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raven

22, Weiblich

  Beauty Queen

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Re: The 25th Hunger Games || Berry and Sonni are finally back ♥

von raven am 16.10.2019 21:00

Rye Hawkpath

 

Der Bahnhof befand sich direkt hinter dem Rathaus, also holten mich die Friedenswächter wieder aus dem Zimmer raus und brachten mich nach draußen. Die Sonne brannte auf meinem Gesicht, dass hoffentlich einigermaßen gefasst aussah, als wir ins Freie traten. Die Kameras stürzten sich praktisch auf mich und das Mädchen, das gerade aus einem seperaten Gang nach draußen geführt wurde. Man sah sofort, dass sie geweint hatte. Nicht unbedingt vorteilhaft, wenn man Sponsoren auf seine Seite ziehen möchte, wenn ihr fragt. Ich ließ das Mädchen, Mädchen sein und versuchte das Blitzlichtgewitter über mich ergehen zu lassen. Nach endlosen Minuten, wurden wir in den schon bereit stehenden Zug geführt. Mit einem Zischen schlossen sich die Türen hinter uns. Nach kurzer Verzögerung, setzten wir uns schließlich abrupt in Bewegung, sodass ich gegen Jule prallte, die hinter mir lief. Ohne mich zu entschuldigen, folgte ich den Friedenwächtern. Nach wenigen Schritten, riss einer von ihnen eine Tür auf und ich stolperte geradewegs in ein Essensabteil, dass wohl teurer gewesen sein musste, als unser komplettes Haus. Überall funkelte und blinkte es, alles war auf Hochglanz poliert und ich mochte mich schon fast nicht auf den Sitz setzen, auf den eine Friedenswächterin deutete. Um nicht weiter aufzufallen, setzte ich mich dann doch und musste mit Schrecken ansehen, wie das Mädchen sich gegenüber von mir setzen musste. Ich hatte wenig Lust mit ihr zu reden, überhaupt mit irgendjemandem zu reden und ich hoffte inständig, dass ihr das genauso ging.

Jule Farrel

Ich wischte mir schnell über die Augen, als ich die Kameras sah, die mich und Rye ablichten wollten.
Hoffentlich waren meine Augen nicht zu sehr gerötet, schließlich hatte ich nur ganz kurz geweint.
Als wir in den Zug geführt wurden, und Rye gegen mich stieß, ballten sich meine Hände zu Fäusten, und ich musste mich in diesem Moment sehr zurückhalten, ihm nicht wortwörtlich eine reinzuhauen.
Er hatte mich nicht absichtlich angerempelt, natürlich, aber alleine sein bloßer Anblick genügte schon, das ich wütend wurde. Und wenn er dann auch noch gegen mich krachte, lief das Fass in meinem inneren über.
Ich wurde von dem Essensabteil abgelenkt, in das wir jetzt hineingeleitet wurden. So etwas hatte ich noch nie gesehen. Alles war verziert, in goldenen Behältern stand massenweise essen und trinken auf dem tisch, und große, blitzblanke Fenster an der Seite ermöglichten den Blick nach draußen.
Als ich mich auf die Bank gegenüber von Rye setzte, war ich überrascht, wie gemütlich diese war. Sie war ledern und für meinen Geschmack genau richtig, nicht zu hart und nicht zu weich.
Ich warf einen kurzen, verstohlenen Blick über den Tisch zu Rye, doch er sah weg.
Ich tat es ihm gleich und starrte lieber das Essen an, denn davon wurde mir wenigstens nicht übel. So viel essen auf einmal hatte ich noch nie in meinem Leben gesehen, zumindest konnte ich mich nicht erinnern. Und das hier war nur der Zug in die Hauptstadt, wie sah es dann erst später im Kapitol aus?
Ich wusste nicht, ob ich mir etwas nehmen durfte, aber auf meiner Seite des tisches stand ein Teller mit Besteck und einem Glas, und davon abgesehen konnte jetzt sowieso nichts mehr schiefgehen.
Also nahm ich mir eine große Portion Fisch und Bratkartoffeln und schaufelte sie auf meinen Teller.

EXCUSE ME SONNI DU FAKE FAN XD Die Rothaarige^^

Rye Hawkpath

Ich fragte mich, wie Jule überhaupt etwas essen konnte. Mir wäre wahrscheinlich alles wieder hochgekommen, wenn ich auch nur einen Bisschen gegessen hätte. Und noch etwas anderes machte mir zu schaffen. Ich hatte ein Bild und einen Namen zu Jule, aber wusste nichts über sie. Woher sie kam, wie alt sie war, rein gar nichts. Sie hingegen wusste mit Sicherheit meine halbe Lebensgeschichte. Nicht das ich erpicht darauf war, etwas über sie zu erfahren. Am liebsten würde ich gar nicht über die anderen Tribute erfahren, schließlich würde ich sie später tö.ten müssen. Und das war der Moment, in dem die Information in meinem Kopf explodierte. Du bist in den Hungerspielen, Rye. Vielleicht wirst du das Mädchen gegenüber von dir t-öten müssen. Entschlossen mir meine Unsicherheit nicht anmerken zu lassen, griff ich ebenfalls nach Messer und Gabel und langte zu dem Teller mit Fleisch, obwohl ich gar keinen Hunger hatte. Doch meine rechte Hand, in der ich das Messer hielt, zitterte unkontrolliert. Innerlich verfluchte ich mich selbst dafür. Schwäche in solchen Momenten zeigen, war äußerst unpraktisch. Dann konnte ich ja gleich eine Durchsage vor meinen Tributen machen lassen und erzählen, dass ich seit einer schweren Krankheitsepidemie in unserem Distrikt, manchmal anfing zu Zittern. Ich wäre schneller t.ot, als ich überhaupt weglaufen könnte. Zu allem Überfluss zitterten meine Beine auch manchmal oder knickten plötzlich weg. Ein Überbleibsel, dass mich auf ewig daran erinnerte, wie knapp ich dem T.od entrunnen war, während der restliche Distrikt nicht so viel Glück hatte. Hoffentlich schob Jule, das einfach auf die Aufregung. Nachdem es mir unter starkem Zittern tatsächlich gelungen war, das Kotelett auf meinen Teller zu verfrachten, riskierte ich einen Blick Richtung Jule. Ich unterdrückte eine Seufzen. Sie hatte alles beobachtet. Ich fragte mich, ob sie das immer so machten. Das Kapitol. Die Tribute erstmal in eine Kennlernphase am Esstisch schicken und hoffen, dass sie gleich ein paar Schwächen ausplauderten? Verbissen schnitt ich das Kotelett mit immer noch zitternden Händen durch und hoffte inständig, dass das Mädchen mir gegenüber mich darauf ansprechen würde.
WELCHE ROTHAARIGE? XD

Jule Farrel

Voller Genugtuung sah ich dabei zu, wie Rye mit zitternden Händen versuchte, sich etwas Fleisch auf seinen Teller zu verfrachten.
Ich nahm meine Gabel und schob mir ein großes Stück Lachs in den Mund.
Als ich einigermaßen fertig mit kauen war, zwang ich meine Mundwinkel zu einem leichten, verachtenden Lächeln und richtete meinen Blick auf ihn. ,,Angst, Rye Hawkpath?,,, Fragte ich leise und spöttisch.
Ich hatte selbst Angst. Unbeschreibliche Angst.
Ich hatte Angst vor meinem Tod, ich wusste nicht was danach kam. Die meisten Menschen hatten Angst vor dem, was sie nicht kannten, so auch ich.
Würde es weh tun? Wie lange würde es dauern, wenn mich jemand erstechen oder erschießen würde? Wie lange würde es dauern, wenn ich verhungern, verdursten oder von einem wilden Tier gerissen werden würde? Wie lange würde es dauern, wenn ich von ... Ich stoppte meine Gedanken. Sie brachten mir rein gar nichts. Ich würde es früh genug erfahren, also warum sollte ich mir jetzt Gedanken darüber machen?
Es gab so viele Fragen, auf die ich keine Antwort bekommen würde. Also blieb mir nichts anderes übrig als zu warten und mir so wenig wie möglich den Kopf darüber zu zerbrechen.

BIST DU BLÖD? XD Die, die zum Schluss noch mit Peeta,Katniss, Cato und Thresh in der Arena ist, aus Distrik 5

Rye Hawkpath

Innerlich korrigierte ich mich selbst. Das Kapitol hatte uns definitiv hier hingesetzt, damit wir uns schon angefeindet hatten, bevor die Spiele überhaupt begonnen hatten.
Eigentlich hatte ich keinen Grund wütend auf meinen Mittribut zu sein, ich kannte Jule nicht, aber die Art wie sie mich provozierte, als würde sie mich schon Jahre kennen, machte es mir schwer, ihr neutral gegenüber zu stehen. Angst, Rye Hawkpath? Wer war ich, dass ich keine Angst haben durfte? Ich überlegte zweimal, bevor ich schließlich antwortete, was ich dachte: "Wer bin ich, dass ich keine Angst haben darf?" Mir war der ohnehin schon nicht vorhandene Appetit vergangen. Wollte dieses Mädchen, dass aussah als könnte sie keinen Tag allein überleben, mich so dringend zum Feind haben? Klar, ich wusste rein gar nichts über sie, aber was wusste sie denn über mich? Woher, sollte sie wissen wie schwer die Schuld jeden Tag auf meinen Schultern lastete? Ich war wütend und ich wusste sie war es auch. Eigentlich hatte ich vorhin spontan beschlossen, mich so wenig wie möglich mit ihr zu beschäftige. Fehlgeschlagen. Zum ersten Mal musterte ich sie näher: Hübsches Gesicht, aber erschreckend dünn. Was folgte, war die Erkenntnis. Mit ziemlicher Sicherheit schlug sie sich als Arbeiterin auf den Feldern durch. Ein guter Grund jeden zu hássen, der es besser hatte als sie. Und wenn sie mich nicht hásste, dann war sie doch zumindest sehr, sehr wütend auf mich. Mit verschränkten Armen startte ich sie an.

