in dem sich bereits Anwälte, Geschworene, etc. eingefunden hatten.

Mila-Grosa 03.08.15 um 19:09
Ich wahr erleichtert, dass es endlich losging. Je eher wir das alles hinter uns hatten, umso besser. Anschließend konnten wir uns auf Moriarty und auf das, was er sich für meinen Freund hat einfallen lassen, konzentrieren.

Sohea 03.08.15 um 19:40
John, Mary, Mycroft, Molly, Mrs. Hudson und DI Lestrade setzten sich auf die Stühle für die Zeugen. Ich ließ mich auf der Bank für den Kläger nieder, Janine mir gegenüber als Angeklagte, obwohl das in diesem Fall etwas übertrieben klang.
Die Sitzung wurde vom Richter eröffnete, und eine Frau stand auf: "Wir beginnen mit der Verhandlung. Mr. Sherlock Holmes, Sie gehen vor Gericht, damit die in der Zeitung veröffentlichten Geschichten der hier anwesenden Miss Janine Hawkins widerrufen werden, da sie erlogen sind und sind ihren Ruf geschädigt haben?" Ich besann mich darauf, was John mir gesagt hatte und nickte knapp.
"Miss Janine Hawkins, Sie weigernd sich jedoch, ihre Geschichten zu widerrufen, da diese wahr sind und sie nicht die Absicht hatten, Mr. Holmes Ruf zu Schaden zuzufügen?", fuhr die Frau fort. Janine antwortete: "Ganz genau."
"Wir hören nun einige Zeugen, die zu Gunsten von Mr. Sherlock Holmes aussagen möchten. Wir beginnen mit Mr. John Watson, einem engen Freund von Mr. Holmes!"

Mila-Grosa 04.08.15 um 12:44
John Watson
Ich erhob mich. "Nun, Euer Ehren, die Geschichten sind gelogen. Ich kenne Mr. Holmes nun schon seit vielen Jahren, er käme für so etwas nicht infrage. Außerdem sind seit dem Tag von meiner und Marys Hochzeit - Dem Tag, an dem sich Mr. Holmes und Mrs. Hawkins kennen gelernt hatten, gerade mal ein Monat gegangen. Eine ausgesprochen kurze Zeit, um einen solchen Skandal ins Rollen zu bringen. Die Daten liegen Ihnen ja vor. Außerdem hat Mr. Holmes in diesem Zeitraum einige Fälle bearbeitet, was Mrs. Hooper bestätigen kann, er befand sich öfter in der Path...."
"Mr. Watson", fiel mir der Richter da in Wort, "es ist nicht Ihre Aufgabe, andere Zeugen zur Aussage aufzurufen! Danke für Ihre Aussage!"
Ich setzte mich wieder; während sich der Richter dann Molly zuwandte.
"Mrs. Hooper, können Sie Mr. Watsons Aussage bestätigen?"

Sohea 04.08.15 um 19:49
Molly: Etwas unsicher stand ich auf. "Ja", antwortete ich, aber es war mehr ein Krächzen als ein Wort. Ich räusperte mich und wiederholte: "Ja, das kann ich! Ich habe gesehen, wie Mr. Holmes und Mss Hawkins sich auf der Hochzeit kennengelernt haben. Sie schienen sich wirklich gut zu verstehen und ich war mir schon da ganz sicher, dass Mr. Holmes sich ehrlich für sie Miss Hawkins interessierte."

Sherlock: Unter anderen Umständen hätte ich die Augen verdreht.

Molly: "Mr. Holmes hatte von da an bis vor kurzem sehr viel mit einem großen Fall zu tun, wie sie sicher wissen. Ganz so wie er ist hat er sich komplett darauf konzentriert, sodass er nicht viel Zeit mit Miss Hawkins verbringen konnte und schon gar nicht irgendetwas skandalöses hätte planen können. Aber ich erinnere mich noch genau daran, wie er sich immer nach der Arbeit darauf gefreut hat, Miss Hawkins zu sehen." So einen langen Monolog hielt ich selten und ich ***te es, wenn mich alle ansahen. Zum Glück sagte der Richter: "In Ordnung." Sofort setzte ich mich wieder, und der Richter fuhr fort: "Mrs. Mary Watson, sie sind sowohl Bekannte von Mr. Holmes als auch von Miss Hawkins, wie schätzen Sie die beiden ein?"

Mary Watson
Mila-Grosa 04.08.15 um 20:00
Ich machte mir gar nicht die Mühe, aufzustehen. "Bei Mr. Holmes kann ich sagen, dass er - mehr oder weniger - einer der loyalsten Menschen ist, die ich kennen gelernt hatte. Bei Mrs. Hawkins dachte ich zunächst dasselbe!" Ich warf ihr einen eisigen Blick zu, den sie erwiderte .
"Ich kannte sie schon länger als Mr. Holmes und habe sie, als ich meinen Mann ehelichte, zu meiner Brautjungfer gemacht. Seit diesem Tage blieben Mr. Holmes und Mrs. Hawkins regelmäßig in Kontakt und führten eine... wie soll ich es nennen... handelsübliche Beziehung, von der ich ausging, dass sie auf Aufrichtigkeit beruhte. Doch Mrs. Hawkins war es, die es darauf ankommen ließ, mit erfundenen Geschichten und Skandalen Rufmord zu begehen, um sich die die volle Aufmerksamkeit der Medien zu sichern, um so an Geld zu kommen!"

Sohea 05.08.15 um 19:59
Sherlock: Ich musste ein Grinsen unterdrücken, denn dafür, dass Janines Geschichten ansatzweise wahr waren, hatte Mary doch etwas übertrieben. Ein normaler Mensch wäre jetzt wohl gerührt und dankbar gewesen, dass sich seine "Freunde" so für ihn einsetzten und sogar für ihn logen, aber bei mir zeigte sich keine Regung.
Inzwischen wurde der nächste zeuge aufgerufen: "Danke, Mrs. Watson. Bevor wir noch zwei weitere enge Bekannte von Mr. Holmes hören, bitte Mr. Mycroft Holmes, Bruder. Wie lautete Ihre Beschreibung von Mr. Holmes?"

Mycroft: Ich spürte, dass Sherlock ziemlich angespannt war, was meine Aussage anging, und ließ mir deshalb besonders viel Zeit. Nachdem ich aufgestanden war, räusperte ich mich erst mal und begann das mit einem wie immer, wenn es um Sherlock, etwas höhnischen Unterton zu sprechen: "Zwischen meinen Bruder und mir besteht etwas, das man gut du gerne als eine ***liebe bezeichnen könnte. Trotzdem würde ich sagen, dass Sherlock zwar ein etwas.." Ich machte eine effektheischende Pause. "... eigensinniger Mensch ist, aber niemals im Stande wäre, einen Menschen auf diese Art und Weise zu verletzten." Ich wusste das das nicht stimmte, aber die Wahrheit würde in diesem falle auch ein schlechtes Licht auf mich werfen. Ich beließ es bei diesen wenigen Wörtern und setzte mich wieder, wobei ich Sherlock mit einem Du-kannst-froh-sein-dass-du-so-einen-lieben-Bruder-hast-der-für-dich-lügt!-Blick ansah.

