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Re: crossfire || Amary & ich
von malitsuki am 06.09.2019 16:32Alexey
Mein ganzes Leben lang war mir immer wieder eingebläut worden, dass es niemanden in meinem Leben geben durfte, geben konnte, für den es sich lohnen würde zu sterben. Ich kannte meine eigene Mutter kaum, meine kleinen Schwestern waren mir zwar irgendwie wichtig, sie zu beschützen wäre mir jedoch trotzdem nie in den Sinn gekommen und für meine "Freunde" würde ich, wäre es zu vermeiden, nicht einmal den kleinen Finger heben. Ich erwartete Loyalität von ihnen, nicht andersherum.
Nicht einmal für meinen Vater, der immerhin die wichtigste Person in meinem Leben war, würde ich mich selbst in Gefahr bringen. So war es mir beigebracht worden. Ich war viel zu wichtig für die Zukunft unserer Familie.
Deshalb verstand ich auch die Aufgabe nicht, die mir mein Vater aufgetragen hatte. Natürlich war die Tambowskaja ein ernstzunehmender Gegner, wenn es denn zu einem Krieg kommen würde und ich verstand auch, dass mein Vater sich in einer solchen Situation nur auf die loyalsten seiner Mit***er verlassen konnte, aber ich war dennoch der Meinung, dass er den Plan nicht richtig durchdacht haben konnte. Immerhin würde ich sterben können, ich würde gefangen genommen werden können. Ich hatte auch versucht ihm dies klarzumachen, aber mein Vater war stur geblieben. Durch mein russisches Erscheinungsbild und mein Verständnis der osteuropäischen Kultur und Sprache, erschien ich ihm wohl als ausgesprochen gelungene Wahl. Alle Proteste waren wirkungslos gewesen, weshalb ich jetzt, in einem normalen Passagierflugzeug, auf dem Weg nach Moskau auf meinen neuen Pass starrte. Alexey Danshov. Auch wenn ich meinen Mittelnamen behalten hatte dürfen, erschien mir die Konstellation verdammt ungewohnt. Man hätte mir auch gleich einen komplett anderen Namen geben können.
Seufzend blickte ich aus dem Fenster und versuchte den schnarchenden Engländer neben mir zu ignorieren. Da die Russen vermutlich nicht nur einen Hintergrundcheck ausführen würden, was meine neue Identität anging, wäre die Anreise in einem privaten Jet viel zu auffällig gewesen. Sogar ein Sitz in der Business Class war wohl nicht verhandelbar gewesen. Ich war jetzt also Alexey Danshov, ein 21 jähriger Russe, ursprünglich aus Jekaterinburg, der, nach dem Abbruch seines Literaturstudiums, Geld mit Undercover MMA-Kämpfen verdient hatte. Hätte man die Russen gefragt, hätten sie erzählt, dass ich, Alexey, eines Nachts an genau dem richtigen Ort zu genau der richtigen Zeit gewesen war. Sie hatten in mehreren Clubs nach talentierten Kämpfern gesucht und ich hatte das große Glück gehabt in genau so einem Club zu sein, als einer der einflussreichsten Capos, oder wie auch immer die Russen sie nannten, des Kartells ebenfalls dort gewesen war. Natürlich war das alles kein Glück. Ich hatte mich monatelang auf diese Nacht vorbereitet, hatte genau gewusst wann ich wo sein musste. Ich hatte die Kampfstile meiner Gegner studiert und mich in ewigem, hartem Training darauf vorbereitet sie zu besiegen. Die Russen waren genau in unsere Falle getappt, aber ich war an dem Abend auch wirklich ausgesprochen überragend gewesen.
Danach war es nur noch eine Frage von Minuten gewesen, bis mich ein Mann in einem schlichten Anzug angesprochen hatte. Mir wurde eine Summe angeboten, der ein armer Student, oder nicht-mehr-Student, niemals widerstehen könnte. Nachdem ich ihre dubiosen Verträge unterschrieben hatte, wurde ich in meine vermeintliche Heimatstadt geschickt um meine kläglichen Besitztümer zu holen. Jetzt war ich auf dem Weg zurück nach Moskau
Bis zu dem Moment, an dem ich aus diesem Flugzeug steigen würde waren alle meine Schritte geplant gewesen. Jeder Augenblick, jeder Atemzug, war einzig und allein darauf fokussiert gewesen, von der Tambowskaja entdeckt zu werden. Aber nach dem der erste Auswahlprozess beendet war, hatte niemand in Italien mehr gewusst was als nächstes geschehen würde. Ich hatte keine Angst. Vielleicht war ich ein bisschen nervös. Aber ich musste jetzt einen klaren Kopf bewahren.
Es dauerte noch eine halbe Stunde, bis wir gelandet waren und dann eine weitere bis ich endlich in der Ausgangshalle des Flughafens stand. Meine Ohren hatten bereits die ersten Fetzen russischer Worte aufgeschnappt und ich war erneut überrascht von der Leichtigkeit, mit welcher mein Gehirn sie verstand. Ich hatte, als ich vor fast vier Monaten nach Russland gekommen war, zwar theoretisch fließend russisch gesprochen, aber erst jetzt, nach dieser Zeit, merkte ich, wie viel leichter mir die Sprache nun über die Lippen kam. Ich war froh mein Sprachtalent noch etwas geölt haben zu können, bevor ich mich unter die prüfenden Augen der russischen Mafia begab.
Meine Augen wanderten suchend durch die Menschenmenge, bis ich ein Schild mit meinem Namen darauf sah. Ich ging auf den untersetzen Fahrer, dessen Augen hinter einer dunklen Sonnenbrille versteckt waren, zu und grüßte ihn. Er musterte mich abschätzend, schnappte sich dann meinen Pass, den ich noch in meiner Hand gehalten hatte, und betrachtete ihn prüfend. Er nickte forsch, gab mir das Dokument wieder und führte mich auf den Parkplatz vor dem Flughafen. Bevor mir überhaupt klar werden konnte, was der Mann tat, wurde ich in den Kofferraum eines bereitstehenden Wagen geschubst und die Klappe wurde hinter mir geschlossen. Ziemlich primitive Transportmet***, meiner Meinung nach, aber die behielt ich für mich.
Als wir nach einer ziemlich langen Fahrt endlich stehen blieben und ich aus dem dunklen Raum befreit wurde, atmete ich erleichtert aus. Ich war wirklich nicht gerne eingesperrt. Als ich mich in dem Parkhaus umsah, in dem wir geparkt hatte, fiel mein Blick auf den Mann der mich entdeckt hatte. Krasnikov legte seine Arme in einer väterlichen Umarmung um meine Schultern, was ihm etwas schwer fiel, da er immerhin deutlich kleiner war als ich.
"Alexey mein Freund. Wie schön, dass du es geschafft hast. Du hast den ersten Teil des Auswahlprozesses bestanden. Der zweite ist ein bisschen schwerer, hmm? Ein bisschen gefährlicher. Aber du bist bereit, nicht?"
Er grinste mich seltsam vertraut an und ich nickte leicht.
Während er mich durch die Gänge eines Hauses führte, plauderte der Mann weiter und weiter. Es dauerte eine ganze Weile bis wir schließlich in einer Art Halle angekommen waren. Sie war bereits ziemlich voll, Männer standen an den Wänden und mehrere große Stühle standen am Kopfende des Raumes. Ich nahm an, dass der Boss der Mafia und seine Vertrauten dort Platz nehmen würden.
"Es gibt vier Kandidaten. Ihr werdet euch aneinander messen, im Kampf. Am Ende wird nur einer überleben, ja? Ich bin mir sicher, dass du das schaffen wirst. Das Mädchen sucht am Ende aus. Versuch nicht erschossen zu werden, für mich gibts auch einen kleinen Bonus, wenn sie dich nimmt," raunte Krasnikov mir zu, bevor er mich in die Mitte des Saales stieß und sich dann zu den Männern an der Wand gesellte. Ich blickte mir meine Gegner an, drei Männer, allesamt deutlich älter und breiter als ich. Allesamt vermutlich etwas schwerfällig. Unwillkürlich seufzte ich. Maria steh mir bei.
Mella
Pjat, tschest, sjem, wosjem ... Wie viele waren es jetzt schon gewesen? Irgendwann hatte ich aufgehört zu zählen. Brachte doch sowieso nichts - es gab keine Zahl, die je beschreiben könnte, wie viele Bodyguards ich bereits gehabt hatte. Als ich noch ganz klein war, wollte mein Vater niemanden an mich heranlassen. Er war zu paranoid, um irgendwelche Männer zu engagieren, um auf mich aufzupassen - nicht mal meine Cousins ließ er mit mir allein. Im Nachhinein war das wohl auch besser gewesen, aber wie sollte man denn einem kleinen fünfjährigen Mädchen beibringen, dass es nicht mit seinen Cousins spielen darf? Es ... Es war eine merkwürdige Zeit gewesen.
Jetzt war zwar nichts leichter oder gar weniger merkwürdig, aber ... Es war machbar, ja. Man gewöhnte sich früher oder später daran.
"Melly. Mach dich bitte langsam fertig, ja?"
Stumm nickte ich. Zwar stand Papa vor der Tür, aber er wusste ganz genau, was meine Antwort war. Die meisten waren durchaus überrascht, wenn sie hörten, was für ein gutes Verhältnis mein Vater und ich hatten. Es kam niemandem so vor, als hätten wir viel gemein - ich hásste GewaIt und Ungerechtigkeit, die Arbeit meines Vaters sozusagen. Ein paar Mal hatte ich ihn dazu bringen können, mir einen Gefallen zu tun, aber diese eine Sache hatte ich ihm nie abringen können.
Irgendwann war es zur Tradition geworden, immer dasselbe Kleidchen zu tragen. Ein schwarzes, kurzärmliges simples Stoffkleid, kombiniert mit knielangen weißen Ringelsocken und einer silbernen Kette, graviert mit dem Namen meines Vaters. Sie baumelte seit meinem zehnten Geburtstag um meinen Hals, weil es für ihn seit damals unvermeidlich war, meine Identität zu verbergen.
"Das ist doch wirklich albern ...", seufzte ich leise und kratzte mich am Hinterkopf. Mein Vater hatte mir ein paar Akten über die neuen Anwerber zukommen lassen. Nichts Konkretes, weder ein Name, noch ein Foto, das Alter, irgendwelche Informationen ... Im Grunde genommen waren es lediglich die Eindrücke, welche die Männer meines Vaters von ihnen hatten ... Was allerdings trinkfester Junge mit 'nem Mundwerk das so groß wie seine Fäuste ist bedeuten sollte, würde ich schon gern wissen. Es klang nicht besonders ... Ansprechend.
Mit einem letzten Blick in den Spiegel verließ ich mein abgedunkeltes Zimmer. Es war größer als das, was ich bei Mom hatte, aber ... Irgendwie fühlte es sich immer noch kalt an.
"Papa ... Sind das alle?"
"Wenn sie dir nicht gefallen, dann haben wir noch einige Reservekandida-"
"Njet. Das ... Es sollen gar nicht mehr sein." Er schenkte mir dieses halbe Lächeln mit einem knappen, verständnisvollen Nicken. Das war es, was die meisten Menschen nicht begreifen konnten - er verstand. Natürlich, ein Mann, der über sechs Sprachen beherrschte, verstand sehr Vieles, doch ... manchmal eben auch nicht alles.
"Wie alt sind die Männer dort?"
"Ich weiß es nicht. Frag am besten Krasnikov. In fünf Minuten fangen wir an."
Krasnikov war ein netter Mann, selbst, wenn man das in der Tambowskaja nicht wirklich erwartete. Er war eben so nett, wie man in der russischen Mafia sein konnte (auch, wenn man das Wort Mafia nicht gern hier hörte). "Krasnikov ... wer sind diese Männer?"
"Ah, Mellinchen! Schön dich endlich zu sehen! Groß bist du geworden!"
Lachend verdrehte ich die Augen und ließ mich von meinem Onkel umarmen.
"Und ich war noch viel größer bei meinem Geburtstag vor zwei Wochen. Oder hast du den etwa schon wieder vergessen?"
"Es fühlt sich immer wie eine Ewigkeit an, wenn wir uns nicht sehen, mein Mädchen. Und, wenn ich dir heute jemandem empfehlen darf - du sagtest doch immer, dass du eine Vorliebe für Alexeys hast, mh? Ich kenne da einen vortrefflichen jungen Mann, wenn du verstehst."
"Natürlich, natürlich, aber es wäre unfair, wenn ich mich jetzt schon entscheíde. Nicht, dass hier irgendetwas fair läuft, aber ... Ich hoffe, dass ihr jedem hier klargemacht habt, worauf sie sich eigentlich einlassen. Da wir gerade dabei sind, wie-"
"Tut mir leid, Mel, aber ich glaube, dein Vater möchte langsam anfangen. Wir unterhalten uns später, okay?"
"Ich möchte Sie alle unter unserem Dach willkommen heißen. Mögen Sie Ihr Bestes geben und Sie werden die Möglichkeit bekommen, für uns zu arbeiten. Meine Tochter entscheídet, ob sie Ihnen vertraut oder nicht. Ihnen sollte bewusst sein, dass auch der kleinste Funke Misstrauen zu ihrem Tod führen wird ... Melly, Schatz, würdest du den Kampf eröffnen?"
Jedes Mal hielt er dieselbe Vorrede - wahrscheinlich konnte er sie schon rückwärts sprechen. Mit einem schwachen Kopfschütteln erhob ich mich von meinem Stuhl, gleich zur Rechten meines Vaters, und ergriff das Wort. "Also dann ... Ich möchte keine FoIter und kein unnötiges Hinauszögern sehen ... F-fangt an."
Ich wusste nicht, wie lange es gedauert haben musste. Zu lange, natürlich, das stand außer Frage, jedoch wollte ich die Details gar nicht erst wissen. Sie hatten sich bereits schlimm genug angehört.Wütende Schreie überall, das Knallen einer PistoIe und das gestresste Aufkeuchen, wenn man feststellte, dass keine Patronen mehr vorhanden waren. Mit der Zeit hatte ich gelernt, diese Geräusche eindeutig zu identifizieren; So gern ich auch so tun würde, als wenn sie nicht zu diesem Alltag gehörten.
"Das müsste ein neuer Rekord sein.", bemerkte mein Vater, woraufhin Dimitri stumm nickte.
"Ist überhaupt noch einer übrig?", fragte ich leise. Mein Blick hing immer noch an meiner Stuhllehne. Sein Rot war nicht annähernd so beunruhigend wie das Blutbad, was die Männer dort unten verrichtet haben mussten.
"Da.", antwortete mein Vater lediglich und deutete in die Mitte des Raumes.
"O-okay ... Wenn er kann, dann soll er vortreten."
Wortlos winkte mein Vater dem Mann zu, bevor er mir sanft eine Hand auf die Schulter legte.
"Es ist okay. Krasnikov und Nikita haben die anderen weggeräumt. Du kannst gucken, Mella."
Schwach biss ich mir auf die Lippe, zählte bis zehn und dann noch einmal bis fünfzig. Anschließend drehte ich mich um, mein Blick auf meine Zehen gerichtet, und trat vorsichtig nach vorn. Erst, als ich einen Meter vor dem Mann in den schwarzen Schuhen mit ausgefransten Schnürsenkeln stand, sah ich auf. "P-privjet.", brachte ich mit stockenden Atem heraus, bevor ich ihm die Hand reichte.
"Mein Name ist Mella. W-willkommen an Bord. N-nun sag ... Wer bist du?"
Alexey
Ich hatte nicht erwartet, dass mir die W'affe gegeben werden würde, aber ich nahm die Pistole dankbar entgegen. Ich war ein passabler Schütze. Methodisch ließ ich das Magazin des alten Revolvers, der mir gegeben worden war, zur Seite schnellen und zählte drei Patronen. Ich hatte sechs erwartet, immerhin war es ja ein Revolver, aber drei machten mehr Sinn. Ein Schuss für jeden Gegner.
Ich schenkte dem Boss nur die Aufmerksamkeit meiner Ohren, während ich mich im Raum nach einem geeigneten Versteck umsah. Der größte Teil der Halle war karg, aber an einem Ende waren große, marmorne Säulen angebracht. Während der Mann seine kleine Ansprache beendete, glitt ich leise zu diesen hinüber. Die anderen drei Männer blickten gespannt nach vorne. Was für große Idioten.
Kaum war ich hinter einer der Säulen abgetaucht, ertönte eine weibliche Stimme. Vermutlich die Tochter. Ich lehnte meinen Kopf an den Marmor hinter mir und lauschte nur. Sie kam mir vor wie ein ganz schönes Prinzesschen. Vermutlich eines dieser Mädchen, die von ihren Vätern viel zu sehr verwöhnt worden waren. Langsam atmete ich aus, dann wieder ein. Als ihr Signal zum anfangen ertönte, erfüllten fast sofort Kampfgeräusche die Luft des Raumes. Jemand keuchte auf, vermutlich im Schmerz. Erst als ich das erste Klicken eines leeren Magazins hörte, lugte ich hinter meiner Säule hervor. Einer der Männer stand in der Mitte des Raums und blickte fassungslos und wütend auf seine Pistole. Er hatte wohl ebenfalls sechs Kugeln erwartet. Die anderen Männer entdeckte ich den Bruchteil einer Sekunde später. Der eine schien bereits unschädlich, denn der andere benutzte seinen Körper als eine Art Schutzschild. Jedoch verdeckte er sich selbst nur vor dem Mann in der Mitte des Raumes. Ich legte an, stabilisierte meinen Arm und schoss in die Brust des Mannes, der eben noch so auf sein Magazin fokussiert gewesen war. Dann wandte ich mich so schnell wie möglich um und zielte auf den, hinter dem dritten, am Boden hockenden Mann. Dieser schoss grade blind in die Richtung des Mannes den ich grade erschossen hatte. Das war ja zu einfach. Ich versenkte meine zweite Kugel seitlich in seinem Schädel. Er sackte in sich zusammen.
Lässig, jedenfalls nahm ich an, dass ich lässig aussah, das Adrenalin war immer noch ziemlich präsent in meinen Blut, trat ich hinter meiner Säule hervor.
Auf der Tribüne vor mir wurden ein paar Worte ausgetauscht, aber das Mädchen blickte nicht einmal in meine Richtung. Sie sah nur krampfhaft auf ihren Stuhl. Meine Güte, warum war sie überhaupt dabei, wenn sie sich das Spektakel nicht einmal ansah? Unruhig stand ich vor den Männern und dem Mädchen und wartete darauf, dass etwas geschah. Irgendetwas. Aber sie tuschelten nur unter einander. Das Mädchen wisperte irgendetwas und dann, endlich, richtete sie sich auf und kam auf mich zu, den Blick gesenkt. Ich war mir nicht sicher wie ich damit umgehen sollte, dass sie auf mich zukam. Zuhause bestimmte die Hierarchie sehr strikt wie man sich zu grüßen hatte. Ich musste meinem Vater gegenüber Demut zeigen, alle anderen Familienmitgli'eder standen unter mir.
Bevor ich noch weiter grübeln konnte, hatte mich das Mädchen erreicht. Sie hielt mir ihre Hand hin und stellte sich vor. Kurz überlegte ich, ob, würde ich jetzt etwas zu italienisches tun, ich sofort auffliegen würde. Was wäre wenn mein nächster Schritt mich sofort als Spitzel dastehen lassen würde? Aber dann wurde mir klar, dass, würde ich mich gegen eine respektvolle Geste ent***nd falsch liegen, ich ebenfalls in großer Gefahr schweben würde. Und eine übertriebene Begrüßung könnte mir, würde sie denn falsch sein, auch als Unwissenheit ausgelegt werden. Und so ergriff ich die Hand des Mädchens und ließ mich langsam auf ein Knie sinken. Ich hielt mich davon ab ihre Hand zu küssen, denn das war wirklich sehr italienisch, und betete stattdessen, dass diese Geste wenigstens akzeptiert, wenn nicht sogar erwartet war. In mir regte sich etwas, dass wohl als Wut oder Genervtheit zu verstehen war. Ich sollte nicht vor diesem Mädchen knien, sie stand unter mir, sie war eine Frau verdammt nochmal. Und ich war der Erbe der Cosa Nostra. Ich schluckte die Bitterkeit in meiner Kehle hinunter. Nun war nicht die Zeit für einen Anfall von giftigem Stolz.
"Mein Name ist Alexey Danshov. Es ist mir eine Ehre hier zu sein," antwortete ich auf die Frage des Mädchens. Dabei fühlte ich mich wieder sicherer obwohl ich immer noch kniete. Krasnikov hatte mir gesagt, dass es in einer formellen Umgebung wichtig war, meine Dankbarkeit auszudrücken. Fast musste ich spöttisch grinsen. Meine Dankbarkeit, dass ich nicht lachte. Wütend verbannte ich meinen Spott in die hinterste Ecke meines Kopfes, ebenso wie meinen Stolz. Ich konnte mich jetzt nicht ablenken lassen.
Mella
Wenigstens war Vaters Ausschussverfahren jetzt mehr oder weniger vorüber. Zumindest war die Wahrscheinlichkeit, dass der Junge überleben würde, mittlerweile recht groß. Zwar war das Oberhaupt der Tambowskaja durch und durch skeptisch zu jedem Zeitpunkt (und besonders, wenn es seine Familie betraf), doch ... Von jetzt an sollte es leichter sein. Hoffentlich.
Er sah wirklich ziemlich jung aus, kaum älter als ich, jedoch ließ die Tatsache, dass er drei Männer ohne mit der Wimper zu zucken umgebracht hatte, ihn um ein Vielfaches älter erscheinen. Jeder normale Mensch - besonders in dem Alter - wäre doch allein bei dem Gedanken, auf jemand anderen zu schießen zusammengebrochen ... Oder?
"Danshov ...", murmelte ich leise und hob verwirrt die Augenbraue, als er vor mir in die Knie ging. Es war schon so lange her, dass ich einem Fremden die Hand gegeben hatte ... War das so normal? Es ... Kam mir nicht so vor, doch vielleicht wusste er auch einfach nicht, wie er sich sonst ausdrücken sollte. Für viele Normalbürger wäre so eine Situation überfordernd. Sein Gesicht kam mir nicht sonderlich bekannt vor, also konnte er aus keinem unserer Zirkel stammen.
"Steh auf.", forderte ich schließlich leise, da ich selbst nicht ganz wusste, wie ich mit diesem Verhalten umgehen sollte.
"D-du bist schließlich mein Bodyguard ... Von da unten kannst du mich nicht beschützen."
Lachend klopfte Krasnikov erst Alexey und dann mir auf die Schulter.
"Wo sie recht hat, hat sie recht! Du willst doch nicht gleich an deinem ersten Tag einen schlechten Eindruck hinterlassen, was, mein Junge?" "Komm, Melly, zeig ihm am besten mal seinen Raum. Du hast noch eine halbe Stunde bevor du zu Fräulein Katherina gehst."
Knapp nickte ich und bedeutete meinem neuen Bodyguard, mir zu folgen.
"Fräulein Katherina ist ein Modegeschäft. Es ist in der Nähe, vielleicht eine Viertelstunde mit dem Auto. Heute wird also kein schwerer Tag.", informierte ich ihn geistesabwärtig. Wahrscheinlich wäre es besser, ein anderes Thema zu wählen, aber ... Das hier war immerhin sein Job, nicht wahr? Also war es nur fair, ihm wenigstens ein bisschen zu helfen.
"Danach kannst du noch einen Happen essen, wenn du magst, aber ich weiß nicht, ob du Essen von draußen mitbringen kannst. Sagen wirs so, mein Vater traut den meisten lokalen Geschäften nicht ... So wie den meisten Leuten, ehrlich gesagt."
War das zu viel? Oder ... Falsch? Allerdings müsste es eigentlich mehr als normal sein. Die meisten in diesem Geschäft trauten nichts und niemandem.
Die verschachtelten Gänge des Hauses waren mir mittlerweile so vertraut, dass es mir beinahe lächerlich vorkam, wie sich meine Lehrer jedes Mal aufs Neue verirrt hatten, wenn sie versuchten, mir Zuhause etwas beizubringen. Schon als kleines Kind hatte ich das Wirrwarr der scheinbar nicht endenden, türlosen Flure entknäuelt; Doch, wenn man eine Menge Fantasie und genug Zeit sowie Neugier besaß, war alles möglich.
"Versuch am besten gleich, dir den Weg einzuprägen. Ich hab zwar eine Karte von diesen Hallen gemalt, aber ..."Mit einem kleinen Lächeln schüttelte ich den Kopf und trat auf die eiserne Tür zu.
"Wenn du mit so etwas rumlaufen würdest, wirst du am Ende vielleicht noch erschossen. Die Lektion durfte mein Geigenlehrer ziemlich früh lernen."
Mit einem Ruck drückte ich die Klinke, welche manchmal ein wenig klemmte, herunter, und stieß die Tür langsam nach innen auf. Das grelle Licht flackerte anfangs, aber nach kurzem Gewöhnen stach es nicht mehr so sehr in den Augen.
"Das ist dein Zimmer. Ich weiß, es ist nicht besonders schön, aber ... Wenn mein Vater denkt, dass du deinen Job gut machst, kann es eigentlich ganz gemütlich hier werden. Mein letzter Bodyguard hatte einen Fernseher und einen Schreibtisch und was nicht alles hier drinnen, also ... J-ja."
Gott, warum war das alles hier nur so- Himmel.Es war merkwürdig.Wieso war es so merkwürdig beklemmend?
"Und wie du siehst, haben wir hier noch eine Tür ... Das ist mein Zimmer. Der Schrank in der Ecke deines Zimmers ist übrigens nicht echt, da hinter ist eine Durchgangstür zu meinem Zimmer. Wenn du willst, kannst du dich erst einmal ausruhen und umziehen, dann- ... Oh. Uhm, j-ja. Was ich vergessen hab zu sagen - du kannst ruhig mit mir reden, okay? Wir werden hoffentlich eine Weile miteinander auskommen müssen, also wenn etwas ist oder du Fragen hast, nur raus damit, ja?"
Alexey
Sobald das Kommando dazu kam, richtete ich mich langsam auf. Das Mädchen versuchte wohl einen Witz zu machen, aber ich war nicht besonders amüsiert. Warum sollte ich sie in einem Raum voll ihrer Untergebenen beschützen müssen? Respektierten die Russen einander einfach nicht? Ob es an meiner ständigen, unterschwelligen Nervosität lag, oder an meine gereizten Nerven, war mir nicht klar, aber das Geschnatter des Mädchens ging mir enorm gegen den Strich. Zuhause in Sizilien würde es niemand wagen mich so vollzulabern. All meinen Freunden war bewusst wie sehr ich Präzision schätzte.
Ich schnappte das Wort "Modegeschäft" aus dem Redeschwall des Mädchens, der konstant über mich schwappte wie Wellen, auf und war kurz davor aufzulachen. Ich sollte sie in ein Modegeschäft begleiten? Nun es machte natürlich Sinn, denn ich musste ja auf sie aufpassen, aber dieses Anliegen erschien mir trotzdem ziemlich zivil. Aber gut, vermutlich hatte sie nichts Besseres zu tun. Sie war ja wohl kaum die Erbin des Kartells und musste sich nicht auf ihre Zukunft vorbereiten. Sie würde irgendeinen Oligarchen heiraten und bis an das Ende ihres Lebens in irgendwelchen überteuerten Modegeschäften einkaufen gehen. Ein schönes, simples Leben. Jedenfalls wenn ich es nicht in einem Wutanfall beenden würde, was gar nicht so abwegig war. Das Mädchen redete immer noch.
Bedauernd musste ich feststellen, dass ich mich tatsächlich nicht auf unseren Weg konzentriert hatte. Gefährliche Unachtsamkeit. Ich musste mich in diesem Gebäude auskennen. Sie faselte noch etwas von Geigenlehrern und Karten, aber meine Gedanken schweiften schon wieder ab. Unvermittelt fühlte ich ein Verlangen nach der Küste Siziliens, nach der stechenden Sonne und dem knirschenden Sand. Stattdessen öffnete das Mädchen jetzt einen Raum. Meinen Raum, laut ihr.
Er war unglaublich hässlich.
Ich hörte dem Mädchen dabei zu wie sie von dem Raum ihres vorherigen Bodyguards erzählte, und mir erklärte, dass ich nichtmal einen funktionstüchtigen Schrank haben durfte, weil normale Türen anscheinend auf einmal vollkommen inakzeptabel waren. Als sie mir "erlaubte" zu sprechen, war ich unglaublich kurz vor einer sarkastischen Bemerkung. Ich verkniff sie mir grade noch so und stieß einfach ein karges "Okay" aus. Ich stand nah an dem Mädchen, fast direkt vor ihr, und sah auf sie hinunter. Sie war wirklich hübsch. Hätte ich sie in Italien gesehen, hätte ich ihr den Mund zugeklebt und sie einfach ein bisschen bewundert. Und dann noch ein paar andere Sachen mit ihr angestellt, im Zuge derer ich ihren Mund vielleicht wieder hätte befreien müssen. Aber jetzt stand dieses Mädchen so weit über mir, sie war so verdammt unerreichbar. Es war ganz schön frustrierend für mich. Aber für mich war auch noch nie etwas unerreichbar gewesen. Ich mochte das Gefühl ganz und gar nicht.
"Ich ziehe mich jetzt um. In," ich blickte auf meine Armbanduhr, "fünfzehn Minuten werde ich in deinem Zimmer sein," sagte ich mit kalter Stimme. Der Tonfall war fast schon unhöflich, aber eben nur fast. Es war die einzige Sättigung meiner Wut die ich mir erlaubte. Dann verschwand ich in "meinem" Zimmer und schloss die Tür hinter mir.
In einer kleinen Kommode fand ich eine schwarze Hose und ein schwarzes Shirt, beides in mehreren Größen. Ich streifte mein altes Hemd und meine Leinenhose ab und zog mir die schwarze Kleidung an. Dann verstaute ich alles und sah auf meine Uhr. Noch sieben Minuten. Unwillkürlich ließ ich meinen Blick durch den kläglich eingerichteten Raum schweifen. Besonders viele Möbel gab es nicht, nur ein Bett, meine Kommode, den falschen Schrank und ein Bücherregal. Außerdem eine kleine Badecke, die mit einem Vorhand vom restlichen Zimmer getrennt war. Seufzend fuhr ich mir durch die Haare. Die nächsten paar Monate würden wirklich anstrengend werden...
Als die 15 Minuten vorbei waren betrat ich das Zimmer des Mädchens unangekündigt durch die Verbindungstür. Immerhin war ich ihr Bodyguard und es hätte ja sein können, dass sie in Gefahr schwebte. Zufrieden grinste ich in mich hinein. Wenigstens ein bisschen unhöflich konnte ich sein.
Mella
Es hätte schlimmer anfangen können. Zwar auch definitiv besser, aber dafür, dass ich noch nie jemand so jungen hatte, der auf mich aufpasste, lief das doch ganz gut. Eigentlich sollte sein Alter keine große Rolle für mich spielen, aber ... Wie sollte man sich denn sonst verhalten? Es- Ich war es einfach nicht gewohnt, mich von jemandem, mit dem ich theoretisch befreundet sein könnte,beschützen zu lassen. Davon abgesehen hinterließ dieser Alexey eine merkwürdige Gänsehaut auf mir, doch ... Das könnte genauso gut die Nervosität sein, nichts sonst weiter. Es war eine ungewohnte Situation, mit der ich schon irgendwie klarkommen würde. Ihm ging es damit ja sicherlich nicht anders, schließlich schien er in seinem Alter noch keine weitere Erfahrung in diesem Business zu haben. Ob das nun besser oder schlechter für ihn war, würde sich zeigen. Auch, wenn es vermutlich das Beste gewesen wäre, wenn er gar nicht erst eine Stelle an diesem Ort angetreten hätte.
