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Re: RP Partner gesucht
von Feder am 08.09.2019 19:47Asteria
Ich hörte ihm genauestens zu, versuchte mir alles so gut wie möglich zu merken und wow, das war echt viel. Es gab wirklich noch so viele andere Rassen? So verschiedene? Ich war fast schon traurig als er fertig war mit erzählen, doch hielt ich mich an unsere Abmachung und erzählte ihm von meiner Rasse, auch wenn ich ein paar kleine Deatils, Geheimnisse meines Volkes, für mich behielt. Zwar redete ich nicht ganz so lange wie er, doch trotzdem hatte ich ihm einiges erzählt.Â
~Winter is coming~
Re: RP Partner gesucht
von Feder am 08.09.2019 16:35~Winter is coming~
Re: RP Partner gesucht
von Feder am 08.09.2019 15:52~Winter is coming~
secret love // diorbabe & me
von Feder am 08.09.2019 15:49Name:
Alter:
Aussehen:
Stärken:
Schwächen:
Ihr Name lautet Naraya, ihren Nachnamen hat sie nie erfahren, da sie ihre Eltern bereits als kleines Kind verlor
Alter:
Momentan ist das junge Mädchen 17 Jahre
Aussehen:
Naraya hat hüftlange Haare, welche in einem schönen Rot schimmern und leichte Wellen haben. Ihre Augen strahlen im hellen blau mit grauen Sprenkeln. Diese sind von langen, dichten Wimpern umgeben. Ihre Wangenknochen sind leicht zu sehen, ebenso ein paar Sommersprossen auf ihrer Wange und ihrer Nase. Ansonsten trägt sie oft ein schlichtes Kleid und ihre Haare in einem schlicht geflochtenen Zopf.
Stärken:
Das Mädchen ist schlau und widersetzt sich nicht demjenigen, für den sie arbeitet. Außerdem ist dies ihre einzige Chance Nahrung und ein Dach über den Kopf zu bekommen. Auch weiß sie wie sie ihre Haare, Augen und weibliche Figur einsetzen muss, vor allem gegen Männer, auch wenn sie dies nicht besonders gerne und nur im Notfall macht.
Schwächen:
Viel zu oft hat sie schon Menschen verloren und dies bereits in jungen Jahren. Nun hat sie Angst, sollte sie jemals wieder jemanden näher an sich lassen, diesen ebenfalls zu verlieren und erneut verletzt zu werden.
Sonstiges:
Naraya fängt nun neu beim Schloss an, da dieses neue Leute braucht. Auch hat sie eine kleine Katze, welche sie mit ins Schloss schmuggelt und den Namen Nymeria trägt.
~Winter is coming~
Re: RP Partner gesucht
von Feder am 08.09.2019 15:42~Winter is coming~
Re: RP Partner gesucht
von Feder am 08.09.2019 15:11~Winter is coming~
Re: Feder x Mohni ll Das ist die Welt der Wesen *-*
von Feder am 08.09.2019 15:09~Winter is coming~
Re: ~ Against the Truth ~
von Feder am 08.09.2019 14:52Chander
Zur Antwort nickte ich nur, ehe ich mich in Bewegung setzte. Zwar konnte man von hier das Wasser noch lange nicht hören, doch es befand sich nicht weit von diesem Ort. Die Wunde an meiner Hüfte riss immer weiter, während ich leicht humpelnd voranging, um zum Fluss zu gelangen. Eigentlich war es nur eine Prellung oder ähnliches geworden, samt einem nicht allzu großen Kratzer, aber was auch immer damit in Berührung gekommen war, es brannte wie Feuer. ich biss die Zähne zusammen um den Schmerz zu ertragen, denn ich wollte ungern als Memme dastehen. Für die Arena hier brauchte man Durchhaltevermögen und einen starken Willen - vielleicht auch ein klein bisschen Skrupellosigkeit. Obwohl ich jedoch schon mal hier war, hieß das noch lange nicht, dass ich gekämpft hatte. Auch dieses Jahr hoffte ich darauf, vor den richtigen Kämpfen entlassen zu werden, allerdings wusste man das vorher nie genau. Außerdem war es so, dass mir wohl keine andere Wahl bleiben würde, als zu kämpfen und einen tragischen Tod zu sterben. Zu lange war ich dem Schicksal bereits gewichen.
Eine Weile gingen wir schweigend und ich führte Scarlett zum Flussbett. "Wir sind da", sagte ich lediglich, während ich meinen Blick schweifen ließ. Was ich als nächstes tun sollte, war mir noch etwas unklar, daher entschied ich abzuwarten, was genau meine neue Bekanntschaft denn nun ausprobieren wollte.
Scarlett
Ich nahm seine Hand und ignorierte dabei dieses leichte kribbeln im Bauch. Es hatte bestimmt damit zu tun, dass ich aufgeregt war. Ich wusste nicht ob mein Vorhaben funktionieren würde oder nicht. Jedenfalls kniete ich mich hin und hielt unsere Hände ins Wasser. Nun schloss ich meine Augen und konzentrierte mich. Ich dachte daran was das Wasser machen sollte: heilen.
Als ich meine Augen ganz kurz öffnete war ich zuerst enttäuscht, denn es geschah nichts, doch als ich mich noch einmal konzentrierte floss das Wasser langsam seinen Arm nach oben zu seiner Wunde. Als das Wasser diese erreicht hat, fängt es an leicht blau zu leuchten, bis es schließlich wieder zurück ins Wasserbett fließt. Zufrieden mit mir lächle ich ihn an. Keine Blamage, zum Glück.
Chander
Verwunderung machte sich in mir breit, als das Mädchen meine Hand in die ihre nahm. Ein eigenartiges Gefühl durchströmte mich bei dieser Berührung, aber ich war mir nicht sicher, ob es wegen ihrer Magie oder etwas anderem war. Mir blieb kaum Zeit, um verwundert zu sein, da sie unsere Hände auch schon ins seichte Wasser zog. Glücklicherweise musste ich mich nur bücken, denn ich wollte mir nicht ausmalen, was geschehen wäre, hätte ich in die Hocke gehen müssen. Ziemlich schmerzhaft, wenn ich raten müsste. Prompt kam ich mir vor wie die reinste Memme, aber ich sagte ja gar nichts laut. Welch Erleichterung für mich, denn was sollte Scarlett denn dann von mir denken? Zumal ich mich eigentlich gar nicht so verhielt... Ich beschloss, alles auf diese dämliche Arena zu schieben, dessen Existenz völlig überflüssig war. Und da war ich ausnahmsweise nicht einmal allein mit meiner Meinung.
Etwas kühles schlängelte sich meinen Arm empor, nachdem das rothaarige Mädchen zum zweiten mal die Augen geschlossen hatte, um sich auf was-auch-immer zu konzentrieren. Anfangs war ich nur verwirrt und wusste nicht recht, was ich davon halten sollte, denn ich wollte nur ungern das Versuchskaninchen eines Experiments sein. Aber dann spürte ich, wie die Schmerzen an meiner Hüfte langsam nachließen und schließlich ganz verschwanden, ehe das Wasser zurück in den Fluss floss.
"Wasser also", stellte ich das Offensichtliche fest und schenkte ihr ein anerkennendes Nicken. Leicht lächelte ich, während ich mich darin bemühte, dass es nicht schief wurde.
Warum hatte ich nur das unangenehme Gefühl, dass hier alle ihre Kräfte ausgezeichnet beherrschten, außer ich?
"Aber was ich mich frage, ist, weshalb du einen heiler aufsuchen musst, wenn du doch die Fähigkeit besitzt, zu heilen?", stellte ich die Frage, die mich gerade am meisten interessierte.
Scarlett
Ich wollte am liebsten sagen: 'Nicht nur Wasser', doch dies verkniff ich mir, denn ich sollte nicht gleich alles von mir verraten. Bei seiner nächsten Frage verblasste mein lächeln und ich mied seinen Blick, starrte auf das Wasser. Würde ich sagen ich könnte mich selbst nicht heilen, würde ich so auch eine Schwäche von mir zugeben und dies war nicht gut, zumindest im Moment nicht, nicht in der Arena. Doch es verwunderte mich, er war aufmerksam, er hatte sich das mit dem Heiler gemerkt. ,,Ich wollte meine Kraft schonen", log ich und meine Stimme klang unfreundlicher als gewollt, was ich auch sofort bereute. Also zwang ich mich ihn anzusehen und als ich seine Augen sah, vergaß ich für einen Moment was ich sagen wollte, doch nur ganz kurz. ,,Entschuldige, war nicht so gemeint. Naja, ich hatte einen Kampf hinter mir und da wollte ich eben so viel Kraft sparen wie möglich." Es war schwer. Ich log ihn total an. Am liebsten hätte ich wirklich die Wahrheit gesagt, aber es ging nicht, noch nicht.
Chander
Aufmerksam musterte ich sie bei ihrem angeschlagenen Ton.
"Schon in Ordnung", sagte ich, dabei war mir klar, dass sie etwas verheimlichte. Hinter ihrer Kraft musste noch mehr stecken, sonst hätte sie auf meine Frage nicht so reagiert. Aber ich konnte sie auch verstehen - immerhin waren wir in dieser Hinsicht Feinde und niemand wollte jegliche Schwäche oder Angriffspunkte von sich preisgeben. Daher ließ ich das Thema auf sich beruhen, denn es war nicht völlig ausgeschlossen, dass ich noch paranoid wurde. Statt weiter nachzubohren lächelte ich Scarlett dankbar an.
"Danke", sagte ich ehrlich, was ich zuvor versäumte zu erwähnen. Manchmal könnte ich meinen Kopf vor Unfreundlichkeit in den Sand stecken, wenn ich könnte. Und wenn sich mir die Möglichkeit dazu bot. Es war mir unangenehm nicht zu wissen, was ich als nächstes tun sollte. Großartig was tun konnte man in dieser Arena ohnehin nicht, aber im Moment war mir die Lust nach Kämpfen gründlich vergangen.
"Also... bist du jetzt dran, vorzuschlagen, wohin wir gehen", wandte ich mich an Scarlett. ich war mir nicht sicher, ob sie jetzt lauthals lachen würde und sagen, dass wir keinesfalls zusammen irgendwohin gehen, was ich verstehen könnte. Allerdings würde daraus eine unglaublich peinliche Situation für mich ergeben, was ich bisher versucht hatte zu vermeiden.
Da es meiner Hüfte wieder so weit gut ging, streckte ich mich erst einmal. Der stechende Schmerz war vollkommen verschwunden, und ich war froh darüber.
Scarlett
Ich war erleichtert, als er es mir wohl nicht übel nahm. Leicht lächelnd stand ich auf und ließ meinen Blick umher schweifen. Ja, was könnte man hier denn schon großartig machen? Wir konnten nur hier in der Arena bleiben, denn ich durfte nicht zu ihm ins Lager und er nicht zu mir, so waren die Regeln. ,,Naja, besonders viele Möglichkeiten haben wir nicht... Wie wäre es, wenn wir uns einen gemütlichen Platz suchen und uns dort einfach unterhalten? Viel mehr, außer natürlich kämpfen, können wir nicht machen", schlug ich vor und wusste nicht recht, ob es ein guter Vorschlag oder ein dämlicher war.
Chander
"Einverstanden", nickte ich und stimmte so ihrem Vorschlag zu. Allerdings wusste ich nicht genau, welcher Platz hier als "gemütlich" anzusehen war. Außer der Tatsache, dass wir nicht in unsere gegenseitigen Lagern konnten, waren diese Hütten auch alles andere als bequem. Ich fragte mich schon jetzt, wie ich am Abend überhaupt einschlafen wollte.
"Hast du einen bestimmten Ort im Sinn?", fragte ich Scarlett, da ich mir nicht sicher war, wie gut sie sich hier auskannte. Immerhin war das Gelände riesig und nicht jeder war von diesen Kämpfen lebend wieder rausgekommen. Damals hatte ich lediglich riesiges Glück gehabt, unter den Siegern hervorzugehen. Aber das bedeutete nicht gleich, dass es dieses Jahr genauso sein musste.
Leicht schüttelte ich meinen Kopf und lächelte dann wieder das rothaarige Mädchen vor mir an. Vielleicht würden wir gegeneinander kämpfen und vielleicht würde einer von uns oder gar wir beide sterben, aber es war mir lieber wir würden in Frieden auseinandergehen, als uns die ganze Zeit feindselig anzustarren. Am Ende würde ohnehin nichts was bringen und vom Kämpfen brachte es uns auch nicht ab.