Mila-Grosa 05.08.15 um 20:15
Mrs. Hudson
sherlock sah ziemlich pikiert aus, aber ich persönlich fand es unglaublich nett von mycroft, dass er seinen kleine bruder nicht im stich lies. familien müssen schließlich zusammen halten.
"nun, danke, mr. holmes. kommen wir jetzt zur vermieterin des klägers. mrs. hudson, bitte!"
ich stand auf.
"nun, ich kenne sherlock schon seit jahren, und er.... ja.... er würde für so etwas ja nun wirklich nicht infrage kommen. sehen sie ihn sich doch an! sieht so ein mann aus, der dazu in der lage währe?"
ich wies auf sherlock, der mich nun ziemlich entgeistert ansah.
"worauf ich hinaus will... mrs. hawkins lügt! mein mann, wissen sie, gott hab ihn seelig, war... nun ja... auch kein heiliger, er hat mich ja schon tausend mal oft und lang betrogen, aber...."
"danke, mrs. huson!", viel mir der richter b*** ins wort.
"ich weis nicht, warum mich nie jemand ausreden lässt!", beschwerte ich mich. und der inspector, meinte ich, flüsterte john zu. "wen wundert das eigentlich noch?"
ich warf ihnen eine empörten blick zu und setzte mich schließlich wieder.

Sohea 06.08.15 um 19:45
sherlock: inzwischen blickte Janine ziemlich betroffen drein, anscheinend hatte sie nicht erwartet, dass alle aussagen so klar meine unschuld bezeugten. ich für meinen teil war recht froh, dass mycroft mir dieses eine Mal geholfen hatte, auch wenn ich vermutete, dass er die ein oder andere Gegenleistung dafür erwartete.

greg lestrade: der richter ergriff das wort: "als letztes hören wir detective inspector greg lestrade, einen weiteren bekannten von mr. holmes, mit dem er oft zusammengearbeitet hat."
ich erhob mich. da ich polizist war, wollte ich möglichst die wahrheit sagen. "nun, mr. holmes ist ein in der Tat ein schwieriger mensch."
der richter hob die augenbrauen und machte eine bewegung, die wohl so viel wie 'nur zu, fahren sie fort' bedeuten sollte.
"wir kennen uns nun schon längere zeit, und doch ist ihm mein vorname nie im sonst so gutem gedächtnis geblieben. dies verletze mich oft ein wenig und ich weiß, dass sherlock auch die gefühle anderer oft versehentlich verletzt hat."
"versehentlich?", fragte der richter, nun inzwischen ein wenig genervt davon, dass meine ausführungen recht lange dauerten.
"ja, das ist für mich der springende punkt. auch wenn den gefühlen anderer gegenüber oft nicht achtsam war, hat er nie jemanden absichtlich verletzt. (außer, wenn es ihm irgendwie genutzt hat, fügte ich im stillen hinzu) und da mir schien, dass er tatsächlich etwas für miss hawkins empfand, wird er gerade bei ihr keine ausnahme gemacht haben."
ich wollte noch fortfahren, aber der richter fiel auch mir ins wort: "ich denke, das reicht nun an zeugenaussagen. miss hawkins, was haben sie zu ihrer verteidigung vorzubringen?"

Mila-Grosa 06.08.15 um 19:55
Janine
Die Sache wurde eng für mich. Anscheinend hatte er dafür gesorgt, dass genug zu seinen Gunsten aussagen würden. Dennoch...
"Ich... nun... er hat... mich ausgenutzt! Er hat mit mir eine Beziehung aufgebaut, nur um an wichtige Informationen meines Bosses zu kommen, den er... möchte ich anmerken... wenige Tage danach erschossen hat! Danach war alles aus!", meinte ich und lehnte mich zurück.
Das entsprach nicht ganz der Wahrheit, denn seit er angeschossen wurde und ich ihm im Krankenhaus besucht habe mit meinen Klatschblättern, da haben sich unsere Wege getrennt. Und mir machte es ja auch eigentlich nichts mehr aus, ich war über diesen heuchlerischen Mis.tkerl hinweg. Aber hier ging es immernoch um meine kleine Medienlüge und einer bestimmt nicht niedrigen Geldstrafe.

Sohea 06.08.15 um 20:14
Sherlock
Ohne eine Aufforderung begann ich zu sprechen, denn es war amüsant, ihre ganzen Argumente zu widerlegen. "Das ist völlig falsch", meinte ich, einfach nur, um Janine zu widersprechen, die mir einen genervten Blick zuwarf. Der Richter sagte: "Fahren Sie fort, ich hätte Sie nun sowieso aufgefordert."
Also meinte ich: "Nachdem ich einige Zeit mit Miss Hawkins zusammen war, hatte ich das Gefühl, es wäre nun soweit, ihr einen Antrag zu machen. Ich wählte mit viel Mühe einen Ring aus (an dieser stelle prustete John los, tarnte es aber geschickt als Husten) und ging zu ihrem Arbeitsplatzt, wo ich ihr über eine Überwachungskamera einen Heiratsantrag machte. Sie öffnet über ihren Computer die Tür zu ihrem Arbeitszimmer, doch als ich herein kam, lag sie bewusstlos am Boden. Erschrocken wollte ich der Sache auf den Grund gehen, doch kurz darauf wurde ich angeschossen. Als ich wieder zu Bewusstsein kam, lag ich im Krankenhaus. Ich wartete sehnlichst auf Janines besuch, doch als sie kam, zeigte sie mir gleich all die Geschichten, die sie über mich verbreitet hatte. Ich war zutiefst verletzt, denn wie hätte ich sie dann noch heiraten können." John warf mir einen mehr oder weniger anerkennenden Blick zu, und ich fügte noch rasch hinzu: "Ein Großteil dieser Ereignisse kann von Mr. Watson bestätigt werden."

Mila-Grosa 06.08.15 um 20:28
John
Ich hustete gekünstigt, um nicht loszulachen.
Aber eine gute Drehung der Geschichte, und so wie Janine guckte, hatte sie damit überhaupt nicht gerechnet. Schon gar nicht, das Sherlock auch noch meisterlich schauspielerte, er würde sich nur mit Mühe aufkommende Tränen verdrückten.
"Nun, das... das stimmt, er hat mich in seine Pläne eingeweiht, ich meine... nachvollziehbar wäre es, weil, er... er hat sie wirklich geliebt..."
Janine stand nun der Mund ein wenig offen, und wenn Blicke töten könnten, wäre ich längst über den Jordan gegangen.
"Ja, ich... sah es ihnen schon an meiner und Marys Hochzeit an, nicht?"
(An dieser Stelle nickte Mary wehmütig-zustimmend, aber auch sie konnte sich nur mit Mühe ein Lachen verkneifen)
"Es war etwas... besonderes zwischen den beiden, ich dachte, es hätte zwischen den beiden sofort gefunkt, als sie sich zum ersten Mal in die Augen blickten, und das... es nur eine Lüge von Mrs. Hawkins aus war, das... erschüttert uns alle zutiefst und auch... dass es Sherlock das Herz gebrochen hat..."