"In Ordnung. In fünfzehn Minuten."
Sein Ton überraschte mich. Keiner der Männer meines Vaters sprach so mit mir, geschweige denn die meines Vaters. Ob er es nun darauf anlegte oder lediglich nicht wusste, wie herrisch er tatsächlich rüberkam ... Es war egal. Es war sein erster Tag, der zum Glück sowieso bald vorbei sein würde. Es war okay, ja. Das- Wir waren beide schon ein klein wenig geschafft, huh?
Viel mehr brauchte ich von ihm auch gar nicht, um mich in mein Zimmer zu verziehen. Mit einem leisen Seufzen warf ich mich auf mein Bettund starrte an die Decke. Mit ein bisschen Glück (oder Pech, je nach dem, wie man das alles sah) würde Alexey sogar mein kleinstes Problem sein. Da war immer noch die Sache mit Japan und China. Warum mein Vater mich unbedingt dabei haben wollte, würde ich wohl nie verstehen. Ich bezweifelte, dass er versuchen würde, mich zu verheiraten - wir wussten schließlich ganz genau, dass das nie passieren würde - aber ... Seine Pläne waren mir ohnehin schIeíerhaft, da er aus Gewohnheit immer die wichtigsten Details ausließ, selbst (oder gerade) wenn diese mich betrafen.
Der kurze Blick auf mein Handy zauberte mir ein kleines Lächeln ins Gesicht. Zwei neue Nachrichten -eine von Mama und eine von Tanja.
Na Schatz, wie ist es gelaufen? Hast du einen guten Ersatz für Mitja gefunden? und Ich glaube so ein Kleid würde dir echt gut stehen!. Während ich Tanja lediglich einen Smiley schickte, bekam meine Mutter wie immer ein nettes kleines Update darüber, wie es mir denn eigentlich so ging. Die meisten Kinder in meiner Position hatten wahrscheinlich keine Mutter mehr, also ... Wenigstens in der Hinsicht konnte ich mich glücklich schätzen. Leider hörte die Glückssträhne da auch schon langsam auf.
"Wahrscheinlich sollte ich mich umziehen ...", murmelte ich zu mir selbst und warf einen Blick in den Spiegel. Es war kein auffälliger Look, aber etwas Bequemeres wäre vermutlich besser, wenn ich bedachte, wie ungewöhnlich die Stoffe bei Katherina meistens waren. Bei meinem Pech würde sie mich auch noch in ein Korsett zwingen, also sollte ich meine "Freizeit" wohl ein wenig ausnutzen.
Meine Wahl fiel ziemlich schnell auf einen weißen Jumpsuit mit roten Blüten, welcher noch ein ganzes Stück kürzer war als mein Kleid. Da ich ihn allerdings sowieso nicht lang auf den Straßen tragen würde, konnte mir da ja herzlich egal sein.
Meine Kette verstaute ich ordentlich in meinem kleinen, runden schwarzen Schmuckkästchen, bevor ich meine Ballerinas abstreifte und Sneakers hervorkramte.
Ich hatte mich gerade meines Kleides entledigt und meiner Mutter ein kurzes Update gegeben, was unsere Verabredung für Samstag anging, als ein gewisser junger Mann unverhofft herein schneite.
"Spínnst du?" Ohne es mitzubekommen, war meine Hand in sein Gesicht geschnellt, noch bevor meine andere Hand realisiert hatte, dass es eine gute Idee wäre, nach der Decke zu greifen.
"Klopf' demnächst! Ich bin sofort fertig. Bis dahin wartest du. Draußen. U-und ich will keinen Mucks von dir hören."
Sonderlich einschüchternd kam ich bestimmt nicht rüber, so halb in meine fliederfarbene Hello Kitty Kuscheldecke, die mir mein Vater zum zehnten Geburtstag geschenkt hatte, eingehüllt.
"W-worauf wartest du, Alexey? Raus!"
crossfire || Amary & ich
von malitsuki am 06.09.2019 16:30Keine Ahnung, ob wirs sofort weiterschreiben oder erst mal on hold setzen, aber ich save es schon mal :)
Steckbriefe
Name: Dario Alexey Saraceno
Alter: 21
Aussehen: 1,91 m groß, schwarze Haare, Haa'rschnitt ungefähr so: http://www.fanpop.com/clubs/leonardo-dicaprio/images/19374080/title/leonardo-dicaprio-photo , blau-graue Augen, Augenbrauen und Nase auch vorhanden, definiertes Gesicht, breite Schultern, weites Lächeln.
Sonstiges: Spricht Russisch und Italienisch und ein bisschen Englisch, tiefe Stimme, nicht besonders nett, relativ guter Kämpfer, aufbrausend
Name: Mella Krushnikov, kurz Mel oder Melly
Alter: 19
Aussehen: https://cdn1.thehunt.com/app/public/system/note_images/13105526/note_view/9d8cbcdb30f5ab6a82e6585a21462123.jpeg
Sie ist 1,70m groß. Zwar sieht sie auf dem Bild "tough" (oder so xD) aus, aber meist trägt sie farbenfrohe Kleidung, auch gern Kleidchen und Blumenprint und was nicht alles.
Sonstiges: Sehr sprachen- und kulturinteressiert, dem Geschäft ihres Vaters leicht abgeneigt; liebt dennoch ihre Familie. Ist außerdem musikalisch sehr begabt und treibt gern Sport. Das einzige Problem ist, dass sie nicht sonderlich stark ist - aber dafür bekommt sie ja ihren Bodyguard ;)
Re: let me hold you || Luxa & Ich
von malitsuki am 06.09.2019 16:27[Aye feel u, wird immer schlimmer und schlimmer xdd Keine Sorge, lass dir Zeit ^^ Viel spaß i hope? Kursfahrt? :3]
Mella
Das Wasser war wirklich unfassbar kalt! Hatten die anderen zufällig noch ein paar Eiswürfel reingeworfen? Sawyer würde ich das definitiv zutrauen, möglicherweise sogar ein paar Kühlakkus oder Flaschen. Zum Glück tat er das nicht im Pool! Tatsächlich hatte er ja einmal versucht, uns weiszumachen, dass wir in 4 Grad kaltem Wasser schwimmen sollten - schließlich würde uns das beim Training so viel weiterbringen! Dann war Wasser immerhin am dichtesten und würde somit am meisten Widerstand leisten. Dass das eventuell nicht so gesund sein könnte, war ihm wohl kurz entfallen. Das kälteste Wasser, in dem wir einmal für ganze zehn Minuten geschwommen waren, war vermutlich zwölf Grad warm gewesen - und was er sich dabei gedacht hatte, wusste ich genauso wenig. Sawyer dachte manchmal einfach nicht genug nach.
Aber wie es aussah, lohnte sich diese Abhärtung ja trotzdem irgendwie! Jeremy hatte definitiv ein paar mehr Startschwierigkeiten, aber wenn ich den jump serve schaffte, dann konnte er sich auch an dieses Wasser gewöhnen. Zumal er ja langsam fast so weit hier drinnen war wie ich!
Ah, und jetzt schien er wohl mitbekommen zu haben, dass Augen zu und durch die beste Methode war. Allerdings-
"Aaah! Jeremy, deine Hände sind kal- Aaah!" Und schon lagen wir im Wasser. Da hatte er doch wirklich meine "Dróhung" gegen mich gewandt, was? Hilfe, so war das Wasser aber wirklich nochmal ein Stück kälter.
"Kyaah! Das ist echt superkalt! Und das sag ich schon als Wasserratte! Wie kanns denn sein, dass du nicht wie am Spieß schreist,mh?Was ist dein Gehei- Whoaa!"
Das- Moment. Warum war sein Arm denn nur so warm?
"Waaas? Wie kanns denn sein, dass du so heiß bist?"
Jeremy war wirklich unfassbar warm, während meine Lippen jetzt schon leicht zitterten. Schlimm war es natürlich nicht, ich musste mich nur ein wenig daran gewöhnen, aber- Wow. Das ... War wirklich ziemlich ungewöhnlich.
"Wie wärs mit noch einer Umarmung, hmm? Wenn du schon so ein Heizstrahler bist!", meinte ich lachend und legte meine Arme um ihn. Ich versuchte natürlich, mich nicht allzu sehr an ihn zu kuscheln (weil das wirklich ein wenig merkwürdig sein würde), aber ... Himmel, war er warm!
"Nyaah, sorry, ich geh ja schon weg. Okay, also ... Ah! Jaa, wir kommen gleich rüber zu euch schwimmen! Ich muss Jeremy nur noch schnell was zeigen!"
Grinsend ging ich ein wenig in die Knie, damit ich bis zu den Schultern unter Wasser stand.
"Okay, also ... Ich zeig dir mal, wie man eine WasserpistoIe mit den Händen macht, damit die andern dich nicht sofort fertig machen!" Zwar waren alle im Team relativ freundlich, doch sie konnten schon manchmal ziemlich angriffslustig werden (wenn auch gegenüber alles und jedem, diese Spielgefechte machten einfach zu viel Spaß). Davon abgesehen war es ein ziemlich cooler Trick, auch, wenn ich eine Weile dafür gebraucht hatte.
"Jetzt bin ich hier die Lehrerin! Also okay, hör gut zu! Leg deine Hände aufeinander und drück sie fest zusammen. Dann geh damit unter Wasser, öffnete sie minimal und drück sofort zu - ungefähr so!"
Mit einem belustigten Grinsen schoss ich den Strahl direkt in sein Gesicht. "Haha, sorry - kleine Revanche für den wunderschönen Ball den du mir freundlicherweise ins Gesicht gehauen hast!"
Aw, das nahm er doch nicht etwa zu ernst, oder? Sein leicht beschämtes Gesicht verriet mir da jedoch etwas ganz anderes ...
"S-sorry, das war nur ein Witz, ehrlich. Ich hab schon viel schlimmeres ins Gesicht geknaIIt bekommen und bisher ist meine Nase noch kein einziges Mal gebrochen! So, und jetzt du ... Einfach unter Wasser mit den Händen und dann zudrücken! Kann sein, dass du dir manchmal selbst ins Gesicht dabei schießt, ist vollkommen normal." Hilfe, das war mir wirklich so oft passiert! Sawyer hatte sich daraus immer einen ganz schönen Spaß gemacht, aber seitdem ich zurückschlagen konnte, musste er sich ganz schön drauf konzentrieren, nicht zu viel Wasser zu schlucken. Man sollte mich eben nicht zu sehr unterschätzen -sollte er selbst ja wissen, so lange, wie er mich jetzt schon kannte!
Re: let me hold you || Luxa & Ich
von malitsuki am 06.09.2019 16:26[Bleeh. I don't wanna graduate this year >.< Haha nice. Ich vergesse meistens am Tag was zu essen und dann fällt's mir eben 3 Uhr morgens ein ^^" Jap, absolut! D:]
Jeremiah
Lustige Zeiten, huh? Nun, sicher gab es schlimmere Dinge, als im Sportúnterricht vor viel zu vielen halbwegs bekannten Leuten einen Ball ins Gesicht zu bekommen - aber es gab auch angenehmeres. Klar passierte sowas beim Training ab und zu, aber vor dem Team war es weniger peinlich als vor einer Klasse. Außerdem war es im Volleyball wohl irgendwie ein ungeschriebenes Gesetz, dass jeder der professionell spielte mindestens einmal einen Ball ins Gesicht bekam. Eine Art Initiationsritual vielleicht. Damit hatte Melly sich dann wohl offiziell qualifiziert, richtig? Zumindest war ich froh, dass sie sich nicht wehgetan hatte. Das hätte dem schönen Picknick einen ganz schönen Dämpfer verpasst. So allerdings.. wurde es immer besser und besser, nicht wahr? Alle anderen hatten das Essen bereits ausgiebig geplündert und waren mittlerweile dazu übergegangen, sich gegenseitig im See zu ertränk- ...ein Wettschwimmen zu veranstalten! Ich konnte nicht wirklich ausmachen wer im Moment vorne lag, aber eigentlich war es mir auch ziemlich egal. Hauptsache, ich bekam noch ein paar Minuten länger alleine mit Melly. Sie mochte meine Gesellschaft wohl, ja? Ich jedenfalls mochte ihre.
Lächelnd betrachtete ich sie - mittlerweile hatte sie sich entspannt auf den Rücken gelegt. Ob sie eigentlich wusste wie unglaublich gut ihr der Bikini stand? Nein, wahrscheinlich nicht. Melly kam mir zu unschuldig vor um sich ihrer Wirkung auf andere bewusst zu sein. Allerdings war es mit ziemlicher Sicherheit der Bikini, den sie gestern erst gekauft hatte - sie sah wirklich süß darin aus. Zum Glück waren ihre Augen im Moment geschlossen, sonst könnte sie mein idiotisch glückliches Lächeln sehen.
"Hah, meinst du wirklich ich könnte einfach so bei euch in der Halle vorbeischauen? Dann hättet ihr garantiert was zu lachen. Wahrscheinlich schwimme ich ganz furchtbar langsam verglichen mit dir." ,überlegte ich lachend, aber die Idee war eigentlich gar nicht schlecht. Ich hatte zwar selbst oft Training, aber dann auch wieder nicht so oft. Und für Melly würde ich wohl immer noch irgendwie ein wenig Zeit finden, selbst wenn es bedeutete, dass ich meine Hausaufgaben dann erst abends oder nachts machen könnte.
"Es gibt doch beim Schwimmen bestimmt auch ein paar beeindruckende Tricks, die du mir beibringen könntest."
Lächelnd legte ich mich neben Melly auf die Decke. Vielleicht etwas zu nah, aber das war ein ganz bestimmt unbeabsichtigter Zufall. Mit einer Hand angelte ich mir ein paar Weintrauben - der große Vorteil bei einem Picknick war, dass sich ständig irgendwo Essen in Reichweite befand. Ich wollte schon anfangen Melly damit zu bewerfen, als ich die leise Melodie wahrnahm.
"Ach, musikalisch begabt also auch noch, huh? Du beeindruckst mich immer mehr heute.", stichelte ich sanft, als sie nach einer Weile eine kurze Pause machte. Das Lächeln konnte ich allerdings trotzdem nicht ganz von meinen Lippen verbannen.
"Was auch immer das ist, es klingt schön. Vielleicht, uhm, würdest du.. ich meine, du spielst Gitarre, oder? Ich weiß nicht ob jemand eine mitgebracht hat, aber... gibst du dann ein kleines Konzert? Bitte?"
Vielleicht lag es daran, dass ich selbst so unmusikalisch war, aber ich konnte nicht anders als Melly darum zu bitten. Es war mir ein Rätsel wie es möglich war, ein Instrument zu spielen und dabei gleichzeitig zu singen. Aber offensichtlich war es machbar, und dabei zuzusehen bereitete mir immer wieder eine ganz besondere Freude. Nun, und wenn es dann noch Melly wäre..
Nach wie vor lächelnd drehte ich mich auf die Seite, um sie richtig ansehen zu können. Es sah vermutlich lächerlich aus, aber ich hatte sonst nicht gerade viele Gelegenheiten puppy eyes zu üben und ich gab mir hier wirklich wirklich Mühe!
"Biiitte?"
[Feel u, der Gedanke is gruselig xdd Whoaaas wie kann man das vergessen, ich ess 24/7 xD Blödes Spiel xdd]
Mella
Es war echt unglaublich warm hier draußen. Klar, wir hatten noch Spätsommer und alles, aber eine weitere Abkühlung könnte ich trotzdem wirklich noch gebrauchen. Das schrie ja schon fast nach einem Wettschwimmen. Mit Sawyer, Mia oder Elly? An sich natürlich mit ihnen allen, aber mit irgendwem musste ich ja anfangen. Wahrscheinlich sollte ich mir Sawyer für den Schluss aufheben, da ich das sowieso verlieren würde, selbst, wenn ich alles gab (und bei Sawyer war das ja einfach ein Muss).
Vielleicht würde es ein kleiner Drink aber auch erst mal tun. Hatte denn nicht jemand zufällig sogar eine Kühltruhe mit? Aw, hatten wir möglicherweise sogar Eis mit dabei?
"Ach, musikalisch begabt also auch noch?"
Huh? Das- Oh. Da steckte die Melodie also nicht nur in meinem Kopf fest, sondern wollte auch unbedingt nach draußen, was? Hoffentlich störte es Jeremy nicht. Wenn, dann würde ich natürlich aufhören, ohne Frage, aber es war schwer, so etwas einfach mal eben abzustellen. Es war so etwas, das man nicht wirklich kontrollieren-
Moment. Er mochte es? Mit einem nervösen Lächeln richtete ich mich leicht auf und arrangierte mich mit meinem Bikinitop. Zeit zum Sonnen würde ich jetzt wohl eh nicht mehr haben.
"Eh- ... E-ein Konzert? Ich weiß nicht so recht." Verlegen kratzte ich mich am Hinterkopf und biss mir leicht auf die Lippe. Es- An sich wäre es ja kein Problem, schließlich hatte ich schon mal vor ein paar anderen Menschen performt, allerdings ... Einfach so, hier, bei diesem Picknick? Eine Gitarre hatte vermutlich sowieso niemand aus dem Team mit, schließlich brauchten wir all den Platz für Essen und Trinken.
"Ehm, also ich ... Ehrlich gesagt ist der Song noch nicht einmal fertig, sind einfach nur ein paar Verse die ich irgendwie nicht fortsetzen kann."
Seit wann waren seine Augen so groß und unschuldig? Er ... Himmel. Er sah genauso aus wie Hannah, wenn sie versuchte mich davon zu überzeugen, sie noch eine Stunde länger aufbleiben zu lassen. Oder aber wenn Sawyer versuchte, sich ein paar Kekse von mir zu klauen. Genauso, wie wenn Nixon-
"Also ... Ich- Eine Gitarre hat wahrscheinlich keiner mit, aber ich glaube, dass vielleicht Hanna oder Kai eine Ukulele mithaben! Ist zwar nicht 'ne Gitarre, aber was Ähnliches kann man damit auch machen. Also, falls du wirklich gern was hören willst."
Nervös lachte ich auf und schnappte mir ein paar Weintrauben.
"Erwarte lieber nicht zu viel. Manchmal treffe ich die Töne ganz gut und ... Na ja, manchmal einfach überhaupt nicht, haha. Aber Musik soll ja Spaß machen und nicht nur schön klingen, richtig?"
Zumindest hatte das unser Musiklehrer immer gesagt, um uns zu motivieren, wenn wir mal wieder unmögliche Lieder zu singen hatten. Manche Melodien waren so schwer, dass man sie weder hoch noch tief singen konnte, weil manche Töne einfach viel zu weit außerhalb dem eigenen Frequenzbereich lagen. Man konnte zwar ein bisschen daran arbeiten, aber gewisse Sachen konnte man einfach nicht ändern, egal, wie oft man übte und wie viel Herzblut man hineinsteckte.
"Also wie gesagt, wenn du willst, kann ich sie später mal fragen. Aber!"
Grinsend stand ich auf und nahm seine Hand, zog ihn auf die Beine.
"Jetzt gehts erst mal baden! Wir sind ja nicht umsonst an den See gegangen. Komm schon, Jeremy, jetzt mach ich dich nass!"
Eine Abkühlung konnten wir sicherlich beide gebrauchen! Und da er ja vorhin so interessiert am Schwimmen gewesen war, könnte ich ihm eventuell sogar etwas zeigen. Zwar sah man unter Wasser nicht allzu viel, doch die verschiedenen Schwimmstile konnte man trotzdem zeigen.
"Aaah ist das kalt! Das ist ja noch schlimmer als im Pool, uuh ... Okay, einmal tief durchatmen und dann ... H-hah, Baaah ist das kaaaalt!"
Selbst, nachdem ich einmal vollständig untergetaucht war, war es immer noch- Hilfe.
"Aaah! Okay, Jeremy, aber jetzt bist du dran! Sonst sprítz ich dich naaaass!"
[Jaah und stressig ist das letzte Jahr auch noch. I'm so sorry, der Text hat schon wieder ewig gedauert D: Bin dann auch ab heute Abend erstmal eine Woche weg.]
Jeremiah
Himmel, das Wasser war wirklich verdammt kalt! Viel kälter als erwartet, obwohl es eigentlich ein warmer Tag war. Wie hatte Melly es bloß so schnell in den See geschafft?! Gut, wahrscheinlich war sie durch das Schwimmtraining abgehärtet - aber trotzdem war es kalt, verdammt!
Vorsichtig trat ich ein wenig weiter in den See hinein, obwohl mir sehr wohl bewusst war, dass es nur schlimmer werden konnte wenn ich langsam hineinging, weil es auf diese Art noch länger dauerte. Fast wünschte ich mich auf die gemütliche, warme Picknickdecke zurück, auf der wir eben noch gewesen waren. Tatsächlich hatte ich sogar noch die kleine Melodie im Ohr, die Melly vorhin gesummt und sich anscheinend sogar selbst ausgedacht hatte. Sie würde mir diesen Song sowas von vorspielen müssen, wenn er erst einmal fertig war! Vorzugsweise auch schon eher. Noch heute. Auf der geliehenen Ukulele eines Mädchens, das mir heute mit Sicherheit schon einmal vorgestellt worden war, aber dessen Namen ich im Augenblick keine Person sofort zuordnen konnte. Dafür wurde meine Aufmerksamkeit gerade viel zu sehr von Melly beansprucht. Obwohl es sich eigentlich eher um einen Dauerzustand handelte, nicht wahr? Zugegeben, ganz so schnell konnte Melly den Song dann wahrscheinlich doch nicht fertig schreiben, aber auf ein kleines Konzert würde es wohl trotzdem hinauslaufen. Daran, dass Melly die Töne treffen würde, ob nun mit oder ohne richtige Gitarre, zweifelte ich jedenfalls nicht eine Sekunde. Obwohl ihre schüchterne Be***nheit auch irgendwie süß war. Zu dumm, dass das Konzert dann wahrscheinlich wieder vor allen stattfinden musste, anstatt ganz allein nur für mich. Aber immerhin - solange Melly überhaupt etwas singen würde, konnte ich mich damit fürs erste zufrieden geben. Also, vielleicht. Solange sich alle anständig benahmen und niemand auf die Idee kam, mit einzustimmen. So etwas konnte für mich nur überaus peinlich enden und würde mir ganz bestimmt nicht dabei helfen, Melly von mir zu überzeugen. Während Rhythmen mir keine größeren Probleme bereiteten, wa ich einfach nicht in der Lage auch nur einen einzigen Ton xu treffen, selbst wenn ich mir Mühe gab. Ich wusste gar nicht, ob Nathan oder Sawyer eine gute Singstimme hatte, aber besser als meine war sie wahrscheinlich auf jeden Fall.
Ah, aber darum ging es jetzt erstmal noch gar nicht, richtig? Erst einmal musste ich in diesen See und dann möglicherweise ein Wettschwimmen gewinnen. So etwas in der Art hatte Melly doch im Sinn, nicht wahr? Am besten gegen einen meiner beiden Konkurrenten, wenn man sie denn so nennen konnte. Eigentlich nicht; sie hatten ja doch keine Chance. Aber es konnte trotzdem nicht schaden, noch einmal gegen Nathan und Sawyer zu gewinnen. Nur zur Sicherheit. Wobei die Chance, dass mir letzteres gelang viel zu gering war, um ernsthaft auf einen Erfolg zu hoffen.
Egal, egal, Konzentration! Das Wasser war immer noch kalt, aber mittlerweile hatte auch ich es geschafft, einmal vollständig unterzutauchen.
"Heeey, hör auf zu lachen!" ,beschwerte ich mich bei Melly und verzog das Gesicht zu einer höchst überzeugenden Leidensmiene. Allerdings nicht lange, da ich selbst lachen musste.
"Soo, und jetzt?", grinste ich und kam langsam näher, "Wie war das noch, du wolltest mich nass sprítzen? Huh, dass wäre aber nicht sehr nett gewesen. Und außerdem bin ich jetzt schon nass, also ist deine Drohung leider vollkommen nutzlos."
Mittlerweile stand ich nah genug vor ihr, um meine Hände auf ihre Schultern zu legen. Was unpraktisch war, weil ich eigentlich sie hatte nass sprítzen wollen, aber jetzt meine Hände nicht mehr dafür zur Verfügung hatte. Egal. Das war vielleicht sogar besser, schließlich könnten alle anderen bei einer Wasserschlacht viel eher mit dazukommen wollen. Wenn ich die fröhlichen Rufe richtig deutete, hatten sie uns ohnehin bereits entdeckt und versuchten uns jetzt durch wildes Winken zum Wettschwimmen zu holen. Nun, sie würden sich noch einen Moment länger gedulden müssen. Hier vorne war das Wasser noch flach genug, dass ich Melly aus dem Gleichgewicht bringen konnte, aber tief genug, um unseren Fall zu bremsen und Verletzungen zu verhindern. Perfekt.
"Haha, zurück ins Wasser mit dir Melly!"
Re: let me hold you || Luxa & Ich
von malitsuki am 06.09.2019 16:24Mella
[Klaar hat er das, fast so lieb wie Melly! xD Stimmt, zu warm für alles außer Eis xdd Same, einfach jeder Sport (selbst Badminton, obwohl ich das ja grad """"aktiv spiele""""") xD Ja wo ich kleiner war, da hab ich die Turniere geslaaayt! Und jetzt so hiiiilfe wie geht Kraulen nochmal. ^^"]
Ich könnte den Rest des Tages mit ihnen Volleyball spielen! Auch, wenn das ja nicht der Sinn des Picknicks war, es ... Es hatte einfach etwas Beflügelndes an und für sich, irgendwie. Allerdings hatten wir ja noch ein Wettschwimmen vor uns, was? Und vielleicht auch ein Wettessen, war ja schn fast Tradition bei uns. Meist eher bei Saisonende, doch wir würden schon damit klarkommen. War eben ein kleiner Vorgeschmack darauf, wie es laufen würde, wenn wir wieder abräumten! Vielleicht könnte Sawyers Onkel dann wieder ein paar leckere Pancakes machen! Oder wenigstens noch ein paar ***In. Die ... Die wären definitiv eine tolle Motivation für uns. Vielleicht auch nur für mich und Sawyer, aber das reichte doch schon mal fürs Erste, oder? Für den Rest des Teams würden wir schon eine andere Motivationsquelle finden. Vielleicht würden wir ja dieses Mal endlich etwas von dem Preisgeld für den Club behalten können, denn nötig hätten wir es auf alle Fälle. Überhaupt - warum glaubte die Schule eigentlich, sie könnte sich unsere Gewinne einstecken, nur, weil wir nicht so viel Equipment wie manch andere Sportteams brauchten? Klar fand ich es gut, dass die weniger erfolgreichen dadurch trotzdem finanzielle Unterstützung bekamen, aber wir waren nicht das einzige erfolgreiche Team an der Schule.
Doch das war ja jetzt egal, nicht wahr? Jetzt wollten wir uns erst einmal aufs nächste Match konzentrieren, besonders, wenn wir jetzt eine neue Aufstellung hatten. Wobei - so neu war die gar nicht. Im Grunde genommen hatten Elly und ich lediglich Seiten getauscht. Dann würden wir ja jetzt wohl herausfinden, ob das M einen Unterschied machte, was? Zum Glück hatte ich diesen dämlichen Witz nicht laut gesagt, sonst würde ich mir von Sawyer wahrscheinlich ganz schön was anhören müssen.
"Klar schaffen wir das.", stimmte ich Jeremy grinsend zu, nachdem er seine kleine Ansprache gehalten hatte. Er würde bestimmt einen guten Kapitän abgeben. Soweit ich wusste, war Oliver Kapitän bei den Jungen, aber einen Vertreter musste es ja auch noch geben ... Und wer wohl den Laden bei den Mädchen zusammenhielt?
"Würdest du uns die Ehre erweisen?" Moment - Ich sollte den ersten Aufschlag machen?
"M-meinst du? Na schön, ich probiere es mal, aber deinen jumping serve werde ich glaube ich nicht übertreffen können. Allerdings wäre es echt cool, wenn du mir den mal beibringen könntest! Also hoch springen kann ich auf alle Fälle, aber ob ich so hoch komme ... Na ja, mal sehen! Du kannst es mir ja bestimmt mal irgendwann zeigen."
Vielleicht nach dem Match? Von heute auf morgen wurde natürlich nichts, aber irgendwann musste man ja mal anfangen.
"O-okay ... Auf gehts!"
Lächelnd warf ich den Ball in die Höhe und katapultierte ihn über das Netz. Hey, sah doch gar nicht so schlecht aus, was? Zwar ein wenig schief, aber es war nach wie vor im Feld also musste es wohl reichen. Jedenfalls hatte Sawyer ihn angenommen. Das hieß ja, dass sie wenn dann am Ende selbst schuld waren! Hehe.
Aber wir würden ein gutes Team abgeben - Mia und ich waren schließlich schon gut zusammen und mit Jeremy als Unterstützung wären wir sicher unschlagbar! Immerhin hatten wir einen der besten Volleyballer der gesamten Schule an unserer Seite! Da konnte doch fast nichts schiefgehen!
Tatsächlich landeten wir die ersten zwei Punkte ohne Mühe, doch danach wurde es ein bisschen enger. Jeremy spielte wirklich wahnsinnig gut, aber Mia schlug sich auch toll. Außerdem hatte er sie jetzt schon zweimal gewählt! Das konnte doch nur Gutes bedeuten, nicht? Vielleicht würden sich die zwei ja heute ein wenig näher kommen, sofern Mia es schaffen würde, ohne allzu großes Stottern mit ihm zu reden. Ehrlich gesagt bezweifelte ich es ein klein wenig, aber es gab für alles ein erstes Mal, also wieso nicht dafür? Das Match schien ihrem Selbstbewusstsein ja ganz schön gut zu tun - sie konnte ohne zitternde Knie spielen! Hoffentlich blieb das auch so.
Es war zwar immer noch ein recht enges Spiel, aber ... Tatsächlich war es gar nicht so knapp wie vorhin gewesen. Mittlerweile stand es schon sieben zu zehn für uns! Jeremy gab aber im Moment auch echt alles und noch viel mehr! War er da etwa ein wenig sehr motiviert, weil er Nathan schlagen wollte, hm? Verübeln konnte ich es ihm ja kaum, Sawyer und ich waren auch immer sehr ehrgeizig, wenn wir gegeneinander schwammen.
"Jeremyyy! Würdest du bitte noch so einen schönen Sprungaufschlag für uns machen? Der sieht echt soo cool aus und ist ganz schön effektiv ... Ehrlich, wenn du mir den nicht zeigst, kannst du was erleben!"
[Ahahhaa oh ja ganz bestimmt x3 Jaah Eis.. und Wassermelone. Will haben! :c Ich bin so ne Bewegungskartoffel, ich kann echt gar nix. ^^ Schul-Badminton oder richtig im Club? :3 Uhhhhh noice!
