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Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
von Apocalyptic_Apostle_Nika am 11.04.2022 15:28
Nur für einen Wimpernschlag, das konnte Huxley schwören, sah sie sein Gesicht zucken, beinahe in Verzweiflung. Wie ein Tier, welches den Ernst seiner misslichen Lage verstand. Doch schnell verschwand diese ehrliche Miene und er setzte sich erneut auf den Blumenkübel. „Ich bin ein Feigling. Na und?", hauchte es durch die Nacht und zerbröselte letztlich über den einst lebenden Blumen. Ihre Augen lösten sich nicht voneinander. Man könnte meinen, es wäre die Geburt der Menschheit, jedoch starb die Menschheit schon lange in Huxley. Feigling.
„Du sollst die Wahrheit wissen, und sie soll dein Blut kochen lassen.", begannen ihre Worte durch die Leere zu laufen, „Du antwortest lediglich auf meine Worte, um der Wahrheit zu entgehen. Würdest du es annehmen, würdest du besiegeln, dass du für uns alle nutzlos bist.". Sie ließ die Jahre ziehen, und von dem roten Meer verschluckt werden. Ihre Augen wurden Richtung Himmel gezogen. Sie fragte sich, ob er gerade weinte und es hinter der Fassade der Dunkelheit versteckte. „Kein Gott sieht dich wert, dich mit dem Blitz zu treffen, Deshalb bist du hier, nicht wahr?", sie fragte sich, ob alle Sterne gestorben seien, „Ein Narr hat keine Freude am Verstehen, sondern nur am Äußern seiner Meinung. Ich frage mich, war es Gott, der dich mit der Sünde des Narren traf, oder hegst du dies seit Geburt an in deinem Innersten?". Fünf Tage zogen. „Ich sehe, du bist immer noch ein Mensch, der sich mit den Loben der Götter ziert und sich selbst heiligt.", sie erblickte ihn, sein Antlitz keine Emotion ihrerseits verdienend, „Und deshalb wird dich niemand vermissen."

Ihr Körper wandte sich ab, ihr Auge ihn keinen Blick mehr schenkend. Sie musste seine Last nicht tragen, sie hat die Mängel der Menschen vor Jahren überwunden und bezweckte nun größeres Glück, als was eine menschliche Seele verstehen kann. Möge die Leere Gnade mit ihm habe, so wie er Angst vor der Wahrheit, welche ihm offenbart wurde, hatte. Huxley hatte keine Gnade mehr übrig, und sie muss Idiotie nicht dulden. Mögen ihr die Fernseher den Weg zeigen, wie sie es vor drei Monaten noch tat. Ihre Beine bewegten sich Richtung WcDonalds.
Möge sie das Leid dort beenden, wo es anfing.
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Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
von Apocalyptic_Apostle_Nika am 11.04.2022 01:24
Der Wind klang ab. Huxley dachte für einen Moment daran, dass es seine Winde waren, die nun ihren Wortlaut ersticken ließen und von ihr abfassten. Dieses Mal hatte sie ihn ertappt und direkt in den Finger geschnitten, der, der sich als Leiter der Winder betitelte. Vielleicht hoffte sie noch für ihn, dass er sprechen würde, aber man hörte nicht einmal ein Gurgeln. Das Götterkind seufzte innerlich. Was erwartet man von jemanden, der nur so lange ein Anführer ist, wie es ihm passt? Er würde über Leichen gehen, wenn es ihm passen wurde. Nein, das verwerfen wir. Huxley strich sich über die Augenklappe. Das verwerfen wir.
Huxley ließ den anderen Boxcutter fallen, doch zerfiel er, bevor der Boden überhaupt schreien konnte. Eine Sekunde verging, vielleicht eine Minute und sieben Jahre. Langsam wanderte ihre Hand von der Augenklappe zum Kreuz, verblieb dort kurz und fiel wieder an ihre Seite. Sie machte sich selbst krank, und er machte sie kränker. Feiglinge sind Feiglinge. Gott soll sie strafen und Satan sie betteln lassen. Aber er war nicht wie sie. Verschwendete Kraft. Andererseits verschwendete er jetzt ihre Kräfte.
Für einen Atemzug pausierte sie und ließ ihn ziehen, dann bedachte sie wieder; seine Drohungen waren leer, genauso wie er. Wie es liegt, könnte sie kommen und gehen. Er ist zu feige, um sie zu stoppen. Er krönte sich nur mit dem Titel des Anführers, solange er die Verantwortung für die anderen nicht tragen musste. Deswegen folgte er ihnen nicht einmal.
„Ich will nicht !!!!!!.", nein das verschließen wir.
Sie fasste sich an den Kopf, zog ihre Finger durch die Haare und machte sie unordentlich. Ob er wohl noch seinen Blick auf ihr hatte? Immerhin hatte er ihr nichts zu sagen, konnte es wohl eher nicht. Wäre dort nichts mehr, dann wäre er bereits geflohen. Die Finger lösten sich von den Haaren und sie flogen ihnen nach, bevor sie wieder in ihre ordentliche Struktur zurückkehrten. Ihr Atmen begann wieder und sie drehte sich wieder zu ihm, dieses Mal ohne Waffe.
„Feigling.", sagte sie. Töte mich oder stirb.
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Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
von Apocalyptic_Apostle_Nika am 10.04.2022 22:01
Huxley warf die Klinge, rammte sie wohl eher durch die Luft. Oder durch den Wind, wenn die vier Götter es doch erlauben. Im elektrischen Licht sah man das rote Plastik noch einmal glitzern, als wäre es Blut in einem Beutel. Aber es hörte sich nicht wie ein Beutel an, es pfiff nicht einmal durch die Luft. Sie ertrug es einfach still, beinahe ehrenhaft. Aber sie ging nicht zu Boden und verließ uns nicht, das machte sie beinahe zu einem Helden, oder einem Teufel.
