*another hero-story* || closed

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mind-gamer

21, Weiblich

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Re: *another hero-story* || closed

von mind-gamer am 01.06.2020 19:31

Hex
Warum noch mal hatte ich diese bescheuerte Einladung angenommen? Ich wette, dass ich besser dran gewesen wäre, wenn ich weiterhin in der kleinen Wohnung - so klein war sie ja dann doch wieder nicht - geblieben wäre. Dann säße ich jetzt nicht in diesem menschenleeren der allen Anscheins nach ein Klassenzimmer representieren sollte und würde jetzt nicht darauf warten die nächsten Jahre zu einer Superheldin ausgebildet zu werden. War das hier irgendeine Fantasy-Story mit Magical-Girls und so nem scheiß? Mal wirklich, was machte ich hier? Ich verschränkte die Arme auf der Brust und verfluchte schweigend die bescheuerten Direktoren dieser wanna-be-academie, meine Eltern und den dummen Kerl vom Empfangstresen, an dem ich bei meiner Ankunft Frust abgelassen hatte. Geschlagene zehn Minuten verbrachte ich alleine in dem verlassenen Zimmer. Gerade ärgert ich mich noch über mich selbst, nicht einfach später aufgestanden zu sein, aber dann fiel mir wieder ein, dass ich gestern Abend um Punkt acht Uhr Abends die Wohnung geräumt hatte, die ganzen Mahnungen und Fristen in den Briefkasten des nervigen Vermieters gestopft und mich verdünnisiert hatte. Die Nacht verbrachte ich mit Koffern und Taschen bepackt in der Innenstadt. Bis heute Morgen um sieben war ich ziellos umherrgeirrt ohne einen festen Plan zu haben, wie es von hier aus nun weitergehen sollte. Irgendwann hatte ich meinen eigenen Missmut nicht mehr ausgehalten und hatte die Nase voll davon verloren durch die Gegend zu wandern. Dann bin ich im Hauptgebäude der Akademie gelandet, hatte an der Rezeption meine Zimmerschlüssel verlangt und meinen Studentenwohnbereich bezogen. Nicht zu vergessen, direkt mein Zimmer ein wenig umdekoriert, da mich die Einrichtung anwiderte. Ich sah keinen Sinn weiterhin in meinem Zimmer die Zeit totzuschlagen und zog es vor mich auf den Weg zu Raum 35-1 E zu machen. Und nun saß ich hier und wartete auf die anderen Dummköpfe, die sich wahrscheinlich schon ihre Actionhelden-Szenen aus den Comicbüchern herbeisehnten, nur darauf wartend die Welt zu retten. Wie ich schwarz-weiß-Denker hasste. Lasst doch jeden Menschen machen was er will, und wenn es irgend so ein Vollidiot schafft die Welt an sich zu reißen - wen juckts? Ich war gerade tief in mein Selbstgespräch versunken als jemand den Raum betrat. Schlagartig fühlte ich mich irgendwie seltsam. Widerliche poitive Stimmungen nahmen in mir die Überhand und ich wehrte mich vehement dagegen, dass sie mich völlig vereinnahmten. Irgenetwas blendete mich für den Bruchteil einer Sekunde und ich hatte keine Ahnung, woher das Leuchten kam. Dann schaffte ich es meine dunkle Aura wieder um mich herum aufzubauen und stand auf, um mir diese Person genauer anzusehen. Kein Zweifel, dass diese Stimmungen von ihr kamen. Mich störte eines daran ganz gewaltig - ich hatte normalerweise vollste Kontrolle über meine Fähigkeiten und hatte ungewöhnlich starke Kräfte. Bisher kannte ich nur wenige Menschen, die auch wie ich Übernatürlich waren, doch ich war jedem von ihnen um Längen überlegen. Aber jetzt war da sie, dieses kleine schüchterne Mädchen und ausgerechnet sie sollte stärkere Macht haben als ich? Wenn ich eines hasste, dann wenn jemand besser als ich war und das würde sie gleich ganz persönlich am eigenen Leib erfahren. Ich trieb sie in die Enge und genoss den hilflosen furchtsamen Blick in ihren Augen. Meine Aura umschloss sie nun und sie hatte keine Chance ein weiteres Mal meine Kräfte zu übertreffen. Mit finsterem Blick musterte ich sie. Mit einem Mal nahm ich ein Flackern war, dass offenbar von ihren Handgelenken ausging. Unmerklich stockte ich und wich zurück, bevor ich mich wieder fasste. Sie schien es vor lauter Angst nicht bemerkt zu haben. Doch ich wollte plötzlich Abstand zu ihr aufbauen. Ihre Nähe war mir mehr als nur unangenehm. Deshalb zischte ich ihr bloß ein: "Komm mir ja nicht in die Quere, oder ich schwöre dir, du wirst es bereuen! Versuch ja nicht in irgendeiner Weise besser zu sein als ich, verstanden?" Ohne ihre Antwort abzuwarten drehte ich mich um und ging zu meinem Platz zurück. Mit jedem Schritt wurde meine Unruhe weniger und als ich mich niederließ war da nur noch bloße Ratlosigkeit. Was war mit ihr, dass mich so aus der Fassung brachte?

