Let us be brave
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Let us be brave
from Nachtstern on 05/14/2020 11:35 PMKapitel 1: Neues Jahr, Neues Glück?
from Nachtstern on 05/27/2020 02:46 AMKapitel 2: Der Autovorfall
from Nachtstern on 05/27/2020 02:50 AMHaha, da bin ich wieder. Ist ja jetzt schon fast 2 Wochen her *verlegenes schmunzeln*. Ich habe mir jetzt vorgenommen, dass ich diese Geschichte meinen Freunden zum Geburtstag schenke und da 3 von denen während Corona Geburtstag hatten, muss ich mich echt beeilen, weil wir bald wieder Schule haben und ich es ihnen dann schon geben muss. Ich glaube ich werde ein paar Nächte durcharbeiten müssen. Ich hoffe ich halte mich auch dran xD
Kapitel 3: Der (wirkliche) Autovorfall
from Nachtstern on 06/15/2020 02:41 AM"Ich mach mich jetzt auf den Weg", rief Elara noch und verabschiedete sich von Sunny, einem quietschgelben Vogel, sie war eine ihrer insgesamt 8 Vögel und gleichzeitig die verrückteste.
Dann ging sie auch schon los zu Naveen, bei dem sie ihr Hauptquartier hatten, da dieser ganze 3 eigene Zimmer hatte und sie sich somit voll austoben konnten. Das wird sicher spannend!
Elean ist fast immer zu spät. Keine Ahnung warum.
"Ey", sagte er gespielt beleidigt und setzte sich neben Elara. Er nahm Naveen das nicht übel, denn so war es nunmal.
"Mann ey, Leute, fangen wir jetzt mal an?", fragte Isalie nun, die keine Lust hatte, noch mehr Zeit zu verplempern.
Es ist ja auch viel zu tun.
"Stimmt, es gibt viel zu planen, Leute", meinte Elean.
"Er hat recht, aber zuerst muss ich euch etwas erzählen Leute! Ich habe einen Freund", teilte Lia mit.
"Echt? Das ist ja der Hammer!", rief Elean erfreut, "Na dann: Herzlichen Glückwunsch!", er stutzte kurz, "Sagt man das dann überhaupt?"
Auch die anderen beglückwünschten Lia erfreut und diese erzählte dann, wie es dazu gekommen war; dass die Szene sich allerdings vor der Mädchentoilette in der Schule abgespielt hatte, verschwieg sie. Kann man ja auch verstehen.
"Wir müssen auf jeden Fall im Internet alles raussuchen, was wir auf seriösen Seiten alles über den Vorfall finden!", meinte Elara.
"Normalerweise würde ich ja sagen, dass wir nicht darauf achten müssen, ob wir das von einer seriösen Seite haben oder nicht", witzelte Lia, "Aber das ist ja nicht nur für ein Schulprojekt und wir wollen nunmal was bewirken und..."
"Wenn wir nicht alles absolut richtig machen, erreichen wir gar nichts!", beendete ihre Schwester ihren Satz, "Ist schon klar. Wir wissen alle, wie ernst das ist!"
"Was glaubt ihr, was ich hier die ganze Zeit mache?", ging Naveen dazwischen.
Er war tatsächlich die ganze Zeit sehr ruhig gewesen. Statt sich an dem Gespräch zu beteiligen, hatte er nämlich bereits einige Texte gelesen, kopiert und an die anderen geschickt.
"Ihr könnt ja schon mal aus den Texten Stichpunkte machen, wenn ihr wollt", schlug er vor.
Auch Elean war bisher ziemlich ruhig gewesen. Er saß nur da und sah ziemlich nachdenklich aus.
"Also wenn ihr mich fragt, ist es um einiges wichtiger oder zumindest genauso wichtig, herauszufinden, warum das ganze überhaupt schief gegangen ist. Ich meine klar, wir müssen alles wissen, was es dazu überhaupt irgendwo gibt, aber die genauen Details gibt es im Internet nicht. Ich glaube allerdings mein Vater hätte mal einen Arbeitskollegen, der in seiner Kindheit in England gelebt hatte mit zu uns gebracht und die beiden haben erzählt, dass dessen Bruder ganz vorne dabei war bei der Erfindung und Verarbeitung von fliegenden Autos. Vielleicht lässt der sich ja dazu überreden was genaueres rauszurücken", trug er nun endlich auch zum Gespräch bei.
