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raven

22, Weiblich

  Beauty Queen

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Re: The 25th Hunger Games || Berry and Sonni are finally back ♥

von raven am 18.10.2019 12:16

Rye Hawkpath

 

Mir entfloh ein bitteres Lachen. Jule setzte alles daran, mich für den Tód ihrer Schwester schuldig fühlen zu lassen und behauptete jetzt, dass ich keinen Grund hatte mich schuldig zu fühlen, ja das es ihr sogar viel schlimmer gehen würde? Was wollte sie damit bezwecken? Das mit ihrem Vater stimmte sehr wahrscheinlich, aber den würde ich nie kennen lernen, also eine Sache weniger, über die ich mir den Kopf zerbrechen musste. Ich wusste, dass ich mich nicht so aufregen sollte, mich beruhigen sollte, so wie Jule es getan hatte, irgendwie ruhiger an die Sache heran gehen, keine Ahnung. Aber ich tat es nicht, im Gegenteil, die Wut auf alles schien gerade ziemlich überzuschäumen und Jule wäre besser dran, wenn sie dann nicht in meiner Nähe war. Schließlich, konnte sie nur wenig für meine Situation, abgesehen davon, dass sie mich für den Tód ihrer Schwester verantwortlich machte. Rasend vor Wut, jedenfalls kam es mir so vor, packte ich meine Stiefel, zog sie an und fing an sie zu zuschnüren. Sehr wahrscheinlich beobachtete sie mich dabei, wie meine Hände wieder zitterten, während ich versuchte die Schuhe anzuziehen. Nach schier endlosen Sekunden gelang es mir und ich sprang gerade zu auf, um zügig zur Tür laufen. Dabei spielte ich die Unterhaltung in meinem Kopf nochmal ab, wie Jule mir vorgeworfen hatten, ihre Schwester nicht gekannt zu haben, wie sie offenbart hatte, dass auch sie die Schuldgefühle plagten, wie sie von ihrem Vater erzählte, der sie verhungern lassen würde, wenn er uns so sehen könnte und ich zweifelte nicht daran das er es tun würde. Zuletzt blieben meine Gedanken an ihrem allerersten Satz hängen. 'Also erstens mal, bist du auch darauf aus mich zu tötén'. Irgendetwas störte mich an dieser Aussage. War mein Ziel wirklich, sie aus dem Weg zu räumen? Das sollte es wohl sein, doch eigentlich war ich nicht darauf aus. Bei den Schiebtüren hielt ich kurz an, drehte den Kopf ein Stück und erklärte laut und deutlich: " Wer hat gesagt, dass ich darauf aus bin, dich zu tötén?", ehe ich mich auf den Weg in mein Abteil machte, immer noch wütend, wenn auch nicht mehr ganz so stark.

Jule Farrel

Jetzt schwang meine eben wieder beruhigte Stimmung zu wütend um.
Was bildete Rye sich eigentlich ein? Natürlich war er bald darauf aus mich zu tötén, das wären wir alle. Es waren schließlich die verdámmten Hungerspiele, in denen wir uns in wenigen Tagen befinden würden.
Mit geballten Fäusten wollte ich nun ebenfalls in mein Abteil stürmen, hielt aber nach wenigen Schritten wieder inne. Ich könnte in dieser Nacht sowieso kein Auge zu machen, das hätte ich alleine schon nicht gekonnt weil ich wusste, das mein Tod bevorstand. Und jetzt war auch noch viel mehr passiert als hätte passieren sollen, weshalb ich jetzt noch mehr Stoff hatte um darüber nachzudenken. Keine sehr guten Voraussetzungen um zu schlafen.
Also lief ich aus leisen Sohlen aus dem Abteil heraus, in dem ich mich gerade eben noch befunden hatte, und tappte den Flur entlang. Doch nicht in die Richtung meines privaten Abteils, sondern in die entgegengesetzte. Ich wollte ans Ende des Zuges gelangen und sehen, ob man an die frische Luft konnte. Denn frische Luft war etwas, das ich jetzt dringend gebrauchen konnte.
Als ich endlich am Ende des Zuges angekommen war, war ich im ersten Moment enttäuscht. Wie es aussah gab es keinen Zugang zu frischer Luft.
Aber stattdessen war der komplette obere Abschnitt aus Glas, so das man zu allen Seiten hinaussehen konnte, und eine Art gepolsterte Rundbank zog sich am Fenster entlang. Daneben stand ein kleiner Tisch mit Süßigkeiten.
Staunend und einigermaßen zufrieden ließ ich mich auf der Bank nieder und starrte aus dem Fenster. Hier könnte ich es zumindest eine Weile lang aushalten, vielleicht bis ich müde wurde. Wenn das in dieser Nacht noch passieren würde.

(Also ich muss schon sagen, Rye hat einen Hang zur epicness xD)

(Oh und es ist kein Problem für mich wenn wir jetzt den nächsten Tag schreiben, dann ist Jule da halt einfach irgendwann eingeschlafen xD)

(Ja, also eigentlich hat er ehr Agressionen xD)

(Jaa, ich wollte eigentlich noch fragen, ob das okay wäre xD)

Rye Hawkpath

Wie erwartet, war es eine unruhige Nacht. Unzählige Träume quälten mich, in denen ich meine Mutter sah, die ich nur von Bildern her kannte, die mir sagte, dass es meine Schuld sei, dass sie gestorben war. Ich träumte von der Epidemie in Distrikt 11, die unzählige Leben gekostet hatte und die ich nur überstanden hatte, weil mein Vater das Geld für Medikamente. Die Bilder gingen in eins über, plötzlich war da Elly, die tót am Boden lag, obwohl ich sie doch nie da hatte liegen sehen und plötzlich die Augen aufriss und in der Stimme meiner Mutter schrie, dass alles meine Schuld wäre. Alles in allem war es schrecklich und als ich morgens um 5:00 Uhr zum wiederholten Male, schweißnass aufwachte, entschied ich, dass es keinen Sinn mehr hatte wieder einzuschlafen, nur um dann in einer Stunde wieder wach zu liegen. Also stand ich auf, zog mich an, ein einfaches graues Shirt mit einer schwarzen Hose, wir würden ohnehin im Kapitol auf unsere Stylisten treffen. Mein Badezimmer, war gründlich gereinigt worden, der Spiegel ersetzt worden, nur noch die unscheinbaren Narben an meinen Armen zeugten noch von dem gestrigen Vorfall. Tatsächlich hatte ich in meiner Wut gestern Nacht, mit dem Gedanken gespielt irgendwas kaputt zu machen, war dann letzendlich aber zu müde dazu gewesen. Als ich wieder auf meinem Bett saß, schon geduscht, war es 5:30 Uhr. Um diese Uhrzeit waren höchstens ein paar Avoxe wach, so viel stand fest. Also verzog ich mich wieder in das Essensabteil und schloss die Schranktüren, welche Jule gestern Abend hatte auf stehen lassen. Mit Sicherheit, hatten Überwachungskameras alles aufgezeichnet, aber allein für die Formalitäten, räumte ich etwas auf. In diesem Abteil wollte ich dann allerdings doch nicht bleiben, zu sehr erinnerte es mich an gestern. Also streunte ich im Zug umher, erreichte irgendwann das Ende und ließ mich auf einer gepolsterten Bank nieder, während ich durch die riesigen Glasscheiben nach draußen starrte.

(Macht doch keinen Unterschied xD
(Genau deshalb hab ich?s schon gesagt xD)

Jule Farrel

Als ich ein Geräusch hörte, schlug ich erschrocken die Augen auf und war damit natürlich sofort wieder hellwach.
Wann war ich überhaupt eingeschlafen? Es fühlte sich an, als hätte ich überhaupt nicht oder höchstens fünf Minuten geschlafen, doch als ich aus dem Fenster sah, sah man bereits die ersten Strahlen der Morgensonne auf uns zukommen. Schéiße!
Wäre ich doch bloß gleich ins Bett gegangen. Hektisch sah ich mich in dem Raum um, bis mein Blick an Rye hängen blieb, der am anderen Ende der gemütlichen Bank saß und seinen Blick starr auf die Fenster gerichtet hatte. Bemerkte er mich überhaupt? Was wollte er hier? Ich dachte ich hätte hier endlich meine Ruhe. Wäre ich doch bloß in mein Abteil gegangen. Wäre ich bloß, wäre ich bloß ... Das ganze gedenke brachte mir jetzt auch nichts mehr. Ich fühlte mich einfach nur schrecklich. Mein Hals brannte, genauso wie meine müden Augen und ich spürte, zum Glück nur ganz leichte, Kopfschmerzen aufkommen.
Ich blinzelte ein paar mal, ehe ich mir sicher war, das ich wieder einigermaßen klar sehen konnte, und sagte dann laut: ,,Gehts dir eigentlich noch gut?!,,
Meine Stimme klang vor Müdigkeit, Schlaflosigkeit und Durst ziemlich Rau.
Ich hatte zwar, wie es aussah, wirklich ein wenig geschlafen, aber ganz sicher nicht besonders gut. Ich hatte keine Sekunde lang wirklich tief geschlafen.

(Oops, irgendwie bin ich davon ausgegangen, dass sie noch ins Bett gegangen ist, naja egal xD)

Rye Hawkpath

Total erschrocken fuhr ich hoch und sprang vor Schreck einen halben Meter zurück, wo ich gegen die Glasscheibe knallte. Was um alles in der Welt? Wo kam Jule denn jetzt bitte her? Lag sie da gerade auch schon? Wie es aussah, hatte sie hier übernachtet. Ich war mehr als verwirrt. Warum war sie bitte nicht in ihr Abteil gegangen? Und was um alles in der Welt, wollte sie jetzt von mir? Sah ich so aus, als ob es mir gut ging? Ich war sicher ich schaute ziemlich verdattert drein, zum unzähligsten Mal, begriff ich nicht worauf Jule aus war. Trotzdem antwortete ich ihr: "Seh ich so aus?" Ich meine, ich hatte so überhaupt keine Ahnung, was ihre Frage sollte? Vielleicht sollt ich sie das lieber fragen. Wer schlief bitte auf einem öffentlichen Platz, wenn man sein eigenes Abteil hatte?
Plötzlich fragte ich mich, ob Jule schon mal auf der Straße hatte schlafen müssen. Möglich wäre es, oder? Mir fiel auf, dass sie ziemlich scheíße aussah. Praktisch so, als hätte sie die ganze Nacht nicht geschlafen. Hatte sie die Weinflasche gestern eigentlich noch leer gemacht? Das würde zumindest erklären, warum sie nicht in ihrem Abteil war. Vielleicht, war sie gestern Nacht so voll gewesen, dass sie es nicht mehr wieder gefunden hatte und hatte sich deshalb hier nieder gelassen. Bevor wir wieder zu irgendeinem Meeting mussten, sollte sie besser nochmal zurück in ihr Abteil, sonst würden die Stylisten wahrscheinlich Stunden brauchen, um sie für die Eröffnungsfeier fertig zu stylen.

(Ups Achso wir können das auch wieder ändern xD aber ich schreib jz einfach mal so weiter)

Jule Farrel

Leise Stöhnend rieb ich mir meine Augen und richtete mich dann schwerfällig auf. ,,Nein,,, Antwortete ich nur trocken auf Ryes frage. Ja, Rye sah wirklich nicht so aus als würde es ihm gut gehen, auf jeden Fall sah er schlechter aus als gestern. Aber ich sah bestimmt noch schlimmer aus, also was sollte es.
,,Wie spät ist es?,,, Insgeheim hoffte ich doch noch, es wäre erst ein oder zwei Uhr in der Nacht, doch die Morgendämmerung verhieß leider anderes. Ich sollte jetzt wohl lieber in mein Abteil gehen und mich waschen und umziehen. Alleine bei dem Gedanken daran, könnte ich im Moment losheulen. Alles was ich wollte war schlafen, und zwar in Ruhe und zuhause. In meinem Bett in Distrikt elf. Weg von Rye, von Alyss, von May und Rust und von den Hungerspielen. Aber das würde ich nie wieder können.

(Ne ne alles gut so xD)

Rye Hawkpath

Ich beschloss einfach nicht weiter über Jule nachzudenken, aus ihr wurde ich ja doch nicht schlau. Auf ihre Frage antwortete ich mit einem Schulterzucken. "Vielleicht Viertel vor Sechs oder so? Was weiß ich". Ich hatte absolut wenig Lust auf den heutigen Tag, nicht auf das Kapitol und noch weniger auf die Eröffnungsfeier, wo alle Tribute ins Kapitol einfuhren. Noch dazu, würde Rust uns wahrscheinlich wieder Pläne zu seiner tollen Taktik erstellen, von wegen ich sollte mich mit Jule verbünden. Plötzlich fiel es mir wieder ein. Ob der Deal, den ich mit ihr gemacht hatte noch stand? Ich hoffte es zumindest, denn eine andere Möglichkeit hatten wir momentan nicht. Am besten, ich klärte das gleich nochmal ab. "Steht unsere Vereinbarung noch?", fragte ich an Jule gewandt, die so müde zu sein schien, als hätte sie seit drei Tagen nicht geschlafen. Ich konnte es nachvollziehen, meine Nacht war auch nicht gerade angenehm gewesen. Und es würde nicht besser werden, definitiv nicht.

Jule Farrel

Einen Moment lang musste ich überlegen, welche Vereinbarung Rye Meinte, jedoch fiel es mir zum Glück schnell wieder ein. ,,Ja, natürlich steht sie noch. Ich halte meine Versprechen.,,, Murmelte ich nur schlecht gelaunt und verließ daraufhin das Abteil, um mich in meinem eigenen Abteil kurz zu duschen und fertig zu machen. Rye ging mir auf die Nerven. Eigentlich ging mir alles hier auf die Nerven.
Ich streifte mir meine Kleider vom Leib und warf sie achtlos auf den Boden, ehe ich in die kleine, und dennoch ziemlich luxuriöse Dusche stieg.
In wenigen Minuten hatte ich mich fertig geduscht und suchte mir ein paar frische Klamotten. Heute waren es also einfach eine halbwegs bequeme, hellblaue, enge Jeans und ein gelbes, etwas weiteres T-Shirt. Ich machte mir nicht einmal die Mühe, es in die Hose zu stecken.
Hoffentlich war das nicht zu schlicht oder zu gemütlich für das Kapitol, aber eigentlich war mir das auch völlig egal. Ich war heute schlecht drauf und mir war es im Moment gleich, was die Leute von mir denken würden. Ich hatte mich sowieso schon mit meinem Tod abgefunden, wozu sollte ich dann noch gut ankommen?
Schnell putzte ich mir noch die Zähne und band meine geföhnten, lockigen Haare zu einem groben Dutt, ehe ich mich schon als fertig empfand. Gegen meine Augenringe konnte ich vermutlich nicht viel machen, also blieb mir nichts anderes übrig, als sie zu akzeptieren.
Ich warf einen Blick auf die Uhr. Jetzt war es sechs Uhr morgens.
Mit einem seufzen verließ ich mein Abteil wieder. Aber wo sollte ich jetzt hin? Zu Rye ans Ende des Zuges zurückzugehen, hatte ich jetzt gar keine Lust.
Vielleicht sollte ich wieder in das andere Abteil gehen, in dem wir gestern Abend gewesen waren, doch darauf hatte ich jetzt eigentlich auch keine Lust. Vielleicht sollte ich einfach wieder in mein Abteil zurückgehen und versuchen, noch ein wenig zu schlafen.
Also tat ich das. Ich ging wieder in mein Abteil zurück und warf mich auf das federweiche Bett, woraufhin ich die Augen schloss. Vielleicht könnte ich besser schlafen, jetzt, wo es einigermaßen hell war

Rye Hawkpath

Nachdem Jule irgendwo hingegangen war, wahrscheinlich in ihr Abteil, hatte ich genug Zeit mir Gedanken zu machen. Das die Vereinbarung stand, beruhigte mich einerseits, dass sie ihre Verprechen immer hielt, verunsicherte mich eher. Hatte sie nicht auch einst verprochen, mich zu tötén? Ich hatte sie als niemanden eingeschätzt, der seine Versprechen brach, aber es nochmal von ihr persöhnlich zu hören, war etwas anderes.
Mir bereitete noch etwas anderes Sorgen, denn heute würden wir auf die anderen Tribute treffen. Dieser Tag hatte schon schlecht begonnen, da konnte es ja nur noch schlimmer werden. Dank meinem miserablen Gedächtnis, hatte ich die Hälfte der Namen, dich ich vor hatte mir zu merken, schon wieder vergessen. Da war das Mädchen aus Distrikt 12 gewesen, Raven hieß sie, denke ich, nein- moment....Ashley, ihr Name war Ashley!
In Gedanken korrigierte ich mich selber, ich konnte mich an so gut wie niemanden mehr erinnern. Ob ich Rust wohl nachher fragen konnte, ob er mir irgendeine Liste ausdrucken konnte? Nur mit den Namen und einem Foto? Vielleicht noch Körpergröße, aber auf keine Fall mehr Informationen, bis auf die Distriktnummer natürlich. Keine Ahnung, ob das helfen würde, aber so konnte ich mir vielleicht ein bisschen Wissen, über meine Gegner aneignen, so schlecht konnte das doch nicht sein, oder? Ich fragte mich, was Jule sich für eine Strategie ausdachte. Oder schlief sie vielleicht lieber, als sich über sowas den Kopf zu zerbrechen? Nachvollziehen konnte ich es, warum sich die Mühe machen, wenn man in ein paar Wochen mit großer Wahrscheinlichkeit schon tót war? Die Lage war verzwickt, so viel stand fest. Laut seufzend, machte ich mich auf den Weg zurück, wohin wusste ich noch nicht sicher, Hauptsache nicht herum sitzen.

Jule Farrel

Nach einer Zeit lang, in der ich vermutlich tatsächlich tief und fest geschlafen hatte, wurde ich ziemlich unsanft wachgerüttelt, bis ich mich langsam dazu durchrang, die Augen zu öffnen.
Es war Alyss Overhills, die sich dazu herabgelassen hatte, mich zu wecken. ,,Wie spät ist es?,,, Fragte ich ein zweites Mal an diesem Tag und richtete mich verschlafen auf.
,,Das braucht dich nicht zu kümmern. Bist du eigentlich von allen guten Geistern verlassen, Jule?,,, Brauste sie wütend auf, doch ich sah sie lediglich skeptisch an. Vermutlich war sie sauer, weil sie die Sache gestern mit dem Alkohol mitbekommen hatte. Das hatte ich erwartet.
,,Wir kommen gleich im Kapitol an und du hast nichts besseres zu tun als zu schlafen? Weißt du wie du aussiehst?,,,
Ich hob abwartend die Augenbrauen. Würde keine Predigt über Alkohol und dessen Schädlichkeit für Minderjährige kommen? Auf was wartete Alyss noch?
Als sie mich am Arm packen wollte, wich ich zum glück gekonnt aus, was nicht sonderlich schwer war, und sprang von meinem Bett auf. ,,Ich komm ja schon, kein Grund handgreiflich zu werden.,,, Erwiderte ich bissig und nahm den Weg aus meinem Abteil. Für diesen Satz würde ich den Rest des Tages noch stolz auf mich sein, das wusste ich jetzt schon.
Mit schnellen Schritten watschelte die riesige Alyss mir hinterher.
,,Wo ist Rye?,,, Fragte ich, bevor sie etwas sagen konnte.
Meine Frage klärte sich, als ich ihn in dem Abteil mit den Sitzplätzen Nahe der Zugöffnung hocken sah, in dem wir uns schon gestern befunden hatten.
Blinzelnd Fragte ich mich, ob ich hineingehen sollte, doch auch diese Frage klärte sich, als Alyss energisch die Tür öffnete und ich sah, das sich auch May und Rust wieder hier befanden.
Langsam trat ich also auch in das Abteil und warf als erstes einen Blick aus dem Fenster. Hinter der dicken Glasscheibe befand sich tatsächlich schon das Kapitol. Ohne meinen Blick von den prunkvollen Häusern außerhalb zu lösen, setze ich mich auf einen fensternahen Platz. Immer noch wartete ich darauf, das Alyss das mit dem Wein gestern Abend doch mitbekommen hatte und gleich erst richtig anfangen würde zu reden, doch vielleicht hatten wir Glück und es hatte wirklich noch keiner etwas mitgekriegt.
Wer hatte eigentlich die Weinflasche vom Tisch geräumt?
Also hatte es doch jemand mitgekriegt.