]
Jeremiah
Genau so hatte ich mir den Tag heute vorgestellt. Leckeres Essen - mit dem ich mich nachher auf jeden Fall noch weiter vollstopfen musste und würde! Ein (mehr oder weniger) entspanntes Volleyballmatch und Melly an meiner Seite, mit der ich das Erlebnis teilen konnte. Es verband Menschen doch, wenn sie Zeit miteinander verbrachten, nicht wahr? Und wenn sie Spaß hatten und Dinge zusammen erlebten, so wie eben dieses Picknick heute. Wenn jetzt noch alle anderen verschwinden könnten, wären all meine Wünsche erfüllt. Für's erste. Aber auf der anderen Seite hätten wir dann keine Gegner mehr, also konnten sie vielleicht auch noch eine Weile bleiben.
Jetzt, da Melly durch ein improvisiertes Netz aus Handtüchern von Nathan getrennt war, ging es meiner Laune schon viel besser. Sie war ohnehin viel zu niedlich für ihn - dass wusste er doch gar nicht richtig zu schätzen. Er sah wahrscheinlich nur, dass sie hübsch war, anstatt sich an den Details aufzuhalten. Aber natürlich konnte man über viele Mädchen sagen, dass sie hübsch waren. Mia zum Beispiel, und Elly eigentlich auch wenn man außer Acht ließ, dass sie vermutlich der TeufeI in Gestalt eines kleinen Mädchens war. Aber Melly.. Sie hatte etwas besonderes, etwas, wofür es kein passendes Wort gab. Ihre leichte Unsicherheit vor der Angabe. Das erwartungsvolle Leuchten in ihren Augen, als sie den Ball dann über das Netz schlug. Ihr erleichtertes, aber auch irgendwie freches Lächeln, als Sawyer den Ball annahm. Gab es irgendjemanden, der dabei so faszinierend sein könnte wie Melly? Nathan hatte doch gar keine Ahnung! Abgesehen davon kannte er sie ja nicht einmal richtig. Er -
Ahhh Fokus! Gott, was war denn los mit mir heute? Elly bereitete jetzt den Ball für Nathan vor, also sollte ich echt besser aufpassen! Es ging schließlich darum, sowohl das Match als auch Melly's Anerkennung zu gewinnen!
Einige Zeit später stand es sieben zu zehn für uns. Das lief auf jeden Fall gut, auch wenn Nathan's Team uns die Punkte definitiv nicht schenkte. Vor allem Elly hatte im Vergleich zum letzten Match noch einiges an Potenzial zugelegt. Allerdings war die richtige Motivation mindestens genauso wichtig wie Können, und meine Motivation war dank Mella mehr als ausreichend!
"Haha, ich weiß nicht genau ob ich dir danken oder mich bedroht fühlen sollte", gab ich lachend zu und nahm den Ball von ihr entgegen, "Aber wenn du mich so.. überaus liebenswürdig fragst habe ich kaum eine Wahl, was?"
Okay, gaaanz locker bleiben. Es wäre schon beim ersten Mal peinlich gewesen den Aufschlag ins Netz zu schlagen, aber jetzt? Ich war nicht nervös, wirklich nicht! Höchstens ein wenig - okay, doch. Eine Art fiebrige Aufregung strömte durch meinen Körper als ich mich in Position begab. Ungewohnt, nicht erst auf den Pfiff zur Freigabe warten zu müssen, aber das war wohl mein geringstes Problem.
"Na dann mal los, huh?" ,murmelte ich leise, eigentlich mehr an mich selbst gerichtet. Unbewusst strich ich mir einige Strähnen aus dem Gesicht, dann warf ich den Ball an. Oh Himmel, ich würde das Timing nicht hinbekommen und ins Netz spielen und mich ganz furchtbar vor Melly blamieren, und -
"1, 2, 3, 4, Everybody hit the floor! Ace!"
Huh? Wa, was? Hatte ich.. ? Ja, tatsächlich. Der Ball war keinesfalls ins Netz geflogen, sondern zielsicher ins andere Feld, wo Nathan zwar noch versucht hatte ihn anzunehmen, aber an der Schnelligkeit des Schlags gescheitert war. Die Anspannung der letzten Sekunden fiel augenblicklich von mir ab und ein selbstbewusstes Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus. Immerhin.. das war er doch, nicht wahr? Der Beweis, dass mein werter Teamkollege eben doch nicht so perfekt war. Und ganz bestimmt nicht perfekt für Melly! Apropos..
"Stets zu Diensten, mylady. Ein schöner Sprungaufschlag, extra für dich" ,scherzte ich mit meinem besten britischen Akzent und einer angedeuteten Verbeugung in ihre Richtung. "Haha, aber jetzt mal ernsthaft, wenn du willst kann ich dir die Technik nachher gerne nochmal zeigen."
Nachher, nach dem Match - nach unserem Sieg. Die anderen mussten sich doch dann sicher erstmal eine Erfrischung holen, nicht? Oder noch einen von diesen unglaublich leckeren Cupcakes! Oder.. nun, sie könnten auch über ihre Niederlage schmollen oder so, hauptsache ich bekam ein paar Minuten alleine mit Melly. Aber jetzt mussten wir erstmal gewinnen, nicht wahr?
Und ganz genau das taten wir schließlich auch, mit einem eindeutigen Ergebnis von zehn zu fünfzehn für unser Team. Sawyer hatte versucht, einen schwierigen Ball noch mit dem Fuß über das Netz zu retten - er hatte in einigen anderen Situationen schon bewiesen, dass so ein Manoeuver funktionieren konnte; aber dieses Mal nicht.
"Yaaay!", jubelte ich überschwänglich und schenkte ihnen ein strahlendes Lächeln, die Hand schon zum High Five erhoben, "kommt her, Champs! Ihr beiden habt absolut super gespielt!"
[Jaaa ich mein, wie kann man auch nicht? xD ich will aaalles xdd haha same, like ... wieso kann ich nicht sportlich sein? xD im Club aber wir haben leider nur 1x die Woche Training ... Machs dann aber auch bald als GTA, dann krieg ich Geld >:3 jaaa haha ich wünschte man würde so was behalten ^^"]
Mella
Dann war das wohl das zweite Match, welches ich jetzt gewonnen hatte, ja? Yay! Durch Zufall schien ich es geschafft zu haben,immer in dem "richtigen" Team zu landen. Dabei schien es offensichtlich egal zu sein, denn wir waren alle wirklich super! Besonders Nathan und Jeremy, aber das war ja zu erwarten gewesen. Trotzdem - wer jetzt noch anzweifelte, dass sie ins Volleyballteam gehörten (was an sich schon ein lächerlicher Gedanke war), würde das ab jetzt bestimmt nicht mehr tun. Dafür waren die zwei in Action einfach viel zu gut! Und es war auch schön, wie problemlos sie mit Amateuren klarkamen, obwohl sie doch ganz andere Level des Volleyballs gewohnt waren. Scheinbar war bei ihnen im Team Geduld und Verständnis genauso wichtig wie bei uns, anders konnte ich es mir gar nicht vorstellen. Es war schön, wie gut alle miteinander zusammenarbeiteten. Und wenn Jeremy mir dann noch seinen Sprungaufschlag zeigen würde ... Himmel, heute war ein schöner Tag! Zum Gück hatte Sawyer das Backen vorgeschlagen, sonst wären wir vermutlich gar nicht erst auf die Idee gekommen.
Dieses Mal war unser Gewinn auch ein kleines bisschen deutlicher - Jeremy hatte sich aber auch ganz schön reingehangen, was? Er war wohl wirklich auf den Sieg aus gewesen. Na ja, hatte sich wohl gelohnt, was?
Grinsend schlug ich mit ihm und anschließend Mia an. Sie strahlte fast so sehr wie er, wobei ich bezweifelte, dass das nun unbedingt an unserem Sieg lag. Im Gegenteil; Es hatte wahrscheinlich viel mehr mit ihm zu tun. Wenn sie wollte, könnte sie ihn ja auch fragen, ob er ihr eine kleine Probe von seinem Sprungaufschlag geben könnte. Aber ... Im Moment war sie vermutlich einfach ein bisschen zu fertig dafür.
"Tja, wir können auch gar nicht anders spielen, mit so einem guten Kapitän!", meinte ich grinsend und zwinkerte Mia zu.
"J-ja, du hast recht. Du hast echt unglaublich gut gespielt!"
"Soo ... Dann würde ich sagen, eine kleine Pause? Ich brauch erst mal einen Cupcake, um mich von der Niederlage zu erholen.", scherzte Sawyer lächelnd und klatschte mit Nathan und Elly ab.
"Hätte ich nicht auf leeren Magen gespielt, hätte das alles natürlich ganz anders ausgesehen!"
Lachend rollte ich mit den Augen und stieß ihm leicht gegen den Arm.
"Jaaa, natürlich, so siehts aus! Keine Angst, heute Abend nach dem BBQ mach ich dich doppelt und dreifach alle, wenn Jeremy mir erst mal seinen super coolen Aufschlag zeigt! Dann hast du echt keine Ausreden mehr, hehe!"
Dann würde ich ihn absolut alle machen, nicht wahr? So, wie er es bei mir immer machte, wenn wir ein Rückenschwimmenduell austrugen. Aber wie sollte ich denn auch mit ihm mithalten? Sawyer war ja quasi ein Schrank, dem konnte ich zumindest bei der Schwimmart kaum etwas entgegensetzen. Allerdings sah es beim Brustschwimmen schon wieder ganz anders aus! Da war es immer ein gefährliches Kopf an Kopf Rennen ... Welches eigentlich überhaupt nicht gefährlich war, doch ... Wer sich einmal aus Versehen am Beckenrand gestoßen hatte (und es war mir leider schon viel zu oft passiert), wusste genau wovon ich sprach. Beim Rückenschwimmen konzentrierte man sich ja darauf, das Ende genau abzupassen, aber wenn man vorwärts schwamm ging man in der Regel ja davon aus, dass man so was schon nicht vermasseIte ...
"Schaffst du noch 'ne Weile? Oder brauchst du 'ne Pause? Warte, ich hol uns schnell was zu trinken, bin gleich wieder da! Beweg dich ja nicht weg!", scherzte ich belustigt und hob "böse" den Zeigefinger um ihn zu "ermahnen".
Lächelnd stolperte ich mit Sawyer zurück zum Essen.
"Sag mal, Melly ... Ist dir eigentlich aufgefallen, wie Jeremy gespielt hat, als ihr zusammen in 'nem Team wart?"
"Huh? Was meinst du?"
"Also, uhm, der hat irgendwie so gespielt, als ging es ums Überleben ... Wie ein Berserker quasi. Scheint mir ganz schön wettkampflustig zu sein, der Gute."
"Ach waaas, das ist doch besimmt nur, weil er gegen Nathan gewinnen wollte! Ist doch zwischen den beiden bestimmt so wie bei uns, dass einfach der Wille da ist, den Teamkollegen zu besiegen ... Ich werde dich später im Wasser auch noch náckig machen!"
Grinsend schnappte ich mir zwei Flaschen Limo und spazierte langsam zu Jeremy zurück.
"Hier! Eine kleine Abkühlung für den hart arbeitenden Spieler. Du und Nathan haben da ja wirklich einen kleinen Wettkampf am Laufen, was?", stichelte ich ihn leicht, bevor ich eine der zwei Flaschen mehr oder weniger geschickt in seine Richtung warf.
"Geht Sawyer und mir genauso, nur leider gewinnt er nach meinem Empfinden viel zu oft ...Aber bei euch sah das ja ziemlich ausgeglichen aus. ... Also, ehm ... Wie macht man jetzt diesen Sprungaufschlag? Oder willst du lieber erst mal Pause machen?"
[Jaah man muss sie einfach lieb haben, süß und nett wie sie ist ;D Ich hab grade Melone gegessen :3 IKR und alle erwarten immer dass ich sportlich bin wegen Volleyball! O.o Wusste gar nicht, dass man für GTA's Geld bekommt, aber noice :s]
Jeremiah
Grinsend schlug ich mit Mia und Melly auf das gewonnene Match ein. Ich war also ein guter Kapitän, ja? Besser als Nathan? Zumindest hatte sie ihm so etwas nach dem letzten Spiel nicht gesagt, wenn ich nichts überhört hatte. Aber auch so hatte sich die Anstrengung gelohnt - schon allein um Melly's triumphierendes Grinsen noch einmal zu sehen. Doppel-Champion. Nun, mit so einem Titel hatte sie sich auf jeden Fall eine hoffentlich lehrreiche Vorführung zum Thema jump serve verdient. Okay, ich hätte ihre Bitte ohnehin niemals abgelehnt; dafür war ihre Begeisterung einfach viel zu süß. Aber war es nicht auch das erste Mal in unserer Beziehung, dass Melly einen direkten Wunsch an mich hatte? Ohne, dass vorher irgendetwas verstörendes passiert war oder ihr jemand eingeredet hatte, mich darum zu bitten. Vielleicht sollte ich eine Liste anlegen um all unsere kleinen Fortschritte detailliert festhalten zu können? An solche besonderen, "ersten Momente" dachte man doch später gerne zurück, nicht wahr? Die erste Begegnung, die ersten Worte, die man je miteinander gesprochen hatte, ..der erste Kuss. Und wenn wir dann erst offiziell zusammen waren, würden wir uns jederzeit daran erinnern können wie unsere Beziehung angefangen hatte. Kein Zweifel also, ich sollte definitiv so eine Liste anlegen! Eigentlich eine super Aufgabe um in der nächsten Geschichtsstunde wach zu bleiben, oder? Obwohl, normalerweise nutzte ich diese Zeit zum Zeichnen - und ein Bild von Mella, die mich mit erhobenem Zeigefinger ermahnte ihr bloß nicht wegzulaufen klang ebenfalls verdammt verlockend!
"Ich bleibe in deiner Nähe Melly, mach dir da mal keine Gedanken." ,murmelte ich leise, auch wenn ich wusste, dass sie schon zu weit weg war um mich hören zu können. Sawyer ging neben ihr her, aber für den Moment störte mich das nicht. Immerhin würde er gleich beim Essen bleiben, sich vollstopfen und dann hoffentlich nachher untergehen. Melly dagegen.. kam zu mir zurück; grinsend und mit zwei Flaschen in der Hand. Wir waren zwar nicht unbedingt allein, aber so nah dran wie es bei einem Picknick mit über zehn Leuten eben möglich war. Eigentlich keine schlechte Gelegenheit um sie zum Homecoming einzuladen, aber.. Mia war nach wie vor ein Problem. Außerdem - vielleicht lag es an meiner etwas altmodischen Erziehung was das anging, aber solche Fragen stellte man eher abends, nicht wahr? Vorzugsweise bei Wein, Käse und Crackern, aber dazu würde es heute wohl kaum kommen. Egal, Fokus! Melly war mittlerweile nah genug um mich mit Dingen zu bewerfen.
"Haha, kann schon sein. Aber Nathan hat angefangen!", lachte ich fröhlich, nachdem ich die Limo gefangen hatte. Ein kleiner Wettkampf, huh? "Man vergisst schnell wie gefährlich die eigenen Mitspieler als Gegner sind, wenn man sonst immer im Team arbeitet."
Vorsichtig versuchte ich die Flasche zu öffnen, ohne die Limo übersprudeln zu lassen. Getränke mit Kohlensäure hatten ganz eindeutig etwas gegen mich, dessen war ich mir sicher.
"Aww, also wirklich. Das ist aber nicht sehr gentleman-like von Sawyer. Obwohl du ja jetzt einen Sieg mehr vorzuweisen hast als er. Sehr verdient übrigens, du spielst wirklich - ahhh!"
Wow. Eleganz volle Punktzahl, ernsthaft. Natürlich war es mir nicht gelungen, die verdammte Flasche ohne Zwischenfall zu öffnen. Warum auch? Es war ja gar nicht peinlich oder so. Gott, wie unfähig konnte man denn eigentlich sein? Immerhin hatte ich jetzt etwas zu trinken. Und möglicherweise auch leicht gerötete Wangen, was eigentlich absolut nicht typisch für mich war.
"Uhm... okay, a-also das mit der Abkühlung hat schonmal super funktioniert. Aber danke für.. für die Limo."
Ganz toll. So viel zum Thema Charme und Selbstbewusstsein. Immerhin, ein schiefes Lächeln gelang mir trotzdem noch.
"Na dann, bevor ich mich noch mehr lächerlich mache - der Sprungaufschlag. Es geht vor allem um die Schnelligkeit und die Kraft, die hinter so einem Ball liegt. Das Timing ist wichtig, dafür braucht es ein bisschen Übung."
Ein sehr großes bisschen Übung um ehrlich zu sein, zumindest wenn man auf eine sichere Routine aus war und nicht nur gelegentliche Glückstreffer. Wie oft hatte ich meinen eigenen Ball ins Gesicht bekommen, weil ich zu spät gesprungen war? Sämtliche andere TeammitgIieder hatten jedenfalls großen Spaß dabei gehabt, mir beim Üben zuzusehen.
"Aber die Technik an sich ist dann gar nicht mehr so schwer, wenn man sich erst einmal dran gewöhnt hat. Zuerst..."
Ich gewann wieder etwas an Selbstsicherheit, während ich Melly langsam die Abfolge zeigte. Ein möglichst hoher Anwurf, um genug Zeit für drei Schritte (links, rechts, links) und den Sprung zu haben. Am besten die Arme gleich mitschwingen für mehr Höhe. Körperspannung in der Luft, dann der eigentliche Schlag. Auch hier gab es verschiedene Optionen, je nachdem in welchem Winkel man schlug - aber für's erste war es wohl wichtiger, dass sie den Ball überhaupt traf, nicht wahr?
"Brauchst du noch mal eine kleine Vorführung oder willst du es so versuchen?"
[Eben, sie ist so lieb und fürsorglich!xD Eine ganze Melone? ;3 xD Omg ja das kenn ich (tho würde ich wahrscheinlich auch vermuten, Volleyball is hardcooore haha) Na ja also ich bin quasi Leiter der AG, das, was normalerweise die Lehrer machen, deswegen krieg ich money!!!
]
Mella
Vielleicht wäre eine kurze Pause doch nicht so schlecht, allerdings ... Mann, ich wollte echt diesen dämlichen Aufschlag lernen! Wirklich, das- Der war der absolute Hammer. Wie konnte man so etwas nur so perfekt hinlegen? Klar, Sam war im Volleyballteam und alles, aber das hieß doch noch gar nichts, sonst hätte Nathan ja auch so einen Aufschlag ohne weitere Probleme geworfen. Wirklich, das- Das war einfach absolut unglaublich, ohne Frage.
Mit einem leichten Lachen schüttelte ich mich, als Jeremy schließlich trotz - oder gerade wegen - der Erfrischung rot anlief. Es sah irgendwie niedlich aus. War ihm das etwa peinlich? Dabei hatte er sie doch gefangen, nicht? Oder- ... Hatte ich sie ihm ins Gesicht geworfen? Es- Ich hatte ihm hoffentlich nicht weh getan, oder?
Nein, es schien alles in Ordnung zu sein.Zwar war er nach wie vor ein klein wenig rot, aber hey, immerhin schaffte er es inzwischen wieder ein paar Takte herauszubekommen. Offenbar machte es ihn wohl doch ein wenig nervös, mit so vielen unbekannten oder nur halb bekannten Gesichtern zu picknicken, aber hey, jetzt hatten wir ja ein wenig Zeit uns zu entspannen. Zumindest mental; Was unsere Körper anging, sah das ein bisschen anders aus. Sonst würde ich diesen Aufschlag schließlich nie hinkriegen!
"Das Timing ist wichtig, dafür braucht es ein bisschen Übung."
Das würde in der Tat ein Weilchen dauern können, wenn das so war. Zwar hatte ich mich dank dem Schwimmen daran gewöhnt, alles möglichst genau zu timen, jedoch ... Beim Volleyballaufschlag war das sicher nochmal etwas anderes als ein Absprung beim Schwimmen. Da konnte man zwar auch viel reinreißen, wenn man zu spät sprang, doch beim Aufschlag mit dem Ball würde ich kaum eine weitere Chance bekommen. Also ... Ich würde wirklich ein ganz schönes Stückchen Übung brauchen, was? Aber wenn selbst Jeremy das ganze nicht sofort hinbekommen hatte, war das wohl normal. Ein Meister wurde ja schließlich nicht über Nacht, was?
"Uhm ... J-ja, ich glaube, es wäre ganz nützlich, wenn du mir das nochmal zeigen könntest. A-also einmal langsam und dann normal, ja? Ich glaub in Slow-Motion krieg ich das auf jeden Fall nicht hin, das ist ja sogar noch schwerer als es normal hinzukriegen."
Schließlich musste man da ja schnell und gleichzeitig langsam sein - wie talentiert war denn Jeremy bitte? Mit einem Lächeln beobachtete ich seinen Aufschlag erneut. Hilfe, warum konnte ich das nicht auch? Aber Übung musste ja den Meister machen, also würde ich das schon irgendwie schaffen.
"Wie kriegst du das nur immer so gut hin? Ehrlich, du ... Du cheatest einfach.", lachte ich grinsend und schnappte mir schließlich den Ball.
"Okaay ... Irgendwie muss das ja schon kIappen. Also ... Und los- Aah! Au ..."
Natürlich musste mir der erste Ball direkt ins Gesicht fliegen. Lachend schüttelte ich den Kopf und fischte mir meinen Ball aus dem Sand.
"Mann, das war doch klar ... Okay, neuer Versuch!" Konzentriert zog ich die Augenbrauen zusammen und starrte den Ball an. Okay, gut, wie war das nochmal? Also ... natürlich der Anwurf, so hoch wie möglich, dann drei Schritte, hochspringen, die Arme mitreißen und ... Los! ... Na ja, wenigstens ging der dieses Mal nicht in mein Gesicht.
"Das kann doch gar nicht so schwer sein, mh? Das braucht nur ein bisschen mehr Schwung! Und ... Aah!" Schon wieder ein Ball, mitten im Gesicht. Aber dieses Mal hatte ich ihn sogar schon mal berührt, er war nur ein kliiitzekleines großes bisschen abgerutscht. Seufzend schüttelte ich den Kopf. Okay, einfach durchatmen, nicht wahr? Einfach konzentrieren. Tief ein- und ausatmen, ganz einfach.
"Here goes nothing! Uuuund los!"
Das Treffen des Balls war wohl doch um einiges schwieriger als gedacht, huh?
"Das wird wohl ein langes Training werden.", meinte ich lachend und gab ihm den Ball über.
"Kannst dus mir bitte nochmal zeigen, mhhh? Bitte, bitte, bitteee!"
Ob es davon groß besser werden würde, wusste ich nicht so recht, aber ... Wenigstens blieb der Ball dann mal aus meinem Gesicht. Zum Glück tat meine Nase noch nicht weh - mit ein bisschen Pech brach ich mir die am Ende noch, was?
"Ich kanns echt kaum glauben, wie du das so gut hinkriegst ... Maaaann!" Lächelnd schüttelte ich den Kopf und musterte Jeremy erneut.
"Vielleicht sollte ich mal bei euch im Training vorbeischauen. Sieht so aus, als würde ich das nicht ganz in einer Tour hinkriegen. Aber ... Man soll ja die Hoffnung niemals aufgeben!"
Nach ein paar weiteren Aufschlägen schnappte ich ihm wieder den Ball weg und bekam etwa ein Dutzend Aufschläge ins Gesicht.
Das hier war jetzt schon mein dreißigster Versuch ... Irgendwie musste das doch geh-
"Aaaah! Ja!"
Der war rübergekommen! Zwar nicht so scharf und steil wie die Aufschläge von Jeremy, aber der war definitiv im gegenüberliegenden "Feld" gelandet!
"Ich habs geschafft, yaaay!" Grinsend rannte ich auf Jeremy zu und riss ihn mit meiner Umarmung beinahe von den Füßen.
"Daaanke schön an meinen tollen Lehrer, hihi! Vielleicht sollte ich mich mal öfter von dir unterrichten lassen, was?"
[Ahhh i'm sorry, das hat bisschen gedauert diesmal. Bei mir sind leider die Tore der HölIe Schule wieder offen :p Haha, jaah klar! 4 Uhr morgens hab ich Hunger xD Schon, aber die Art der Bewegung ist so ganz anders als zB bei Fußball etc. "^^ Ohh noice
]
Jeremiah
Gab es etwas besseres als Melly, die unermüdlich versuchte den Sprungaufschlag von mir zu lernen? Ihre Willensstärke dabei war beeindruckend, wirklich. Sie schien das ja echt ernst zu nehmen, was? Mittlerweile hatte sie schon so einige Versuche hinter sich gebracht, unterbrochen nur durch gelegentliche Anmerkungen oder Demonstrationen meinerseits. Konnte man es cheaten nennen, wenn Melly's positive Wirkung auf mich dafür sorgte, dass ich bis jetzt noch keinen einzigen Fehler gemacht hatte? Nicht einmal einen zufälligen? Wirklich, mittlerweile hätte ich längst damit gerechnet. Trotz so vielen Stunden Training ging ab und zu eben doch nochmal etwas schief. Ins Netz, ins Aus... in die Gesichter meiner Mitspieler, ganz egal, aber sowas konnte schnell mal passieren, besonders wenn nach einer Weile die Konzentration nachließ. Insofern war es eigentlich mehr als überraschend dass ich überhaupt etwas auf die Reihe bekam, während Melly mich so süß angrinste. Bewundernd? Lachend? Vielleicht erkannte sie ja langsam, was für ein tolles Paar wir beide sein würden. Ich war abgelenkt, das schon, aber ihre bloße Anwesenheit sorgte ja offenbar dafür, dass ich gar nichts falsch machen konnte.
Ein weiterer Versuch. Dann noch einer. Und noch einer. Vielleicht sprach es nicht unbedingt für meine Fähigkeiten als Lehrer, dass Melly den Ball wieder und wieder ins Gesicht bekam. Sie würde sich doch hoffentlich nicht noch dabei weh tun, oder? Zu meiner Verteidigung - es war eine komplexe Technik, für die es viel Geduld und Übung brauchte. Trotzdem... ich wollte schon fast eine Pause vorschlagen um Melly's Gesicht ein wenig zu schonen, aber sie war ehrgeizig und ausdauernd, nicht wahr? Sie würde auf keinen Fall aufgeben, bevor sie ihr Ziel nicht erreicht hatte. Und ich hatte vollstes Vertrauen, dass ihr das auch gelingen würde. Obwohl es natürlich genauso toll wäre, sie ab und an beim Training dabei zu haben... wegen Nathan würde ich mir in dem Fall schon irgendetwas einfallen lassen. Müssen. Wobei das hier mich auf jeden Fall besser dastehen lassen sollte als ihn! Hoffte ich zumindest. Und wenn dann noch das Erfolgserlebnis dazukam, den jump serve wenigstens einmal hinbekommen zu haben... Es waren fast schon dreißig Versuche mittlerweile, wenn ich mich nicht verzählt hatte, aber sie wurde zweifellos immer besser. Langsam bekam sie wohl ein Gefühl für das Timing. Oder war es einfach nur natürliches Talent? Denn das hatte sie auf jeden Fall auch! Und was sie im Moment machte sah sogar so aus, als könnte es -
"Yaaaaasss, du hast es geschafft!"
Im ersten Moment realisierte ich überhaupt nicht richtig, was gerade passierte. Erst als mich der Schwung ihrer Umarmung beinahe von den Füßen riss und ich ungeschickt rückwärts taumelte wurde mir klar, dass ich Melly im Arm hatte. Eine glückliche, jubelnde Melly die mich lobte und.. und.. - Gott, mein Verstand hatte sich offenbar komplett verabschiedet. Sie war auf einmal so.. nah. Und sie war von ganz alleine auf mich zugerannt! Und sie hatte den Aufschlag hinbekommen, was alleine schon -
"Melly du bist unglaublich, wirklich! Gibt es irgendetwas was du nicht kannst?" ,lachte ich stolz, vermutlich grinsend wie ein kompletter Idiot, "Der Aufschlag.. ganz ehrlich, ich bin beeindruckt. Das verlangt eigentlich nach einer Belohnung." Ich zwinkerte leicht. "Die Hälfte des Teams hat den nicht einmal versucht! Ich glaube, du musst echt mal beim Training vorbeikommen. Wir brauchen immer talentierte Ersatzspieler."
Oh, und ich könnte ihr noch eine Menge beibringen, ganz bestimmt. Allerdings.. vielleicht sollte ich sie vorher mal langsam wieder loslassen? Die Umarmung dauerte jetzt schon ein wenig länger an als es gewöhnlich der Fall war.
"Hey, aber.. deiner Nase geht's doch hoffentlich noch gut, oder?", fragte ich leicht besorgt, während ich Melly zwar losließ, mir aber keine Mühe gab irgendeine nennenswerte Entfernung zwischen uns zu bringen. "Das sah zum Teil schon etwas schmerzhaft aus - muss ich Angst haben dass du gleich umkippst oder meinst du, einmal pusten reicht aus?"
Natürlich war die Frage eher scherzhaft formuliert, aber sie war dennoch ernst gemeint. Ich glaubte zwar nicht, dass sie weitergemacht hätte, wäre irgendetwas nicht in Ordnung gewesen, aber ich wollte mir lieber sicher sein. Es war schließlich ein warmer Tag und Sprungaufschläge zu üben gehörte nicht gerade zum täglichen Entspannungsprogramm.
"Auf jeden Fall hast du dir die Erfrischung mehr als verdient.", merkte ich lächelnd an, während ich Melly die Limo reichte. Trinken war schließlich genauso wichtig, nicht wahr?
[Kein Problem! Sind bei mir auch wieder offen, damn Sachsen xdd Jaaa, eigentlch i m m e r Hunger xD Jaa, das srimmt ... Fußball is aber generell doof xD Yaaaaass ^^]
Mella
Ich hattees geschafft! Endlich! Wobei, wahrscheinlich hatte das gar nicht solange gedauert ... Immerhin hatte ich es an einem Tag geschafft! Klar, das war wohl eher ein Glückstreffer gewesen, doch das war ja egal - solange der Ball rüberging, reichte mir das eigentlich schon. Man konnte ja noch weiter daran arbeiten, dann würde es bestimmt besser werden. Jeremy hatte ja sicherlich auch eine ganze Weile geübt, bevor er das so perfekt hinbekam. Das Volleyballteam trainierte schließlich auch fast jeden Tag, von daher war das doch ganz normal. Jeremy war ja zu dem auch noch ein verdammt guter Spieler und Lehrer!
"Eine Belohnung? Oh, das klingt gut! Was denn für eine? Wobei, nein, sags mir nicht, ich mag Überraschungen viel mehr!"
Er war echt süß, ohne Frage - eigentlich waren alle Anwesenden hier so unglaublich nett und freundlich, hilfsbereit, aufregend ... Es war einfach klasse!
"Meinst du echt, dass ich mal bei euch mitspielen könnte? Aaah, das wäre echt cool, ich würde euch total gern mal aushelfen! Ich weiß zwar nicht, ob ich tatsächlich gut genug dafür bin, aber wenn ihr denkt, dass ihr mich gebrauchen könnt, dann bin ich dabei!" Es könnte zwar knapp werden, Schwimmen und Volleyball unter einen Hut zu bringen, aber ... Irgendwie würde ich das schon hinkriegen! Sawyer würde doch nicht böse sein, oder? Wir waren doch schließlich bald fertig, also ...Irgendwie würden wir das schon hinbekommen, ohne Frage. Das musste doch machbar sein - es gab bestimmt Leute, die in zwei Teams unterwegs waren.