Die Idee ist gar nicht mal so übel. Irgendwoher müssen die Fünf ja ihre Informationen bekommen und wie ist es besser als aus erster Hand?
"Ich erinnere mich deshalb so gut daran, weil ich ihn so schlecht verstanden habe. Er hat nämlich viele Wörter auf Englisch gesagt und ich war damals noch so klein, dass ich kein Englisch konnte. Ich werde meinen Vater gleich auf der Arbeit anrufen und ihn darum bitten mal mit seinem Arbeitskollegen darüber zu sprechen", fuhr Elean fort.
Er wartete gar nicht erst auf die Reaktion der anderen und erst als er mit telefonieren fertig war, konnten diese ihren Senf dazugeben.
"Ich find das gar nicht mal so schlecht", begann Elara.
"Stimmt, aber wir sollten nicht alle gehen. Am besten Elisann geht alleine und telefoniert heimlich mit uns. Dann können wir das Gespräch aufnehmen und jederzeit von neuem anhören, wenn uns mal etwas nicht klar ist. Dann muss sich auch niemand Notizen machen", fuhr Isalie fort.
Naveen fand Isalies Idee nicht so gut. Aber irgendwie hatte er auch recht damit, dass das eigentlich illegal war.
Aber Lia lenkte ein, dass die Aufnahme nicht als Quelle beim Referat angegeben werden musste und man sie ja auch jederzeit ganz einfach löschen konnte. Daraufhin gab Naveen sich widerwillig geschlagen. Das Ergründen der Probleme und eventuell sogar die Neuerfindung von fliegenden Autos war ja auch irgendwie viel wichtiger als eine illegale Aktivität, die die 5 ja auch keineswegs mit falschen Absichten ausführten.
"Euch ist aber schon bewusst, dass wir noch weitere solcher illegalen Aktivitäten ausführen müssen, um ans Ziel zu gelangen oder? Immerhin wird uns niemand erlauben in seiner Werkstatt rumzuschnüffeln und eventuell sogar illegale Machenschaften aufzudecken. Wer weiß, was da alles wirklich passiert ist", informierte Naveen die anderen über ihren letzten Gedanken.
"Ich glaube das war uns allen schon bewusst, als wir uns für diese Aktion bereiterklärt haben", warf Elara ein und die anderen nickten.
"Für solche Fälle wäre es vielleicht ganz klug Verkleidungen zu tragen", schlug Lia vor.
"Darum können Lia und ich uns ja kümmern", sponn Isalie Lias Gedanken weiter.
"Gute Idee", sagte Elara nickend, "Dann sollten wir allerdings zusammenlegen. Ihr müsst das nämlich nicht alles bezahlen"
"Was brauchen wir denn?", überlegte Nyx laut.
"Ich denke mal Perücken, Schminke und Kleidung für jeden von uns. Das wird ganz schön teuer", überlegte nun auch Elean, "Wir geben euch einfach morgen in der Schule dann das Geld".
Sie machten noch einen bestimmten Betrag fest, dann suchten sie weiter im Internet nach Artikeln.
"Jans Bruder hat sich bereiterklärt sich mit dir morgen Nachmittag zu treffen und dir alle Fragen für das Schulprojekt zu beantworten", verkündete er.
"Das ist ja super!", rief Elean erfreut. Dann legten sie auch schon wieder auf. "Okay, wir brauchen einen Plan. Er wird mir garantiert nicht alles erzählen, damit ich das in ein Referat mit einbauen kann. Und was soll ich alles Fragen?"
"Good Morning, Elean. Ich muss dir danken, es ist nicht selbstverständlich, dass du dich an einem Saturdaymorning mit mir triffst. Aber leider ist mir heute Nachmittag was dazwischen gekommen", erklärte sich Herr Winterston.