Eno trat zur Seite. Die wie Schmuck glänzende Klinge traf nicht einmal seinen Mantel. Man hörte einfach, wie sie einmal auf dem Boden aufknallte, zerspringen wollte, dann nicht. Fort war sie. Zurück in der Leere und der Sünde, die sie schuf und Huxley durchfloss. Das Götterkind krampfte ihre Hand und warf sie an ihre Seite, nun eine Faust.
„Du bist wirklich ein Feigling.", ihre Hände zitterten, sie wusste aber nicht wieso. Vielleicht sah sie sich selbst in dieser närrischen, vermeidenden Position wieder. Aber sie hasste es in den Spiegel zu blicken, denn dann würde sie bekennen, dass es wahrhaftig sei. Sie verlagerte ihr Gewicht auf das andere Bein und blickte Eno ins Gesicht. Er schien nun tatsächlich etwas besorgt, durch den Wind, zu sein. „Jemand, der kein Feigling wäre, hätte etwas getan.", sprach sie, als der Wind ihr nochmal durch die Haare kämmte. Er wollte etwas sagen, ihr widersprechen, das sah sie. Aber sie wandte sich von ihm ab.
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„Deswegen habe ich keinen Respekt vor einer Kreatur wie dir."
Der Himmel schüttelte keinen Respekt und keine Träne, aber vielleicht wartete er nur darauf, eine Farbe verliehen zu bekommen.
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Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
von Apocalyptic_Apostle_Nika am 10.04.2022 20:32
„Nein, danke. Aber ich lasse die Flamme brennen.", sagte er ihr, sah ihr ins Auge, welches ihn auf Schritt und Tritt verfolgte, seine Bewegungen analysierte und auswertete. Und obwohl er sich erhob, sah er sie nur an, und Huxley verstand, wie sehr es ihn amüsieren musste. Am Ende fühlte es sich so an, als wären sie zwei Seiten der gleichen Klinge. Beide würden nur ihr Ziel erreichen wollen, und ihnen wäre es egal, was dazwischen passiert und wer dafür verletzt wird.
Vielleicht war das der Sinn der Menschen, egoistisch zu sein. Aber sie war kein Mensch mehr, auch wenn sie einer sein wollte. Sie existiert nicht wie er, wie Nosic oder der Rest der Gruppe. Deswegen muss sie hier raus. Weil sie es tun muss. Weil sie es beenden muss. Weil sie vor drei Jahren anfing.
„Du bist ein Feigling.", Huxley merkte erst gar nicht, wie hasserfüllt ihr die Wörter wie Feuer aus dem Mund quollen. Sie wäre sicherlich auch gerne wieder ein Feigling, wie vor drei Monaten. Aber sie war keiner. Sie hatte einen Job, und sie würde jeden von ihnen töten, denn das ist ihr Gebot. Man hörte nur noch einmal das laute Klicken des Boxcutters durch die Nacht rufen, bevor sie ausholte.
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Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
von Apocalyptic_Apostle_Nika am 10.04.2022 17:45
„Ich hatte nie gesagt, dass ich dich allein gehen lassen würde.", hörte man Enos Stimme durch das Klicken hindurch. Sein Schmunzeln kam einer Gotteslästerung gleich. Ehrlicherweise war sich Huxley sicher, dass der letztlich nur Spott sein würde. Es sind bereits viele Momente vergangen, an denen er sie hätte stoppen müssen. Nein, egal, lassen wir das.
Der Oxygenetiker murmelte etwas unter seinem Atem, schien auch darüber zu lachen. Das Ego kann man sicherlich noch mit Tesafilm und Nadel und Faden flicken, das ist nicht so schlimm. Aber seine seriöse Persönlichkeit kam wieder zum Vorschein: „Behalte dir diese Energie für später, wenn wir gegen Nosics Nachfolger kämpfen müssen.". Anscheinend wusste er, wann sie gebraucht war. Aber für einen Moment sah er dennoch wie ein kleiner Jungen in den Himmel hoch, als würde Gott ihm in Form eines Schmetterlings offenbart werden. Aber er ist nicht mehr.
Der Blick des Demi-Gottes traf sie wieder, als wäre es eine Kugel aus einer Waffe, welche ihr direkt ins Auge traf. Doch sie hielt stur. Schmerz war etwas, an das sie seit ihrer Kindheit gewohnt war, und Schmerz war die Arbeit, die sie vor drei Monaten an sich nahm. Nein, vergessen wir es.
„Als Anführer dieser Gruppe ist es wohl meine Verantwortung, für die Sicherheit jedes einzelnen zu sorgen.", immerhin bekannte er sich als Anführer, aber dies taten auch Leute wie Jeff Bezos, welche ihre Leute wie Mist behandelten. Für ihn bedeutet Verantwortung zu tragen keine Schuld fühlen zu müssen. Er verzog sein Gesicht, zwang die Müdigkeit, den Frust aus ihn heraus, setzte die tapfere Maske auf. Allerdings, wenn man einmal seine Maske fallen lässt, vergessen Leute nie, wie schwach man in Wirklichkeit ist, und er hatte es der Welt gezeigt. Ob es sein wahres Gesicht war?
„Solltest du also gewillt sein, irgendjemandem aus der Gruppe Schaden zuzufügen, wirst du dich erst mir stellen müssen.", hallte es durch die Nacht. Schlich durch die Gassen, sprang wie ein wildes Tier in die offenen Fenster und wimmerte wie ein Hund aus der Tür hinaus. Huxley beäugte ihn, analysierte seine Drohung im Inneren. Es war nicht die erste heute, und wohl auch nicht die letzte. Doch nur ein vollständiger Mensch, getrunken in Glück, krönte sich mit dem Recht, Unwahrheiten aussprechen zu können, leere Drohungen zu verschenken.
Huxley erhob sich.