Ich sah deutlich, wie Janine zu ihren Anwalt blickte, in der Hoffnung, dass er für sie Einspruch erhob, aber er hatte nur seinen Finger an sein Kinn gelegt und interessiert zugehört. Anscheinend schien selbst er es zu glauben.

Sohea 07.08.15 um 19:38
Sherlock
Ich fragte mich, wie John und Mary es wohl schafften, nicht laut loszulachen, denn ich musste mich zur Seite drehen, damit niemand mein breites Grinsen sehen konnte. Zum Glück wirkte diese Geste, als würde ich heftig schluchzen, und unterstrich unsere Geschichte auch noch.
Der Richter meinte nun: "Wenn niemand mehr etwas zu sagen hat, machen wir nun eine Pause, in der sich die Geschworenen zur Beratung zurückziehen können." Ich hatte das Gefühl das Janine etwas sagen wollte, aber ihr schien partout nichts einzufallen. Stadtessen blickte sie wütend erst ihren Anwalt, dann mich John und die anderen Zeugen an.

Mila-Grosa 07.08.15 um 19:44
John
Ich und Mary beeilten uns, rauszugehen, ich musste aufpassen, dass Mary nicht noch stolperte, denn sie würde einen solchen Lachkrampf bekommen, dass sie sich beeilen musste, rauszurennen um nicht vor den Geschworenen in wildes Gelächter auszubrechen.
Draußen und weit weg von allen konnten wir uns nicht mehr zurückhalten. Gott sei Dank war gerade keiner der Geschworenen hier.
"Sherlock, wir haben ´s im Sack. Also wenn die Geschworene das nicht überzeugt, weis ich auch nicht weiter!", kicherte ich und haute ihn, ebenfalls lachend, auf die Schulter.
Mary prustete: "Sofort gefunkt! Oh mein Gott, ich kann nicht mehr!"

Sohea 07.08.15 um 20:03
Sherlock
ich lief schnell hinter john und mary nach draußen, die, dafür dass sie schwanger war, ein ziemlich schnelles tempo drauf hatte. unsere geschichte war so verrückt, dass ich ebenfalls anfing zu lachen, was ich nicht besonders oft tat. blad wurden die anderen zeugen vom unserem gelächter angesteckt und wir alle kicherten eine ganze zeit lang, bis auf mycroft, der nur ein gekünsteltes lächeln aufsetzte.
als janine plötzlich mit ihrem anwalt im schlepptau wütend aus dem gerichtssaal gerauscht kam, verstummte unser lachen sofort, und ich blickte zu boden, um mein Grinsen zu verbergen.

Mila-Grosa 07.08.15 um 20:10
Janine
"Eine nette Geschichte, Sherlock, wirklich ganz reizend!", meinte ich ironisch. Das letzte, was ich wollte, ist, vor Sherlock und den anderen zuzugeben, dass ich nur noch geringe Chancen hatte, diesen Prozess zu gewinnen. Er hatte also beschlossen, mich mit meinen eigenen Waf.fen zu schlagen. Ich Idi.otin hätte das eigentlich erwarten müssen!
"Aber du hast trotzdem keine Chance. Ich werde dafür sorgen, dass du für den Rest deines Lebens als ,,Lügenbaron Holmes´´ bekannt sein wirst, der einst so gefeierte Detektiv, der mich zu sehr intimen und unanständigen Dingen gezwungen hat!"
Mein Anwalt stand ein paar Schritte hinter mir, aber er war allen Anschein nach ein unfähiger Volltrot.tel. Ein Anfänger, der mich vermittelt worden war, um eine ach so erfolgreiche Laufbahn zu starten. Nach dem Prozess heute könnte er das aber getrost vergessen!

Sohea 07.08.15 um 20:19
Sherlock
"Wie willst du das anstellen?", fragte ich ganz ernst. Ich versuchte noch in meiner Rolle zu bleiben, nur wegen ihrem Anwalt, der die ganze Zeit zugehört, aber Janine kein bisschen verteidigt hatte. "Die Geschworenen beraten sich schon. Oder willst du wieder ein paar Lügengeschichten über mich verbreiten, die eine weitere Gerichtsverhandlung nach sich ziehen?" Das hoffte ich nicht, denn das wäre wirklich nervig.

Mila-Grosa 07.08.15 um 20:41

Janine: "Dir wird dein Grinsen schon noch vergehen. Euch allen!", ich deutete mit meinem Zeigefinger in die Runde. "Ach, und um deine Frage zu beantworten... ich werde gar nichts tun! Da drinnen sitzen die besten und professionellsten Geschworenen ganz Großbritanniens!"
Ich zeigte auf die Tür zum Saal und sog dann verächtlich die Luft an. "Dachtet ihr wirklich, die würden deine kleine, süße Story von dir und mir glauben? Wo sich meine Skandale schon seit Wochen in den Zeitungen und Klatschblättern Londons herumtreiben?"

Mycroft: Ich versuchte mir weiter ein gekünsteltes Lächeln, obwohl mir diese Frau wirklich auf die Nerven ging. Außerdem hatte sie keine Ahnung, genauso wenig wie alle anderen hier, dass ich den Richter persönlich kenne und ihn mit einem kleinen Gespräch über ihn und seinen kleinen ,,Nebengeschäften´´ ein wenig bearbeitet hatte. Er würde die ,,Ex´´ von meinem Bruder für schuldig bekennen, den ansonsten würden diese Informationen die ich über ihn hatte, an die Öffentlichkeit wandern und er würde sein Amt als Richter ganz schnell verlieren.

Sohea 08.08.15 um 19:27
Sherlock
Ich verkniff mir meinen Kommentar, dass es gar keine professionellen Geschworen geben kann, da sie zufällig ausgewählt werden und das hier mit 99,9% Sicherheit die erste Gerichtsverhandlung für jeden von ihnen war. Ich hätte Janine ein bisschen schlauer eingeschätzt, aber da sie nun versuchte mich einzuschüchtern, was bei mir bekanntlich überhaupt keinen Zweck hat, musste sie doch ziemlich leichtsinnig sein.
Da ich es leid war, ihr zuzuhören, sagte ich ironisch zu Janine: "Ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel, wenn ich dich von jetzt an ignoriere." Ich drehte mich wieder zu John und den anderen und konnte nur noch hören, wie das Klacken von Janines Absätzen immer leiser wurde, als sie sich von uns entfernte.

Mila-Grosa 08.08.15 um 19:41
Mycroft
Ziemlich eingeschnappt stolzierte diese Janine (Mit Anwalt im Schlepptau, der, so wie ich das sehe, das erste Mal jemanden vertritt) in den Gerichtssaal zurück. Einige Sekunden später wurde die Tür erneut geöffnet und ein junger Mann teilte uns mit, dass es mit der Verhandlung weiterging.
Als wir eintraten nickte ich den Richter fordernd und auch hämisch zu, woraufhin er mir einen giftigen, aber eingeschüchterten Blick zuwarf.
Ich hatte Sherlock von meiner ,,Abmachung´´ mit ihm noch nichts erzählt, ich wollte ihn ein wenig ärgern. Immerhin sollte er sich besser, als mit diesem Blödsinn rumzuschlagen, um Jim Moriarty kümmern.