"Och, das ist kein Problem", log Elean, "Ich steh immer so früh auf".
Er musste ein Gähnen unterdrücken. Er rutschte nervös auf dem Stuhl hin und her, denn es war ihm nicht ganz wohl bei dem, was er als nächstes tun musste.
"Na gut, Herr Winterston, ich war meinem Vater gegenüber nicht ganz ehrlich. Es stimmt, dass es ein Schulprojekt gibt, aber nicht zu diesem Thema. Wenn ich ehrlich bin, wurde ich von einer geheimen Organisation angeheuert", er reichte ihm eine Karte, die täuschend echt aussah. Diese hatten sie gestern noch bei Naveen Zuhause von einem der Roboter seines Vaters drucken lassen. Die Handynummer war die von Naveen, da sein eigener Roboter Herrn Winterston ganz einfach mit seinen verschiedenen Stimmen in die Irre führen konnte, wenn er tatsächlich mal anrief. Herr Winterston hörte Elean aufmerksam zu und runzelte hin und wieder die Stirn. Er war nicht dumm, aber er schien es ihm zumindest halbwegs zu glauben.
"Wenn ich ehrlich bin, bin ich mit Kabeln vernetzt und das ganze Gespräch hier wird aufgenommen. Ich sage Ihnen das nicht, weil ich soll, sondern weil ich Ihnen helfen will. Immerhin arbeitet Ihr Bruder mit meinem Vater zusammen. Die Organisation, also SiH, was Searching in History bedeutet, möchte herausfinden, was damals wirklich passiert ist. Alles was Sie sagen, kann vor Gericht gegen sie verwendet werden. Allerdings verspricht SiH Ihnen, dass sie für Sie bürgen, wenn sie die Wahrheit erzählen. Sie haben eigentlich schon so gut wie alles rausgefunden. Ihnen fehlen nur noch ein paar Namen. Wenn sich Ihre Geschichte also nicht mit ihrer Geschichte deckt, werden sie verhaftet und kommen auf unbestimmte Zeit wegen Betruges ins Gefängnis. Haben Sie das verstanden?", fragte Elean undHerr Winterston nickte.
"Ich habe verstanden und ich werde mein Bestes geben to help you", versprach er;
"Dann starten wir mal mit den einfachen Fragen: Was genau haben Sie an den alten Autos verändert, damit diese fliegen können?", begann Elean nun mit der Befragung.
Ihm war ein wenig übel, denn er fühlte sich nicht wohl dabei diesen so unter Druck zu setzen. Allerdings war das nach außen hin nicht sichtbar.
"Wir haben damals die Zusammensetzung eines cars nicht nur ein wenig verändert, wie wir es behauptet haben, denn es war gar nicht möglich, dass die cars fliegen würden, wenn der Benzintank oder die Batterie durch eine Energiezelle und eine Art eigene DNA für das Auto ersetzt wird. Denn dann müssten die Autos ja zu einem Lebewesen mutieren. Allerdings haben wir uns für diese Ausrede entschieden, because unsere Methode war von Anfang an zum Scheitern verurteilt und verstoß gegen das Gesetz. Statt die DNA von Birds und Hummeln zu nehmen, haben wir wie jetzt bei den bycicles, Roboter dazu gebracht die cars zu steuern, allerdings nicht ganz genauso wie jetzt. Die Autos waren im Grunde die Roboter. Wir haben durch eine Technik, die einer meiner Kollegen entdeckt hat, dessen Namen ich nicht kenne, dafür gesorgt, dass die Roboter, also die cars, nicht an die Gravitation gebunden sind und im Grunde weniger als nichts gewogen haben. Viel mehr mussten wir eigentlich nicht machen. Die Roboter wurden durch die Solarzellen gesteuert und fertig. Doch leider war besagter Kollege geistig nicht mehr ganz da. He went crazy und nach ein paar Monaten, er musste sich das vorher schon ausgedacht haben, begann er die Roboter so umzuprogrammieren, sodass sie nach seinem Willen fuhren. Vielleicht dachte er in seinem kranken Hirn, dass das so eine Art Game wäre. Wir konnten ihn nicht davon abhalten, doch irgendwann starb er schließlich als eines der cars in seine Wohnung krachte und ihn erschlug. Wir haben uns seine Technik dann Zunutze gemacht, konnten sie aber nicht genau entschlüsseln, weswegen die Roboter bei weitem nicht so viel tragen können und auch nicht direkt das Verkehrsmittel sind, sie können es nur hinter sich herziehen. Deswegen steuern sie auch nur bycicles und deswegen gibt es auch dieses Angebot, dass ein Haushalt miteinander fahren kann. Wir haben uns nämlich angeschaut, wie viele Haushaltsmitglieder die Haushalte auf der ganzen Welt haben und sind auf den Schluss gekommen, dass die Roboter für die, die sich einen leisten können, stark genug sind und die, für die die Roboter nicht stark genug sind, sich keinen leisten können. Das ist also nicht nur eine Marketingkampagne, sondern auch ein Vertuschungsversuch. Wir haben das ganze verheimlicht, um keine Panik bei der Bevölkerung auszulösen", erzählte er niedergeschlagen.