[Achso diee xD sag das doch gleich man ich kann nicht alles wissen xD

Jule Farrel

Er war gut. Sehr gut. ,,Angst zu haben ist egoistisch,,, Gab ich zurück. ,,Du bist wohl sehr egoistisch, stimmts?,,.
In meiner Stimme lag etwas herausforderndes vermischt mit der Wut, die ich über die Jahre auf die Familie Hawkpath gehegt hatte.
Bevor Rye antworten konnte, sagte ich noch: ,,Deshalb haben auch so viele deinen Namen in das Glas geworfen.,,.
Ich nahm meinen feinen Teller mit essen in meine Hände und lehnte mich auf meinem
Sitz zurück, ehe ich mir noch eine Portion Essen in den Mund schaufelte. Es tat so unglaublich gut, etwas richtiges in den Magen zu bekommen. Ich würde so lange und viel essen, bis ich stöhnend auf dem Boden des Wagons liegen würde, das schwor ich mir.
Ich würde die nächsten Tage so viel essen wie ich konnte, um ein paar Kilo für die Arena zuzunehmen. Je nachdem was es diesmal für eine gab, würde ich nicht wirklich viel zu essen bekommen.
Wenn ich überhaupt die ersten Minuten sowie Stunden überleben würde.
Ich musterte Rye mit scharfen Augen. Würde er mich tötén wollen? Würde ich ihn tötén wollen? Vielleicht. Vielleicht würde ich mich dann besser fühlen. Wir mussten sowieso alle sterben, wieso dann Rye nicht durch meine Hand?
So wie wir jetzt gegenüber in diesem Zug saßen, schien das alles so unreal und weit weg. Es war schwer, daran zu denken, das wir uns tatsächlich vielleicht einmal tötén würden.

(Soll ich vllt. auch noch sagen, was ihre Lieblingsfarbe war? xD)

Rye Hawkpath

Bei ihren Worten zuckte ich zusammen und das diesmal nicht wegen der alten Krankheit. Denn zum zweiten Mal, innerhalb weniger Minuten, traf mich die Erkenntnis wie ein Schlag ins Gesicht. Jule selbst hatte meinen Namen ins Glas geworfen und konnte es wahrscheinlich gar nicht abwarten, freute sich sicher sogar auf den Moment in der Arena, wenn sie mich endlich tötén konnte. Denn das war ein großer Vorteil der Hungerspiele und vielleicht sogar der einzige. Niemand, wurde fürs Tötén bestraft. Jule konnte sich an mir rächen, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Ich sagte nichts. Schenkte mir Wasser aus einer Karaffe zu meiner Rechten, in mein bereitstehendes Glas ein. Mit immer noch zitternden Finger umklammerte ich das Glas. Die Gedanken rasten in meinem Kopf, wenn ich am Leben bleiben wollte, würde ich sie zwangsläufig tötén müssen, wenn ich nicht stérben wollte. Es sei denn ein anderer tat es. Ich merkte wie meine rechte Hand stärker zitterte und umklammerte das Glas fester. Die Genugtuung in ihren Augen, während sie auf meine Finger starrte, gab mir den Rest. Meine schweißnasse Hand rutschte am Glas ab und mit einem in der Stille ohrenbetäubenden Knall, zerschellte das volle Glas auf dem Boden des Zuges. Ohne hinschauen zu müssen, wusste ich, dass Jule mich triumphierend angblickte. Wut schäumte in mir hoch, Wut auf Jule, Wut auf meine zittrige Hand, Wut darauf, dass ich mich nicht unter Kontrolle hatte und Wut auf das Kapitol, dass an meiner Lage Schuld war.
Ruckartig schoss ich hoch, knallte meine Hände auf den Tisch, um mich abzustützen, sodass das Wasser in der Karaffe bedrohlich schwappte.
"Was ist dein Problem? WAS IST DEIN SCHEIß PROBLEM?", schrie ich das Mädchen vor mir an und lehnte mich über den Tisch. Wenn ich nur laut genug schrie, vielleicht, ja vielleicht holte man mich dann endlich aus diesem Alptraum heraus.

Jule Farrel

Obwohl ich gedacht hatte, das ich mich unter kontrolle gehabt hatte, zuckte ich sichtbar zusammen und verschluckte mich beinahe vor Schreck an meinem essen.
Ich musste mich zusammenreißen, nicht zurückzuweichen.
Hatte ich zu viel gesagt? Hatte ich Rye zu sehr provoziert? Vielleicht hatte ich den Bogen mit meinem letzten Satz tatsächlich ein wenig überspannt.
,,Tut mir leid.,,, Antwortete ich mit leicht zittriger Stimme, nicht aus Angst, sondern weil ich einsah, das ich zu weit gegangen war. Dennoch brachte ich den Satz kaum über meine Lippen. Wie konnte ich mich nur bei einem Mördér entschuldigen.
Ich hätte ebensogut etwas zurückschreien können, doch ich sah ein, das ich jetzt keine Kraft zum streiten hatte. Nicht jetzt. Nicht hier. Es gab wichtigere Dinge, auf die ich mich jetzt konzentrieren sollte.
Ich sah Rye, der seine Hände immernoch auf dem Tisch abgestützt hatte, kurz und flüchtig in die Augen, und richtete meinen Blick dann schnell wieder auf meinen Teller. Er war wütend. Sehr wütend. Wütend genug, um mich zu schlagen, hätte ich jetzt etwas Böses erwidert? Ich hätte es im Prinzip gerne erfahren, da ich ein bisschen Lust gehabt hätte ihn zurückzuschlagen. Aber es war besser, das jetzt zu beenden.

"May the odds be ever in your favor!"

~The Hunger Games~



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raven

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Re: The 25th Hunger Games || Berry and Sonni are finally back ♥

von raven am 16.10.2019 20:57

Rye Hawkpath

 

Es überrachte mich nicht, als ich gezogen wurde. Wirklich nicht. Ich hatte damit gerechnet und den Blicken entsprechend, die mir die Leute zu warfen hatten sie das auch.
Als ich mir von hinten einen Weg bahnte, fühlte ich mich wie ein Tier, das zum Schlachthof gebracht wurde. Die Jugendlichen wichen vor mir zurück, es kam mir vor, als würden sie mich verhöhnen. Irgendwo weiter rechts von mir durchbrach ein Schrei die Stille. "Rye! Nein, nicht Rye!". Meine Schwester. Wer auch sonst? Kurz blieb ich stehen, dann fasste ich mich wieder und bog in den Gang zwischen den männlichen und weiblichen Jugendlichen ein.
"Ah, da sind sie ja", hörte ich Alyss Overhill in ihr Mikrofon flöten. Während ich von Friedenswächtern zum Rathaus eskortiert wurde, sprach sie weiter:
"Unsere diesjährigen Tribute Jule Farrel und Rye Hawkpa-path". Beim zweiten Vorlesen schien ihr aufzufallen, wer da gerade auf die Bühne eskortiert wurde. Neben mir sah ich, wie zwei Friedenswächter das Mädchen packten. Ich kannte sie nicht und das war wahrscheinlich auch besser so. Als ich die Treppen zu dem Haus hochstieg, in dem ich eigentlich sogar wohnte, schweifte mein Blick zu meinem Vater. Dad hing stockstéif auf seinem Stuhl und schaute fassungslos zu, wie sein Sohn geradewegs in den T-od geschickt wurde. Hatte er wirklich nicht geahnt, dass es so kommen würde? Wie naiv war er bitte? Als ich oben stand und mich umdrehte, blickte ich hinab auf eine schweigende Menge. Ich sah, wie sie Flaire versuchten zu beruhigen, die völlig ausgerastet zu sein schien. Ich sah wie Cerise versuchte sie zu trösten. Und ich sah Heath, der verständnislos zu mir aufblickte.
Alyss Overhill hatte sich scheinbar wieder gefangen und plapperte munter weiter:
"Meinen Herzlichen Glückwunsch ihr beiden! Ihr habt die Ehre, Tribute des ersten Jubeljubiläums zu sein". Ich unterdrückte ein Schnauben. Ein Blick nach links bestätigte mir, dass das Mädchen, Jule, ebenfalls oben angekommen war. Plötzlich streckte sie mir die Hand hin. Verständnislos starrte ich sie an, bis die Worte von der Frau im grünen Kostüm zu mir durchdrangen:"Na los, reicht euch die Hände!" Rasch schüttelte ich ihre eiskalte Hand. Hoffentlich sah es auf den Live Übertragungen nicht so aus, als würde ich das Händeschütteln verwähren. Damit wäre meine Rolle, als grausamer Sohn, des noch grausameren Bürgermeisters wohl perfekt.

Jule Farrel

Nachdem ich für ein paar Sekunden lang versucht hatte, mich loszureißen, begriff ich schon, das es keinen Sinn hatte gegen diese Friedenswächter anzukämpfen. Ich hörte die Schreie eines Mädchens, das Ryes Namen Rief. Doch niemand Rief nach mir. War ich verhàsster als Rye? Unmöglich. Ich stolperte auf die Bühne und musste mich sehr überwinden, Rye Hawkpath die Hand zu schütteln. Dem Jungen, der praktisch den Befehl dazu gegeben hatte meine Schwester zu tötén. Mit möglichst hàsserfüllten Augen starrte ich ihn an. Wen er wohl gewählt hatte?
Ich suchte die menschenmenge unter uns ab. Und da. Ich entdeckte meine Mutter. Sie sah nur auf den Boden. Ihr war es egal das ich sterben würde, vermutlich freute sie sich sogar. Jetzt war ich wütend. Und ich wurde noch wütender, als ich meinen Vater ein paar Reihen weiter erblickte. Er sah mich nur beinahe traurig an, doch sonst tat er nichts.
Die einzige, die Tränen meinetwegen vergoss, war Ginny. Die ältere Dame warf mir einen panischen Blick zu und das Wasser quoll wie in kleinen Bächen aus ihren Augen. Doch was sollte sie tun? Meine Wut auf meine Eltern und auf Rye verflog, nun war es die Wut auf die vier Menschen, die hier auf der Bühne saßen. Die beschìssene Alyss Overhills, die sich an unserem leid zu ergötzen schien, der Bürgermeister, der meine Schwester wegen ein paar Tomaten vor meinen Augen erschießen lassen ließ, und die zwei Mentoren, denen das alles egal zu sein schien.
Ich schloss kurz die Augen und atmete zitternd ein, und aus.
Ich sah wieder zu Rye Hawkpath. In seinen Augen spiegelten sich meine Angst und meine Wut.
Da war noch etwas an ihm, das in so wirken ließ, als hätte er sich mit diesem Schicksal schon lange abgefunden. Als hätte er damit gerechnet.
Vielleicht hatte er das sogar wirklich, er war nicht dúmm, er wusste vielleicht, das sie Menschen ihn hàssten.