Sohea 08.08.15 um 19:57
Sherlock
Recht schnell ging es weiter. Nachdem wir uns alle wieder gesetzt hatten, stand der Richter auf und fragte in Richtung der Geschworenen: "Bekennen Sie Miss Janine Hawkins für schuldig?" Ein circa 20-jähriger Mann, scheinbar Student, erhob sich, um das Urteil der Geschworenen zu verkünden. An seiner Kleidung war unschwer zu erkennen, dass er aus reichem Hause stammte. Er holte tief Luft und genoss es sichtlich, den Urteilspruch verkünden: "Aufgrund der vorliegenden Zeugenaussagen und des geringen Einspruchs vom Miss Hawkins bekennen wir diese für (Da er scheinbar gerne mit Fachvokabular herumspielte, schloss ich, dass der Mann wahrscheinlich Jura-Student war.) schuldig."
Entspannt lehnte ich mich zurück, während Janine ein sehr wütendes Gesicht machte.

Mila-Grosa 08.08.15 um 20:05
Janine
"Das ist ein Scherz!", brach es aus mir heraus. Sherlock grinste mich triumphierend mit typisch ineinander gelegten Fingerspitzen an.
"Durchaus nicht!", entgegnete der Richter. "Mrs. Hawkins, Sie werden die Geschichte von Mr. Holmes wiederrufen und außerdem wegen schwerwiegenden Rufmordes eine Geldstrafe von 20.000 Pfund als Entschädigung an des hier anwesenden Mr. Holmes sowie den geschädigten Redaktionen zahlen, denen Sie Ihre Geschichte bezahlt haben!"
Sherlocks Grinsen wurde noch ein wenig breiter, was jedoch verschwand, als der Richter zu ihm sah. Er machte immer noch auf ,,gebrochenen Mann" und nickte schwach und angeschlagen, da ich ihm ja ,,das Herz gebrochen hatte´´.
Ich krallte meine Finger vor Wut um die Tischkante. 20.000 verdammte Pfund!

Sohea 08.08.15 um 20:13
Sherlock
Als der Richter wieder wegsah, musste ich schnell mein Taschentuch aus meiner Hosentasche holen und mir vor den Mund halten, um mein Lachen zu ersticken. Janine war unglaublich wütend, aber es war wirklich zu erwarten gewesen, dass sie verlieren würde.
Der Richter erhob ein letztes mal die Stimme: "Hiermit ist die Verhandlung beendet!"
Alle Anwesenden erhoben sich, und mein breites Grinsen viel niemandem mehr auf.

Mila-Grosa 08.08.15 um 20:17
Mrs. Hudson:"Oh, Sherlock! Herzlichen Glückwunsch!", rief ich hocherfreut und umarmte ihn, als wir ebenfalls aufstanden. "Von jetzt an kann es ja nur noch bergauf gehen!"

John: "Tja, Sherlock! Wie es aussieht ist der Detektiv mit Hut wieder da!", meinte ich grinsend und hielt ihn seine berühmte ,,Sherlock-Holmes-Mütze´´ entgegen, welche ich als i-Tüpfelchen für den gewonnenen Prozess und den darauffolgenden Presse-Gewusel (nichts anderes hatte ich nämlich erwartet) mitgenommen hatte.

Sohea 09.08.15 um 18:57
Sherlock
So schnell wie es ging befreite ich mich aus Mrs. Hudsons Umarmung und nahm meine Mütze mit einem Augenrollen entgegen.
Als wir den Gerichtssaal verließen, wurden wir von ein paar Journalisten abgefangen. Knapp antwortete ich auf ihre Fragen und erklärte, dass Janine für schuldig befunden worden war und das sie ihre Geschichten widerrufen würde. Auf ihre persönlichen Fragen antwortete ich nicht, denn ich war es leid, ständig so zu tun, als wäre "mein Herz gebrochen" worden. Als ich in das Taxi einsteigen wollte, dass John in der Zeit gerufen hatte, spürte ich seinen Vorwurfsvollen Blick. Mir war klar, was es sagen wollte, und obwohl ich es nicht gerne tat, drehte ich mich noch einmal zu den Zeugen um uns sagte schlicht und etwas ***: "Danke für eure Aussagen."

Mila-Grosa 09.08.15 um 19:22
Mycroft
"Immer wieder gerne!", antwortete ich. Ich warf meinem Bruder noch einen letzten argwöhnischen Blick zu und stieg dann in meine Limousine, die hinter dem Taxi parkte. Die anderen ,,Freunde´´ meines Bruders fuhren mit ihren Autos dorthin, wo sie gerade hinmussten. Ich sah auf meine Uhr. Nicht mehr lange, dann musste ich daran denken, anzurufen.

Sohea 09.08.15 um 19:47
Sherlock
Ich ignorierte Mycroft und stieg zu John und Mary ins Taxi. Auf der Fahrt redeten wir nicht viel, bis ich einen Anruf bekam. Es war Lestrade. "Was gibt es?", fragte ich etwas b***, ich hatte keine Lust auf weitere Beglückwünschungen zu meinem Gewinn. "Wir haben hier einen Mordfall", antwortete Lestade und meine Mine hellte sich auf, "das sollten Sie sich mal ansehen. Kommen sie so bald es geht in die Charrington Street 43." "In Ordnung", sagte ich und hoffte, dass es nicht so langweilig werden würde wie die meisten Fälle, die Scotland Yard uns aufs Auge drückte. Ich wollte gerade auflegen, das meinte Lestrade: "Ach, und ehe ich es vergesse. Es wird auch eine neue Kommissarin da sein, Evelyn Dawson. Es ist ihr erster Fall, also seien sie bitte ein bisschen zurückhaltend, wenn sie mal einen Fehler macht." Ich verdrehte die Augen und beendete das Gespräch.

Mila-Grosa 09.08.15 um 19:54
John
"Wer war das? Ein neuer Fall?", schätzte ich, den Sherlock sagte zum Fahrer, er solle zur 43te Charrington Street fahren. Was anderes als das konnte es eigentlich nicht sein.

Sohea 09.08.15 um 20:01
Sherlock
"Jep!", antwortete ich. "Lestrade möchte, dass wir uns einen Mordfall ansehen. Es wird eine neue Kommissarin da sein." Ich wiederholte nicht, was Lestrade sonst noch gesagt hatte, denn wenn Miss Dawson einen Fehler machen würde, würde ich sie so oder so darauf hinweisen.

Mila-Grosa 09.08.15 um 20:04
John
ein wenig später kamen wir dort an. es war ein etwas heruntergekommenes Haus, vor denen einige Polizeiwagen standen und das Absperrband wurde auch schon ausgerollt.