Bei jedem weiteren Wort wurde Elean unsicherer und auch seine Freunde am anderen Ende der Leitung verloren etwas an Hoffnung.
"Gut, Ihre Geschichte gleicht der, die SiH auch hat. Das mit den Namen ist natürlich sehr schade. Wir werden sie diesbezüglich nochmal kontaktieren. Allerdings waren SiH bisher nicht in der Lage an die Technologie ranzukommen. Es wäre sehr freundlich von Ihnen, wenn sie mir diese aushändigen würden", fuhr Elean gespielt unberührt fort.
"Da kann ich leider nicht helfen. Die Securitymänner, die damals für die Sicherheit zuständig waren, haben sie entwendet und irgendwo hin verschanzt. Vermutlich ist sie längst destroyed worden. That's all I know"
Er schien die Wahrheit zu sagen.
"Äußerst bedauerlich. Ich werde Sie wie gesagt vermutlich wieder kontaktieren. Bis wahrscheinlich dann", verabschiedete Elean sich und beendete unaufällig den Anruf, wodurch auch die Kamera und das Mikrofon verschwanden.
"I hope I could help", sagte Herr Winterston und Eleann machte sich nun auf den Weg zu seinen Freunden.
Kapitel 4: Und jetzt?
from Nachtstern on 06/18/2020 12:08 AM"Das ist nicht was wir wollten, Leute! Das geht zu weit. Ich will das nicht mehr", rief Elean.
"Nein. Nein! Das machst du immer! Du bist total begeistert wegen einer Sache und ziehst uns alle mit. Und dann machst du auf einmal einen Rückzieher. Wir haben unsere Nase da reingsteckt. Was machen wir, wenn Herr Winterston anruft, weil er uns irgendwas mitteilen möchte oder er wegen unseres Gespräches Probleme bekommt oder er Fortschritte erwartet? Erwartet, dass das SiH Lösungen liefert, den ganzen Fall aufdeckt und vielleicht sogar fliegende Autos erfindet, die auch funktionieren? Es gibt kein Zurück mehr!", hielt Naveen an der Recherche fest.
"Elean hat recht. Das hat sich in eine Richtung entwickelt, die wir alle nicht erwartet haben! Außerdem hast du dieses Mal den Vorschlag gemacht! Sind dir deine verdammten Noten wichtiger als das Wohlergehen deiner Freunde und dir?", stimmte Elara Elean zu.
"Nein. Das könnt ihr jetzt nicht machen. Ich habe euch gewarnt. Ich habe gesagt, dass wir eventuell illegale Machenschaften aufdecken werden. Was habt ihr erwartet? Dass das alles ganz einfach wird? Wie naiv ihr seid. Es wird nicht einfach werden, klar, aber wir müssen wenigstens helfen. Was wenn noch jemand stirbt, der es aber nicht verdient hat?"