(Ja ja, du der Rye ist nicht dúmm xD)

Rye Hawkpath

Plötzlich räusperte sich mein Vater. Er stand auf, schritt an mir vorbei zum Mikrofon, ohne mich eines Blickes zu würdigen und begann den Hochverratsvertrag vorzulesen. Das schockte mich allerdings wirklich? War er nach all den Jahren wirklich so abgebrüht? Flaire hatte aufgehört meinen Namen zu rufen und machte jetzt lieber ein to.dernstes Gesicht. Momentan ging es mir eigentlich noch relativ gut. Die Information, dass ich Tribut der diesjährigen Hungerspiele war, schien noch nicht in meinem Kopf angekommen zu sein, aber in der Öffentlichkeit sollte das auch besser so bleiben. Wie schon zu Anfang erschallte nun wieder Panems Hymne aus den Lautsprechern.
Das was jetzt kam, zeigten sie nicht in den Medien und ich wusste auch nur davon, weil Dad es mir vor Jahren mal erzählt hatte. Wir wurden von bewaffneten Friedenswächtern ins Rathaus geführt, drinnen bog die Hälfte von ihnen mit Jule in der Mitte in einen Raum ab. Mich schoben sie schließlich in einen Raum hinter Dads Büro, früher hatte ich oft gefragt, was sich darin befand, nun sollte ich wohl endlich die Chance kriegen, einen Blick hinein zu werfen.
Zwei Fenster, hellblaue Wände, ein Tisch in der Ecke, keine Sitzgelegenheit. Kaum war die Tür hinter mir zu gefallen, sodass ich endlich einen Moment allein war, wurde sie auch schon wieder aufgerissen. Cerise polterte mit Heath und Flaire im Gepäck herein. Meine Schwester schmiss sich sogleich in meine Arme, weinte erstaunlicherweise aber nicht. Ich legte vorsichtig die Arme um ihre Schultern. Dann brabbelte sie in einer Tour los: "Du weißt du kannst es schaffen, du bist der schnellste Läufer, den ich je gesehen habe, du weißt wie man sich einen Unterschlupf baut, wenn du sie nur lang genug hinhälst kannst du es schaffen!" Ich ließ sie reden, Cerise blickte mich mit einem traurigen Blick an und umarmte mich auch, als Flaire mich los gelassen hatte. Ich kontte mich nicht daran erinnern, dass wir uns jemals umarmt hatten, aber in diesem Moment tat es gut. Schließlich ging ich in die Hocke und gab Heath eine Umarmung, der still vor sich hin weinte. Wir sagten nicht viel und nach wenigen Minuten mussten sie gehen. Kurz bevor Cerise aus der Tür war, hielt ich sie auf. "Du darfst ihn erst lesen, wenn ich weg bin, hörst du?", flüsterte ich eindringlich und zog das Papier aus meiner Hosentasche. Stumm nickte sie, als ich es ihr gegebe hatte und wurde dann rausgescheucht. Wenn ich erstmal auf den Weg ins Kapitol war, konnte mein Vater mir nichts mehr an haben. Vielleicht zerstörte ich so ihre Ehe, aber ich fand sie hatte ein Recht darauf es zu erfahren.
Mein Vater wurde rein gelassen. "Hör zu Rye, ich weiß du bist vermutlich total geschockt, aber-" , fing er an doch ich schnitt ihm das Wort ab.
"Ich wusste es", zischte ich ihm entgegen.
Dad riss die Augen auf: "Was, woher?"
"Es ist wegen des Mädchens, Distrikt 11 vergisst nicht", murmelte ich und Erkenntnis blitzte in seinen Augen auf.
Unbeholfen tätschelte er meine Schulter, ehe er nach wenigen Sekunden wieder ging.
"Vielleicht ist es auch wegen dir", sagte ich , laut genug, sodass er es noch hören konnte.

Jule Farrel

Ich ließ mich bereitwillig von den Friedenswächtern wegschleifen. Ich hatte nichts mehr zu verlieren.
Als ich in den kleinen Raum gebracht wurde, war ich mir nicht sicher ob mich jemand besuchen würde.
Wen hatte ich denn noch?
Das erste was ich sah, als sich die Tür öffnete, war Ginnys verquollenes, rotes Gesicht. Natürlich, ich hatte Ginny. Sie fiel mir in die Arme und weinte wieder etwas, während ich einfach nur dastand. Unfähig zu weinen, die Umarmung zu erwidern, etwas zu sagen oder sonst irgendetwas zu tun. ,,Du,,, schluchzte die Frau leise, ,,Du wirst mir fehlen, arme kleine Jule.,,
Es fühlte sich an, als würde ich mich auf meiner eigenen Beerdigung befinden. Ich hatte keine Chance, die Spiele zu gewinnen. Das einzige was ich konnte, war stehlen und rennen, und ich war entschlossen genug um im Notfall jemanden zu tötén. Nicht jeder hatte den Mut dazu, jemandem am Ende wirklich den Todesstoß zu versetzen, aber ich würde es tun. Aber ob mir das viel brachte, war eine andere Frage. Ich konnte nicht in der Wildnis überleben und ich konnte nicht wirklich mit *** umgehen. Meine einzige Chance war, mich zu verstecken, und zu warten, bis die Tribute sich gegenseitig umbrachten. Doch ob ich in der Arena alleine überleben würde, stand offen. Nein, ich hatte keine Chancen Distrikt 11, oder Ginny jemals wieder zu sehen. Und ... Mein Vater. Da stand er. Im Tührrahmen, und starrte mich nur an. ,,Wie konntest du es so weit kommen lassen?,,, war alles, was er sagte. Ich löste mich von Ginny und starrte zurück. ,,Das ist alles, was du zu sagen hast? Dann verschwinde von hier. Du hàsst mich doch sowieso!,,, Fuhr ich ihn an und er zuckte sichtbar zusammen. ,,Ich wollte dir eigentlich nur viel Glück wünschen.,,, Sagte er und sah zu Boden. ,,Das bringt mir jetzt auch nichts mehr.,,, Erwiderte ich, und damit verließ mein Vater den Raum ohne ein weiteres Wort. Ich starrte ihm einen Moment lang fassungslos nach, ehe wieder friedenswächter kamen, und mich an den Armen packten. ,,Die Besuchszeit ist vorbei.,,, Erklärten sie. ,,Leb wohl, Ginny.,,, Sagte ich, und nun waren meine Augen tatsächlich auch leicht glasig. ,,Leb wohl.,,, Flüsterte sie, und wischte sich mit einem Taschentuch die Tränen von ihren Augen.
Und damit sah ich nach vorne und folgte den friedenswächtern, ohne es einmal zu wagen über die Schulter zurückzublicken. Nun liefen zahlreiche Tränen aus meine. Augen heraus und tropften meine Wange hinunter.
Jule Farrel war so gut wie tot.

Ich kann mir Jule wirklich als die neue Fuchsgesicht vorstellen xD

"May the odds be ever in your favor!"

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raven

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Re: The 25th Hunger Games || Berry and Sonni are finally back ♥

von raven am 16.10.2019 20:55

Rye Hawkpath

 

Nachdem ich noch ein letztes Mal versucht hatte meine Haare irgendwie zu bändigen, lief ich runter in die große Halle. Dad (ich überlegte tatsächlich, ob ich ihn von nun an Bale nennen sollte) war wahrscheinlich schon los und so wartete ich nur noch auf den Rest der Familie und Miss Wellworth. Letztere erschien nach wenigen Minuten und umarmte sogleich. Ich wette sie wusste genauso gut wie ich, wie schlecht es für mich aussah. Danach wandte sie sich kurz ab und ich hörte sie einmal unterdrückt aufschluchzen und etwas in Richtung: "Der arme Junge" flüstern. Etwas später als geplant erschien um 11:10 Uhr Heath unten, ebenfalls in einem Hemd, auch wenn er heute nicht gewählt werden konnte, der ganze Distrikt hatte sich festlich zu kleiden. Als Familie des Bürgermeisters waren wir in der Regel unter den ersten, die sich auf dem großen Platz vor dem Rathaus versammelten. Heath unterhielt sich mit unserer Köchin und ich wartete einfach nur stumm, auf den Rest. Um 11:17 Uhr hastete Cerise dicht gefolgt von meiner Schwester die Treppen hinunter.
"Beeilt euch, beeilt rief sie während wie über den Platz liefen, wo sich schon die ersten Bürger des Distriktes versammelten. Ich verdrehte die Augen, ich war ja nun wirklich pünktlich gewesen. Die Schlangen vor den Friedenswächtern, die überprüfen sollten wer gekommen war, waren noch recht kurz und wir verteilten uns sogleich auf zwei verschiedene. Ein Mädchen aus meiner Klasse stand vor mir, schaute mich kurz an, drehte sich dann wieder um. Ich wette sie hatte meinen Namen auf ihren Zettel geschrieben. Im Hintergrund hörte ich die Wetten gerade beginnen, ich konnte nichts Genaues verstehen, aber an der Art, wie mich ein älterer Mann anschaute, war ich fast sicher, dass die Wetten auf meinen Namen schon begonnen hatten. "Nächster", riss mich die Stimme einer Friedenswächterin aus meinen Gedanken. Ich tat einen großen Schritt nach vorn, ich hatte überhaupt nicht bemerkt, dass die wenigen Leute vor mir schon durch waren. Ein kurzes Pieksen, dann hatte die Frau mein Blut und drückte dann meinen Finger auf ein Blatt Papier. Ein riesiger, bereitstehender Friedenswächter, schob mich von ihr weg. Ich nickte Heath, der in hinter mir gestanden hatte noch kurz zu, während das Lesegerät meinen Fingerabdruck einscannte. Da riss der Friedenswächter mich auch schon weiter, schob mich in den Block mit den männlichen Bewohnern und übergab mich an einen anderen, der mich realtiv weit nach hinten, in der Reihe der Vierzehnjährigen platzierte. Weiter vorn, auf der anderen Seite, sah ich wie Flaire sich in ihre Reihe einordnete. Miss Wellworth, Cerise und Heath standen wahrscheinlich schon bei den anderen Angehörigen. Je mehr Zeit verging, desto voller wurde der Platz und als die Rathausuhr 11:55 Uhr anzeigte, war der Platz rappelvoll. Wir waren ein relativ großer Distrikt, dementsprechend eng war es auch. Links und rechts von mir standen Leute es aus meinen Parallelklassen und aus meiner Klasse, einige von ihnen bedachten mich mit undefinierbaren Blicken, aber niemand sagte etwas. An solch einem Tag, besaß jeder genug Anstand um zu schweigen. Krampfhaft versuchte ich nicht über meinen Vater nachzudenken und suchte verzweifelt nach eineme neutralen Thema, als die Uhr 12 schlug.