"Huh? Meine Nase? Oh, ja, da ist alles in Ordnung - ich seh vielleicht nicht so aus, aber ... Ich bin sehr robust! Ehrlich , ich halte eine Meeenge aus, besonders, was Bälle in meinem Gesicht angeht. Besonders in Sport hab ich ganz schön oft welche ins Gesicht gekriegt ... Ach, das waren noch lustige Zeiten." Lachend schüttelte ich den Kopf und nahm dankend die Limonade entgegen. Nötig hatte ich sie jetzt auf alle Fälle, denn es war echt warm, viel zu warm.
"Mhhh, ich glaube einmal pusten reicht - erweist du mir die Ehre?"
Grinsend klopfte ich ihm auf die Schulter und hielt auf die Picknicktücher zu.
"Ich glaube, ich entspann' mich noch 'nen Moment und dann gehts Schwimmen - komm doch mit! Jetzt sind die Decken gerade so schön leer, da können wir uns beide ganz breit machen."
Normalerweise musste man die sich ja immer noch mit dem halben Team teilen, aber wies aussah, versuchten die sich bereits alle an einem Wettschwimmen versuchten.
"Endlich mal ein bisschen Platz!", meinte ich fröhlich und legte mich auf eine der Decken. Meine Bikinistrapsen stopfte ich in meinen Bikini, damit ich diese wundervollen Badeanzugstreifen irgendwann mal los werden würde. Im Winter war das dann zwar eh egal, aber momentan ...
"Haach, ich liebe die Sonne.", murmelte ich vor mich hin, mit geschlossenen Augen, und streckte mich leicht. "Zwar ist Winter auch schön, ich schwimm immerhin lieber in der Halle, weil wir da mehr Platz haben, aber ... Hach, eigentlich ist alles schön, solange man mit seinen Freunden zusammen schwimmen kann. Schwimmen ist echt cool, wenn du mal 'ne Pause von Volleyball brauchst, kannst du jederzeit vorbeikommen - oder wir machens zusammen, haha, das wäre bestimmt auch voll lustig." Es wäre definitiv cool, quasi einen Sportkumpel an meiner Seite zu haben. Leise summte ich vor mich hin, eine hübsche kleine Melodie, die ich vor kurzem erst komponiert hatte.
If I were just a little bit smaller, maybe I could fly. If I were just a little bit smaller, I'd go up the mountain and try ...
Re: let me hold you || Luxa & Ich
von malitsuki am 06.09.2019 16:20[Ja, muss man sich halt alles verdienen, hehe c: Ahahah ja, er wird mal mehr und mal weniger erfreut sein ... >:3]
Mella
Das hier würde echt ein tolles Picknick werden. Mittlerweile waren sogar alle da! Und wir hatten so viel Essen, Himmel, das würde echt fantastisch werden. Eigentlich wäre es ja auch nur fair, wenn ich alles von jedem einmal probierte. Sonst würde sich jemand noch benachteiligt oder ausgeschlossen fühlen und das durfte ja nicht sein, was? Das wäre ja sonst wirklich ... Wirklich unfair. Mein eigenes Essen könnte ich ja sicherlich vernachlässigen (zum Glück hatte ich ja schon ein bisschen zuhause gelassen, für alle Fälle), aber ... das musste sein. Vor allem Mias fantastische Cupcakes - vielleicht sollte ich mir das Rezept geben lassen (zumal ich sie eh darum bitten würde, mir an bestimmten Geburtstagen ein paar Kleinigkeiten zu backen). Sie hätte ja hoffentlich nichts dagegen, oder? Dann müsste ich ihr immerhin nicht ständig damit auf die Nerven gehen. Sollte ich zwar so oder so nicht, aber ... Sie würde es mir hoffentlich verzeihen, was?
Ich war auf jeden Fall nicht die einzige Person, die das alles so sah - Jeremy machte auch schon wieder einen Witz darüber, dass er Mia entführen würde. Für einen Erdbeercupcake würde ich so etwas vielleicht nicht in Betracht ziehen, aber Mia war echt so süß, dass ich es ein kleines bisschen verstand.
"Mein Lieblingsessen? Hmm, mal sehen, da gibt es so viele Sachen! Aber am meisten mag ich-"
"***ln gefällig?"
"Au ja! Sawyer hat ***Iteig mit, yay!" Frische ***In! Dass er überhaupt mit seinem alten Wagen noch genug Batterie hatte, um das Eisen anzuschmeißen, war erstaunlich. Aber hey, solange es funktionierte und wir noch nach Hause kommen würden, würde ich mich nicht beschweren.
"Also, uhm,im Grunde genommen mag ich alles Süße, Gebackene ... ***ln, Pancakes, Crépes, Churros, Kekse, Cupcakes ... Irgendwie alles aus dem Ofen. A-aber ... Gesunde Sachen natürlich auch, sonst sauf ich ja noch ab."
"Keine Angst, wenn das passiert, fisch ich dich schon noch früh genug raus."
Lächelnd wuschelte ich Mia durch die Haare.
"Das will ich wohl hoffen. Sawyer wird ja dafür bestimmt keine Zeit haben, sondern damit beschäftigt sein, mich mit ***In zu versorgen, nach so einem traumatischen Erlebnis! Aber ... Ja, hast recht, ein kleiner Überblick wäre gar nicht so schlecht! Mal sehen, mal sehen ... Der Schwimmclub ist zwar gewachsen, aber sagen wir mal, wir haben noch ein paar andere Leute eingeladen. Hoffentlich nicht zu viele, aber eigentlich kann man ja gar nicht zu viele haben,was?Je mehr desto besser !"
Gut, das sah vielleicht nicht jeder hier so, doch ... Es war ja nun wirklich nichts Schlechtes. Ein nettes, angenehmes Picknick auf dem man sich austauschen und besser kennenlernen konnte. Da war es doch nicht verkehrt, viele tolle Menschen bei sich zu haben, oder?
"Also, erst mal das Team ... Da hätten wir Tom, Sam, Elly, Sawyer, Mia, Hailey, Kim ... Ah, und Mike und Sarah konnten leider nicht kommen. Dafür ist allerdings auch Nathan da - ist er nicht irgendwie im Volleyballteam oder so? Dann hätten wir noch Hanna, sie ist aus meinem Gitarrenkurs und ... Oh, sie hat einfach die schönste Stimme in der ganzen Welt! Vielleicht kann ich sie ja später noch dazu bringen, mit mir eine Runde Karaoke zu spielen ... Oder Flaschendrehen! Das könnte echt witzig werden, erst recht, weil manche hier ziemlich ... Kreativ sind, wenn man so will." Das war auf jeden Fall etwas nett formuliert, aber hey - sie waren alle eine Nummer an und für sich, und ich hatte sie alle ganz furchtbar lieb. Manche zwar auf eine andere Art und Weise als andere, aber ... Sie alle waren wirklich etwas ganz besonderes.
"Hah, mal überlegen - geh ich jetzt baden oder schlag ich mich voll und warte dann ein bisschen? Hmm ... Uuh, aber Sawyer hat ***In ... Na ja, ich muss ja nicht so tief reingehen."
Schnell zog ich meine Sachen aus? bevor Sawyer mir auch schon eine gigantische ***I in die Hand drückte.
"Daanke schön! Jeremy, du musst auch mal welche probieren - du machst doch noch mehr, Sawyer, oder? Mach ihm eine mit Erdbeeren, ja?" Die mochte er doch, nicht wahr?
Man sollte zwar nicht mit halbvollem Mund sprechen, aber ... Ich konnte doch nichts dafür, dass es so gut war.
"Kommst du dann mit ins Wasser? Vielleicht können wir ja mal in zehn Minuten ein kleines Wettrennen machen, huh? Oder- Moment! Du bist doch im Volleyballclub, nicht wahr? Lass uns doch 'ne Runde Volleyball spielen! Mal sehen, wen wir noch zum Spielen kriegen können ... Mia? Du spielst doch mit, oder?"
"I-ich schätze schon-"
"Saaaaawyer! Volleyball, in fünf Minuten! Will noch irgendjemand mitspielen?"
Moment- Wir hatten zwar Volleyballspieler, aber hatten wir überhaupt einen Ball?
"Hat irgendjemand überhaupt einen Ball mit? Vielleicht Nathan? Oder ... Hast du einen mit, Jeremy?"
[Hach, so anstrenged immer
Ohhh shît. Sehr gemein das so anzuteasern btw ^^ Ich bin gestern abend übrigens wieder zu Hause angekommen. Schnelles Internet! Squee!]
Jeremiah
Wow. Melly war über dieses Picknick wirklich, wirklich glücklich, huh? Und über die ganzen Leute hier und das Essen und - eigentlich irgendwie so ziemlich alles. Wâffeln also, huh? Musste Sawyer denn unbedingt welche mithaben? Oder besser noch, musste Elly denn unbedingt Recht behalten? Verfluchte Idioten, alle beide, auch wenn der Tag zu perfekt zu werden versprach, als dass mir solche Kleinigkeiten die Stimmung vermiesen könnten. Aber gut. Wâffeln. Vermutlich würde ich versehentlich das Haus abbrennen bei dem Versuch, ohne Hilfe auch nur etwas annähernd essbares zu backen, aber ich würde es mir auf jeden Fall merken. Mella's Begeisterung war ebenso niedlich wie auch ansteckend, ganz gleich wie unruhig die vielen unbekannten Gesichter mich nach wie vor machten. Ich hatte es zwar eigentlich ganz gut im Griff, aber größere Ansammlungen von Menschen, die ich nur wenig bis überhaupt nicht einschätzen konnte machten mich auf wirklich unangenehme Art nervös. Aber Melly war immerhin hier, nicht wahr? Solange sie da war würde schon alles irgendwie werden. Immerhin.. hatte ich so jemanden, an dem ich mich orientieren konnte. Momentan lachte und redete sie, und änderte ihre Pläne für den weiteren Verlauf der nächsten Minuten an einem Stück. Sie war dabei so fröhlich, dass ich ohnehin gar nicht anders konnte, als sie vollkommen fasziniert anzustar-- ehh, ihr gebannt zuzuhören. In jedem Fall fiel es mir viel zu schwer, mich auf irgend etwas abgesehen von ihr zu konzentrieren. Allerdings würde ich mir dadurch die ganzen Namen mit ziemlicher Sicherheit nicht sofort alle merken können. Aber es.. wäre doch sicher okay, nicht wahr? Das hier war schließlich ein lockeres Picknick mit Leuten im selben Alter, kein förmliches Dinner mit Vaters Geschäftspartnern und Kollegen. Es würde hoffentlich niemand allzu wütend sein, wenn ich ihm (oder ihr) nicht sofort einen Namen zuordnen konnte. Obwohl ich mir die wichtigsten durchaus eingeprägt hatte - diese Hanna zum Beispiel würde ich nachher definitiv ausfindig machen müssen und sie dazu bringen, dass sie nicht nur vielleicht, sondern auf jeden Fall gemeinsam mit Melly etwas singen würde! Gegen ein kleines Konzert hätte ich jedenfalls nichts. Unnötig zu erwähnen, dass es mir dabei eher darum ging Melly zu hören, nicht wahr? Wobei auch Flaschendrehen gar nicht mal so übel klang, obwohl ich natürlich nicht wusste, was genau 'kreativ' zu bedeuten hatte. Man musste da ja doch manchmal ein wenig vorsichtiger sein, vor allem, wenn man seine Mitspieler noch nicht so gut kannte.
Allerdings.. Nathan war auch hier? Es sprach zumindest für Mia's Cupcakes, dass mir die Anwesenheit meines Teamkollegen gar nicht richtig aufgefallen war. Aber tatsächlich, da hinten stand er, winkte grüßend und kam dann auf mich zu, während mir das Gespräch mit Elly wieder durch den Kopf schoss. Aber.. nein, oder? Sie hatte schließlich Recht, es gab wirklich einige Nathans an unserer Schule. Könnte ausgerechnet dieser Nathan eine Gefahr für Melly's und meine gemeinsame Zukunft darstellen? Verdammt.
"Hey Mella, hi - Jeremy! Lass' Oliver bloß nicht wissen dass du deine Diät schon wieder nicht einhältst, bevor er wieder Krafttraining für das ganze Team ansetzt."
"Ich.., was? Ich bin nicht auf Diät! Wer sagt das? Außerdem ist das eine sehr gesunde Wâffel - danke übrigens Sawyer, schmeckt super!"
"Nur weil da Erdbeeren drauf sind wird die nicht gesünder, glaub mir. Überhaupt sollte man dich von Erdbeeren fern halten, sonst isst du die noch alle alleine auf."
"Waaas, nein, ich doch nicht!"
Gut gelaunt setzte ich meine beste, protestierende Unschuldsmiene auf, mit Schmollmund und allem was dazugehörte, die mir leider schon seit Jahren keiner aus der Mannschaft mehr abkaufte. Außerdem kam Melly's Frage nach einem Ball dazwischen.
"Rein zufällig habe ich einen eingepackt", teilte ich ihr fröhlich mit und sah mich nach meinem Korb um, um ihn zu holen, wobei ich mir größte Mühe gab mir nicht zu viel darauf einzubilden, dass sie wusste in welchem Club ich war. Es war schließlich kein Geheimnis, nicht? Aber dennoch, ein wenig Optimismus ab und an konnte ja sicher nicht schaden.
"Hast du zufällig auch ein Feld dabei oder stellen wir uns einfach hin und schauen mal, ob hier jemand Talent hat?" ,schaltete sich Nathan wieder ein und zwinkerte in die Runde. Melly, Mia, Sawyer, Nathan und ich, falls jetzt nicht noch jemand dazu kam. Damit waren wir auf jeden Fall genug, um ein anständiges Spiel hinzubekommen. Und gemacht hatte es schließlich auch schon jeder mindestens einmal im Unterricht. So wie Nathan da stand, strotzte er nur so vor Selbstbewusstsein. Und schlecht sah er ohnehin nicht aus, sofern ich das beurteilen konnte. Es gab sicherlich einige Mädchen an der Schule, die auf ihn standen. Aber.. Mella? Ich würde den Gedanken jedenfalls nicht loswerden, bis ich es sicher wusste. Was, wenn es so war?
"Na dann los, huh? Trainiert die Wâffeln mal besser gleich wieder ab, bevor nachher noch jemand gerettet werden muss!"
[Ja, sehr schwierig, hehe xD Haha, sorry, muss einfach bisschen teasern ;---)))
Yay, Hail the Internet! cx]
Mella
Wie schön, dass Nathan und Jeremy sich offenbar so gut verstanden! Klar, die beiden waren Teamkollegen, aber das musse ja nichts heißen. In dem Fall allerdings schon, denn es hieß, dass Jeremy nicht so ganz allein war und auch einen guten Kumpel hier hatte! Klar, alle im Team waren nett, aber wenn man wenige Leute auf einem Picknick kannte, konnten selbst die freundlichsten Menschen einen ziemlich überfordern. Jeremy allerdings sah so aus, als würde er sich wohlfühlen (was hoffentlich mi***r an Mias Cupcakes lag), also schien es soweit für alle gut zu laufen. Und es würde auch mit jedem Moment nur noch besser werden! Hoffentlich könnten wir so etwas mal öfter machen. Vielleicht nicht zwingend am See, dazu würde es leider ziemlich früh zu kalt werden, aber ... Vielleicht könnten wir ja zusammen mal Schlittschuhlaufen gehen! Oder wir machten einen kleinen Roadtrip, insofern wir denn genügend Autos zusammentrommeln könnten. Sawyers Auto konnte zwar ein paar Leute aufnehmen, aber ob wir sonderlich weit kommen würden, war eine andere Frage. Aber das konnten wir ja planen, wenn es so weit war, was? Alles zu seiner Zeit - jetzt würde ich mich erst einmal auf unser tolles Picknick konzentrieren. Wir würden alle unseren Spaß haben, richtig?
Auch, wenn wir ein paar Sticheleien hier und da hatten, aber das machte alles doch noch ein bisschen witziger. Zumal Nathan es ja bestimmt wirklich nicht böse meinte. Er und Jeremy waren ja Freunde, nicht wahr? Davon abgesehen ... Diese eisblauen Augen und wunderschönen blonden Haare konnten doch gar nichts Böses wollen, oder? Ich kannte Nathan. Zwar nicht so gut, wie manch anderer hier, aber er war definitiv kein schlechter Kerl, nein. Eher das Gegenteil davon.
"Ach, selbst bei 'ner Diät kann man hier und da mal 'ne ***I haben - auch, wenn ihr die Diät gar nicht nötig hättet. Ihr gewinnt ja auch so alle Spiele, nicht wahr? Mann, Volleyballspiele machen bestimmt Spaß ..."
Brauchten sie nicht noch ein paar Mädchen im Team? Klar, ich würde das Schwimmteam nie verlassen, aber wenn die Saison vorbei war und die Wettbewerbe nicht mehr so intensiv, könnte ich ja mal probieren, ob ich ihnen eventuell aushelfen könnte.
"Also dann ... Ich denke schon, dass wir auch ohne Feld spielen können. Und falls jemand untergeht, dann rette ich euch definitiv, versprochen!" Aber es würde bestimmt auch keiner untergehen, schließlich war hier ein ganzes Team an Schwimmern, der See war nicht allzu tief am Ufer und Strömungen gabs auch nicht weiter.
"Also dann, wollen wir einfach nur im Kreis oder in Teams spiel-"
"Waaartet! Ich will auch noch mitspielen!"
"Ah, Elly! Sicher, dann sind wir 'ne gerade Anzahl und können Drei:Drei spielen! Wir hängen einfach ein, zwei Handtücher zwischen die Bäume und dann haben wir ein improvisiertes Feld. Also, wie wollen wir die Teams machen?"
"Ich wäre dafür, dass Melly und ich wählen! Darf ich anfangen? Als Jüngste?"
"Klar, Elly und Melly, find ich gut. Wen willst du denn als Erstes?"
"Mhh, mal sehen, ich wähle ... Jeremy! Komm doch in mein Team, ja?"
"Okay, dann nehm ich- hmm ... Dann nehm ich Nathan, damit es fair ist, jedes Team hat einen Volleyballspieler! Okay, Elly, du bist wieder dran."
"Gut, dann nehme ich ... Mia! Unser Trio macht euch gnadenlos fertig, versprochen!" "Ach was! Sawyer und ich sind sowieso schon ein Dreamteam und wenn wir auch noch Nathan an unserer Seite haben, dann sind wir unschlagbar!"
Und selbst wenn nicht ... Spaß würde es trotzdem machen, definitiv.
"Wollen wir nächste Runde Jungs gegen Mädchen machen?"
"Uhm, gerne, aber ... Lass uns erst mal dieses Match hinter uns bringen, ja? Beachvolleyball, alles ist erlaubt!"
War zwar bisschen unfair, da Sawyer auch mal eine Weile Fußballer gewesen war, doch ... Wenn er den Ball Volley rüber schießen könnte, wäre das echt unglaublich.
"Okay, da Elly angefangen hat zu wählen, machen wir jetzt den Aufschlag ... Nathan? Erweist du uns die Ehre?"
Mit einem Zwinkern nickte er mir zu und jonglierte den Ball für einen kurzen Moment. Das ... Das war auf jeden Fall die richtige Entscheidung gewesen, ihn einzuladen.
"Okay, auf geht's!"
Mit einer Leichtigkeit warf er den Ball in die Luft und beförderte ihn über die Handtücher. Klar, er war im Volleyballteam, doch ... Es war trotzdem beeindruckend, wie leicht es ihm fiel. Jeremy brachte den Ball allerdings genauso schnell wieder auf unsere Seite, was mir nichts anderes übrig ließ, als mich auf meine Knie zu werfen und den Ball mehr oder weniger graziös über "das Netz" zu baggern. Bisher liefs ja ganz gut, oder?
[Jaja, ist mir schon aufgefallen. Ich bin immer noch neugierig! :< ^^ Yäss! Auch wenn das Tippen auf dem Handy trotzdem immer ne Weile dauert "
Btw ich hoffe die englischen Sachen im Text stören nicht zu sehr. Ist so ungewohnt auf Deutsch, haha
]
Jeremiah
Ah, dann kam Elly also auch noch dazu? Umso besser, dann mussten wir uns zumindest nicht im Kreis aufstellen. Nicht, dass ich damit ein Problem hätte, wir machten es ja selbst beim Training oft genug. Sozusagen als Erwärmung, um erstmal wieder ein Gefühl für den Ball zu bekommen, oder manchmal auch einfach nur so zum Spaß. Allerdings hatten wir diese Variante des Spielens Campfire getauft, weil es häufig mit weniger erfahrenen Spielern genau darauf hinauslief - alle standen brav im Kreis, der Ball war in der Mitte und niemand fühlte sich für die Annahme verantwortlich, denn.. es waren ja genug Leute da, nicht? Irgendwer würde schon gehen. Aber gut, vielleicht nervte mich sowas auch nur, weil ich seit Jahren darauf trainiert wurde jeden fliegenden Ball automatisch als den meinen zu betrachten. Und doch kam es in den besten Teams vor, dass am Ende niemand den Ball nahm, weil alle dachten ein anderer würde es tun. Ich konnte die Stimme Olivers, unseres Kapitäns, fast hören, wie er immer und immer wieder "Kommunikation!" durch die Halle brüllte, wenn er dieses Verhalten bei uns entdeckte. Auch wenn es mittlerweile echt selten geworden war, wenn nicht gerade neue Leute ins Team kamen.
Also dann: Melly, Nathan und Sawyer gegen Elly, Mia und mich. Das.. hatte Elly doch nicht etwa mit Absicht gemacht, oder? Mich von Melly zu trennen und dafür zu sorgen, dass sie mit Sawyer und Nathan in einem Team spielte? Oh doch, wahrscheinlich schon, so frech wie sie mich schon wieder angrinste. Das kleine Biest. Vielleicht war es aber auch Selbstschutz, weil sie sich denken konnte dass ich bestens in der Lage war, meine Aufschläge oder spikes auf ihr Gesicht zu zielen. Wenigstens schien sich Mia über die Teams zu freuen, wenn sie auch schon wieder etwas nervös wirkte. Zu Recht, immerhin würde Nathan mit Sicherheit - ja, natürlich machte er die erste Angabe. Dieses Zwinkern.. nein, er war eben einfach so, dass hatte überhaupt gar nichts zu bedeuten! Es passte mir absolut nicht, aber ich las da ganz bestimmt zu viel hinein! Und.. Melly beobachtete nicht mit leiser Bewunderung wie er den Ball herumjonglierte, dass.. - nein, wirklich nicht.
Eigentlich schon interessant, wie fast jeder irgendeine unbewusste Geste hatte, die er vor jedem Aufschlag durchführte. Wie ein kleines Ritual zur mentalen Vorbereitung. 8 Sekunden waren dafür jedenfalls ausreichend. Bei Nathan war es genau dieses Jonglieren, ganz kurz nur, aber er tat es jedes Mal und ich hielt mich bereit, eine Art angenehme Nervosität in den Adern. Ich wusste, wohin er ungefähr zielen würde. Auch das war bei fast jedem vorhersagbar, wenn man lange genug zusammen spielte.
Es wurde ein Aufschlag wie aus dem Lehrbuch, aber auch ebenso leicht anzunehmen. Aus reiner Gewohnheit spielte ich nicht direkt zurück, sondern zuerst zu Mia, die nach oben pritschte und mir damit die perfekte Vorlage lieferte - nah dran! Wäre Melly der save nicht gelungen, hätte ich sie gehabt. Eigentlich erforderte das Spiel meine gesamte Konzentration, aber ich kam nicht umhin, Mella's schnelle Reaktion zu bewundern - gab es irgendetwas, was sie nicht konnte?
Vielleicht lag es daran, dass ich abgelenkt war, vielleicht auch einfach daran, dass wir noch nie in dieser Konstellation gespielt hatten und dementsprechend nicht alles reibungslos verlief - jedenfalls ging der erste Punkt an Team Mella. Sie spielte wirklich nicht schlecht! Ebenso wie Elly und Mia um ehrlich zu sein, was ich von den beiden gar nicht unbedingt erwartet hätte. Sawyer war der nächste am Aufschlag, ihn konnte ich nicht so leicht einschätzen wie Nathan. Wenn sie noch einen Punkt bekommen, macht Melly die nächste Angabe, ging es mir durch den Kopf und ich lächelte schwach vor mich hin. Allerdings.. einfach würde ich es ihnen deshalb noch lange nicht machen!
Sawyer's Technik war vielleicht ein wenig.. experimentell - oder sollte ich kreativ sagen? Aber es gelang ihm problemlos, den Ball über das improvisierte Netz zu bekommen. Kraft hatte er jedenfalls, daran bestand kein Zweifel. Elly hatte ihre Mühe mit der Annahme, aber es gelang ihr, den Ball weit nach oben zu spielen - wenn auch schräg nach hinten, sodass ich mich flach auf den Boden werfen und rückwärts über meinen Kopf hinweg spielen musste, um Mia noch einen halbwegs anständigen set legen zu können. Sicherlich war eine gehörige Portion Glück dabei, und elegant war es vermutlich auch nicht gewesen, aber der Ball war für's erste wieder im "gegnerischen" Feld. Noch etwas, was ich am Volleyball mochte - Spieler mit geringerer Körpergröße so wie Elly waren eigentlich kaum im Nachteil, anders als beispielsweise beim Basketball. Das Einzige, was für sie problematisch werden könnte war der Block, aber.. bei Amateurspielen nutzte man den ja zum Glück eh kaum. Außer natürlich man spielte gegen einen Teamkollegen - dann war es natürlich vollkommen in Ordnung, ihn mit seiner eigenen Lieblingstaktik ein wenig zu ärgern, nicht wahr? Der Ball prallte von meinen Händen zurück ins Feld und obwohl sie sich noch an einer spektakulären Rettung versuchten, ging dieser Punkt an Team Elly. Ebenso wie das Aufschlagrecht, überlegte ich grinsend, als mir auch schon der Ball in die Hand gedrückt wurde.
"Wenn er ihn versemmelt, ist zumindest keine von uns dran Schuld.", hörte ich die Kleine hinter mir murmeln, lachte aber nur. Es stimmte, wer die Angabe machte hatte für einen Moment eine enorme Verantwortung. Am Anfang war ich deshalb oft nervös geworden; ich war es heute noch, manchmal. Aber nicht hier und nicht jetzt. Außerdem.. ich hatte nicht nur zum Spaß die letzten Monate unermüdlich an meinem jump serve, oder auch Sprungaufschlag gearbeitet, nicht wahr? Ein ziemlicher Hingucker, selbst bei offiziellen Spielen, aber er war die Arbeit mehr als wert wenn man ihn gut beherrschte.
Nach wie vor lächelnd strich ich mir einige Strähnen aus dem Gesicht, obwohl gar keine da waren. Wie immer, huh? Ich schloss kurz die Augen, dann warf ich den Ball an - hoch, sehr hoch - zu hoch für eine Angabe. Ich konnte Nathan's überraschten Blick auf mir spüren, ebenso wie das Aufblitzen seiner Augen als er zweifellos erkannte, was ich vorhatte. Dann schaltete sich mein Denken aus und mein Körper handelte von allein, mit der Sicherheit einer hart erkämpften Routine.
[Haha ja, vllt spoiler ich mal ein wenig ;--))) Haha same, besonders da mein Handy langsam abspâckt, aber yooolo xD Ah ja kein Ding, i mean, klingt auf Deutsch immer so weird xD Haikyuu fan?]
Mella
Wir würden uns wirklich anstrengen müssen, wenn wir gegen Jeremy gewinnen wollten! Klar, wir hatten zwar auch Nathan (und Sawyer war wirklich wirklich gut), aber das musste gar nichts bedeuten. Wir mussten uns auf jeden Fall bemühen. Sicher, das hier war nur zum Spaß, aber ich war dann vielleicht doch ein klein wenig wettbewerbsfreudig. Ein wenig sehr. Es fühlte sich einfach so gut an, sich an so etwas zu beteiligen und sein allerbestes zu geben! Besonders, wenn man große Dinge gemeinsam erreichen konnte. Selbst, wenn es im Wasser so aussah, als wäre man auf sich allein gestellt, steckte dahinter wundervolle Teamarbeit, ehrlich. Besonders, wenn wir in einer Regatta zusammen schwammen - Himmel, dann zählte echt jede Sekunde. Wenn einer den Vorsprung verloren hatte, ging es nicht darum, auf diese Person sauer zu sein, sondern darum, alles zu geben um doch noch gemeinsam zu gewinnen. In den meisten Fällen konnte niemand wirklich etwas dafür, nein, und oftmals fühlten sich die "Schuldigen" schlechter als alle anderen im Team. Dabei hatte niemamd wirklich schuld; Es konnte doch keiner etwas dafür, wenn die anderen mal schneller waren oder man selbst einen klitzekleinen Fehler gemacht hatte. Das konnte doch jedem mal passieren, ohne Frage - Alle von uns machten mal einen dummen Fehler hier und da, das war doch absolut normal.
So normal, wie es war, dass meine Konzentration langsam aber sicher schwand? Okay, Fokus. Einfach nur konzentrieren. Den Kopf ins Spiel kriegen, was? Dieses Mal wohl wortwörtlich. Ich musste mich schließlich anstrengen, wenn ich mit allen in unserem Team mithalten wollte. Auf Dauer würde ich es vielleicht nicht schaffen, aber ... Der Versuch war ja, was zählte.
Wir hatten mittlerweile auch schon unseren ersten Punkt ergattern, aber die anderen brauchten auch nicht wirklich lange, sich zu revanchieren. Es war ein überraschend anstrengendes Match - wobei, überraschen sollte es mich eigentlich nicht. Wir hatten professionelle Volleyballspieler am Start und Sawyer, Elly und ich waren ziemlich ehrgeizig. Mia war etwas reservierter, aber sie würde ungern ihr Team hängen lassen, weshalb sie sich ja letzten Endes doch mehr verausgabte, als gut für sie war. Aber sie würde es hier schon nicht übertreiben, oder?
Mittlerweile war Jeremy am Ball und- Wow. Das- Was sollte das denn wer-
"Wahnsinn!", rief ich begeistert und verfolgte mit großen Augen den Ball. Hatte er gerade wirklich einen Sprungaufschlag gemacht? Wie nannte man das nochmal? Das hatte doch irgendeinen Na-
"Melly, Vorsicht! Der Ba-"
Wow, der ... War ganz schön hart angeflogen gekommen.
"Oh mein Gott, ist alles oka-"
"Ja, ja, alles bestens! Konzentriert euch, der Ball ist rübergeflogen!"
"B-bist du dir sicher? Der war immerhin an deinem Ko-"
"Melly hat 'nen Dickschädel. Wenn sie sagt, dass es okay ist, dann sollten wir uns lieber den Punkt holen, sonst gibts Ärger!"
Lächelnd nickte ich und machte mich wieder bereit. Wenn ich schon so einen wunderschönen Kopfball hingelegt hatte, dann durften wir uns das einfach nicht entgehen lassen! Zum Glück hatte Elly den Ball rüber serviert, damit hatten wir mal eine kurze Pause von den feurigen Bällen von Jeremy. Elly spielte natürlich trotzdem sehr gut, doch das Mangeln ihrer Kraft (im Vergleich zu den Jungs) gab uns eine gute Chance.
"Okay, Jungs ... Darf ich den runterhauen?"
"Klar, mach dich bereit - Sawyer, zu mir - uuuund los Melly!"
Grinsend rannte ich los und gab mein Bestes, so hoch wie möglich an den Ball zu springen. Wir hatten das im Unterricht eigentlich kaum geübt, aber jetzt war doch die Zeit, es mal zu probieren, nicht wahr?
"Okay ... Und jetzt einfach nur runter!"