"Wir sind nicht naiv. Hast du schonmal darüber nachgedacht, dass wir diejenigen sein könnten, die unschuldig sterben?", fragte Lia, "Das ist mir zu viel, okay? Wir sind nur Jugendliche. Wir sind nicht einmal Erwachsen und das Ganze wäre nur für ein doofes Referat für die Schule"
"Beruhigt euch doch alle mal! Ihr habt ja alle recht, aber denkt mal darüber nach, was Naveen gesagt hat... Was ist wenn wir etwas ausgelöst haben, was wir gar nicht auslösen wollten? Wir müssen jetzt etwas tun! Wenn es wirklich euer Problem ist, dass uns etwas zustoßen sollte, dann denkt mal darüber nach, dass derjenige, der uns was antun sollte, wahrscheinlich jetzt schon weiß, dass wir rumgeschnüffelt haben und das, was wir wissen, ist schon Grund genug uns zu töten. Es gibt kein Zurück mehr!", ging Isalie dazwischen.
"Woher sollte man das denn jetzt wissen? Nach außen hin haben wir nur für ein Referat recherchiert und der einzige, der sich bisher in Gefahr gebracht hat, bin ich. Okay? Ich möchte nicht sterben. Also wenn ihr weitermachen wollt, dann macht weiter, aber ohne mich!", schrie Elean, er sah fertig aus und ich nahm an, dass er jeden Moment anfangen würde zu weinen.
Er schnappte sich seine Jacke und ging. Elara und Lia folgten ihm. Sie gaben Elean recht. Sie hatten sich da in etwas eingemischt, was sie nichts anging und für immer ein Geheimnis bleiben sollte. Und wer immer dafür verantwortlich war, war auch skrupellos genug, um sich ein paar rumschnüffelnder Kinder zu entledigen. Jedoch hatten Isalie und Naveen auch nicht ganz unrecht. Vielleicht hatten sie hier etwas viel größeres losgetreten, als es bisher erschien. Sie wären dafür verantwortlich und müssten das mit ihrem Gewissen bewältigen. Die beiden sahen sich eine Weile unschlüssig an.
Dann ergriff Naveen das Wort: "Und was jetzt?"
"Ich habe keine Ahnung", Isalie sackte enttäuscht zusammen, "Vielleicht abwarten, ob sie sich am Montag beruhigt haben und dann nochmal darüber reden"
"Elean soll aufhören rumzujammern. Er hat sich gar nicht als einziger in Gefahr gebracht. Was ist mit mir? Der Kerl hat meine Handynummer... Was wenn dich mich hacken? Dann wären wir beide am Arsch".
Auch bei Lia und Isalie Zuhause ging es sehr angespannt zu. Sie redeten kaum miteinander und vermieden dieses Thema, wenn sie dann doch zum Reden gezwungen waren.
Naveen saß Zuhause nur rum und wartete auf einen Anruf von Herrn Winterston. Er hatte seinem Roboter schon eingetrichtert, wie er zu reagieren hatte und dafür gesorgt, dass er jedes Gespräch aufnehmen würde. Doch ansonsten tat er nichts außer lesen und zeichnen. Aber selbst das tat er kaum.
Auch Elara und Elean machten so gut wie nichts.
Elean lag nur rum, las vielleicht und schrieb, während Elara nur bei ihren Vögeln rumhing und dabei zeichnete.
Nichts konnte ihnen allen die Freude zurückbringen und niemand konnte sich erklären, warum sie so waren. Die Eltern waren natürlich darauf gekommen, dass es mit ihrem Treffen zusammenhing, aber sie konnten ja nicht wissen warum genau und somit konnten sie sie auch nicht trösten.
So ging es eine ganze Weile weiter. Insgesamt eine Woche.
Navee wusste nicht wohin mit sich und das sah man ihm an. Allerdings tat er in der Schule nichts anderes als sonst auch...
Er wartete auf jemanden. Genauer gesagt auf einen Lehrer. Er hieß Herr Stein. Aber alle nannten ihn (Herr) Törtchen. Denn Stein passte überhaupt nicht zu ihm.