Rye Hawkpath

Als Jule zusammen mit einer wütenden Alyss Overhill reingeplatzt kam, steckte ich gerade die Liste mit den Tributen in meine hintere Hosentasche. Rust hatte mir tatsächlich ohne zu Zögern eine ausgedruckt, was mich wirklich gewundert hatte, ich hatte unser Verhältnis nicht unbedingt als das beste eingeschätzt. Die Uhr im Essensabteil zeigte uns, dass es 10:05 Uhr war und ich konnte irgendwie verstehen, warum Alyss vorhin einen Aufstand gemacht hatte, als ich ihr erzählt hatte, dass Jule wohl noch schlief. Unsere nächtliche Begegnung, sowie die heute morgen, hatte ich bewusst ausgelassen, wir mussten mit unserem Bündnis ja nicht gleich zu sehr auftragen. Da war wieder der wichtige Punkt: So müde, wie Jule aussah, konnte ich nur hoffen, dass sie an unsere Vereinbarung dachte. Ich versuchte sie erstmal weitgehend zu ignorieren, währen sie und Alyss sich setzten. Rust startete sogleich das Gespräch, während May auf ihrer gepolsterten Bank eingeschlafen war, was anscheinend jedoch niemanden zu stören schien. Offensichtlich war es jedes Jahr dasselbe mit May, sodass sich niemand mehr beschwerte.
Rust klatschte einmal mit seinen riesigen Pranken laut in die Hände, ehe er fragte:
"Soo, habt ihr euch das mit dem Bündnis inzwischen überlegt oder habt ihr irgendwelche anderen Taktiken, was ich aber eher bezweifle?" Abwechselnd schaute er uns an. Ich hatte mir vorhin vorgenommen, dass ich reden würde, nicht das Jule mir die Sach jetzt vermasselte. Eben diese machte mir aber einen Strich durch die Rechnung.
Gerade als ich zu sprechen ansetzte, fiel sie mir ins Wort. Mein Gesichtsausdruck blieb neutral, aber in Gedanken schrie ich sie an, jetzt geschickt an die Sache heran zu gehen, sonst konnten wir gleich einpacken. Wenn sie sofort einwilligen würde, dann würde sogar die schlafende May bemerken, dass irgendetwas im Busch war. Nun funkelte ich sie doch regelrecht an und beschwor Jule richtig zu handeln.

Jule Farrel

Erst als Rust kräftig in die Hände klatschte, schaffte ich es, meinen Blick vom Fenster zu lösen und sah ihn blinzelnd an, während er seine Frage stellte.
Ich wartete einen kleinen Moment, um Rye den Vortritt zu überlassen, falls er antworten wollte, entschloss mich dann aber relativ bald, selbst zu antworten, bevor dies in eine dieser peinlichen situationen abdriftete, in denen am Ende niemand Antwortete.
,,Rye und ich saßen gestern noch eine Weile da und haben überlegt, als ihr schon gegangen wart,,, Begann ich, und ließ meine letzten Worte leicht vorwurfsvoll klingen.
,,Am Ende sind wir zu dem Schluss gekommen, das wir uns doch verbünden sollten.,,, Sagte ich monoton ohne Rye dabei nur eines Blickes zu würdigen. ,,Vermutlich ist das die beste Strategie die wir kriegen können.,,,

Rye Hawkpath

Fast hätte ich erleichtert aufgeatmet. Eins musste man Jule lassen, das hatte sie gerade echt gut hinbekommen. Ich sah die Überraschung in Rusts Gesicht und hoffte einfach, er würde diese Erklärung schlucken, sonst konnten wir unseren Plan nämlich vergessen. Wobei, wenn ich genauer darüber nachdachte, wie wollten sie uns eigentlich davon abhalten, in der Arena nicht einfach da zu tun, was wir wollten?
In der Arena war man schließlich auf sich sich selbst gestellt, oder? Ich durchfühlte meine Erinnerungen an die letzten Hungerspiele, praktisch nach irgendwas, was einen Hinweis darauf gab, wie sie die Tribute beeinflussten, auch nach Beginn der Hungerspiele. Denn wenn ich ehrlich war, es war das Kapitol, die hatten ihre Mittel und Wege, oder? Als erstes kamen mir die kleinen Fallschirme, mit Sponsorengeschenken in den Sinn. Jedes Jahr, bekamen einige Tribute Geschenke von ihren Sponsoren in die Arena geschickt, die beispielsweise Essen oder Medizin enthielten. Wahrscheinlich konnten die Mentoren den Sponsoren einfach verwähren, irgendwelche Geschenke in die Arena zu schicken, um sie voran zu treiben. Wobei sich das im Fall von Distrikt 11 allerdings erledigte, unsere Tribute waren selten gut genug, um auch nur irgendwas gesponsert zu bekommen. Und so wie ich Jule und mich einschätzte, würde das bei uns nicht anders sein.
Aber ich erinnerte mich auch an Carter, einen Tribut aus Distrikt 2, ein untypischer Karriero, der unbemerkt das Nachtlager der Karrieros verlassen hatte um allein loszuziehen. Ob er wirklich glaubte, so bessere Chancen zu haben oder er wirklich nichts mit den anderen Tributen aus den Karriere Distrikten 1,2 und 4 zu tun haben wollte, wusste wohl niemand so genau. Die Arena war damals etwas, was man wohl einen Strand am Meer nennen konnte, mit Deichen, Watt und allem drum und dran.
Hinter dem Deich begann der Strand, dahinter lag das Meer und auf der anderen Seite des Deiches befand sich ein Wald. Wer nicht schwimmen konnte, hielt sich auf der Waldseite auf, so auch die Karrieros,die beiden aus Distrikt 4 mussten wohl schon früher gestorben sein. Problem war, der Wald war nicht sonderlich groß. Carter flüchtete also aus dem Wald hinaus und wollte sich wohl am Strand niederlassen, zwischen einer der zahlreichen Dünen, als die Sturmflut einsetzte. Sie spülte ihn mehr, als das sie ihn trieb zurück in den Wald. Die Flutwelle schwappte über den Deich und schien beliebig ihre Richtung verändern zu können, sollte Carter aufhören auf den Wald zu zu rennen. Natürlich hatte das Kapitol Möglichkeiten, die Tribute zusammen zu treiben. Wie hätte es auch anders sein sollen?
Ich richtete meine Aufmerksamkeit wieder auf Rust. Einen Moment starrte er uns skeptisch an, ehe er lächelte und meinte: "Gut, wenn ihr dann endlich zur Vernunft gekommen seid, können wir ja fortfahren und weitere Taktiken für das Trainingscenter besprechen". Und jetzt hatten wir wahrscheinlich ein Problem. Rust zweifelte an unserem Bündnis und wenn wir nicht genauso wie Carter enden wollten, der noch am nächsten Morgen von den Karrieros für seinen Verrat bestraft worden war, mussten wir unsere Rollen vérdammt gut spielen. Hieß in etwa so viel wie: Rust auf unsere Seite ziehen und einen auf beste Freunde machen, wenn wir ihn irgendwie überzeugen wollten.

Jule Farrel

Nun warf ich Rye doch einen kurzen, etwas unsicheren Blick zu, den ich danach jedoch am liebsten wieder zurückziehen würde. ,,Wenn wir Verbündete sind, dann trainieren wir zusammen,,, Sagte ich zu Rust. ,,Oder nicht?,,, Fragte ich noch unsicher hinterher.
Ich könnte es mir nicht anders vorstellen, dabei wollte ich eigentlich sogar eher ungern mir Rye trainieren. Er würde meine Stärken und Schwächen besser kennenlernen, als mir lieb war. Der einzige Vorteil an der Sache war, das ich seine ebenso gut kennenlernen würde.
Alyss Overhills riss mich aus meinen Gedanken. ,,In etwa fünfzehn Minuten kommen wir an,,, Zwitscherte sie aufgeregt in unser Gespräch hinein, weswegen Rust offensichtlich ein wenig genervt war. ,,Stellt euch schonmal darauf ein.,,, Beendete sie ihren Satz und ich warf wieder einen kurzen Blick auf das Fenster.
Im Kapitol sah alles ganz anders aus als in Distrikt elf. Es gab offensichtlich keine Armut und keine Not hier, und alle Leute von denen ich bis jetzt einen Blick erhaschen konnte, waren ähnlich prunkvoll gekleidet und geschminkt wie Alyss.

 

"May the odds be ever in your favor!"

~The Hunger Games~



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raven

22, Weiblich

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Re: The 25th Hunger Games || Berry and Sonni are finally back ♥

von raven am 18.10.2019 12:14

Rye Hawkpath

 

Für diesen Abend zumindest, schien Jule ihre Fragerei einstellen zu wollen, was sie in der Regel sympathisch gemacht hätte, nur eben nicht in unserem speziellen Fall. Und wieder überrachte sie mich, indem sie nach Alkohol verlangte. Wollte sie jetzt trinkten, um das alles hier zu vergessen? Prinzipiell wäre ich dabei gewesen, aber ich hatte meinen Vater oft genug mit zu viel Alkohol intus erlebt und falls ich genauso sein würde, wollte ich Jule das lieber ersparen. Aber wer hatte schon etwas gegen ein Glas einzuwenden? Wenn das jemand mitbekomen würde, würden wir ziemlichen Ärger bekommen, denn mit ziemlicher Sicherheit wurden wir überwacht, aber was sollten sie uns schon schlimmeres, als die Hungerspiele antun? Ich gab mir einen Ruck und stand auf, um mit zielstrebigen Schritten auf die Bar zuzugehen, welche im selben Abteil lag und blinkte und glänzte, dass ich mich daran spiegeln konnte.
"Auf deine Verantwortung", bemerkte ich noch, Jules Blick in meinem Nacken konnte ich fast schon spüren, aber ich ließ mich nicht beirren.
Die linke untere Schranktür traute ich mich fast schon nicht anzufassen, so sauber sah der Griff aus. Es stellte sich daraus, dass sich dahinter Teller von verschiedenen Größen befanden und als ich meinen Blick über die komplette Bar/ Restaurant oder was auch immmer es letztendlich war, schweifen ließ, stellte ich fest, wie viele Schränke es hier eigentlich gab. Frustiert seufzte ich auf und rief in Richtung Jule: "Helf mir hier mal, wenn du deinen Alkohol heute noch bekommen willst!"

Jule Farrel

Ich wollte gerade zufrieden Lächeln, als Rye plötzlich nach mir rief.
Genervt schwang ich meine, nur noch mit Socken bekleideten Füße, von der Bank und lief die paar Schritte hinter Rye her. Was ich sah, ließ mich erneut staunen. Die Bar und die Schränke waren natürlich genauso luxuriös wie der ganze Rest des Zuges. Ich konnte mich in allem, was aus Metall war, glasklar spiegeln, so Poliert und sauber war alles hier.
,,Du suchst nach Gläsern, ich suche nach Wein.,,, Befahl ich im Angesicht der vielen Schränke.
Sofort begann ich, eine Tür nach der anderen zu öffnen und machte mir nicht die Mühe, sie wieder zu schließen. In die meisten warf ich lediglich einen flüchtigen Blick hinein.
Hier unten war Nichts.
Ich musste mich strecken und mich auf meine Zehenspitzen stellen, als ich mich daran machte, die oberen Türen zu öffnen. Nach etwa drei weiteren, geöffneten Türen, entdeckte ich endlich den Alkohol.
Doch dieser Schrank hatte noch einige Fächer in seinem Inneren, und der Wein, den wir wollten, war natürlich ganz im obersten. Es kostete mich einige Überwindung, es laut auszusprechen, doch schließlich rief ich über meine Schulter: ,,Rye, ich habs gefunden aber ich bin zu klein um dranzukommen!,,
Wieder so ein Moment, in dem ich mich wegen meiner Größe extrem benachteiligt fühlte. Die Tribute aus Distrikt eins wären bestimmt daran gekommen ohne nur mit der Wimper zu zucken.
So wie ich mit Rye hier war, fühlte mich fast wieder ein bisschen wie als das kleine Kind das ich gewesen war, als ich mich mit meiner Schwester einmal heimlich in der Nacht in die Küche geschlichen hatte um den Wein meines Vaters zu probieren. Oder war meine Mutter zu dieser Zeit sogar noch bei uns gewesen? Ich wusste es nicht mehr.
Jedenfalls waren wir damals erwischt worden und hatten ziemlichen Ärger gekriegt. Dabei waren wir noch nicht einmal so weit gewesen, ihn zu probieren.
Die Erinnerung malte mir ein leichtes Lächeln auf die Lippen, doch ich sorgte gleich wieder dafür, das es verschwand.

Rye Hawkpath

Ich hatte noch nicht mal die Hälfte der Schränke geöffnet, als Jule den Wein schon gefunden hatte. Und ich konnte mir ein Grinsen wirklich nicht verkneifen als sie mich um Hilfe bat. Es widerstrebte ihr zusehends, mich überhaupt zu fragen und ich konnte die Genugtuung in mir aufsteigen fühlen. Grinsend schob ich sie zur Seite und hob ohne Probleme kurzerhand einfach das ganze Weinfach heraus, weil ich ehrlich gesagt keine Ahnung von Wein hatte. Also stellte ich den Wein auf die Anrichte, um Jule aussuchen zu lassen, mir sollte es egal sein. Ich hoffte nur, dass sie sich nicht komplett voll laufen ließ, so dass ich sie später in ihr Abteil bringen durfte. Außerdem war sie sicher nicht viel älter als ich und zu dem auch noch zierlich, da sollte sie ihre Grenzen hoffentlich kennen. Schweigend suchte ich weiter nach den Gläsern, dass Wichtigste hatten wir zwar jetzt, aber ich bezweifelte, dass meine Distriktpartnerin mit mir aus einer Flasche trinken wollte. Wobei..., sie hatte sicherlich schon Schlimmeres erlebt, also warum nicht einfach fragen? Während ich diverse Schranktüren aufmachte und wieder zu schlug, begann ich zu sprechen: "Also, ich mein es ist ja nicht so, als würde ich nicht auch aus 'ner Flasche trinken...". Meinen Rücken hatte ich ihr lieber zugedreht, mir kam sie ziemlich unberechenbar vor, vielleicht war es besser still weiter zu arbeiten. Zum wiederholten Male an diesem Abend fragte ich mich, wie es so hatte enden können. Es war als hätte das Kapitol dieses Jubeljubiläum extra für mich entworfen, um mich zur Rechenschaft zu ziehen. Beunruhigt merkte ich, wie ich selbst langsam immer mehr anfing zu glauben, dass alles meine Schuld war. Wenn du es nur lang genug erzählt bekommst, glaubst du es irgendwann selbst.

Jule Farrel

Es gefiel mir überhaupt nicht, das sich Rye offensichtlich darüber freute, mich zur Seite schieben zu können. Schön für ihn wenn er den blöden Wein da rúnter hólen konnte und ich nicht. Das war schließlich auch nicht das Wichtigste im Leben. Das machte er bestimmt extra, vermutlich wollte er mich provozieren.
Ich beruhigte mich zum Glück schnell wieder und strich mir kurz meine wilden Haare aus dem Gesicht, eine Geste, die meistens zeigte, das ich meine Gedanken einigermaßen geordnet und mich mit irgendetwas abgefunden, oder mich zumindest beruhigt hatte.
Im Grunde hatte Rye ja sogar nur getan, was ich von ihm gewollt hatte. Also warum regte ich mich jetzt so darüber auf?
Rye riss mich mit seinem nächsten Satz zum Glück wieder aus meinen Gedanken.
,,Du bist nichtmal fähig dazu, ein paar Gläser aufzutreiben und hast trotzdem noch Hoffnung die Hungerspiele zu gewinnen?,,, Entgegnete ich mit spöttischer Belustigung und nahm mir eine Flasche aus dem Kasten heraus.
Wenn Rye keine Gläser fand, dann gab es vermutlich auch keine. Jedenfalls hatte ich keine Lust jetzt noch zu suchen.
Ich löste den Korken aus dem Flaschenhals, nahm sie in meine Hände und setzte meine Beine leichtfüßig in Bewegung, um wieder zu unserem Tisch zurückzulaufen.
,,Flasche oder glas ist mir eigentlich auch egal. Kommst du?,,, Rief ich ihm im gehen über die Schulter zu.

Rye Hawkpath

Mir lag eine bissige Bemerkung praktisch schon auf der Zunge, etwas in Richtung, dass sie ja hätte mitsuchen können, aber schlussendlich ließ ich es doch bleiben, um die verhältnismäßig gute Stimmung nicht zu verderben. Außerdem hatte Jule sich schon abgewandt, also hörte ich seufzend auf zu suchen und folgte ihr lieber zum Tisch. Vorher schnürrte ich aber noch meine Stiefel wieder auf, die ich aus irgendeiner hirnrissigen Idee heraus vorhin wieder angezogen hatte, als wir uns mit unseren Mentoren getroffen hatten. Ich ließ mich auf die Bank gegenüber fallen uns sah erstmal zu, wie Jule den ersten Schluck nahm. Hoffentlich würde ich morgen keine Kopfschmerzen haben. Frustriert stützte ich den Kopf in den Händen ab, sodass ich halb auf der Tischplátte lag. Jule hatte recht, es war sinnlos zu glauben, ich könnte die Hungerspiele gewinnen, aber wenn ich die Hoffnung aufgeben würde, war alles verloren, also klammerte ich lieber an ihr fest. Als das Mädchen vor mir, die Flasche wieder abstellte, nahm ich sie in die Hand und trank auch einen kurzen Schluck. Ich versuchte mir nicht anmerken zu lassen, dass ich eigentlich keinen Wein mochte, verzog das Gesicht wahrscheinlich aber trotzdem. Da fiel mir auf einmal noch etwas Wichtiges ein.
"Damit das klar ist, wenn du dich hier volllaufen lässt, bring ich dich nicht zurück in dein Abteil", murmelte ich, während ich die Flasche auf den Tisch stellte und den Kopf wieder in den Händen vergrub. Mit Sicherheit würde ich das hier morgen bereuen, so wie ich viele Dinge bereute, aber kneifen ging jetzt schlecht.

Jule Farrel

Zufrieden nahm ich noch einen Schluck, der gerade klein genug war, damit es nicht total im Hals brannte, und stellte die Flasche wieder ab.
Es war ein gutes Gefühl, wie der Wein einem den Hals herunterlief und einem den Bauch wärmte. Es fühlte sich wirklich warm an, dabei war er das doch eigentlich gar nicht.
Ich blinzelte zu Rye hinüber, der ziemlich schlecht gelaunt aussah und sein Gesicht gerade in seinen Händen vergrub.
,,Du siehst aus als hättest du ein Problem.,,, Meinte ich zu Rye und wischte mir den Mund mit dem weißen Ärmel meines Shirts aus meinem Abteil ab.
,,Was ist los?,,, Fragte ich und setzte mich im Schneidersitz auf das Polster des Sitzes.
,,Falls du Angst hast das wir wegen der Sache Anschíss kriegen: das werden wir. Aber wie du gesagt hast, das geht auf meine Verantwortung.,,,
Ich nahm noch einen Schluck, diesmal einen kleineren.
Ich fand es ziemlich sinnlos, das wir noch keinen Alkohol trinken durften. Immerhin waren wir fünfzehn und vermutlich vierzehn Jahre alt.
Tötén durften wir uns in ein paar Tagen schließlich auch.

Rye Hawkpath

Während Jules Neugier anscheinend wieder aufflammte und ich meinen Kopf in den Händen behielt, wünschte ich mir einfach, sie würde die Klappe halten. Es gab weit aus wichtigere Dinge, als diesen Weinabend, über die ich nachzudenken hatte. Konnte sie das nicht einfach ein bisschen nachvollziehen? Jule sollte das doch, von allen am meisten verstehen können? Sie war ebenfalls von ihrem eigenen Distrikt in die Hungerspiele geschickt worden. Und da war noch so viel mehr, was in meinem Kopf herum spukte. Dad und Cerise zum Beispiel. Falls ich bald stérben würde, würde ich nie erfahren, ob ich letzendlich ihre Ehe ruiniert hatte, mit dem Zettel den ich Cerise da gelassen hatte. Vielleicht war es ja besser so. Keine Ahnung, was mein Vater mit mir anstellen würde, wenn ich vor Ort wäre, würde er es heraus finden. Ich kann mich nicht erinnern, dass er vor heute Morgen jemals handgreiflich geworden war, aber wenn er es einmal getan hatte, würde er es auch noch ein zweites Mal tun, oder?
Dann war da noch Jule. Mittlerweile drohte jedes Mal, wenn ich sie auch nur ansah, eine Welle von Erinnerungen michzu ertränken. Dazu die Schuldgefühle. Langsam hatte ich das Gefühl, dass ich unter der Last zusammen zu brechen drohte.
Ungünstig, wenn man Tribut für die 25. Hungerspiele ist. Hatte Jule nicht irgendetwas, was sie beschäftigte? Aber, wie sie ja vorhin deutlich gemacht hatte, war da zu Hause niemand mehr, für den es sich lohnte zurückzukehren. Offensichtlich auch irgendwie wieder meine Schuld. Mit ziemlicher Sicherheit, hatte sie eine enge Verbindung zu Elly gehabt. Die Uhr, die gerade begann zwölfmal zu schlagen, riss mich aus meinen Gedanken. Offenbar war ich Jule noch eine Antwort schuldig, sie beobachtete mich immer noch stumm, während sie einen Schluck aus der Weinflasche nahm.
Ich blickte aus dem Fenster, wo nichts außer schwarze, leere Dunkelheit zu sehen war.
Irgendwann murmelte ich: "Es gibt weitaus wichtigere Dinge, die einen Tribut beschäftigen, der mit ziemlicher Sicherheit in den nächsten Wochen stérben wird"
Ich weiß nicht, ob Jule mich hörte, es war mir ehrlich gesagt auch egal, ich starrte nur weiter nach draußen.