„Dann bring mich um, jetzt und hier.", sie wusste, dass ihr Wunsch nicht möglich war, „Deinesgleichen sind mir nicht gewachsen, es wäre nicht schwer, dich hier zu exekutieren. Gelobe dich deiner Menschlichkeit und versuche doch eine Flamme zu ersticken.". Ihre beiden Boxcutter waren fest in ihren Händen, als wären es die Accessoires und sie das Spielzeug. Der Herr der Winde sah sie an, aber sie wusste nicht, ob er sich noch amüsierte, oder ob er bereits genug von ihrer Art hatte. Er dürfte sich frei ausleben. „Dich zu töten wäre kein Problem.", es war schon lange kein Problem mehr für sie und ihre Klingen trafen seine Richtung.
Die Minute ertrank im Lichtfleck des Plaza und wurde von dem melodischen, rhythmischen Rascheln der Pflanzen in der Erde beerdigt. Der Herr seufzte und erhob sich.
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Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
von Apocalyptic_Apostle_Nika am 10.04.2022 01:12
„Du kennst dich aus.", bekannte Eno und brach Huxleys inneren Monolog. Natürlich. Sie war dort relativ oft, so eine Herzkrankheit verschwindet nicht einfach. Sozusagen, theoretisch...
Ihre Hand glitt zu ihrer Brust, dann zu ihrem Kreuz. Ihre langen, dünnen Finger umschlossen es, zogen es noch näher an sich.
Nur theoretisch...
Huxley lehnte ihren Blick gen Himmel, welcher nun schwarz getränkt war. Eigentlich würde der Mond jetzt das Sonnenlicht reflektieren und die Straßen erhellen, aber dieses Mal wirkt es so, als ob wäre er vom Himmel gefallen und würde nicht mehr wiederkehren. Ob der Bruder, die Sonne, ihn, den Mond, ermordet hatte? Verflucht und im Stich gelassen hatte?
„Naja", hörte Huxley von sich, nun ohne formellen Unterton, „willst du nach ihnen sehen, oder was?". Er schien diese philosophische Persönlichkeit nun zur Seite zu legen. Vielleicht akzeptierte er sein missglücktes Manöver, oder er respektierte Huxley einfach nicht genug. Es ist nicht so, als würde Huxley Respekt für sich selbst haben. Sie war letztlich nur ein Märtyrer Ihresgleichen, damit sie nicht ihre Fehler wiederholen. Aber ob sie Ihresgleichen hier finden würde? Immerhin würden Monster wie Nosic und seine albanische Familie ihr wenig bringen, sie würde Leute wie sie brauchen. Die Frage ist dann aber, ob sie gegen andere ankommen würde.
Ihre Finger fielen vom Kreuz ab und es schwebte zurück zu dessen rechtmäßigen Platz. Es wusste auch, was sie tun musste und dass sie am Ende auf diese Gruppe angewiesen war.
„Ich bezweifle, dass du mich wirklich alleine gehen lassen willst.", sie drehte ihren Körper zu ihm, „Ich bin doch verdächtig, nicht wahr?". 
Sie nahm ihren Boxcutter zur Hand und je weiter sie die Klinge ausfuhr, desto öfter klickte es durch die Leere. „Ich werde mich nicht wiederholen", sie sah in seine müden Augen, beinahe leblos, „ich werde mich nicht davor scheuen, jemanden zu töten."
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Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
von Apocalyptic_Apostle_Nika am 09.04.2022 15:38
Der Moment zog und der Wind beruhigte sich.
„Wenn sie nicht bald kommen, dann sehen wir nach ihnen.", antwortete der Oxygenetiker, bevor die Stille wieder ihre Klinge in die Welt rammte. Ist das nicht einfach, was man zu Kindern sagt, die ihre Spielzeuge verloren haben? Oder sieht man andere Menschen immer als Spielzeuge? Huxleys Boxcutter pausierte für einen Moment und sie dachte darüber nach, ob sie den beiden im schlimmsten Fall eine Beerdigung geben würden und ob es wieder regnen würde.
„Was qualifiziert sich als ‚bald'?", fragte sie sich selbst, jedoch wusste sie nicht, ob sie die Worte letztlich aussprach oder in ihr Innerstes schrie. Sie hörte nicht einmal, ob er letztlich antwortete, oder nicht. 
Huxley drehte die Klinge zu sich, musterte sie, sah wie das Blut zu kalten Tränen wurde. Wurde es immer so schnell Nacht? Ihr Auge drehte sich um den Plaza, suchte nach den Lichtern. Von was sie wusste, schalteten sich die kleinen Sonnen der Städte immer um die gleiche Uhrzeit an, oder zumindest war das ihre Theorie. Von was sie bemerkte, war es in Old Starshire und in TM gleichermaßen so. In TM basierte sie ihre Theorie zumindest auf dem Fakt, dass, wenn sie abends nach Hause lief, die vintage Straßenlichtern, die, mit den Köpfen, welche aussahen, als wären sie Sonnen, bereits leuchteten. Heute Nacht sollten sie auch leuchten, immerhin lief der Strom.
Die drei ausgefahrenen Cutterklingen wurden wieder von ihrem Blick geziert und sie dachte wieder an das Krankenhaus.
„Das St. Peters Krankenhaus liegt eine Weile von hier weg.", erklärte sie, „Außerdem ist das Krankenhaus groß. Es umfasst fünf Stockwerke, sowie einen Keller. Der Keller ist aber wahrscheinlich abgesperrt, oder wird nur Equipment beinhalten.". Eno schien das für einen Moment durch seinen Kopf gehen zu lassen. Er ist wahrscheinlich auch nicht von hier, müsste aber länger als sie hier wohnen. Aber man ist normalerweise auch nicht so oft im Krankenhaus, also versucht er wahrscheinlich sich das alles bildlich vorzustellen. Huxley bedachte noch einmal ihr ganzes Wissen über Krankenhäuser, sowie spezifisches über dieses. Da erinnerte sie sich: „Oft ist das Leichenschauhaus auch im Keller. Ich weiß, dass sich die Station für Herzkrankheiten auf dem ersten Stockwerk befindet, die Notaufnahme auch. Aber das ist nur das Hauptgebäude, und ich kenne mich nicht richtig aus. Ich weiß nicht, wo operiert wird, oder wo die Cafeteria ist.".