Scarlett
Ich ließ meinen Blick durch die Arena schweifen. Wirklich gemütlich sah es nirgends aus und am wenigstens los war hier, beim kleinen Fluss. Kopfschüttelnd überquerte ich den Fluss mit einem großen Schritt. Dahinter war eine kleine Fläche, dann kam die Wand der Arena. Vielleicht würde dieser kleine Fluss mir später in einem Kampf helfen. Ich lehnte mich also gegen die Wand und setzte mich auf den Boden. ,,Ich denke hier ist es ganz angenehm", lächelte ich und sah zu Chander nach oben.
Chander
Ich setzte ihr leichtfüßig nach und ließ mich neben ihr zu Boden gleiten. dann ließ ich meinen Blick kurz zum Himmel hinauf gleiten, ehe ich ihn wieder neben mich richtete.
"Also... hast du Geschwister?"
Es war viel mehr eine unverfängliche Frage und vielleicht etwas außergewöhnlicher als das, was man sonst zu Beginn eines Gespräches stellte, aber wann immer ich mich hier in dieser Arena aufhielt, musste ich an meine Familie denken. Man könnte meinen, es wäre ein Schauplatz mit Tribünen drumherum, ähnlich wie das römische Amphitheater. Aber... es war unbeschreiblich, wie es hier wirklich war.
Ich vermisste es, draußen zu sein, außerhalb dieses Geländes. Selbst die unnötigen Diskussionen, die ich so oft mit Raelyn führte und nur noch lästig waren, fehlten mir. Denn mir war nur zu bewusst, dass ich sie vielleicht nie wieder sehen würde.
Mir fiel auf, dass ich während eines Aufenthalts hier viel zu schnell melancholisch wurde. Um das zu ändern, versuchte ich, an etwas schönes zu denken. Allerdings war das gar nicht einmal so einfach, wenn man an einem Ort festsaß, an dem nur Tod und Mord herrschte.
Scarlett
Ich starrte auf den Boden und bei seiner Frage sah ich Elise und Xander vor mir. Wie ich sie doch vermisste. ,,Ja. Einen älteren Bruder." Ich hielt es nicht für nötig meine jüngere Schwester zu erwähnen, denn sie lebte nicht mehr und wer wusste schon, ob er dies gegen mich verwenden würde. In einem Kampf musste er nur ein paar Worte über sie sagen und ich würde blind vor Wut sein. Und wie war es so oft? Leute, welche blind vor Wut waren, verloren meist.
Chander
Ihre Antwort nickte ich bloß mitfühlend ab. Sie schien auch nicht gerade glücklich darüber zu sein, hier festzusitzen.
"Ich verstehe dich", sagte ich mit Blick auf ihr gedankenverlorenes Gesicht. Wahrscheinlich war alles, das man untereinander austauschte, mit Berechnung verbunden, allerdings sah ich darin keinen Bedarf. Nur jemand, der sich sicher war zu verlieren, wandte solche unehrenhafte Mittel an. Das glich der Manipulation und gehörte zumeist nicht unbedingt zu jene Werte, die ich schätzte.
"Vielleicht interessiert es dich nicht, aber ich habe auch Geschwister. Eine jüngere Schwester, um genau zu sein."
Rae war jemand, der sehr viel Reden konnte. In dieser Hinsicht glich ich ihr manchmal, allerdings behielt ich auch gerne mal etwas für mich, während sie immerzu alles jedem erzählte. Beim Gedanken an ihren Drang zur Dramatisierung musste ich unwillkürlich lächeln. Es war zu schade, sie jetzt nicht an meiner Seite wissen zu können, doch es war wesentlich besser, dass sie wenigstens sicher war. Bald, wenn ich hier leben herauskäme, würde ich ihr einen würdigen Ehemann suchen. Vielleicht war das in ihrem Alter noch etwas jung, dafür aber würde sie niemals den Grauen dieser Arena ausgesetzt werden.
Scarlett
Als er lächelte legte ich meinen Kopf schief. ,,Du musst sie ganz schön mögen", bemerkte ich, fragte jedoch nicht nach wie sie so war, denn vielleicht wollte er dies nicht erzählen. Immerhin war ich seine Gegnerin und dazu kam noch, dass wir uns nicht allzu lange kannten.
Ich sah in den Himmel, welche keine einzelne Wolke zeigte. Doch ich spürte eine Veränderung der Luft, welche mir zeigte, dass es bald regnen würde. Noch ein Vorteil meiner Kraft. Würde es während meinem Kampf regnen, wäre es perfekt, dann hätte ich quasi schon gewonnen, doch dazu bräuchte ich viel Glück.
Chander
"Ja, das tue ich tatsächlich. In meinen Augen ist sie etwas ganz besonderes, trotz ihrer eigensinnigen Art." Ich neigte den Kopf in ihre Richtung, noch immer lächelnd.
"Nur leider kann sich niemand von uns sicher sein, wie lange er noch zu leben hat..."
Scarlett sah hinauf in den Himmel und ich tat es ihr nach. Eine leichte Brise war zu spüren und ich genoss die kaum spürbare Kühle, die sie spendete. Ich konnte schon froh darum sein, dass diese Kämpfe wenigstens nicht im Winter abgehalten wurden.
"Tut mir leid, dass ich dich mit meiner Melancholie langweile", entschuldigte ich mich beim rothaarigen Mädchen, das allein schon durch ihr Äußeres ziemlich viele Männer angezogen haben musste. "Normalerweise bin ich nicht so", fügte ich noch hinzu. Mir war nicht klar, wofür ich mich eigentlich rechtfertigte, doch irgendein Gefühl sagte mir, dass ich mich erklären müsste. Irgendwie eigenartig, denn noch nie zuvor war dies vorgekommen.
Scarlett
Ich senkte meinen Blick wieder und sah ihn an. ,,Du musst dich nicht entschuldigen. Daran habe ich auch schon gedacht, es könnte sein, dass wir in ein paar Tagen nicht mehr reden können, so hart das auch klingt." Ich sprach nicht den genauen Grund aus, doch wir wussten ihn beide. Und obwohl ich gesagt hatte er müsse sich nicht entschuldigen fand ich es süß, denn ich war die Jungs aus meinem Dorf gewohnt, welche sich nie wirklich entschuldigten. ,,Mein Freund has.st deinen Stamm, aber wenn dort alle so sind wie du weiß ich nicht was er hat", bemerkte ich und wurde etwas rot, da es etwas kitschig geklungen hatte.
Chander
Leicht nickte ich auf ihre Aussage hin. Der Wahrheit ins Gesicht zu blicken war manchmal gar nicht so leicht, doch es musste sein. Als sie ihren Freund erwähnte, schenkte ich ihr einen verwunderten Blick.
"Ach ja? Nun, wir sind ein... ziemlich unterschiedlicher Stamm, würde ich sagen. Aber Pharianer verhalten sich stets höflichen untereinander - es sei denn, sie können eine bestimmte Person überhaupt nicht ausstehen."
Vage deutete ich auf den Heiler an, der hier in der Arena arbeitete. Es tat mir seltsamerweise überhaupt nicht leid, ihn bloßgestellt zu haben. Er hatte nur das bekommen, was er in meinen Augen verdiente.
Auch wenn es mich wahrscheinlich überhaupt nichts anging, juckte es mich dich, sie nach ihren Freund zu fragen.
"Was ist das eigentlich für ein Freund, von dem du erzählst?", fragte ich selbst auf die Gefahr hin, dass sie mein Verhalten als unhöflich werten könnte.
Scarlett
,,Na dann hoffe ich du kannst mich ausstehen", scherzte ich, wurde dann aber wieder ernster. Meine Gedanken waren nun bei Kian. Seit wir kleine Kinder waren hatten wir fast alles gemeinsam gemacht. Und nun war ich hier und er im Dorf, oder aber mit meiner Mutter und meinem Bruder auf dem Weg zur Arena um zuzusehen. ,,Er heißt Kian. Wir sind zusammen aufgewachsen", erklärte ich und sah mit einem lächeln auf den Boden.
Chander
"Das würde ich an deiner Stelle auch tun", gab ich gespielt arrogant von mir und lachte dann leise über meine eigene Aussage. Eine Weile blieb es still zwischen uns. Vermutlich war sie in Gedanken mit etwas beschäftigt, und ich wollte sie ungern dabei stören. Als Scarlett wieder sprach, sah ich sie leicht überrascht an und nickte schließlich mit einem kleinen Lächeln. Sie hatte also einen Freund... es hätte mich vielmehr gewundert, wenn nicht. Vermutlich hätte ich es übersehen sollen, doch mir entging ihr Lächeln nicht, als sie den Blick senkte. Ich atmete einmal tief durch und wandte mich mit einem schiefen Grinsen wider an die Rothaarige.
"Dann drücke ich dir die Daumen, dass du als Sorianerin heil durch die Kämpfe kommst - damit ihr wieder vereint sein könnt", fügte ich noch hinzu. Jedes einzelne meiner Worte meinte ich ehrlich, denn bisher schien mir das Mädchen mehr als sympathisch zu sein.
Scarlett
Mehrere Tage waren vergangen und heute war der erste Kampf. Das schlimme daran: Soria kam dran. Man wusste noch nicht wer aus Soria kämpfen würde, weshalb ich zugeben musste, dass ich durchaus auch Angst hatte. Ich machte mich also fertig und verließ meine Hütte, um in die Arena zu gehen, in welcher später gekämpft wurde. Doch wollte ich noch einmal Chander sehen, denn wusste ich, wie gesagt, nicht, ob ich kämpfen würde müssen. Und er war inzwischen ein wirklich guter Freund für mich geworden. Also lehnte ich an der Wand der Arena und wartete dort ungeduldig auf ihn. Nervös spielte ich mit meinen Fìngern und starrte auf den Boden. Umso länger ich nachdachte, umso größer wurde meine Angst.
Chander
Konzentriert steckte ich mein Schwert in die Schei.de, das ich zuvor noch geschliffen hatte, und betrat den Platz vor meiner kurzfristigen Unterkunft. Heute war der Tag, an dem der erste Kampf stattfinden würde. Zwar waren mehrere aus allen Stämmen anwesend, es würden allerdings nur drei von uns kämpfen. Wer am Ende überleben würde, konnte keiner mit Gewissheit sagen. Es störte mich etwas, dass mein Stamm bereits beim ersten Kampf teilnehmen musste. Vielleicht würde ich diesen Tag nicht mehr überleben, die Nacht nicht überstehen, sollte ich an der Reihe sein. In den letzten Tagen hatte ich mich langsam mit Scarlett angefreundet, meine Kräfte jedoch hatten sich kaum gebessert. Schon in den letzten Jahren waren sie mir vielmehr ein Klotz am Bein gewesen und ich glaube nicht, dass sich diese Tatsache so bald ändern würde.
Mit einem Seufzen überquerte ich den Platz und machte mich auf den Weg zur Arena. Vermutlich würde heute sich Raelyn erscheinen und ich wusste noch immer nicht, wie ich ihr gegenübertreten sollte, falls wir uns sehen. Aus tiefstem Herzen hoffte ich, dass ich nicht kämpfen musste. Noch nicht... wenn, dann noch nicht heute.
Bei meinem Eintreten bemerkte ich als erstes das rothaarige Mädchen, das sich gegen einer der Wände gelehnt hatte. Scheinbar hatte sie auf mich gewartet und mit einem überraschten Gesichtsausdruck sowie einem ehrlichen Lächeln ging ich auf die zu.
"Hey", begrüßte ich sie und runzelte kurz meine Stirn, "du auch hier?"
Scarlett
Ich wartete schon eine Weile, zumindest kam es mir so vor, und ich überlegte kurz einfach wieder zu gehen, verwarf diesen Gedanken dann aber wieder. Was gut war, denn kurz darauf betrat Chander tatsächlich die Arena und kam zu mir. Trotz meiner Angst schlich sich ein leichtes Grinsen auf mein Gesicht. ,,Ja, sieht ganz so aus. Also um ehrlich zu sein habe ich auf dich gewartet, denn...ja, mein Volk ist heute mit kämpfen an der Reihe...und du weißt bestimmt was das bedeutet", sagte ich etwas unsicher und fragte mich selbst wieso ich es so schwer aussprechen konnte. Das war seltsam. Ich schüttelte kurz meinen Kopf, um meine Gedanken ordnen zu können. ,,Und du? Wann ist dein Volk an der Reihe?", fragte ich und lenkte damit etwas vom Thema ab. Zumindest ein bisschen.