~I'm a thinker not a talker~

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Pads

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Henry da Cruz

von Pads am 06.06.2020 13:52

Ich hatte noch meine Kopfhörer auf als ich am Morgen aufwachte. Die letzte Nachte war eine wilde gewesen. Leider keine Partynacht für mich, meine Mom jedoch hatte wieder einmal viel zu sehr gefeiert. Ich hatte ab Acht Uhr Abends immer wieder auf die Uhr geschaut, da meine Mom eigentlich schon seit zwei Stunden hätte zu Hause sein müssen. Ich hatte mir bereits gedacht, worauf das ganze hinaus laufen würde, aber wie jede verdammte Woche hatte ich gehofft. Meiner Schwester sagte ich immer, dass das alles mit Mom abgesprochen war, sie war dann wenigstens im Bett sobald unsere Mutter heim kam. So bekam sie wenigstens nicht so viel von ihrem Alkoholproblem mit. Ich hatte den Abend damit verbracht mit meiner Schwester Serien zu schauen oder zu spielen. Ich konnte mir besseres vorstellen, vorallem wenn ich daran dachte, dass diese wenige Zeit Freitagsabends eine der wenigen Zeiten war, die ich frei hatte. Dank meines Jobs, den ich angenommen hatte um mir erstens selbst etwas leisten zu können, aber auch um meiner Schwester was zu ermöglichen und um den Teil der Miete zahlen zu können, den meine Mom versäuft. Es war ein anstrengendes Leben, aber die viele Bewegung tat mir gut und immer wenn ich zu zweifeln begann, versuchte ich mich davon zu überzeugen, dass das eine gute Übung für die Zukunft war. So hatte ich wenigstens nicht so einen schlechten Start in mein Leben wie meine Mom es hatte. Ich wusste mir zu helfen und wie ich durch komme mit nur wenig Kohle. 
Dank der wilden Partynacht meiner Mutter hatte ich jetzt Kopfschmerzen, da ich zu wenig geschlafen hatte. Ich hatte darauf gewartet, dass sie nach Hause kommt, damit sie nicht hackedicht vor der Haustür zusammensackt weil sie keinen Schlüssel dabei hatte oder diesen nicht einmal aus der Tasche bekam. 
Zu meinem eigenen Glück war ich noch geistesgegenwärtig genug gewesen meinen Wecker früh genug zu stellen um nicht zu spät zu kommen. Trotzdem war es ein Kampf aus dem Bett zu kommen. Ich war hundemüde und hatte nur drei Stunden geschlafen, wenn es hoch kommt. Gewohnt war ich das zwar, aber trotzdem tut das keinem auf Dauer gut. Zumindest mir nicht. Und da ich auch gespannt war, was mich in der Akademie erwartete, konnte ich zuerst nicht wirklich einschlafen und schlief etwas unruhig. 
Von dem Wecker genervt drehte ich mich von diesem weg, realisierte aber im selben Moment, dass ich heute vielleicht pünktlich aufstehen sollte. Fertig machen dauerte bei mir nicht allzu lange, mit der Katzenwäsche war ich sehr schnell fertig. Meine Tasche hatte ich ebenfalls schon gepackt. So stand ich schnell in der Küche, machte für uns drei Frühstück. Es schmerzte mich, meine Schwester bei meiner Mutter alleine zu lassen. Meine Tante hatte zwar versprochen ab und zu mal nach meiner Familie zu sehen, aber meine Tante wäre nicht die ganze Zeit hier. Das einzige, was mich irgendwie zu beruhigen vermochte war der Fakt, dass die Akademie nur eine Viertelstunde von unserer Wohnung entfernt war und ich meine Schwester jederzeit anrufen konnte.

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