Jule Farrel

Ich beugte mich ein wenig vor, um Ryes Worte besser verstehen zu können.
,,Deshalb haben wir ja den Wein.,,, Erinnerte ich Rye und deutete auf die Flasche. Ich fühlte mich tatsächlich schon ein wenig besser.
,,Was für Dinge sollten uns denn jetzt noch beschäftigen?,,, Fragte ich nach einer Weile laut. Vielleicht hatte ich tatsächlich schon zu viel getrunken, aber ich fragte es mich einfach. Mich beschäftige im Moment tatsächlich nicht viel, abgesehen davon, das ich trotz des Alkohols nicht aufhören konnte, an die bevorstehenden Hungerspiele und meinen Tod zu denken. Es war immer noch ein viel zu bedrückendes Gefühl in meinem Bauch. Also nahm ich noch einen Schluck.
Dazu könnte mich noch beschäftigen, das ich immer noch mit Rye an einem Tisch saß, doch das tat es nicht. Zumindest im Moment nicht. Ich hatte vermutlich schlicht und einfach keine Lust mehr, mir darüber den Kopf zu zerbrechen. Es würde mir sowieso nichts bringen, jetzt mit Rye auf Feinde zu tun. Elly war unweigerlich tót und in ein paar Tagen konnte ich immer noch seine Feindin sein, doch bis dahin würde ich mir meine Tage so angenehm wie möglich gestalten.

Rye Hawkpath

Eventuell war Jule doch nicht so schlau, wie ich sie zuerst eingeschätzt hatte. Glaubte sie wirklich, wenn sie jetzt diese Flasche Wein leeren würde, würden die Probleme verschwinden? Vielleicht für den Moment, aber am nächsten Morgen waren sie wieder da, anklagend und noch schwer wiegender als am Abend zuvor. Oder hatte sie das jetzt nur gesagt, damit sie ihre Ruhe vor mir hatte? Schwer zu sagen.
Ihrer nächsten Frage nach zu urteilen, war sie wirklich so naiv, dass sie sich nicht mal Sorgen um irgendwas machte. Irgendwie machte mich das wütend. Wie konnte sie all diese Gedanken aus ihrem Kopf verbannen? Oder dachte sie gar nicht erst darüber nach? Vielleicht war Jule einer dieser Menschen, die im Hier und Jetzt lebten und nirgendwo anders? Wahrscheinlich war das der Grund für meine bissige, sarkastische Antwort.
"Oh, ich weiß auch nicht, vielleicht denke ich darüber nach, was in den nächsten Tagen noch so passieren wird oder warum ich mit dir hier in einem Raum sitze, obwohl du darauf auf bist, mich zu tötén? Oder vielleicht denke ich auch darüber nach, was mein Vater mit mir anstellen würde, wenn ich jetzt gerade zu Hause wäre und nicht in diesem Zug sitzen würde?!" Ich merkte selbst, wie meine Stimme merklich lauter wurde, bis ich fast schrie, aber das war mir wirklich relativ egal. "Oder vielleicht denke ich auch über deine Schwester nach und wie ich diese Nacht wieder von allen Sachen träumen werde, für die ich mich jemals schuldig gefühlt habe?". Unbemerkt war ich aufgesprungen und stützte mich auf dem Tisch ab. Diesmal zitterte weder meine Hand, noch mein Bein.

Jule Farrel

Rye überraschte mich, als er sich von einem Moment auf den anderen plötzlich so aufregte, aber ich zwang mich natürlich, mir nichts anmerken zu lassen und fuhr ebenfalls hoch. Wie sollte ich jetzt angemessen auf diese ganzen Worte reagieren?
Ich entspannte mich schnell wieder. Eigentlich war es völlig egal, was ich jetzt sagen würde, denn in ein paar Tagen wären wir sowieso beide tót. ,,Also erstens mal,,, Begann ich langsam. ,,Bist du auch darauf auf mich zu tötén. Spätestens bei den Spielen,,, Erklärte ich. ,,Und wegen meiner Schwester: Du weißt nichtmal genau, wie sie aussah und du standest nicht direkt neben ihr, als sie ihr eine Kugel durchs Gehirn gejagt haben,,, Zischte ich. ,,Was denkst du, wies mir geht? Und jetzt sitze ich hier mit dir an einem Tisch. Wenn mein Vater das mitbekommen würde, würde er mich aus dem Haus werfen und sich wünschen, das ich verhungere.,,,
Ich atmete kurz durch, um mich wieder einigermaßen zu beruhigen. ,,Tja, zum Glück bekommt er es nicht mit und ich sterbe, bevor er das tun kann.,,, Sagte ich nun wieder einigermaßen ruhig und ließ mich wieder auf meinem Platz nieder. Vielleicht sollte Rye auch versuchen, Distrikt elf und die dort wartenden Probleme zu vergessen. Denn sie waren für uns jetzt sowieso nicht mehr von Bedeutung. Wir waren die Tribute der fünfundzwanzigsten Hungerspiele und wir würden in wenigen Tagen tót sein. Über all das nachzudenken raubte uns nur noch mehr Energie als wir sowieso schon verloren hatten.

"May the odds be ever in your favor!"

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raven

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Re: The 25th Hunger Games || Berry and Sonni are finally back ♥

von raven am 18.10.2019 12:12

Rye Hawkpath

 

Überrascht starrte ich einen Moment lang, auf die ebenfalls grinsende Jule. Irgendwie war das zu einfach gewesen. Aber mir sollte es recht sein. Auf ihre nächste Frage suchte ich unschlüssig eine Antwort. Erwartete sie wirklich, dass ich die beantworten würde? Wollte sie gleich auch noch wissen, was meine Stärken waren? Allerdings lief es gerade so gut, da wollte ich jetzt auch nicht unfreundlich abblocken.
"Hast du da vorhin irgendwelche potenzielle Verbündete gesehen?", fragte ich stattdessen und zog eine Augebraue hoch. Das stimmte sogar. Meine Menschenkenntnis, war nicht gerade die beste, nicht unbedingt hilfreich, wenn man auf der Suche nach Verbündeten war. Außerdem hatten wir alle, die 24 Tribute, ein Ziel, nämlich lebendig die Arena zu verlassen und nicht in einer Holzkiste zurück in unseren Distrikt zurück geschickt werden zu müssen. Da konnten die Chancen noch so schlecht stehen, jeder würde es versuchen wollen. Wer konnte mit Sicherheit sagen, ob ein vermeintlicher Freund mir hinterher nicht in den Rücken fallen würde? Jule würde ich es sowieso zutrauen und die anderen kannte ich noch weniger, beziehungsweise gar nicht. Wieder kamen da diese Gedanken an die bevorstehende Nacht. Irgendwann würden die Alpträume unweigerlich kommen. Und dafür fürchtete ich mich. Mein Kopf wusste, wie er mir Angst einjagte. Im Schlaf schlichen sich die schrecklichsten Szenarios oder sogar Erinnerungen in mein Bewusstsein ein und ich hatte die Befürchtung, dass es diese Nacht, eine ganz besondere Erinnerung sein würde.
Mir graute jetzt schon davor, Ellys Tód noch einmal zu durchleben. Ein heftiger Schmerz, breitete sich in meiner Brust aus, wenn ich daran dachte, wie es Jule erst gehen müsste.
Wie oft hatte sie die schrecklichen Ereignisse von damals, erneut im Traum miterleben müssen? Mitleid schnürrte mir fast die Kehle zu und meine rechte Hand, die inzwischen auf dem Tisch lag, begann wieder zu zittern.

(Sie wusste es ja nicht xD was soll ich da machen)

(Dankee, deiner auch

Jule Farrel

Ich senkte leicht meinen Blick und musste nicht lange nachdenken, um eine Antwort zu haben.
,,Nicht wirklich,,, Antwortete ich ein wenig deprimiert, hob jedoch unmittelbar wieder meinen Kopf. ,,Aber vielleicht ändert sich im Kapitol ja nochmal alles.,,, Fuhr ich fort, doch mehr sagte ich nicht. Mehr würde und wollte ich auch nicht sagen. Ich hatte Rye schon genug von meinen Gedanken erzählt, und am Ende würde er mir vielleicht doch zum Verhängnis. Was hieß hier vielleicht, natürlich würde er mir zum Verhängnis wenn er zu viel über mich wusste.
Vielleicht änderte sich im Kapitol ja wirklich nochmal alles, Vielleicht entpuppten sich ein paar der Tribute als symphatisch und fähig.
Doch die Frage war, warum sie sich dann letztendlich mit mir verbünden sollten.
Denn das würden sie nicht, wenn sie nicht wüssten, das ich auch zu irgendetwas gut war. Und ich fragte mich ehrlich zu was ich in der Arena gut sein sollte.

(Heilige schéiße, ich hab?s innerhalb von 5 min noch geschafft abzuschreiben xD)

Rye Hawkpath

Glaubte sie das ernsthaft? Ich wusste nicht, wen genau Jule meinte, aber in meinen Augen war das eher Wunschdenken. Wir beide sollten uns lieber darauf einstellen, in der Arena alleine zurechtkommen zu müssen, wahrscheinlich war das ohnehin die bessere Alternative. Mein Blick fiel auf die Uhr, die 22:11 Uhr anzeigte. Die Nacht rückte bedrohlich nahe, was zwar Zeit zum Nachdenken bedeutete, aber eben auch Alpträume mit sich brachte.
Irgendwie musste ich das hinaus zögern, also blieb mir keine andere Wahl, als mich mit Jule zu unterhalten. Klar, ich hätte sie auch einfach gehen lassen und alleine hier sitzen bleiben können, aber irgendwann würde der Schlaf mich trotzdem übermannen, so viel stand fest. Nur, dass sie mit ziemlicher Sicherheit nicht hierbleiben würde, um sich mit mir zu unterhalten. Ich wollte mich ja eigentlich auch nicht mir ihr unterhalten, aber es gab keinen anderen Weg. Ich musste sie eigentlich auch nur irgendwie am Tisch festhalten, bevor sie für die Nacht in ihr Abteil verschwand. Nur, worüber mit ihr reden? Da war diese eine Frage, die mich irgendwie beschäftigte, auch wenn ich die Antwort eigentlich schon kannte. Und es wäre ein ziemliches Risiko. Aber ich musste es eingehen. Ich biss mir auf die Lippe, ehe ich fragte: "Du hast für mich gestimmt, was?"

Jule Farrel

Ich hob meinen Blick, den ich eben noch gedankenverloren auf meine Hände gerichtet hatte, um Rye anzusehen. Eigentlich wollte ich ihn gar nicht ansehen. Ich wünschte, ich müsse jetzt nicht hier sitzen. Ich bereute es nicht, für ihn gestimmt zu haben, doch ich hatte nicht erwartet mit ihm gewählt zu werden. Ich hatte nicht mit eingeplant, wie es am Ende für mich wäre, gegenüber von ihm an einem Tisch zu sitzen und mich auf irgend eine Art und weise jetzt auch dafür zu schämen.
,,Jap,,, Sagte ich und wandte schnell wieder meinen Blick ab.
,,Ich hab nur nicht gedacht das es so werden würde.,,, Meinte ich, während ich meinen Blick auf die Tischp*** gerichtet hatte.
Ich sollte mir wohl keine Gedanken darüber machen, eine Stimme für Rye mehr oder weniger hätte vermutlich sowieso nichts mehr ausgemacht, und dennoch hatte ich das Gefühl, das es allein meine Schuld war, das ich hier jetzt mit ihm in einem Zug sitzen musste.

("Jap" xD Bruh Sonni zerstör die epische Situation nicht xD)

Rye Hawkpath

Jetzt wo sich meine Vermutung bestätigt hatte ging es mir auch nicht besser. Aber auch nicht schlechter. Da war einfach nur diese Gewissheit, es war einfach nur noch deutlicher, was Jule von mir hielt. Vielleicht war das ganz gut. In der Arena sollte ich ihr auf jeden Fall aus dem Weg gehen, so viel stand fest. Aber oberste Priorität hatte jetzt erstmal dieses Gespräch aufrecht zu halten.
"Hätte wohl niemand gedacht", versuchte ich also irgendwie möglichst nüchtern festzustellen.
"Lässt sich nicht mehr ändern, was?", fügte ich noch hinzu und schon wieder schlich sich ein schiefes Grinsen auf mein Gesicht. Meine rechte Hand zitterte nebenbei bemerkt immer noch und ich ließ sie lieber unter dem Tisch verschwinden, auch wenn Jule schon längst von diesen Zitteranfällen wusste. Zum ersten Mal dachte ich wieder über die Wunden an meinen Armen und Händen auf, die tatsächlich überhaupt nicht mehr weh taten. Wenigstens etwas, ging es mir durch den Kopf, als ich beunruhig die dunkle Nacht durch ein Zugfenster beobachtete.

(Tschulligung, wenigstens hab ich Jap nicht mit b geschrieben xD)

Jule Farrel

Ein bisschen gereizt sah ich flüchtig zu Rye hoch. Ich wollte es ja auch nicht mehr ändern. Wenn ich nochmal neu wählen könnte, würde ich vermutlich alles genauso machen.
,,Nein.,,, Sagte ich nur aus zusammengepressten Lippen.
Dann entspannte sich mein Gesichtausdruck wieder etwas. ,,War dein Vater traurig? Hat er bereut was er getan hat?,,, Dies musste ich einfach fragen. Der fette Bürgermeister hatte mich heute Mittag wütend gemacht, wie er da gesessen hatte, und es wäre eine Genugtuung zu wissen, das es ihm wegen den Spielen, die er selbst zu unterstützen schien, schlecht ging. Und das er es vielleicht jetzt bereute, das Rye zum Teil auch wegen ihm gewählt worden war.

(Oh gut, dass du das nicht gemacht hast, dass hätte alles gekíllt xD)

Rye Hawkpath

Ich lachte leise auf. An meinen Vater wollte ich jetzt zwar nicht denken, aber die Vorstellung, wie er vielleicht bereute das Kapitol jemals unterstützt zu haben, war ziemlich befríedigend. "Mein Dad, hat zu viele Dinge die er bereuen könnte, glaub mir er ist wütend und wenn er wütend ist, geht er noch schlechter mit seinem Distrikt um. Sieht also ziemlich schlecht aus für Distrikt 11.", antwortete ich trocken und fügte dann noch hinzu: "Er wird drüber hinweg kommen, hat ja noch seine restliche Familie". Leider war das die bittere Wahrheit, ich war sicher Dad hatte mich schon längst aufgegeben und stürzte sich wieder voll und ganz in seine Arbeit. Aber ich hatte noch mich noch nicht aufgegeben und das war schließlich das was zählte.

Jule Farrel

Es gab zwei Möglichkeiten, entweder, Rye war sauer auf seinen Vater wegen dem Vorfall heute morgen, von dem er mir erzählt hatte, und redete deshalb so enttäuscht und schlecht über ihn, oder aber es stimmte einfach was er sagte, und Ryes Vater lag wirklich nicht so viel an Rye. Ich konnte nicht einschätzen, was stimmte.
,,Naja, eigentlich kann es uns jetzt ja auch egal sein, oder? Ich habe sowieso keine Leute mehr in Distrikt elf, die mir wichtig sind.,,, Seufzte ich und versuchte, diese Worte locker klingen zu lassen.
Nach ein paar Sekunden Fragte ich: ,,Hast du noch Leute, die dir wichtig sind?,,
Es machte mich traurig und wütend, das Rye noch eine Familie hatte und ich nicht. Obwohl ich ein besserer Mensch war. Das Leben war wirklich unfair.
Und warum hatten die Leute mich als Tribut gewählt? Natürlich, ich war nie besonders freundlich gewesen, und ich hatte oftmals geklaut, aber ich hatte alles nur getan um zu überleben. Zumindest versuchte ich, mir das einzureden.
Ich hatte das nicht verdient, nicht so wie Rye.

Rye Hawkpath

Dieses Gepräch drohte zunehmend in eine deprimierende Richtung abzurutschen, die mir nicht wirklich behagte. Ich fragte mich, was wohl mit Jules Eltern war. Waren sie gestórben? Oder...hatte Jule einfach nicht so eine starke Bindung zu ihnen. Ich wusste es nicht und ehrlich gesagt war ich mir auch nicht sicher, ob ich es überhaupt wissen wollte. Wahrscheinlich war ihre Vergangenheit ziemlich deprimierend. Eigentlich gab es einige Leute, die mir wichtig waren. Aber plötzlich fragte es mich, ob sie mir so wichtig waren, dass es sich allein für sie lohnte, die Arena lebend zu verlassen? Da war einmal mein Dad, der bei mir ziemlich unten durch war, wenn ich mal genauer darüber nachdachte. Cerise, war mir relativ egal, sie war nett, aber eben auch nicht mehr. Flaire war mir wirklich wichtig. Ich konnte mir vorstellen, dass es ihr den Boden unter den Füßen wegreißen würde, wenn ich live übertragen in ganz Panem drauf ging. Dann war da noch Heath. Ziemlich süß, der Kleine. Wenn er wollte. Flaire und Heath, dass waren genug Gründe um heil zurückzukehren. Schlielich antwortete ich mit einem Nicken auf Jules Frage. "Meine Sch-schwester", stotterte ich herum, denn mir war wieder eingefallen, dass Jule mich ja für den Tód ihrer Schwester verantwortlich machte. Hoffentlich würde sie jetzt nicht anfangen zu weinen oder so. Im Trösten war ich nämlich unsagbar schlecht. Rasch fügte ich noch hinzu: "Und mein jüngerer Bruder".

Jule Farrel

Würde meine Schwester noch leben, würde sie mir wohl auch noch etwas bedeuten. Ich überlegte, ob ich dazu etwas sagen sollte, ließ es dann aber lieber.
Ich war erschöpft und gerade nicht in der Stimmung zu streiten.
Vielleicht sollte ich einfach ins Bett gehen, aber ich würde sowieso nur die ganze Nacht wachliegen.
,,Deine Eltern?,,, Fragte ich also verwundert. Bedeuteten sie ihm nichts? Das hatte ich nicht gedacht. Nicht einmal Ryes Mutter?

Rye Hawkpath

Jule schien ziemlich neugierig zu sein, aber mir sollte es recht sein, solange sie nicht in ihr Abteil verschwand. Andererseits, sie redete nicht über ihre Eltern, warum sollte ich also über mein Reden, ich hatte sie zwar nicht gefragt, aber ich bezweifelte, dass ich eine Antwort erhalten hätte. Ich hatte wenig Lust ihr von meiner Mum zu erzählen, die bei meiner Geburt gestórben war, also sagte ich einfach nur, in der Hoffnung das Gespräch so irgendwie aufrecht zu erhalten: "Ich dachte ich hätte deutlich gemacht, was ich von meinem Dad halte?". Wahrscheinlich würde sie nochmal nachharken, aber das hatte mir jedenfalls etwas Zeit verschafft. Etwas in mir sträubte sich dagegen, Jule etwas von meiner Mutter zu erzählen. Wobei, was sprach eigentlich dagegen? Hauptsächlich, dass sie bis heute Mittag eine völlig Fremde war und wahrscheinlich alles was sie über mich wusste, auch gegen mich verwenden konnte. Aber es gestaltete sich nun mal als ziemlich schwierig, sich mit jemandem zu unterhalten, ohne etwas von sich selbst preis zu geben. Aber was sollte sie schon mit der Information, wie ich zu meiner Familie stand anfangen können? Warum fragte sie überhaupt? Meine nicht vorhandene Menschenkenntnis, war jedenfalls keine große Hilfe, wenn es darum ging, Jule zu verstehen. Dieses Mädchen machte es für mich fast umöglich ihre Handlungen nachvollziehen zu können.