Sohea 09.08.15 um 20:10
Vor der Tür des Gebäudes sah ich Lestrade und Sally Donovan, die mit einer mir unbekannten Frau redeten, bei der es sich um Evelyn Dawson handeln musste. Zu meinem Leidwesen sah ich auch Anderson. John und ich bückten uns unter dem Absperrband hindurch und gingen auf die Gruppe zu.

Mila-Grosa 10.08.15 um 14:52
Evelyn: Als das Taxi an besagter Adresse anhielt und ich ausstieg, sah ich gleich meinen neuen Chef und eine meiner Kolleginnen. DI Lestrade und Sergeant Donovan. Fröstelnd verschränkte ich die Arme.
In London war es eindeutig kühler als in Monte Argentario und ich hatte mich immer noch nicht an das Wetter hier gewohnt, obwohl ich schon fast 2 Wochen hier war.
Ich kam gleich zu ihnen herüber. Lestrade hatte soeben mit jemanden telefoniert, während Donovan mich über den Toten im Haus aufklärte.
Als mein momentaner „Chef" fertig war, sagte er, wir sollten noch auf jemanden warten, und mir legte er dann noch ans Herz: "Sollte er Sie in irgendeiner Weise schikanieren, besserwisserische Sprüche raushauen oder Ihnen sonst irgendwie auf die Nerven gehen.... Verpassen Sie ihn bitte keine."
Ich konnte ihn nur ziemlich unschlüssig anschauen, und als ich mich auch schon erkunden wollte, auf wen genau wir denn warten sollten, fuhr ein weiteres Taxi die Straße entlang und parkte vor der Einfahrt des Hauses.
Es stiegen 2 Männer aus. Ein (für meinen Geschmack) etwas blasser, aber dennoch irgendwie gut aussehender großer Mann mit dunklen Locken, den ich nur aus Blog, Zeitung und Fernseher kannte. Und ein etwas kleinerer Mann, der mir dann wiederum doch sehr bekannt vorkam.

John: "Erneutes Hallo!", begrüßte Lestrade uns beide und gab uns die Hand, während Donovan mir zunickte und Sherlock ziemlich abschätzig musste.
Sherlock musterte dann kurz die fremde Frau neben ihnen, die uns freundlich anlächelte. Mit einem Mal stutzte ich. Das konnte doch nicht... war das... aber natürlich! Sie war es, auf jeden Fall! Ich konnte es nicht glauben!
"Also", meinte Lestrade, auf die ,,neue Kommissarin´´ zeigend, "Gestatten? Detectiv Inspector..."
"...Evelyn Antonia Dawson!", sprach ich für Lestrade weiter, der mich, ebenso wie Donovan und Sherlock erstaunt musterten.
"Ja...", sagte Lestrade dann etwas irritiert. "Mrs. Dawson, das ist Dr..."
"...John Hamish Watson!", hakkte Evelyn dann auch ihm das Wort ab. "Ich glaub ´s ja nicht!"
"Nicht zu fassen, du bei Scotland Yard!", antwortete ich, immer noch geschockt über die Tatsache, dass sie nach all den Monaten, in denen wir uns nicht gesehen hatten, nun wieder vor mir stand. "Und ich dachte immer, du würdest früher oder später im Gefängnis landen."
"Du hast ja keine Ahnung!", erwiderte sie grinsend. "Aber schön, dich zu sehen!"
Als wir uns im Anschluss noch herzlich umarmten, hatten wir die anderen drei wohl ganz und gar verwirrt. Lestrade und Donovan zumindest.

Sohea 10.08.15 um 19:08
Sherlock
John und die neue Kommissarin kannten sich anscheinend von früher. Aus dem südländischen Aussehen von Miss Dawson schloss ich, dass sie anscheinend aus Italien oder Spanien, nein, eher Italien, kam. Sie hatte sich wohl noch nicht an das englische Klima gewöhnt, denn sie fröstelte ein wenig, doch auf Grund ihrer akzentfreien Aussprache und ihres englischen Namens nahm ich an, dass sie wohl hie aufgewachsen, aber dann in ihre italienische Heimat zurückkehrte. Da John und Miss Dawson sich wohl kaum vom Studium her kannten, mussten sie wohl die selbe Schule besucht haben.
Mir erschloss sich also das freundschaftliche Verhalten der beiden, aber Lestrade und Donovan blickten immer noch irritiert drein. Ich überging dies uns hielt Miss Dawson meine Hand hin. "Sherlock Holmes", stellte ich mich vor, "Consulting Detective."

Mila-Grosa 10.08.15 um 19:14
Evelyn
Ich ergriff seine Hand. "Freut mich sehr, Sie kennen zu lernen!", meinte ich lächelnd. Die Berufsbezeichnung „Consulting Detective war mir durchaus ein Begriff. Nicht nur wegen Johns Blog, sondern auch durch den kleinen Kennenlern-Crashkurs, den Greg mir schon zu Beginn verpasst hatte.

Lestrade: "Äh... ja, nun... wollen wir... dann?" Ich wies auf die Eingangstür. Oftmals war es echt verwunderlich, wie klein die Welt zu sein scheint...

Sohea 10.08.15 um 19:30
Sherlock
Etwas irritiert schüttelte ich miss Dawsons Hand kurz. Sie war mit Sicherheit der erste Mensch, der mich nicht fragend ansah, wenn ich mich mit meiner korrekten Berufsbezeichnung vorstellte. Scheinbar hatte Lestrade sie vorbereitet.
Diesem folgte ich jetzt in das Gebäude. Im Flur vor der Treppe lag die Leiche einer jungen Frau. "Das ist Amanda Forester. Sie scheint dort oben Treppengeländer herunter gestoßen worden sein." Ich blickte hoch. Sie schien tatsächlich von dort oben heruntergefallen zu sein, und zwar vorwärts, denn sie lag mit dem Gesicht nach unten und hatte sich scheinbar das Genick tödlich gebrochen. "Sieht mir mehr nach einem Unfall aus", meinte John. Anderson, der gerade um die Ecke kam, antwortete: "Aber dafür gibt es keine Beweise. Es könnte sie genau so gut jemand runtergestoßen haben!" Ich hatte schon einige Hinweise gesammelt und den Fall so gut wie gelöst (Es waren offensichtlicher Weise keine Spuren eines Kampfes zu sehen, und außerdem war das Treppengeländer dort oben sehr niedrig und marode. Amanda Forester trug nur einen Badmantel und war wohl nach dem Duschen auf dem Boden ausgerutscht und vorn über nach unten gefallen.) und wollte gerade die Stimme erheben, da fragt Lestrade: "Miss Dawson, was meinen Sie dazu?"

Mila-Grosa 10.08.15 um 19:42
Evelyn
Ich hatte mir Gummihandschuhe angezogen und hockte mich neben die Leiche. Sie hatte nasse Haare und einen Bademantel. Wahrscheinlich kam sie aus der Badewanne oder Dusche.
Dann blickte ich nach oben zu dem Gelände.
Als nächstes begutachtete ich ihren Nacken. Dann erhob ich mich.
"Mord ist auf jeden Fall ausgeschlossen. Es war ein Unfall. Ein bedauerlicher, unglücklicher Zufall!", antwortete ich.
Alle sahen mich ziemlich unschlüssig und verwundert an.