Er war ein hilfsbereiter, schusseliger, liebevoller, humorvoller und herzensguter Mann und zu einem Stein passte das nun wirklich nicht.
Und da allgemein bekannt war, dass sein Lieblingsessen kleine Törtchen waren und er gerne mal eins mit zur Schule brachte oder den Schülern welche backte, hatten seine Schüler ihm mal den Spitznamen Törtchen gegeben und da dieser so gut passte, hatten die Lehrer, Eltern und die restlichen Schüler diesen nach und nach übernommen. Selbst der Schulleiter nannte ihn so. Darum war er auch auf allen schriftlichen Dokumenten, die nichts mit Verträgen oder ähnlichem zutun hatten, unter "Herr Törtchen" zu finden. Das hatte allerdings den lustigen Nebeneffekt, dass so mancher neue Schüler seinen richtigen Namen gar nicht kannte.
Naveen hingegen kannte ihn als einer der wenigen noch. Er war kein Stalker, aber eben sehr aufmerksam.
Zumindest was ihn anging. Denn er hatte schon seit längerer Zeit Gefühle für Herrn Törtchen.
Das Gute daran war, dass die beiden sich, schon bevor er seine Gefühle entdeckt hatte, quasi angenähert hatten und sie sowas wie Freunde waren. Zu seinem letzten Geburtstag hatte Herr Törtchen ihr sogar was geschenkt, was Naveens Gefühle nur verstärkt hatte.
Er konnte oft an nichts anderes denken und obwohl er wusste, dass eine Beziehung zwischen den beiden verboten war und auf so vielen Ebenen nicht von der Gesellschaft akzeptiert werden würde, kam er nicht umhin sich eine gemeinsame Zukunft zu wünschen und zu planen, wie er Herrn Törtchen seine Gefühle vermitteln würde.
Heute war wieder einmal Donnerstag. Der Tag, an dem sie sich heimlich, natürlich - oder leider? - freundschaftlich treffen konnten. Denn Herr Törtchen hatte an diesem Tag immer in der 2ten Pause Pausenaufsicht in der dritten Etage, wo sonst niemand war oder sein durfte. Also hatten die beiden verabredet sich dort zu treffen, was sie nun seit längerer Zeit regelmäßig taten. Wobei regelmäßig konnte man das nicht nennen, denn Törtchen hatte ihn schon die letzten 3 Male versetzt und auch jetzt schien er nicht zu kommen.
Naveen wollte gerade enttäuscht gehen, als Herr Törtchen um die Ecke bog und ihn umarmte. Diese Umarmung tat so gut. So unendlich gut. Nicht nur, weil er ihn vermisst hatte, sondern auch weil er so den Schmerz wegen des Streits mit seinen Freunden und die Einsamkeit für eine Sekunde vergessen konnte. Er hatte ja außer seinen Freunden und Herrn Törtchen niemanden.
Natürlich hatte er auch seine Eltern, aber die waren beide immer sehr spät Zuhause und sein Vater war sehr streng und perfektionistisch. Letzteres hatte er von ihm geerbt.
"Hey. Entschuldige, dass ich dich so oft versetzt habe, aber ich musste immer Unterricht vorbereiten", entschuldigte sich Herr Törtchen.
Für Naveen war das okay. Denn er hatte ihn ja jetzt. Jetzt gerade verbrachten sie gemeinsam Zeit. Jetzt gerade unterhielten sie sich und das machte ihn glücklich. Schade nur, dass eine Pause so kurz war. Er nickte. Was wohl soviel wie "Alles gut", bedeuten sollte.
"Was ist denn los? Du bist heute so wortkarg. Du bist doch sonst nicht so? Geht es dir gut? Hast du Probleme?"
Naveen lächelte innerlich. Es war Törtchen aufgefallen. Er brauchte einen Moment, um zu reagieren. Denn er vertraute ihm zwar, aber er wollte ihn nicht belasten, in nichts mit reinziehen. Denn die anderen hatten schon recht. Das ganze war extrem gefährlich. Was also sollte er erzählen?