Huxley verstand nicht ganz, warum sie ihm das erzählte. Wahrscheinlich wollte sie ihm seine Fehler als Anführer, als Mentor aufzeigen. Denn wer sich hoch heilt, der wird tief fallen. So sah sie es schon oft, und sie wartete beinahe auf dem Tag, an den es ihr passieren würde. Sie musste ja keinen Menschen retten. Vielleicht will er es ja. Huxley kannte eine Abkürzung. Sie wusste ja, wo sich zwei Fernseher befanden.
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Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
von Apocalyptic_Apostle_Nika am 08.04.2022 23:37
Eno ließ etwas, was sich so wie ein kurzes Kichern angehört hatte, aus sich heraus. „Gute Idee,", er verlagerte sein Gewicht aufs andere Bein, „aber ein Pirat bin ich nicht.". Toller Witz, gab Huxley zu, aber sie hätte lieber, dass er sich aus dem Türrahmen bewegt und sie aus dem Hinterzimmer rauslässt. Anstatt dies zu tun, fokussierte er aber seine Aufmerksamkeit auf das Chaos auf dem Boden. „Stimmt", dachte Huxley trat einen Schritt zur Seite, „ich habe ihn nicht wirklich etwas über die Zettel erzählt.". Er bückte sich und hob einen auf, wobei sein Mantel einige der Zettel zur Seite schob. Komisch, dass man bei so einem Wetter einen Mantel trägt.
Doch da erschrak Eno und ließ den Zettel fallen. Huxleys Blick richtete sich auf ihn, fokussierte sich auf ihn. Er schien erstarrt, wie ein verfluchter Stein, wie eine Leiche. Nein, das ist egal. Der Oxygenetiker starrte auf seine Hände, als wären sie nicht seine. Das Götterkind versuchte einen Blick auf seine Hände zu bekommen; rot – Blut. 
Sie trat einen Schritt zurück und ging den Tag durch. „Nein, er sollte die Leiche nicht angefasst haben...", erinnerte sie sich, obwohl sie wusste, dass Nosic mit Fanbase nicht geblutet hatte. Ihre Hand wanderte hinter ihren Rücken. Er wird vielleicht doch noch etwas problematisch.
„Rote Farbe...", murmelte er, beinahe zu sich selbst. Es wirkte ehrlicherweise aber eigentlich nur wie ein Versuch, sich einen Mantel der Unschuld zu überziehen. Ihre Blicke trafen sich. Er fühlte sich nicht ertappt, er schien schockiert, aber genau sowie Huxley. Das war der Schock der Realisation. Der Zettel an der Eingangstür, den Eno laut vorgelesen hatte...
„Es muss vor Kurzem jemand hier gewesen sein.", sie ließ ihre Hand wieder an die Seite fallen und beide blickten einander in Stille an. 
Dann nickte er. Manchmal schienen sie Gedankengänge zu teilen. Das ist fast gruselig. Sowas würde einen Verlust erneut tragisch machen. Er schien auch über etwas nachzudenken. Wahrscheinlich versuchte er eine logische Timeline zu den Geschehnissen zu konstruieren. Huxley ließ ihn, schlich langsam zu dem Fernseher zurück.
Der Herr der Winde richtete sich wieder auf, blickte wieder auf seine Hände. Und dann sah er sie wieder an. Wahrscheinlich wirkte sie nicht wirklich vertrauenswürdig, so nah am Fernseher mit einer Haltung, als hätte man sie angefahren. Wer weiß, vielleicht dachte er, sie wollte ihn abstechen. Aber das käme nur in manchen Situationen in Frage.
Er nahm den Zettel, den, mit den Öffnungszeiten, aus seiner Tasche und musterte diesen, als wäre es ein Mandala. Doch genau so schnell, wie dieser Zettel das Licht der Glühbirne erblickte, verschwand dieser wieder auch in seine Tasche und sein Augenlicht traf wieder auf das Götterkind. „Der Smiley erinnert mich ungemein an den von Red John.", sagte er. Huxley pausierte einen Moment. Red John, sie kannte diesen Namen... das war doch der Name einer Uhr? Nein, eines Zeitreisenden!
Eno schien ihr mangelndes Wissen wahrzunehmen und fügte hinzu: „Aus The Mentalist?". Oh, eine Serie. Sie dachte an Rolls Royce und John Titor, wobei das erste sogar eine Automarke war. Idiot. Naja, wenigstens verstand er ihr mangelndes Wissen erneut und wandte sich zu Tür, ging ein paar Schritte und stoppte dann. Huxley sah ihn an.
Er drehte sich zurück, sah sie an, warnend. „Oh, noch etwas: Falls du gedenken solltest, abzuhauen, werde ich dich nicht zurückhalten. Ich würde dir nur davon abraten.". Danach wandte er ihr wieder den Rücken zu und ging. Die Götterfigur sah ihn schockiert hinterher, dann schenkte sie dem Fernseher erneut einen Blick. 
Es war allzu verlockend.
Huxley trat aus dem Laden, einige Meter hinter dem Philosophen. Er rechnete wahrscheinlich nur halbherzig damit, dass sie folgen würde, er hielt ihr nämlich die Tür halb auf. Mit einem schwachen Körper kann man aber tatsächlich nur schwer große Türen öffnen. Ihr Blick schoss in den Himmel. Der Nachmittag starb und seine Tränen begannen den Horizont lila-blau zu färben. Sie schienen Ewigkeiten im WcDonalds gewesen zu sein. Huxley hatte die Zeit vergessen. Eno setzte sich auf diese großen, runden Blumenkübel. Die, mit der Bank, aber sie sind gigantisch und meterbreit, aber tief genug, um darauf sitzen zu können. Hatten diese überhaupt einen Namen?