Jule Farrel

Ich blinzelte kurz. ,,Ja, stimmt.,,, Sagte ich ein wenig müde. Rye schien nicht mehr sagen zu wollen, also Fragte ich nicht weiter nach. Zum Beispiel was mit seiner Mutter war, denn das hätte mich noch interessiert. Aber wenn er nichts preisgeben wollte dann sollte es mir recht sein, ich würde wohl auch nicht so viel erzählen. Andererseits wäre es doch egal, wenn Rye von meiner familie wissen würde. Wie sollte er es gegen mich verwenden? Es waren schließlich keine wirklichen Schwächen oder stärken von mir.
Denn das war eigentlich das einzige, was ich auf keinen Fall erzählen durfte.
Ich gähnte kurz, streifte die Hausschuhe von meinen Füßen, die sie mir gegeben hatten, zog meine Beine auf meinen Sitzplatz hoch und lehnte mich mit dem Rücken gegen das Fenster. Wenigstens war es so ein wenig gemütlicher.
,,Haben die hier eigentlich Wein oder sowas? Irgend einen Alkohol?,,, Fragte ich plötzlich, fast mehr an mich selbst gewandt als an Rye, und sah mich von meiner Position aus suchend im Raum um.
Ich durfte eigentlich noch keinen Alkohol trinken, und in meinem Distrikt war er immer ziemlich rar gewesen, aber manchmal hatte ich trotzdem hier und da etwas abzweigen können.
Und ein kleines Gläschen Alkohol wäre jetzt wirklich perfekt, um das unaufhörliche, bedrückende ziehen in meinem Magen loszuwerden.

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raven

22, Weiblich

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Re: The 25th Hunger Games || Berry and Sonni are finally back ♥

von raven am 18.10.2019 12:09

Jule Farrel

 

Ich sah Rye kurz an. Er hatte wirklich recht, fast alle Tribute waren riesig.
Rye könnte mit seiner Größe vielleicht beinahe noch mithalten aber ich? Vielleicht war ich sogar die kleinste von allen, das konnte ich jetzt noch nicht einschätzen.
Von den Muskeln her war ich definitiv auch eine der schwächsten.
In Sachen Kräfte hatte ich schonmal keine Chance, und obwohl ich schnell war, hatte ich in der Kategorie rennen und Schnelligkeit wohl auch keine guten Aussichten. Meine Beine waren einfach zu kurz um gegen diese Riesen aus den vereinzelten Distrikten anzukommen.
Ich musterte Rye und verglich ihn mit den anderen tributen.
Er gehörte definitiv zu den schwachen, aber immerhin schien er auf den ersten Blick nicht der schwächste von allen zu sein. Er hatte eine annehmbare Körpergröße und sah ein wenig massiger aus als die meisten anderen Jungs die ich aus unserem Distrikt vom sehen her kannte.
Ich konnte nicht wirklich einschätzen, ob das an normalem Körperfett oder womöglich an Muskeln lag.
Ich wandte meinen Blick wieder ab. Vermutlich am Fett.
Dieser schnösel hatte im Nest des Bürgermeisters an einem Tag wahrscheinlich so viel essen gehabt wie ich in einer Woche.
Eigentlich beneidete ich ihn. Er hatte vermutlich als einer der wenigen in Distrikt elf eine gesunde und ausreichende Ernährung gehabt.
Ich hatte gehört, die meisten Menschen im Kapitol mussten sich anstrengen, dünn zu bleiben und versuchten gezielt, Gewicht zu verlieren.
Ich dagegen wäre froh wenn mein Hinterteil und meine Schenkel ein wenig mehr dran hätten, ebenso wie meine knochigen Handgelenke. Ich hàsste diesen herausstehenden Knochen unterhalb meiner Hände.
,,Wir können dieses Gespräch doch gleich lassen, wir haben sowieso keine Chancen auf den Sieg.,,, Sagte ich und starrte aus dem Fenster.

(SONNI WAS LOS BEI DIR; UNSERE BEITRÄGE WERDEN JA IMMER LÄNGER XD)

(Ich lache gerade so über Körperfett xD wEr WeIß vIeLlEiChT hAt RyE sOgAr eIn SiXpAcK

Rye Hawkpath

Auch ich fand dieses Treffen mehr als nur ermüdend. Wollte Rust uns vielleicht vor Augen führen, wie schlecht unsere Chancen standen? Bis mir dämmerte worauf unser Mentor aus war. Meine Vermutung bestätigte sich sogleich.
"Und das, ist der Grund, warum ein Bündnis zwischen euch beiden, dass einzig Realistische ist. Alles andere wäre schlichtweg einfach nur unvernünftig." Rust ließ es so aussehen, als wäre es das Einfachste auf der Welt, eine Feindschaft zu begraben.
"Also seht zu, dass ihr eure Differenzen beiseite schiebt, es geht hier ums Überleben und um nichts anderes, verstanden?", fügte er noch eindringlich hinzu, ehe unser Mentor sich mit den Worten: "Ich erkläre diese Sitzung hiermit für beendet, ich kann nicht mit zwei Tributen arbeiten, die nicht bereit sind, meinen Anweisungen zu folgen" erhob und ebenfalls durch die Schiebetüren verschwand. Fassungslos starrte ich ihm hinterher.
Erwartete Rust jetzt etwa, dass wir uns so mir nichts dir nichts aussöhnen würden? Jule hásste mich, so viel war klar und zum wiederholten Male, befand ich mich alleine mit ihr in einem Raum. Keine guten Vorraussetzungen, um sich zu verbünden, schätze ich. Stur starrte ich auf meine Hände, sollte Jule doch den ersten Schritt machen.

(Haha ich denks mir grade xD normal werden Beiträge in RPGs immer kürzer und bei uns einfach genau das Gegenteil xD)

(Ja vermutlich hat er eins, das ist halt nur durch ne Speckschicht drüber geschützt oder? XD so wie bei mir)

Jule Farrel

Mein Gesichtsausdruck war bestimmt mindestens genauso fassungslos wie Ryes, und erst nach ein paar Sekunden konnte ich meinen Blick von der Schiebetür lösen, in der Rust verschwunden war.
,,Àrschloch,,, Murmelte ich leise, und ich war mir nicht sicher ob Rye es gehört hatte. Vermutlich schon, denn es war sonst ziemlich still in dem Raum.
Ich ließ meine Handflächen auf die tischplàtte klatschen und setzte einen entschlossen, wenn auch ziemlich schlecht gelaunten Gesichtsausdruck auf.
,,Also, ich habe zwei Vorschläge,,, Verkündete ich. ,,Entweder wir überlegen uns selbst noch eine Strategie, denn Rust und May können wir vergessen, oder aber, und dafür wäre ich, wir gehen jetzt einfach ins Bett, weil wir sowieso keine Chance haben.,,, Sagte ich und presste meine Lippen aufeinander, was beinahe ein wenig beleidigt aussah. Vielleicht war ich das auch. Die Mentoren sollten doch dafür da sein, den Tributen zu helfen, oder nicht? Es ging um mein verdàmmtes leben also sollten sie sich in ihrer Sache gefälligst mehr anstrengen.
Rust hatte es wenigstens versucht, aber er schien uns, um die es im Endeffekt ging, nicht in seine tollen Pläne miteinbeziehen zu wollen. Scheinbar sollten wir also einfach das tuen, was er sagte. Zu Kompromissen oder Einwänden war er nicht bereit.
Und diese May war einfach komplett weg vom Fenster. Sie hatte in der ganzen Zeit kaum ein Wort geredet.

Rye Hawkpath

(Ja, dass ist weil wir so gut harmonieren xD)
(Oder bei mir höhö)

Keine Ahnung, in wem Jule ein Árschloch sah, wahrscheinlich in uns beiden, Rust und mir, aber mir sollte es egal sein.
Die Idee, schlafen zu gehen, klang zwar verlockend, aber in der Arena würde ich es wahrscheinlich bereuen, ohne oder mit einer schlechten Strategie dazustehen, also riss ich mich zusammen, zwang mich, in einem möglichst freundlichen Tonfall zu reden und präsentierte Jule dann meinen Vorschlag.
"Also, ich weiß nicht, wie du das siehst, aber ich hab wenig Lust mir morgen weiter Rusts geniale Strategien anzuhören, darum würde ich vorschlagen, dass wir beide genau hier sitzen bleiben und uns eine Strategie überlegen. Jetzt. Das wird die letzte Gelegeneheit sein, morgen erreichen wir das Kapitol, wer weiß wie viel Zeit uns da noch bleibt. Und wenn ich hier bis morgen früh sitze, wir sollten wenigstens versuchen, unser Leben irgendwie zu retten."
Nach meinem kleinen Vortrag atmete ich hörbar aus, hoffentlich hatte ich Jule damit irgendwie überzeugt. Eine Idee für eine Strategie, hatte ich zwar nicht wirklich, aber mir würde schon was einfallen. Hoffentlich. Und schließlich waren wir zu Zweit, da musste doch irgendwas bei rum kommen, oder?

(Ja es ist halt wirklich so xD #seelenverwandtschaft)

(Ich muss grad an meine Katze denken, die liegt grade bei mir auf dem Schoß und hat einfach die größte Speckschicht aller Zeiten hahaha. Wenn du die stréichelst dann schwabbelt das so richtig frag mich jetzt nicht wie ich darauf komme xD)

Jule Farrel

Ich lachte kurz auf und wollte schon einen Kommentar zu Ryes Satz Wir sollten wenigstens versuchen, unser Leben irgendwie zu retten abgeben, hielt dann aber doch meinen Mund. Vermutlich ging es jetzt um wichtigere Dinge als dem Anliegen, meine Hoffnungslosigkeit zum Ausdruck zu bringen.
Ich stützte meine Ellbogen auf den Tisch auf und richtete meine Aufmerksamkeit auf Rye. ,,Von mir aus,,, Sagte ich. ,,Aber wenn wir eine gemeinsame Strategie haben, heißt das dann nicht auch, das wir Verbündete sind?,,, Fiel es mir auf einmal auf und ich zog meine Augenbrauen fragend hoch. Dann könnten wir ja gleich den blöden Plan von Rust befolgen.
Ein ganz kleiner, wirklich winziger Teil von mir, wäre sogar damit einverstanden, mich mit Rye zu verbünden.
Er war der einzige, der Tribute, mit dem ich mich überhaupt jemals unterhalten hatte und gab mir so wenigstens ein klein wenig Vertrautheit. Im Gegensatz zu den anderen tributen.
Ich erinnerte mich schnell daran, das ich Rye am meisten von allen anderen dreiundzwanzig Tributen am dringendsten an den Kragen wollte, und sofort verstummte dieser kleine, törichte Teil von mir.

(#eindeutig)

(Ahaha xD No joke versau mir meine Vorstellung von Rye nicht, da schwabbelt nichts xD)

Rye Hawkpath

Sie war nicht dúmm, das war sie wirklicht nicht. Vielleicht war es langsam mal an der Zeit, mich selbst zu fragen, ob ich sie überhaupt als Verbündete wollte. Jule war ziemlich schlau, so viel war sicher, aber sie hásste mich eben auch, also..., schnell verwarf ich den Gedanken an ein Bündnis also wieder und zerbrach mir den Kopf wie ich auf ihre Frage antworten sollte. Auf gut Glück, fing ich einfach an zu reden.
"Nicht unbedingt. Nur, weil wir uns gemeinsam eine Strategie ausdenken, heißt das nicht, dass unsere Strategie ein Bündnis beeinhaltet. Was wäre zum Beispiel, wenn wir einfach so tun würden, als würden wir uns verbünden? Vor den Mentoren und dem Kapitol spielen wir unsere Rollen und in der Arena trennen wir uns", schlug ich vor. Keine Ahnung, woher die Idee kam, sie war einfach da. "Falls du es so lange mit mir aushälst", fügte ich leicht grinsend noch hinzu, ehe ich die Arme im Nacken verschränkte und Jule musterte. Irgendwie konnte ich sie ziemlich schlecht einschätzen. Ihre Fähigkeiten zum Beispiel. Sicher, sie war nicht sonderlich stark, aber was war mit anderen, vielleicht sogar wichtigeren Dingen? Kannte sie sich in Heilkunde aus? Konnte sie schwimmen? War sie eine schnelle Läuferin. Vielleicht, würde ich all diese Dinge erfahren, wenn wir ein Bündnis vorspielen würden. Mir fiel auf, dass ich diese Dinge eigentlich gar nicht wissen wollte, um ihr zu schaden, es war einfach reines Interesse. Das schreckte mich etwas ab. Ich wollte kein Interesse zeigen.

(Haha nein nein, bestimmt nicht xD ich musste das nur grade über meine Katze loswerden, wo wir beim Thema waren xD)

Jule Farrel

Rye hatte mich überzeugt.
Zaghaft und nur für den gefühlten Bruchteil einer Sekunde erwiderte ich sein grinsen.
,,Einverstanden,,, Willigte ich einen Moment später zufrieden ein.
May und Rust würden schön blöd gucken wenn wir uns in der Arena dann doch aufteilen würden, alleine dafür war mir dieser Plan wert.
,,Und was machen wir dann in der Arena? Ziehen wir beide auf eigene Faust los oder suchst du dir Verbündete?,,, Fragte ich, bevor mir bewusst wurde das Rye diese Frage sowieso niemals beantworten würde. Vermutlich wollte er so viel wie möglich für sich behalten, obwohl wir nun einen Großteil unserer Strategien miteinander besprachen.
Ich hatte das eigentlich gar nicht gefragt, weil ich mir so erhoffte, mehr über ihn herauszukriegen und die Informationen für meine Zwecke zu nutzen, sondern ich hatte mir schlicht und einfach nichts dabei gedacht.
Wie alt war Rye überhaupt? Vermutlich älter als ich.
Ich versuchte, mich zu erinnern, ob er einmal irgendetwas dazu gesagt hatte, und mir fiel tatsächlich ein, das er gesagt hatte das er beim Mórd an meiner Schwester gerade mal acht Jahre alt gewesen war.
Moment, war Rye etwa jünger als ich? Ich war zu diesem Zeitpunkt neun Jahre alt gewesen. Dann war Rye jetzt erst vierzehn. Irgendwie machte mich das betroffen. Er war sogar noch jünger als ich und musste schon in die Arena. Ich selbst hatte seinen Namen zwar in das Glas geworfen, aber dennoch wünschte ich ihm das jetzt nicht. Zumindest nicht wirklich.
Eigentlich hatte das doch keiner verdient, oder?
Ich würde vermutlich nicht so denken, wenn ich jetzt nicht selbst hier sitzen würde und am eigenen Leib erfuhr, wie es sich anfühlte.

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raven

22, Weiblich

  Beauty Queen

Beiträge: 44

Re: The 25th Hunger Games || Berry and Sonni are finally back ♥

von raven am 16.10.2019 21:24

Rye Hawkpath

 

Ich zwang mich selbst dazu, nicht erleichtert aufzuatmen. Was auch immer Jule dazu bewogen hatte nichts zu sagen, es würde die Dinge hoffentlich ein wenig vereinfachen. Dachte ich, bis Rust weiter sprach.
"Alyss sagte, ihr Zwei würdet gut miteinander auskommen? Euch sogar angefreundet haben?" Einen Moment herrschte Stille, in der nur May etwas über "junge Liebe" murmelte, aber ich hoffte einfach mal, dass ich mich verhört hatte.
Dann redeten Jule und ich lautstark durcheinander und versuchten unserem Mentor klar zu machen, dass das nun wirklich nicht zutraf.

Jule Farrel

Genau wie vorhin beim Essen fuhr ich mit geballten Fäusten von meinem Platz hoch. Hatten Rust und May gerade keine anderen Probleme?
,,Denkt ihr ernsthaft ich würde mich mit dem Mördér meiner Schwester anfreunden?,,, Entfuhr es mir wütend und wenn mein Blick hätte tötén können, dann lägen May und Rust jetzt vermutlich gerade schon auf dem Boden.
Ich hatte nicht vorgehabt, den beiden das jetzt zu erzählen, aber es war mir einfach herausgerutscht. Im Grunde war es auch egal. Bald würde ich sowieso tót sein und ich, meine Familie und meine kleinen Probleme würden niemanden auf der Welt mehr interessieren.

(Ich muss gerade voll lachen xD Sonni einen Beitrag vorher: Nee, Jule ist nicht der Typ der das so erzählt
Sonni jetzt: ER HAT MEINE SCHWESTER UMGEBRACHT xD)

Rye Hawkpath

Leise stöhnte ich auf. Ich sollte wirklich aufhören mich in Sicherheit zu wiegen, nur um dann doch noch mit reingerissen zu werden. Rust stürzte sich sogleich begeistert auf die Neuigkeiten, während May den Tisch wieder zurecht rückte, den Jule gerade bei ihrem kleinen Ausraster verschoben hatte.
"Aha, dass ist also das Problem", lächelte unser Mentor grimmig und faltete die Hände auf dem Tisch. Und wenn ich gerade schon geschockt war, dann setzte Rust jetzt noch einen drauf.
"Nun ja, seht zu, dass ihr das unter euch regelt, denn unser Plan ist es, euch als Verbündete zu präsentieren, wir halten das für das Bes-", fing er an ehe er lautstark von mir unterbrochen wurde.
"VERBÜNDETE? WOLLT IHR MICH IN DEN DIREKTEN TOD FÜHREN?", brüllte ich herum und ließ erstmal ordentlich Wut raus, denn was dachten sich die Zwei dabei? Verfeindete Tribute in ein Bündnis führen, damit die Hungerspiele schneller zu Ende gingen, oder was?! Hoffentlich gab es jetzt kein Missverständnis, sodass Rust dachte, ich hielte Jule einfach nur unfähig zu überleben. Das war nämlich nicht mein Problem. Sobald ich auch nur einen Moment mit diesem Mädchen in der Arena alleine sein würde, würde Jule ihre Chance nutzen um mich zu tötén! Da war ich mir ziemlich sicher, sie hatte es nicht nur einmal zur Sprache gebracht. Im Nachhinein fiel mir auf, dass ich wohl etwas panisch geworden war, denn selbst May drückte sich die Nase nicht mehr an der Scheibe platt, sondern blickte aufmerksam zu uns herüber. Ich hörte Rust leise murmeln: "Womit habe ich solche Tribute verdient? Und das auch noch am Jubeljubiläum", aber das war herzlich egal, jede Taktik wäre mir recht gewesen, aber ich konnte und wollte keine Allianz mit Jule bilden.
(Jaa ich weiß aber es hat grade so gut gepasst xD)

Jule Farrel

Während Rye sich neben mir lautstark beschwerte, starrte ich noch einen Moment in die Luft, ehe ich mich wieder verkrampft auf meinem Platz niedersetzte.
Über so etwas wie Verbündete hatte ich noch gar nicht nachgedacht.
Mal angenommen, ich würde gezwungen sein, mich wirklich mit Rye zu verbünden, was würde dann passieren? Wir vertrauten uns nicht. Ich würde Rye umbringen wegen Elly und weil ich Angst hätte, das er mich sonst zuerst umbrächte. Und Rye würde mich umbringen wollen, weil er Angst hätte das ich ihn sonst zuerst umbrächte. Eine verzwickte Lage, die es uns alleine schon fast unmöglich machte, Verbündete zu sein.
Ich ließ meine Finger abwechselnd auf die Tischp*** Trommeln.
,,Rye hat recht. Ich könnte versuchen, mich mit anderen Tributen zu verbünden.,,, Sagte ich, obwohl mir bei dem Gedanken daran ein wenig schlecht wurde.
Bestimmt hatten all die anderen Tribute ebenfalls schlimme Dinge getan, warum hätten sie sonst gewählt werden sollen?

(ja ja xD)

Rye Hawkpath

Beinahe schon ungläubig starrte Rust uns an, dann fuhr er May Underwing an, die aus ihre Trance hochschreckte. "Du solltest mich doch daran erinnern, ihnen die Zusammenfassungen zu zeigen!" Verwirrt starrte sie ihn an, ehe sich ihr Blick aufhellte und sie sagte: "Oh, die Zusammenfassungen! Na ja also, dann eben jetzt". Mein Gehirn brauchte einen Moment um zu schalten, von welchen Zusammenfassungen die Rede war. Sie würden uns die Ernte zeigen, in allen anderen elf Distrikten! Ich war mir ziemlich sicher, dass Rust nur darauf gekommen war, um Jule zu zeigen, warum sie sich nicht mit anderen Tributen verbünden sollte. Verblüffender Weise, schien trotzdem alles vorbereitet zu sein. May zog an einer Schnur, da sie am Fenster saß und eine Leinwand fiel geräuschlos aus der Decke, so breit, dass sie sich über zwei Fenster erstreckte. Der Kopf unseres Mentors, war derweil unter dem Tisch verschwunden, wo er eine Schublade öffnete, die mir vorher nicht mal aufgefallen war und eine Fernbedienung rauskramte. Mit ihrer Hilfe schaltete Rust ein kleines Gerät, auf der anderen Seite des Abteils ein. Ich zuckte merklich zusamme, als er auch noch die meisten Lichter ausschaltete und das Wappen Panems auf die Leinwand projeziert wurde. Überflüssigerweise räusperte sich Rust und verkündete: "Die Ernte in den anderen Distrikten, kann ziemlich hilfreich sein, wenn man etwas über seine Feinde erfahren will". In dem Moment, in dem er endete, wurde das Wappen von Distrikt 1 eingeblendet, darunter stand in Großbuchstaben Luxusgüter. Karrieros., schoss es mir durch den Kopf und nach einem Blick auf Jule, war ich mir fast sicher, dass sie an dasselbe gedacht hatte. Zuerst zeigten sie einige Leute aus dem Publikum, die freudig in die Kamera winkten, als gäbe es etwas zu feiern. Aber die Ernte, war in Distrikt 1 sicher auch ein Fest. Für gewöhnlich sandte Distrikt 1 zusammen mit Distrikt 2 die meisten Freiwilligen in die Hungerspiele, es musste eine echte Enttäuschung für sie sein, dass sie dieses Jahr hatten wählen müssen. Unter großem Jubel verkündete die Betreuerin die Namen, aber ich hörte nicht so genau hin, denn meine Aufmerksamkeit, lag auf der Reihe von Siegern, die auf Stühlen Platz genommen hatten. Wir in Distrikt 11 hatten in 25 Jahren zwei Sieger gehabt, während Distrikt 1, sieben hervor gebracht hatte. Jetzt wollte ich die diesjährigen Tribute schon fast nicht mehr sehen. Geschockt wandte ich den Blick ab, aber als dann tosender Jubel ausbrach, schaute ich doch hin. Der weibliche Tribut war nicht nur so hübsch, sodass mir fast die Kinnlade hinunter klaptte, sie war auch etwa so groß wie ich und ihre Oberarmmuskeln ließen darauf schließen, dass auch sie, wie so viele andere, illegal Trainingsstunden genommen haben musste. Meine Hände begannen schwitzig zu werden, als mir einfiel, dass Distrikt 1, wahrscheinlich die besten Tribute geschickt hatten, die sie kriegen konnten. Vom männlichen Tribut wollte ich gar nicht erst anfangen. Am liebsten wollte ich schon nach diesen beiden Tributen schreiend aus dem Abteil rennen.