Sohea 10.08.15 um 20:12
Sherlock
bis auf mich konnte anscheinend keiner der Anwesenden miss Dawsons Gedankengang nachvollziehen. zur sowieso schon großen allgemeinen Verwunderung sagte ich: "das würde ich auch sagen. Amanda Foerster hat sich scheinbar geduscht oder gebadet, ist mit nassen Füssen in Richtung Treppengeländer gelaufen, ausgerutscht und vorn über hinuntergestürzt." an lestrade gewandt meinte ich: "ich muss sie beglückwünschen. ihre neue Kommissarin scheint mir um einiges fähiger zu sein als manch anderer alt eingesessener Polizist von Scotland Yard." eigentlich wollte ich damit nicht auf ihn anspielen, aber es war auch nicht unbedingt falsch.

Mila-Grosa 10.08.15 um 20:38
Evelyn
genauso musste es gewesen sein. nur Anderson, der für die Spurensicherung arbeitete, war anderer meinung.
"aber was ist, wenn uns das jemand glauben lassen will. was weiß ich, sie kommt aus der Dusche, bleibt hier an der treppe stehen, und der Täter schleicht sich hinten an sie heran und stößt sie hinunter!"
wir blickten ihn alle nur an. in Sherlocks blick lag etwas Spöttisches. anderson erwiderte diesen blick.
ich glaube, die beiden konnten sich nicht sonderlich gut riechen.
"Ja, er könnte sich vorher eingeschlichen haben. oder ihr Mann hat sie loswerden wollen, sah sie dort stehen, und hat dann... etwas nachgeholfen!", fuhr anderson fort. "ja, so ein kleiner Ehekrach ist doch schon häufig eskaliert!"
"ihr Mann ist tot!", entgegnete ich und wies auf eine kommode, auf der ein altmodisches telefon und ein bild von einem jüngeren mann stand. um der rechten Ecke schlang sich ein schwarzes band. "schon seit drei jahren, darunter steht das sterbedatum. und kinder hatte sie auch nicht, sonst wären hier ein paar fotos."
"vielleicht ein einbrecher?", mutmaßte donovan. "den sie überrascht hat?"
"wenn sie ihn oben an der treppe überrascht hätte, dann hätte sie ihn ihr gesicht zuwenden müssen. dann hätte er sie rücklings runterstoßen müssen, aber das ist sie nicht!"
ich blickte auf ihre füße, die, wie mr. holmes schon sagte, nass gewesen sein mussten. dann blickte ich zum dem telefon auf der kommode und blickte noch mal nach oben. dann stieg ich erstmal die treppe hinauf. gleich am oberen Ende der treppe fand ich, was ich suchte:
fußspuren, die von einer angelehnten tür (bestimmt das badezimmer) ausgehen und hier unmittelbar vor der ersten Stufe endeten. sie waren genau wie die anderen fußspuren, nur waren sie am hinteren Ende verwischt.
sherlock schien zu merken, worauf ich hinauswollte, denn er folgte mir und begutachtete sie selbst. es war völlig klar:
ich rekonstruierte den Verlauf des geschehens in Gedanken und sprach mit innerer stimme zu jeder Szene mit.

"das telefon klingelt", dachte ich und stellte mir vor, wie das altmodische telefon unten läutete. "sie kommt aus dem bad, wo sie sich gerade eben geduscht oder gebadet hatte und hastet zur treppe. wahrscheinlich erwartete sie einen wichtigen anruf. hatte keine Zeit mehr, sich abzutrocknen und zog einfach ihren bademantel an."
vor meinen geistigen auge sah ich, wie amanda aus dem bad gehastet kam.
"sie rennt also zur treppe, wie man an den fußspuren schön sehen konnte, rutscht dort, wo sie verwischt waren, nach hinten weg und fällt vorüber die treppe hinunter."

Wenn sie dort stehen geblieben wäre und dann von hinten geschubst worden wäre, dann wären die fußabdrücke an der treppe höchsten etwas wässriger und größer gewesen, aber nicht nach hinten weg verwischt.
sie stürzte die treppe hinunter, wobei sie sich erstmal einige platzwunden, blutergüsse und rippen- (wenn nicht sogar knochen-) brüche zuzog...
tödlich war für sie dann, als sie mit dem Nacken unten an die anfangs Säule des treppengeländers aufkam und sich dabei das genick brach. ich konnte unten ganz klar einen Blutfleck erkennen, der sich an der seite befand.
ich blickte zu sherlock, ob er derselben Meinung war wie ich.

Sherlock
Sohea 11.08.15 um 19:17
Obwohl ich es nicht zeigen wollte, war ich höchst beeindruckt. Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass jemand außer mir und Mycroft (und vielleicht Moriarty) ein solch ausgeprägte Kombinationsgabe besitzt. Natürlich kam Miss Dawsons Fähigkeiten nicht an meine heran, denn ich hatte alles, was sie soeben geschildert hatte, schon bei meinem ersten Blick auf die Szene erkannt, dennoch war sie herausragend klug.
Als Miss Dawson mich fragend anblickte, nickte ich nur und meinte: "Genau."
Die Umstehenden blickten mich recht verwundert an, sie hatten wohl erwartet, dass ich noch etwas hinzuzufügen hatte, doch Evelyn Dawson hatte tatsächlich alles gesagt. Sie blickte Stolz drein, nur zu Recht.

Mila-Grosa 11.08.15 um 19:31
john: ich räusperte mich. "ich denke, wir können tatsächlich von einem Unfall ausgehen, wenn evelyn und sherlock das sagen!"
sherlock kannte ich zwar nicht so lange wie Evelyn, aber sie waren beide ausgesprochen intelligent. bei einem wusste ich das seit mindestens 3 Jahren, bei der anderen war es mir soeben wieder eingefallen.

Evelyn: ich und sherlock kamen wieder zu den anderen hinunter. "ich denke, wir können sie jetzt abtransportieren. und jemand sollte ihre Angehörigen und Freunde über ihren Tod informieren."

Sohea 11.08.15 um 19:36
Sherlock
Lestrade nickte, Anderson und Donovan sahen etwas genervt aus, da sie mal wieder nicht Recht behalten hatten.
Ich wandte mich an John: "Ich denke, wir sind hier fertig, oder?"