Huxley blieb stehen und blickte ihn hinauf und hinunter und begann sich zu fragen, was er denn mit dieser Drohung meinte. Sie hätte gerne das Ergebnis gesehen, immerhin saß er da, in völliger Lautlosigkeit. Ob er denn wirklich so ruhig, so im Einklang mit sich selbst war? Das Lamm verwarf diesen Gedanken und lief nach links, setzte sich auf diese Bank, mit dem Rücken zu dem Herrn. Der natürliche Lauf der Dinge wäre die unangenehme Stille, das wusste Huxley. Sie zog ihren Boxcutter, begann Muster in den Stein zu ritzen. Wirkte es verdächtig? Absolut. Aber niemand stoppte sie. Man hätte sie früher aber stoppen sollen. Vielleicht ist das ja der Grund, warum sie hier niemanden mochte. Weil sie das taten, was sie vor drei Jahren hätte tun müssen. Sie sah sich ihre von Ärmel bedeckten Handgelenke erneut an.
„Es war eine dumme Idee, sie ins Krankenhaus zu schicken.", sie zog das Messer über den Stein und er schrie. Jetzt fühlte sie Eno Blick auf ihren Rücken, so als wäre es eine Nadel. „Das Krankenhaus ist so aufgebaut, dass es viele Teile hat, an die kein Sonnenlicht drankommt.", sie zog die Klinge weiter raus, „Sie werden nicht wissen, wann Nacht fällt.".
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Und der Wind zog, und sie fragte sich, ob das ein Produkt seiner Angst war.
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Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
von Apocalyptic_Apostle_Nika am 08.04.2022 19:12
Man hörte nur das Aufprallen ihrer Mary Janes auf den Boden. Für einen Moment blieb sie in der Hocke. Der Boden war sauber, kalt, als wären die Maschinen nicht gelaufen, als wäre keine Person hier gewesen. Huxleys Kopf drehte sich, Richtung Kasse. Der Bildschirm war an, aber es schien keine Bestellungen gegeben zu haben. Selbst die Spendenbox neben ihr war leer!
Die Götterfigur schaffte es nicht einmal aufzustehen, nein, sie stolperte einfach in die Küche. Die Küche, welche normalerweise heiß, unangenehm und unordentlich sein sollte. Die Küche, die nun in neu gefundener Ordnung, angenehmer Raumtemperatur die lebenden Geschöpfe dieser Welt verspottet, während sie sich in immerwährender Ruhe befand. Wie ekelhaft. Sie stolperte direkt auf eine Arbeitsfläche. Laufen war nie ihre Stärke. Sie hatte nie wirklich irgendwelche Stärken, aber das kommt davon, wenn man eine angeborene Herzkrankheit hat. Das schwere Atmen, die Schwäche, die Einsamkeit. Obwohl sie ihr immer gesagt hatte, dass sie gut war, wie sie ist.
Huxley schubste einige der Container, welche sich auf der Arbeitsfläche befanden, in den Müll. Sie hasste es, über die Vergangenheit nachzudenken, und sie hasste sich selbst noch mehr dafür, weil sie darüber nachdachte.
„Verdammt...", sie stützte sich auf ihren Armen, bevor sie sich aufrichtete. Wenigstens schien Eno nichts von den Geräuschen gehört zu haben. Oder er ignorierte sie. Das scheint am wahrscheinlichsten zu sein, und wahrscheinlich auch am besten. Aber ihr schwacher Moment sollte sie nicht von ihrer Suche abbringen. Nur weil in der Küche niemand ist, bedeutet das nicht, dass sich niemand im Hinterzimmer versteckt hat, oder? ... nicht wahr?
Huxley bahnte sich ihren Weg durch die Küche, zum Hinterzimmer. Genau daneben sollte sich auch das Abstellzimmer befinden. Sie wusste das, weil sie in der Grundschule, als ihre Eltern mit ihr im WcDonalds waren, aus Versehen ins Hinterzimmer stolziert war. Aber das war noch in Old Starshire.
Ihre Hand glitt über ihre Brust.
Sie kam ja wegen ihrem Herzen hierher, nach TM.
Sie trat ins Hinterzimmer und ihr Atem stockte. Es war leer. Niemand hatte sich hier versteckt. Ihre Hände wurden zu Fäusten, und sie drehte sich um, zur hölzernen Tür, welche sie aufriss, beinahe aus dem Rahmen rammte. Das Abstellzimmer war leer. Dort versammelten sich lediglich die Besen, die Putzmittel. „Das kann doch nicht...!", sie warf die Besen um, trat die Eimer um. Aber das Zimmer war leer. Vielleicht erreichte Eno dieses klirren, dieses Chaos aus dem Ende des Gebäudes. Huxley dachte nicht darüber nach. Es war frustrierend allein zu sein, wenn man es nicht wollte. Ihr Blick wendete sich zurück zu dem Hinterzimmer, in welches sie erneut stürmte.
Wenn es Hinweise auf Menschenleben geben müsste, dann hier. Ihre Hand glitt über die kalte Wand, kam letztlich an einer Box mit Zetteln an. Das müssten diese Stundenpläne sein, in welche die Arbeiter immer ihre Arbeitszeiten eintrugen. Huxley riss eine Handvoll aus der Box, viele Papiere fielen jedoch einfach zu Boden, blieben verstreut mit Ihresgleichen liegen. Und Huxleys Entsetzten wuchs nur. 
Der Zettel, den sie vor sich sah, war leer.
Und der nächste auch.
Sowie der nächste.
Und der darauffolgende.
Sie waren leer.
„Scheiße!", sie schmiss die Zettel quer durch den Raum. Sie wollte doch nur verstehen, was hier geschah und warum. 