Jule Farrel

Um 11:30 Uhr kam ich auf dem Platz an. Viele Leute tummelten sich bereits hier, ein paar Kinder standen schon in den Reihen derer, von denen zwei ausgewählt werden würden.
Hektisch ließ ich meinen Blick über die Menschen schweifen. War mein Vater bereits hier? Oder meine mutter? Seit ein paar Jahren hatte ich nicht mehr mit ihr geredet und ich hatte es auch nicht vor. Immer wenn ich ihr begegnete, tat ich so, als würde ich sie nicht kennen, und sie handelte es genauso.
Als ich keinen von ihnen entdecken konnte, Stellte ich mich hinter die kurze Schlange von Jugendlichen und ließ mit nun zum vierten Mal in meinem Leben in den Finger stechen, damit die Friedenswächter mein Blut scannen konnten. Wofür brauchten sie das? Nachfragen konnte ich nicht, denn ich wurde weiter geschubst und reihte mich bei den anderen Mädchen ein. Die Zeit verging wie im Flug bis es kurz vor 12:00 Uhr war. Die meisten Menschen hier starrten mich bis jetzt nur feindselig an. Wer von ihnen hatte wohl für mich gestimmt? Mir war schlecht.
Ich spähte hinüber zu den Jungs und nach einiger Zeit sah ich ihn. Rye Hawkpath. Ich konnte ihn dank der vielen Leute nicht ganz erkennen, doch trotzdem war ich mir sicher das er es war. Er war groß und braun und hatte wilde, abstehende Dreadlocks. Ich beobachtete ihn lange, und fragte mich wieso er es nötig gehabt hatte meine Schwester zu verpetzen. Sie wegen ein paar Tomaten einfach zu tötén. Meine Augenbrauen zogen sich vor Wut und Schmerz leicht zusammen.
Schließlich wurde ich von einer lauten Stimme aufgeschreckt, die durch ein Mikrofon sprach. Es war wieder soweit. Die diesjährigen Hungerspiele wurden angekündigt.
Ich wandte mich von Rye Hawkpath ab und richtete meinen Blick auf die Tribüne.

Rye Hawkpath

(Okay, jetzt kommen ein paar neue Leute dazu, wenn du mit irgendwas nicht einverstandne bist, sag gerne Bescheid :3)

Auf die Sekunde genau traten mein Vater und die Betreuerin von Distrikt 11 aus dem Eingang des Rathauses heraus. Unsere Betreuerin Alyss Overhill, sah zugegeben dieses Jahr noch schrecklicher aus, als im vorherigen Jahr. Sie war schon ziemlich groß und durch ihre hohen Absätze wirkte sie wie eine Riesin, die meinen Vater um einen halben Kopf überragte. Jedes kleine Kind konnte erraten, dass sie aus dem Kapitol stammte. Ihre Haut war aschfahl und das grüne Kostüm, welches sie trug, ließ ihre Haut ungesund schimmern. Ihre kurzen Haare standen in dunkelgrüngen Stacheln wild vom Kopf ab und selbst ihre Lippen waren froschgrün geschminkt. Ihre Nase hatte anscheinend auch die ein oder andere OP zu viel hinter sich gehabt, das konnte auf dem großen Bildschirm der an einem Nachbarhaus angebracht war erkennen. Im Allgemeinen, war sie ein grotesker Anblick. Ihnen folgten zwei Sieger aus den letzten Jahren. Unsere einzigen Sieger wenn man es genau nahm. Die Zwei waren altbekannt, genauso wie die Tatsache, dass sie sich nicht ausstehen konnten. Man sah ihren Gesichtern den Widerwillen darüber an, nebeneinander laufen zu müssen. Ich habe nur einmal mit der Frau gesprochen, ihr Name war May Underwing und ich war ziemlich sicher, dass ganz Panem wusste, dass sie abhängig von Morfix war, einem starken Schmerzmittel. Es war praktisch unmöglich es zu übersehen. Ihr Körper war knochig, obwohl sie ein stattliches Haus im Dorf der Sieger besaß und wohl die letzte Person in Distrikt 11 sein sollte, die hungerte. Selbst aus einer der hintersten Reihen konnte ich erkennen wie sie zitterte. Neben ihr lief das genaue Gegenteil: Rust Nightbreath. Er war ist ein ziemlich großer Typ, der sogar Alyss Overhill Konkurrenz machen würde, was die Größe anbelangt und ich war froh, dass ich mich nicht erinnern konnte, wen er mit diesen Oberarmmuskeln hatte umbríngen müssen um zu gewinnen. Alles in allem, waren mir beide ziemlich unsympathisch und Rust's finsterer Blick in Richtung der Schar, die sich vor dem Rathaus versammelt hatte, trug nicht gerade dazu bei, das zu ändern. Alle vier nahmen auf für sie bereit gestellten Klappstühlen Platz und just in dem Moment erklangen die Fanfaren. Ich weiß noch, wie ich mich in früheren Jahren immer umschaute, wo die Musiker wohl standen, bis ich irgendwann begriffen hatte, dass die Melodie über Lautsprecher aus dem Kapitol übertragen wurde. Als die Melodie verklang, erhob sich mein Vater und stellte sich hinter das aufgebaute Mikrofon. Aber ich wollte ihm nicht zu hören. Ich kannte die Rede sowieso, jedes Jahr war es dasselbe Spiel. Irgendwann schloss er mit den Worten: "Nun übergebe ich das Wort an meine reizende Kollegin Alyss Overhill!"
Bei seinen Worten kam mir fast mein Essen wieder hoch. Reizend?
"Ich wünsche ihnen allen: Fröhliche Hungerspiele, anlässlich unseres 1. Jubeljubiläums zu den alljährlichen 25. Hungerspielen!", zwitscherte sie und wenn das schon abstoßend war so setzte sie noch einen drauf: "Möge das Glück stets mit Ihnen sein!"
Das war so ungefähr genau das Gegenteil, von dem was das Kapitol hoffte. Zum meinem Glück, hielt sich Alyss Overhill nicht länger damit auf, wie ein Vögelchen herum zu zwitschern, sondern kam gleich zur Sache, nachdem sie noch kurz die Regeln verlesen hatte:
"Nun denn, wie jedes Jahr: Ladies first!"
Plötzlich war da doch wieder die Angst, dass Flaire zu viele Stimmen bekommen hatte. Wie musste es ihr dann erst gehen. In dem Behälter lagen nicht wie sonst tausende Zettel. Nein, dieses Jahr lag nur ein einziger drin. Und es war auch nicht Flaires Name, den die Betreuerin vorlas.
"Jule Farrel!", schallte Alyss' laute Stimme über den Platz und ich war sicher, dass die Lautsprecher ihren Namen auch bis in die hintersten Seitengassen trugen.

Jule Farrel

Ich konnte das Gefühl nicht beschreiben, dass mich bei Alyss Overhills Worten überkam. Ich war mir sicher, das es überhaupt kein Gefühl war. Es fühlte sich eher an, wie ein heftiger Schlag in die Magengrube, der mich fast dazu brachte, hier und jetzt auf den Boden zu erbrechen. Nur schlimmer.
Ich war unfähig mich zu bewegen, unfähig einen Schritt zutun. Es fühlte sich alles zu unreal an.
Niemals hätte ich das für möglich gehalten.
Die Erde schien unter meinen kleinen Füßen zu Wanken.
,,Und,,, Alyss Overhills grelle Stimme riss mich für kurze Zeit aus meiner Schockstarre. Sie stapfte mit ihren grässlichen High Heels zu dem anderen anderen Glas, und nahm mit gespreizten *** den einzigen Umschlag heraus, der darin lag. Jetzt würde der Junge gezogen werden.
,,Rye Hawkpath!,,, Verkündete sie fröhlich.
Ein weiterer, kleiner Schock für mich. Ich hatte gewollt das er gewählt werden würde, ich hatte für ihn gestimmt und dennoch ... Als ich zu ihm herübersah, tat er mir leid. Und außerdem hatten sich die Umstände beträchtlich geändert, seitdem ich wusste, das ich der weibliche Tribut neben ihm sein würde.
,,Na los, na los! Kommt her zu mir! Wo seid ihr denn?,,, Rief Alyss fröhlich lockend in ihr Mikrofon.
Meine schockstarre löste sich nun in Panik auf, als ich den ersten Schritt nach vorne trat. Ich sah mich unter den Menschen um. Manche blicke waren feindselig, manche mitleidig, und nur ganz wenige geschockt. Sie hatten alle für mich gestimmt. Sie waren alle nicht überrascht darüber.
So alleine, verraten und hoffnungslos hatte ich mich noch nie zuvor gefühlt.

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raven

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Re: The 25th Hunger Games || Berry and Sonni are finally back ♥

von raven am 02.10.2019 22:03

Rye Hawkpath
Mein Vater..., ich spürte wie es mich jetzt schon anwiderte ihn so zu bezeichnen, schmiss hektisch seinen langen Parka über sich, aber ich hatte ohnehin schon genug gesehen. Seinen Kopf hatte er in der weißen Bluse irgendeiner Frau vergraben und ich wollte gar nicht wissen was seine Hände gerade taten.
Die mir unbekannte Frau verkroch sich unter dem Parka meines Vaters, während dieser mich anschrie und zeitgleich sein Hemd zuknöpfte. Und wie er schrie.
"KANNST DU NICHT ANKLOPFEN? ES IST NICHT SO WIE ES AUSSIEHT! WAS WILLST DU HIER ÜBERHAUPT?"
"Mir dir reden", brachte ich monoton hervor, meine Gedanken rasten. Hatte ich ihn gerade wirklich dabei gestört, wie er Cerise betrog? Wieso hatte er bitte nicht abgeschlossen? Wer war diese Frau? War diese Sache hier einmalig?
Die fremde Frau unterbrach meine Gedanken. Ich konnte ihr Gesicht nicht sehen, als sie sprach, aber ich war mir mehr als sicher, dass ihr diese Sache hier mehr als peinlich war. "Ist das dein Sohn?", fragte sie leise und ich fragte mich, ob sie das jetzt rhetorisch gemeint hatte, denn wer sollte ich sonst sein? Ein Friedenswächter vielleicht?
Mein Dad sprach wieder: "Hör zu Rye, du solltest das gerade nicht sehen-"
Wütend unterbrach ich ihn:"Ach, ich sollte das nicht sehen? Ich hab es aber gesehen!"
"Jaha, aber diese Sache hier war einmalig, verstehst du Rye Rye? Ein Ausrutscher, nichts weiter", versuchte er mich irgendwie zu besänftigen. Ich ließ mich aber nicht besänftigen. Wen glaubte er damit beruhigen zu können? Ich war nicht Heath!
Jetzt brüllte ich regelrecht: "ACH JA? WAR DAS MIT CERISE AUCH EIN AUSRUTSCHER? IST HEATH DURCH EINEN AUSRUTSCHER ENSTANDEN?"
Mein Vater hatte inzwischen sein Hemd wieder zugeknöpft, während die unbekannte Frau auf seinem Schreibtischstuhl wahrscheinlich dasselbe unter der Jacke versuchte.
Dad stand auf und kam auf mich zu, legte mir väterlich eine Hand auf die Schulter, etwas was er seit Jahren nicht mehr getan hatte, doch ich schüttelte sie sofort ab.
Ungerührt fuhr er fort: "Ich bereue doch meine Hochzeit nicht Rye. Ich liebe Cerise und das weißt du auch, ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich zuletzt so verliebt in jemanden war", erklärte er mir und war anscheinend sogar auch noch stolz darauf, wie wunderbar er seinem Sohn, das gerade alles erklärt hatte. Dabei vergaß er allerdings eine ent***ne Sache: Cerise war nicht meine Mutter.
Ich explodierte förmlich:" ACH JA? UND MUM HAST DU NICHT GELIEBT? VIELLEICHT WAR SIE JA AUCH EIN AUSRUTSCHER? GENAU WIE FLAIRE? ODER ICH? KANN JA AUCH MAL PASSIEREN, DASS MAN EINFACH SO BEIM ARBEITEN AUSRUTSCHT, WAS?"
Ich sah seine Hand auf mich zurasen, doch noch bevor ich mich wegducken konnte, spürte ich einen brennden Schmerz auf meiner Wange, der rasch anschwoll. Ich merkte wie mir Tränen der Wut in die Augen stiegen, doch ich schluckte sie hastig runter. "War das auch ein Ausrutscher?", sagte ich in normaler Lautstärke, bevor ich ihm vor die polierten Schuhe spuckte.
Flink machte ich auf dem Absatz kehrt und spurtete in Richtung von meinem Zimmer. Aber mein Dad lief mir nicht nach. Er rief auch nichts mehr. Wieder herrschte diese absolute Stille, die nur durch das Klopfen meiner Schuhe auf dem Fußboden unterbrochen wurde.