Chander
Theatralisch seufzte ich auf und lehnte mich neben ihr gegen die Wand.
"Mir geht es so wie dir", gab ich zurück und verschränkte die Arme vor der Brust. "Sieht wohl so aus, dass unsere Stämme-"
Ich kam noch weiter, sondern stockte mitten in meinem Satz. Erst jetzt schien ich zu realisieren, was Sache war, und sah Scarlett mit großen Augen an.
"Es wird aber nicht... ich meine, du und ich... wir werden nicht... oder doch?" Verzweifelt raufte ich mir die Haare und lief vor dem rothaarigen Mädchen auf und ab. Weshalb war es mir nicht früher eingefallen? Die Möglichkeit, dass wir gegeneinander kämpfen müssten und einer von uns beiden auf jeden Fall draufgehen würde, war nicht gerade gering. Selbstverständlich, wenn wir uns an diesem Kampf nicht beteiligen würden, würde diese Kombi für die diesmaligen Kämpfe wegfallen. Dennoch... langsam beschlich mich die Angst und ich war nicht mehr so ruhig, wie ich es vor dem Aufstehen vielleicht noch gewesen war.
Scarlett
Ich beobachtete ihn und somit machte er auch mich nur noch nervöser. ,,Können wir nicht einfach...positiv denken?", fragte ich und schüttelte dann selbst über meinen Vorschlag den Kopf. Nein. Wie sollten wir da positiv denken? Dennoch griff ich nach seiner Hand und hielt ihn so auf weiter vor mir hin und her zu laufen. ,,Du machst mich noch nervöser", erklärte ich ihm und sah Chander an, sah dann auf unsere Hände und ließ seine Hand schnell los, bevor es noch peinlich werden würde.
Chander
Positiv denken... im Grunde genommen hatte sie ja recht, nur gab es meiner Ansicht nach nichts an dieser Sache, die positiv hätte sein können.
"Du hast ja recht" gab ich mit einem seufzen zu und sah sie an, als sie mich vom Gehen abhielt. Scarletts Blick fiel auf unsere Hände und ich musste leicht schmunzeln. Eilig, wie als hätte sie sich an meiner Hand verbrannt, zog sie ihre wieder zurück und ich musste trotz der vorherrschenden Situation ein leises Lachen unterrücken. Tief atmete ich nochmals durch und blickte ihr direkt in die Augen.
"Tut mir leid. Dann hoffen wir einfach, dass wir nicht gegeneinander antreten müssen, in Ordnung?" Ich schenkte ihr ein aufmunterndes Lächeln und drückte nun meinerseits kurz ihre Hand.
Scarlett
Kurz hatte ich meinen Blick gesenkt, hob ihn jedoch recht schnell wieder. Ich hörte seinen Worten zu und dank seinem Lächeln konnte ich nicht anders als auch zu lächeln. ,,In Ordnung. Aber bitte versprich, dass falls wir beide gegeneinander kämpfen sollten, du richtig kämpfst, okay? Ich weiß nicht was die Leute hier machen wenn den Zuschauern der Kampf nicht gefällt, aber ich möchte es nicht unbedingt herausfinden." Ich sah ihn ernst an, wartete auf seine Zustimmung.
Chander
Ihr Lächeln hatte merkwürdigerweise eine beruhigende Wirkung auf mich, wodurch ich nicht mehr ganz so aufgedreht war. Dennoch ließ sich die Sorge in meinem Inneren nicht abstellen, und ihre nächsten Worte trugen auch nicht gerade zu einem Erfolg bei. Entschuldigend sah ich sie an und zog meine Hand wieder zurück, um sie in meiner Hosentasche zu verstauen.
"Tut mir leid", gab ich mit einem kurzen Zögern zurück, "das kann ich dir leider nicht versprechen."
Allein die Vorstellung davon, ihr wehzutun, konnte ich nicht ertragen. Mittlerweile verstanden wir uns wirklich ziemlich gut und ich bereute es keinesfalls, dass wir uns nun so nahe standen. Allerdings hatte das zum Nachteil, dass ich rücksichtsvoll geworden war. Brutalität war nie etwas gutes, mit dieser Bindung jedoch hatte ich mir das Sterben noch viel leichter gemacht, da Scarlett wirklich eine ausgezeichnete Kämpferin war. Und im Gegensatz zu mir beherrschte sie auch ihre Kraft ganz gut.
Scarlett
Ich sah ihn an, nun nicht mehr lächelnd, nicht mehr freundlich. ,,Wenn du es nicht tust, wer weiß was die Leute hier dann mit dir anstellen." Ich konnte und wollte es mir nicht vorstellen, denn diese Leute hier waren schrecklich. Dann kam mir eine Idee, auch wenn ich nicht wusste, ob sie funktionieren würde oder ob sie überhaupt gut war. ,,Wie wäre es, wenn wir beide ein wenig kämpfen und dann beide aufgeben?", schlug ich vor und wartete auf seine Antwort. Doch war es wirklich eine gute Idee? Vermutlich nicht.
Chander
"Nein", bestimmte ich sofort, auch wenn ich wusste, dass sie es nur gut gemeint hatte. "Auf gar keinen Fall werde ich zulassen, dass du mit mir eine Strafe durchstehst. Außerdem steht doch noch gar nicht fest, ob wir gegeneinander kämpfen müssen."
Nervös begann ich wieder damit, auf und ab zu gehen. Ich konnte nicht eine Minute stillstehen, wenn ich nicht völlig hyperventilieren würde. Wenn ich das jedes Mal durchstehen müsste, wüsste ich wirklich nicht, was dann aus mir werden würde. Tief durchatmend versuchte ich mich wieder etwas zu beruhigen.
"Sieh es positiv", wiederholte ich ihre Worte murmelnd, wobei ich vielmehr mich selbst als Scarlett beruhigte. "es gibt noch so viele Pharianer sowie Sorianer. Diese Kombination gibt es nur ein Mal und wenn wir das überstanden haben, müssen wir uns nie wieder darum Sorgen machen..."
Da war wohl der Vorteil, nur mit Leuten des eigenen Stammes befreundet zu sein. Wie auch immer, ein Feigling wollte ich nicht sein. Was wäre ich dann für ein Mann?
Scarlett
,,Du hast recht, es steht noch nicht fest." Ich nickte und griff erneut nach seinem Arm, da er mich schon wieder so nervös machte. ,,Und du hast recht. Unsere Chance ist nicht gerade groß, das ist gut." Mein Blick fiel an ihm vorbei zu July, welche auf der Lichtung stand. Ich wusste nicht, ob sie einen Kampf schaffen würde. Ich schüttelte meinen Kopf und vertrieb diesen Gedanken. Nein, ich musste an sie glauben. Sie würde einen Kampf schaffen, ganz sicher.
Chander
Ich ließ sie gewähren, als sie nach meinem Arm griff. Wahrscheinlich kurbelte ich ihre Nervosität ebenfalls mit an, doch dagegen konnte ich nicht viel tun. Diese Leute, die hinter all dem standen, sollten endlich diese verfluchte Verkündung ausführen. Erspart würden uns diese Kämpfe ohnehin nicht bleiben.
"Alle Stämme finden sich bitte jetzt in der Arena ein", ertönte da eine Durchsage und ich wusste nicht genau, ob ich erleichtert oder noch aufgedrehter reagieren sollte.
"Es wird also ernst", murmelte ich und sah das rothaarige Mädchen direkt in die Augen. "Wir schaffen das. Egal was kommt. Einverstanden?"
Vielleicht beruhigte ich mich selbst mit meinen Worten mehr, als dass ich etwas in ihr auslösen könnte. Dennoch, das Leben von vielen stand auf dem Spiel und nur diese eigenartigen Leute fanden Vergnügen daran, uns wie im Colosseum sterben zu sehen. Kurz ließ ich den Blick schweifen und entdeckte nicht weit von uns Nandar und dieses fremde Mädchen, das wohl Scarletts Stamm angehörte. Bereits aus dieser Ferne konnte ich erkennen, dass der Pharianer etwas für die empfand und heimlich wünschte ich ihnen viel Glück. Leider geschahen solche Fälle während der Kämpfe auch, nur hatten sie noch mehr Pech als Scarlett und ich es taten.
Scarlett
Mein Herz klopfte bei der Ansage schneller. Jetzt würden wir es erfahren. Auf seine Frage hin nickte ich nur, mein Mund war gerade zu trocken und wahrscheinlich würde ich keinen Ton rausbekommen. Ewig lange blieb es still, was wirklich schlimm war. Wieso wurden wir so gequält? Automatisch drückte ich seine Hand fester, doch als mir dies auffiel lockerte ich meinen Griff sofort wieder. ,,Sorry", hauchte ich nur, konzentrierte mich dann jedoch wieder darauf auf die Information zu warten.
Chander
"Alles gut", erwiderte ich auf ihre gehauchte Entschuldigung. Die Spannung und auch die Anzahl der Anwesenden stieg, während wir nebeneinander auf die Verkündung warteten. Bald müssten alle eingetroffen sein und ich würde lügen, würde ich behaupten, dass ich nicht aufgeregt wäre. Es ging hier wortwörtlich um leben und Tod und ich wusste nicht, wie ich Raelyn gegenübertreten sollte, wenn ich mitkämpfen müsste. Vermutlich wäre ich zu diesem Zeitpunkt nichts weiter als eine verrottende Leiche...
"Nandar von Pharia und July von Soria werden die Teilnehmer dieser Kämpfe sein", kam Ankündigung unerwarteter Weise und ich verstand zunächst überhaupt nicht, was gesagt wurde. Mit Verspätung kam die Information in meinem Gehirn an und aus geweiteten Augen neigte ich den Kopf in die Richtung der beiden genannten. Nur ein einziger Gedanke kam mir in den Sinn, als ich die beiden ansah, denen diese Einteilung wahrscheinlich noch weniger gefielen als mir.
Alter, so viel Pech muss man erst mal haben.
Scarlett
Mein Blick fiel sofort zu July. Sie sollte kämpfen. ,,Das wird sie nicht schaffen", murmelte ich und July suchte die Arena ab, bis ihr Blick schließlich panisch bei mir hängen blieb. Sie hatte Angst. Sie wusste, dass sie so gut wie keine Chance hatte. Ich atmete tief durch. ,,Ich werde mich freiwillig melden gehen", beschloss ich und stieß mich von der Arena ab. Zwar war mein Vorhaben nicht die beste Idee, doch jetzt, da es so weit war, konnte ich July nicht zusehen. Selbst wenn sie nicht sterben würde, so würde sie nicht lange aushalten und sie war empfindlich, niemand wusste wie sie auf die Schmerzen reagieren würde.
Chander
Panisch sah ich sie bei ihrem Entschluss an und hielt ihre Hand fest umklammert. Geh nicht!, flehte mein Blick, doch ich brachte keinen einzigen Ton hervor. Ich wollte sie nicht kämpfen lassen, da ich Nandars Kraft kannte. Es war kein Scherz, sich mit ihm anzulegen, denn selbst ich hatte gegen ihn verloren. Unschlüssig stand ich da und hielt ihre Hand eisern gefangen, darauf bedacht, ihr dennoch nicht wehzutun. Zwar war ich nicht davon überzeugt, dass die beiden es selbst klären könnten, aber sie gehen lassen wollte ich nicht. Da war einfach ein Gefühl in mir, das mich dazu verleitete, so zu denken. Ein verzweifelter Ausdruck machte sich unwillkürlich auf meinem Gesicht breit und ich has.ste es, nichts unternehmen zu können.
Scarlett
Ich hielt mitten in meiner Bewegung inne und starrte Chander an. ,,July wird das nicht schaffen", hauchte ich und sah ihn bittend an, auch wenn mir selbst bei dem Gedanken nicht ganz wohl war. Ich hatte immerhin keine Ahnung wie stark Nandar war oder was seine Kraft war. Ich wusste nichts. Keine Schwächen. Etwas in mir wollte nicht gehen, doch der andere Teil wollte sich losreißen, in die Mitte rennen und sich freiwillig melden.