Das sah doch gar nicht mal so schlecht aus! Dabei hatte ich ihn nur so halb erwischt, aber der Ball bewegte sich trotzdem relativ schnell gen Boden. Leider brachte es nicht viel, da Jeremy den Ball letztendlich erreichte, doch ... Ein guter Schuss war es trotzdem gewesen! Und jetzt bot sich ja auch eine ziemlich gute Gelegenheit, um den Ball zu blocken. Als hätte er meine Gedanken gelesen (dabei wusste er es wahrscheinlich einfach selbst besser, immerhin war er ja im Volleyballteam) setzte Nathan ein paar Schritte nach vorn und sprang nach oben. Dabei hatte er das eigentlich kaum nötig, wenn man bedachte, wie groß er war.
"Wahnsinn! Gut gemacht, Nathan! Man merkt schon, warum du im Volleyballteam bist. Den hätte glaube kein andrer so gut blocken können - na ja, außer vielleicht Jeremy."
Das Spiel war echt verdammt spaßig! Hoffentlich würden wir noch einige Matches hinbekommen - ich wollte schließlich mal mit jedem von ihnen eine Runde spielen! Besonders mit Mia, das würde echt gut werden.
"Jeremy, Nathan, ihr müsst dann aber auch mal ein Wettschwimmen mit uns machen! Da haben wir dann wenigstens mal einen kleinen Vorteil, hehe. Ich will ja auch einmal gegen euch gewinnen! Sonst lohnt sich das ja kaum, haha."
Also gegen Nathan würde ich auf jeden Fall gerne Mal schwimmen. Ich hatte ihn so noch nie in Aktion gesehen. Zugegeben, ich durfte ihn zum Glück ein paar Mal beim Volleyballspielen beobachten (jetzt spielte ich ja sogar mit ihm!), aber sonst ...
"Jetzt will ich mal den Aufschlag machen! Ich kann den mittlerweile sogar von oben!"
"Wird ja auch mal Zeit. So oft, wie wir geübt haben, Melly ..."
"Jaaaa, ja. Geht mal lieber in Deckung, der könnte knapp werden ... Uuund los!"
[Holy lobster king, yäss please!
Hahaha, oh noes das arme Handy. Aber am PC vertippe ich mich dauernd, da geht's auch nicht schneller. ^^ Jaaaha auch. Ich spiele selbst, hab aber auch bisschen Haikyuu gelesen - cute af. :3 Und selbst? Free! fan?]
Jeremiah
Oh verdammt, was - so war das eigentlich nicht unbedingt.. uhm. Der Aufschlag an sich hatte hervorragend funktioniert, fast besser noch als manches Mal beim Training. Und.. darüber war ich auch ziemlich erleichtert, denn es wäre schon etwas peinlich geworden, wenn es ausgerechnet jetzt nicht geklappt hätte. Klar, sowas war normal und konnte bei so einer komplizierten Technik schnell mal passieren - und eigentlich war es auch gar nicht schlimm, aber vor Melly wollte ich mich wirklich nicht blamieren. Apropos, es.. ging ihr doch gut, nicht wahr? Sie sagte das jetzt nicht nur, damit das Spiel weitergehen konnte, richtig? Gott, ich - ich war wirklich ein Idiot manchmal! Vielleicht hätte ich besser mal üben sollen meine Aufschläge nicht an anderer Leute Köpfe zu spielen, statt den jump serve zu lernen. Idiot! Und doch konnte ich nicht anders, als beeindruckt von ihr zu sein. Mal wieder. Aber definitiv zu Recht! Oliver scherzte gerne, dass man das Talent zum Volleyball daran erkennen konnte, ob jemand nach einem unfreiwilligen Kopfball weitermachte, oder weinend zusammenbrach. Melly gehörte dann wohl zu denen, die Talent hatten, huh? Unwillkürlich musste ich Lächeln, trotz der Sorge um sie und den innerlichen Verwünschungen - diesmal an mich selbst gerichtet. Es wäre echt super, wenn Melly auch ins Team kommen würde. Hatte sie nicht vorhin so etwas gesagt? Damen- und Herrenmannschaften waren zwar getrennt, aber die Mädchen trainierten mit uns zur selben Zeit und nicht selten spielten wir auch zusammen. Nicht, dass ich glaubte sie würde den Schwimmclub verlassen, aber es hinderte sie ja nichts daran, einfach mit zum Training zu kommen. Das taten einige, meist kurz bevor im Unterricht Zuspiel oder Aufschlagkontrollen anstanden. Aber -
"Jeremy!"
Huh? Was.. Oh! Ich ließ mich gerade noch rechtzeitig fallen, um einen wirklich sehr schönen (und für mein Team sehr gefährlichen) spike wieder nach oben zu spielen. Wie lange war ich denn abgelenkt gewesen, verdammt? Peinlich, sehr peinlich. Und mein Versuch, es wieder gut zu machen hatte dank Nathan auch nichts mehr gebracht. Mîst. Hätte ich mir wohl denken können, dass er das jetzt abziehen würde. Vollkommen zu Recht, um fair zu bleiben, aber die Art, wie Melly Nathan dafür lobte, machte mich einfach nur.. - Gott, ich sollte wirklich nicht sowas denken, aber.. Irgendwie hätte ich Lust, gleich noch einen jump serve zu machen - diesmal in Nathan's Gesicht. Obwohl.. wäre Melly dann nicht besorgt um ihn? Oder - nein, nein stop ernsthaft, dass machte es auch nicht besser. Ganz ruhig. Sie würde mit mir zusammen sein, nicht mit Nathan. Sie würde mich loben, nicht ihn. Ich würde das schon hinbekommen. Beim Wettschwimmen, vielleicht? Gegen Sawyer würde ich dabei sicher keine Chance haben, aber gegen Nathan schon. Vielleicht. Ganz ruhig. Jetzt war Melly doch erstmal am Aufschlag, nicht wahr?
"Hey, der war gut!" ,entfuhr es mir etwa im selben Moment, in dem Nathan "Siehst du, klappt doch super!" ,rief. Dieser - nein, Konzentration. Melly hatte das Lob verdient, selbst von ihm. Es.. war doch wohl lächerlich, wegen eines Komplimentes eifersüchtig zu werden, oder etwa nicht? Und deshalb war ich das auch kein bisschen, wirklich nicht!
Ich nahm den Aufschlag an und spielte zu Elly. Die wiederum lieferte eine gute Vorlage für Mia, welche den Ball zurück ins andere Feld beförderte. Es war ein gutes Match mit unerwartet viel Einsatzbereitschaft der Spieler. Es war offensichtlich, dass alle ihr bestes gaben und voller Ehrgeiz versuchten Punkte zu erzielen.
Insofern war es wohl keine große Überraschung, dass der Spielstand bis zum Schluss ziemlich ausgeglichen blieb. Wir hatten ausgemacht, nicht wie üblich bis 21, sondern nur bis 15 Punkte zu spielen. Im Moment stand es 13:14 für Melly's Team - Matchpoint für sie also, während wir noch 3 Punkte benötigten.
"Ace, ace, in your face." , sang Nathan leise lächelnd vor sich hin, während ich aufstand und mir den Sand von den Sachen klopfte. Er wurde immer gerissener, was das Zielen anging - den letzten serve hatte ich einfach nicht mehr bekommen. Und.. wir hatten zwar keine Cheerleader, aber die üblichen Sprüche funktionierten ja auch ohne, nicht wahr? Obwohl wir die meisten kaum benutzten, weil es einfach ein wenig albern war, sich nach einem Punktgewinn aufs Feld zu stellen und Dinge wie "1, 2, 3 - vorbei!" zu rufen.
"Solltest du nicht am besten wissen, wie viel bei so einem Matchpoint noch schief gehen kann? Wir holen uns das Spiel schon noch. Pass schön auf, dann weißt du beim nächsten Mal wie sowas geht."
Harmlose Sticheleien - er lachte - , und doch bereitete es mir mehr Freude als es sollte, Nathan an eins unserer ersten offiziellen Spiele zu erinnern.
"Also dann - Mia, Elly. Drei Punkte sind gar nichts, die kriegen wir auch noch hin! Lasst euch nicht einschüchtern, es kann ganz schnell gehen. Reicht schon, wenn jemand", ein kurzes Grinsen in Richtung Nathan, "den Ball versehentlich ins Netz schießt. Und dann holen wir uns den Sieg!"
Ich wuschelte Elly durch die Haare - sie würde mich wirklich umbringen, huh? - berührte Mia kurz an der Schulter und lächelte beide an, dann machte ich mich bereit für die Aufholjagd. Es war eigentlich nicht wichtig, aber.. Ich wollte definitiv gewinnen!
Na ja, zum einen wird sie sich natürlich extrem an ihn ranschmeißen und zum anderen versuchen, dass Melly und er eher wenige naise encounters haben, haha x3
Na jaaa, ein kleines bisschen vllt aber PC wird immer so waaarm xdd Waaas? cool :3 ich wollte auch mal spielen, aber das Team in unserer Stadt war nicht so meins ... die waren so alle gut und like, 12, 13, da kam ich mir dezent blöd vor mit meinen nicht vorhandenen SkiIIs xD war ich leider mal, haha, aber ich find schwimmen einfach kuhl (und würds gerne wieder machen, haaah)]
Mella
Das Spiel lief echt wahnsinnig gut. Natürlich gab es hier und da mal ein paar Ecken und Kanten, doch an sich machte es ganz schön Spaß. Selbst die paar Ausrutscher mit unfreiwilligen Kopfbällen und halben Saltos im Versuch, irgendwie noch einen Ball zu treffen, waren witzig (und auch ganz schön anstrengend) gewesen. Sawyer und ich mussten unbedingt mal probieren, ob es möglich war, den Ball aus der Luft im Salto zu schießen ... Moment, konnte ich überhaupt einen Salto schlagen? Es war schon eine kleine Weile her, seit ich mal bei einem Cheerleading Crashkurs mitgemacht hatte. Zugegeben, es war fast schon ein bisschen mehr Crash als Kurs, aber es hatte auf alle Fälle einen ziemlichen Spaß gemacht. Auf dem Sand könnte ich es zumindest mal probieren, da würde das ganze nicht so schmerzhaft enden ... Wobei, wenn er mich hochwarf, hatte ich noch ein bisschen mehr Zeit in der Luft. Dann könnte ich- Nein! Ich musste mich aufs Spiel konzentrieren, insbesondere, wenn es die ganze Zeit so knapp war! Wie holten uns jeden Punkt beinahe abwechselnd, Himmel. Es war so wie in den Filmen! Das hier war zwar kein ultrawichtiges alles entscheídendes Spiel, welches bestimmte, ob unsere Schule aufsteigen würde, aber es machte mindestens genauso viel Spaß. Möglicherweise könnte ich ja Nathan einmal fragen, ob er mir nach der Schule ein bisschen mehr Volleyball zeigen könnte. Beispielsweise diesen Aufschlag, den Jeremy vorhin gemacht hatte! Zwar bezweifelte ich, dass ich das sofort so hinbekommen könnte, doch ... Spaß würde es bestimmt machen und wenn ich mich genug dahinter klemmte, könnte es tatsächlich kIappen. Er ... Er war bestimmt ein guter Lehrer, was? Schließlich half er den Leuten im Team doch sicher auch ab und zu aus. Zumindest, wenn es so wie im Schwimmteam lief, wo ja jeder einander aushal-
" Wir holen uns das Spiel schon noch. Pass schön auf, dann weißt du beim nächsten Mal wie sowas geht."
Richtig! Konzentration. Unser Spiel war schließlich immer noch nicht vorüber. Zwar fehlte uns nur noch ein einziger Punkt, um unseren Sieg zu garantieren, aber ... Man sollte ja den Morgen nicht vor dem Abend loben, was? Oder irgendwie so etwas in der Art. Sprüche waren nicht unbedingt meine Stärke, doch im Volleyballteam sah das ja ganz anders aus.
Jeremy versuchte, Mia und Elly noch zum Kampf zu motivieren. Sie schienen das hier wohl echt genauso gewinnen zu wollen. Aber das würden wir definitiv nicht zulassen!
"Okay, auf gehts Jungs! Die machen wir doch locker fertig! Uhm, wie ging das nochmal, Nathan?" Lächelnd zwinkerte ich ihm zu und drehte mich anschließend zu den anderen herum, während ich ihnen die Zunge herausstreckte.
"Ace, ace, in your face! Damit kennst du dich ja am besten aus, was, Jeremy? Aber ich weiß genau, wie man so etwas kontern kann, hehe!"
Diese kleinen Sticheleien gehörten ja schließlich zu dem hier dazu, nicht wahr?
"Du schaffst das, Nathan! Du schießt garantiert nicht daneben ... Ich glaub an dich!"
"Krieg ich denn 'ne Belohnung für den Sieg, huh?"
Ha- ... Hatte er das gerade echt gesagt? Das war doch nur ein kleiner Witz, nicht wahr? Atmen. Durchatmen.
"Wer weiß ... Wenn du nicht ins Netz schießt, könnte das sein!"
Warum waren meine Knie nur so wacklig? Das- Hoffentlich würde ich nicht am Ende noch ins Netz schießen.
Natürlich hatte Nathan es problemlos geschafft, den Ball ins gegenüberliegende Feld zu donnern. Okay, jetzt nur nicht durchdrehen. Ich war ja nicht allein; Sawyer und Nathan standen auch noch auf dem Feld. Einfach durchatmen und beruhigen. Wir holen uns den Sieg!
Schnell hastete ich nach vorn, als Elly den Ball nach unten schlug. Es war knapp, aber ich schaffte es zumindest, irgendwie den Ball nach oben zu befördern. Nathan brachte ihn schnell in eine spielbarere Lage, woraufhin Sawyer einen weiteren Angriff startete. Zunächst sah es ganz gut aus. Mia passte zu Jeremy und dieser gab Elly eine perfekte Vorlage, allerdings ... Sie schien ihn wohl nicht sonderlich gut bekommen zu haben, was? Der Ball flog zwar über unser improvisiertes Netz, aber leider hatte sie es geschafft, ein paar Zentimeter zu weit ins Aus zu spielen.
"Yaay, wir haben gewonnen!" Grinsend rannte ich auf Sawyer zu und gab ihm ein Highfive, welches ich ebenfalls, wenn auch dieses Mal etwas zögerlicher, an Nathan weiterleitete.
"Gutes Match, ihr habt alle echt euer Bestes gegeben. Dein jumping serve läuft ja mittlerweile echt gut, Jeremy. Wenn du den bei den nächsten Spielen weiter reindonnerst, müssen wir vielleicht gar nicht mehr spielen, haha. Aber ihr wart echt alle ziemlich gut, ganz ehrlich! Haben wir ja glatt ein paar Auswechselspieler am Start, falls mal jemand kurzfristig absagt."
"Welche Teams sollen wir als nächstes machen, mh? Wie wär's, wenn wir dieses Mal die zwei Champs wählen lassen. Wäre ja unfair, wenn ein Team beide hat. Also, Jeremy, Nathan, ihr seid dran."
"Klar, klar ... Dann fang mal an, Jeremy."
[Awww er hat sie doch jetzt schon "total" lieb xD Jaah aber im Moment ist alles zu waaarm. ^^ Ahahah okay nice So komme ich mir in literally jedem anderen Sport vor ^^ Leider? Well, ja dann bist du mal geschwommen? :3]
Jeremiah
Eine Belohnung für den Sieg? Was.. - Was sollte das denn bitte heißen, verdammt?! Glaubte er vielleicht das wäre witzig? Ich - Okay. Gut. Nathan war eben einfach so. Er ließ öfter mal solche Sprüche ab, dass.. war normal. Aber ging er nicht langsam ein deutliches bisschen zu weit damit? Und warum beschwerte Melly sich nicht? Eben noch hatte sie ihm ebenfalls zugezwinkert, jetzt bekam er womöglich eine Belohnung, wenn er seinen verdammten Aufschlag ordentlich hinbekam! Erwiderte sie sein wîderlich charmantes... Herumalbern etwa? Das.. Das war doch nicht - dieser absolute Idiot! Ich hatte es versucht, wirklich. Ich hatte mir Mühe gegeben, mich nicht durch seine ganz normale Art provozieren zu lassen. Aber er hatte es schließlich darauf angelegt mir auf die Nerven zu gehen! Und.. mittlerweile hatte er es geschafft. Ich war genervt und wütend und.. - okay! Eifersucht spielte da auch mit rein. Vielleicht ein kleines bisschen. Aber zu Recht, verdammt! Was sollte ich denn sonst fühlen, wenn er sich so an sie ranschmiss? Melly gehörte zu mir! Sollte Nathan sich doch Mia an den Hals werfen.. oder Elly... oder irgendeinem anderen Mädchen hier, es waren ja wirklich genug vorhanden! Sollte er von mir aus mit allen gleichzeitig etwas laufen haben - solange er dabei seine Finger von Melly ließ! Obwohl, dass tat er ja eigentlich schon. Egal, dann eben seine Blicke und sein Zwinkern und Lächeln und überhaupt alles, was meine Melly dazu bringen könnte, ihn öfter anzusehen als mich! Am liebsten hätte ich sie augenblicklich vom Feld gezogen um sie von Nathan zu trennen, aber das Match lief immerhin noch. Ich jedenfalls wollte nicht herausfinden, ob die Sache mit der Belohnung tatsächlich nur ein Spaß gewesen war.
Aber der Idiot meisterte seine Angabe leider ohne Probleme. Wir brachten einige Ballwechsel hinter uns, bei denen manche auch ganz schön knapp für Team Melly wurden. Aber obwohl wir uns anstrengten, reichte es am Ende nicht mehr um den Rückstand noch aufzuholen. Ein kleiner Fehler, ein leichtes Abrutschen am Ball - mehr war nicht nötig gewesen. Und jetzt gab Melly auf der anderen Seite des Felds Sawyer und Nathan begeisterte High Fives, während ich hier stand und zusah und Elly verfluchte. Ich gab ihr nicht die Schuld daran, dass wir verloren hatten. Dafür konnte sie nichts, nicht wahr? Auch wenn schlussendlich ihr Schuss ins Aus geflogen war und uns den Punkt gekostet hatte. Aber sowas passierte eben und einer war nunmal immer der, der den letzten Fehler gemacht hatte. Nein, daran lag es nicht - aber an dieser verdammten Teamaufstellung, daran war sie Schuld! Wieso hatte sie denn zugelassen, dass Melly ausgerechnet mit diesen beiden Idioten spielte? Wozu sollte das bitte gut sein? Um mir zu "helfen"? Um herauszufinden, ob es wirklich der Nathan war, auf den sie möglicherweise ein wenig stand? Jaaha, vielen Dank, dass konnte ich selbst sehen!
Okay. Durchatmen. Freundliche Miene aufsetzen. Niemand mochte schlechte Verlierer, und auch wenn die Niederlage nicht der Grund für meinen Ärger war, würde es genau danach aussehen. Stattdessen riss ich mich also zusammen und gab Elly und Mia ebenfalls High Fives.
"Ganz ehrlich, ich glaube Oliver wäre echt froh mal wieder ordentliche Auswechselspieler wie euch zu haben und nicht nur Leute, die kurz vor der Leistungskontrolle plötzlich doch noch lernen wollen wie man Aufschläge macht."
Ah, Moment.. hörte ich da etwas von einem zweiten Match?
"Haha, wie überaus großzügig von dir, mich anfangen zu lassen, Nathan. Also gut, dann nehme ich.. Melly."
Sehr überraschend, nicht wahr? Ich lächelte sie an und versuchte dabei, nicht nach Zeichen der Enttäuschung in ihrem Blick zu suchen. Es gab keinen Grund, warum sie lieber mit Nathan spielen würde als mit mir, ganz bestimmt nicht!
"Okay.. Elly, wärst du so nett?"
"Mh.. dann nehme ich noch.. Mia! Mach dich bereit Nathan, du hast schon so gut wie verloren!"
"Ach ja? Ich bin zwar eigentlich ganz froh, dass wir sonst im selben Team sind - aber heute mache ich dich gerne noch ein zweites Mal fertig!"
Das hätte er wohl gerne, der Angeber. Aber den zweiten Sieg würde ich ihn auf keinen Fall auch noch haben lassen. Schon allein um Melly zu beweisen, dass ich ebenso gut - nein, dass ich besser sein konnte als er! Und dann würde sie mich loben und anzwinkern und mir High Fives geben, nicht ihm!
Von dieser wunderbaren Vorstellung beflügelt, wandte ich mich an mein neues Team.
"Okay, ihr habt ja jetzt gesehen wie die anderen spielen. Vorsicht vor Nathan's Block - gut, dass der normalerweise nicht mein Problem ist. Aber keine Sorge, ihr zwei wart klasse! Und dass ihr ein super Team seid, habe ich ja gestern schon gesehen, nicht wahr? Also los, zusammen holen wir uns das Siegerkrönchen wieder zurück!"
Nathan schien eine ähnliche kurze Ansprache gehalten zu haben, denn als ich mich umdrehte blickten die drei anderen ebenso entschlossen zu uns wie wir zu ihnen herüber.
"Würdest du uns die Ehre erweisen die erste Angabe zu machen, Melly?"
Re: let me hold you || Luxa & Ich
von malitsuki am 06.09.2019 16:17Elly
Warum überraschte es mich eigentlich nicht, dass der Typ sie sogar hierher geschafft hatte? Wie er allerdings dazu gekommen war, war mir ein Rätsel. Vielleicht könnte er mir ja ein paar Tips geben ...
"Dauert auch wirklich nicht lange! Könnt gleich weiter fahren!" Kurz nachdem er ausgestiegen war, schnappte ich mir auch schon seinen Arm und zog ihn hinter eine Zaunecke.
"Okay, also, hör mir mal gut zu. Ich weiß was du mit Mella abziehst. Und wenn du nicht willst, dass sie was davon mitbekommt, dann hörst du mir lieber genau zu ... Und bevor du dich fragst wovon ich rede, ich hab Beweise, also versuch gar nicht erst was abzustreiten ... O-okay? Aber wenn du kooperierst, kann das vielleicht für uns beide Vorteile haben ... Ich könnte ein bisschen Geld gebrauchen und du würdest dich ja bestimmt über ein paar Mella-Updates freuen - besonders, wenn du nicht da sein kannst." Lächelnd hob ich eine Augenbraue und blickte in Richtung Umkleiden. "Zum Beispiel darüber, was eigentlich so in der Umkleide abgeht? Du weißt ja, gerade da reden Mädchen darüber wen sie so mögen - und wer natürlich absolut gruselig ist."
[Okay, was Elly angeht - ich fand die Vorstellung dass 'n kleines Mädchen ihn bedròht einfach witzig, sorry xD]
[Ikr ich bin echt nicht gemacht für die Hitze :p Aww das wird schon ^^ Spätestens bei der Prüfung kannst du's dann ;3]
Jeremiah
"Also dann, da wären wir." ,verkündete ich fröhlich, "Kein Problem, wirklich, es lag sowieso auf dem Weg. Und ich fahre immer vorsichtig, was denkst du bloß von mir?"
Ich zwinkerte leicht und kassierte prompt einen (verdienten) Stoß in die Seite von Lissa. Bevor ich allerdings dazu kam, mich von Melly und Mia zu verabschieden, platzte ein kleines Mädchen dazwischen, das die beiden aufgeregt begrüßte. Elly.. das war dann wohl ihr Name, nicht wahr? Freshman, huh? Es ging gar nicht anders - sie war nicht in Lissa's Jahrgang, und älter war die Kleine ganz bestimmt auch nicht. Nur was... wollte sie denn jetzt von mir? Was für ein - hatte ich etwa eine Strafarbeit vergessen? Mrs. Anderson nutzte gern jede Gelegenheit, um ältere Schüler zur Leitung von Studiengruppen oder ähnlichem der Jüngeren zu zwingen. War es das? Ich wusste beim besten Willen nicht, worum es sonst gehen könnte.
"Falls Sawyer euch Probleme macht, sagt ihm es war meine Schuld. Bis später!" ,rief ich noch grinsend zum Abschied, bevor ich Elly folgte. Oder besser, bevor ich von ihr mitgeschleift wurde. Das musste ja wirklich ein wichtiges Projekt sein, bei dem ich ihr da... helfen.. was? Moment.. - was?! Wie hatte sie das überhaupt -
"W-Warte mal kurz, langsam, okay?", versuchte ich die Kleine zu stoppen, die wie ein wütender Terrier zu mir hochstarrte. Das irrationale Bedürfnis laut loszulachen stieg in mir auf und ich hatte größte Mühe, es zu unterdrücken.
- Gott, ich.. Ich musste nachdenken. Am besten schnell. Es war ein Bluff. Nein, wirklich, es.. es musste einer sein, was für - es gab keine Beweise, welche denn auch? Die Zeichnungen? Unmöglich, wir hatten keine Kurse zusammen. Verdammt! Ich - sie würde doch nicht.. Oder?
"Also gut... Elly. Weißt du, wenn du mir schon drohst, dann solltest du mir doch zumindest vorher erklären, was genau ich deiner Meinung nach mit Melly abziehe, findest du nicht?"
Ruhig bleiben, ganz ruhig. Ihre Stimme hatte doch gerade ein wenig gezittert, nicht wahr? Sie war bloß ein kleines Mädchen, das mindestens so nervös sein musste wie ich. Nur mit dem Unterschied, dass ich meine Gefühle nach dem ersten Schock wieder im Griff hatte. Irgendwie. Ein bisschen. Ich.. würde das schon hinbekommen.
"Zu jung für einen Ferienjob, huh? Und wenn ich dir kein Geld gebe, dann erzählst du Mella in der Umkleide was für ein 'absolut gruseliger Typ' ich bin, nicht wahr? Mit Beweisen, natürlich."
Ich zwang einen Ausdruck nachsichtiger Freundlichkeit auf mein Gesicht, wie man ihn verwirrten alten Leuten - oder kleinen Kindern entgegenbrachte. Drohungen meinerseits würden mich bei diesem kleinen TeufeI vermutlich nicht weiter bringen, obwohl ich sie mit Leichtigkeit überragte.
"Warum beweist du mir nicht erst einmal, dass du nicht lügst um dein Taschengeld ein wenig aufzustocken? Wie wär's mit.. morgen, zum Beispiel? Ich finde, bei einem entspannten Picknick lassen sich Missverständnisse gleich viel leichter aus der Welt schaffen."
Ich setzte darauf, dass sie das (zumindest ein wenig) aus der Fassung bringen würde. Wahrscheinlich - so hoffte ich jedenfalls - hatte sie noch nichts davon gehört, dass ich morgen ebenfalls anwesend sein würde. Und was das heutige Training anging... Mella konnte - sie würde ihr nicht glauben, oder? Zumindest nicht sofort. Klar - im Team herrschte eine Vertrauensbasis, dass wusste ich selbst vom Volleyball.. aber der Tag war perfekt gewesen! Außerdem würde Mia mich verteidigen, nicht wahr? Ganz bestimmt. Vermutlich. Vielleicht? Gott, jetzt bloß die Nerven behalten, ich würde mich wohl nicht von einem kleinen Mädchen einschüchtern lassen!
"Du gehst jetzt besser zurück, Kle- Elly. Nicht, dass du wegen mir noch Extrarunden schwimmen musst."
Okay. Ganz ruhig. Den arroganten Ton hatte ich schonmal getroffen, das kühle Lächeln saß. Schon auf dem Weg zum Auto drehte ich mich noch einmal um.
"Ah, und viel Glück mit dem Projekt! Keine Sorge, ich bin sicher du bekommst 'ne gute Note drauf."
..Ich sollte echt lernen meine Klappe zu halten, was?
[Hah ja same, es ist s o anstrengend in der Wärme xdd I hope lol ich will nicht durchfliegen hahaha xd]
Elly
Das- Nahm er mich etwa nicht ernst? War er denn wirklich so dämlich und von sich selbst überzeugt?
Ehrlich gesagt war ich so kurz davor gewesen, ihm zu sagen, dass ich sehr wohl Beweise hatte! Er dachte immer, er wäre total vorsichtig und sah sich gut um, aber das stimmte gar nicht. Vielleicht war ich ihm ein paar Mal gefolgt ... A-aber nur, weil ich beweisen wollte, dass er Mella verfolgte! Und das tat er ja eben auch. Einmal hatte ich es sogar geschafft ein Foto von ihm zu machen. Es war ein bisschen dunkel gewesen und normalerweise hätte man vielleicht sogar sagen können, dass das jedes mögliche Haus sein könnte - aber ... Zum einen wäre das dann immer noch ziemlich komisch und zum anderen würde Mella es doch erkennen. Man konnte die Vorhänge an ihrem Fenster sehen und in einem der fünfsekündigen Videos konnte man auch ihrem Hund hören. Ehrlich gesagt klang das fast so, als würde ich Melly stalken, aber ... Ich war hier definitiv nicht der Gruslige! Nein, ganz bestimmt nicht.
Allerdings war es vielleicht ganz gut, dass ich ihm meine Beweise noch nicht gezeigt hatte. Zwar wäre es dumm von ihm, irgendetwas hier zu tun, weil seine Schwester und das Schwimmteam ja noch da waren, aber zutrauen könnte ich es ihm irgendwie trotzdem. Zumindest, dass er versuchen würde, mir mein Handy wegzunehmen und die Beweise zu löschen. Vielleicht sollte ich sie mir mal vorher im Internet speichern oder so, damit das nicht passieren konnte. Früher oder später würde ich schließlich damit rausrücken müssen, nicht? Wahrscheinlich am besten, in dem ich ihm eine Nachricht schrieb.
Das- Das durfte doch nicht wahr sein! Versuchte er jetzt etwa, mich einzuschüchtern? D-dabei saß ich am längeren Hebel, nicht er!
Jeremy kam also morgen mit, ja? Stimmt schon, Mia hatte vorhin noch irgendeine Nummer zum Chat zugefügt. Also war das seine? Das wäre doch schon wenigstens ein Anfang ... Gott, er war doch echt so ein ldiot!
"J-ja,danke ... D-das krieg ich schon hin!", brachte ich mit einem gezwungenen Lächeln heraus und winkte ihm und seiner Schwester zu. Das würde er bereuen.
"Heeey, sag mal, wie seid ihr denn eigentlich dazu gekommen, dass Jeremy euch herumkutschiert? Normalerweise geht er ja immer sofort nach der Schule nach Hause ... Schon komisch, dass er in seiner Freizeit nichts macht ..."
"Mhh ... Weiß nicht, aber ich meine zu glauben, dass er im Volleyballteam war ..."
"E-echt? Das- ... Mhh, okay ... Ist trotzdem ein bisschen komisch."
"Sag mal, was machst du eigentlich da? D-du weißt dass in der Umkleide keine Fotos gemacht werden sollen, e-erst recht nicht wenn wir uns umziehem!"
"Keine Angst! Ich mach nur Selfies für Je- ... Jeff. Bin auch fast fertig - habt ihr soweit eure Badeanzüge an? Wir haben noch fünf Minuten!"
An deiner Stelle würde ich nicht so vorlaut sein, tippte ich mit zitternden Fíngern und versuchte, mir nichts anmerken zu lassen, Ich weiß dass du Mella stalkst. Und ich hab auch Fotos davon, glaub mir. Aber ich hab auch ganz andere Fotos. Schnell hing ich noch zwei Fotos an - zum einen das Stalkerfoto und zum anderen eines von Mella, Mia und mir in der Umkleide, auf denen man ein kleines Stück von Mella ohne Kleidung sehen konnte.
Überleg's dir lieber gut, ja? Wir reden morgen nochmal darüber.