 

Jule Farrel

Bei dem Anblick der beiden Tribute aus Distrikt eins drehte sich bei mir allein schon fast der Magen um. Sie waren riesig.
,,Das sind Thist und Wren aus Distrikt eins,,, Erklärte Rust uns. ,,Haltet euch einfach von ihnen fern, das ist der beste Tipp den ich euch auf den ersten Blick geben kann.,,, Sagte er trocken.
Mit denen würde ich mich schonmal nicht verbünden wollen, das stand fest. Sie wahren gefühlt doppelt so groß und muskelbepackt wie ich.
Wren war ziemlich dünn, aber sonst waren beide sehr stattlich und könnten hübsch sein, wenn ich nicht gewusst hätte, das sie bald nach meinem Leben geiern würden.
Ich nickte nur stumm. Hoffentlich würden bald noch ein wenig symphatischere Tribute kommen.

Rye Hawkpath

Auch Distrikt 2 brachte keine Erleichterung. Die Tribute aus Distrikt 2, sahen wenn das möglich war noch gefährlicher aus, als die aus 1. Nur mit halbem Ohr hörte ich, wie Rust uns auch vor ihnen warnte. Man konnte auf den ersten Blick erkennen, dass die vier zusammen absolut tödlich waren. Und man brauchte kein Hellseher sein um zu wissen, dass sie sich verbünden würden. Vorsichtig warf ich einen Blick auf Jule, die genauso geschockt aussah wie ich selbst. Ich konnte nur hoffen, dass sie nicht auf den unsinnigen Gedanken kam, sich mit denen zu verbünden. Die Erkenntnis traf mich völlig unvorbereitet. Sie war meine Gegnerin, ich sollte mich nicht um sie sorgen. Aber war es nicht nur menschlich? Karrieros waren das Gefährlichste überhaupt, es würde ihr sicherer Tód sein. Das Wappen von Distrikt 3 erschien. Elektronik. Für gewöhnlich ziemliche Genies. Wenn sie den ersten Tag überlebten. Mag sein, dass einer der beiden Verbündete sucht., dachte ich und warf erneut einen Blick auf Jule. Raven und Newt, so hießen die Tribute aus 3, waren beide recht klein und wirkten ungefährlich. Trotzdem nahm ich mir vor, sie nicht zu unterschätzen und jetzt genauer aufzupassen. Mir graute schon vor den nächsten Karrieros, aus Distrikt 4, als plötzlich ein zierliches, hübsches Mädchen auf der Bühne erschien. Sie sah sogar nett aus. War sie aber wahrscheinlich nicht. Gerade als ich nachfragen wollte, wie sie heißt, weil ich zu sehr mit ihrem Aussehen beschäftigt war, erscheint das Grauen höchstpersöhnlich auf der Bühne. Der Junge, oder Mann, denn so sah er eher aus, trug den Namen Marsh. Unser Mentor war verglichen mit Marsh ein Gänseblümchen.
Panik breitete sich in mir aus und keuchend brachte ich hervor: "Wir sind so gut wie tót."

Jule Farrel

Ich erlaubte mir einen kurzen Blick in Ryes Richtung, als er das sagte.
,,Wow. Was für eine Erkenntnis. Dachtest du wirklich jemals einer von uns könnte der Sieger sein und lebend da raus kommen?,,, Antwortete ich sarkastisch auf seinen Satz und richtete meine Aufmerksamkeit wieder der Leinwand zu.
Im Vergleich zu den bisherigen Tributen war Rye als Verbündeter harmlos. Vielleicht sollte ich doch über Rusts und Mays Plan nachdenken, denn mit diesem Marsh oder den Karrieros würde ich mich auf gar keinen Fall verbünden. Sie würden mich umbringen bevor die Hungerspiele begannen.
Mögliche Kanditaten waren für mich bis jetzt möglicherweise die zwei Tribute aus Distrikt drei und der weibliche Tribut aus Distrikt vier. Andererseits waren das auch wieder Karrieros, also konnte ich mir vielleicht nicht viel erwarten.

Rye Hawkpath

Ich ignorierte Jules Kommentar verbissen. Stattdessen zischte ich: "Glaubst du, irgendein anderer Distrikt, hat so unfähige Kandidaten in die Hungerspiele geschickt?" Du wirst niemanden finden, der sich mit dir verbünden wollen würde!" Das sollte nicht herablassend klingen, aber die Worte waren draußen, bevor ich näher darüber nachdachte.
Da meldete sich Rust wieder zu Wort: " Ausnahmsweise, bin ich derselben Meinung wie du Rye". Distrikt 5 unterbrach uns. Marble fiel mir sofort auf und sie würde mir sicherlich noch im Gedächtnis bleiben. Mit ihren abrasierten Haaren, wirkte sie beinahe wie ein Junge und insgeheim nahm ich mir vor, mich von ihr fern zu halten. So wie eigentlich von jedem der anderen 23. Tribute.

Jule Farrel

Ich biss die Zähne zusammen und knirschte mit ihnen in meinem Mund herum.
Eine Antwort gab ich Rye und Rust nicht, denn ich hatte momentan keine gute parat. Sie hatten recht.
Nach Distrikt fünf kam Distrikt sechs, seine beiden Tribute hießen Erie und Jade. Jade stach mit ihren silbernen Haaren genau wie Marble aus der Masse, jedoch eher positiver, wie ich fand.

Rye Hawkpath

Die nächten Tribute rasten nur so vor meinen Augen vorbei. Die männlichen Gegner aus 6 und 9, blieben mir besonders im Gedächtnis. Beide groß, muskelbepackt. Bei 12 schaute ich genauer hin. Ein Typ, der wahrscheinlich aus armen Verhältnissen stammte und ein Mädchen, Ashley hieß sie, dass ziemlich ängstlich wirkte. Gut vorstellbar, dass auch sie die Tochter eines Bürgermeisters oder Kaufmanns war. Nach den Zusammenfassungen herrschte Stille. Bis May plötzlich wieder redete, ich hatte sie schon halb vergessen, als sie meinte: "Ich geh ins Bett, bis morgen, schlaft alle gut!". So seltsam sie auch war, Stil hatte sie, dass musste man ihr lassen. Dann war sie auch schon durch die Schiebetüren verschwunden.
"Irgendwelche potenziellen Verbündeten gefunden?", fragte Rust und sah uns zweifelnd an. Unser Mentor wartete gar nicht erst eine Antwort ab, er redete sofort weiter.
"Also was ich euch aufgefallen?", seufzte er und trommelte mit den Fíngern auf den Tisch. Überrascht starrte ich ihn an. Waren wir hier in der Schule oder was?

Jule Farrel

Ich starrte Rust einen moment lang fragend an, als hätte ich die Frage nicht verstanden, fing mich dann aber schnell wieder.
,,Der kleine Tribut aus Distrikt 8 ist genauso unfähig wie wir, genau wie ein paar Mädchen aus den anderen Distrikten,,, Erklärte ich. ,,Sehen zumindest so aus.,,, Fügte ich schnell noch hinzu.
Ich hatte in der Tat mehr auf die Tribute geachtet, die mir harmlos erschienen, als auf die, die mir gefährlich vorkamen. Schließlich suchte ich nach Verbündeten und da gab es einen Teil der Tribute, die mir einfach zu gefährlich für ein Bündnis vorkamen. Deshalb suchte ich nach welchen, die mir möglichst ähnlich waren. Und ich würde mich selbst eher zu den harmlosen zählen.
Vermutlich lachten die anderen Tribute über mich und Rye, wenn sie uns an ihrer Leinwand sahen.
Ich unterdrückte einen Seufzer.

Rye Hawkpath

Ich hatte keine Ahnung von welchen Tributen Jule da sprach, an den Jungen aus 8 konnte ich mich nur noch dunkel erinnern, um mein Unwissen zu überspielen antwortete ich auf Rust's Frage:
" Dreiviertel von denen, sehen aus als wären sie über 1,80m groß und mindestens die Hälfte ist stärker als wir", lautete meine ernüchternde Feststellung. Wahrscheinlich würde das vor allem Jule zum Problem werden. Sie war relativ klein, ihre Chance gegen einen von diesen riesenhaften Tributen anzukommen, ging gegen Null. Na gut, meine Chancen standen auch denkbar schlecht, aber wenigstens war ich nicht so ein Zwerg wie sie. ich konnte mich glücklich schätzen, dass sie keine Gedanken lesen konnte, sonst hätte sie mir wahrscheinlich noch eine gescheuert. Morgen würde mein Gesicht ziemlich unansehlich aussehen, so viel stand fest. Plötzlich graute mir vor der Nacht, obwohl ich mir doch eigentlich wünschte in Ruhe über alles nachdenken zu können. Aber irgendwann würde ich einschlafen und mit dem Schlaf würden auch die Alpträume kommen.
Ich hatte Alpträume, seit ich ein kleines Kind war, aber ich war nie damit zu Cerise oder meinem Vater gegangen, ich hatte diese Bindung einfach nicht gespürt. Stattdessen hatte ich Flaire in der Regel davon erzählt, meine Schwester hatte mir zugehört und das meistens so lange, bis ich einschlief.
In den letzten Jahren, wurden die Alpträume seltener, aber sie waren immer noch da. Nur ging ich damit nicht mehr zu Flaire, es kam mir einfach...peinlich vor, wo sie doch ihre eigenen Probleme hatte. Lieber lag ich die Nacht über wach, als damit zu meiner großen Schwester zu gehen.
Heath hatte eine bessere Bindung zu seinen Eltern, als Flaire und ich. Logisch, Cerise war seine leibliche Mutter, aber auch zu meinem Vater schien er, regelrecht aufzuschauen. Aber an meinen Vater wollte ich nun wirklich nicht denken.

"May the odds be ever in your favor!"

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raven

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Re: The 25th Hunger Games || Berry and Sonni are finally back ♥

von raven am 16.10.2019 21:17

Rye Hawkpath

 

Schluckend wandte ich meinen Kopf zur Seite, eigentlich war das eine einfache Frage. Und bevor ich Cerise heute Mittag den Zettel gegeben hatte, hätte ich auch ohne zu Zögern mit "Ja" geantwortet, aber sollte Cerise sich den Zettel schon angeschaut haben, lag meinem Vater sich reichlich weniger an mir, als vorher. Immerhin hatte ich mit größter Wahrscheinlichkeit seine Ehe zerstört. "Na ja, also e-es gab da diesen einen V-Vorfall", druckste ich unnötig herum, während ich immer noch vermied Jule anzusehen. Ich ertappte mich selbst dabei, wie ich überlegte, was sie wohl für ein Verhältnis zu ihren Eltern hatte. Dabei wollte ich doch so wenig, wie irgendwie möglich über die anderen Tribute erfahren. Außer vielleicht Stärken und Schwächen, dass konnte in der Arena sicher hilfreich sein. Darüber hinaus ging es mich auch nichts an, schließlich kannte ich Jule nicht näher, ich hatte kein Recht darauf, wenn sie es mir nicht selbt erzählte. Aber dieses Mädchen redete selten über etwas anderes, als meine Mitschuld am Tód ihrer Schwester oder Rache an mir. Trotzdem und es behagte mir wirklich nicht, das zu zugeben, interessierte mich ihre Vergangenheit. Beunruhigt schob ich dieses Interesse auf die bevorstehenden Hungerspiele. Ich muss wirklich dringend nochmal über all das hier nachdenken, sonst würde ich hier noch verrückt werden. Der Wunsch nach allein sein, wuchs in mir und ich überlegte gerade wie ich Jule am besten freundlich rausschmeißen konnte, als sie unsere Unterhaltung fortsetzte und ich sie automatisch wieder ansehen musste.

Jule Farrel

Mein Ausdruck zeigte nun eine überraschte, wenn auch distanzierte Neugierde. ,,Was für ein Vorfall?,,, Sagte ich, obwohl ich mich wunderte, warum ich überhaupt Fragte. Eigentlich ging mich das nichts an, aber wenn Rye praktisch schon darauf anspielte dann musste ich ja neugierig werden. Hatte dieser Vorfall womöglich etwas mit seiner roten Wange von heute morgen zutun?
Jetzt war ich ehrlich interessiert daran, was er sagen würde. Es schien ihn zu beschäftigen, wenn er jetzt schon zum zweiten Mal darauf ansprach. Zumindest wenn man das von vorhin mitzählen konnte, als er mir erzählt hatte das er zuletzt heute morgen geschlagen worden war. Jetzt Fragte ich mich zum ersten Mal wirklich, warum und von wem. Vielleicht von seinem Vater?

Und ich dachte schon du kennst sie nicht xD

Ich kann?s kaum erwarten xD #hehehehe)

Ja, ich hab vergessen wie die heißt xD
schreib die Szene doch schon mal grob vor wenn du willst xD

Rye Hawkpath

Entschlossen straffte ich die Schultern und sagte so ruhig und lässig wie möglich, ohne mir meine Wut darüber anmerken zu lassen: "Mein Dad hat sich heute morgen dazu entschieden, dass der Tag der Ernte ein guter Zeitpunkt wäre, in seinem Büro irgendeine fremde Frau flachzulegen und seine Ehefrau zu hintergehen", erklärte ich und verdrehte dabei die Augen, um irgendwie jegliche Gefühle nach innen zu schieben. Besonders gut gelang mir das sicher nicht, aber einen Versuch war es wert.
Wusste Jule eigentlich, dass meine Mutter bei der Geburt gestorben war? Also eigentlich wusste das so gut wie jeder und dúmm schien sie ja auch nicht gerade zu sein, aber es wäre möglich, oder? Wenn sie es nicht wusste, könnte ich das vielleicht beiläufig erwähnen und ein bissche Mitleid aus ihr heraus quetschen, sodass sie nicht mehr allzu fixiert darauf war, mich umzubringen. Klang doch nach einem Plan, oder? Wieder einmal fragte ich mich, warum ich Jule, das überhaupt erzählte. Meine Vergangenheit ging sie genauso wenig an, wie mich ihre und es galt schließlich gleiches Recht für alle. Beim letzten Gedanken musste ich fast selbst lachen, denn der triefte nur so vor Ironie, in der Geschichte der Menschheit, hatte es sicher Reiche gegeben, die Gleichberechtigung schätzten, aber Panem gehörte definitiv nicht dazu. Jemanden umbringen, weil er Tomaten geklaut hat? Eher nicht so gerecht. Irgendwie stand ich etwas zu nah vor Jule, wie mir plötzlich siedend heiß einfiel und hastig ging ich einen Schritt zurück und verschränkte die Arme hinter dem Kopf.

Jule Farrel

Ich ließ mich an der Wand hinter mir herunterrutschen und zog meine Knie an mich. ,,Oh,,, Sagte ich nur und starrte ein bisschen betroffen den Boden an.
Es wunderte mich, das Rye die Augen verdrehte, als er davon erzählt hatte. Ich hätte das vermutlich nicht mehr gekonnt, nachdem ich gerade meinen verheirateten Vater dabei erwischt hätte wie er es mit einer fremden Frau trieb. Aber vermutlich konnte ich mich in so eine Situation auch nicht besonders gut hineinfühlen, immerhin waren die Umstände in meiner Familie komplett anders.
,,Hat dein Dad dich deshalb ... naja, geschlagen?,,, Fragte ich zaghaft und deutete mit einem Kopfnicken auf Ryes Wange.

Wie kannst du nur xD ich mag die eig voll haha

Vllt mach ich das xD

(Ja sorry xD
Okay, viel Spaß xD)

Rye Hawkpath

Ah, daher wehte der Wind also. Meine Bemerkung von vorhin, war ihr nicht mehr aus dem Kopf gegangen. "Scheint so", meinte ich und zuckte mit den Schultern. Mittlerweile bereute ich es, dass überhaupt erwähnt zu haben, es sei denn... Vielleicht war es ja gar nicht so schlecht, wer wusste schon ob Jule nicht insgeheim Mitleid mit mir hätte? Aber warum hockte sie jetzt in meinem Badezimmer auf dem Fußboden rum? Sollte ich sie etwas eigenhändig aus dem Abteil raustragen, oder was? Ich wollte nach diesem langen und ereignisreichen Tag, einfach nur allein sein, war das so unverständlich? Leise seufzend lief ich rüber zum Waschbecken, wenn Jule mit mir reden wollte, sollte sie es tun, aber ich würde bestimmt nicht, wie angewurzelt in der Gegend rum stehen. Also krempelte ich abermals meine Hemdärmel hoch, darauf bedacht nicht an die Wunden zu kommen und suchte dann nach einem Lappen, um das getrocknete Blut abzuwischen. Nach etwas Wühlerei fand ich einen in einem weißen Schrank unterhalb des Waschbeckens. In den Spiegel schaute ich lieber nicht, nach einer Ohnmacht, sah man bestimmt ziemlich blass aus.

Jule Farrel

Als ich nicht wusste, was ich darauf antworten sollte, beobachtete ich Rye einfach nachdenklich dabei wie er versuchte, sich das Blut von den Armen zu wischen.
Ich beneidete ihn nicht um seinen Vater, dabei sollte ich normalerweise eigentlich jeden um seinen Vater beneiden. Ich meine, wenn man sich mal meinen Vater vor Augen rief. Ich dachte immer, er wäre der schlimmste Vater den ich mir hätte vorstellen können. Doch so grausam und schlecht mein Vater manchmal zu mir gewesen war, er hätte niemals so viele Menschen und Kinder getötét und er hätte zu der Zeit, als er noch mit meiner Mutter zusammen gewesen war, niemals mit einer anderen Frau geschlafen.
Ich drehte meinen Kopf zur Tür, als ich diese aufgehen hörte. Ein Vertrautes Gesicht lugte durch den Spalt. Alyss. ,,Kinder, es ist ja wirklich sehr schön das ihr euch anfreundet, aber ihr solltet allmählich wirklich zu der Besprechung mit euren Mentoren kommen. Ihr habt euch lang genug Zeit gelassen. Rye, meinst du, du bist zurechnungsfähig genug?,,, Sagte sie mit ihrer gewöhnlichen, trällernden Stimme zu uns.
Bei ihren Worten spürte ich, wie ich rot wurde. Sofort sprang ich vom Boden auf und strich mit meinen Händen meine Kleidung glatt. Wer redete hier etwas von anfreunden? Alles was ich hier gemacht hatte, war Rye zu sagen, das ich ihn gerne tót sehen würde. Nannte man so etwas anfreunden?
Ich fühlte mich beinahe ein wenig beleidigt.

Rye Hawkpath

Fast hätte ich das Wasser, was ich soeben aus dem Wasserhahn trinken wollte ausgespuckt. Anfreunden? Alyss Overhill hatte ziemlich komische Vorstellungen von anfreunden, aber ich beließ es dabei und antwortete stattdessen auf ihre Frage: "Nur ein kleiner Zwischenfall, nichts weiter, wegen mir kann es losgehen." Und natürlich sarkastisch gemeint, fügte ich noch hinzu: "Ich kann's gar nicht abwarten, mich mit Rust zu unterhalten". Alyss kniff die Lippen zu einem schmalen Strich zusammen und trat dann wieder auf den Gang hinaus, als wir beide nicht sofort reagierten, winkte sie ungeduldig mit der Hand. "Na kommt schon, kommt schon!" Seufzend ließ ich Jule den Vortritt, auch wenn sie sich erst wieder aufrappeln musste und schloss dann die Tür zu meinem Abteil, bevor wir hintereinander durch den engen Gang liefen.