"Ähm", begann er und musste automatisch an seinen Englischlehrer denken, dessen Unterricht zur Hälfte nur aus diesem Wort bestand. Und zur anderen Hälfte aus Löcher in die Luft starren, Einzelaufgaben und monotonen Gelaber. Den Rest packte er dann zu den Hausaufgaben.
Aber Naveen schweifte vom Thema ab.
"Meine Freunde und ich haben uns gestritten. Sie haben ja schon recht, aber ich nunmal auch und das sollten sie eigentlich wissen. Ich habs ihnen vor allem vorher schon gesagt", erzählte er also.
Törtchen berührte ihn beruhigend mit der rechten Hand an der Schulter.
"Ich möchte das genaue Thema nicht wissen, denn das geht mich nichts an. Ich kann dir nur sagen, dass du manchmal einfach dein Ding durchziehen musst. Deine Freunde kannst du danach noch mit ins Boot holen. Am besten ist es aber, wenn du beides gleichzeitig machst"
Gerade als Naveen fragen wollte, wie genau das gemeint war, klingelte es und die beiden mussten sich verabschieden, um nicht erwischt zu werden. Törtchen ging über die Haupttreppe zu seinem Klassenraum und Naveen nahm die Nebentreppe, ging aus dem Gebäude raus und betrat das Nebengebäude. Ein kleines Haus, in dem sich die Schuleigene Bibliothek befand. Denn Naveen hatte jetzt eine Freistunde, die er wie jede Woche mit Lesen verbringen wollte. Allerdings bekam er das, was Törtchen gesagt hatte, nicht mehr aus dem Kopf. Was hatte er damit gemeint?
Er würde ja jetzt die anderen fragen, denn die wussten von seinen Gefühlen für Törtchen und auch von den heimlichen Treffen, aber das ging nicht. Also stand er weiterhin alleine da, bis...
Kapitel 5: Unbewusste Hilfe?
from Nachtstern on 06/18/2020 04:23 PMDann, am Samstag, redeten Lia und Isalie miteinander. Sie hatten es satt sich zu streiten. Es war ja auch deutlich anstrengender sich aus dem Weg zu gehen, wenn man im gleichen Haushalt wohnte.
Bei Naveen Zuhause
Naveen lief nervös in seinem Schlafzimmer auf und ab. Jetzt ging ihm ein Licht auf. So hatte Törtchen das gemeint! Oder eigentlich ja nicht. Er hatte ja keine Ahnung gehabt... Was wenn doch? Sein Hinweis war so eindeutig gewesen! Aber nein... Törtchen doch nicht. Genau Naveen. Törtchen wurde doch niemals! Dem stimme ich zu. Trotzdem ließ ihn dieser Gedanke nicht mehr los und er beschloss in Törtchens Nähe noch genauer aufzupassen.
Schnell schickte er den anderen eine Nachricht und wartete ungeduldig an der großen schwarzen Wohnungstür. Als er in seinem Kopf die Turklingel hörte, ja auch die war mit dem Hip verbunden, riss er die schwere Tür förmlich auf, obwohl sie auch automatisch aufgegangen wäre, aber das war ihm nicht schnell genug; und hatte 4 verdutzte Gesichter vor sich. Und insgeheim war er froh sie zu sehen.
Kapitel 6: Eine Lösung muss her
from Nachtstern on 08/01/2020 10:52 PMKapitel 7: Eine... Hütte?
from Nachtstern on 08/03/2020 02:06 AM"Guten Morgen", weckte Isalie die anderen. Sie war früh aufgewacht und konnte einfach nicht mehr einschlafen. Die anderen hatten zu diesem Zeitpunkt alle noch friedlich geschlafen. Also nahm sie sich ein Kissen, mit dem sie die anderen lachend abwarf. Von diesen konnte man nur mürrisches Gemurmel vernehmen bevor sie schließlich ganz wach waren. Dann rächten sie sich sofort an ihr, indem sie sich nach einem vielsagenden Blick gleichzeitig auf sie stürzten und sie einmal gründlich durchkitzelten.