O-okay. Das müsste für heute reichen.
Ich hatte Samstag kaum erwarten können! Wir alle hatten uns ausgemacht, dass wir am See ja auch noch grillen könnten und das jeder jemanden mitbringen könnte, wenn er wollte. Zwar hatten wir gesagt, dass wir uns alle so um drei treffen würden, aber ... Ich war wie immer ein bisschen früher da. Dieses Mal war das allerdings auch geplant, schließlich wollten wir ja ein paar Missverständnisse aufklären, was?
"Hi Jeremy! Wie schöööön es doch ist, dich zu sehen! Verstehen wir uns mittlerweile besser? Du weißt, ich hab noch viel mehr schöne Bilder, sowohl von dir als auch von Melly!"
Nicht nervös sein, nein, wirklich nicht. Einfach durchatmen. Ruhig bleiben. Er ... Er konnte mir gar nichts.
"A-also ... Ich weiß eine ganze Menge über Mella und auch, was dir dabei helfen könnte ... Und, um wen du dich lieber kümmern solltest, denn, es gibt da tatsächlich jemanden, den sie ganz süß findet. Also ... Sind wir im Geschäft?"
[Meh, ich will Regen. Ganz VIEL Regen. :C Haha, aber vielleicht wäre fliegen besser - weniger Verkehr y'know? ^^ Btw ich mag Elly x3]
Jeremiah
Samstag. Wochenende. Perfektes Wetter. Eigentlich ein Grund zur Freude, nicht wahr? Keine Schule, keine anstrengenden Lehrer, Hausaufgaben, Training - nichts. Nur ein Nachmittag am See, ein Picknick, Melly... Und doch. Es war dennoch nicht alles nach Plan gelaufen. Dieses gottverdammte -
Atmen. Tief durchatmen. Ganz ruhig. Stirnrunzelnd sah ich mich in meinem Zimmer um. Nach der letzten Nacht war die sonst vorherrschende relative Ordnung durch haarsträubendes Chaos ersetzt worden. Einigen Menschen schien es zu helfen, Dinge durch die Gegend zu werfen, wenn sie aufgebracht waren. Mir nicht. Vielleicht hatte ich etwas falsch gemacht? Und dabei hatte ich mir alle Mühe gegeben; der Inhalt einiger Regale sowie sämtliche Dinge, die zuvor auf meinem Schreibtisch gelegen hatten, befanden sich verstreut auf dem Boden, darunter halb fertige Zeichnungen, Aufsätze und Merkzettel. Mittlerweile hatte ich mich wieder im Griff, aber die Wut war noch da, unterschwellig. Ich hätte mehr schlafen sollen, wirklich. Letztendlich hatte sie es doch noch geschafft, mich aus der Fassung zu bringen - verdammte Fotos, verdammter kleiner Giftzwerg! Es war schon schlimm genug, dass sie ganz offensichtlich eine ernsthafte Bedrohung war, oder werden könnte.. Ich wollte ihre Informationen! Ein Teil von mir sträubte sich dagegen und argumentierte, dass es zu weit gehen würde, viel zu weit. Aber.. da war noch eine andere Stimme, die mir sagte, dass ich Melly verlieren könnte, wenn ich es nicht tat. Ich wollte ihr doch auch nichts böses, wirklich! Im Gegenteil, sie würde glücklich mit mir sein! Wollte ich das etwa riskieren, indem ich mich weigerte, alle zur Verfügung stehenden Ressourcen zu nutzen? Was machte es schon, wenn ich einen unkonventionellen Weg dafür einschlug - für sie?
Ärgerlich schüttelte ich den Kopf, um ihn frei zu bekommen, bevor ich aufstand und begann, die Unordnung zumindest im Ansatz zu beseitigen. Es gab keinen Grund, dem Hausmädchen mehr Arbeit als nötig zu machen. Aber... was dachte ich da? Ich konnte doch nicht einfach - es wäre falsch! ...O-Oder?
Ein paar Stunden später saß ich mit finsterer Miene im Auto, unterwegs zum See. "Das Auto" war ein dunkelblauer Volvo - ein Geschenk von Vater. Ich hatte ihm gesagt, dass mir auch ein alter Pick Up reichen würde, aber er hatte darauf bestanden. Und deshalb besaß ich jetzt einen Neuwagen mit allerlei (unnötigen) Extras. Zum Beispiel getönte Scheiben, wobei die noch zu den sinnvolleren Dingen gehörten. Lissa hatte ihn insgeheim den Mafiawagen getauft, was, wie ich fand, ein sehr passender Name war. Ich fuhr schnell - zu schnell, und vielleicht hatte ich auch ein paar Leuten die Vorfahrt geklaut, aber ich war schließlich in Eile, nicht wahr?
Elly wartete bereits mit einem viel zu falschen Lächeln als ich ausstieg. Ich erwiderte es kaum, die Anspannung hinter einer diplomatischen Maske verborgen. Hoffte ich zumindest. Und dieses vorlaute kleine Mädchen wagte es tatsächlich, mir erneut zu drohen, mir - nein. Nicht die Nerven verlieren. Für Mella.
"Bist du dir auch ganz sicher, wer von uns beiden ein Stalker ist?", begann ich, um eine höflich-distanzierte Tonlage bemüht, obwohl ich die Wut wieder aufkochen spürte, "So wie ich das sehe, sprechen die Beweise im Moment eher gegen dich, Kleine. Fotos von Melly... und von mir auch noch? Noch dazu die Nachrichten gestern und die Erpressung. Sowas kann wirklich ganz furchtbar schief gehen, wenn man nicht aufpasst - oder die falschen Leute bedroht."
Okay. Okay, atmen. Was.. wann genau war ich nochmal so.. viel zu nah an Elly herangetreten? Seit wann drückte ich ihr das Kinn mit zwei Fïngern nach oben? Fast sanft, und dann wieder doch nicht. Sie drückten gegen ihr Zungenbein; nicht annähernd genug um sie am Atmen zu hindern, aber doch so, dass sie es merken musste. Es könnte so einfach sein. A-Aber ich - wollte ich nicht kontrolliert und... und ruhig bleiben?
"Ich habe die Absicht, mit Melly glücklich zu werden" ,teilte ich der Kleinen mit und funkelte sie kalt an. Ich sollte damit aufhören, wirklich, das -
"Und ich schätze es nicht besonders, wenn mir dabei jemand in die Quere kommt."
Einschließlich kleine freche Kinder, aber das.. das ging zu weit, oder? Es wäre besser, einmal tief durchzuatmen und mich wieder zu sammeln, bevor -
"Unsere.. Abmachung wird in dem Moment enden, in dem ich mein Ziel erreicht habe, verstanden? Ich brauche keine Störfaktoren in Mella's Umfeld. Bis dahin wirst du mir nichts als die Wahrheit erzählen, nichts auslassen und keinesfalls auch nur daran denken, mich zu verraten."
Meine Stimme war immer leiser geworden, aber deshalb kein bisschen unentschlossener, oder weniger kalt. War es überhaupt noch meine Stimme? Ich hatte doch eigentlich nie geplant, auf dieses Angebot einzugehen! I-Ich wollte wirklich nicht.. Oder doch? N-Nein, ehrlich nicht - aber ich hatte es trotzdem getan. Für Mella. Es.. würde alles in Ordnung kommen, nicht wahr? Ich brauchte die Informationen. Für sie. Wegen ihr. Es war okay, ganz ruhig.
"Habe ich dein Wort darauf - was auch immer es wert sein mag? Denn glaub mir, ich kann dieses Spielchen ebenfalls spielen. Jeder hat irgendein Geheimnis, nicht wahr?"
[Ich auch,wenigstens ein klitzekleines bisschen xdd Haha true, aber die Vögel und Flugzeuge ... :o Ahahah ja sie ist eine Klasse für sich lol ... Ich überlege gerade ob sie vllt 'nen Crush auf Remi oder Mia haben sollte hahah]
Elly
Vielleicht hätte ich doch nicht ganz allein hierher kommen sollen? Aber dann wären Jeremy und ich bestimmt nicht in der Lage gewesen, miteinander unter vier Augen zu reden. Die meisten im Schwimmclub konnten Geheimnisse nicht ausstehen. Selbst, wenn sie versuchten, die Privatsphäre anderer irgendwie zu respektieren, es ... Manchmal waren sie wirklich ein wenig zu neugierig. Viel zu viel zu neugierig. Vor allem ...
Egal.Es war egal. Ich sollte mich lieber auf das Geschehen konzentrieren - nicht, dass noch irgendetwas passierte, was nicht so nach Plan geschehen sollte. Bei Jeremy konnte so etwas schnell geschehen und ich musste hier echt nichts riskieren. Konzentrieren, wirklich, einfach nur konzentrieren. Sollte ja eigentlich gar nicht so schwer sein, also, in der Theorie. In der Praxis schien ich ja doch so meine Probleme damit zu haben. Dabei hatte ich doch aus erster Hand erfahren, wie wichtig es war, gerade bei ihm aufmerksam zu sein-
Verdammt! Okay, ruhig bleiben. Ganz ruhig bleiben. Tief ein und ausatmen, selbst, wenn das jetzt auch nur bedingt möglich war. Wenn ich es langsam anging und nicht sofort hyperventillieren würde, dann würde das schon funktionieren. Musste es ja. Ganz ruhig. Einfach nur ganz ruhig bleiben.
Hatte er gerade gesagt, dass er mit Melly glücklich werden wollte? Nun, das war ja echt nichts Neues, aber ... Musste er es so gruselig sagen? Wir hatten ja ein paar merkwürdige Leute an unserer Schule, doch das war wirklich eine ganz andere Nummer. Zu dem wahrscheinlich auf den ersten Blick auch gar keiner darauf kommen würde, was für ein komischer Typ er überhaupt war. Jeremy sah ganz normal aus - na ja, wenn man davon absah, dass seine Eltern steinreich waren, aber das konnte man ihm nicht unbedingt ansehen. Manche von unseren "Goodwillshoppern" zogen sich da teurer an (und in der Regel auch stylischer).
War allerdings auch egal, nicht wahr? Sein Aussehen spielte hier absolut keine Rolle ... Z-zumindest solange ich ihn auf Fotos erkennen kann. Egal, egal, egal! Konzentrieren, ich musste mich- Himmel.
"Keine Sorge, es wird sich schon keiner zwischen dich stellen - zumindest, wenn du dich an das hältst, was ich dir sage."
Wenn er so etwas sagen konnte, dann konnte ich das ja wohl auch.Ganz ehrlich. Ich ... Ich hielt immer noch alle Stränge in der Hand! Er wollte doch nur versuchen mich irgendwie einzuschüchtern. Das- Das würde ganz bestimmt nicht passieren! Das konnte er echt vergessen, dieser- ... Dieser absolute ldiot.
"Keine Sorge, du hast mein Wort - solange du deins auch hältst. Was Geheimnisse angeht ... Ich kenne sehr viel mehr als dass ich sie habe, also mach dir darüber mal keine Sorge, ja? Das ist nichts, was dich angeht."Lächelnd strich ich mir eine Strähne hinter mein Ohr und zwinkerte leicht.
"Aber da wir ja jetzt noch ein bisschen Zeit haben, können wir uns schon mal ein bisschen aufs Picknick vorbereiten, was?" Oder eher ich würde ihn auf das Picknick vorbereiten, aber eines nach dem anderen. Für den ersten Tag unserer Abmachung sollten wir es erst einmal sachte angehen lassen.
"Okay, du willst also vermutlich zuerst wissen, wer hier im Schwimmteam die größte Bedròhung ist, was? Okay, mal sehen ... Also, Sawyer sollte ja wohl offensichtlich sein, was? Ehrlich, die beiden verbringen beinahe jede wache Minute miteinander - aber das solltest du ja wissen, huh? Keine Sorge, da gibt's noch eine Menge anderer Leute, um die du dir mal Gedanken machen solltest."
Grinsend stellte ich meinen Korb ab und zog mir mein Shirt über den Kopf. Auch, wenn es langsam Herbst werden sollte, war es immer noch ganz schön warm.
"Naaa, gefällt dir mein Bikini?" Oh, der Blick auf seinem Gesicht war echt herrlich, einfach nur herrlich.
"Ach komm, sei nicht so ein Spielverderber. Mh, wer könnte noch eine Gefahr werden ... Also, ich weiß, dass Melly was für irgendeinen Nathan übrig hat, aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob das der aus unserem Team ist - er's ziemlich neu und es gibt ja unzählige Nathan's in unserer Schule. Dann gäbe es da auch noch James. Ich weiß nicht, ob die beiden sich großartig kennen, aber ich hab ihn auf 'ner Party kennengelernt und er hat mich übers Schwimmteam ausgefragt. Ich glaube, er hat irgendeinen Job ... Als Eisverkäufer oder so etwas in der Art? Ja, irgendwie so etwas. Jedenfalls will er Melly fragen, ob sie mit ihm zum Homecoming geht - da das in 'ner Woche ist, würde ich mich an deiner Stelle vielleicht ein bisschen beeilen. Ich meine, wenn du dich nicht traust, sie zu fragen, kannst du ja auch erst mal dafür sorgen, dass keiner mit ihr gehen kann. Ich meine, gehen wird sie bestimmt, aber vielleicht nur mit Mia, Sawyer und so ... Und mit ein bisschen Glück hat ja möglicherweise Sawyer sogar ein Date." Mittlerweile schulterte ich wieder meinen Korb und packte mein T-Shirt ein.
"Aber das würde dich extra kosten. Denke allerdings, dass er nicht nein sagen würde, wenn ich ihn frage, ob er mich begIeitet. Hm, ansonsten ... Es gibt natürlich noch ein paar Kerle, die Melly ganz süß finden, aber ich glaube hauptsächlich, weil sie halt hübsch und nett ist. Bei denen wirst du dir vermutlich keine Sorgen machen müssen, da die nicht wirklich die Möglichkeit haben sollten, irgendetwas mit ihr anzufangen. Also ... Das wäre erst mal ein grober Überblick. Hast du irgendwelche Fragen?"
[Weiß nicht, ich mag Regen irgendwie ^^ Jaah maybe aber s o hoch musst du ja gar nicht fliegen. Nur über die anderen Autos und Ampeln drüber xD Aww hahaha sie ist so.. adorkable idk
]
Jeremiah
Ah... dann hatte sie also irgendein Geheimnis, ja? Keine große Überraschung, immerhin hatte tatsächlich jeder eins, ob es nun etwas schlimmes war oder nicht. Es ging mich nichts an, huh? Das würden wir ja sehen. Es passte mir ganz und gar nicht, dass Elly etwas gegen mich in der Hand hatte, ich allerdings nichts gegen sie. Vor allem, da ich ihre Motive nicht kannte. Ganz offensichtlich würde ich ein paar Nachforschungen über die Kleine anstellen müssen - nur für den Fall, dass sie zu vorlaut wurde oder auf die (absolut nicht empfehlenswerte) Idee kam, mich zu verraten. Zwar sagte sie, dass sie das nicht tun würde, aber.. es wäre angenehmer, wenn ich dafür auch eine Garantie hätte. Oder eine Absicherung für den Notfall, sollte sie mich dazu zwingen, auf solche Mittel zurückzugreifen. Nur... für den Augenblick blieb mir wohl nichts anderes übrig, als mitzuspielen. Die Versuchung war zwar nach wie vor groß, diesem verdammten kleinen Mädchen etwas Respekt beizubringen - aber der Deal mit dem TeufeI, so jung er, oder sie, auch sein mochte, war abgeschlossen. Zu spät, noch etwas daran zu ändern, also konnte ich ihre Informationen genauso gut nutzen. Es war für Mella, das würde ich mir einfach immer wieder sagen, falls die Zweifel zurückkamen. Ich tat das nur, damit wir bald glücklich sein konnten. Das.. das war schließlich nichts verwerfliches oder schlechtes, richtig? Es - Moment, was... w-w-was tat sie denn - was sollte denn das jetzt, verdammt?!
Mir war durchaus bewusst, dass meine Gesichtszüge, die ich eben erst mühsam wieder unter Kontrolle gebracht hatte, gerade einen sehr unbeabsichtigten Ausdruck erschrockener Verwirrung zeigten. Was dachte sie sich denn auch dabei, einfach so ihr... okay, wir waren am See und so, aber... - sie war jünger als meine kleine Schwester, Himmel nochmal! Sie machte sich doch wohl nicht etwa über mich lustig, oder? Ich warf Elly einige zutiefst verärgerte Blicke zu, auch wenn sie sich herzlich wenig daran zu stören schien. Ihr Glück, dass sie nützlich war.
Also gut. Durchatmen. Sawyer, Nathan und James. Okay. Mit Sawyer war Mella seit Jahren "nur" befreundet, aber ihn wollte ich ja ohnehin aus dem Weg haben. Nathan? Es gab auch einen im Volleyballteam, aber ich wüsste nicht, dass er schon jemals ein Wort mit Melly gewechselt hätte, also meinte sie vielleicht noch einen anderen. Und James. Natürlich. Dann hatte ich also doch Recht gehabt. Schon wieder wütend starrte die Kleine an, als wäre sie persönlich dafür verantwortlich, dass dieser übermotivierte Dauergrinser etwas von meiner Melly wollte. Und dann auch noch Homecoming! Das konnte er vergessen; auf gar keinen Fall würde ich zulassen, dass er mit Melly da hinging! Überhaupt sollte er am besten nirgendwo mit ihr hingehen, aber.. eins nach dem anderen.
"Ein grober Überblick, in der Tat.", murmelte ich leise und war froh, dass meine Stimme sich nicht mehr so seltsam fremd anhörte. Immer noch flacher und kälter als sonst, aber nicht mehr so.. mor?lustig, wenn das das richtige Wort war.
"Ich darf also davon ausgehen, dass du noch mehr herausfinden kannst... oder schon weißt."
Das war keine Frage, aber die Antwort darauf konnte ich an ihrem Gesicht ablesen. Ich nickte leicht, nachdenklich, aber sie hatte mich ohnehin in der Hand - vorerst. Außerdem wusste sie es mit ziemlicher Sicherheit längst, nicht wahr?
"Was kannst du mir über Mia erzählen? Gibt es jemanden, an dem sie Interesse hat? Abgesehen von mir, natürlich. Du wirst verstehen, dass mich ihre.. Zuneigung in eine unangenehme Lage bringt, auch was Homecoming angeht."
Melly würde von mir erwarten, dass ich Mia fragte, nicht wahr? Außerdem bestand die Gefahr, dass sie mich aus freundschaftlicher Loyalität zurückwies. So süß und rücksichtsvoll wie sie war, wäre es ihr zuzutrauen.
"Was Sawyer angeht.. mach dir da mal keine Sorgen. Ich könnte doch nicht verlangen, dass du dich an einen so viel Älteren ranschmeißt, wirklich. Überhaupt glaube ich, dass er lieber ein Date hätte als den Ba- ..Aufpasser spielen zu müssen."
Möglicherweise war das unnötig und arrogant und absolut nicht hilfreich, aber es sie hatte es schließlich so gewollt, nicht wahr?
"Aber sag mal" ,ich sah Elly jetzt unverwandt ins Gesicht, eine deutliche Warnung, "was springt für dich dabei heraus - abgesehen von Geld? Du hast doch sicher besseres zu tun, als dich in fremde Angelegenheiten einzumischen, also.. welches Interesse hast du an Melly, und mit wem sie zusammen ist?"
Ich würde jedenfalls nicht teilen.
[Ja ist so 'ne nette Brise und so ... Emotional ? xD Stimmt auch wieder, mal sehen, obs da besser wird haha. Jaa sie ist süß und durchtrieben, haha >:3]
Elly
War das zu viel Information für den Anfang? Immerhin hatte ich ja noch gar kein Geld von ihm bekommen. Andererseits waren das auch kaum Sachen, die er nicht selbst hätte herausfinden können. Zugegeben, dass mit Homecoming hätte ich vielleicht erst mal für mich behalten sollen, aber ob er danach gefragt hätte, war ja eine andere Sache. Gesagt hatte ich es ja mittlerweile, also gab es nicht wirklich etwas, das uns stoppen könnte. Es war schon in Ordnung - ich hatte schließlich noch genügend andere Dinge, mit denen ich ihn irgendwie beeinflussen könnte. Würde ich ganz bestimmt hinbekommen, klar - er hatte ja sowieso keine andere Wahl, als an meinen Lippen zu hängen und sich jedes Detail über Melly geben zu lässen. Wirklich, das ... Das war fast schon ein bisschen traurig mit ihm, was? Zumindest ein ganz klein wenig, aber es war ja auch etwas traurig, dass ich mein Geld so verdienen musste. Wenigstens verdiente ich mir ein bisschen etwas dazu, anders als mein dämlicher Bruder. Wen mochte der eigentlich? Wahrscheinlich niemanden, so wie er sich benahm, doch das musste ja nichts heißen. Er könnte ebenfalls an Mella interessiert sein - oder Mia, Lissa ... Vielleicht sogar Jeremy? Ihm war das Geschlecht sowieso komplett egal, solange die Person hübsch war. Es gab eine Menge hübscher Leute an unserer Schule, wenn ich es genauer bedachte - und ich dachte, dass Teenager eigentlich alle noch auf ihren Glow-Up warteten, der nie kommen würde. Aber es war schon in Ordnung, was? Die meisten schienen sich ein paar Make-Up Tricks angeeignet zu haben (mittlerweile sogar auch die Jungs, manche waren da teilweise besser als ich und das wollte schon was heißen).
"Okay, okay, also, mal sehen ... Mia, ja? Mia ... Mhh, ich weiß ein paar Sachen, aber ob ich die dir erzählen will?" Ach, sein Blick war echt herrlich - das war ja schon beinahe Bezahlung genug. Allerdings auch nur beinahe, leider. Geld tat dann doch schon etwas besser. Weitaus besser, ja, definitiv.
"Also, was die werte Mia angeht ... Sie steht auf jeden Fall auf dich, das hast du ja mittlerweile mitbekommen - ist nicht gerade zu übersehen. Ob sie sonst noch auf jemanden steht, könnte ich mal unauffällig heute fragen. Es gibt einige Jungs, die sie wahrscheinlich gern zum Homecoming fragen würden, also brauchst du dir da kaum Sorgen machen. Echt, bisher bist du nur sozusagen Mias Schwarm und da sie ein klein wenig unsicher ist, sagt sie eigentlich kaum nein zu irgendjemandem ... Wenn du Glück hast, fragt sie vielleicht sogar heute jemand. Wäre ja das Beste, meinst du nicht auch?" Zumindest wäre es das Eimfachste, aber wenn Mia wirklich so sehr verschossen in ihn war wie er vermutete, könnte Mella trotzdem nicht zwingend überzeugt davon sein. Aber das war ja nicht unbedingt mein Pro-
Was hatte er gerade gesagt? Sawyer würde nicht gerne den Ba- Aufpasser spielen? Etwa den Babysitter? Wie alt dachte er war ich denn bitte? Dieser arrogante Místkerl. Das würde er mir büßen, definitiv. Außerdem war er doch auch gar nicht so viel älter als ich! Höchstens zwei oder drei Jahre, ganz ehrlich. Jeremy war echt ein Árschloch manchmal. Vielleicht hatte er meine Informationen ja auch gar nicht wirklich verdient? Aber er war wohl der einzige, der dafür bezahlen würde. James und Nathan würden jedenfalls nicht dafür blechen, selbst, wenn sie könnten.
Schwach schüttelte ich den Kopf und legte ihn etwas schief. Wieso interessierte es ihn, was ich davon hatte? Er selbst profitierte ja ganz gut, das sollte für ihn reichen.
"Was ich davon hab? Keine Sorge, ich weiß das und das reicht schon. Ich finde es halt interessant, weißt du? Und ich mag Melly. Ich will doch, dass sie mit jemand anständigem zusammen kommt - da kann ich hoffentlich doch auf dich zählen, oder? Sonst wäre ja Sawyer noch eine ganz gute Wahl - oder wer weiß, vielleicht stehen ja auch Mädchen auf sie? Ist heutzutage alles möglich, ohne, dass man gleich Mobbing befürchten muss, huh? " Ach, sein Gesichtsausdruck war wirklich witzig.
"Keine Sorge, solange du mir nicht im Weg stehst, werde ich dir auch nicht in die Quere kommen und wir werden uns ganz toll verstehen ... Soweit du mir auch den nötigen Respekt erweisen kannst. Das sollte ja dein kleinstes Problem sein, hm? Was hast du denn eigentlich zum Picknick mitgebracht? Mella's Lieblingsessen ist ja ... Hmm, wer weiß, was das wohl ist? Aber ich schätze mal, dafür wirst du nicht bezahlen, das bekommst du wahrscheinlich früh genug mit - so, wie ich ihn kenne, wird Sawyer haufenweise davon mitbringen. Tja, man kann halt nicht immer gewinnen, was?"
Ich würde ihn definitiv noch etwas öfter ärgern, einfach, weil er sich viel zu viel herausnahm und wie ein arroganter Affe handelte.
"Nur mal so, ich hoffe, dass du weißt, dass Mia nicht das einzige Mädchen ist, was dir schöne Augen macht. Ob sich Melly mit so einem Frauenheld überhaupt abgeben wird? Hm , also da würde ich mir echt mal Gedanken machen. Apropos - weißt du, wenn du es richtig anstellst, dann könnte ich es sogar hinbekommen, dass Mella dich heute küsst. Ob nun auf die Wange oder auf den Mund kann ich nicht sagen, aber beides wäre doch schon einmal ein Anfang, oder? Klingt das nach 'nem guten Angebot?"
[Haha true ^^ Aach wird schon! Meistens sind ja nur die ersten Stunden am schlimmsten
jaah haha cute little devil :3]
Jeremiah
Mmph. Also schön, es.. war schließlich nicht so, als hätte ich damit gerechnet, dass sie mir ihre Absichten jetzt einfach so ohne weiteres preisgab. Aber ebenso klar war, dass niemand rein aus Interesse diese Art von Informationen sammelte. Dann würde ich wohl selbst herausfinden müssen, was sie eigentlich wollte. Melly einen anständigen Umgang zu verschaffen konnte sie jedenfalls ruhig mir überlassen, wirklich. Auch wenn ich für's erste ihre Hilfe in Anspruch nahm, war es ja nicht so, als könnte ich mir nicht selbst Informationen beschaffen. Ehrlich, ich.. hatte diese kleine Nervensäge kein bisschen nötig, es.. es war nur.. praktischer. Genau. So musste ich zumindest nicht Lissa, für die Diskretion ein Fremdwort war, darauf ansetzen sich unter den Mädchen ein wenig umzuhören. Wahrscheinlich tat sie das auch ohne mein Zutun, aber sie würde mich nur endlos damit aufziehen, wenn ich Fragen stellte.
Den nötigen Respekt, huh? Wirklich witzig. Überhaupt, sollte nicht Elly besser mir Respekt erweisen als anders herum? Stattdessen provozierte sie mich damit, dass möglicherweise auch Mädchen an Melly Interesse haben könnten. Vorlaute kleine - obwohl es natürlich stimmte, dass an unserer Schule so ziemlich alles vertreten war. So, wie Toby manchmal Oliver hinterhersah, war ich mir sogar ziemlich sicher, dass auch bei uns im Team nicht alle nur in eine Richtung orientiert waren. Auch wenn das natürlich nichts daran änderte, dass ich niemandem erlauben würde zwischen Melly und mir zu stehen, ganz egal ob Junge oder Mädchen.
"Oh, ich bezweifle doch sehr, dass wir uns jemals 'ganz toll' verstehen werden. Sowas setzt voraus, dass man ein Gespräch führen kann ohne auf kindische Provokation angewiesen zu sein."
Ich machte zwar auch nichts anderes, aber eigentlich nur, weil ich Elly sonst vermutlich aus purer Frustration im See versenken würde. Sie dachte offenbar ich könnte ihr nichts weiter anhaben und ich hätte wirklich größte Lust, ihr diesen Glauben zu nehmen.
"Gewinnen", schnaubte ich stattdessen verächtlich, "Wir wissen beide, dass es darum nicht geht. Zumindest hoffe ich sehr für dich, dass du nicht glaubst das hier wäre bloß ein Spiel. Sawyer mag Melly ja vielleicht länger kennen als ich, aber er hat zu lange gewartet. Jetzt wird er sie nicht mehr bekommen."
Während ich das sagte, öffnete ich den Kofferraum um nun ebenfalls einen Korb herauszuholen. Ich hatte gestern nicht mehr die Zeit (oder Nerven) gehabt, besonders viel für das Picknick vorzubereiten, aber Lissa hatte mir geholfen ein großes Blech Pizza zu backen und diese in kurze, snackähnliche Streifen zu schneiden. Außerdem hatte ich einen Volleyball mit, nur für den Fall. Wir waren zwar zum Schwimmen hier, aber ein Ball gehörte eigentlich zu jeder Standard - Picknickausrüstung dazu. Und auch ohne Feld würde es sicher jeder (mehr oder weniger) hinbekommen, sich im Kreis aufzustellen und ein wenig zu spielen.
"Du sprichst doch wohl nicht von dir selbst, oder Kleine?"
Ohne Vorwarnung warf ich ihr den Ball zu und grinste zufrieden, als ich ihn mit einem harten Klatschen auftreffen hörte. Ob sie ihn jetzt gefangen hatte oder nicht - keine Ahnung, aber als ich mit dem Korb zu Elly zurückkehrte, hatte sie den Ball in der Hand und sah etwas weniger selbstgefällig aus als zuvor.
"Als Frauenheld würde ich mich jedenfalls nicht gerade bezeichnen. Und wenn doch.. nun, dann werde ich einen Weg finden um Melly klar zu machen, dass niemand jemals irgendeine Gefahr für sie darstellen wird."
Auch wenn ich mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte, wen genau Elly damit meinte. Sicher, Lissa hatte ein paar Freundinnen die mich mochten, aber ganz bestimmt nicht auf diese Art. Und sonst? Nun, eigentlich war es nicht wichtig, solange mir niemand Probleme bereitete, aber ein wenig neugierig... - Gott, ich hoffte nur, dass Elly Recht hatte und es jemanden gab, der Mia heute zum Homecoming einladen würde. Das war zwar noch keine Garantie für Melly's Zusage, aber es machte sie ein wenig wahrscheinlicher. Und - was... hatte sie gerade gesagt, dass Mella vielleicht... - wirklich? Natürlich war das ein gutes Angebot, verdammt! Und doch waren die Zweifel wieder da, ob ich hier wirklich das Richtige tat. Es klang so.. so furchtbar falsch, Elly dafür zu bezahlen, dass sie Melly irgendetwas einredete, o-oder wer weiß was tat, nur damit sie mich möglicherweise küsste. Sollte - Musste sowas denn nicht ihre eigene Entscheidung sein, ohne, dass jemand sie beeinflusste? (Oder beeinflussen ließ, es kam ja letztendlich auf das Gleiche heraus.) Wie könnte ich - Moment. Lachte da jemand? War ich das? Seit wann denn? Und warum klang ich schon wieder so seltsam dabei?
"Himmel Schätzchen, also eins muss ich dir lassen - du weißt wirklich wie man den Preis in die Höhe treibt."
Schätzchen? Was.. das war doch nun wirklich nicht angebracht, warum sagte ich sowas?
"Du meinst doch sicher, dass es von der Bezahlung abhängt ob ich es "richtig anstelle", nicht wahr? Nun, was das angeht - ooh nicht doch, kein Grund mich so anzuschauen, da bekomme ich am Ende noch Angst vor dir! Keine Sorge, du bekommst dein Geld schon... irgendwann. Aber weißt du, man hat mir beigebracht für Leistung zu bezahlen, nicht für Versprechungen. Alsoo.."