Verzweifelt ergriff sie ihr Kreuz, warf ihren Rücken gegen die Wand und rutschte diese hinunter. „Warum kannst du mir nicht einfach sagen, was hier geschieht? Warum hilfst du mir nicht?", doch das Kreuz blieb still. Ihr pinkes Auge traf die Schwärze ihres Schmuckes, Stille folgte. Langsam strich sie mit der Hand über ihre Augenklappe.
„ÖFFNUNGSZEITEN: Mo-Sa: 07:00 - 20:00, sonntags geschlossen.", hörte sie von Eno aus dem Vorraum diktieren. Oder das Esszimmer? Das hörte sich zu formell an. Auf jeden Fall wollte er seine Präsenz bekannt machen.
Ihr Blick schlich zurück zur Tür. Dort war ein Telefon, dort, an der Wand. Dort! Ihre Finger rutschten weg von ihrem Gefährten und es schwebte zurück zu ihrem Halsband, das, was sie auf ewig miteinander verband. Huxley stellte sich erneut auf ihre Beine.
Es stimmte, dass Leute hier nicht sein würden. Vor einem Monster wären sie geflohen, ja. Am Plaza befinden sich normalerweise viele Leute, genauso in einem Fast-Food Restaurant. Die Annahme, dass sich hier jemand verstecken würde, war also tatsächlich richtig, ja.
Huxley ergriff den Hörer.
Auf der anderen Hand war es aber närrisch zu denken, dass dieses Monster nicht bereits seit längerer Zeit herumlief. Es lag tatsächlich nahe, dass die Leute so schnell wie möglich evakuiert wurden, von westlich zu östlich. Die meisten kamen aus den Richtungen von Osten nach Westen, daher hätten sie das meiste nicht gesehen. Jedoch erklärte es nicht die fehlenden Sirenen.
Sie lehnte den Hörer an ihr Ohr.
„Hauptsache du bekommst nicht wieder einen Herzinfarkt.", sie schnappte nach Luft.
Mit ihren Fingern wählte sie die Nummer der Polizei und wartete einen Moment, sowie einen zweiten und einen dritten. Sie seufzte und hang den Hörer wieder auf. Es kam kein Signal durch, also schien die Telefonleitung tot zu sein. Wenigstens dachte unser Mastermind daran. Sie lehnte sich zurück. Es gab also ein Telefonsignal, Anrufe kommen nicht durch, also ist das Internet wahrscheinlich also gekappt worden. Der Strom lief jedoch. Könnte es ein elektromagnetischer Puls gewesen sein? Ginge der Strom dann nicht aber auch aus? Sie wusste das nicht.
Huxley drehte sich noch einmal zum Rest des Raumes. Dort stand ein kleiner Fernseher, welcher die Kameras übersah. Er lief.
Huxleys Beine trugen sie hinüber, zu den kleinen Fernseher. Sie streckte ihre Hand hinaus, Richtung Fernseher. Je näher ihre Finger dem Bildschirm kamen, desto mehr fühlte sie dieses familiäre Krabbeln in ihren Fingerspitzen. Nicht einmal der Strom müsste funktionieren, um-
„Und, schon irgendwas herausgefunden?", fragte Eno, welcher nun in der Tür stand. Huxley zog ihre Hand zurück und drehte sich um. Ihre Blicke trafen sich in Stille.
„Nein.", antwortete sie und ihre Hände wurden zu Fäusten, jedoch ohne Kraft. Sie hingen, anteilslos, feige. Herr Oxygenetiker sah sie an, dann das Chaos auf dem Boden. Stille. „Was, bist du jetzt auch ein Reinlichkeitsfanatiker?", fragte sie und verschränkte ihre Arme. Er hob eine Augenbraue. Leise seufzte sie. „Das war ich", erklärte sie, „außerdem gibt es kein Telefonsignal, Anrufe werden wohl nicht durchkommen.". „Also hast du doch irgendetwas rausgefunden.", es schien, als würde sein Vertrauen schwinden. An seiner Aussage war nichts falsch – er hatte Recht. Sein Vertrauen brauchte Huxley aber nicht. Sie kam besser ohne Freunde aus.
„Ja, das habe ich. Du kannst mich aber auch gerne hinterfragen und es selbst versuchen. Das Telefon ist genau links von dir.", merkte Huxley an und er drehte seine Augen zum eben beschriebenen Kommunikationsmittel, „Oder hast du Angst, dass ich plötzlich wegrenne?". Er sollte durchaus Angst davor haben, dass Huxley verschwindet. Sie hat aber keinen Grund einen Menschen etwas anzutun, es würde ihr nichts bringen.
„Ich habe den Zettel mit den Öffnungszeiten gefunden.", teilte der Oxygenetiker daraufhin mit. Huxley hob ihre Braue. „Ich weiß, das habe ich gehört.", sie fand die Idee davon irgendwie amüsant. Sollten sie später, wenn alles vorbei sein könnte, erneut hier vorbeischauen und etwas zusammen essen? Im Leben nicht. „Großartige Arbeit, Herr Detektiv. Ich bezweifle, dass es uns aber helfen wird.", Huxley löste ihre Arme und lief hinüber zu ihn, zur Tür. „Scheint so, als wäre meine Theorie bestätigt.", ihr Blick traf ihn dieses Mal nicht. „Zumindest, wenn es darum geht, dass sich hier kein Mensch befindet.", schien er ihr zu widersprechen. Kann er auch etwas anderes? Es würde Huxleys Leben leicht machen, würde er einfach sagen: „Ja, stimmt, geh", oder so.
„Ich bezweifle, dass du mich weiter herum eskortieren willst, und du machst nicht den Anschein, als wäre die Nacht bereits gefallen.", Huxley legte die Hände auf ihre Hüften, „Willst du mich jetzt an den Brunnen auf den Plaza ketten und auf die anderen warten, oder was?". Irgendwie war er schon, wie ein Flummi.