Kapitel 8: Aufhören?!
from Nachtstern on 09/14/2020 10:37 PMDie Fünf begaben sich vorsichtig in den hinteren Teil des verborgenen Dachbodens. Es war komplett dunkel und auch mit ihren Hips konnten sie kein Licht machen, da sie bisher nicht wieder funktioniert hatten. Also mussten sie durch die Dunkelheit laufen und hoffen, dass sie nicht gleich irgendwo hintraten wo sie nicht hätten hintreten dürfen.
"Das bringt doch nichts. Wir können nichts sehen. Vermutlich laufen wir die ganze Zeit im Kreis", gab Elara schließlich auf."Wir müssen doch irgendwie Licht machen können!", überlegte Elara.
Sie irrten zurück zu der Luke und kletterten wieder aufs Bett.
"Lasst uns irgendwie Spiegel nehmen und damit das Licht lenken", schlug Eleav vor, aber Lia schüttelte den Kopf.
"Wir haben doch schon das ganze Haus auf den Kopf gestellt. Hier gibt es keinen einzigen Spiegel, außerdem bezweifle ich, dass wir das hinkriegen würden".
"Dann lasst uns ein Feuer machen", schlug Isalie vor, aber dieses Mal schüttelte Naveen den Kopf. Er sah Isalie ernst an.
"Das ist zu gefährlich".
Elara runzelte die Stirn und seufzte: "Tja. Und was dann?"
Tja. Was dann? Das ist eine gute Frage. Aber würden sie wirklich schon an zu wenig Licht scheitern? Das kann doch nicht sein. Oder doch? War es das wirklich schon?
Elara runzelte wieder die Stirn, dann erhellte sich ihr Gesicht. Sie sagte:
"Unten in einer der Küchenschubladen gibt es eine alte Taschenlampe. Die habe ich heute Mittag ausgeräumt. Lässt uns die nehmen"
Sie ging die Treppe runter und in die Küche, während die anderen auf sie oben warteten. Sie holte die Taschenlampe und während sie wieder zu den anderen ging, probierte sie, ob die Taschenlampe überhaupt funktionierte und zum Glück ging sie tatsächlich an.
"Puh"
...
"Na dann los", sagte sie zu den anderen und sie kletterten wieder hoch. Isalie blieb jedoch unten, da sie ausgemacht hatten, dass sie Wache hielt.
Elara durchleuchtete den ganzen Raum und sie stellten fest, dass dieser größer war als sie zu Anfang geglaubt hätten. Gut, er war jetzt nicht riesig, aber eben groß. Er war durch und durch mit Spinnenweben bedeckt und der Boden wurde von einer dicken Staubschicht bedeckt. Dann gab es da noch ein paar Fußspuren, die sie zuvor hinterlassen haben mussten und noch ein Paar, das, wie sie vermuteten, zu Herrn Winterston gehörte.
"Gut, dass wir eben nicht in die Spinnenweben gelaufen sind", meinte Naveen plump.
Er hatte kein Problem mit den kleinen, süßen Krabbelviechern, aber die anderen vier ekelten sich davor und diese schüttelten sich auch prompt
Elara leuchtete weiter und da. Am Ende des Raumes stand eine kleine Kiste. Das musste es sein! Die Fünf liefen darauf zu, hoben die Kiste hoch und sie war tatsächlich gar nicht so schwer. Elara und Elan übernahmen das Tragen, Lia die Taschenlampe und gemeinsam kletterten sie wieder aus dem Dachboden raus. Die Kiste da allerdings unfallfrei raus zu bekommen war dann doch schon eine Kunst für sich. Darum stellten sie sie ab, Naveen, Lia und a Isalie kletterten aufs Bett und Elara und Elean übergaben ihnen vorsichtig die Kiste. Dann kletterten auch sie zu den anderen. Sie stellten die Kiste aufs Bett und Isalie ging wieder zum Fenster.
"Was machen wir jetzt damit?", fragte Elara und zeigte auf die Kiste.
"Da kommt jemand", warnte Isalie die anderen und sie sahen sich erschrocken an.


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