Ich grinste ein wenig zu breit, beugte mich mit dramatischer Geste nach unten und tätschelte Elly leicht den Kopf, während ich mich fragte was zum TeufeI ich mir eigentlich dabei dachte.
"..sei schön brav und gib dir Mühe heute, und dann reden wir später über die langweiligen, ernsten Dinge des Lebens, ja? Und jetzt ein strahlendes Lächeln bitte, Sonnenschein - wir bekommen bestimmt in ein paar Minuten Gesellschaft!"
[jaaa, wird dann immer besser und besser haha ;3 Ooh ja sie ist wirklich n kleiner devil, Jeremy hat ja keeeine Ahnung :--)))
Mella
"Aaw, Sawyer, jetzt beeil dich doch endlich mal! Ganz ehrlich, wegen dir kommen wir noch zu spät. Ich weiß, normalerweise ist es meine Schuld, aber wir müssen ja jetzt nicht wegen jemand anderem zu spät kommen!"
"Jaa, ja, ich komme sofort, sofort. Bin schon quasi dabei, kannst ja den Motor schon mal anwerfen. Meine alte Klapperkiste wird ein kleines Weilchen brauchen, bis es wirklich anspringt."
Schwach rollte ich mit den Augen und seufzte. Wirklich, Sawyer ... Wofür brauchte er denn so lange? Er hatte doch bestimmt schon alles gepackt, schließlich nahm er doch eh kaum etwas mit. Seine Badehose trug er bereits und seine Tasche lag bereits neben meiner im Kofferraum.
"Meeelly! Kann ich mitkommen? Biiiitte? Ich werde auch ganz ruhig sein! Ich bin doch auch bald in der High School! Kann ich bitte bitte biiiiitte bitte mitkommen?Bitte mit ganz viel Sahne oben drauf?"
Tyler war wirklich so süß, aber leider kannte er doch schon die Antwort, was?
"Tut mir leid, das ist leider nichts für dich ... Ist bestimmt auch ganz schön langweilig für euch, ich meine, das sind nur ganz viele Teenager die nicht damit klar kommen, dass ihre Ferien vorbei sind und das ganze Wochenende am See gammeln wollen. Das ist echt nichts weiter für dich ... Keine Sorge, ich bring dir ein bisschen was zu Essen von jedem mit, ja?"
"Aaaaber ich will mitkommen! Ich bin doch auch schon ein Teenager."
Sicher, er war dreizehn ... Für sein Alter sogar ein relativ angenehmer, süßer Dreizehnjähriger. Normalerweise waren diese ja eher genervt und wollten nichts mit irgendwem zu tun haben, sondern nur in ihrer kleinen Welt verbringen. Lächelnd küsste ich ihn auf den Kopf und wuschelte ihm durch seine wuschlige Lockenmähne.
"Wir nehmen dich beim nächsten Mal mit, ja? Jetzt ist quasi das ganze Team da, das sind zu viele Leute ... Beim nächsten Mal machen wir ein kleines Treffen, ja? Vielleicht können wir ein paar Freunde ins Diner oder zum BBQ einladen, okay? Keine Sorge, Tyler, du kannst schon bald was mit den "großen" Teenagern machen, versprochen. Nur heute leider nicht. Sag mal, wo ist eigentlich-"
"Oookay! Wir können dann los, Mella! Hast du alle deine sieben Sachen zusammen? Komm schon, Tyler, du solltest doch eh noch dein Zimmer aufräumen. Also dann, wir sehen uns später!"
Es gab doch jemanden, der auf die Kleinen aufpasste, nicht wahr? Sawyer ließ sie nicht einfach so allein. Seine Eltern waren bestimmt da, denn als großer Brüder würde er sie sonst nicht so allein lassen, richtig? Er war ja verantwortungsvoll.
"Mhh, ich bin so froh, dass wir das gemacht haben! Heute wird echt ein guter Tag, vor allem das Baden, es soll ja heute wieder schweínisch heiß werden. Hoffe, die Kleinen kriegen auch etwas Abkühlung ..."
"Keine Sorge, die haben ihre WasserpistoIen und Ballons, die kriegen das schon hin.Wir werden garantiert alle unseren Spaß haben."
Da war auf jeden Fall etwas Wahres dran. Wir hatten das Radio bereits so weit aufgedreht, wie es sein Wagen zuließ, aber ich konnte nicht anders, als die Sänger noch mit meiner Stimme zu unterstützen.
"Yaaay, wir sind da!"
Keine zehn Minuten später waren wir auch schon da - und das gerade mal mit sechs Minütchen Verspätung. Es ... Es war machbar, oder? Das- ... Die anderen waren es ja doch schon irgendwie gewöhnt.
"Heey! Sorry das wir zu spät sind, der Wagen ... Und Tyler, ihr wisst ja, das Übliche halt. Aber jetzt sind wir ja da!Und wen haben wir hier ... Okay! Elly, Jeremy, Tom und Sam sind auch schon da! Heeey, wartet ihr schon lange?"
Hoffentlich nicht, aber es würde mich kaum überraschen, wenn sie schon eine Weile hier wären.
"Meeeelly, yay! Endlich ist mal ein Mädchen da!" Fröhlich rannte sie auf mich zu und gab mir eine herzliche Umarmung, die mich beinahe umgerissen hätte. Offenbar trug sie sogar schon ihren Bikini - wobei, ich hatte ihn ja auch bereits drunter gezogen. Es- Nun ja, es war aber auch wirklich ziemlich warm.
"Also dann, lasst uns schon mal runtergehen! Die anderen kommen bestimmt auch gleich ... Und ich hab Hunger, haha." "Schooon? Hast du etwa kein Mittag gegessen?"
"D-doch, schon, aber wenn ich weiß, dass es was Gutes zu essen gibt, hab ich immer Hunger. Ah! Ich weiß!" Grinsend drückte ich Sawyer meine Tasche in die Hand. Ellys stand bereits auf dem Boden, also ...
"Wettrennen bis zum Ufer, Elly? Drei, zwei- H-Hey!"
Da rannte sie tatsächlich schon vorzeitig los! Zwar stürzte ich hier relativ schnell hinterher, aber ich musste wirklich aufpassen, dass ich nicht doch noch hinfiel.
"Na warte dich krieg ich! Du- Whoops!" Und schon landete ich im Wasser - aber mir machte es nichts aus, denn ich hatte es geschafft, Elly ebenfalls mit in den See zu ziehe.
"Ich schätze mal unentschieden, ja? Also dann ... Die anderen kommen sicher nach, lasst uns schon mal unsere ganzen Sachen aufbauen, bis wir anfangen können zu essen, sind sicher alle da." War ja am Ende immer so.
Tatsächlich dauerte es auch keine zehn Minuten, bis die anderen allmählich eintrudelten. Mia kam als Letzte, aber das lag daran, dass ihre Cupcakes noch ein klein wenig gebraucht hatten. Kleine Geschwister halfen da nicht immer, auch, wenn sie glaubten, dass sie das taten.
"Yay! Okay, dann lasst uns beginnen - ich will erst mal einen von Mias Cupcakes! Jeremy, die musst du auch mal probieren! Mia kann echt gut backen."
Fröhlich drückte ich ihm ebenfalls einen Erdbeercupcake in die Hand. Mias Cupcakes waren wirklich die allerbesten! Zum Glück hatten wir genügend für alle ... Noch, hehe.
[Yup. SkilIs und so y'know ^^ Ohh okay haha er wird bestimmt seeeehr begeistert sein. Ich bin neugierig
]
Jeremiah
Wirklich, Jeremy?, tadelte ich mich selbst mit einem schwachen Kopfschütteln. Immerhin... Sonnenschein? Ihrem Blick nach zu urteilen war die Kleine nicht mehr besonders weit davon entfernt, mir irgendetwas schweres über den Kopf zu ziehen und mich anschließend mit Steinen beschwert in den See zu werfen. Das.. hatte ich toll hinbekommen, nicht wahr? Insofern war die Ankunft der anderen - auch wenn es aus irgendeinem Grund nur zwei waren - eine echte Erlösung. Und zweifellos meine Rettung, denn jetzt gab es Zeugen, die mich vor Elly's Zorn schützen würden. Nicht, dass ich mir tatsächlich Sorgen machte - doch nicht wegen einem kleinen Mädchen wie ihr, aber.. nun, es konnte ja sicher auch nicht schaden, kein unnötiges Risiko einzugehen. Nicht, solange ich nichts hatte, womit ich sie im Notfall freundlichst überzeugen könnte mich in Ruhe zu lassen. Ah, aber darum ging es jetzt auch gar nicht, richtig? Konzentration! Besser, wenn der Rest des Schwimmteams mich mochte, solange von ihnen keine Gefahr für Melly ausging. Und dafür sollte ich mir doch zumindest ihre Namen merken, nicht wahr? Die beiden Pünktlichen hatte ich schonmal; Tom und Sam waren zum Glück weder lang noch kompliziert, damit würde ich wohl klarkommen. Ansonsten war noch niemand da, aber ich schaffte es ohne Probleme durch den üblichen Smalltalk neuer Bekanntschaften, wobei ich ganz nebenbei erfuhr, dass das nichts ungewöhnliches war. Offenbar verfügte der Club über eine nicht unwesentliche Anzahl notorischer Zuspätkommer. Melly gehörte da offenbar an vorderster Front mit dazu, was mich zum grinsen brachte. Ich legte zwar selbst einigen Wert auf Pünktlichkeit, aber alles was sich noch im Rahmen der berühmten akademischen Viertelstunde befand, war für mich kein Problem. Ich nutzte sie ja selbst oft genug, wenn ich nicht gerade irgendwelche Deals mit dem TeufeI einzugehen hatte.
Einige Minuten später konnten wir beobachten, wie sich ein älterer Wagen unter lautem Schnaufen die unbefestigte Straße entlang kämpfte und schließlich zum Stehen kam. Sawyer's Auto, huh? Auf seine Anwesenheit hätte ich gerne verzichten können, aber dass er Melly mitbrachte machte das schlagartig wieder gut. Unbewusst strich ich mein Hemd gIatt - das Blau-Weiße, das ich gestern gekauft hatte - und tat so, als würde ich Elly's spöttischen Blick nicht bemerken. Sie hatte zum Glück auch nicht lange Gelegenheit mich so anzusehen, da Mella's Herausforderung und der anschließende Aufbau verschiedenster essbarer Dinge sie ablenkten. Meinen Magen dagegen kein bisschen - im Gegenteil, beim Anblick des ganzen Essens wurde mir (und ihm; lautstark) auf einmal bewusst, dass ich in meiner Anspannung heute morgen bisher kaum irgendetwas gegessen hatte. Nun, dass würde sich wohl bald ändern, nicht? Vor allem, da mittlerweile auch endlich alle eingetroffen waren. Es waren doch ziemlich viele, was? Aber gut, das.. würde schon werden. Es war ja nicht so, als würde ich hier niemanden kennen. Nein, es.. war okay, wirklich. Und - hatte ich da gerade etwas von Cupcakes gehört? Erdbeercupcakes?
"Mia.." ,seufzte ich feierlich nach dem ersten Bissen, ein restlos glückliches Lächeln auf dem Gesicht, "darf ich dich bitte bitte entführen und zu meiner persönlichen Cupcake-Köchin machen? Die sind absolut köstlich! Und ich liebe Erdbeeren!"
Lustig, dass Mia gerade meine Lieblingsfrüchte in ihre Cupcakes für heute gebacken hatte. Es war doch Zufall, nicht wahr? Aber natürlich war es das, was sollte es auch sonst sein. Dass ich Erdbeeren mochte war zwar kein Geheimnis, aber warum sollte Mia darauf achten? Sowas würde ich vielleicht tun wenn es um Mella ging, aber Mia? Gott, dieses Gespräch mit Elly hatte mich wohl doch ein wenig paranoid gemacht. Apropos Elly, war sie in Hörweite?
"Übrigens, wenn wir gerade bei Lieblingsessen sind - was ist deins, Mella?"
Ja, sie hatte mich definitiv gehört. Zumindest wenn ich das angedeutete Augenverdrehen in meine Richtung richtig einschätzte. Ich grinste schwach, auch auf die Gefahr hin dass das nicht vollkommen unauffällig funktionierte. Aber mit guter Laune ließ sich einiges erklären, nicht wahr? Da sollte es also nicht weiter schlimm sein.
"Wir sind viel mehr geworden als ich dachte." sprach ich aus, was mir vorhin schon einmal durch den Kopf gegangen war und lächelte etwas planlos, während ich mir die Gesichter ansah, "Seit wann ist der Schwimmclub denn so voll geworden? Also.. einige kenne ich aus meinen Kursen, aber ich brauche, glaube ich, doch noch mal einen Überblick wer hier wer ist."
Re: let me hold you || Luxa & Ich
von malitsuki am 06.09.2019 16:13[Ikr. Ich werde ständig rausgekickt :0 Jaa, sonst ist alles super :3]
Jeremiah
Verdammt, was... wie war ich bloß in diese Situation geraten? Gefangen in einer Umkleidekabine in einem der gefühlt tausend Läden in der Mall. Zusammen mit einem viel zu hohen Stapel von Badeshorts und Flanellhemden - wie waren die denn eigentlich hier gelandet? Soweit ich wusste gehörten Hemden normalerweise nicht mit zu dem, was man beim Schwimmen anhaben sollte. Auf der anderen Seite.. immerhin hatte Lissa die Sachen rausgesucht. Natürlich würde sie die Gelegenheit nutzen, mir gleich noch ein paar mehr Klamotten als nötig hinzulegen, wenn wir schon einmal dabei waren. Typisch. Dabei konnte ich sehr gut selbst einkaufen gehen, vielen Dank. Und zwar am besten so, dass ich schon vorher ganz genau wusste was ich haben wollte, sodass ich höchstens um die zehn Minuten in einem Geschäft verbringen musste. Oder ich bestellte einfach direkt online, was ohnehin viel einfacher und weniger anstrenged war.
Mit finsterer Miene sah ich den Stapel vor mir durch. Das meiste war eng anliegend, figurbetont und definitiv nicht was ich irgendwann jemals vorhatte anzuziehen. Keine große Überraschung also. Alicia ich waren zwar Geschwister, hatten aber wenn es um Mode ging ganz und gar nicht denselben Geschmack. Sie bevorzugte sehr... lockere Kleidung, um es mal vorsichtig zu sagen. Ehrlich gesagt war ich mir nicht so sicher, ob Mella nicht doch einen Fehler gemacht hatte als sie Lissa um ihre Meinung bei der Bikiniauswahl bat. Nicht, dass ich etwas dagegen hätte Mella morgen in einem Bikini nach Lissa's Geschmack zu sehen, aber für sie könnte es vielleicht ein wenig unangenehm werden. Ebenso für Mia, die vorhin schon kein einziges Wort herausgebracht hatte. Eher schüchtern also, huh? Obwohl im Vergleich mit Lissa die meisten Mädchen anfangs zurückhaltend und schweigsam wirkten.
Ich seufzte leise und wandte mich wieder meiner Aufgabe zu. Es war ja doch unvermeidlich, nicht wahr? Dem leisen Gekicher aus einer der anderen Kabinen in meiner Nähe nach zu urteilen, schienen zumindest die Mädchen Spaß dabei zu haben. Warum also sollte das Anprobieren diverser Badeshorts mir dann nicht auch Spaß machen, nicht? Ha. Ha. Ein weiteres, stummes Seufzen, dann machte ich mich an die Arbeit. Es dauerte... viel zu lange, aber schließlich gelang es mir tatsächlich ein paar Kombinationen zu finden, die mir gefielen. Zum Glück waren die Sachen so drastisch reduziert, sonst wäre unsere kleine Shoppingtour deutlich teurer geworden als beabsichtigt. Wir mussten uns um sowas zwar nicht wirklich Sorgen machen, aber man musste es ja deshalb auch nicht gleich übertreiben, richtig?
"Hey Brüderchen, bist du angezogen?"
Das war ich in der Tat, aber warum - "Lissa! D-Du kannst hier nicht einfach so reinplatzen! Was, wenn ich -"
"Jajaja, hör auf zu jammern Remi. Mella und Mia sind schon seit Ewigkeiten umgezogen und sehen absolut süß aus, nur du fehlst wieder! Was machst du denn bloß die ganze Zeit hier drin?"
Sie musterte mich kritisch, ohne auf meine (zugegeben schwachen, es nützte ja doch nichts) Protestversuche zu achten.
"Hast du mich eben nicht gehört? Wir sind alle ganz gespannt auf eine Modenshow von dir. Also, kommst du?"
"Ich.. -was?! Nein! Nein, Lissa wirklich nicht, das ist absolut keine gute Idee! W-Warte!"
"Nicht so schüchtern, du siehst gar nicht mal so übel aus. Auch wenn du dir wieder die am wenigsten betonenden Sachen rausgesucht hast."
Gott, sie würde mich bis auf die Knochen blamieren! Und dann auch noch vor Mella! Hilfe. Aber es war bereits zu spät, Lissa hatte mich bereits breit grinsend aus der Kabine gezogen. Ich.. war wirklich keine Person die schnell rot wurde, aber es würde mich nicht wundern wenn auf meinen Wangen mittlerweile ein schwaches Rosa zu sehen wäre. Gut, dass ich das Hemd vorher wenigstens halbwegs zugeknöpft hatte. Es war dunkelblau-weiß kariert, passend zu der dunkelblauen, etwa knielangen Badehose. Letztere sah eigentlich eher schwarz aus, aber auf dem Etikett stand blau, also wollte ich das mal so hinnehmen.
"Und? Was meint ihr, wie sieht er aus? Ist das Outfit so genehmigt für morgen?"
Gott, ich wollte hier raus.
[Waaas soll das, Anzeige ist raus!!!!! :0 Das ist sweet :3 Ich bin heute das erste Mal Auto gefahren und omg, i cant xD]
Mella
Ich hätte nicht gedacht, dass unsere Shoppingtour so lang und lustig werden würde! Klar, mit Mia hatte ich immer Spaß, aber es war echt schön, dass wir Lissa und Jeremy getroffen hatten. Normalerweise wollten die meisten High Schooler nach der Schule erst mal nach Hause, um sich von ihrem anstrengenden Tag zu erholen. Manchmal - besonders, wenn man Lehrer wie Mr. Watts oder Mrs. Baker hatte, doch ... Das war zum Glück nicht jeden Tag so, sonst würde ich ein ganz schön größes Problem haben. Würden wir alle wahrscheinlich, denn ganz ehrlich, die beiden waren auf ihre eigene Art und Weise unfassbar schwierig.
"Aw! Sawyer hat sichs angesehen ...Haha, er meint, wir sollen ihm einen mitbringen! Wahrscheinlich wäre einer von Lissa's Stückchen am besten ... Wobei wir ihm definitiv nicht so ein winzig kleines Höschén geben können, sonst ruft am Ende noch jemand die Polizei - mal davon abgesehen, dass die anderen Jungs sich dann ganz einsam und ausgelassen fühlen werden. Wenn Sawyer so rumläuft, wird John niemals dazu kommen, Annie anzusprechen ..."
Lachend schüttelte ich den Kopf und drückte Mia einen Kuss auf den Hinterkopf.
"Ach, morgen wird schon cool - wäre aber vielleicht besser, wenn du dir etwas anziehst, in dem du dich wohler fühlst ... Wobei die Bikinis echt süß sind. Wahrscheinlich kauf ich mir den auch und zieh den mal ab, wenn ich 'nen Freund oder so hab ... Falls ich überhaupt je einen finden werde, haha."
"Was redest du da, Melly? Auf dich stehen doch so gefühlt tausende von Jungs! Und das nicht nur von unserer Schule ... Ist dir das noch nie aufgefallen?" Verwirrt starrte ich Mia an und zog die Augenbrauen leicht zusammen.
"Uhm, Moment, was? Ich meine- ... Ich weiß, dass Sam mich mag aber sonst ... Sonst ist da eigentlich fast keiner, von dem ich denke, dass .... E-eh, ist ja auch egal, meinst du nicht? Lass uns erst mal fertig shoppen, o-okay?"
Dieses Gespräch mussten wir definitiv nicht hier haben, vor allem nicht vor Lissa und Mella. Das- Himmel, ich war sowieso schon ein klein wenig rot.
Zum Glück gab es endlich eine kleine Ablenkung!
Eine weit grinsende Lissa zog einen mehr als nervösen Jeremy aus der Kabine. Er- Er war doch nicht etwa eot geworden, oder?
"Aw mein Gott, das sieht so süß aus!" Lächelnd nahm ich sein Outfit etwas genauer unter die Lupe. Lissa hatte wirklich einen wahnsinnig tollen Modegeschmack.
"Ich liebe das Hemd! Sieht echt klasse aus, wenn du so etwas in die Schule anziehst, würden sich die Mädchen alle um dich reißen."
Grinsend schielte ich zu Mia und flüsterte ihr rasch ins Ohr.
"Wobei das manche ja jetzt schon tun, huh?"
Wie erwartet rammte sie mir äußerst liebevoll ihren Ellebogen in meine Seite, aber das war in Ordnung.
"S-sieht gut aus ... Aber dir steht eigentlich fast alles."
Wow! Sie schaffte es tatsächlich, ein paar Worte herauszubekommen! Vielleicht hatte ich sie ja doch unterschätzt. Möglicherweise gewöhnte sie sich allmählich an den Gedanken, sich in seiner Nähe aufzuhalten und tatsächlich mit ihm zu sprechen.
"Passt auch alles gut? Du siehst irgendwie 'n bisschen unsicher aus ..."
"Ach, Remi ist immer so, wenn er neue Sachen anziehen soll ... Wenn er mir mal mehr vertrauen würde, dann hätte er längst eine Freundin! Auf geht's, Remi, das ist noch lange nicht alles was ich dir aufgetragen hab!"
Oh, wie bekannt mir das nur vorkam!
"Ich muss Nixon gleich mal schreiben, dass wir wieder shoppen gehen sollten ...", murmelte ich grinsend und schüttelte leicht den Kopf.
Hast du Sonntag Zeit? Du könntest mal wieder neue Sachen gebrauchen ;)
Vermutlich würde er mich da eher zum Baseball schleppen, aber ... Ehrlich gesagt wäre das auch nicht so verkehrt. Hannah würde bestimmt ebenso beides gefallen.
"Aw, das sieht echt cool aus! Hey, warte mal - das Hemd sieht echt gut aus! Würde ich auch anziehen. Ehrlich gesagt ... Darf ich mal?"
Vermutlich war es nicht ganz alltäglich, einfach so zu fragen, ob man mal die Kleidung von jemand anderem (der diese zur Zeit trug!) anprobieren konnte, aber ... Es sah wirklich ziemlich gut aus.
"Falls du willst, müssen wir drei Mädels auch mal richtig zusammen shoppen gehen, Lissa. Hoffentlich lässt mich Uncle Sam ein paar extra Schichten einlegen ..."
Nachdem sich Jeremy von meiner merkwürdigen Frage mehr oder weniger erholt hatte, überreichte er mir, ein klein wenig zitternd (war ihm etwa kalt?) ein schwarz kariertes Hemd.
"Danke schön! Hoffentlich sieht das so aus, wie ich mir das gedacht habe ... Und?"
Die Ärmel hatte ich etwa zur Hälfte hochgekrempelt, während ich den leicht zu langen Saum zu einem großen dicken Knoten gebunden hatte. Es war ein klein wenig bauchfrei, aber definitiv noch im Rahme , was unsere Schule erlauben würde.
"Einigermaßen okay so? Oder vielleicht eine Nummer kleiner?"
[Hah, danke dir! Hat geholfen, es geht schon viel besser heute
Ohhhhh damn mein Beileid xD]
Jeremiah
Warum nochmal hatten Kaufhäuser keinen doppelten Boden, in dem man in Notfällen wie diesem hier versinken konnte? Sie würde gleich anfangen zu lachen, nicht wahr? So sehr wie Mella lächelte, würde sie jeden Moment einen riesigen Lachanfall bekommen. Gott, warum hatte ich mich bloß auf diese furchtbare Shoppingtour eingelassen? Sie... sie fand also, dass ich süß aussah, ja? Das.. war etwas gutes, oder? Wahrscheinlich starrte ich Mella gerade ein wenig sehr ungläubig an, aber so richtig war die Information noch nicht in meinem Hirn angekommen. Aber offenbar stimmte es tatsächlich; sie lachte nicht und sie gab auch keine betont neutralen, höflichen Kommentare von sich, wie Menschen es normalerweise taten wenn sie nicht ehrlich sein konnten oder wollten. Unbewusst atmete ich erleichtert aus, wobei mir jetzt erst auffiel, dass ich die Luft angehalten hatte. Als Mia schließlich auch noch einstimmte (sie konnte also doch sprechen!) gelang mir sogar ein schwaches Lächeln. Meine normale Kleidung war eigentlich nicht wirklich was besonderes, aber wenn sie meinte dass Kapuzenhoodies mir standen, würde ich mich nicht darüber beschweren. Allerdings.. vielleicht sollte ich doch ab und zu mal eins von den Hemden anziehen, wenn sie Mella so gefielen. Ob sie sich dann auch um mich reißen würde? Eine lustige Vorstellung, vor allem weil sie das gar nicht nötig hatte. Früher oder später (eher früher, hoffentlich) würden wir ohnehin zusammen sein.
Schon deutlich entspannter als zuvor ließ ich mich von Lissa zurück in die Kabine schicken. Es war gut, dass sie sich mit Mella so gut verstand, sonst hätten wir ein echtes Problem. Ich würde nicht zulassen dass irgendetwas (oder jemand) zwischen Mella und mir stand, wenn es erst soweit war, aber ebenso würde ich nur sehr ungern meine Schwester verlieren. So wie es aussah würde ich das allerdings auch nicht müssen, zum Glück.
Mittlerweile hatte ich mich umgezogen; eine dunkle, fast olivgrüne Hose diesmal und dazu ein schwarz kariertes Hemd.
"Na also, geht doch!", grinste Lissa als ich den Sichtvorhang zur Seite schob, auch wenn meine Aufmerksamkeit vollständig von Mella beansprucht wurde. Es.. war nicht so einfach, sich auf irgendetwas anderes zu konzentrieren, wenn sie mich so ansah und fragte, ob- ...?! Was. Was? Aber. So viel zu 'schon deutlich entspannter'. Sie wollte wirklich, dass ich mein Hemd auszog und... hier? Jetzt? Nicht, dass sie irgendetwas sehen würde was sie morgen nicht ohnehin zu sehen bekäme, und musste ja schließlich daran gewöhnt sein. Immerhin war sie im Schwimmteam, verdammt! Trotzdem, es... war etwas völlig anderes ob man nur mit einer Badehose bekleidet am See, zusammen mit anderen Leuten in Schwimmsachen, oder in einer Mall mit vollständig bekleideten Menschen stand. Ich konnte doch jetzt nicht... oder doch? Meine Hände bewegten sich automatisch, wenn sie auch ein wenig zitterten, während ich wie hypnotisiert zusah. Vielleicht brachte ich ein "Bitte" heraus als ich Mella das Hemd überreichte, vielleicht auch nicht. Es war ihr ein wenig zu groß, aber...
"Einigermaßen okay? Du machst Witze, oder? Das steht dir noch viel besser als mir! Du siehst fantastisch aus, wirklich!"
War das meine Stimme? Vermutlich schon, denn "Heiß!" hatte ich ganz bestimmt nicht gesagt (auch wenn es stimmte), dass musste Lissa gewesen sein.
"Seit wann lässt du dich denn mal zu einem Kommentar in Modefragen hinreißen, Remi?", fragte sie jetzt flüsternd und grinste viel sagend, auch wenn ich nicht genau wusste warum. Dann fuhr sie wieder lauter an Mella gewandt fort, "Du solltest dir auf jeden Fall auch so eins mitnehmen, sieht wirklich super aus! Dann könnt ihr im Partnerlook gehen!"
"Apropos mitnehmen.. habt ihr eigentlich alle was passendes gefunden? Wenn ihr wollt lade ich euch noch auf ein Eis ein, wie wär's?"
Längere Shoppingtouren machten meine Nerven definitiv nicht mit - meine Hände zitterten immer noch leicht. Eis war normalerweise eine ganz gute Ablenkung, zumindest in Lissa's Fall.
[Haha naaais, das ist der Spirit! xD Aaah es ist einfach- ugh . Überholt werden und in der Stadt fahren ist so schlimm ^^"]
Mella
Jungssachen waren eigentlich ein wesentlicher Bestandteil meiner Kleidung und damit meinte ich nicht nur die paar Pullover, welche ich von meinem Bruder geklau- ... geliehen hatte. Für eine ziemlich lange Weile "geliehen", doch das störte ihn ja hoffentlich nicht. Falls es das tat, dann hatte er nichts gesagt (auch, wenn er sowieso genau wusste, dass er sie eh nicht wiederbekommen würde). Er könnte sich ja auch jeder Zeit etwas von mir ausleihen. Nixon würde bestimmt fantastisch in meinem rot-weißen Minirock kombiniert mit meinem weißen Rüschentop aussehen. Dann noch ein paar niedliche kleine Kettchen und ein süßes Armband- Aber das ließ er mich schon seit ich zehn war nicht mehr machen. Wenigstens wollte Hannah manchmal ein bisschen Dress-Up mit mir spielen, das war auf jeden Fall eine nette Abwechslung. Vielleicht konnte ich ja Hannah dazu überreden, Nixon gemeinsam mit mir zu attackieren ...
"U-uhm, was?"
Nervös lachend kratzte ich mich am Hinterkopf. Mias Reaktion hatte ich mehr oder weniger erwartet, aber Jeremy und Lissa hatten mich ein wenig überrumpelt. Ein ... Ein kleines großes bisschen, ehrlich gesagt. Heiß? Hatte sie mich gerade echt so genannt? Klar, wir waren beide einfach Mädchen die einander Komplimente machten, doch ... Das war alles ein wenig ... Himmel.
Und Jeremy? Das- Ehrlich gesagt war das alles ein klein wenig sehr viel mehr, als ich erwartet hätte. Dass er unbedingt sagen musste, dass ich fantastisch aussah, war ... Hilfe. Okay. Durchatmen. Mia sah einigermaßen okay aus, nicht wahr? Sie schien es nicht allzu schlimm zu finden. Meine roten Wangen allerdings sahen das alles ein ganz klein bisschen anders ... Schwach nickte ich, unsicher, was ich überhaupt sagen sollte, und zog allmählich das Hemd aus.
"Okay, uh ... Danke? Partnerlook wäre bestimmt witzig."
Aber vermutlich nicht die beste Idee, wenn ich in Betracht zog, dass Mia ... Na ja. Davon abgesehen kannten Jeremy und ich uns eh noch nicht so gut, da wäre das vielleicht awkward. Ich konnte es ja mitnehmen, aber vielleicht sollte ich darauf achten, es nicht zu tragen, wenn er es trug? Nicht, dass irgendjemand noch die falsche Idee bekam oder so etwas in der Art.
"Eis klingt gut, ich kann eigentlich immer essen, nicht wahr, Mia?"
Leider hatte sie mittlerweile wieder ihre Sprache verloren und nickte lediglich leicht. Wir hatten definitiv noch ein paar Sachen, an denen wir arbeiten müssten. Aber wir würden das schon hinbekommen, was? Hatte Mia eigentlich überhaupt schon mal jemanden gedatet, seit wir in der High School waren?