Jule Farrel

Ich beschloss, mir von jetzt an nichts mehr anmerken zu lassen und nicht mehr so viel mit Rye zu reden, bevor die Spiele begannen, während ich mich hinter Alyss her zu der Besprechung schleifte.
Andererseits hatte es vielleicht auch Vorteile, mich mit Rye zu unterhalten. Je besser wir uns kannten desto verletzlicher war er. Aber desto verletzlicher wurde ich vermutlich auch für ihn.
Als wir uns wieder an den Tisch setzten, warf May uns nur einen kurzen Blick zu, ehe sie wieder damit anfing, aus dem Fenster zu starren. Wenn einer von den zweien eine Hilfe war, dann vermutlich am ehesten noch Rust. Er war ein ziemlicher Schrank und riesengroß. Ich war froh, das er gerade saß, denn sonst hätte er mir vermutlich ziemliche Angst eingejagt.

Rye Hawkpath

Stumm hoffte ich, das Rust mich nicht auf den Vorfall vorhin ansprechen würde, denn ich hatte echt keine Ahnung, wie ich damit umgehen sollte. Überraschenderweise saßen die Zwei noch genauso wie vorher auf ihren Plätzen und als ich Rust's Nightbreath Blick sah, wusste ich praktisch schon, dass er mir noch einen Kommentar reindrücken würde. Und so war es auch:"Na, beruhigt, Hawkpath?". Meine Geduld reichte allerdings nicht für eine weitere Diskussion, also nickte ich einfach still und hoffte, dass das akzeptieren würde. "Also kommen wir besser gleich zur Sache, bevor mir noch jemand in Ohnmacht fällt", lachte er hämisch mit einem fiesen Seitenblick auf mich und fuhr dann fort: "Also wir würden gerne eure Taktik entwickeln und wollen euch daran teilhaben lassen." Ob May wirklich eine Taktig entwickeln wollte, war eher fragwürdig, aber ich hielt lieber meinen Mund, auch wenn ich jetzt am liebsten allein in meinem Abteil gewesen wäre. "Irgendwas Wichtiges, was wir wissen müssten?", fragte Rust und blickte Jule und mich abwechselnd an.

Jule Farrel

Ich warf einen unsicheren Blick zu Rye, für den ich mich danach sofort verfluchte. Jetzt hatte ich anscheinend schon genug Symphatie zu ihm aufgebaut, um bei ihm nach Hilfe zu suchen.
Ich sah so selbstbewusst wie möglich zu Rust auf. ,,Was genau zählt denn zu wichtig?,,, Fragte ich nun und hoffte, ihn damit nicht zu provozieren. Zum Glück war Rust offensichtlich auf meiner Seite, denn er hegte genau wie ich scheinbar einige unsymphathien gegen Rye. Und das war noch gewaltig untertrieben.

Rye Hawkpath

"Irgendwelche wichtigen Dingen über euch, die wir beachten müssen?", erklärte Rust. Bei mir gab es einige wichtige Dinge. Zum Beispiel, dass Jule mich für den Tód ihrer Schwester verantwortlich machte. Oder, dass ich seit der Epidemie vor ein paar Jahren, ab und zu Zitteranfälle hatte, wie der Arzt sie einst genannt hatte, nicht immer, aber meistens, wenn ich mich zu sehr aufregte. Das war wahrscheinlich eher vom Nachteil, wenn man als Tribut in die Hungerspiele musste. Trotzdem sagte ich nichts, denn ich hatte keine Lust vor Rust Nightbreaht als schwach dazustehen. Es würde schon irgendwie gehen und ändern konnte er es ja auch nicht. Insgeheim wartete ich nur darauf, dass Jule mich beschuldigte, ihre Schwester getötét zu haben, aber auch sie hielt ihren Mund. Wenigstens etwas Gutes. Rust musterte uns noch einige Sekunden, als wüsste er, dass wir irgendwas zu verbergen hatten. Mir fiel fast nicht auf, dass ich die Luft anhielt, so gespannt war ich, ob Jule etwas sagen würde oder nicht. Unter dem Tisch verschränkte ich meine Finger ineinander, hoffentlich fing ich nicht wieder an zu zittern, nochmal konnte ich mir das vor den Mentoren und Jule nicht leisten. Und wo war Alyss Overhill eigentlich schon wieder geblieben?

Jule Farrel

Ich lehnte mich auf meinem Sitz zurück und sah kurz in die Runde. Ich spürte förmlich Ryes Anspannung.
,,Also eigentlich gibt es da,,, Begann ich langsam und merkte, wie Ryes Anspannung immer schlimmer würde.
,,nichts.,,, Sagte ich nach ein paar Sekunden Pause und lächelte kurz.
Hoffentlich hatte ich Rye damit gerade ordentlich in den Wahnsinn getrieben.
Es gab so viel, was ich hätte sagen können. Warum tat ich es nicht einfach? War es mir zu privat? Oder wollte ich Rye schützen?
Nein, keines von beiden war wirklich der Grund, warum ich nicht erzählte, das das Mädchen, welches Rye verraten hatte, meine große Schwester gewesen war.
Ich sah einfach nur keinen Sinn darin. Was würde diese Tatsache denn ändern? Genau, nichts. Ich würde trotzdem mit Rye in die Arena müssen.

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raven

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Re: The 25th Hunger Games || Berry and Sonni are finally back ♥

von raven am 16.10.2019 21:15

Rye Hawkpath

 

Meine Befürchtung hatte sich bestätigt, Jule hielt mich wirklich für einen feigen Selbstmörder und ich wollte lieber gar nicht wissen, was Alyss Overhill dachte. Wahrscheinlich war jetzt die Zeit für Erklärungen gekommen. Ich wusste, dass hier war wirklich schwer zu erklären. Und dann sprudelten die Worte nur so aus mir heraus, während ich an die Wand gelehnt da stand.
"Nein, also ihr seht das ganz falsch. Ich hatte ja diese Scherben im Arm und Schmerz benebelt nun mal die Sinne, also habe ich versucht diese eine Scherbe aus meinem Arm zu ziehen. Einfach nur damit der Schmerz nachlässt-aber" , versuchte ich hastig zu erklären, doch Alyss unterbrach mich rasend vor Wut:" JA, DANN WÄRST DU NÄMLICH TOT GEWESEN, WENN JULE HIER DICH NICHT AUFGELESEN HÄTTE."
Und an Jule gewandt sagte sie:" Danke Schätzchen, ohne dich hätten wir doch um ein Haar unseren männlichen Tribut für die alljährlichen Hungerspiele verloren!" Ihre letzten Worte hatte sie wieder in diesem lächerlichen Kapitolakzent geträllert, der gleich darauf jedoch wieder zu verschwinden schien.
"EINE SCHANDE FÜR DISTRIKT 11!", blaffte sie und stöckelte aus dem Badezimmer.
Irgendwie störte es mich, dass sie mich nur als Tribut sah und nicht als Menschen. Aber ich wischte den Gedanken schnell beiseite. Ich hatte nämlich, nicht wirklich überraschend, noch ein Problem dazu gewonnen. Jule hatte mich gerettet, ich war ihr eindeutig etwas schuldig, sowie ich mich mein Leben lang schon schuldig fühlte.
Mir fiel auf, dass ich zum wiederholten Male an diesem Tag, allein mit ihr in einem Raum war, etwas was mir überhaupt nicht behagte. Das was ich als nächstes sagte, war äußerst schwach, dass wusste ich selbst, aber ich wusste mir nicht anders zu helfen. Also sagte ich einfach:" Danke". Laut und deutlich, sodass sie mich gar nicht, nicht hören konnte.

(Was, hab ich das geschrieben? XD das kommt nur von meinem Handy, am PC wäre mir das nie passiert xD)

Jule Farrel

Ich ignorierte Alyss Overhills so gut es ging, und war sehr erleichtert, als sie sich endlich aus dem Staub machte.
Da waren wir also wieder. Rye und ich.
,,Damit du?s weißt, ich hab nur Hilfe geholt weil ich dich in den Hungerspielen wollte. Weil ich die Chance haben wollte, mich dort an dir zu rächen,,, Schnauzte ich Rye an, doch meine Worte entsprachen nicht ganz der Wahrheit. Ich hatte einfach Hilfe geholt, weil ich dachte, es gänge nicht um sein Leben, und weil es schlicht und einfach menschlich war, jemandem Hilfe zu holen, der gerade gekótzt hatte und zitternd und mit Scherben versehen an der duschwand kauerte.
Rye wusste immer noch nicht, das Elly meine Schwester gewesen war. Sollte ich es ihm erzählen? Im Grunde war es nicht von Belang. Vielleicht wäre es dramatisch, wenn ich es ihm direkt vor seinem Tod erzählen würde.
Doch das Leben war kein Film, vermutlich würde ich ihm überhaupt nicht tötén, sondern einer der anderen Tribute direkt nach dem Start. Oder ich würde sogar noch vor ihm sterben.

(Überhaupt nicht schlimm, bin ja auch gerade am Handy, fands nur lustig xD)

Rye Hawkpath

Unpassenderweise musste ich leise lachen.
"Denkst du, dass wüsste ich nicht?"
Mein Instinkt sagte mir, dass ich den Moment der Schwäche, jetzt so gut es ging irgendwie überspielen musste.
Also krempelte ich die Ärmel meines dunkelrotes Hemdes herunter und knöpfte es auch wieder zu, anscheinend war es die ganze Zeit auf gewesen.
Peinlich, wenn ich so drüber nachdachte, aber jetzt war es so oder so zu spät.
Möglichst beiläufig, stellte ich eine Frage, die mich seit vorhin beschäftigte:" Sie war deine Schwester oder so was, stimmts? Das Mädchen?" Ich versuchte überall hinzuschauen nur nicht zu Jule, doch als sie beharrlich schwieg schaute ich auf.

(Es war auch lustig xD ich bin jedenfalls zu faul es zu ändern haha #Faulheitsiegt)

Jule Farrel

Ich überlegte, was ich darauf antworten sollte.
Ich hätte mir denken müssen, das Rye schon den Verdacht gehabt hatte.
Sollte ich die Wahrheit sagen? Oder sollte ich ihm einfach keine Antwort geben?
,,Ja,,, Sagte ich schließlich, und entschied mich damit für die Wahrheit.
Stumm sah ich in Ryes Richtung und unsere Blicke trafen sich. Ein Mitschuldiger am Mórd meiner Schwester. Direkt vor mir, immer noch an diese Duschwand gelehnt. Ein merkwürdiges Gefühl. Ich hätte niemals gedacht, ihm je so nahe zu sein und ich hatte es eigentlich auch niemals gewollt. ,,Warst du dabei?,,, Fragte ich und starrte nun ausdruckslos in die Luft.

Yayy neue Hashtags xD)

Rye Hawkpath

Ich biss mir auf die Lippe. Lieber hätte ich mit meiner These unrecht gehabt, denn die Tatsache, dass Jule eine Verbindung zu dem Mädchen hatte, ließ mich noch schlechter fühlen. Und jetzt musste ich mit ihr als Mittribut in die Arena.
Plötzlich kam mir ein Gedanke, denn was musste Jule getan haben, dass sie so viele Stimmen bekam? Mir war sie in der Schule nie aufgefallen. Wobei 90% der Schüler gegen Sommer fehlten, wenn geerntet wurde. Der Rest, Kaufleute, Ladenbesitzer, alle die es sich leisten konnten nicht mit zu helfen, wurden dann zu Hause unterrichtet. So auch ich.

"Warst du dabei?", fragte Jule plötzlich in die entstandene Stille hinein.
Irgendwie verblüffte mich das. Dachte sie vielleicht, dass ich den Tòd ihrer Schwester angeornet hatte?
"Ich wusste es nicht", antwortete ich schließlich.
"Hab's nur zufällig beobachtet", setzte ich hinzu und wartete auf eine Reaktion.

Jule Farrel

Die Art, wie Rye darüber redete, machte mich auf irgend eine Art wütend.
,,Diese Tomaten waren dir wohl sehr wichtig, oder?,,, Sagte ich mit einer bitteren Ironie kn der Stimme und die Muskeln um meinen Mund herum verkrampften sich.
Was er gesagt hatte ignorierte ich.
Was sollte denn ,Ich wusste es nicht, heißen? Natürlich hatte er es gewusst. Er wusste alles. Im Alter von acht Jahren schon so blutrünstig zu sein musste man erst einmal hinkriegen.

(Er wusste alles xD Rye (14), ist Hellseher xD)

Rye Hawkpath
Langsam fragte ich mich wirklich, ob Jule das Ganze jemals aus meiner Perspektive betrachtet hatte. Ich war ein Kind, ich wusste nichts von den Hinrichtungen, den zahlreichen Auspeitschungen, sonst hätte ich sicher nichts gesagt.
Irgendwie musste ich ihr das klar machen.
Ich trat einen Schritt nach vorn, weg von der Duschwand.
Eindringlich starrte ich Jule an, als ich anfing zu sprechen: " Hör zu: Ich hatte damals keine Ahnung was da draußen los war. Ich wurde zu Hause unterrichtet bis ich 10 war, wie hätte ich von diesen Hinrichtungen, Auspeitschungen und all dem anderen Zeug wissen sollen, hmm? Ich hab beim Abendessen von deiner Schwester erzählt, dass sie die Tomaten in ihre Tasche gesteckt hat. Ich wollte wissen, ob unser Distrikt nicht genug zu essen hat und niemanden verraten. Verstehst du?", weiter kam ich nicht, ehe ich von Jule unterbrochen wurde.

(Ja sorry Jule kann sich da halt nicht hineinversetzen xD

Ich musste bei diesem ,verstehst du?,, am Ende von Rye so an Lexa denken xD)

Jule Farrel

All dem anderen Zeug. Betrachtete Rye so etwas wirklich als Zeug?
Ich glaubte nicht, das Rye es nur ,ausversehen, getan hatte. Wie konnte man jahrelang zusammen in einem Haus mit diesem Unmenschen, der sich Bürgermeister zu nennen pflegte, wohnen, ohne auch nur im entferntesten eine Ahnung davon zu haben, was alles passieren könnte?
,,Lügner,,, Zischte ich, und fiel Rye damit ins Wort. ,,Ein verdàmmter Lügner bist du,,, Fuhr ich fort und sah ihn böse an. ,,Selbst wenn dein Vater die alleinige Schuld tragen würde, dann würde ich dich trotzdem tötén nur um ihn leiden zu sehen.,,, Meine stimme fing wieder an zu zittern. Jedes Mal befand sich nur so eine kleine Wand zwischen der Realität und meinen Tränen, doch diese Wand hielt stand.
Vielleicht war ich zu emotional, aber wenigstens hatte ich gelernt meine Tränen zurückzuhalten. Trotzdem beneidete ich die Menschen, die gar nicht erst weinerlich wurden, und sich nicht immer so sehr zusammenreißen mussten wie ich.
Ich konnte Rye in diesem Moment nicht ansehen, und aus diesem Grund starrte ich wieder an die Decke.

(Ja ja xD
hat keinen Plan wer lexa ist, lacht aber trotzdem
Ich wusste, dass Jule auf Zeug eingeht, aber mir ist einfach keine Formulierung eingefallen xD)

Rye Hawkpath

Ich dachte gar nicht groß nach, bevor ich noch einen Schritt weiter lief und dann leise heraus presste: "Ich bin nicht mein Vater! Mein Vater ist ein verdámmtes Àrschloch, also reduzier mich nicht auf ihn!" Es war während er letzten vier sechs Jahre schon schlimm genug gewesen, ständig auf ihn reduziert zu werden, aber jetzt nachdem er Cerise betrogen hatte, war es wohl die allerschlimmste Beleidigung. Irgendwas sagte mir, dass Jule es gar nicht verstehen wollte. Vielleicht brauchte sie einen Schuldigen, jemand an dem sie den Tód ihrer Schwester rächen konnte. In diesem Fall wohl ich. Ich wusste, dass ich Mitschuld trug, aber ich hatte es nicht mit Absicht getan und Jule hatte kein Recht mich einen Lügner zu nennen.
Mit Genugtuung bemerkte ich, dass ich wohl gut 20cm größer als sie war und sie schon ein ganzes Stücken überragte. Das war hoffentlich auch ein Vorteil für mich in der Arena, wenn die anderen Distrikte nicht gerade Riesen in die Spiele geschickt hatten. Eigentlich wäre jetzt die perfekte Gelegenheit gewesen, zu gehen, aber ich befand mich leider schon in meinem Abteil und ich bezweifelte, dass Jule sich so einfach rauswerfen ließ.

(Du kennst Lexa nicht?! XD Die Lexa von Freshtorge auf YT. Das kennt doch eig jeder oder? XD

Aber du bist doch sonst immer so kreativ xD)

"May the odds be ever in your favor!"

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raven

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Re: The 25th Hunger Games || Berry and Sonni are finally back ♥

von raven am 16.10.2019 21:10

(OK BERUHIG DICH ERSTMAL XD
Also soll ich Jule kommen lassen? Das klingt falsch Hilfe
Ich hab auch schon angefangen die zu shippen ahh xD)

 

(ICH BIN SO RUHIG WIE NOCH NIE XD
AHAHHAA, ich heule vor Lachen, wie ich unsere RPG's vermisst habe xD
Jeder der das hier mitliest muss sich danach ärztlich behandeln lassen :')
Mach wat du willst Sonni, aber mach es auf eine epische Art xD
Oh shít Sonni Kopfkino, stell dir mal vor, wie schockiert die beiden von sich selbst wäre, wenn sie sich zu dem anderen hingezogen fühlen würden ahahhaa)

Ja ich mach das jetzt einfach XD aber ich kann nicht garantieren das es episch wird ok
Ich glaube wir müssen uns am ehesten ärztlich behandeln lassen hahaha xDD
Jaa Börri in einem RPG ist eig alles möglich, oder? XD also warum denn eigentlich nicht irgendwann?)

ALLES WAS DU SCHREIBST IST EPISCH
Äh nein, wir doch nicht xD
Okay, aber nicht zu sehr überwuchern lassen, die Hungerspiele sind im Vordergrund xD
ICH SACH DIR WENN DAS NIEMAND VERFILMEN WILL; DANN SIND WIR DIE SCHAUSPIELER; DU MACHST JULE ICH RYE)

Haha das stimmt xD
Jaa sowieso xD das ist eig voll dramatisch so like ,Ich bin verliebt in den Mörder meiner Schwester / Ich bin verliebt in die Schwester von dem Mädchen, das ich getötét habe, xD voll episch wär das eig hahaha.
HAHAHA DAS WÄRE GÉIL DANN MACHEN WIR UNS SO PERÜCKEN UND MALEN UNS DIE HAUT BRAUN AN XD)

SACH ICH JA
Hö ja stimmt, dass wäre richtig episch, aber lass uns dann später machen :3
OKAY WARTE WARTE; ICH HAB NOCH ZU DUNKLE FOUNDATION; DAMIT SEHE ICH ZWAR AUS WIE'N INDIANER ABER EGAL
Und jetzt hau endlich einen neuen Beitrag raus Sonni xD)

Jule Farrel

Ich starrte Rye ein paar Sekunden lang perplex hinterher, ehe ich ihm nachlief.
Wenn es darauf ankam dann kniff er also und rannte weg. Das hätte ich mir denken können.
Ich riss die Tür zu seinem Abteil wieder auf und fand Rye Hawkpath mit seinem zum Teil aufgerissenem Hemd und mit dem Kopf über dem Waschbecken hängend auf.
Er war schweißgebadet und zitterte wie Espenlaub. War das eine Art Anfall? Er hob den Kopf, als er mich kommen hörte. ,,Gekótzt habe ich auch. Fast jede Nacht, danach,,, Nach Ellys Tod. Erzählte ich und schloss die Schiebetür hinter mir.
,,Hast du jetzt endlich ein schlechtes Gewissen, Rye?,,, Fragte ich mit ungewollt zitternder Stimme und starrte ihn tiefverletzt an.
Jetzt fielen mir gerade zum ersten Mal die tiefen Ringen unter seinen braunen Augen auf. Wie viel hatte er in den letzten Nächten geschlafen? Hatte er Angst gehabt? Ich hoffte es beinahe. Eigentlich gefiel es mir, ihn leiden zu sehen. ich hoffte immer noch auf meine Rache. Denn diese war ich Elly nach all den Jahren immer noch schuldig.
Ryes Lippen waren jetzt tótenbleich und er sah im großen und ganzen auch nicht wirklich gesund aus.
Im Waschbecken konnte ich immer noch die Rückstände von seinem Erbrochenem erahnen.
Vielleicht war es wirklich ein Anfall gewesen. Ein Anfall von irgendwas.