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Re: Das super coole TM original RPG mit coolen Leuten (do not steal)
von Apocalyptic_Apostle_Nika am 07.04.2022 23:36
Ein stiller Moment passte. Es war aber fragwürdig, ob es tatsächliche Stille war, oder ob jedes mögliche Geräusch schlussendlich von dem Kern dieser Situation ermordet wurde. Huxley sah die Gruppe an. Die Gruppe sah Huxley an. Ein Husten war zu hören. Sie wusste, dass sie keine Freunde werden sollten. Sie wollte keine, durfte sie nicht haben. Jedoch trat das Lolitamädchen hervor, schien aber nicht ganz überzeugt von sich selbst.
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„Es ist ja schön und gut, dass dir das alles aufgefallen ist", Huxleys Kopf drehte sich zu ihr und ihr Auge traf auf Mius, „doch gibt dir das wirklich das Recht uns so die kalte Schulter zu zeigen?". Das Götterkind verdrehte innerlich die Augen. Wer entscheidet, wer dem welches Recht und warum gibt? Es ist besser, wenn sie voneinander wegbleiben würden, und aufdringliche Menschen sollen ihren Platz in der Welt wissen. Miu fuhr fort: „Man könnte glatt meinen du bist hier der Antagonist und nicht dieses blaue Ding da.". Dabei flappte ihre Hand nach links, zu dem Ex Lead-Sänger der fehlgeschlagenen Sonic Band, welches ihre These beinahe wie ein Theaterstück aussehen ließ. Huxley verurteilte sie nicht. Vielleicht war sie tatsächlich der Antagonist. Sie fühlte sich so. Ihre Finger zitterten.
Sie sollte nicht an die Vergangenheit denken.
„Selbst wenn wir das gleiche Ziel verfolgen, wirken deine Methoden fragwürdig. Und außerdem, wenn es sich hier um etwas großes handelt, über das du übrigens ziemlich gut Bescheid zu wissen scheinst, dann wirst du das wohl kaum allein regeln können. Wieso also machst du dir die einzigen Menschen und Dämonen, die gerade hier zu sehen sind zum Feind?", Miu wirkte wütend, und doch so zurückhaltend. Sie hatte ihre Gefühle anscheinend perfekt im Griff. Ein Grund für Eifersucht, nein? Aber das gab ihr nicht das Recht zu behaupten Huxley sei ein Mensch. Sie wünschte, sie wäre es wieder. Nur deshalb wusste sie davon Bescheid, dass etwas schieflief. Es war okay, es war nicht okay.
Miu machte den Anschein, als würde sie gleich über das nächste Haus springen und hinter den Horizont verschwinden, drehte sich verwirrend um und zurück. Anscheinend wusste sie nicht, was sie tat und warum. Die menschliche Sünde. Ihr Ursprung. Ihre Wangen wurden rosa. „Tut mir leid! Es war nicht so ernst gemeint, wie es klang, ich habe nicht wirklich über meine Worte nachgedacht. Trotzdem die Kernbotschaft bleibt bestehen!", ihre Wörter klangen fast erzwungen. Sie will wahrscheinlich nur einen Streit, eine Eskalation vermeiden.
Huxley gab keine Reaktion. Wenn sie reagiert, gesteht sie ein, dass sie ist, und wenn sie ist, gesteht sie ein, dass ihr Spiegelbild sei. Und wenn sie gesteht, dass dieses Spiegelbild vor ihr sei, dann gesteht sie, dass es vor drei Monaten wahrhaft war.
Der Oxygenetiker unterbrach ihren Augenkontakt und riss Huxleys Blick von der ehemaligen Wahrhaftigkeit fort. Ihr Auge traf seines, zwei Welten trafen sich. Beide hatten Logik in ihren Augen, aber Huxley war sich selbst nicht sicher, inwiefern sie diese Logik zu Feinden machen würde. Er streckte die Brust aus, atmete aus. Eine Vorbereitung auf einen Vortrag.
„Du hast natürlich recht", die Gruppe richtete ihre Augen auf ihren Anführer, „dass wir hier eindeutig alle im selben Boot sitzen und wir demnach gemeinsam kooperieren sollten.". Die Gruppe wurde unruhig. Die Sachlage schien für manche jetzt erst richtigen Sinn zu ergeben. „Es ist jedoch nicht besonders schlau, unüberlegte Freundschaften mit Fremden einzugehen. Und für eine Kooperation ist kein freundschaftliches Gefühl vonnöten.", fuhr er fort. Zumindest teilten sie diese Meinung, teilweise. Huxley wusste nicht, ob sie ganz mit einer Kooperation zufrieden sein würde.
Sein Blick richtete sich auf die und ihre Blicke trafen sich erneut. Huxley wich nicht von der Stelle. „Wenn Nika nicht interessiert, daran wäre, an einem Strang zu ziehen, hätte sie ihre Gedanken sicherlich nicht mit uns geteilt. Scire, tacere. Über bedeutsames Wissen schweigt man, außer man profitiert davon, es mit anderen zu teilen.", sein Blick schien sie dennoch zu warnen. Der Pseudo-Arzt schien also auch eine Sonderausbildung im Thema Wissenschaft und Philosophie gemacht zu haben. Aber sozusagen hatte er Recht, das gestand Huxley. Er wendete sich von ihr ab. „Und ich denke, dass das hier der Fall ist. Dass beide Seiten hier voneinander profitieren können. Ich würde vorschlagen, dass wir Nika's Theorie überprüfen. Wir sollten uns aufteilen und die Gegend erkunden.", er versuchte die Gruppe zu beruhigen. Für Huxley jedoch wirkte es wie eine halbe Kriegserklärung, und wie eine halbe Kooperationsbitte.
Aber dann schüttelte er wieder seinen Kopf, als müsste er die Erbse in seinem Gehirn einmal rumrollen lassen. Huxley sah ihn erneut an. Von oben nach unten. Er war keine Gefahr, er war kein Freund. Aber wer keine Gefahr ist, dem sollte man nicht trauen, und wer kein Freund ist, vor dem sollte man auf der Hut sein. Huxley wendete sich ab. Er kann tun, was er will. Vielleicht hilft ihn ja der Wind.