Chander
Ich wusste um ihr Dilemma, konnte ihr aber auch nicht helfen. Verzweifelt rang ich mit mir selbst und zog sie schließlich mit einem Ruck zu mir zurück.
"Verzeih mir, dass ich egoistisch bin", flüsterte ich ihr zu und schloss die Augen. Eine Weile presste ich die Lider ganz fest zusammen und dachte nach.
"Du hättest genauso wenig eine Chance gegen Nandar", sagte ich schließlich und sah sie wieder an. "Ich habe bereits einmal gegen ihn gekämpft, als Training, verständlicherweise. Er kann sein Gegenüber hypnotisieren, ohne einen kleinen Finger zu rühren. Wenn July bei ihm ist, wird er sicher etwas zurückhaltender sein."
Ehrlich gesagt hatte ich keine Ahnung, wie die Beziehung der beiden zueinander war und konnte den Wahrheitgehalt meiner Worte nicht als hundertprozentig bestätigt sehen. Allerdings war es deutlich besser, als Scarlett einem sicheren Tod in die Arme rennen zu lassen.
Scarlett
Ich drückte mich an Chander, schloss meine Augen und riss mich zusammen. Ich würde auf ihn hören, ihm vertrauen. ,,Okay", flüsterte ich und eine erneute Durchsage kam. Alle außer die beiden sollten die Arena verlassen. Ich blieb noch einen Moment still, hatte meinen Kopf an seine Brust gelehnt. Dann hob ich meinen Kopf und sah ihn an. Stumm löste ich mich von ihm und ging ein paar Schritte zurück. ,,Wir sehen uns später." Dann ging ich zu July, um sie noch ein letztes mal in den Arm zu nehmen, bevor ich die Arena verließ. Als alle in ihren passenden Lichtungen waren, wurden Gitter runtergefahren, damit niemand mehr die Arena betrat.
Chander
Sanft drückte ich das Mädchen, das deutlich kleiner war als ich, an mich und ihr Duft hüllte mich fast vollkommen ein. Etwas widerwillig ließ ich sie anschließend los und wurde von anderen meines Stammes mitgerissen. Mit einem Anflug von Panik wandte ich mich um, doch da war sie bereits verschwunden. Ich fühlte mich wie ein Tier in einem Käfig, als die Gitter herunter gefahren wurden. Überall waren nur Leute aus meinem Stamm zu sehen, einige fuhren sich müde übers Gesicht, andere erwarteten voller Vorfreude den kommenden Kampf. Sie waren alle vollkommen verschieden und doch glaubte ich, die meisten von ihnen zu kennen. Sie waren mir bekannt, nicht aber vertraut. Inständig hoffte ich, dass es Scarlett gut ging und das Kampfpärchen das Kommende so gut wie möglich überstand. Verluste zu erleiden war nie etwas gutes, aber das war die krank.hafte Art, die besten der Besten übrig zu lassen. Irgendwann würden wir auf die Kosten von psychisch gestörten Menschen alle draufgehen.
Scarlett
Ich stand ganz vorne am Gitter, als ich plötzlich eine Hand auf meiner Schulter spürte. ,,Wer war dieser Junge?", flüsterte mir jemand ins Ohr und ich wollte mich umdrehen, doch war es zu eng. Also konnte ich die Person nicht sehen, sondern nur hören. Diese Tatsache beunruhigte mich. Also gab ich auch keine Antwort. Wer auch immer das war würde nichts über Chander erfahren, zumindest nicht mit meiner Hilfe. ,,Nicht aus unserem Stamm, stimmts?", redete die weibliche Stimme weiter. Ein unangenehmer Schauer überkam mich. Wer war bitte diese Person? Ich versuchte zu dem Gitter zu sehen, hinter welchem Chander sein müsste, doch war es zu weit weg, sodass ich keine Person ausmachen konnte.
Chander
Etwas besorgt stand ich vor den Gittern und umklammerte zwei Stäbe mit den Händen. Aus unserem Stamm waren nicht alle kampffähigen anwesend, weshalb es auch nicht gerade voll war. Darum war ich ehrlich gesagt ziemlich froh, denn so hatte ich eine gute Sicht auf den Kampf und somit auch auf Nandar. Irgendwo dahinten musste sich auch Scarlett befinden... nur war es mir nicht erlaubt, sie zu sehen. Bald würde der Kampf beginnen und ich war mir nicht sicher, ob ich das willkommen heißen sollte. Schließlich war ich mir nicht sicher, ob ich meinen Freund wiedersehen würde oder nicht.
Scarlett
Wieder schwieg ich, woraufhin sich der Griff auf meiner Schulter verstärkte und ich aufzischte. ,,Ich has.se es ignoriert zu werden", schnaubte das Mädchen. ,,Und ich has.se es abgelenkt zu werden", zischte ich zurück und kurz war das Mädchen still, bis sie schließlich die Hand von meiner Schulter nahm. ,,Wir reden später", flüsterte sie in mein Ohr, doch ehrlich gesagt wollte ich das nicht. Ich wollte nicht mit ihr über Chander reden, vor allem wusste ich immer noch nicht wer sie war.
Chander
Gespannt wartete ich, bis der Kampf beginnen würde. Ein lauter Ton, der mir durch Mark und Bein ging, kündigte diesen an. Mein Herz schlug mir bis zum Hals und ich glaubte, fast noch aufgeregter zu sein als Nandar. Obwohl, nein - mit ihm konnte ich mich wahrlich nicht messen. In diesem Moment war ich wirklich mehr als nur froh darüber, nicht an Nandars Stelle gegen Scarlett antreten zu müssen.
Wie auf ein unsichtbares Signal betraten die beiden Teilnehmer die Arena, mit irgendwelchen *** beladen. Der junge Mann trug wie ich ein Schwert bei sich, obwohl er den bei seinen Kräften wohl kaum brauchen würde.
Vermassle es nicht, beschwor ich ihn heimlich, enttäusche uns nicht. Mich, Pharia... und Scarlett.
Scarlett
Ich konnte nicht weiter darüber nachdenken, denn betraten July und Nandar die Arena. Mein Herz klopfte augenblicklich schneller und ich musterte July. In ihrer Hand hielt sie ein Schwert, groß. Schlechte Wahl. Ein leichtes hätte sie besser schwingen können. Doch nun war es zu spät, sie hatte sich entschieden. Automatisch umgriff ich die zwei Stangen mit meinen Händen und beobachtete die beiden in der Arena ganz genau.
Chander
Ein Schwertkampf zwischen zweien, die einander etwas bedeuteten - das konnte nur schlecht ausgehen. Vor allem Nandars entschlossener Gesichtsausdruck machte mir Angst, da dieser bestimmt nicht daher rühren konnte, dass er vorhatte, July umzubringen. Diese schwang ein viel zu großes Schwert und bereits auf dem ersten Blick erkannte ich, dass sie damit absolut nicht umgehen konnte.
Fest umgriff ich die Stangen und betete dafür, dass meine Vermutung nicht eintreffen würde. Als Nandar mir allerdings einen entschuldigenden Blick zuwarf, rutschte mir das Herz in die Hose.
Nein, dachte ich verzweifelt und versuchte nicht zu schreien, lass' das gefälligst bleiben!
Mit flinken Schritten stürzte sich der Pharianer nach vorne und setzte zu einem Hieb an. Erstaunlicherweise parierte July den Hieb gekonnt und entlockte vielen meiner Artgenossen ein überraschtes Raunen, doch nur ich war alles andere als erleichtert. Dieser Kampf würde vermutlich schneller enden, als es manchen Leuten lieb wäre.
Er manipuliert sie, dachte ich und wollte meinen Kopf gegen die Gittern donnern. Er manipuliert sie die ganze Zeit. Nur deshalb kann sie plötzlich so gut kämpfen.
Scarlett
Genauso wie die anderen sah ich July überrascht an. Seit wann konnte sie so kämpfen? Mein Blick fiel ungewollt an ihnen vorbei zu dem Gitter, an welchem nun vermutlich Chander stand. Und somit gingen meine Gedanken zurück zu seinen Worten und ich erschauderte. Hatte er nicht etwas von manipulieren geredet? Sofort flog mein Blick wieder zu July. Konnte es sein...? Doch wieso sollte er? Wollte er einfach nur den Kampf etwas spannender machen? Verwirrt und mit einem komischen Gefühl beobachtete ich den Kampf.
Chander
Eine Weile ging das so hin und her, wobei sich das Mädchen kein Bisschen verletzte. Mir schwirrte der Kopf und ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Das Klirren der Schwerter erreichte mich bis in mein Innerstes und der verkrampfte Gesichtsausdruck Nandars brannte sich in mein Gedächtnis ein. Auf einmal schien alles ziemlich schnell zu gehen: July machte einen abrupten Satz nach vorne, die Augen vor Schreck geweitet, und landete einen Treffer. Der Kopf meines Freundes flog zur Seite und sein Schwert flog ihm aus der Hand, doch ich konnte nur noch die blutrote Flüssigkeit sehen. Irgendjemand kreischte und ein anderer schrie. Erst mit Verspätung bemerkte ich, dass ich einer von beiden war.
Scarlett
Geschockt hielt ich mir die Hand vor den Mund, doch trotzdem verließ ein leises Geräusch meinen Mund, ein erstickter Schrei. July wurde als Gewinnerin preisgegeben, doch diese kniete neben Nandar, weinend und schreiend. Und die Arena jubelte. Auch mein Volk jubelte, sie hatten den Kampf gewonnen. Zwei Wachen kamen und trugen Nandar weg, dann wurden die Gitter nach oben gelassen. Sofort rannte mein Volk raus, zu July, gratulierte ihr, jubelte. Doch ich ging an ihnen vorbei, nicht im Stande mich darüber freuen zu können. Stattdessen ging ich direkt zu Chander und umarmte ihn wortlos. Mir war alles egal, doch ich wollte mir und vor allem ihm Trost spenden.
Chander
Den Rest der Geschehnisse bekam ich nur noch wie durch Watte mit. Das bleierne Gefühl der Trauer saß schwer in mir und ich ließ ich von Scarlett umarmen, nachdem die Gitternd hochgefahren wurden. Einige aus meinem Stamm waren wütend, andere sahen ungläubig drein. Es war uns allen klar, dass Nandar mit Leichtigkeit hätte gewinnen können.
Doch er entschied sich dagegen.
Die feste Umarmung des rothaarigen Mädchens spendete mir ein wenig Trost und stumm zog ich sie ebenfalls in meine Arme. Schluckend und versucht, aufsteigende Tränen zu unterdrücken, verbarg ich mein Gesicht in ihrer Halsbeuge. Mühsam unterdrückte ich ein leises Schluchzen. Ich hatte schon lange nicht mehr geweint.
Um uns herum brach der reinste Tumult aus, verschiedene Menschen sprachen durcheinander, einige lachten, andere hingegen weinten. Ich war mir sicher, dass Raelyn irgendwo auf den Tribünen saß und alles genauestens beobachtete. Aber mir war es egal.
Alles war mir im Moment egal.
Scarlett
Ich hörte die schreie, das jubeln und alles andere kaum. Stattdessen drückte ich mich mehr an Chander, ließ meinen Tränen jedoch keinen freien Lauf. Ich würde nicht weinen. Das hatte ich mir damals gesagt. Doch auch traute ich mich nicht Chander loszulassen, egal was mein Bruder oder mein Freund auf der Tribüne dachten. Mir war es egal. Sollten sie doch irgendetwas denken. Doch ich wollte nun für Chander da sein, denn hatte er seinen Freund verloren. ,,Es tut mir leid", flüsterte ich und wagte es jedoch immer noch nicht meinen Kopf zu heben.
~Winter is coming~
~ Against the Truth ~
von Feder am 08.09.2019 14:48Die Sonne glüht bergauf, bergab.
Nacht für Nacht und Tag für Tag
Warten auf den Schicksalsschlag;
Er wird mich lehren, führen
Und mich ganz sanft berühren.
Er gibt mir den Rat
Um den ich ihn bat:
"Selbst wenn Tod an die Türe klopft
Gib nicht nach und trotz.
Sei und bleibe immer stark -
Egal was kommen mag."
Alter: Zur Zeit ist der junge Mann noch 18 und hat an einem sonnigen 19. Januar das Licht der Welt erblickt, wodurch er dem Sternzeichen des Steinbocks angehört.