 

(eig. wollte ich das gar nicht so ausfürlich machen, ups)

Jule Farrel

Ginny sah an mir herunter und betrachtete mich. ,,Du siehst wunderhübsch aus.,,, Sagte sie und zwang sich zu einem breiten Lächeln, das fast genauso falsch aussah wie meines vorhin im Spiegel.
Ginny zupfte irgend einen Fussel aus meinem weißen Kleid. ,,Danke.,,, Sagte ich tonlos und hätte das Kompliment gerne zurückgegeben, jedoch sah Ginny wirklich fürchterlich aus. Ihre weiße Schürze war ***ig und mit Blut beschmiert, was sie darunter anhatte konnte ich nicht erkennen. Nur ihr Gesicht war hübsch wie eh und je. Die Haare waren bereits zur Hälfte ergraut und ihr Gesicht hatte ein paar Falten, aber dennoch war sie noch eine schöne Frau.
,,Denkst du, jemand hat meinen Namen in das Glas geworfen?,,, Fragte ich mit belegter Stimme und sah auf den Boden.
Natürlich hatte ich ein paar mal etwas angestellt, hatte gestohlen und mich mit ein paar Leuten angelegt aber was hätte ich denn tun sollen? Ich hoffte, das die Leute meine Beweggründe besser verstanden als ich dachte und mich einfach als ein armes Mädchen sahen, das keine andere Wahl gehabt hatte.
Ginnys Lächeln erlosch. ,,Nicht oft genug, hoffe ich.,,, Sagte sie nur, und mit diesen Worten bildete sich ein riesiger Kloß in meinem Hals.

Rye Hawkpath

"Es ist nicht so wie es aussieht!", äffte ich Dad nach, als ich wieder auf meinem Zimmer war. Die Zeit schien schleichend langsam zu vergehen, es war erst 8:55 Uhr und ich wusste beim besten Willen nicht, was ich jetzt tun sollte. Flaire davon erzählen? Oder vielleicht Cerise? Heath sicherlich nicht, wahrscheinlich würde er das nicht verkraften, für ihn war Dad immer der allerbeste Vater überhaupt. Es würde ihn völlig aus der Bahn werfen. Während ich so grübelte verstrichen die Minuten und ich lief wieder unruhig im Zimmer auf und ab. Schließlich fiel mir ein leerer Zettel ins Auge, der irgendwann zu Boden gefallen sein musste. Vielleicht war das eher was für Mädchen, aber...warum nicht einfach meine Gedanken aufschreiben? Gesagt getan. So gut es mir möglich war, brachte ich die Geschehnisse nochmal auf Papier, schrieb auch von meiner Angst gewählt worden zu sein und den Schuldgefühlen, die mich täglich plagten. Ich schrieb alles was mich derzeit beschäftigte auf zwei Blätter Papier, die ich hinterher faltete und in meine Hosentasche stopfte. Ich war versucht nochmal vor die Tür zu gehen, aber ich wollte vermeiden meinen Vater vor der Ernte noch einmal zu sehen. Wie sollte ich mich ihm gegenüber jetzt verhalten? Ihn ignorieren? Anschreien? Die Sache verdrängen?
Irgendwann ging ich dann doch nochmal vor die Tür um mit Flaire zu reden. Von ihrem Zimmer aus sah ich, wie der Platz vor dem Rathhaus nochmal gefegt wurde, als ob irgendjemand da draußen glaubte, dass es hier wirklich so aussah.
"Alles für die Kameras", murmelte ich und Flaire musste mich nicht fragen, worüber ich sprach. "Ich bin ziemlich sicher, dass die Leute im Kapitol wirklich glauben, was ihnen gezeigt wird", meinte meine Schwester plötzlich. "Sie scheinen dúmm genug zu sein", pflichtete ich ihr allerdings bei. Die Zeit verstrich und gegen 10:30 Uhr begab Flaire sich ins Badezimmer um sich umzuziehen und auch ich verschwand wieder in mein Zimmer.
Der ent***ne Moment rückte näher und ich war alles andere als bereit.

(Morgen geht's dann mit der Ernte los würde ich sagen)
(Gute Nacht :3)

Jule Farrel

Die letzten Stunden hatte ich Ginny ein wenig bei der Arbeit geholfen. Was hätte ich auch sonst tun sollen? In der Stadt gab es jetzt nichts für mich zutun und zuhause ebenso. Und außerdem konnte ich mich so ein wenig ablenken.
Ginny hatte mir eine große Schürze gegeben, die fast alles abdeckte, so das mein hübsches weißes Kleid ja nicht ***ig wurde, und so hatte ich ihr beim Abwasch ebenso wie beim verkaufen geholfen.
Als es schließlich schon 11:30 war streifte ich die Schürze ab und wollte mich langsam auf den Weg machen.
,,Danke Jule. Du warst mir eine große Hilfe,,, Sagte Ginny und ich hätte schwören können, das ihre Augen leicht glasig schimmerten.
,,Wir sehen uns gleich nochmal. Ich werde auch da sein.,,, Sie hob zum Abschied kurz die Hand.
,,Okay, bis gleich.,,, Brachte ich heraus und schritt durch die Tür hinaus eine Straße weiter auf den Versammlungsplatz.

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raven

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Re: The 25th Hunger Games || Berry and Sonni are finally back ♥

von raven am 01.10.2019 21:49

Rye Hawkpath

 

Am Tag der Ernte schien die Sonne. Nichts Ungwöhnliches in Distrikt 11, aber ich hatte mir für diesen Tag, nur für diesen einen Tag irgendetwas anderes gewünscht. Regen vielleicht.
Aber ich konnte mich nicht daran erinnern, dass das Glück jemals auf meiner Seite gewesen war, also hörte ich auf mich darüber aufzuregen und stand stattdessen auf. Ich begab mich in das Bad, dass ich mir mit Flaire und Heath teilte und klatschte mir eine Ladung Wasser ins Gesicht. Am liebsten wollte ich schreien, irgendwas kaputt schlagen.
Letztendlich tat ich nichts von beidem. Still duschte ich mich unter der alten Dusche, die hier vor mehr als 20 Jahren eingebaut worden ist und zog mir dann schon die Sachen an, die ich bei der Ernte tragen würde. Wie jedes Jahr, war es ein hellblaues Hemd mit einer dunkelgraue Hose. Die Hose war etwas zu kurz und ging mir nur bis zu den Knöcheln, aber mit einem Paar Stiefel musste es gehen. Wahrscheinlich hätte ich eine neue bekommen können, aber auch der Bürgermeister war nicht unendlich reich. Auch wir sparten. Nicht immer und längst nicht so wie die meisten Bürger des Distriktes, aber trotzdem sparten wir. Ich versuchte meine Rastalocken, die wild vom Kopf abstanden irgendwie zu bändigen. Erfolglos. Irgendwann gab ich es auf und lief runter in die sogenannte große Halle. Die große Uhr am oberen Ende der Wand zeigte 7:20 Uhr an. In der Hoffnung das es um halb 8 Frühstück geben würde, setzte ich meinen Weg ins Esszimmer fort und wurde nicht enttäuscht. Miss Wellworth, die in die Jahre gekommene Köchin deckte gerade den Tisch.
Miss Wellworth war in Ordnung. Sie kannte mich seit meiner Geburt und sah mich immer noch als unschuldigen Jungen.
"Morgen, Miss Wellworth", murmelte ich und setzte mich an den Tisch.
"Ah, guten Morgen Rye!", begrüßte sie mich fröhlich.
"Deine Schwester war gerade schon hier, hat sich aber nur kurz etwas zu essen rausgeholt. Sie wirkte ziemlich verzweifelt, wahrscheinlich wegen der Ernte. Das arme Kind" , seufzte sie und hielt mir zwei Stücke Brot hin. Flaire, verzweifelt wegen der Ernte? Flaire war nun wirklich die letzte Person, die Angst davor hätte haben brauchte gezogen zu werden. Der Großteil der Leute hier vergötterte sie geradezu. Kein Wunder. Meine Schwester war die freundlichste und gütigste Person, die ich je kennengelernt hatte und als Sohn des Bürgermeisters waren das einige. Ich hatte Flaire, schon einige Mal dabei beobachtet, wie sie den Ärmsten der Ärmsten Essen oder Ähnliches brachte. Sie war beliebt unter dem Volk. Miss Wellworth sagte immer, sie würde unserer Mutter ähneln.
Ich beschloss Flaire nachher abzupassen, um mit ihr zu reden und um zu versuchen ihr die Angst zu nehmen. Obwohl ich selbst vor Verzweiflung nicht mehr klar denken konnte. Manchmal fragte ich mich, ob meinem Vater klar war, was für ein Licht er mit seinem Verhalten, dem Auspeitschen, den Hinrichtungen für ein Licht auf seine Familie warf. Wenn es ihm nicht klar war, rächte sich das spätestens jetzt. Nach dem Essen, verabschiedete ich mich bei unserer Köchin und machte mich auf den Weg zum Zimmer meiner Schwester.
Ich klopfte gar nicht erst an, eine schlechte Angewohnheit von mir, sondern platzte einfach so rein. Flaire stand am Zimmer. Ihre Schultern bebten und nachdem ich die Tür geschlossen hatte, joggte ich hastig zu ihr.
"Hey Flaire, Flaire!", ich rüttelte an ihrer Schulter, sodass sie sich umwandte. Sie schluchzte herzzereißend auf und ließ sich in meine Arme fallen. Flaire hatte vor jeder Ernte Panik, doch dieses Jahr war es besonders schlimm.
"Flaire, sei kein Dúmmkopf, du weißt genauso gut wie ich, dass du unter keinen Umständen gezogen wirst", redete ich eindringlich auf sie ein.
"Was wenn doch?", hauchte sie.
"Du wirst nicht gezogen", sagte ich bestimmt.
"Hast du denn gar keine Angst?", fragte sie mich, während die Tränen langsam versiegten.
Freudlos lachte ich auf."Natürlich habe ich Angst, aber wir wissen beide, wie schlecht meine Chancen stehen und-"
"NEIN! Hör auf so zu reden!" Ihr zu Liebe tat ich es und umarmte sie ein letztes Mal, bevor ich ihr Zimmer verließ.