Doch Huxley wurde erneut zurückgezogen und sie stolperte über beide Füße, als wäre sie noch nie auf beiden gestanden. Dieser Typ geht ihr langsam auf die Nerven, wer fasst bitte einfach jemanden nach einer Kriegserklärung an-! Oh, es ist nur das Randomy-Ding. „Unser Lieblings-Sünder hier will schon allein in das WcDonalds.", mache sie bekannt, als könnten das nicht alle sehen. Huxley ballt ihre Hände wieder. Sie fragte sich, ob sie ihre Hände einfach so belassen sollte, ob man sie endlich in Ruhe lässt. Randomy wendete sich zur Gruppe, warf die Hand in die Luft: „Ich stimme Eno zu, wir sollten wirklich erst die Gegend erkunden. Wenn dieses WcDonalds wirklich ein großer Hinweis für unser weiteres Vorgehen sein wird, dann müssen wir auch kleinere Hinweise auffinden, um das Puzzle zu lösen. Wenn Wesen wie dieses... Nosic... hier Unwesen treiben, dann dürfen wir nicht allein sein.".
Zumindest einigten sie sich auf den Namen dieses Wesens. Huxley hob die Augenbraue und überdachte diese Aussage erneut. Etwas machte keinen Sinn... Sie stellte sich mit geraden Rücken neben sie, musterte sie, ihr Ärmel immer noch in der Hand des Dämons. Randomy wischte eine Schweißperle von ihrer Stirn weg. Entsetzt musste Huxley realisieren, dass Randomy von noch einer Ebene dieser Situation Bescheid wusste, dies aber nicht mit der Gruppe teilte. Und somit war hier keiner mehr ein Freund, oder zumindest nicht Randomy. Wie Eno sagte; über bedeutsames Wissen schweigt man, außer man profitiert davon, es mit anderen zu teilen. Somit ist nicht auszuschließen, dass Randomy davon profitiert, dieses Wissen nicht zu teilen.
Doch Huxley blieb still. Feigling. Gott lässt dich als Strafe nicht mehr schreien.
Eno schien die dicke Luft zu bemerken. Er trat zwischen sie, wischte mit der Hand einmal über Randomys Arm und Huxley fühlte, wie sich ihr Ärmel aus dem Griff befreite. „Er weiß schon, dass Dämonen keine Hunde sind, oder?", dachte sie sich mit einem langen Gesicht. Randomy hopste zurück zur Gruppe und fand direkt ihren Platz zwischen Tibi und Mamiko. Eno schien das mental zu notieren.
Der Gestatter der Winde verschränkt seine Arme. Die Ringe glitzern im Sonnenlicht. Sie sind fast schneeweiß. „Wir wollten weitere Provokationen vermeiden und unsere Nachforschungen abschließen, bevor die Nacht anbricht.", befahl er. Das stimmt. Huxleys Blick strich durch den Himmel, dessen Blut ihm langsam hochkam und ihn orange färbte. Es würde bald der Abend fallen. „Wir teilen und auf und treffen uns so bald wie möglich wieder hier.", beendete er seine Rede.
In der Runde war Einigkeit zu vernehmen, dann Stille. „Wer geht mit wem?", unterbrach Randomy sie. Doch der Herr der Winde hatte auch hierzu eine Antwort. Das war ja fast gruselig. Als hätte er alles schon zuvor durchgeplant. Er zeigte die Straße hinunter, Richtung St. Peters Krankenhaus. „Miu und Selo, geht zum Krankenhaus. Falls jemand verletzt ist, wird er da sein.", erklärte er ihnen. Selo freute sich, Miu schien noch einige Schuldgefühle zu haben. Doch schnell waren sie über alle Berge. Selo nahm wirklich alles, wie es kam.
„Tibi, Randomy, Mamiko, es wäre gut, wenn ihr euch zu den Supermärkten begebt. Vielleicht haben sich die Menschen dorthin verzogen, ansonsten ist es gut, um Ressourcen zu sammeln.", er gestikulierte westlich. Randomy und Tibi sehen einander an, lächeln, ein „Wenigstens sind wir zusammen!", während Mamiko anteillos auf ihre Füße starrt. Tibi schubst sie federleicht und sie beginnen fortzulaufen. Huxley wusste, was das bedeutet. Sie sah zu Eno hoch. Die Sonne warf einen Schatten auf sein Gesicht.

„Was für ein Wunder, dass sich der Anführer mit der suspektesten Person einteilt.", sagte sie trocken. Er reagierte nicht auf die Provokation und drehte sich in Richtung WcDonalds. „Wir untersuchen den WcDonalds.", war seine knappe Antwort, bevor er den ehemals kalten Türgriff in die Hand nahm und die Tür öffnete. Er ging nicht hinein. „Ist das ein Rendezvous oder eine Beobachtung?", fragte sie, während sie in den WcDonalds trat.Wahrscheinlich wollte er einfach vermeiden, dass sie wegrennt oder plötzlich eine Armee von Nosics und Conics und Cosics holt.
Er trat nach ihr in das Restaurant und Stille trat ein. Man hörte nur das leise Brummen von den Deckenlichtern. Die Götterfigur musterte diese. Eins flackerte, sehr leicht. Das schwächste der Lichterfamilie.
Eno lief rechts an ihr vorbei, zu den ordentlichen Tischen, glitt seine Hand über sie. Er schien nach Staub oder ähnlichem zu suchen, Huxley war sich aber nicht sicher. Sie sah sich für einen Moment um, bevor sie kurzen Anlauf nahm und hinter die Theke tauchte.
Exorcizamus te, omnis immunde spiritus
Omni satanica potestas
In nomini Jesu Christi
Vade retro Satana
Nunquam suade mihi vana
Sunt mala quae libras, ipse venena bibas
In nomini Jesu Christi



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