Aussehen: Graue Augen, volle Lippen, eine gerade Nase und vereinzelt ein paar Sommersprossen zieren sein recht markantes Gesicht. Sein Haar ist größtenteils dunkelblond, manchmal lugen ein paar hellblonde Strähnen hervor. Meist liegen ihm seine Haare wirr auf dem Kopf, da er sie nicht wirklich irgendwie stylt und er stört sich auch nicht daran. Dank dem Training während und nach dem seiner Ausbildung besitzt er einen gut gebauten Körper und ist stolze 1, 84m groß. Da er bereits einmal bei den Kämpfen mitgemacht hat - mit schlechten Erfahrungen -, hat er auch einige unschöne Narben auf dem Rücken, auf die er nicht wirklich stolz ist.
Element(e): Chander beherrscht die Elemente Licht und Wind - zumindest sollte er sie beherrschen können. Allerdings bringen ihm seine Kräfte oftmals mehr Nach- als Vorteile und machen nicht immer das was er will.
Abstammung: Er stammt vom Stamm Pharia ab, wie auch einige Generationen seiner Familie vor ihm. [Dämlicher Name, ich weiß ^^"]
(Familie): Seine Familie besteht aus seiner Mutter, seiner Zwillingsschwester und ihm, sein Vater starb vor einigen Jahren bei einem der Kämpfe. Allerdings hat er zu seiner Schwester eine engere Bindung als zu irgendjemand sonst.
Ihr Name lautet Scarlett, dieser passt perfekt zu ihrer Haarfarbe
Momentan ist sie junge 17 Jahre und feiert ihren Geburtstag am 12. März, womit sie vom Sternzeichen Fisch ist
Scarlett hat lange scharlachrote Haare, welche ihr bis ca. zur Hüfte gehen und leicht gewellt sind. Ihre Augen sind eisblau, diese passen nicht unbedingt zu ihren Haaren und daher mag Scarlett ihre Augenfarbe nicht besonders. Ihre Augen sind von langen, dichten Wimpern umgeben und ein paar Sommersprossen sind in ihrem Gesicht zu sehen, außerdem hat sie eine ziemlich blasse Haut. Scarlett ist gerade mal 1,65m groß und ziemlich zierlich, weshalb sie oft unterschätzt wird.
Das Mädchen kann das Feuer und Wasser kontrollieren, wobei sie das Feuer bevorzugt
Sie kommt von dem Stamm Soria
Um den Hals trägt Scarlett immer eine Kette mit einem weißen Kreuz, diese hat sie als kleines Kind von ihrer Mutter bekommen.
Außerdem hat sie feuerrote Haare wegen ihrem Element Feuer und die eisblauen Augen stammen von dem Wasser.Â
Mit einem entschlossenen Gesichtsausdruck und dem Versuch ein Seufzen zu unterdrücken, wende ich mich statt der Ausrüstungen meiner Schwester zu. Zu einem anderen Zeitpunkt fände ich es vielleicht sogar süß wie sie so da steht, die Lippen zu einem Schmollmund gezogen und die Arme vor der Brust verschränkt. Aber so sehr ich ihre Meinung auch ebenfalls teile, so habe ich doch keine andere Wahl. Ich muss da durch - früher oder später. Es wurmt mich zugegebenermaßen dass Raelyn das später auch durchmachen muss - zumindest bis sie verheiratet ist, da sie dem weiblichen Geschlecht angehört - und ich nichts dagegen tun kann. Zu diesen Zeiten müssen wir das durchziehen - so hat es das Refugium entschieden und so haben wir zu handeln, ob wir müssen oder nicht. "Du weißt dass es meine Pflicht ist", erinnere ich sie. "Außerdem sind wir uns nicht sicher ob ich auch wirklich ausgewählt werde." Ehrlich gesagt bin ich wahrlich froh dass meine Schwester noch nie einberufen wurde. So ist sie wenigstens vor den Erfahrungen geschützt, die sich innerhalb der großen Arena abspielen. "Natürlich wirst du ausgewählt, Chander. Immerhin bist du einer derjenigen, die ihre Ausbildung mit Erfolg gemeistert haben. Ich weiß es einfach", kontert sie. Darauf habe ich leider nichts zu entgegnen, denn wo sie recht hat, hat sie recht. Tatsächlich habe ich ziemlich gut abgeschnitten - wobei es selbstverständlich noch bessere gibt. Zu meinem Pech gibt es einerseits so viele Kämpfe im Jahr und andererseits müssen daher so viele auserwählt werden. Ein kurzer Blick auf den Stand der Sonne verrät mir, dass es endgültig zeit ist zu gehen. "Ich muss los, Schwesterchen. Vergiss nicht dass ich dich lieb habe, sollte ich nicht wieder kommen." Das ist als Scherz gemeint und daher grinse ich, bevor ich mich umdrehe. "Das ist überhaupt nicht beruhigend, du Idiot!", wirft sie mir empört vor, doch kann ich erkennen, dass sich Tränen in ihren Augen bilden. Kurz schlucke ich den Kloß in meinem Hals hinunter, bis ich wieder eine neutrale Miene aufsetzte und mich auf den Weg mache. Ganz fest nehme ich mir vor, dass ich meine Schwester, meine Familie wiedersehen werde.
Ich werde nicht versagen.Â
Ich stand in meinem Zimmer und starrte meine zwei Katanas an. Mit diesen beiden hatte ich in der Prüfung oft gekämpft, sie waren perfekt für meine Kräfte. Das Material schmolz nicht bei meinem Feuer, weshalb ich sie gut zu meinem Vorteil benutzen konnte.
Die Ausbildung hatte ich als einer der Besten abgeschlossen, also war das Risiko groß ausgewählt zu werden.
Ich erschrak als plötzlich mein großer Bruder in meinem Zimmer stand. War ich so in meinen Gedanken versunken dass ich ihn nicht bemerkt hatte?
Er hatte selber auch schon zweimal teilgenommen, natürlich nicht freiwillig. Doch dieses Jahr musste er nicht, da er letztes Jahr schon dabei war und nun Pause bekam.
,,Hey Schwesterchen, du schaffst das schon. Mach sie fertig, du bist einer unserer stärksten.", versuchte er mich aufzumuntern, was aber nicht so gut klappte. Da ich einer der Besten war, würde ich sehr wahrscheinlich gewählt werden. Ich nahm meine Katanas, verstaute sie hinten auf meinem Rücken und ging zur Tür. Es wurde Zeit, ich musste gehen.
Bevor ich ganz gehen konnte, blieb ich stehen und drehte mich zu meinem Bruder um, um ihn zu umarmen. ,,Schau mir zu, bitte. Ich habe nämlich nicht vor, vor deinen Augen zu sterben. Xander, ich hab dich lieb.", sagte ich entschlossen, doch man hörte deutlich die Angst aus meiner Stimme.
Ich hatte Angst vor diesen kämpfen, es konnte immer nur einen Sieger pro Kampf geben. Pharia oder Soria.
Und ich hatte keine Ahnung wie stark meine Feinde waren oder was sie konnten, was ein riesen Nachteil sein würde.
Ich löste mich von ihm und verließ mein Zimmer. Xander begleitete mich noch bis zum Stadtrand, ab da ging ich alleine weiter. Da ich etwas spät dran war, musste ich mich beeilen. Die meisten aus Soria waren bestimmt schon vor der Arena.
Meine Mutter hatte mir noch Wasser mitgeben wollen, doch so stur wie ich war hatte ich es abgelehnt. Im Nachhinein bereute ich es, da die Sonne schien und keine einzige Wolke am Himmel zu sehen war.
Jedoch hatte ich Glück: Mein halber Weg ging durch einen dichten Wald, während die aus Hoshido keinen einzigen Wald hatten.
Nach einem langen Fußmarsch kam die Arena endlich in Sicht und sofort kamen alte Erinnerungen hoch. Zwar hatte ich selber noch nie dort gekämpft, doch war ich bei dem Kampf meines Bruders dabei gewesen, ich hatte neben meiner Mutter im Publikum gesessen und nun würde dort Xander statt ich sitzen.
Bisher hatte ich Glück und wurde nie gewählt, doch umso mehr Training ich hatte, umso stärker wurde ich und nun war die Chance auch höher gewählt zu werden.
Meine ein Jahr jüngere Schwester Elise wurde damals gewählt und sie hatte es nicht geschafft, starb im zweiten Kampf. Diesen Moment würde ich nie wieder vergessen.
Ich schluckte die Erinnerungen runter und ging weiter, da ich bereits am Sammelplatz ganz vier verschiedene Leute stehen sah.
Als ich näher kam, erkannte ich, dass viele Waf.fen hatten, Schwerter, Bögen, Katanas, Dolche, aber viele hatten auch nichts, sie würden wohl vor dem Kampf eine Waf.fe von der Arena ausleihen.
Ich fand recht schnell meine Kameraden aus Soria und gesellte mich zu ihnen.
Als nach kurzem auch die letzten eingetroffen waren, zeigte sich die sogenannte Königin. Sie gehörte keinem der vier Stämme an, da sie zuständig für die Arena und deren Kämpfe war.
Sie würde, wie jedes Jahr auch, die Kämpfer auswählen.
Da ich noch nie so wirklich gesprächig war, redete ich nicht mit den anderen aus Soria, jedoch verstummten auch sie vor der so tollen Königin.
Sie verkündete, dass Soria beim ersten Kampf, beim fünften und sechsten kämpfen würde.
Also am Anfang und am Ende.
Als dies verkündet wurde, gingen die ersten durch das Tor, natürlich mit der 'Königin' ganz vorne.
Als auch ich durch das Tor ging, fühlte ich mich plötzlich so beobachtet. Ich drehte meinen Kopf nach links und erblickte einen relativ großen Jungen mit dunkelblonden Haaren.
Ich sah ihn mit meinen eisblauen Augen an und versuchte einen möglichst kalten Eindruck zu machen. Xander hatte immer gesagt meine Augen hätten von Natur aus etwas kaltes an sich, weshalb ich nun hoffte er hatte recht.
Ich hatte nämlich nicht vor mir Freunde zu machen, bisher hatte ich es auch immer ohne geschafft.
Bevor noch einer von uns etwas sagen konnte, blieben alle stehen. Mitten in der Arena.
Ich ließ meinen Blick einmal durch die ganze Arena schweifen und staunte nicht schlecht. Sie war riesig. Von den Zuschauerplätzen sah es alles viel kleiner aus.
Hier hatte man eindeutig genug Platz zum kämpfen.
Bevor die Zuschauerplätze begannen, war eine hohe Mauer. In jede Himmelsrichtung gab es ein Tor mit dem jeweiligen Wappen der Stämme darüber. ,,So, nun geht jeder durch sein eigenes Tor. Dort werdet ihr eure Schlafplätze und einen extra Trainingsplatz finden, natürlich alles getrennt. Jederzeit dürft ihr auch hier in die große Arena kommen und natürlich sind auch Freundschaftskämpfe erlaubt, aber übertreibt nicht, sonst sehen wir uns gezwungen euch zu bestrafen, den ganzen Stamm. Während eines Arenakampfes ist der Aufenthalt hier verboten.", erklärte die Königin und machte anschließend eine Geste, welche wohl zeigen sollte, das wir nun gehen sollten.
Ich sah wieder zu dem Jungen, welcher noch immer neben mir stand. Es interessierte mich schon ein wenig von wo er kam, schließlich war er mein Feind und man sollte alles mögliche über einen Feind herausfinden, auch wenn dies keine große Sache wäre, ich würde so oder so herausfinden von wo er war.
Als er sich umdrehte und zum Tor von Pharia ging, wusste ich, dass er von dort kam. Gerne würde ich mal einen Freundschaftkampfs gegen einen Pharianer machen, ich hatte gehört sie waren hervorragende Kämpfer, davon wollte ich mich erst selbst überzeugen. Da die meisten bereits fort waren, beschloss auch ich zu gehen. Also ging ich durch das Tor von Soria und gelang kurz danach auf eine freie Fläche, welche außenrum von Hütten belegt war. Da ich einer der letzten war, konnte ich mich nur noch zwischen zwei Hütten entsche.iden. Also entschied ich mich für die geradeaus. Als ich diese betrat, stellte ich fest, das sie kleiner geworden war, zumindest kam es mir so vor. Es sah nicht gerade gemütlich aus, trotzdem setzte ich mich aufs Bett und ließ meinen Blick kurz durch den Raum schweifen. Neben dem Bett stand ein kleiner Schrank. Dort war wahrscheinlich, wie jedes Jahr auch, die Kleidung, welche man zum Kampf tragen musste. Über dem Bett befand sich ein kleines Fenster, welches wenigstens ein bisschen Licht spendete. Da ich keine Lust hatte in dieser kleinen Hütte zu sitzen, verließ ich sie, natürlich mit meinen Schwertern auf dem Rücken. Ich würde nicht ohne sie diese Hütte verlassen. Da ich meine Gegner kennenlernen wollte, ging ich zur großen Arena. Tatsächlich befanden sich dort schon welche, wenn auch noch niemand kämpfte.