Ja irgendwann mal vllt xD
Indianer ist schonmal n guter Anfang xD Rye und Jule sind zwar nicht direkt Indianer aber was soll?s xD
Gutes Werk braucht seine Zeit also sei leise xD)

Rye Hawkpath

Ich hob den Kopf, als ich im Spiegel sah, wie Jule in das Badezimmer trat. Damit hatte ich nun wirklich am allerwenigsten gerechnet. Aber, als sie dann schließlich zu sprechen begann, überraschte es mich wenig. Natürlich war sie hier, um mir wieder vorzuwerfen, was ich falsch gemacht hatte. Vielleicht wollte sie mich wirklich vor der Arena schon am Boden sehen.
"Warum bringst du mich nicht einfach jetzt um, hmm? Bringen wir's hinter uns und sparen uns die Hetzjagd in der Arena", keuchte ich.
Während ich mich mit der linken Hand am Waschbecken abstützte, griff ich mit der rechten nach dem festen Stück Seife und rammte es mit voller Wucht gegen den Spiegel. Zu meinem Glück splitterte am linken unteren Ende eine ganze Ecke raus. Feine Splitter bohrten sich in meine Hand, aber vorerst ignorierte ich das. Ich griff nach der größten, etwa fingerlangen Scherbe, lehnte mich etwas vom Waschbecken weg und hielt sie Jule hin. Ich fragte mich, ob sie es wohl tun würde...sie sah nicht danach aus, aber wer wusste das schon.?
Plötzlich zersprang mit einem lauten Klirren der ganze Spiegel. Scherben regneten auf meine linke Hand und mit einem Stöhnen knickte mein Arm weg. Irgendwie taumelte ich die paar Schritte bis zur Wand neben der Dusche und ließ mich an ihr hinunter gleiten. Unendliche Erschöpfung übermannte mich und ich ließ meinen Blick auf der Wand hinter Jule ruhen. Meinen heftigen Atem, der nicht wirklich gesund klang nach ich nicht wirklich war.
Wenn Jule diesen Moment der Schwäche nutzen würde, dann wäre sie mich mit Sicherheit ein für alle mal los, schoss es mir durch den Kopf bevor ich meinen Blick auf das Mädchen vor mir heftete.

Jule Farrel

Ich nahm die Spiegelscherbe entgegen und starrte erst Rye, und dann die Scherbe an. Ich konnte mein eigenes, kleines Spiegelbild darin sehen.
Ich würde ihn hier ganz sicher nicht tötén. Noch nicht. Noch war es nicht legal, und außerdem wäre ich ein Feigling, wenn ich diesen Zustand von ihm ausnutzen würde. Langsam hob ich meinen Blick um wieder zu Rye sehen zu können.
Er saß an die Dusche gelehnt auf dem Boden und atmete heftig und stoßweise. Er sah aus, als würde er auch jetzt hier sterben, wenn ich ihm nicht den Hals aufschlitzen würde.
,,Ist es das was du willst? Sterben, bevor die Spiele beginnen?,,, Fragte ich und hielt die Scherbe höher. ,,Elender Feigling.,,, Ich ließ die Scherbe fallen und sie zerbrach auf dem Boden inzwei.
,,Als wir uns heute zum ersten Mal richtig gesehen haben, da dachte ich, du wärst vielleicht gar nicht so schlimm, wie ich die ganze Zeit gedacht hatte. Aber ich habe mich geirrt. Du bist sogar noch schlimmer.,,, Sprach ich weiter und ließ meine immer noch zitternden Finger einfach hängen.
Was tat ich eigentlich hier? Ich sollte mich von diesem Mördér fernhalten und mich lieber auf die Mentoren und die Hungerspiele konzentrieren. Aber was würde mir das schon bringen? Ich würde so oder so sterben. Also konnte ich genauso gut hier sein und dabei zusehen, wie Rye halbtot an der duschwand hing und mich anflehte, ihn zu tötén.
Als er nicht reagierte, ging ich mit einer leicht deprimierten Entschlossenheit auf Rye zu, bis ich direkt vor ihm stand. Ich öffnete die Schiebetür der Duschwand und packte Rye am Arm, um ihn dann halb ziehend, halb schubsend in die Dusche zu befördern.
,,Komm gefälligst wieder zu Sinnen bevor ich dich vielleicht töté,,, Verlangte ich und schaltete das kalte Wasser der Dusche ein, das nun auf Rye herabprasselte. Jetzt sah er so ähnlich aus wie ein begossener, verschreckter Pudel mit nassen Klamotten. Doch er rührte sich immer noch nicht wirklich.
Ich stieß ein Geräusch aus, das so ähnlich klang wie ein Schnauben, und stürmte aus seinem Abteil, um Hilfe zu holen.
Die erste, die mir begegnete, war eines der Mädchen ohne Zunge. ,,Ich glaube Rye Hawkpath braucht Hilfe. Er hat gekótzt und ihm geht%u2019s nicht gut,,, Sagte ich zu ihr. ,,Kannst du jemanden holen?,,, Fragte ich und war erleichtert, als die Frau nickte.
Sie ließ mich auf dem Gang zurück, wo ich etwa drei Minuten lang wartete, bevor ich wieder die Frau mit Alyss Overhills im Schlepptau erblickte.

(Sorry ich wusste nicht wen ich sonst zur Hilfe holen sollte xD hoffe es passt so)

Rye Hawkpath

Verschwommen nahm ich war, wie Jule mich in die Dusche hievte. Sekunden später prasselte feiner Regen auf mich herab und mein Verstand brauchte eindeutig zu lange, dass sie die Dusche angestellt hatte. Ich blinzelte ein paar Mal heftig um zu sehen, wie sie das Badezimmer verließ. Vielleicht ließ sie mich jetzt wirklich hier verrecken. Jedenfalls fühlte es sich so an, als wäre der Tód nicht mehr all zu weit entfernt. Mein Gehirn arbeitete nicht mehr richitg, wie betäubt von dem starken Schmerz der von meinen Händen ausging. Ohne wirklich groß darüber nach zu denken, zog ich an einer mittelgroßen Scherbe, in meinem Handgelenk, bis ich das Blut bemerkte, dass viel zu schnell aus der Wunde auf den Boden der weißen Dusche sickerte. Jetzt wurde mir mein Fehler auch bewusst, wie konnte ich so dúmm sein? Wahrscheinlich würde ich hier jetzt in der Dusche elendig verbluten. Erschrocken merkte ich, wie meine Augenlider zu fláttern begannen und ich kurz davor war mich in der Bewusstlosigkeit zu verlieren. Aber wäre es nicht feige, jetzt schon aufzugeben? Ich rief mir Jules Worte in Erinnerung, während ich weiter dageggen ankämpfte bewusstlos zu werden. Auf einmal wurde die Tür wieder aufgerissen und drei Leute stürmten herein, schwummrig nahm ich Alyss grünes Kanarienvogel Kostüm war, ehe alle anfingen durcheinander zu schreien. Ich wollte irgendwas sagen, dass sie leiser sein sollten, mir einfach versuchen sollten zu helfen, irgendetwas. Doch dann ergriff die Dunkelheit Besitz von mir und das Letzte, was ich spürte, war mein Kopf, der gegen die Fliesen der Duschwand krachte.

#DUWEIßTWIESOWASENDET
Ach ja und bist du am Ende deines Textes auf die Tastatur gefallen? xD)

Jule Farrel

Ich ging eher langsam hinter Alyss und der Frau in Ryes Abteil, als ich ihn jedoch da liegen sah, verschnellerte ich meine Schritte. Ich blieb vor der Dusche stehen und was ich sah, überraschte mich nun wirklich. Rye, bewusstlos, mit einer Scherbe in der Hand und einem blutenden Handgelenk genau da, wo die Schlagader lag. Würde er sterben? Vielleicht hätte ich ihn doch umbringen sollen, als es noch ging. So etwas hätte ich ihm niemals zugetraut.
Ich spürte, wie meine Nase anfing zu jucken und meine Sicht ein wenig verschwamm. Ich weinte nicht, es war nur der Schock, der verursachte, das meine Augen glasig wurden.
In meinem Augenwinkel sah ich, wie jemand die Dusche ausschaltete. ,,Wir brauchen einen Arzt. Holt einen Arzt!,,, Schrie Alyss Overhills, vollkommen überfordert mit der Situation. Dabei war es doch bestimmt schon öfters vorgekommen, das sich ein Tribut vor den Hungerspielen versuchte, selbst umzubringen, oder? Ich hatte auch schon das ein oder andere mal daran gedacht, wie es wäre, sich aus dem Zug zu stürzen oder sich irgendwie mit einem Messer die Schlagader zu durchtrennen. Doch nie hatte ich es wirklich ernsthaft in Erwägung gezogen. Rye musste wirklich sehr verzweifelt gewesen sein. War es meine Schuld? Hätte ich ihn nicht so fertig machen sollen? Nein, ich durfte kein schlechtes Gewissen haben. Nicht nochmal. Nie wieder würde ich mich Rye Hawkpath gegenüber entschuldigen.
Ich kniete mich zu ihm runter und beobachtete, wie das Mädchen ohne Zunge versuchte, die Blutung zu stillen und einen Verband um sein Handgelenk wickelte. Kannte sie sich damit aus? Wer war sie wohl gewesen, bevor ihr die Zunge herausgeschnitten wurde und sie vom Kapitol versklavt wurde?
,,Idiot,,, Murmelte ich und fragte mich, ob er aufwachen würde, wenn ich ihm jetzt eine zweite Ohrfeige verpassen würde.
Der Mensch. Das einzige Lebewesen auf der Welt, das sich selbst umbrachte.
Selbstmórd war feige und ein Zeichen von Schwäche. Es zeigte, das man nicht imstande war, mit seinem eigenen erbärmlichen Leben klarzukommen. Rye war schwach. Schwächer als er aussah, wie es schien.
Und dann sah ich, wie Rye die Augen öffnete. Nur einen kleinen Spalt breit. Er lebte. Er war aufgewacht. Ich wusste nicht recht, ob ich weinen sollte, oder ob mir ein Stein vom Herzen fallen sollte.

#DIESMALISTESANDERSXD
Nee ka das war da davor gar nicht ich hab mich auch gewundert xD aber ich war zu faul das wegzumachen haha

Rye Hawkpath

"Autsch", murmelte ich als ich langsam aufwachte und meine Sicht wieder klarer wurde. Wenn ich es gekonnt hätte, wäre ich sicher zurück gezuckt - Jules Gesicht war eindeutig zu nah-, allerdings hatte ich Angst, dass gleich noch irgendwelche Schnitte anfangen würden zu bluten, wenn ich mich bewegen würde. Und dann wurde mir mit einem Schlag klar, wie das hier aussah. Selbstmórd, schoss mir durch den Kopf. Jetzt hatte ich nicht nur das Problem, wie ein brutaler Mörder dazustehen, sondern auch noch wie ein Feigling. Da würde ich eine Menge erklären müssen. Eine Menge. Plötzlich trat Jule zurück und drei Sanitäter stürmten herein, mit einem riesigen Rucksack und einer fahrbaren Liege. Wahrscheinlich waren die, für genau solche Fälle an Bord. Jedenfalls musste ich jetzt nicht allzu viel erklären, Stumm verartzteten die Drei mich, so genau passte ich nicht auf. Ab und zu schmerzte es, wenn sie einen Splitter aus meinen Händen oder Armen zogen, aber nichts im Vergleich zu dem Schmerz, den ich vor der Ohnmacht verspürt hatte.
Die meiste Zeit starrte ich an die Wand, nach einiger Zeit fühlte ich mich sogar besser, so gut, dass ich mich alleine aufrichten konnte. Von den Fingerspitzen bis zu den Ellenbogen, war alles mit irgendeiner teuren Wunderheilsalbe aus dem Kapitol eingeschmiert worden, die sicher Unsummen gekostet haben musste, aber definitiv für solche Zwecke gelagert wurde. Man sah die Schnitte zwar noch, aber weh taten sie fast überhaupt nicht mehr. Als Alyss merkte - sie und Jule waren nämlich immer noch im Badezimmer -, dass es mir wieder relativ gut ging, legte sie auch schon los. "WAS HAST DU DIR DABEI GEDACHT?"

Jule Farrel

Ich zuckte kurz vor Alyss Tonfall zusammen und trat einen Schritt zurück. Sie war wohl wirklich ziemlich aufgewühlt.
Jetzt waren nur noch ich, sie und Rye in dem Badezimmer. Alle anderen waren gegangen. Rye hatte überlebt und war wieder bei vollem Bewusstsein.
Meine Frage war dieselbe wie die von Alyss, was hatte er sich dabei gedacht? Entweder er hatte Angst vor den Spielen gehabt, oder er wollte mir nicht den Spaß lassen, ihn selbst während den Spielen zu tötén. Oder er hatte einfach einen enormen Todéswunsch gehabt, aber warum wartete er dann nicht einfach die letzten paar Tage bis zu den Spielen? Dort würde er sowieso mit hoher Wahrscheinlichkeit sterben.
Mein Kopf brummte vor lauter fragen und den Bildern der vergangenen Minuten in meinem Kopf.
Anstatt Rye umzubringen hatte ich ihm damit, das ich Hilfe geholt hatte, sein Leben gerettet. Diese Erkenntnis traf mich wie ein Schlag in die Magengrube. Ich fühlte mich schuldig gegenüber Elly und ein bisschen auch meinem Vater. Er hatte Elly auch geliebt. Zumindest früher, noch bevor meine Mutter uns verlassen hatte.
Und anstatt mich zu rächen rettete ich ihrem Mördér das Leben. Ich hatte das nicht gewollt, es war eben so passiert. Ich versuchte, mir einzureden das ich Ryes leben nur durch Zufall ausversehen gerettet hatte, doch die Gewissensbisse verstummten nicht. Vielleicht hätte ich ihn doch tötén sollen, als ich die Gelegenheit dazu hatte.
Als ich das dachte, verhärtete sich mein Blick ein wenig. Wenn ich genauer darüber nachdachte, was ich dachte, dann fühlte ich mich manchmal wie ein Monster. Ein kleines, ungefährliches Monster mit viel zu vielen Gedanken.
Ich sah vom Boden auf und richtete meinen Blick wieder auf Rye. Ließ ihn kurz traurig über seine Körper gleiten. Seine Arme waren beide leicht verbunden und sein Handgelenk hatte vermutlich aufgehört zu bluten. Dennoch bildete sich ein roter Fleck auf dem weißen Verband.
,,Erst willst du, das ich dich töté, und dann versuchst du, dich selbst umzubringen?,,, Ein Hauch von Fassungslosigkeit schwang in meiner leisen Stimme mit.
Auf Alyss frage hatte Rye immer noch nicht geantwortet und ich erwartete auch keine Antwort auf meine.
Alyss stand immer noch daneben, ihre Haare sahen beinahe ein wenig zerzaust aus. Ein seltenes Phänomen, zumindest bei Alyss Overhills. Ich hoffte, das sie zu aufgewühlt gewesen war, um meine Worte zu hören.

(Ahahaha, Sonni du bist genial xD
"Seine Körper" Ich stell mir gerade so Jule vor, wie sie sagt:" Also Rye dein linker Körper sieht halt schon besser aus als der rechte xD)

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raven

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Re: The 25th Hunger Games || Berry and Sonni are finally back ♥

von raven am 16.10.2019 21:08

Rye Hawkpath

 

Jedenfalls sah Jule genauso aus wie ich mich fühlte. Müde. Dieses Treffen hier, hätten wir doch sicher auch noch morgen früh abhalten können, oder?
"Wie schön, dass ihr alle pünktlich seid!", trällterte Alyss gleich wieder drauf los und ich wusste schon genau, warum ich keine Lust auf diese Besprechung hatte.
Mittlerweile herrschte eine drückende, unangenehme Stille am Tisch, während Rust Nightbreath mich wortlos taxierte und May Underwing nach draußen starrte. Gerade fuhren wir an einer Art Wald vorbei, wobei es eher nach einer etwas größeren Baumgruppe aussah. Beinahe schreckte ich hoch, als May auf einmal mit Sehnsucht in der Stimme sagte: "Ich finde es schade, dass wir nicht so viele Bäume in Distrikt 11 haben". Sie sah ehrlich betrübt aus und ich fragte mich, ob sie es mit dem Morfix vielleicht etwas übertrieben hatte. Auch Rust runzelte die Stirn über ihr Verhalten. War sie sonst etwa nicht so? Jule durchbrach meine Gedanken. "Wir haben Bäume. Obstbäume", presste sie heraus und funkelte May wütend an, die jedoch völlig von der Baumgruppe in den Bann gezogen war. Alyss Overhill räusperte sich. "Wie dem auch sei, ich lasse euch jetzt erstmal mit euren Mentoren allein und schaue dann später nochmal vorbei", lächelte sie uns an und stöckelte dann davon. Rust taxierte uns immer noch, wahrscheinlich um unsere körperliche Verfassung abzuwiegen. "Seid ihr im Umgang mit Wáffen geübt?", fragte er und ich hätte mich beinahe an meiner Spucke verschluckt.
"Wir sind keine Karrieros", warf ich ein. Irgendwie zweifelte ich an der geistlichen Verfassung unserer Mentoren. Sah ich wirklich so aus, als würde ich zu Hause Übungspuppen mit Messern durchlöchern? Rust mochte es offensichtlich nicht, wenn man ihm widersprach, er zog die Stirn kraus und höhnte: "Mit Tötén scheinst du ja Erfahrung zu haben, was?"
Fassungslos starrte ich ihn an. Das hatte er jetzt nicht gemacht.

Jule Farrel

Während ich mir gerade eine Ladung Fleisch auf den Teller verfrachten wollte, hielt ich kurz erstarrt inne. Nicht einmal ich hätte mich jetzt zu so einem Spruch herabgelassen, und Elly war immerhin meine Schwester gewesen. Rust Nightbreath musste die Sache sehr nachgehen, oder es gefiel ihm einfach so sehr, psychisch auf Leute einzustechen.
Und das musste gerade ich denken, ich, die Rye Hawkpath von den Menschen hier am Tisch doch am meisten hàssen sollte.
Doch vielleicht war Rust Nightbreath auch einfach menschlicher, als er aussah.
Ich hätte nicht erwartet das ein Mann wie er sich um ein kleines elf jähriges Mädchen kümmerte, das vor fünf Jahren einmal wegen irgend etwas erschossen würde.
Als mein Blick auf Rye fiel, sah er aus wie ein abgestochenes Schwein.
Ich biss mir auf die Lippe, wandte eilig meinen Blick ab und fuhr damit fort, mir essen auf meinen Teller zu schöpfen.
Doch zu essen wagte ich im Moment noch nicht.
Ich hätte jetzt etwas sagen können, oder das Thema wechseln, doch ich wollte unbedingt noch Ryes Antwort auf Rusts Satz hören.

(Wie oft isst sie eigentlich? xD Oh und ich hoffe es war in Ordnung, dass ich sie diesen einen Satz habe sagen lassen, aber sonst werden meine Beiträge so kurz)

Rye Hawkpath

Auf der Suche nach Beistand blickte ich rasch zu May hinüber, die aber nur traurig der Baumgruppe hinterher starrte und sonst überhaupt nichts mitzukriegen schien. Ich war nicht mal wirklich wütend, er hatte ja recht. "Ihr wisst nicht wie das passiert ist", murmelte ich an alle gerichtet und senkte den Blick. Warum wurde ich überall, wo ich auch hin ging, für diesen einen Unfall verurteilt? Ich war acht!
"Ach ja, warum erzählst du uns es denn nicht ?", schoss Rust zurück und ich fragte mich zunehmend, was ihn das überhaupt anging. Dieser Mann hatte während seinen Hungerspielen mit Sicherheit auch Tribute getötét. Aber diese eine Stimme in meinem Hinterkopf flüsterte leise: "Ja, weil er musste".
Schuldbewusst hob ich den Blick und erwiderte schließlich: "Jeder hier scheint bereits bestens Bescheid zu wissen, also warum die ganze Sache nochmal aufrollen? Ich wette mit Ihnen, sie kannten das Mädchen nicht mal richtig? Woher, auch sie war nichts Besonderes".
Der letzte Satz, klang selbst in meinen Ohren falsch. Zu allem Überfluss, hörte ich auch noch wie Jule, mir gegenüber scharf Luft holte und scheinbar kurz vorm Explodieren stand.
Warum konnte ich nicht einfach meine Klappe halten? Trotzdem verschränkte ich die Arme vor der Brust und starrte Rust und Jule, die nebeneinander saßen herausfordernd an.