 

 

Jule Farrel

Mein Wecker klingelte pünktlich um 5:30 Uhr. Ich war sowieso schon wach und hatte die halbe Nacht nicht geschlafen, deshalb überraschte er mich nicht.
Schnell schaltete ich ihn aus stand von meinem Bett auf. Ich musste heute früher aufstehen, es war schließlich der Tag der Ernte und ich musste mich noch waschen und mich hübsch machen.
Also schnappte ich mir eine Seife mit Lavendelgeruch und verließ auf leisen Sohlen das Haus. Mein Vater schien noch zu schlafen.
Ich ging zum Bach hinter dem Haus und wusch mich dort eine halbe Stunde lang so gut es ging.
Danach betrat ich wieder das Haus und kramte in meinem Zimmer das Kleid heraus, das ich jedes Jahr am Tag der Ernte trug.
Ein weißes Kleid, das mir etwa bis zu den Knien reichte, mit Spitze an den kurzen Ärmeln und am Hals.
Sonst war es eigentlich sehr schlicht, aber ich mochte das.
Ich schnappte mir meine Bürste und begann, meine widerspenstigen Locken zu kämmen. Als ich nach ein paar Minuten endlich keine Knoten mehr fand, band ich meine Haare zu einem schlichten Dutt und stecke mir noch mein paar Ohrringe ein, die ich einmal von meiner Schwester zum Geburtstag bekommen hatte. Es waren kleine Blumenstecker. Sie sollten mir heute Glück bringen.
Ich sah in den Spiegel auf dem kleinen Tisch neben meinem Bett, von dem ich nur noch die Hälfte hatte, da er vor langer Zeit in zwei Teile gebrochen war.
Was ich darin sah, kam mir überhaupt nicht vertraut vor. Dieses Mädchen im Spiegel kam mir vor wie ein anderer Mensch. Eigentlich war sie sogar sehr hübsch, wenn sie nicht so ein knochiges Gesicht hätte. Ich versuchte, in den Spiegel zu Lächeln. Dieses Lächeln war schrecklich, ich hàsste es. Es sah falsch aus. Also hörte ich wieder auf. Ja, ohne dieses Lächeln war sie schöner. War ich schöner. Heute gab es keinen Grund sich zu freuen.
Inzwischen war es schon 7:00 Uhr.
Ich hätte mich gerne noch ein wenig geschminkt, doch ich hatte nichts da, mit dem man dies tun könnte. Also ließ ich es sein.
Barfuß lief ich ins Wohnzimmer, wo mein Vater inzwischen aufgewacht war. Meine Schuhe würde ich nachher anziehen.
Ich blieb zögernd im Tührramen stehen, als mein Vater mich anstarrte. Er öffnete kurz den mund, als wolle er etwas sagen, schloss in dann jedoch wieder. ,,Für wen hast du gestimmt?,,, Fragte ich leise.
Seine Augen begannen kurz wütend zu funkeln, doch dann sah er weg und richtete seinen Blick zu Boden.
,,Rye Hawkpath,,, Er schluckte, ,,Und Flaire Hawkpath.,,,
Ich knetete meine Hände und brach mir dabei fast die Finger.
Mein Vater richtete seinen Blick nun auf mich. ,,Und du?,,,
,,Auch Rye Hawkpath.,,, Antwortete ich nur und sah zu Boden.
Hatte er einen solchen Hàss auf die Hawkpaths, das er gleich für beide der wählbaren Kinder stimmte?

 

Rye Hawkpath
Ich verharrte noch kurz vor Flaires Tür, ehe ich mich auf den Weg in mein eigenes Zimmer machte. Ich öffnete die Tür und erschreckte mich sogleich, denn Heath saß auf meinem Schreibtischstuhl. Ich blieb im Türrahmen stehen und schaute ihn verdutzt an. Mein Verhältnis zu ihm war nicht so eng, wie zu Flaire, er war in Ordnung keine Frage, aber eben auch nicht mein richtiger Bruder. Und abermals überraschte er mich: "Es tut mir leid, dass ich dich gestern den ganzen Tag genervt habe. Ich wusste nicht das es so schlimm für Flaire und dich wird.", murmelte er und blickte recht niedergeschlagen drein.
"Es ist okay", erwiderte ich und versuchte ein schiefes Lächeln, was mir mehr als misslang.
"Miss Wellworth hat mir vorhin erzählt, was dieses Jahr anders ist", fuhr Heath bedrückt fort und ich schluckte. "Denkst du, einer von euch wird gezogen?", fragte mein Halbbruder und drückte seine wirren Haare zurück auf seinen Kopf.
Kurz wägte ich ab irgendwas Ermutigendes zu sagen, aber warum ihn anlügén? "Ich weiß es nicht", antwortete ich stattdessen gerade heraus.
Heath nickte und stand auf um mein Zimmer zu verlassen. Als er neben mir im Türrahmen stand legte ich ihm kurz meine rechte Hand auf die Schulter. Ich weiß nicht warum ich das tat, aber er lächelte und ging dann den Flur entlang, vermutlich zu seinem Zimmer. Erschöpft schloss ich die Tür hinter mir und ließ mich auf mein Bett fallen. Es half mir nichts herum zu jammern, wenn ich gewählt worden war, dann musste ich vorbereitet sein. Innerlich ging ich meine Talente durch oder irgendwelche Sachen, die hilfreich sein konnten. Ich war relativ groß für mein Alter, wahrscheinlich über dem Durchschnitt, wenn man sich die Tribute der letzten Jahre vor Augen rief. Ich konnte schwimmen, was eindeutig was Gutes war, wenn die Arena eine Insel inmitten eines Sees war, wie etwa vor zwei Jahren. Damals hatte der weibliche Tribut aus Distrikt 4 gewonnen, da fast ein halbes Dutzend Tribute im Wasser ertrunken waren. Außerdem war ich schnell, sehr schnell. Und ich konnte auch hohes Tempo lange durchhalten. Hier hörte es auch langsam schon auf und die negativne Gedanken überollten mich wieder: Ich war nicht besonders stark. Vielleicht nicht schwach, aber ein Karriero könnte mich mit Leichtigkeit umhauen. Ich hatte keine Ahnung von Feuer machen, Wunden heilen, allein Überleben, von solchen Dingen eben.
Ruckartig setzte ich mich auf und tigerte im Zimmer umher. Ich musste auf andere Gedaken kommen. Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass es 8:32 Uhr war, die Ernte würde um 12:00 Uhr beginnen, in der prallen Mittagsonne. Nicht sehr angenehm wenn man in Distrikt 11 lebt. Darum hatte ich mir sehnlichst Regen gewünscht und wurde enttäuscht.
Um nicht sinnlos rumzusitzen, beschloss ich meinem Vater einen Besuch in seinem Büro abzustatten, schließlich musste er viel früher bei der Ernte anwesend sein, um im Hintergrund zu helfen. Vorher zog ich meine braunen, schon etwas älteren Stiefel an und trat dann aus der Tür hinaus. In dem großen Gebäude, erklangen meine Schritte unheimlich laut und das blieb auch so, bis ich das Büro meines Vaters erreichte. Wie üblich vergaß ich an die Tür zu klopfen und öffnete die weiße Tür umgehend. Was ich sah, ließ mich zurück taumeln.

 

Jule Farrel

Als es ein paar Sekunden still zwischen mir und meinem Vater war, beschloss ich, schon rauszugehen. Ich nahm meine schicken Balerinas aus dem Regal und zog sie an. Bevor ich das Haus verließ, prägte ich mir alles noch einmal genau ein. Das Sofa, der Fernseher, die Wände, die Küche, alles eben. Und zuletzt meinen Vater. Seine blasse, für Distrikt elf ungewöhnlich helle Haut, seine braunen, kurzen Haare, seine breitere Statur und seine kurzen Beine.
Ich bereitete mich auf den Abschied vor, darauf, das ich das alles nie wieder sehen würde. Ich glaubte zwar nicht, das ich heute gewählt werden würde, aber man konnte nie wissen.
,,Dad? wir sehen uns.,,, Rief ich ihm ausnahmsweise zum Abschied zu, und bekam ein nicken zum Abschied. Doch ich hätte schwören können das seine Augen so etwas ähnliches hatten sagen wollen wie ,viel glück,.
Also ging ich aus dem Haus und machte mich auf den Weg zu Ginnys Metzgerei. Bei ihr wollte ich noch die letzten Stunden sein, bis die Uhr wieder 12:00 Uhr schlug und alle sich versammeln mussten.
Als ich ankam hatte die Metzgerei bereits offen. Ginny arbeitete irgendetwas hinter der Theke und hielt inne, als sie mich bemerkte. ,,Jule!,,, Sagte sie nur und drehte sich um um mich zu umarmen. Es war eine lange Umarmung, die ich erst nach ein paar Sekunden überrumpelt Erwiderte.
,,Wie geht es dir?,,, Fragte sie und löste die Umarmung. Sie sah besorgt aus. Hatte sie Angst?
,,So, wie es heute vermutlich jedem hier geht.,,, Erwiderte ich und versuchte, meine Stimme nicht zittern zu lassen. Ja, vermutlich hatte ich Angst. Was, wenn ich doch gewählt werden würde? Was sollte ich dann tun? Einfach in der Arena sterben? Ich wusste, das ich keine Chance gegen die anderen hätte. Und Ginny wusste das auch.