Ich wollte mich soeben an die Wand der Arena lehnen, als mich ein Mädchen mit schwarzen Haaren ansprach. Ich glaubte sie vorhin nach Nohr laufen gesehen zu haben. ,,Weißt du, niemand will mit mir einen Freundschaftskampf machen, wenigstens du, komm schon.", bettelte sie mich schon förmlich an und ich verdrehte innerlich die Augen. Eigentlich hatte ich keine Lust zu kämpfen, jedoch könnte ich so strategisch vorgehen. Ich könnte sie gewinnen lassen, mich als schwach aussehen lassen, so würden sie später beim Kampf mich zuerst unterschätzen. Das könnte ein großer Vorteil werden. Außerdem sah sie so aus, als wollte sie unbedingt ihre Stärke zeigen, solche überlebten meistens nicht lange. Also nickte ich und somit gingen wir in die Mitte der Arena. Da dies hier der erste Kampf war, machten die Leute aufgeregt Platz, sie stellten sich ganz an den Rand der Arena. Es wunderte mich nicht dass das hier der erste Kampf war, schließlich waren wir eben erst hier angekommen.
Irgendein Junge stellte sich neben uns. Ich beobachtete, wie meine Gegnerin in Kampfstellung ging. Das wäre ich normalerweise auch, doch wollte ich mich schwach aussehen lassen. Der Junge zählte von drei runter. ,,Kämpft!", schrie er schließlich und brachte sich schnell in Sicherheit, zu den anderen an den Rand.
Meine Gegnerin griff sofort an: Sie nahm ihr Schwert in die Hand und zielte auf meinen Bauch, was meiner Meinung nach kein guter Angriff war. Bevor sie angegriffen hatte, hatte ich meine Katanas genommen und nun blockte ich den Angriff ab. Die Schwerter stießen mit einem lauten klirren aneinander und wir beide lieferten uns ein Blickduell, bis ich schließlich die Schwerter löste, ein paar schnelle Schritte nach rechts ging und sie von der Seite angriff. Wie gerne hätte ich mein Feuer benutzt, doch wollte ich mich nunmal zurückhalten. Sie reagierte fast schon zu spät, schaffte es aber noch rechtzeitig auszuweichen und zu blocken.
Diesmal ließ ich ihr nicht so lange Zeit, denn ich griff gleich noch einmal an, doch auch diesmal blockte sie. Aber anstatt mich mit dem Schwert anzugreifen, machte sie eine komische Bewegung mit ihrer freien Hand und schon fing der Boden unter mir an zu beben. Ich knickte kurz ein, doch schnell sprang ich auf die Seite, dort wo es nicht mehr bebte.
"Au", bemerke ich nur trocken.
Sie hatte also das Element Erde. Interessant. Normalerweise würde ich sie nun angreifen, da ich jedoch nicht gewinnen wollte, blieb ich stehen und fixierte sie, doch plötzlich war sie weg. Konnte meine Gegnerin sich etwa unsichtbar werden? Ausweichbereit stand ich nun da, doch würde ich nicht ausweichen können, da auch ihre Schwerter unsichtbar waren. Plötzlich hörte ich ein leises atmen direkt neben mir, doch bevor ich zurückweichen konnte, erwischte sie mich bereits an meinem Arm. Es brannte höllisch, trotzdem ließ ich mir nichts anmerken. Ein Blick auf meinen Arm verriet mir dass dieser blutete, was eigentlich kein großes Wunder war. Sie würde weiterhin unsichtbar bleiben, also musste ich etwas unternehmen. Ich schloss meine Augen und lauschte. Eben hatte ich das Mädchen atmen hören, ganz leise, ganz kurz. Vielleicht würde ich noch einmal etwas hören können. Zuerst nahm ich nichts außer das Gejubel unserer Zuschauer wahr, doch da war es: Das Atmen. Diesmal direkt hinter mir. Ich öffnete meine Augen, hob mein rechtes Schwert, drehte mich blitzschnell um und schlug das Schwert in die Luft, dort, wo ich sie vermutete. Tatsächlich wurde sie wieder Sichtbar und ich hatte sie wohl an ihrer Wange getroffen, mein Schwert hatte nur einen kleinen Kratzer hinterlassen. Ich wusste nicht genau wieso, aber trotzdem war sie wieder sichtbar geworden, vielleicht weil ich sie dennoch berührt hatte? Oder weil sie erschrocken war?
Endlich kommen wir an einem Zelt an, der wohl dem Heiler gehört. Bei meine vorherigen Aufenthalten hier in der Arena musste ich ihn nicht wirklich oft betreten da ich ja nie wirklich mitgekämpft hatte. Es war sozusagen mehr ein Zeitvertreib. Daher ist mir die Erinnerung daran auch nicht so im Kopf geblieben, doch ich fürchte, so wie es aussieht, werde ich ihm in Zukunft wohl noch mehr Besuche abstatten müssen.
Mein höllischer Schmerz am Arm machte sich wieder bemerkbar, doch auch dieses mal wollte ich es ignorieren. Das Mädchen war nun wieder sichtbar und ich hatte mich kurz von meinem Schmerz ablenken lassen, weshalb sie mal wieder ein Erdbeben heraufbeschwor und ich auf den Boden fiel. Sofort legte sie mir die Klinge an den Hals. ,,Verloren", meinte sie mit einem fetten grinsen. Mein Plan war aufgegangen, wenn auch schneller als gewollt. Sie nahm das Schwert weg und ging. Ich stand langsam auf und machte mich auf den Weg zum Heiler, schließlich hatte ich meinen Arm verletzt und den würde ich im richtigen Kampf brauchen. Ich ging durch die Arena und fand endlich das gesuchte Zelt, welches ich sofort betrat. Ein anderer Junge wurde gerade behandelt, weshalb ich am Eingang stehen blieb und wartete. Meine Schwerter verstaute ich wieder uund beobachtete die zwei, da ich nichts besseres zu tun hatte. Jedoch ging kurz darauf der Eingang erneut auf und meine Gegnerin trat ein. Als sie mich sah, verfinsterte sich ihr Blick sofort. ,,War ja klar dass du gleich hierhin rennst", murmelte sie. ,,Sagt genau die Richtige, du bist schließlich auch hier", entgegnete ich und wir hörten uns wahrscheinlich wie kleine Kinder an. ,,Aber du warst schneller hier als ich", sagte sie mit einem zufriedenen lächeln. ,,Heißt ich war wenigstens keine Schnecke." bevor sie noch etwas sagen hätte können, unterbrach uns der Heiler. Er war anscheinend genervt von uns, denn sein Ton sagte dies aus. ,,Alle beide ruhig jetzt oder ihr könnt euch einen anderen Heiler suchen." kurz sah er uns noch warnend an, dann konzentrierte er sich wieder auf den Jungen. Statt zu reden warfen das Mädchen und ich uns wütende Blicke zu.
"Alle beide ruhig jetzt oder ihr könnt euch einen anderen Heiler suchen."
Die genervte Stimme des alten Mannes reißt mich aus dem Mantra, ja kein Geräusch von mir zu geben. Diesen verwerfe ich jedoch in dem Augenblick, als er mit irgendetwas mir unbekanntem an meiner Hüfte herumreibt und stochert. Vor Schmerz brülle ich auf, nur um ihn anschließend wütend anzufunkeln. Was hat er sich bloß dabei gedacht? Empört schnaube ich und bin drauf und dran, meinerseits einen anderen heiler suchen zu gehen - sofern es diesen gibt und ich überhaupt noch laufen kann. Ich bin viel zu sehr in meinen Gedanken versunken, dass ich erst jetzt bemerke, dass sich der Heiler anscheinend ziemlich unwohl in seiner Haut fühlt. Argwöhnisch ziehe ich die Augenbrauen zusammen und frage ihn wirsch: "Was ist los?"
Eine mir viel zu lange weile herrscht Schweigen, bevor er herumzudrucksen beginnt. Eine böse Vorahnung beschleicht mich und für sein privates Wohlergehen hoffe ich, dass mich mein Gefühl täuscht. Allerdings werde ich maßlos enttäuscht, wie ich gleich darauf feststelle.
"Ich glaube, das waren die falschen Kräuter", wagt er es schließlich zu murmeln. Seine Stimme klingt dabei so ungewohnt leise dass ich es beinahe überhört hätte, doch bei den Worten "falsche Kräuter" horche ich auf. Ein Schatten huscht über meine Miene, doch bevor ich ihn zusammenstauchen kann, überfällt mich ein leichtes Schwindelgefühl. Anscheinend kennt der Möchtegern-Heiler wenigstens die Wirkung seiner "Heilkräuter", sodass er sich beeilt mir zu versichern, dass es bald wieder vorübergehen würde, ich die Wunde nu aber gründlich auswaschen solle. Mir hätte schon am Anfang klar sein sollen, dass das Herumstochern nichts Gutes verheißen kann. Wahrscheinlich hat er die Wunde viel schlimmer gemacht als es zuvor war. Was für ein toller Heiler, der Kerl. Sarkasmus lässt Grüßen. Ohne ihn auch noch eines Blickes zu würdigen, wende ich mich mit dem bleich gewordenen Nandar im Schlepptau von ihm ab. Bevor ich das Zelt ste.if wie ein Stock verlasse, bei dem Versuch, so wenig es geht aufzutreten, sage ich mit schmerzverzerrten Gesicht zu den beiden Mädchen am Eingang: "An eurer Stelle würde ich spätestens jetzt verschwinden."
Mir ist es jetzt relativ egal, wenn der Heiler nun vor Sch.am rot anläuft. Soll er doch versauern, mir soll es recht sein.
Als ich das mit den Kräutern mitbekommen hatte, war ich mir selbst unsicher. Sollte ich mich wirklich von diesem Heiler behandeln lassen? Als der Junge an uns vorbeiging, sah der Heiler ihm böse nach. Dabei war er doch selber Schuld daran. Ich überlegte schnell. Gab es hier noch andere Heiler? Mir fiel niemand ein, weshalb ich mich entschied doch von ihm untersuchen zu lassen, schließlich würde ich in der Arena Fit sein müssen. Morgen wäre der erste Kampf, ich war schon gespannt wer als erstes kämpfen würde, jedoch hatte ich auch Angst davor. Es ging hier um Leben und um Tod. Ich zeigte dem Heiler meine Verletzung am Arm, welche er sich kurz ansah, sich dann umdrehte und irgendwelche Kräuter und Medizin suchte und mischte. Ich verfolgte jeder seine Bewegungen. Zwar kannte ich mich mit Medizin nicht aus, doch trotzdem passte ich lieber auf. Irgendwann drehte er sich wieder zu mir und schmierte mir etwas auf die Verletzung. Es brannte etwas, doch war dies nicht so schlimm wie die Verletzung an sich. ,,Fertig", meinte der Heiler nickend und begutachtete noch kurz sein Werk. ,,Ich hoffe für dich du hast alles richtig gemacht", murmelte ich mit einem warnenden Unterton. Ich stand auf und ging an dem Mädchen vorbei, warf ihr noch kurz einen hasserfüllten Blick zu, dann verließ ich das Zelt. Ich überlegte nicht lange, eindeutig würde ich zu meiner kleinen Hütte gehen. Ich brauchte jetzt etwas Zeit für mich. Also ging ich durch die Arena, da dort jedoch schon wieder zwei kämpften, musste ich am Rand entlang gehen. Als ich schließlich vor dem Tor von Soria ankam, betrat ich dieses und ging zielstrebig auf meine kleine Hütte zu. Ich betrat diese und schloss die Tür hinter mir. Seufzend ließ ich mich auf mein Bett nieder, welches sich bereits jetzt nicht besonders bequem anfühlte. Da wir in dieser Arena alle bis auf einer sterben würden, könnten sie wenigstens für einen angenehmen Aufenthalt sorgen. Ich erwartete ja kein Luxus, aber dennoch wenigstens etwas bequemere Betten. Da ich nun nicht kämpfte oder trainierte, legte ich meine Waffen beiseite. Ich starrte die Tür an, welche sich gegenüber von meinem Bett befand. Was konnte man hier schon großartig machen? Trainieren, kämpfen, essen und schlafen. Was sollte ich dann mit meiner freien Zeit anfangen? Meine beste Freundin aus Soria war auch nicht hier, also konnte ich mich auch nicht mit ihr unterhalten. Generell würde ich sie wohl nie wieder sehen.