(Sei nicht so schéiße sie hat halt Hunger xD und ja, hab mich kurz gewundert aber ist natürlich kein Problem xD)

Jule Farrel

Ich merkte, wie meine Fingerspitzen leicht zu zittern begannen. Bevor jemand es sehen würde, nahm ich meine Hände und legte sie zu Fäusten geballt auf meinen Schoß.
,,Nichts besonderes? Sie war immerhin tausendmal besonderer als du es jemals sein wirst!,,, Zischte ich und kniff die Augen zusammen. In diesem Moment war es mir egal, was sich die anderen denken würden, woher ich Elly gekannt hatte. Vielleicht dachten sie sich auch gar nichts.
,,Du bereust es nicht einmal,,, Stellte ich fassungslos fest und starrte Rye an. Er war einfach nur ein Àrschloch.
Er hatte nichts über Elly gewusst. Nicht einmal ihren Namen.
Ich hatte neben ihr gestanden, man hatte sehen können das sie Familie hatte. Und trotzdem hatten sie sie gnadenlos erschossen. Noch heute hatte ich manchmal Albträume von diesem Moment. Alles wegen Rye. Nun zitterte meine komplette Hand. Zum Glück konnte es niemand sehen, da diese immer noch unter dem Tisch verborgen lagen.

 

(Ist ja gut xD Sorryyy, Sonni ich will nicht jammern, aber ich hab geschrieben, dass Alyss aus dem Raum gegangen ist und bei dir ist sie wieder da xD)

Rye Hawkpath

"Was soll ich bereuen, was?", schoss ich zurück. Sollte ich mich mein ganzes Leben lang für etwas schuldig führen, für das ich eigentlich nichts konnte?
"Denkst du ich habe das mit Absicht gemacht? Ich war 8 man, 8 Jahre alt!", redete ich mich weiter in Rage und blendete May und Rust komplett auf, fokussierte mich nur auf Jule. Warum, verteidigte jeder in diesem Raum, dieses Mädchen vehement, obwohl die beiden sie wahrscheinlich nicht mal gekannt haben?! Ging es hier ums Prinzip?
Es sei denn und das wäre wirklich das Schlimmste von allem, was passieren könnte, einer der beiden hatte sie gekannt. Dann hatte ich jetzt nämlich ein ziemliches Problem. Noch besser, was wenn Jule irgendwas in die Richtung bei ihrem Interview erwähnen würde? Das Kapitol wäre schockiert und ich könnte mich den Karrieros am besten gleich in die Arme werfen. Zu allem Überfluss fing mein linkes Bein, unter dem Tisch jetzt auch noch an zu zittern, ich regte mich eindeutig zu viel auf. Die Hungerspiele hatten noch nicht mal angefangen und ich wollte mich jetzt schon am liebsten irgendwo verkriechen, wo mich niemand finden würde.

(Oh was wirklich? XD wann? Das hab ich gar nicht gelesen. Wait ich änder das gleich. Sonni wieder verpeilt wie immer xD)

Jule Farrel

Um ein Haar wäre ich von meinem Stuhl hochgeschossen, doch zum Glück hatte ich noch genug Selbstbeherrschung übrig.
,,Und sie war elf. Elly wurde mit elf Jahren von den scheiß Männern deines Vaters erschossen!,,, Meine Stimme wurde immer lauter und es kostete mich eine Menge Mühe, darauf zu achten, das mir ja keine Tränen in die Augen schossen.
Ich konnte mich an das Blut erinnern, das auf den Boden gespritzt war. Kleine Tropfen, und es war nicht so viel gewesen, wie man es von einem Schuss in den Kopf erwartet hätte. Aber es reichte, um meine spätere Kindheit zu zerstören.
Alles war so viel besser gewesen als Elly und meine Mutter noch da gewesen waren. Ich musste für ein paar Sekunden die Augen schließen, um kurz tief durchzuatmen und meine Gedanken zu sammeln.
Ich wollte hier weg. Einfach nur noch weg

Rye Hawkpath
Mit vor Schreck geweiteten Augen starrte ich Jule an. Meine Gedanken rasten und blieben an jenem Moment hängen, als ich vor sechs Jahren aus dem Fenster zugeschaut hatte wie das Mädchen...Elly, erschóssen wurde. Die Bilder rasten vor meinem inneren Auge vorbei. Der Schrei des anderen Mädchens. Ich hatte ihr Gesicht nicht lange gesehen, doch...
Mich beschlich ein entsetzlicher Verdacht. Wie ein Wahnsinniger starrte ich Jule an und atmete heftig, Schweiß bildete sich auf meiner Stirn.
Natürlich, sie war das Mädchen von damals. Es musste so sein. Warum, hatte ich das nicht eher erkannt? Mein Mittribut musste mich abgrundtief hássen. Mich beschlich ein noch schrecklicher Verdacht.
Was, wenn Jule die Schwester des Mädchens war? Bei dem Gedanken daran, dass sie ihre Schwester hatte stérben sehen...erschóssen vor ihren Augen, sprang ich zitternd auf, bewegte mich von dem Tisch weg, stützte mich kurz keuchend an der Wand ab. Mir war schlecht. Zum Erbrechen schlecht. Es ist deine Schuld, deine Schuld, schrie mein Kopf unaufhörlich und ich taumelte durch den Gang auf die Schiebetür zu, lief vorn übergebeugt und krümmte mich zusammen vor Schmerzen in meinem Magen. Die Türen öffneten sich und mit Tränen in den Augen, immer noch zitternd hastete ich zurück zu meinem Abteil. Weit entfernt, hörte ich Schritte hinter mir und stürzte durch die Tür des Abteils. Mit zitternden Knien erbrach ich im Waschbecken, welches sich im angrenzenden Badezimmer befand. Schweiß vermischte sich mit den wenigen Tränen, ich riss die ersten drei Knöpfe meines Hemdes auf, keuchend. Wieder schoss mir das Bild vor Augen, das Blut von...Elly, dass auf den Boden spritzte und ich erbrach erneut ins Waschbecken. Jule da draußen hatte allen Grund auszurasten. Mein Blick schoss hoch zum Spiegel, ich sah wirklich fertig aus, zitterte immer noch, als ich hörte wie die Tür zu meinem Abteil sich öffnete.

(So, darfst dir aussuchen wer das ist xD Ich sag dir, dass Rpg ist/wird so episch lahdghghhg)

Ja ja, episch, abeeeer ich dachte ich lass dir die Freiheit, weil ich deinem Chara ne Zeile verpasst habe xD
Ja, aber die einzige Art, wie wir es episch machen könnten, wäre wenn Jule kommt und ich weiß nicht ob du das willst adhlhglgh
WEIL ALLE SZENEN ZWISCHEN RYE UND JULE EPISCH SIND
Ich muss aufpassen, dass ich nicht anfange die zwei zu shippen, holy moly *already too late*)

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raven

22, Weiblich

  Beauty Queen

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Re: The 25th Hunger Games || Berry and Sonni are finally back ♥

von raven am 16.10.2019 21:02

(Nein man, war schwierig genug ihren richtigen Namen rauszubekommen xD

 

OKAY SONNI ICH MÖCHTE; DASS DU ES JETZT KRACHEN LÄSST XD)

Rye Hawkpath

Wahrscheinlich hätte ich mich jetzt setzen sollen und mich auch entschuldigen sollen oder zumindest Ruhe geben sollen, aber ich war immer noch wütend, so wütend. Die Wut ließ mich unüberlegt handeln.
"Was? Noch nie jemanden wütend gesehen?", blaffte ich sie an und noch während ich redete, wollte ich den nächsten Satz am liebsten zurück nehmen.
"Bist du schon mal geschlagen worden, hmm? LINKS ? ODER RECHTS?", schrie ich sie an, während ich so tat als würde ich sie schlagen. Jedes Mal stoppte ich kurz vor ihrem Gesicht.
Es tat gut, die Wut rauszulassen, das muss ich sagen. Trotzdem war es unnötig. Das hätte ich auch später erledigen können. Einen schönen Spiegel einschlagen oder so was. Nur weil mein Dad mir einmal eine gescheuert hatte, sollte ich mich nicht beschweren. Schließlich wusste ich nicht, wie andere Familien mit sowas umgingen. Kurz glich Jule's Gesichtsausdruck, dem eines angeschossenen Rehs, dann gewann die Wut offensichtlich wieder Überhand. Ich wusste ich war zu weit gegangen. Es war falsch. Aber ich war wütend, so verdámmt wütend.

(Mach ich haha xD)

Jule Farrel

Jetzt reichte es. Dieser Junge war sogar noch viel schlimmer als ich ihn mir vorgestellt hatte.
Ich fuhr mit vor Wut geballten Fäusten von meinem Platz auf, wobei der nur noch zur Hälfte gefüllte Teller auf meinem
Schoß auf den Boden krachte. Nie, niemals hätte ich mich bei Rye für irgendetwas entschuldigen sollen.
Ich verpasste ihm eine schellende Ohrfeige auf die linke Wange, die hoffentlich ordentlich brennen würde.
,,Du solltest wohl auch öfters mal geschlagen werden, du schéiß Bàstàrd!,,, Schrie ich nun ebenfalls so laut wie er und funkelte ihn aus jetzt wirklich hàsserfüllten augen an. Die Tatsache, das ich zu ihm aufschauen musste, weil er ein ganzes Stück größer als ich war, machte mich noch wütender.
Womit hatte ich es verdient, als Tribut ausgewählt zu werden? Und vor allem zusammen mit ihm? Rye Hawkpath, einem der schlimmsten Menschen die ich kannte?
Die Hiflosigkeit in diesem Moment machte mich beinahe wahnsinnig.

Nein, sie heißt eigentlich Finch xD

Rye Hawkpath

"Zuletzt heute Morgen", zischte ich zurück. Ich wusste ehrlich nicht, warum ich das tat. Es ging sie nichts an, aber ich merkte schon, wie es mir irgendwie etwas besser ging, jetzt wo ich es jemandem erzählt hatte. Mein Glück, dass der Schlag heute morgen, auch auf die linke Wange ging. Sonst hätte ich jetzt zwei schöne Feilchen im Gesicht gehabt. Allerdings wollte ich mir auch gar nicht vorstellen, wie blau meine linke Gesichtshälfte im Laufe des Nachmittags werden würde. Ich hatte nie vor sie zu schlagen, aber woher sollte sie das wissen? Wahrscheinlich hielt ganz Distrikt 11 mich für einen, grausamen, kalten 14-jährigen Jungen. Wer wusste das schon? Manchmal hatte ich das Gefühl, nicht richtig zu Distrikt 11 dazu zugehören. Ich wusste nicht was da draußen los war, auf den Feldern, auf den Straßen oder sonst wo. Klar, jeder hatte eine ungefähre Vorstellung, aber wir wussten es alle nicht. Jule wusste es.
Wir starrten uns immer noch äußerst feindselig über den Tisch hinweg an. Würde mich nicht wundern, wenn sie noch mal zum Schlag ausholte. Dann würde ich schon halb tót aussehen, bevor die Hungerspiele überhaupt richtig begonnen hatten. Die ganze Sache würde noch interessant werden, dass spürte ich beinahe so deutlich, wie den Schmerz auf meiner linken Wange.

Jule Farrel

Ich biss mir leicht auf die Lippe. Deshalb war auf Ryes Wange die ganze zeit über schon dieser rote Fleck gewesen. Warum erzählte er mir das jetzt? Ich würde ihm so etwas nicht erzählen, schon gar nicht, wenn er mich gerade eben noch geohrfeigt hätte. Ein merkwürdiger Junge. Was er wohl heute morgen getan hatte?
,,Schön zu wissen.,,, Antwortete ich nur und sah auf, als Alyss Overhills hineingestiefelt kam. ,,Nein, was ist denn hier passiert? Der schöne Teller!,,, Rief sie erschrocken und starrte übertrieben entsetzt den zerbrochenen Teller mit meinem ausgeschütteten essen unter dem Tisch an. Dann fiel ihr Blick auf Ryes Wange, die nun zu glühen schien. Sein Anblick erfüllte mich mit ein wenig Genugtuung.
Ich sah wieder zu Alyss Overhills. Oder besser gesagt, ich sah zu ihr hoch. Sie überragte mich um etliche Zentimeter und war sogar noch ein großes Stück größer als Rye. So groß war er eigentlich gar nicht, nur für sein Alter, schätzte ich. Wie alt genau war er überhaupt? Warum wusste ich das nicht schon? Allein von seinem äußeren Erscheinungsbild schätzte ich ihn auf ungefähr fünfzehn oder sechzehn Jahre alt, da die meisten jüngeren jungen dünner als er waren.
,,Nun gut, das putzt später jemand weg. Ich wollte nur sehen, ob ihr euch schon ausreichend gestärkt habt.,, Sagte Alyss in einem leicht deprimierten Ton, als weder Rye noch ich etwas sagten.

(Wird aber nirgendwo erwähnt xD)
(Dünner xD Findest du ihn zu dick? xD)

Rye Hawkpath

Noch bevor Alyss überhaupt zu prechen begonnen hatte, wusste ich, dass sie alles gesehen hatte. Dieser Kanarienvogel in Form eines Menschen, war so ungefähr die schlechteste Schauspielerin in ganz Panem. Wahrscheinlich wurden wir auch hier überwacht und irgendwo in einem Kontrollraum, análysierte jemand unser Verhalten.
Plötzlich witterte ich meine Chance. Hastig sprang ich auf, wobei mein rechtes Bein leider minimal weg knickte und etwas zittere, was aber hoffentlich niemand bemerkte. "Ich bin fertig mit essen", sagte ich eindringlich und hoffte, dass man mich jetzt ins Abteil bringen würde. Mein Wunsch wurde erhört und Alyss Overhill blickte zu mir herunter ehe sie lächelnd sagte:"Sehr gut, dann wird man dich gleich ins Abteil bringen. Ich möchte aber, dass ihr beide um 16:00 Uhr wieder hier seid, zu einer Besprechung mit mir und den Mentoren, ja?". Rasch nickte ich. Hauptsache, ich konnte von diesem Mädchen weg.
Die Schiebetüren öffneten sich mit einem Zischen und eine junge, blasse Frau trat heraus. "Ah, sehr schön, Rye, du kannst gleich mit ihr gehen.", trällerte Alyss und fügte noch hinzu: "Aber sprich bitte nicht mit ihr, antworten wird sie dir so oder so nicht". Stirn runzelnd, folgte ich der Frau im hochgeschlossenen Gewand durch die Türen.
In meinem Rücken hörte ich die Betreuerin noch kurz mit Jule reden:" Möchtest du noch was essen, Herzelein?". Dann schlossen sich die Schiebetüren hinter mir und ich konnte aufatmen.

Pssst xD
(Neiin auf keinen Fall ich meinte das eher als was positives xD weil die meisten mit 14 ja schon ziemlich lauchig sind)

Jule Farrel

Ich starrte Rye einen Moment lang nach, wandte meine Aufmerksamkeit aber schnell wieder Alyss Overhills zu. ,,Äh ... Darf ich mir etwas für später auf mein Zimmer mitnehmen? Ich denke ich müsste kótzen wenn ich jetzt etwas essen würde. Danke.,,, Sagte ich nur und lächelte gezwungen.
Schnell schnappte ich mir zwei große zitronenmuffins und hielt beide in einer Hand, während ich mich suchend umsah. ,,Kriege ich auch so ein Mädchen dass mich auf mein Zimmer bringt?,,, Fragte ich und unterdrückte den Impuls, mich auf die Zehenspitzen zu stellen, um Alyss besser ansehen zu Können.
,,Du hast Temperament, liebes,,, Stellte sie fest und zog die Augenbrauen leicht verärgert hoch. ,,Natürlich kriegst du eines.,,, Sie wandte ihren Blick von mir ab und klatschte in die Hände, worauf ein weiteres Mädchen hereinkam. Es war groß, blond und ebenso blass wie das erste. Ich hatte von ihnen gehört, wusste aber nicht mehr wie sie genannt wurden. Ihnen wurden einst die Zungen herausgeschnitten, deshalb sprachen sie nicht. Ich folgte der Frau durch den Gang in mein Abteil. Wir sprachen beide nichts, bis wir an meinem Abteil ankamen. Sie öffnete die Tür für mich und ich verabschiedete mich mit einem kurzen ,,Danke,,, worauf sie tatsächlich ein wenig lächelte.
Staunend sah ich mich um. Das Abteil war groß für einen Zug, und es gab ein sehr gemütlich aussehendes Bett. Sogar ein Waschbecken mit Zahnbürsten, eine Dusche und Handtücher waren vorhanden. Als ich die Türen der kleinen Schränke öffnete, sah ich, das darin viel Kleidung aufbewahrt wurde. Für mich? Ich nahm zumindest an, das ich mir etwas nehmen durfte.

(Ahaha kriege ich auch so ein Mädchen xD
Und ja ja lauchig ist er nicht, das stimmt xD war das eine Anspielung auf lukas

Rye Hawkpath

So wie Alyss Overhill es mir geraten hatte, sprach ich nicht mit der jungen Frau. Nach höchstens einer Minute laufen, öffnete sie die Tür zu einem Abteil und deutete hinein. Kaum war ich eingetreten, schlossen sich die Türen hinter mir. Selbst das Zimmer hier in einem Zugabteil, sah besser aus als mein eigenes. Mit immer noch zitternden Händen öffnete ich die Schnürsenkel meiner Stiefel und stellte sie neben dem Bett ab. Danach ließ ich mich auf das bequeme Doppelbett fallen und starrte auf meine zitternden Hände. Meistens beruhigte es sich nach wenigen Minuten wieder und das Zittern trat auch nur auf, wenn ich mich über etwas aufregte. Und dann auch nur manchmal. Langsam merkte ich, wie ich wieder Kontrolle über meine Hände und mein rechtes Bein brachte. Als ich wieder aufstand, konnte ich nicht anders und strich die tiefrote Satindecke glatt, damit sie nicht zu verknittert aussah. Keine Ahnung, warum ich das tat, vielleicht um zu prüfen, ob meine Hände auch wirklich still hielten. Mein Blick fiel auf den breiten weißen Kleiderschrank. Mit einem Ruck, schob ich die Schiebtür zur Seite und zog dann unwillkürlich eine Augenbraue hoch.
Unsere Reise ins Kapitol, dauerte mit Sicherheit keine zwei Wochen, wahrscheinlich würde wir morgen Vormittag irgendwann ankommen. In dem Kleiderschrank befanden sich aber Klamotten, für mindestens zwei Wochen. Seufzend zog ich das erstbeste, was mir zwischen die Finger kamen heraus. Ein dunkelrotes Hemd und eine schwarze undefinierbare Hose, die wohl bequem sein sollte. Was solls.
Nach dem Umziehen versuchte ich erst gar nicht, meine Haare zu kämmen, ein Spiegel wäre zwar da gewesen, aber ich fühlte mich zu erschöft. Das kam häufig nach dieses Zitterattacken vor. Ich schlüpfte unter die Tagesdecke, schlief aber nicht, sondern lauschte dem Ticken der Uhr, bis es endlich 15:55 Uhr war und ich beschloss mich auf den Weg zu machen. Auf halber Strecke, kam mir jene Avoxfrau entgegen, die mir mein Abteil auch gezeigt hatte und brachte mich wieder in das Essensabteil. Ich seufzte. Ich verspürte wenig Lust, mich mit irgendjemandem zu unterhalten, schon gar nicht mit Jule.

Jule Farrel

Nachdem ich ein paar Minuten lang aus dem Fenster gestarrt hatte, duschte ich mich und wusch mir meine Haare. Ich hatte mich noch nie geduscht. Ich wollte schon immer wissen wie es sich anfühlte, und es fühlte sich großartig an. Viel besser als sich kurz grob in einem Bach oder einem Kübel zu waschen. Und wir waren hier in einem Zug. Wieder Fragte ich mich, wie toll die duschen dann erst im Kapitol sein würden.
Eigentlich wollte ich gar nicht mehr aus der Dusche heraus, doch nach guten 45 Minuten zwang ich mich dann doch dazu.
Ich suchte mir eine schwarze, engere Hose die dennoch sehr bequem war, und ein weißes Hemd heraus, das ich in die Hose steckte. Meine Haare ließ ich nun offen, doch die kleinen Ohrstecker waren immer noch in meinen Ohren.
Zufrieden ließ ich mich aufs Bett fallen und aß meine zwei Muffins, bis die Tür aufging und wieder eine Frau hereinkam. Es war eine andere als vorhin, doch ich erkannte sofort, das sie ebenfalls keine Zunge mehr hatte. Mit einer handbewegung bedeutete sie mir, das ich ihr folgen sollte.
Sie führte mich wieder in das Essensabteil von vorhin.
Mein ausgeschüttetes essen und der zerbrochene Teller waren verschwunden, ebenso wie das alte essen. Wie es aussah wurde in der Zwischenzeit neues herbeigeschafft.
An dem großen Tisch saßen diesmal bereits Alyss Overhills, die zwei Sieger der letzten Jahre, und Rye Hawkpath.
Mit versteinerter Miene ließ ich mich auf dem freien Platz nieder und blicke in die Runde.

"May the odds be ever in your favor!"

~The Hunger Games~



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