Mila-Grosa 14.08.15 um 21:35
John
"Ja!", meinte ich, hielt dann aber in meiner Bewegung inne. "Warte noch kurz!" Ich ging noch kurz rüber zu Evelyn, die zur Seite getreten war, da ein paar von der Spurensicherung mit einem Sarg und einem Leichensack zur Tür hereinkamen.
"Gehe ich recht in der Annahme, dass ihr beide sowas nahezu jeden Tag macht?", fragte sie mich.
"Eher jeden zweiten!", antwortete ich. "Aber was hat dich denn wieder nach London getrieben? Du warst doch immer so beschäftigt."
Sie winkte ab.
„Es war einfach jeden Tag dasselbe. Banküberfälle, Einbrüche, Leute die falsch parken... mir wurde einfach langweilig! Für eine Kommissarin meine s Formats wurde es auf der Insel einfach zu ruhig. Und wenn man deinen Blog Glauben schenken darf, dann ist hier in London doch ein wenig mehr los als in Monte Argentario. Also habe ich mich hierher versetzen lassen. Da ich gebürtige Engländerin bin und der Vizeprestore gute Beziehungen zum hiesigen Polizeichef hat, war das gar nicht so schwer einzurichten. Wundere dich nicht, dass ich nicht angerufen habe um eher Bescheid zu geben. Es... war eher eine kurz entschlossene Handlung." Klar. Für die war sie ja immer wieder Mal gut.
"Du hast meinen Blog gelesen?"
"Logisch. Jemand hat ihn sogar auf Italienisch übersetzt und veröffentlicht. Du und Mr. Holmes seid in Italien und weiten Teilen von Resteuropa wahre Berühmtheiten. Und dein Schreibstil ist... wirklich phänomenal! Man bekommt wirklich das Gefühl, hautnahe dabei zu sein!"
"Danke! Ich... finde es immer noch Schade, dass du es nicht zu unserer Hochzeit geschafft hast, Evelyn. Es war zwar nicht langweilig, ganz und gar nicht, aber deine Anwesenheit hätte es sicherlich um einiges Unterhaltsamer gemacht.", meinte ich und blickte zu Sherlock hinüber, der die Hände in die Manteltasche gesteckt hatte und noch wartete.
"Ja... ich habe wirklich versucht, zu kommen, John, ehrlich! Aber zu damaliger Zeit war es einfach kompliziert und... naja. Monte Argentario ist zwar verschlafen aber trotzdem gibt es Arbeit, und Arbeit, und Chefs, und Stress und Kollegen... hier ist es jetzt ganz anders. Ich glaube, mit Inspector Lestrade und den anderen wird es wesentlich entspannter!"
"Glaub mir, Evelyn, nach einiger Zeit bist du anderer Meinung!", warf ich ein und sah wieder zu Sherlock. "Also. Wir sehen uns irgendwann?"
"Klar. Mach ´s gut, Doc! Ich werde mich melden.", lächelte sie und verließ dann mit ihren Kollegen das Haus.
Ich und Sherlock dann ebenfalls. Er blickte mich ein wenig argwöhnisch von der Seite an. "Was denn?"

Sohea 24.08.15 um 19:40
Sherlock
"Doc?" fragte ich grinsend. Ich hatte noch nie gehört, dass jemand John so genannt hatte. "Sie kennen sich von der Schule, weshalb nennt Miss Dawson Sie Doc?"
Ich war mir wirklich sicher, dass ich damit richtig lag, denn meine Kombinationen waren selten falsch (Johns Schwester Harry war wirklich eine Stolperfalle gewesen). Dennoch sah John mich irritiert an.

Mila-Grosa 25.08.15 um 20:02
John
,,Woher weißt du.... ach ja, ich vergas..." schnaufte ich. ,,Ja, sie und ich sind Freunde und gingen auf dieselbe Schule."
Ich hatte eigentlich nicht sehr viele Freunde inder Schule, das wusste er.
,,Sie war, oder ist... in gewisser Hinsicht speziell. Sie sieht gut aus, hatte ein Händchen für Ärger mit den Lehrern, und... Sie schafft es meistens, bei jedem auf irgendeine Weiße Eindruck zu hinterlassen!", meinte ich, worauf Sherlock mich mit demselben Blick anstarrte wie gerade eben.
,,Selbst Harry hat sich mal für sie interessiert, aber sie hat solche Dinge nie sonderlich an sich herangelassen. Sie wollte einfach sie selbst und frei sein. Und sie ist - wie so viele auch - begeisterte Leserin meines Blogs."

Sohea 25.08.15 um 20:29
Sherlock
"Hmm", meinte ich nur. "Ich habe Ihren Blog nie gelesen." Das war nicht beleidigend gemeint gewesen, denn ich wusste ja, was passiert war und musste mir deswegen Johns etwas übertriebene Geschichten nicht durchlesen, aber er sah mich vorwurfsvoll an.
Ich ignorierte das und ging nach draußen auf die Straße, um ein Taxi heranzuwinken. Unterdessen dachte ich nach. Miss Dawson hatte, wie John gesagt hatte, tatsächlich Eindruck hinterlassen. Sie war außergewöhnlich klug und trat trotzdem nicht eigenartig, sondern eher sympathisch auf. Eine Eigenschaft, die mir fehlte. Auch wenn mir das egal war.

Mila-Grosa 25.08.15 um 20:34
John
Typisch Sherlock, fand immer ein gutes Argument, um jemanden zu ärgern. Nur das mir soeben auch eins eingefallen war. "Beunruhigt sie das nicht?", fragte ich ihn, als wir ins Taxi einstiegen, das Sherlock mit einer Handbewegung zum Stehen brachte.

Sohea 25.08.15 um 20:45
Sherlock
Irritier hielt ich in meiner Bewegung inne. "Was meinen Sie?", fragte ich John verwirrt. Der Taxifahrer meinte genervt: "Rein oder Raus?"

Mila-Grosa 25.08.15 um 20:52
John
"Naja, jetzt, wo eine fähige Kommissarin offiziell bei Scotland Yard arbeitet, die dir von der Intelligenz her gesehen nicht ganz unähnlich ist, könnte es sein, dass es weniger Fälle für uns geben wird!", antwortete ich. „Eine höhere Aufklärquote, Scotland Yard wird wieder in..."
Mir gefiel der Gedanke daran allerdings auch nicht, auch wenn ich mich für Evelyn freuen würde, wenn sie als Kommissarin gut durchstarten könnte.

Sohea 26.08.15 um 19:27
Sherlock
ich hatte daran nicht gedacht, aber es würde mich wenig stören, wenn wir weniger fälle dieser unfähigen polizisten übernehmen mussten. ich war mir sicher, dass wir auch so genug klienten bekommen würden. eher beunruhigte mich die tatsache, dass es scheinbar noch andere menschen zu geben schien, die ähnlich intelligent waren wie ich, mycroft uns moriarty. schließlich hatte ich mich über normale menschen immer nur lustig gemacht, doch evelyn dawson war ein normaler mensch, und trotzdem scheinbar hochintelligent. das beunruhigte mich.
zu john sagte ich, während ich einstieg: "lestrade wird wieder ohne sie ermitteln, wenn miss dawson soweit ist, alleine zu arbeiten, und dann werden wir wieder mit fällen überhäuft."

Mila-Grosa 26.08.15 um 19:45
John
"Bestimmt. Aber das wird sich noch zeigen!", murmelte ich und der genervte Fahrer konnte, nachdem Sherlock eingestiegen war, endlich losfahren.