"Ich bin nicht dazu verpflichtet, deinem Willen nach zu kommen", feuert er auf einmal zurück. Überrumpelt starre ich zurück. Er hat zwar schon recht, aber ich hätte nicht gedacht, dass er es mir vorwerfen würde. Mit einem Seufzer verdrehe ich die Augen und setzte zu einer Entschuldigung an. "Es tut mir leid, Nandar. Ja, du hast recht, das bist du nicht. Dennoch wäre es nett von dir, mir zu sagen was dich bedrückt. Ich will dir nur helfen, verstehst du?", sage ich versöhnlicher. Hoffnungsvoll sehe ich ihn an und ich glaube, er weiß, dass ich nicht so leicht abzuschütteln bin. Stöhnend gibt er endlich nach, was ich erfreut zur Kenntnis nehme. "Also schön, wie du willst. Der Heiler eben... "
"Wenn man ihn überhaupt als Solchen bezeichnen kann", werfe ich ein, und kassiere dafür einen strengen Blick von dem Jungen neben mir. Katapultierend erhebe ich die Hände und halte die Klappe.
"Jedenfalls, der Möchtegern-Heiler war ehemals Angestellt bei uns in Pharia. Ich kenne ihn durch meinen Vater schon als Kind. Er war immer nett zu mir und wurde dann eines Tages griesgrämig. Gott weiß warum, dass er plötzlich verschwand, aber ihn hier anzutreffen, hätte ich nicht erwartet."
Prüfend mustere ich ihn. Obwohl er seine Rede offenbar für beendet hält, sehe ich ihm an, dass das bei weitem noch nicht alles war.
"Und das war´s? Bist du dir sicher?", bohre ich nach.
Unsicher nickt er, doch wagt es nicht, mir offen ins Gesicht zu sehen. Als ich nicht zurück weichen will, fragt er seufzend: "Du gibst wohl echt nie nach, was?" Grinsend schüttele ich den Kopf, wohlwissend, dass ich wieder gewonnen habe.
"Von mir aus, du hast es so gewollt. Aber beklag dich später nicht bei mir!", warnt er mich vor, was ich nickend akzeptiere. Tief holt er noch mal Luft, bevor er wieder zum Sprechen ansetzt.
"Er besitzt einen Sohn, ungefähr in unserem Alter, der bei einem dieser Kämpfe gestorben ist. Kennst du noch Khian? Er war beim Training immer voller Eifer dabei und sein Vater ganzer Stolz. Der alte Mann kennt uns vom sehen. Er war immer eifersüchtig auf... äh... ich geb´s nur ungern zu, aber im Umgang mit Waf.fen warst du einer der besten bei uns. Ich glaube, er konnte dich nie wirklich leiden."
Gegen Ende fängt Nandar wieder an herumzudrucksen, aber sowieso hätte ich nicht mehr zu gehört. Das war der Grund? Hatte er mir dann mit Absicht die falschen Kräuter gegeben? Fassungslos stehe ich da, völlig bestürzt über das neu gewonnene Wissen. Allerdings verstehe ich nicht ganz, was das mit Nandar zu tun haben soll.
"Nimm es mir nicht böse, aber er sieht mich wohl als deinen Freund... und einer neuerlichen Gefahr", beantwortet mir dieser meine unausgesprochene Frage.
"Weißt du, du musst dich nicht mit mir abgeben. Es ist schon in Ordnung", meine ich ernst, bevor ich mich umdrehe und meine Hütte ansteuere. Eindeutig genug Aufregung gehabt für den Tag.
Ich schrack auf, als jemand meine Tür aufriss. Vor mir stand July, ein Mädchen aus meinem Dorf, welches sich an jeden Jungen schmiss. Mein Blick wurde sofort genervt und ich sah sie an. ,,Bring mir Kämpfen bei! Bitte!", bat sie mich flehend und ich starrte sie nur weiterhin an. Es war von Anfang an klar gewesen, sie hatte nicht viele Chancen. July hatte fast nie trainiert, sie hatte sich auf die Jungs konzentriert. Selbst wenn ich es ihr jetzt beibringen würde, es würde nicht viel bringen, so schnell konnte sie es nicht lernen. Trotzdem müsste ich ihr helfen, sie gehörte noch immer zu Soria. ,,Gut.Aber nur heute", willigte ich ein und erhob mich. Ich hatte jetzt schon keine Lust mehr. Ich griff nach meinen beiden Schwertern. ,,Mit was kämpfst du?" ich sah sie abwartend an, doch July senkte nur beschämt ihren Blick. ,,Ich weiß nicht, ich habe keine Waf.fe", gab sie zu und ich seufzte. Auch das noch. Ich verließ meine Hütte und das Mädchen folgte mir. Wo konnten wir am besten trainieren? Am besten nicht hier. Im Lager von Soria wurde die ganze Zeit gekämpft, es war zu gefährlich. Ich steuerte auf die Arena zu. Dort würden zwar auch ein paar Leute kämpfen, aber nicht so schlimm, außerdem war es nicht mein Problem wenn sie sich blamieren würde. Ich blieb also am Rand der Arena stehen und sah mich kurz um. Ich hatte einen guten Platz gefunden, die meisten waren mit sich selbst beschäftigt und wir hatten genug Platz. Mein Blick blieb bei einem Jungen hängen. Er war doch der vom Heiler. Ich wünschte ihm Glück für seine Wunde, im Kampf war es vorteilhafter gesund zu sein. Anscheinend war July meinem Blick gefolgt, denn sie machte ein paar Schritte auf ihn zu. ,,July! Untersteh dich! Er ist nicht von Soria, außerdem willst du jetzt kämpfen lernen. Davon hängt dein Leben ab!", sagte ich genervt und hielt ihr eins meiner Schwerter hin. Sie sah mich kurz an, ehe sie entschlossen auf die Jungs zuging. Genervt atmete ich aus. Ihr ernst? Es ging hier gerade um ihr Leben und sie hatte nichts besseres zu tun als Jungs hinterher zu rennen. Genervt folgte ich ihr und holte sie ein, als sie die Jungs aufgehalten hatte und nun vor ihnen stand. Sie schmiss sich förmlich auf die beiden. ,,Also wenn du jetzt nicht kommst stirbst du eben, mir dann auch egal", drohte ich genervt und sah zu July, welche mich weiterhin ignorierte. Verstand sie den Ernst der Lage echt nicht? Außerdem blamierte sie sich total.
"Chander, bleib endlich stehen!"
Schnaufend kommt Nandar bei mir an. "Es ist mir echt ein Rätsel, wie schnell du trotz Verletzung laufen kannst", schmollt er gespielt beleidigt. Statt einer Antwort bleibe ich stehen und sehe ihn mit einer gehobenen Augenbraue an. Das ist jetzt nicht sein Ernst. Entweder er ist unfassbar schlecht in Ausdauer, dass er bei dem Schneckentempo schon nicht mehr mithalten kann, oder aber er hat einen an der Klatsche. Irgendwie vermute ich eher letzteres. Bevor ich den Mund öffnen kann, um ihm eine trockene Bemerkung um die Ohren zu hauen, kommt ein Mädchen gefolgt von der rothaarigen aus Soria auf uns zu. Argwöhnisch ziehe ich die Augenbrauen zusammen, als sie bei und ankommt und gleicht losflirtet, was das zeug hält. Nandar schein völlig überrumpelt von der neuen Bekanntschaft, während ich mich möglichst unauffällig aus ihre Reichweite bewege. Etwas belustigt wende ich mich dem Mädchen zu, die mir als Vernünftigere der beiden scheint.
"Mädchen", spotte ich. "Seid ihr eigentlich immer so? Tse, tse, tse... an eurer Stelle würde ich mich in Acht nehmen, mit wem ich rede. Nicht jeder ist so nett wie wir", füg ich mit einem angedeuteten Lächeln hinzu. Missbilligend beobachte ich Nandar, der plötzlich alle Hände damit zu tun hat, das Mädchen loszuwerden. Wobei, ob er sie nicht eher beeindrucken will, kann ich nicht garantieren.
"Ich nehm´s zurück", sage ich wieder an das rothaarige Mädchen gewandt. "Sind doch nicht nur Mädchen so."
Ich musterte den Jungen kritisch. Ich wusste noch immer nicht was ich von ihm halten sollte. ,,Ach, ihr seid also nett? Sah mir aber beim Heiler anders aus", ich verschränkte meine Arme und sah ihn weiterhin an. Ich musste mich konzentrieren nicht zu grinsen, doch ich hatte mir geschworen nicht nett zu sein, zumindest nicht zu den anderen. Obwohl mir seine grauen Augen sofort auffielen. Nicht jeder hatte so eine Augenfarbe, doch mir gefiel sie. Ich merkte, wie ich ihn anstarrte, weshalb ich schnell zu July und dem Jungen sah. ,,Sie wollte kämpfen lernen und kaum haben wir angefangen geht sie lieber wieder ihrem Hobby nach", meinte ich, wobei ich nicht genau wusste ob zu mir selbst oder zu dem Jungen. Ich hatte den Drang weiterhin in seine Augen zu schauen, sie zogen mich förmlich an, doch ich versuchte diesem Drang zu wiederstehen, da es sonst echt peinlich werden könnte. July hatte alle ausgeblendet, sie war vollkommen auf den Kumpel dieses Jungen konzentriert. ,,Sie ist unmöglich", seufzte ich nur und schüttelte leicht den Kopf. Wir hatten uns noch nie leiden können und trotzdem hatte sie mich verblüfft, als sie sich weiterhin an jungs schmiss, wobei ihr Leben bald vorbei sein könnte. Ich riskierte doch einen Blick zu ihm, ich wollte wissen mit welcher Waf.fe er kämpfen würde. Doch sah ich nichts, vielleicht hatte er auch gar keine und verteidigte sich stattdessen mit seiner Fähigkeit? ,,Bist du das erste mal hier?", wagte ich die Frage. Dies hatte ich mich schon länger gefragt.
Auf ihre Frage hin schüttele ich nur den Kopf.
"Ich habe leider schon einige male hier mitgemacht. Wenn man mich fragt, ist dieses ganze Getue hier einfach nur sinnlos. Ich meine, wozu muss man ein Blutbad veranstalten, wenn ausnahmsweise mal Frieden herrscht?" Etwas angeekelt schüttele ich mich und ziehe ich Augenbrauen zusammen.
"Nur leider fragt mich ja keiner. Es schein niemanden zu interessieren, was wir denken. Wir sind einfach nur bescheuerte Spielfiguren auf einem Schachbrett, die nach Lust und Laune hin und her geschoben werden. Ganz ehrlich, findest du das etwa gut?"
Zu spät bemerke ich, dass ich mich in Rage geredet habe. Nur ist es so, dass das Thema "Arena" bei mir eines der Punkte ist, über die ich mich immer aufregen kann. Was zum Teil wohl auch daran liegt, dass ich mich um Raelyn sorge. Seufzend fahre ich mir durch die haare und senke den Blick. "Entschuldige, dass ich so impulsiv war."