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raven

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Re: The 25th Hunger Games || Berry and Sonni are finally back ♥

von raven am 01.10.2019 21:47

Rye Hawkpath

 

Es ist 20:55 Uhr, als Heath mich zum vierten Mal an diesem Tag fragt, warum er seine Stimme nicht abgeben darf. Er ist erst 9 Jahre alt und weiß nicht was er da redet, dennoch sollte mein Halbbruder besser nichts davon in der Öffentlichkeit von sich geben. Hinterher endet er noch so wie ich. Vom ganzen Distrikt verhásst, wegen eines kleinen Fehlers, den ich im Alter von gerade mal 8 Jahren begangen hatte. Zugegeben, es war ein großer Fehler und das Mädchen, dass dabei erschóssen wurde, tut mir auch wirklich leid,- aber es lässt sich sowieso nicht mehr ändern. Also warum mich weiter dafür mit Verachtung strafen? Distrikt 11 sieht das eher anders. Sie kennen meinen Vater und glauben dadurch auch mich zu kennen. Mein Vater, Bale Hawkpath, ist der Bürgermeister unseres Distriktes und ziemlich verhásst unter dem Volk. Sogar mehr als ich, würde ich meinen.
Vor ungefähr vier Jahren saßen Dad, Heath, Cerise und ich an dem großen Küchentisch und hatten das Abendessen schon beendet, als mir etwas einfiel, was mich schon den ganzen Tag beschäftigte. "Dad, ich habe heute etwas gesehen, als ich- eh nun ja", ich stockte, denn mein Vater hatte mir bestimmt schon ein Dutzend Mal erklärt, dass ich nicht in die Nähe der Felder gehen sollte. Aber meine Neugier überwog und ich hatte ohnehin schon seine volle Aufmerksamkeit gehabt, also warum einen Rückzieher machen? "Als ich bei den Feldern war-", begann ich wieder, wurde jedoch von Cerise, Dads neuer Frau unterbrochen:" Rye, du weißt, dass du den Arbeitern nicht zuschauen sollst". Auch mein Vater, starrte mich über seine Brille hinweg, böse an. Hastig redete ich weiter: "Ja ja, jedenfalls habe ich da gesehen, wie ein Mädchen ein paar Tomaten in ihre Hosentasche gesteckt hat und da wollte ich dich fragen, ob die Leute nicht genug zu ess-"
"SIE HAT WAS?", rief Bale, wie ich Dad in der Öffentlichkeit zu nennen hatte fassungslos und der Ärger über mich schien wie weggefegt.
"D-die Tomaten e-eingesteckt", flüsterte ich, ohne zu wissen, was ich gerade für einen Stein los getreten hatte. Cerise wechselte einen Blick mit ihrem Mann und ließ dann nach einem unserer wenigen Angestellten fragen.
Ich saß nur stumm auf meinem Stuhl, unfähig irgendwas zu tun und schaute zu, wie der Diener losgeschickt wurde, "um zu tun, was getan werden müsse".
"Geht nach oben", lächelte Cerise mich an und ich nahm den Dreijährigen Heath bei der Hand, um ihn in sein Zimmer zu bringen. Ich hatte eine leise Ahnung, was Dad unserem Angestellten befohlen hatte und deshalb schlug ich nicht den Weg in mein Zimmer, sondern geradewegs zum Dachboden ein, von wo aus man den besten Blick über den halben Distrikt hatte. Im Nebengebäude, gaben gerade die letzten Leute ihre Ernte ab. Zwei Mädchen, etwa so alt wie ich, alberten herum. Die Größere hatte soeben ihren Obstkorb auf ihrem Kopf abgestellt und balancierte ihn nun, darauf bedacht nichts fallen zu lassen. Ich hatte lachen müssen, denn es sah wirklich witzig aus, doch plötzlich wurde sie aus der Reihe gerissen und der Korb fiel zu Boden. Das jüngere Mädchen hob einen Apfel hoch, der vor ihre Füße gerollt war und wich im nächten Moment zurück, dass Gesicht zu einem Schrei verzehrt. Ein Friedenswächter schrie das ältere Mädchen, vielleicht ihre Schwester, an, hielt sie eine Armeslänge von sich entfernt in der Luft fest. Rasch hatte ich das Fenster geöffnet um alles mitzubekommen.
"...FARREL?", bellte der bullige Mann. Die lärmende Schlange gab keinen Mucks von sich, es herrschte T-otenstille. Ich hatte jedes Wort hören können. "Du hast heute, zur Mittagszeit unbefugt Nahrung gestohlen habe ich recht?!"
Das Mädchen hatte ängstlich den Kopf geschüttelt, vielleicht weinte sie sogar.
"Oh doch, der Sohn des Bürgermeisters höchstpersöhnlich hat dich gesehen!" Von meinem erhöhten Aussichtspunkt aus, hatte ich gesehen wie ein Mann versuchte einen Weg durch das Gedränge zu finden. Doch er kam zu spät. Einen Herzschlag später starb das Mädchen, indem der Friedenswächter ihr eine Kugel durch den Kopf jagte. Das jüngere Mädchen fing hysterisch an zu schreien, doch das hatte ich schon nicht mehr gehört. Sofort hatte ich das Fenster zugeschlagen. Benommen war ich an der Wand herunter gerutscht. Irgendwann hatte mich meine große Schwester Flaire gefunden und mich nach unten gebracht.
Innerhalb weniger Tage hatte damals jeder gewusst, wer an dem T-od des kleinen Mädchens Schuld gewesen war- ganz allein ich.
Deshalb war ich schon fast sicher, wessen Name morgen bei der Ernte verkündet werden würde. Denn Verrat verjährt nie. Nicht in Distrikt 11.

(Halben Roman geschrieben, upsss)

 

Jule Farrel

Ich ließ meinen Blick über den großen Platz in der Mitte von Distrikt elf schweifen. Jeder musste seine Stimme abgeben, für die diesjährigen fünfundzwanzigsten Hungerspiele morgen. Dieses Jahr gab es ein sogenanntes Jubeljubileum, bei dem die Tribute von den Bewohnern des Distrikts ausgewählt wurden. Eigentlich hatte ich keine Angst ausgewählt zu werden, ich war zwar nicht gerade beliebt hier, jedoch auch nicht so verhàsst als das mich so viele wählen würden.
Ich überquerte den Platz und trat vor die Friedenswächter, bei denen ich meinen Stimmzettel in ein Glas werfen sollte. Jeder Mensch ab 12 Jahren in Distrikt elf musste zwei Stimmen abgeben und wurde dabei strengstens überwacht. ,,Ich bin hier, um zu wählen.,,, Erklärte ich mit monotoner stimme und die Friedenswächter nickten. Auf einem Tisch stand das Glas und sie reichten mir einen Zettel und einen Stift.
Ich griff mit zitternden Fìngern nach dem Stift und schrieb mit krakeliger Schrift den Namen ,Rye Hawkpath, und ,Riley Morgan, auf den Zettel. Während ich versuchte, regelmäßig zu atmen, reichte ich den Zettel und den Stift wieder einem Friedenswächter. Der Friedenswächter musterte ihn kurz, packte den Zettel in einen Umschlag und warf ihn in das Glas. ,,Danke, du kannst gehen.,,, Sagte er nur, und ich ging, ohne ein weiteres Wort. Riley Morgan war ein gutes Mädchen. Viel zu gut. Sie war gut in allem, sie könnte überleben, sie könnte kämpfen, und sie könnte tötén. Und sie war achtzehn Jahre alt. Ich hatte sie gewählt, weil ich dachte, das sie am ehesten von uns allen eine Chance hatte. Natürlich war es nicht fair, aber was sollte ich tun? Ich musste eine Stimme abgeben.
Und warum ich Rye Hawkpath gewählt hatte, erklärte sich wohl von alleine. Dieser Junge war Mitschuld am Mórd meiner Schwester vor fünf Jahren gewesen.
Ich blinzelte ein paar mal, als ich merkte, das meine Augen leicht feucht waren und machte mich auf den Weg nach Hause. Es war dunkel, und obwohl ich keine Lust hatte, meinem Vater jetzt zu begegnen, wollte ich doch nach Hause. Am liebsten einfach schlafen.
Und vielleicht würde ich zuhause auch noch etwas zu essen finden.
Auf dem Weg machte ich einen kleinen Umweg in eine Seitengasse, wo sich eine kleine Metzgerei befand. Sie gehörte Ginny, einer alten Freundin der Familie. Gefühlt der einzigste Mensch in Distrikt elf, der mir noch wohlgesonnen war. Als ich sah, das der Laden schon geschlossen hatte, klopfte ich ein paar mal heftig an die Tür. Doch es machte keiner auf. Schlief sie schon? Vielleicht.
Ich musste meine Tränen wieder zurückhalten, als ich mich abwandte und in Richtung Stadtrand lief, wo die Hütte meines Vaters lag.
Langsam und vorsichtig öffnete ich die Tür und trat ein. Es gab zwei Zimmer in unserem kleinen zuhause, mir gehörte eines davon. Mein Vater schlief im Wohnzimmer auf dem sperrlichen Sofa.
Ich war wirklich glücklich darüber, ein eigenes Zimmer zu haben. Nicht auszudenken wie schrecklich es wäre, wenn wir beide in einem Zimmer schlafen müssten.
Mein Vater saß auf dem Sofa und schaute fern, während er so aussah, als würde er mich nicht einmal mehr bemerken.
,,Hallo Dad.,,, Murmelte ich. Er brummte nur kurz, ohne mich eines Blickes zu würdigen. Seine Reaktion löste ein kurzes, schmerzhaftes stechen in meinem Bauch aus. War ich ihm wirklich so egal? Er war schon immer schwierig gewesen, doch seit meine Mutter uns verlassen hatte, und meine Schwester gestorben war, fühlte es sich an, als wünschte er sich, das ich nicht existieren würde.
Ich huschte wie ein Schatten in die kleine Küche und durchsuchte sämtliche Schränke nach etwas zu essen.
Ich fand tatsächlich ein paar Eier und Haferflocken und entzündete ein Feuer im Herd. Strom hatten wir nicht.
,,Dad, willst du auch etwas essen?,,, Rief ich ins Wohnzimmer. Keine Antwort. Gerade hatte er wohl wieder nicht seine agressive, sondern depressive Phase.
Ich seufzte leise, so das er es nicht hörte, und schmiss zwei Eier zusammen mit ein paar Haferflocken in die Pfanne.
Ich wusste nicht, ob das gut zusammen passte, aber eigentlich war es mir auch egal wie es schmecken würde. Hauptsache es befriedigte meinen Hunger.
Ich befühlte zwei Teller mit dem Gemisch und stellte meinem Vater einen neben ihn auf das Sofa. Den anderen Teller nahm ich mit in mein Zimmer.
Nachdenklich setzte ich mich auf mein Bett und aß gierig das wenige Rührei mit Haferflocken von meinem Teller.
Wer morgen wohl ausgewählt werden würde? Die Gedanken daran und überhaupt an morgen machten mich müde.