Sohea 26.08.15 um 20:12
sherlock: während der fahrt schwiegen wir, bis plötzlich johns handy klingelte. "es ist mary", sagte er, als er auf das display blickte.

susan elizabeth crockford (zwei tage zuvor) : meine hände du füße waren gefesselt und ich konnte nichts sehen, denn in dem winzigen raum, in dem ich eingesperrt worden war, gab es kein fenster. panisch versuchte ich zu schreien, doch alle versuche wurden durch einen knebel erstickt und befreien konnte ich mich auch nicht. tränen liefen mir über die wangen. ich war mir hundertprozentig sicher in diesem ***loch verhungern zu müssen. die entführer, die mich gekidnappte und mit verbundenen augen hierher gebracht hatten, waren vor einigen stunden verschwunden. sie hatten mit sicherheit lösegeld gefordert, und wie ich meinen mann ruben kannte, hatte er es ihnen auch gegeben. er war ein herzensguter mensch, aber auch ein bisschen naiv. vielleicht hatten die entführer ihm nach der übergabe meinen aufenthaltsort nicht verraten wollen? ich hatte keinen ahnung, ich wusste nur, dass ich hier wahrscheinlich nicht lebend herauskommen würde. erneut geriet ich in panik, bis sich plötzlich die tür öffnete und ich von gleißendem sonnenlicht geblendet wurde. als ich mich daran gewöhnt hatte, fing ich erneut an zu weinen. doch diesmal waren es freudentränen, denn vor mir stand Ruben.

(vor zwei sunden) "was sollen wir nur machen, wenn sie wiederkommen?", fragte ich meinen mann aufgebracht. ich hatte mich wieder erholt, aber nur wussten wir nicht, was wir tun sollten. "ich finde, wir sollten die polizei.." "nein, susan", unterbrach mich ruben, "ich verstehe dich vollkommen, aber so was geht immer groß durch die zeitung, wenn man die polizei einschaltet. glaube mir, dass würde ein richtiger skandal werden, du warst schließlich ganze drei tage dort gefangen. das würde uns auch nichts nützen." wahrscheinlich hatte er recht. nachdenklich blickte ich durch das fenster unseres landsitzes in unseren englischen rosengarten. plötzlich fiel mir etwas ein. "ich hab eine idee, ruben!", rief ich. "du kennst doch mary morstan?" "ja", antwortete meine mann irritiert, "eine deiner freundinnen. aber was hat sie damit zu tun?" "vor kurzem hat sie doch geheiratet, ich war auch dort. ihr mann heißt john watson und er arbeitet doch mit diesem sherlock holmes zusammen, das liest man doch ständig in der zeitung." ruben hatte es immer noch nicht verstanden: "das stimmt, aber was willst du damit sagen?" "vielleicht können die beiden uns helfen. dieser holmes soll doch ein echtes genie sein, er kann die entführer bestimmt ausfindig machen. ich rufe gleich mary an!"

Mila-Grosa 26.08.15 um 20:47
Mary
ich war total geschockt, als mir meine alte studienfreundin und ehemalige kollegin susan crockford von ihrer entführung und der geplatzten geldübergabe erzählte. ich stand gerade auf dem balkon in unserer wohnung und starrte besorgt über die dächer londons hinweg.
auf ihrer bitte hin rief ich john auf den handy an.
"mary, was gibts?"
"john, hallo. also... ich weis, ihr seid gerade ein wenig beschäftigt, aber...."
"mary? was ist los?", fragte er diesmal ein wenig langsamer, aber dafür doppelt besorgt.
"nun... es..." ich wischte mir eine träne aus dem augenwinkel. "ihr... habt wohl eine neue klientin!"
"kurzes schweigen an der anderen leitung.
"er... erinnerst du dich noch an susan crockford? du weist schon... sie war auf unserer hochzeit!"
"ja... ja.... susan elisabeth crockford. die frau von ruben crockford, die countess of derrington. wieso, was ist mit ihr?"
"nun ja, sie... sie wird seit geraumer zeit von unbekannten bedroht. vor 5 tagen hat man sie entführt und verlangten 500.000 pfund lösegeld. vor zwei tagen konnte sie befreit werden, da die geldübergabe überraschend geplatzt ist."
"oh, mein gott, das... wie geht es ihr?"
"ganz gut, nur... die ärmste ist völlig aufgekratzt und hat angst und... sie können auch nicht zur polizei gehen, sie und ihr mann, weil... das einen unbeschreiblichen skandal geben würde, stell dir das mal vor!"
"nachvollziebar!", hörte ich john murmeln.
"john, susan will euch damit beauftragen, herauszufinden, wer ihr das alles angetan hat, und warum diese geldübergabe geplatzt ist. und sie bittet um äußerste diskretion!"
"ja. mary, ganz ruhig. mach dir keine sorgen. wir werden uns der sache sobald wie möglich annehmen."
"ja.", schniefte ich. "susan hat heute noch ein wichtiges projekt mit ihrer stiftung im sinne, aber ich glaube, ihr könnt morgen auf ihr anwesen und sie befragen!"
"wir werden da sein! ich liebe dich, mary!", hörte ich john noch sagen. ich wollte nicht, das er sich sorgen um mich machte, da mir die sorgen um susan schon genug zu schaffen machte, gerade auch, da meine hormone im moment ein wenig verrückt spielten. also atmete ich einen moment durch.
"ich liebe dich auch john!", sagte ich, so ruhig wie möglich und legte auf.

Sohea 27.08.15 um 20:30
Sherlock
"Die Fälle gehen uns wohl doch nicht aus", meinte ich ironisch. John verzog das Gesicht und machte keine Anstalten, zu erklären, worum es gehen. Aber aus seinen Gesprächsfetzten hatte ich nicht viel schlussfolgern können. Also fragte ich: "Und, was ist der Countess of Derrington zugestoßen?"

Mila-Grosa 27.08.15 um 21:32
John
"Sie wird bedroht, wurde vor 5 Tagen entführt, die Lösegeldübergabe ist geplatzt und ihr Mann hat sie befreien können. Da sie einen Skandal vermeiden möchten, bitten sie um deine und meine Unterstützung. Und Diskretion!", erklärte ich ihn so kurz wie möglich.

Sohea 27.08.15 um 21:37
Sherlock
Ich erwiderte nichts. Der Fall wirkte relativ simpel. Erst sollten wir Mrs. Crockford und ihren Mann befragen und dann zu dem Ort fahren, an dem sie gefangen gehalten wurde. Das einzige interessante war, dass die Lösegeldübergabe "geplatzt" war.
"Wann können wir sie befragen?", fragte ich John.

John Watson
"Gleich morgen Vormittag.", meinte ich knapp. „Ihr Mann wird auch dabei sein."

Sohea 29.08.15 um 19:37
(Sollen wir dahin springen?)

Mila-Grosa 29.08.15 um 19:52
(Ja, sonst langweilen sie sich ja in der Zwischenzeit xD )

Sohea 29.08.15 um 20:17
(Genau =D)

Sherlock
John und ich stiegen aus dem Johns Wagen aus. Die Fahrt hatte ziemlich lange gedauert, denn das Landhaus der Crockfords lag ein ganzes Stück außerhalb von London. Nun standen wir in der Einfahrt des schlossartigen Gebäudes. Wir gingen zur Haustür und klingelten. Sofort öffnete ein Hausmädchen die Tür. "Guten Morgen! Mr. und Mrs. Cro

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