,,Oh, das ist sie", bestätigte ich. Ich hatte nicht einmal richtig Hoffnung gehabt, dass July wirklich kämpfen lernen wollte oder konnte. Selbst wenn ich es ihr zeigen würde, in dieser kurzen Zeit würde sie es nicht mehr schaffen. Ich hatte also endloch jemanden gefunden, der meine Meinung teilte. ,,Es wird unnötig Blut vergoßen", stimme ich erneut zu und hörte ihm weiterhin zu. ,,Schon gut. Ich meine, wir kämpfen hier um unser Leben, während irgendwo in der Nähe dieser Arena Leute sitzen, die sich prächtig auf unsere Kosten amüsieren und uns zuschauen, es sogar feiern. Ich könnte Wetten, sie raten vor einem Kampf wer gewinnen wird." ich hatte mir schon öfters darüber Gedanken gemacht und mich gefragt, wie die Leute aussahen. Leider wusste dies niemand so genau, man wusste nicht wer das Ganze hier leitete und wer sich daran amüsierte. Nicht einmal den Mut sich zu zeigen hatte derjenige. ,,Wir trainieren später, ja?", quatschte mir July dazwischen und bevor ich etwas sagen konnte verschwand sie mit dem Jungen in Richtung Zelt, in welchem es trinken gab, schließlich waren wir alle Menschen und hatten auch mal Durst. ,,July!", schrie ich ihr hinterher, gab es aber auf. ,,Selber Schuld", murmelte ich, wobei sie mir schon etwas leid tat. Ich war mit ihr aufgewachsen, wollte sie wirklich sterben? Wollte sie wirklich nicht wenigstens versuchen zu überleben? Über ihre Dummheit konnte ich nur den Kopf schütteln.
"Ja, stimmt. Zugegeben finde ich das echt nicht in Ordnung..."
Es überrascht mich ein wenig, dass es hier jemand gibt, der meine Meinung teilt. Doch bevor wir uns weiter unterhalten können, ruft das Mädchen neben Nandar etwas dazwischen. Verwirrt runzele ich die Stirn, als ich sehe, wie sich dieser in Richtung Zelt mitziehen lässt. Manchmal kann man ihn echt nicht verstehen.
"Wir sehen uns, Chander!", ruft er mir über die Schulter zu, bevor seine Gestalt auch schon verschwindet.
"Menschen gibt's", murmele ich leise, bevor ich einen Seufzer aus stoße.
"Was will man machen? Es ist unmöglich, sie zu verstehen."
Mein Gesicht nimmt einen beinahe verzweifelten Ausdruck an, als ich mich wieder meinem Gegenüber zuwende.
"Jetzt, da du meinen Namen weißt, wäre es doch nur fair, wenn du mir auch deinen verrätst, oder?"
Ich lege den Kopf ein wenig schräg und versuche, verschmitzt dreinzuschauen. Hoffentlich geht das nicht gänzlich in die Hose und ich verziehe letztendlich eine Grimasse. Das wäre nämlich etwas peinlich für mich ausgegangen.
Ich sah July und dem Jungen hinterher, dann wandte ich mich wieder an Chander. Ich sah ihn geheimnisvoll grinsend an. ,,Welcher Name würde denn zu mir passen?", fragte ich interessiert. So einfach würde ich es ihm nicht sagen, mich interessierte wie er mich nennen würde. Meine Gedanken schweiften zu morgen. Wen würde es treffen? Müsste ich morgen um mein Leben kämpfen? Ich hoffte nicht.
"Hm... Ich bin mir nicht so sicher...", sage ich deshalb. Auch habe ich etwas Angst, sie zu kränken oder ähnliches. Wer weiß, was ich wieder anstellen würde.
"Wie wärs mit einem Tipp?"
Eingehend mustere ich sie. Dabei fällt mir wieder mal auf, wie... exotisch ihr Auftreten ist. Rothaarige gibt es nicht viele, vor allem in Kombination mit diesen unfassbar blauen Augen. Womit das wohl zusammenhängen könnte? Dennoch sieht die irgendwie... gut aus. Was ich nie im Leben zugeben würde.
Ich überlegte kurz. Ich wollte es ihm natürlich nicht zu einfach machen. ,,Es hat mit meinem Aussehen zu tun." Dieser Tipp wäre nicht zu viel verraten, hoffte ich zumindest. Ich fühlte mich plötzlich beobachtet, weshalb ich meinen Blick kurz umher schweifen ließ. Woher kam dieses plötzliche Gefühl? Mein Blick blieb an dem Mädchen hängen, gegen welches ich vorhin gekämpft hatte. Sie tötete mich regelrecht mit ihren Blicken, weshalb ich mich relativ schnell abwandte. Es war aber von Anfang an klar gewesen: Wir konnten uns nicht leiden. Von wo kam sie nochmal? Hoshido? Nohr? Ich hatte es vergessen. Jedenfalls würde ich liebend gern einmal richtig gegen sie kämpfen, dann müsste ich mich auch nicht zurück halten.
Ratlos blicke ich ihr entgegen. Angestrengt rattere ich innerlich alle Namen durch, die ich kenne, doch so richtig will mir nichts einfallen.
"Charlotte? Violet?"
Diese beiden englischen Namen kommen mir am nächsten. Der erste Name erinnert mich immerzu an Karotte, weshalb genau, wage ich nicht auszusprechen. Wahrscheinlich bin ich mir selbst nicht mal mehr richtig sicher. Auf den Namen Violet bin ich auch nur gekommen, weil rot und blau diese Farbe ergeben. Aber vielleichtheißt sie am Ende gar völlig anders? Das wäre unsagbar peinlich für mich.
Gespannt sah ich das Mädchen nun an. Ich mag es nicht wirklich, wenn ich auf die Folter gespannt werde. Und leider kann ich meine Neugier sowie Ungeduld auch nicht immer ganz verbergen.
"Magst du mir deinen Namen nun verraten, geheimnisvolles Mädchen?"
Während ich auf eine Antwort warte, bemerke ich, dass sie statt mich eher an mir vorbei sieht. Vorsichtig spähe ich über die Schulter und erblicke prompt das andere Mädchen vorhin beim Heilerzelt. Vorhin hatte ich gedacht, sie beiden wären auf irgendeiner Art miteinander befreundet, selbst bei ihrem "Streit". Doch diese beinahe mörderischen, erdolchenden und eiskalten Blicke weisen mich drauf hin, dass ich wohl dezent daneben lag. Verwirrt runzele ich die Stirn und wende mich dem Namenlosen Mädchen vor mir zu.
"ist das da deine Freundin?", stelle ich die rhetorische Frage, auf dessen Antwort ich eigentlich auch schon selbst gekommen bin.
Und meine Vermutung lautet definitiv Nein.
Scarlett
Ich wandte meinen Blick von dem Mädchen ab und sah wieder zu Chander. Schnell schüttelte ich den Kopf und schnaubte. ,,Als ob ich mit der befreundet wäre", gab ich von mir. Hoffentlich wäre das Glück auf meiner Seite und ich könnte in der Arena gegen sie kämpfen, es hatte sogar einen Vorteil, ich kannte nun ihre Fähigkeit, wie sie kämpfte und ein paar Schwächen. Sie wusste fast nichts von mir, auch wenn sie genau das Gegenteil dachte. ,,Mein Name beschreibt meine Haare", erklärte ich und nahm eine Haarsträhne von mir in die Hand. ,,Scarlett, wie scharlachrot", erklärte ich weiter und ließ meine Haare wieder los, um ihm in die Augen zu schauen. ,,Verpsirchst du mir, dass wenn du in der Arena gegen sie kämpfen solltest, sie für mich besiegst? Als kleine Rache", grinste ich und sah ihn bittend an. Meine Chance war nicht sehr hoch dass ich ausgerechnet gegen sie kämpfen sollte oder durfte, weshalb ich auch ihn bitten konnte, denn mehr als nein sagen konnte er ja nicht.
Chander
Schief grinse ich sie an. Obwohl ich mit dem Namen wirklich weit verfehlt habe, liege ich doch mit meiner Vermutung bezüglich des Mädchens richtig. Auf ihre Bitte hin muss ich nicht lange überlegen, bevor ich zusage. Immerhin werde ich das sowieso tun müssen, daher macht es keinen allzu großen Unterschied. Schließlich hatte ich Raelyn versprochen, dass wir uns wiedersehen werden, und ich habe nicht wirklich vor, dieses Versprechen so leichtfertig zu brechen.
"Geht klar", stimme ich daher zu und nicke zur Bekräftigung meiner Aussage. "Ich glaube, sollte es wirklich dazu kommen, habe ich ohnehin keine andere Wahl."
Um wieder auf das Thema zuvor zurück gekommen, deute ich mit dem Kopf in Richtung ihrer Hand mit der sie an einer Haarsträhne zwirbelt. "Scarlett. Ein außergewöhnlicher Name - aber ein schöner. Er passt zu dir."
Ich muss zugeben, dass ich meine Worte vollkommen ernst meine. Bis jetzt erscheint mir Scarlett ziemlich sympathisch und ich glaube, wäre nicht die Sache mit dieser lächerlichen Arena, würde ich sie doch glatt nach einem Treffen fragen. Zu schade, eigentlich.
"Du kommst aus Soria, richtig?", fragte ich sie dann, um von meinen verwirrenden Gedanken wegzukommen.
Scarlett
,,Gut, sie ist nicht besonders stark, da sie sich überschätzt und zu schnell denkt sie würde sowieso gewinnen", teilte ich meine Erfahrung mit ihm. Jedoch konnte es auch gut sein, dass ich später mal gegen ihn kämpfen müsste und ich hatte keine Ahnung wie stark er war geschweige denn was er alles konnte.
Bei seiner Bemerkung meines Namens wurde ich leicht rot. ,,D-danke", sagte ich zögerlich und lächelte etwas, welches jedoch schnell wieder verschwand. Scarlett, er ist immer noch dein Feind!, ermahnte ich mich selbst.
,,Ja, stimmt. Soria, die Stadt am Meer, oder auch bekannt als Meeresstadt." So war die Stadt, aus welcher ich kam, unter den anderen bekannt, da diese direkt am Meer lag und wir so auch oft mit reisenden Händlern handelten, zumindest die Hauptstadt.
Chander
Bei ihren Worten nicke ich leicht und versuche, mir diese Merkmale einzuprägen. Hoffentlich gelingt es mir, dieses besagte Mädchen zu besiegen, denn meine eigenen Kräfte sind viel mehr erbärmlich. Wahrscheinlich würde da selbst Nandar besser abschneiden als ich. Mit seiner Gabe verdreht er wortwörtlich Jedem den Kopf. Als Scarlett kaum erkennbar errötet, muss ich mir das Lächeln verkneifen. Ich rufe mir immer wieder selbst ins Gedächtnis, wo ich bin und wozu ich hier bin. Es bringt nichts, wenn ich irgendjemanden auch nur annähernd nett finde, der nicht meinem Stamm entspricht. Gerade will ich etwas zum Wissen über Soria beitragen, wobei ich mein Gewicht von einem Bein aufs andere verlagere und sogleich ein heller Schmerz durch meine Hüfte fährt. Schlagartig fällt mir wieder meine Wunde ein und ich verziehe das Gesicht zu einer Grimmasse. Wie schwer bin ich bitte schön, dass ich mir bei so einem Sturz etwas derartiges zuziehen kann? Das ist doch irgendwie nicht mehr ganz normal.
"Ich glaube, so langsam müsste ich dann mal zum Fluss, denn ich bin nicht wirklich erpicht darauf, wieder zum Verrückten zu gehen.", sage ich an das Mädchen vor mir gewandt, während ich mit dem Kopf in eine bestimmte Richtung zeige.
"Hoffentlich ist das Glück diesmal auf meiner Seite und es befindet sich noch dort wie im letzten Jahr, denn sonst sieht es nicht ganz so gut für mich aus."
Scarlett
Ich lachte kurz auf, ich hatte es mir nicht verkneifen können. Der Verrückte. Doch dann verstummte ich. Letztes Jahr? Er war also schon einmal hier in der Arena gewesen und hatte wohl gewonnen, denn es gab immer nur einen Gewinner. Also musste er stark sein. Nun betete ich umso mehr nicht gegen ihn kämpfen zu müssen. Ich hatte zwar jahrelang nach den für mich perfekten Kampftechniken gesucht, doch hatte ich hier noch nie mitgemacht und so konnte es gut sein, dass ich schwächer war als manch andere. Da ich das Element Wasser hatte, konnte ich andere heilen, jedoch nicht mich selbst, zumindest noch nicht. Ich war auch noch nicht so gut darin, denn ich hatte mich bisher eher auf das Kämpfen statt Heilen konzentriert. ,,Ich begleite dich, ich möchte etwas probieren", meinte ich trotzdem, auch wenn ich mich wahrscheinlich in eine peinliche Situation bringen würde.
~Winter is coming~
Re: RP Partner gesucht
von Feder am 08.09.2019 14:17~Winter is coming~


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