(Meins ist auch ein Roman xD und deine Ende ist richtig géil *-* wäre es ein Buch würde ich unbedingt mehr lesen wollen xD)

 

Berry:

 

Ich bin dafür, dass sie Ginny Weasley heißt

Oh und, ein paar wichtige Sachen, die wir vergessen haben:
Jeder muss 2 Stimmen abgeben, für einen Mädchen und einen Jungen, also wäre gut wenn du das vllt. noch ändern könntest :3
Oh und wir brauchen noch einen Grund warum Jule letztendlich so viele Stimmen erhält
Und wir brauchen eine Arena xD
(Übrigens schöner Text :3)

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raven

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Re: The 25th Hunger Games || Berry and Sonni are finally back ♥

von raven am 01.10.2019 21:38

Distrikte:
Distrikt 1 - Luxusgüter (Karrieros)
Distrikt 2 - Steinbruch, Friedenswächter (Karrieros)
Distrikt 3 - Elektronik
Distrikt 4 - Fischerei (Karrieros)
Distrikt 5 - Energie/Strom
Distrikt 6 - Transport
Distrikt 7 - Holz und Papier
Distrikt 8 - Textilien
Distrikt 9 - Getreide
Distrikt 10 - Viehzucht
Distrikt 11 - Landwirtschaft
Distrikt 12 - Bergbau
(Distrikt 13 - Atomwaffen/ Graphit, zu dem Zeitpunkt ist Distrikt 13 noch "unentdeckt", sprich die Distrikte wissen nichts davon)

Stecki:

Nachname:
Vorname:
Distrikt:
Geschlecht:
Alter:
Aussehen:
Familie:
*Vergangenheit:

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raven

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Re: The 25th Hunger Games || Berry and Sonni are finally back ♥

von raven am 10.09.2019 21:47

Tribute aus Distrikt 1-10+12:

Vorname: Thist (m)
Nachname:
Meadow
Distrikt:
Distrikt 1
Aussehen:
Thist ist etwa 1,88m groß (größer als Rye), hat ziemlich lange Beine, die für den Langstreckenlauf wie gemacht zu sein scheinen. Sein blondes Haar, ist kurz geschoren, sodass sein breites, kantiges Gesicht nur noch mehr raussticht. Seine Augen sind blau.

Vorname: Wren (w)
Nachname: Clubb
Distrikt: Distrikt 1
Aussehen: Wren ist groß (1,87m), hat rabenschwarzes Haar, angriffslustige grüne Augen und ein sehr hübsches Gesicht. Ihre Oberarmmuskeln, lassen auf illegales Training schließen, außerdem ist sie sehr schlank.

Vorname: Doug (m)
Nachname: Seaworth
Distrikt: 2
Aussehen: schwarzes, kürzer geschnittenes Haar, grünliche Augen, ziemlich trainert aber dennoch eher dünn, ungefähr 1,87m groß.

Vorname: Venus (w)
Nachname:
Harvey
Distrikt:
Distrikt 2
Aussehen:
Venus hat hellbraune Haare, ist ebenfalls relativ groß (1,79m) und hat braune Haare. Sie ist schlank, hat eine etwas breitere Nase und insgesamt ein ernstes Auftreten. Auf ihrer Nase lassen sich ein paar Sommersprossen finden.

Vorname: Newt (Newton) (m)
Nachname:
Mildstone
Distrikt:
Distrikt 3
Aussehen:
Newt ist im Gegensatz zu den anderen Tributen etwas kleiner (1,65m), was daran liegt, dass er auch ungefähr so alt wie Jule und Rye ist. Seinekurzen Haare hängen ihm gewellt bis über die Stirn, seine Augen sind dunkelbraun. Was auf den ersten Blick nicht auffällt und sicher auch nicht jeder weiß ist, dass er sein linkes Bein nachhzieht. Newt hat ein schmales Gesicht und ist eher schmächtig.

Vorname: Raven (w)
Nachname: Silentfall
Distrikt: Distrikt 3
Aussehen:Ravens dunkelbraune Haare, hängen ihr oftmals ins Gesicht, ihre Augen sind außergewöhnlich blau, sie hat ein eher schmäleres Gesicht. Mit 1.72m ist auch sie nicht wirklich groß, sie scheint jedoch schon älter zu sein als ihr Distrikt Partner.

Vorname: Autumn (w)
Nachname: Thorne
Distrikt: Distrikt 4
Aussehen: Autumn Thorne ist ein sehr blasses und sehr dünnes Mädchen mit langen, rötlichen Haaren und hell schimmernden, gräulichen Augen. Sie ist sehr blass und scheint etwa 1,75m groß zu sein, auf den ersten Blick wirkt sie ruhig und harmlos

Vorname: Marsh (m)
Nachname: Gallosmith
Distrikt: Distrikt 4
Aussehen: Marsh scheint ein ziemlich breitschultriger, grimmiger Typ zu sein, er ist an die 1,90m groß und ein ziemlicher Schrank von einem Junge. Sein Oberlippenbart lässt ihn erwachsen wirken und er ist ziemlich muskelbepackt. Seine wasserstoff blonden Haare, fallen ihm strähnig ins Gesicht und seine Haut hat einen eigenartigen olivefarbenden Ton, ähnlich wie seine Augen.

Vorname: Dusk (m)
Nachname: Keenster
Distrikt: Distrikt 5
Aussehen: Stets ein verschmitztes Lächeln im Gesicht, ist Dusk er der witzige Typ, Dusk ist ein wahrhaftiger Riese, (1,95m) und man kann ihm fast schon ansehen, dass er ein schneller Läufer ist. Er hat kinnlange, dunkelbraune, wilde Locken und blau-graue Augen. Von der Statur her ist er sehr schmal.

Vorname: Marble (w)
Nachname:
Brandon
Distrikt:
Distrikt 5
Aussehen:
Marble sticht aus der Menge heraus, ihre dunkelblonden Haare hat sie abrasiert, sie ist etwas breiter gebaut und ist circa 1.72m groß. Ihre Augen sind braun und ihre weißen Zähne glänzen im Licht.

Vorname: Erie (m)
Nachname;
Willes
Distrikt:
6
Aussehen:
blondes, gelbliches Haar das ihm bis zu den Augen reicht, braune Augen, breite, muskulöse Statur, etwa 1,80m groß.

Vorname: Jade (w)
Nachname: Rest
Distrikt: 6
Aussehen: silbern gefärbte, schulterlange Haare, blaue Augen, etwa 1,74m groß.

Vorname: Marlee (w)
Nachname:
Cedrick
Distrikt:
7
Aussehen:
Sie sieht nicht älter aus als Rye oder Jule und hat hüftlange Blonde Haare und blaue Augen. Sie ist etwa 1,67m groß.

Vorname: Branch (m)
Nachname:
Waysbre
Distrikt:
Distrikt 7
Aussehen:
Branch hat stachelige, braune Haare Haare und seine Oberarmmuskeln, sind praktisch nicht zu übersehen. Er ist circa 1,83m groß, und hat hellbraune Augen. Auch er ist etwas breiter gebaut.

Vorname: Gore (m)
Nachname:
Loston
Distrikt:
8
Aussehen:
ein kleiner, schmächtiger Junge der gerade mal 12 oder 13 zu sein scheint und nicht größer als 1,65m ist. Trotzdem sollte man ihn nicht unterschätzen. Er hat braune locken und rehbraune Augen.

Vorname: Addie (w)
Nachname: Greywind
Distrikt: 8
Aussehen: Eine gefährliche, dunkelblonde Frau die kaum kleiner ist als Rye. Sie hat leichte Wellen in den brustlangen Haaren und grünblaue Augen.

Vorname: David (m)
Nachname: Woodland
Distrikt: 9
Aussehen: helle, beinahe weiße Haare die dem ungefähr 1,97m großen Jungen beinahe bis zur Schulter reichen. Muskulöse Beine und Arme sowie Oberkörper, sehr schnell auf kurze und lange Strecken

Vorname: Amy (w)
Nachname: Lora
Distrikt: 9
Aussehen: kleine, dünne Erscheinung, mit kräftigen Armmuskeln, die vermuten lassen, das Amy mit Wurfspeeren oder Bogen gut ist. Pechschwarze, kinnlange Haare und braune Augen.

Vorname: Brayan (m)
Nachname; Sheldon
Distrikt: 10
Aussehen: Ein breiter, dunkelhäutiger, bulliger Mann mit kurz geschorenen schwarzen Haaren und ebenso schwarzen Augen. Jedoch nur 1,77m groß.

Vorname: Jill (w)
Nachname:
Black
Distrikt:
10
Aussehen:
dunkelrote Naturlocken die ihr etwa bis zur Brust gehen, braune Augen, Sommersprossen, kaum größer als Jule, jedoch bestimmt um die 17 Jahre alt

[Distrikt: Jule und Rye]

Vorname: Cole (m)
Nachname:
Duskwillow
Distrikt:
Distrikt 12
Aussehen:
Cole sieht älter aus als er ist. Er ist zwar schon 18, wirkt aber älter, scheint Minenarbeiter zu sein, er ist groß (1,85m) und hat breite Schultern. Einige Narben bedecken sein Gesicht und seine Arme. Seine dunkelbraunen Haare sind kurz, seine Augen sind grau.

Vorname: Ashley ( wegen Ash weißt du? Höhöhö ich bin so lustig) (w)
Nachname:
Leafs
Distrikt:
Distrikt 12
Aussehen:
Ashley ist relativ klein (1,65m), sie hat kinnlange schwarze Haare und ist für Distrikt 12 ungewöhnlich gut genährt. Trotzdem ist sie schlank, ihre Augen leuchten in der Sonne eisblau. Insgesamt ist sie recht hübsch. Sie scheint ungefähr 15-16 zu sein.

"May the odds be ever in your favor!"

~The Hunger Games~



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raven

22, Weiblich

  Beauty Queen

Beiträge: 44

Re: The 25th Hunger Games || Berry and Sonni are finally back ♥

von raven am 10.09.2019 21:20

Stecki:

 

Nachname: Hawkpath
Vorname: Rye (heißt übersetzt so viel wie Roggen, Kreativität ist mein Gebiet, hehe)
Distrikt: Distrikt 11
Geschlecht: männlich
Alter: 14
Aussehen: dunkle Hautfarbe; dunkle, etwa kinnlange Haare, zusammengefasst in Dreadlocks, die wild vom Kopf abstehen; recht groß für sein Alter (1,79m); besser genährt als andere
Familie: Er ist der Sohn des Bürgermeisters, welcher sein Amt streng und im Sinne des Kaptiols ausübt. Rye ist dementsprechend eher unbeliebt im Distrikt. Seine Mutter starb bei seiner Geburt, er hat eine ältere Schwester (17) und einen jüngeren Halbbruder (2. Ehe seines Vaters) im Alter von 9 Jahren.
*Vergangenheit: Rye hat wenig bis gar keine Freunde in der Schule. Auf Grund seines Vaters halten sich die meisten Leute von ihm in der Schule eher fern. Als er jünger war, etwa im Alter von 8 Jahren und nicht wusste was er tat, verpfiff er ein kleines Mädchen, dass zuvor Essen gestohlen hatte bei seinem Vater. Sie wurde noch am selben Tag erschossen.
(Ich hoffe das zählt unter Vergangenheit)

"May the odds be ever in your favor!"

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raven

22, Weiblich

  Beauty Queen

Beiträge: 44

Re: soll ich

von raven am 07.09.2019 13:39

yk wegen mir brauchen wir sowas nicht, aber wenn es den Rest glücklich macht :')

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