"Ihr könnt schon mal vorgehen, ja? Mia und ich müssen noch einiges zusammensuchen, also ... Wir treffen euch in zehn Minuten im Baskin Robbins, okay? Bis gleich!"
Eine kurze Pause von Jeremy würde Mia schließlich sicher gut tun. Nicht, dass sie uns hier noch umkippte. Wie das morgen funktionieren sollte, wusste ich noch nicht, aber ... Irgendwie würde das wohl schon werden. Das Team würde sie gemeinsam (unter)stützen und sie hoffentlich auch irgendwie ablenken. Wie sollten wir sie denn sonst dazu bekommen, mit ihm Flaschendrehen zu spielen?
"Haaah ... Ich würde echt gern den Bikini von Lissa anziehen, aber- ... N-nicht bei all den Jungs, die kommen. Vor allem nicht, wenn ich bedenke, dass Jeremy-" "Mia ... Wie wäre es, wenn du wenigstens mal für einen Moment probierst, nicht an ihn zu denken? Ganz ruhig, ja? Du bist da schließlich nicht ganz allein mit ihm. Das kriegen wir schon hin, versprochen."
"Aw Gott, wie soll ich mich denn da nur entscheíden, huh ... Mhh, mal sehen, wir wollen heute noch ordentlich kochen, also wahrscheinlich nur zwei Kugeln ... Ah! Ich weiß schon. Okay, Mia, weißt du auch schon, was du willst?"
"U-uhm, eine Kugel Mango."
"Oookay! Dann hätten wir das ja! Also ... Einmal eine Kugel Mango und einmal eine Kugel Cookie Dough und eine Kugel Salted Caramel."
Der Shop war nicht sonderlich voll. Irgendwie kam mir der Junge hinter der Theke bekannt vor - ob er auf unsere Schule ging? Er lächelte leicht, als er meinen Blick bemerkte - hatten wir irgendeinen Kurs zusammen? ... Mathe, Englisch? Geschichte? Irgendetwas in der Art?
"Uhm, sorry, kennen wir uns irgendwie?"
Lachend kratzte er etwas Mangoeis zusammen und gab mir einen belustigten Blick.
"Ehrlich, Mella? Hey, ich bins, James, wir haben drei Kurse miteinander."
"O-oh ... A-aber doch nicht Geschichte, oder?"
"Keine Sorge, ich weiß schon, dass du immer bei Mr. Watts durchpennst, das hilft manchmal der ganzen Klasse wach zu bleiben. Hast du mich wenigstens erkannt, Jeremy?"
[Jaa haha wenn halt sonst nix hilft xD Oh noes, immer wieder anfahren und bremsen und keine peasants umfahren dürfen oder was? D:]
Jeremiah
"Das war lustiger als erwartet! Echt cool, dass wir Mella und Mia getroffen haben, findest du nicht? Die zwei sind schon süß, oder?" "Mhm."
Damit hatte sie natürlich Recht, aber jahrelange Erfahrung hatte mich gelehrt, mit diesem spekulativen Glitzern in ihren Augen sehr, sehr vorsichtig umzugehen.
"Aach komm schon Remi, hat es dir etwa die Sprache verschlagen? Oder vielleicht.. jemand?"
Wie abgemacht waren Alicia und ich schon voraus gegangen und warteten jetzt seit ein paar Minuten vor dem Baskin Robbins auf die anderen beiden. Lissa hatte kaum gewartet bis wir alles bezahlt und den Laden ganz verlassen hatten, da war sie schon mit allen möglichen und unmöglichen Fragen zum Thema 'zwei ganz bestimmte weibliche MitgIieder des Schwimmteams' über mich hergefallen. Nicht gerade subtil, aber trotzdem sehr schwer auszuweichen. Leider. War es denn so offensichtlich, dass ich mehr als freundschaftliches Interesse an Mella hatte? Es war schließlich nicht so, als hätten alle anderen ihr Outfit nicht genauso positiv kommentiert. Nur, weil ich mich in solchen Situationen sonst kaum jemals äußerte, musste dass nicht gleich heißen, dass ich... also, es war ja so, aber das wusste sie nicht! Oder? Vielleicht hätte ich Mia mehr Aufmerksamkeit schenken sollen, immerhin hatte ich mir ja eigentlich vorgenommen, nett zu ihr zu sein. Mella würde außerdem sicher wollen, dass ich nett zu Mia war. A-Aber hatte sie dann nicht schon einen völlig falschen Eindruck? Vielleicht... lag es auch einfach daran, dass Lissa mich schon so lange kannte, und dass sie allgemein immer und überall potentielle Pärchen entdeckte? Oh Gott, aber was wenn es Mella auch längst aufgefallen war? Was, wenn-
"Das führt doch zu nichts!" ,platzte ich verägert heraus und fuhr mir durch die Haare, woraufhin Lissa, in ihrem Fragenkatalog unterbrochen, mich verdutzt anstarrte. Ich hatte es normalerweise ganz gut unter Kontrolle, aber in letzter Zeit wurde ich zunehmend angespannt und gereizt, wenn Mella nicht zumindest im selben Raum mit mir war. Es würde sich hoffentlich bessern, wenn ich erst die Gewissheit hatte, dass niemand sie mir mehr wegnehmen konnte. Vielleicht würden dann auch endlich meine Gedanken aufhören, sich ständig im Kreis zu drehen. Bis dahin würde ich mich wohl oder übel zusammenreißen müssen.
"...Entschuldige, was hast du gesagt Lissa?"
"Ich glaube, da hinten kommen sie. Ja, das müssten sie sein. Ich hoffe du hast genug Kleingeld dabei, weil ich nämlich vorhabe deine Einladung auszunutzen um den kompletten Laden leer zu essen!"
Der Junge hinter der Theke.. hatte ich nicht zufällig irgendeinen Kurs mit ihm zusammen? Ich konnte mir Namen nicht gerade gut merken, aber das Gesicht kam mir definitiv bekannt vor. Jan? Jamie... nein Moment, James war sein Name, richtig? Und wir hatten auch nicht nur einen Kurs zusammen, soweit ich mich erinnern konnte. Möglicherweise hatten wir uns sogar schon ein paar Mal unterhalten, auch wenn mir der Inhalt dieser Gespräche praktischerweise entfallen war. Dann verdiente er sich hier also ein bisschen was dazu. Gar nicht mal so eine schlechte Idee, als Highschooler konnte man schließlich immer Geld gebrauchen. Wenn er jetzt noch aufhören könnte, Mella so verdammt freundlich anzulächeln. Was wollte er denn überhaupt? Nur mal kurz Hallo sagen - wohl kaum. Das machte keiner ohne Hintergedanken. Sollte er doch mit Mia flirten, dann musste ich das zumindest nicht.
"Klar doch James, 'n Typen wie dich vergisst man nicht so schnell. Hast du dich schon von Mr. Watts erholt?", bemühte ich mich trotzdem ihn angemessen zu begrüßen und grinste schief, wenn auch vielleicht etwas kühler als nötig. Das.. war doch angemessen für einen mehr oder weniger flüchtigen Bekannten im selben Alter, oder?
"Übrigens Mia", ich lehnte mich leicht zurück um an Mella vorbeisehen zu können, "Bist du sicher, dass du nur eine Kugel möchtest? Du könntest locker auch zwei vertragen und wie gesagt, ihr seid alle eingeladen - ich zahle."
Da. Das war doch sehr nett von mir, oder nicht? Ich hatte sie direkt angesprochen und gelächelt und ich war nett gewesen. Konnte ich jetzt bitte ein Lob von Mella bekommen? Nun, sie würde natürlich nichts sagen, aber sie war doch bestimmt zufrieden mit mir, ja? Schon der Gedanke daran hob meine Laune gleich nochmal ein ganzes Stück.
[Dann muss man da durch xD na ja anfahren geht, Kreisverkehr und allgemein Stadtverkehr ist schlimm xddd]
Mella
Warum fiel mir denn wirklich niemand in meinen Klassen auf? Klar, wenn man bereits seine Freunde in jedem Kurs gefunden hatte, blickte man sich nicht mehr so genau um, aber ... Was sollte das denn? War ich tatsächlich so unaufmerksam? Ehrlich, wie sollte ich damit denn die Fahrprüfung bestehen? Vermutlich sollte ich gar nicht erst fahren, wenn ich es mir genauer überlegte. So unkonzentriert und unaufmerksam ... Was da nur alles passieren könnte!
Aber so etwas war echt einfach nur peinlich, Gott. Hoffentlich war ich noch nicht in der gesamten Schule fürs Schlafen bekannt, denn, ehrlich gesagt gab es eine Menge anderer wichtiger Dinge, für die ich lieber "berühmt" wäre. Einschlafen in Mr. Watts Kurs war zwar nichts Schlimmes (oder gar Außergewöhnliches), aber wenn es wirklich das Einzige war, wofür man mich kannte ... Schwach schüttelte ich den Kopf und kratzte mir leicht an der Wange. Einfach- ... Konzentrieren. Irgendwie konzentrieren, ja.
"Wenigstens Jeremy! Mann, vielleicht sollten wir demnächst alle Namensschilder tragen, damit das nicht so awkward für dich wird, Melly." Gott, ehrlich, es- Sicher, es war nur ein blöder Witz um mich zu ärgern, aber das änderte nichts daran, dass ich trotzdem rot anlief.
"E-es tut mir echt leid, ich pass beim nächsten Mal besser auf-"
"Ach komm, ich wollte dich doch nur ärgern. Ist echt kein Ding, ich kenn ehrlich gesagt auch kaum die Namen von den anderen aus unserem Kurs,sagt ja immer keiner was. Du und Mia sind manchmal echt die einzigen, die mich wach halten."
Himmel, das- Wieso war er denn nur so- ... Gott.
Vielleicht sollte ich mich besser auf die anderen konzentrieren.Lissa schien das alles hier außerordentlich zu genießen. Sie war wirklich schön , mit einem außerordentlich süßen Lachen. Es gab bestimmt einige Jungs an unserer Schule, die kein Problem damit hätten, sie für eine Weile zu daten. Mia schien immer noch ein wenig nervös- ... Und dadurch, dass Jeremy sich jetzt auch noch direkt an sie wandte, würde das bestimmt nicht besser werden. Wenigstens kümmerte er sich um sie, das war auf alle Fälle echt nett von ihm.
"J-jeremy hat recht, wenn du mehr möchtest kannst du das ruhig sagen, ich schlag mir ja auch den Bauch voll. Mhhh ... Wie wärs denn mit- Genau! James, hau bei Mia noch eine Kugel Himbeersorbet rauf, ja? Das ist der absolute Wahnsinn, besonders hier!"
"N-nein, Mango reicht mir vollko-"
"Keine Widerrede! Falls dus nicht schaffst helfe ich dir gern dabei aus, keine Angst, bei uns wird schon kein Eis über bleiben."
"Und falls ihr noch mehr braucht, dann helf ich euch gern dabei.", klinkte sich James wieder ein, "Das macht dann, mhh, mal sehen, mit dem Freunde und Verwandten und lustige Leute aus meinem Geschichtskurs Rabatt sind wir bei, huh ... 10 Dollar bitte! Wir nehmen sowohl Cash als auch Kredit, also zahlt einfach so, wie es für euch am besten ist."
James schien wirklich Gefallen an seinem Job zu finden; Zumindest mehr als die meisten in der Branche. Aber wie es aussah, schien er wohl auch an allem irgendwie ein bisschen Gefallen zu finden. Vielleicht war er ja jemand, der ständig versuchte das Positive zu sehen. Konnte man sicher ganz gut gebrauchen.
"Okay, danke für euren Besuch! Wenn es noch irgendetwas gibt, womit ich euch helfen kann, sagt mir bitte Bescheid. Ich hab eh nichts zu tun, also lasst euch ja nicht zurückhalten. " Lächelnd zwinkerte er uns zu und winkte leicht. Fröhlich winkte ich zurück und nickte James ein letztes Mal zu.
"Klar, wir kommen bestimmt bald mal wieder, das Eis hier ist erste Sahne - wobei, bei Uncle Sam ist es noch ein kleeeines bisschen besser.", scherzte ich lachend und hakte mich bei Mia unter.
"Bis später mal, man sieht sich!"
"Bis später!"
"Hm, wir haben ja noch ein bisschen Zeit ... Wie wär's, wenn wir 'ne kleine Runde spazieren? Hier ist doch gleich ein Park in der Nähe. Wir können ja 'ne Runde schaukeln, huh, Mia? Ich schubs dich auch an."
"Wa-was? Du- Eh ... Also gegen den Park hätte ich zumindest nichts ..."
[Muss ja, ne? xD Aber gestern ging leider eh nicht, wir haben eine seeehr ausführliche Fahrradtour gemacht ^^" Jaah, kann ich gut verstehen. Besonders Kreisverkehr.]
Jeremiah
Dieser James ging mir langsam aber sicher wirklich, wirklich, wirklich auf die Nerven. Generell Menschen, denen man das Lächeln offenbar mit Dauerkleber ins Gesicht gepflastert hatte. Und ja, ich war mir vollkommen bewusst dass das nicht nur unangebracht sondern wahrscheinlich auch vollkommen unbegründet war, weil er einfach nur nett sein wollte - aber trotzdem. Dieses.. Zwinkern und Grinsen und Winken.. und außerdem nannte er sie Melly, obwohl die beiden ganz offensichtlich nicht mehr als flüchtig miteinander bekannt waren. Das rechtfertigte doch auf gar keinen Fall den Gebrauch von Spitznamen, oder? Es schien sie ja nicht einmal wirklich zu stören, mich dagegen allerdings schon. Sehr. So sehr, dass ich mir alle Mühe geben musste weiterhin freundlich, amüsiert und einigermaßen höflich auszusehen und dadurch den weiteren Verlauf des Gespräches nur noch am Rande mitbekam. Ja, man hatte mir durchaus schon ein paar Mal gesagt, dass ich manchmal übermäßig eifersüchtig wurde wenn es um etwas ging, dass mir wichtig war. Oder um jemanden, in diesem Fall.
Es war ein wenig (sehr) kindisch, das wusste ich selbst, aber wenn er mir die Wahl ließ, ob ich Cash oder Kredit zahlen wollte.. Es war ja nicht einmal wirklich Absicht, da ich tatsächlich überwiegend größere Scheine und nur sehr wenig Kleingeld dabei hatte. Unüblich, wenn man eigentlich bloß einen ganz normalen Tag an der Highschool vor sich hatte, aber ich hatte eigentlich nach dem Unterricht noch zur Tankstelle fahren wollen bevor Lissa und die spontane Shoppingtour dazwischen gekommen waren. Wie auch immer, so jedenfalls war ich gezwungen, James einen dieser Scheine vorzulegen und ihm nach wie vor sehr freundlich mitzuteilen, dass ich es leider nicht kleiner hätte, ob er denn vielleicht wechseln könnte? Konnte er, und auch wenn die ganze Aktion alles andere als nötig gewesen war, hatte sie doch sehr dabei geholfen, meine Laune zu verbessern. Gleich nach der Tatsache, dass wir mittlerweile auf dem Weg nach draußen waren, wo James Mella - Melly, wenn er das machen durfte dann konnte ich das auf jeden Fall auch; zumindest in meinem Kopf - nicht länger anlächeln konnte.
"Eis isst sich beim Laufen sowieso besser. Außerdem liegt der Park auf dem Weg, da können wir auch gleich noch ein Stück mitkommen."
Wie, Park, was? Ich.. sollte mich langsam wieder konzentrieren, oder? Eis war eines der Dinge, die meine Aufmerksamkeit oft sehr schnell und sehr vollständig für sich beanspruchten. Wie viele Jahre war es wohl her, dass ich zum letzten Mal wegen der Spielgeräte in einem Park gewesen war? Viele, wahrscheinlich.
"Hah, schau mal Remi - Schaukeln! Ich bin sehr dafür, dass dich niemand auch nur in die Nähe von diesen Dingern lässt. Weißt du noch, Mom hat jedes Mal ganz furchtbar geschimpft wenn du Es wieder gemacht hast und glaub mir, diesmal übernehme ich das also wag es ja nicht!"
Ich grinste nur unschuldig bei der Erinnerung daran, während ich mich auf eine der Schaukeln setzte. Mia saß neben mir auf der anderen, mit Mella - Melly - hinter ihr, die sie ganz offensichtlich anschieben wollte. Ich konnte Mia's Gesichtsausdruck nicht ganz ablesen was sie von der Sache hielt, aber sie schien etwas.. unsicher?
"Alles okay Mia? Du siehst irgendwie aus, als würdest du da lieber wieder runter. Muss man bei Mella etwa befürchten, dass sie einen von der Schaukel schmeißt? Also wirklich!" In gespieltem Entsetzen schüttelte ich den Kopf, bevor ich an Melly gewandt fortfuhr. "Bei einem so unschuldigen Blick hätte ich das gar nicht erwartet, aber so wie's aussieht sollte man sich von natürlichem Charme nicht irreführen lassen, was?"
Es würde doch nicht weiter auffallen, wenn ich zu beiden nett war, oder? Da konnte doch sicher niemand etwas sagen. Ich grinste sie fröhlich an, während ich noch etwas mehr Schwung holte. Soweit alles in Ordnung - Lissa hatte die Arme verschränkt und ihren strengsten kleine Schwester Blick aufgesetzt, beschwerte sich aber noch nicht.
"Wo müsst ihr denn dann eigentlich hin? Moment warte, sag's mir nicht... zum Training? Ich könnte euch nachher mitnehmen and dort absetzen. Also, natürlich nur wenn ihr wollt? Keine Angst, ich entführe euch auch nicht. Versprochen."
Obwohl die Versuchung... mh, besser nicht. Noch ein wenig mehr Schwung und ich hatte eine beträchtliche Höhe erreicht - das heißt, beträchtlich für die Verhältnisse einer Schaukel, die auf etwa 8 bis 12 jährige ausgelegt war. Vielleicht war das aber auch gar nicht so schlecht, immerhin lag das letzte Mal einige Jahre zurück. Gut, dass es Dinge gab die man einfach nicht verlernen konnte.
"Keine Dummheiten, Remi.", grummelte Lissa drohend, einen Moment bevor die Schaukel ihren höchsten Punkt erreichte. Ich grinste sie beruhigend an, schüttelte leicht den Kopf um zu zeigen, dass ich nichts dergleichen vorhatte.
Dann ließ ich los.
[Muss halt xD Aw das klingt nais ... und anstrengend ^^"
Jaaa, Kreisverkehr ist das allerletzte T.T]
Mella
Eis im Park - und dann auch noch Training und Nixon? Das klang ja schon nach einem perfekten Tag! Nicht zu vergessen, dass wir morgen auch noch unser großes Picknick hatten. Das bewies doch, dass wir auch außerhalb der Ferien Spaß haben konnten.
Wir sollten auf jeden Fall öfter zu Baskin Robbins gehen. Es war zwar nicht das Billigste, aber auch nicht das Teuerste und es schmeckte wahnsinnig gut. Davon abgesehen war es ganz lustig, James zu sehen - vielleicht würde ich mir ja auch so irgendwie seinen Namen besser merken können. Er schien es mir zwar nicht wirklich übel zu nehmen, doch das änderte nichts daran, wie peinlich es manchmal war.
Mia ... Hatte offenbar immer noch ihre Ups und Downs,aber überraschenderweise schien sie sich irgendwie daran zu gewöhnen? Half denn etwa unsere "Übungsstunde" vor dem großen Tag? Mittlerweile schaukelte sie ja sogar neben ihm- Nun ja, sie würde zumindest neben ihm angeschubst. Das war schon mal ein Anfang, nicht wahr? Ich musste nur aufpassen, dass sie nicht aus Versehen runterfiel, denn ihr Griff schien nicht unbedingt der Festeste zu sein ...
"Was? Ich würde nie jemanden von der Schaukel schubsen ..." Grinsend schüttelte ich den Kopf und gab Mia einen etwas schwächeren Anschubser, "Zumindest nicht meine süße kleine Mia! Der würde ich nie etwas antun. Aber ob das auch für alle anderen gilt ..." Lachend zwinkerte ich ihm zu, während Lissa eher skeptisch gegenüber der Situation stand. Hatte Jeremy - wobei, wohl eher sie - denn schlechte Erfahrungen mit Schaukeln gemacht? Er hatte sich doch nicht etwa weh getan, oder? Wenn seine Mutter sich immer über ihn aufgeregt hatte- Moment, hatte- war er gerade tatsächlich gesprungen? Lissa sah ... Alles andere als begeistert aus.
War alles okay bei ihm? Es war zwar nicht sonderlich hoch gewesen, aber er war trotzdem letzten Endes ein wenig auf seinen Händen gelandet.
"I-ist alles okay, Jeremy? Tun deine Hände weh oder so? Zeig mal her ..." Ohne irgendwelchen Widerstand zuzulassen nahm ich seine Hände und sah sie mir genauer an.
"Mhhh ... Okay, nicht weiter aufgeschürft, nur ein bisschen dréckig ... Sorry, haha, bin das von meiner kleinen Schwester gewöhnt, bei ihr sind manchmal die kleinsten Dinge unglaublich schmerzhaft und-"
"Remi! Was hab ich dir gesagt?"
Oh je, Lissa sah wirklich alles andere als glücklich aus. Jeremy hingegen schien die Zeit seines Lebens zu haben - das hatte er doch nicht etwa mit Absicht gemacht, oder?
"Jeremy ...", stimmte ich inzwischen ebenfalls ein mit meiner "Elternstimme". Sie kam meistens nur bei Hannah durch, aber manchmal musste ich sie auch für Nixon einsetzen.
"Sieht so aus als müssten wir ihn bestrafen, huh, Lissa? Hm, okay - Kein Schaukeln mehr für Jeremy! Ich darf jetzt schaukeln und Jeremy muss mich anschubseeen!"
Belustigt rannte ich auf Mia zu und ließ mich neben ihr auf die Schaukel fallen. Hatte er eben selbst schuld dran, wenn er sich so waghalsig gab.
"Schätze mal so was ist öfters vorgekommen, huh, Lissa? Scheint so, als wäre Jeremy immer noch ein kleines Kind. Nicht, dass ichs ihm übelnehmen könnte, ich bin auch ganz schön kindisch. Mia wirft mich zwar immer mit Papierkügelchen ab, aber sie ist trotzdem irgendwie die Mom von uns beiden."
Mia hatte ja auch wesentlich mehr Übung als ich, schließlich musste sie sich teilzeitmäßig um vier kleine Jungs und Mädchen kümmern. Wie sie da noch die Zeit fürs Schwimmen, Schule und Zeichnen fand, war mir ein absolutes Rätsel. Schwach schüttelte ich den Kopf und stieß mich leicht vom Boden ab. Ich hatte immer noch mein Eis in der einen Hand, weshalb ich es lieber nicht zu weit treiben sollte, doch ... Ich würde das schon irgendwie hinbekommen.
"Na ja ... Einer muss sich ja um den ganzen Haufen kümmern, huh?"
Es war schön Mia auch mal grinsen zu sehen. Beim Training machte sie das ständig, wahrscheinlich, weil sie da in ihrer Mutterrolle voll und ganz in ihrem Element war.
"Apropos, wir müssen uns beeilen ... In 'ner halben Stunde gehts bereits los und du weißt ja, wie viele extra Runden Sawyer uns schwimmen lässt, wenn wir zu spät sind."
"Hast ja recht, hast ja reecht ... Lass mich noch mein Eis fertig essen, dann machen wir los, okay? Sonst kommen wir am Ende echt noch zu spät ... Allerdings ich hätte nichts dagegen, dein Angebot anzunehmen. Also ... Aah! Nicht so hoch!"
[Haha, war es beides, besonders in der Hitze ^^ Ich hoffe du hast irgendwo ne Möglichkeit zum Schwimmen in der Nähe? :3 Aww :c]
Jeremiah
Huh, also gut das.. war nicht ganz so gelaufen wie geplant. Zumindest hatte ich mir die Landung ein wenig eleganter vorgestellt. Nicht, dass das meine guten Laune in irgendeiner Weise beeinträchtigte, aber zu meiner Verteidigung - als ich zum letzten Mal von einer Schaukel gesprungen war, war ich auch noch ein ganzes Stück kleiner und hatte deutlich mehr Zeit in der Luft gehabt.
"Haha, schon in Ordnung, alles okay. Ich hab mich bloß ein bisschen bei der Höhe verschätzt. Die Schaukel kam mir größer vor beim letzten Mal, keine Ahnung woran das liegen könnte.."
Aber war es nicht niedlich, dass sie sich Sorgen um mich machte? Wenigstens ein bisschen? So gesehen hatte sich mein ungeschicktes Stolpern auf jeden Fall gelohnt; deutlich mehr sogar, als wenn ich eine fehlerlose Landung hingelegt hätte. Vielleicht sollte ich ein wenig ernster schauen, schon allein um Lissa zu besänftigen, aber das Grinsen wollte einfach nicht von meinem Gesicht verschwinden, solange Melly noch meine Hände hielt. Für sie mochte es nur eine kurze, unbedeutende Berührung sein; für mich war es ein weiteres Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Kein Zweifel, wir würden zusammen sein. Bald. Nun, immer vorausgesetzt, dass meine liebe Schwester mir nicht vorher den Hals umdrehte und zur Sicherheit am besten noch einen Knoten hinein machte. Ihrem Gesichtsausdruck nach zu urteilen hätte sie genau darauf gerade große Lust, wären keine Zeugen in der Nähe.
"Ob sowas.. das - Remi, bist so ein - öfters vorgekommen? Hah, du bist witzig, echt!" ,brachte sie heraus, während ich Melly zurück zur Schaukel folgte. Dabei gelang es ihr irgendwie, gleichzeitig Mella mit hilflos-verzweifelter Miene anzulächeln und mich böse anzufunkeln. Ich wusste gar nicht, dass sich die Fähigkeit zum Multitasking auch auf Gesichtsausdrücke bezog.
"Wirklich, du - ich hab dir doch gesagt dass das nicht gut geht, aber... Verdammt, glaub mir Mella, du bist viel zu nett zu ihm! Dieser - dieser Idiot.. würde nicht einmal zugeben dass er sich weh getan hat, wenn er von der Schaukel geflogen wäre und sich Knie und Unterarme komplett aufgeschlagen hätte! Nein, er hat lieber dagesessen und gelacht!"
Lustig, dass sie sich daran überhaupt noch erinnern konnte, überlegte ich, während ich Melly vorsichtig Schwung gab. Immerhin konnte sie damals kaum älter als fünf gewesen sein, mit süßen kleinen Zöpfchen links und rechts. Ich hatte nach dem Vorfall tatsächlich erstmal gelacht, aber eigentlich nur, weil der Anblick von Blut für einen sieben Jahre alten Jungen mehr faszinierend als ein Grund zur Besorgnis war. Geweint hatte ich dann später erst, zu Hause, als Vater mir den Hintern versohlte weil ich meine Mutter und Schwester so erschreckt hatte. Aber das.. gehörte nicht an einen so schönen Tag wie diesen, nicht wahr? Sogar Mia sah mittlerweile entspannter aus - das Grinsen stand ihr.
"Gut festhalten!", befahl ich fröhlich und schob Melly etwas stärker an als zuvor. Ich konnte ihr Gesicht nur halb sehen, aber auch so war es ein Moment, den ich mir ins Gedächtnis speichern wollte um ihn später zu zeichnen. Wie konnte sie denn so unglaublich niedlich sein?
"Hey keine Sorge, ich lass' dich da schon nicht runterfallen." ,versicherte ich ihr, obwohl sie mittlerweile tatsächlich etwas höher schaukelte als es einhändig ratsam war. Vielleicht sollte ich...
"Siehst du? Du bist vollkommen sicher. Oh, und dein Eis natürlich auch! Ich würde doch niemals zulassen, dass so etwas Süßes einfach 'nen Abflug macht."
...sie anhalten, indem ich einen Arm um sie legte und mit dem anderen die Kette der Schaukel festhielt? Eine richtige Umarmung war es eigentlich nicht, aber schon ziemlich nah dran. Wenn ich es jetzt noch schaffen könnte meine Klappe zu halten, damit nicht ständig so etwas seltsames herauskam. Aber gut, eins nach dem anderen. Es... war doch okay, oder? Auch wenn wir uns offiziell noch nicht allzu lange kannten. Ich hörte jedenfalls keinen Protest von ihr, auch wenn ich natürlich nicht wusste, ob Melly einfach nur zu höflich war, um sich zu beschweren. Zur Sicherheit ließ ich sie einen Moment später schon wieder los - besser, sie nicht gleich zu überfordern, nicht wahr? Morgen war schließlich auch noch ein Tag, den wir gemeinsam verbringen würden. Vorzugsweise allein, nachdem ich das restliche Schwimmteam im Ontario versenkt hatte. Mh, oder von mir aus auch nur alle, die Melly eventuell daten wollten. Oder sie von mir ablenken könnten. Oder mir auf die Nerven gingen. Also doch alle, huh?
"Na dann, wann immer du soweit bist. Der Wagen steht irgendwo dort hinten. Ich sollte dann wahrscheinlich ein bisschen Gas geben damit ihr keinen Ärger bekommt, was?"
[Kann ich mir vorstellen, es is so ekIig warm xdd Na ja mehr oder weniger Nähe, haha ^^" Uuugh ja und ich hab das Gefühl ich werde kein Stück besser ahahah xdd]
Mella
Lissa schien wirklich, wirklich wütend zu sein ... War das denn so schlimm gewesen? Hatte er das als Kind damals so oft gemacht, dass es sie nun einfach automatisch zur Weißglut trieb? Oder waren das lediglich böse Erinnerungen? So oder so, es kam mir ein klein wenig übertrieben vor, aber hey, vielleicht sollte ich das alles lieber nicht so genau nehmen. Geschwister hatten manchmal ganz schöne unausgesprochene Spannungen zwischen sich, also war das wohl nicht mein Platz, mich irgendwie einzumischen.
Stattdessen sollte ich es lieber genießen, mich hoch in die Lüfte zu schwingen - wobei, eher geschwungen zu werden. Machte ja am Ende keinen Unterschied ... Nur, dass es tatsächlich ein bisschen sehr hoch-
"Aaah! D-du musst mich doch vorwarnen!" Lachend schüttelte ich den Kopf.Mein Eis wäre beinahe flöten gegangen, aber irgendwie war es schon lustig gewesen. Nixon hatte mich früher manchmal so von der Schaukel angebremst - na ja, zumindest bis er es irgendwann geschafft hatte, mich vom Sitz zu reißen und uns beide damit auf den Boden zu werfen. Es- Himmel, das war wirklich ein guter Tag gewesen. Ein verdammt dämlicher zwar auch, aber es war unfassbar witzig gewesen.
"Ja, wir sollten uns wohl echt beeilen ... Maaann, ich hab keine Lust wieder siebzehn Runden zu schwimmen. Warum musste er sich die Idee eigentlich genau an meinem Geburtstag damals einfallen lassen? Als hätte er einfach geplant, mich eine Runde extra schwimmen zu lassen." Sawyer würde ich das auf jeden Fall zu trauen, das war so seine Art von Humor. Normalerweise fand ich es ja auch lustig, aber irgendwann waren die Runden zu anstrengend geworden. Ein abwechslungsreiches Training sah jedenfalls ein wenig anders aus.
"Hmm ... Ich denke mal, Mia und ich krallen uns den hinteren Sitz, dann kann ich noch was von ihrem Eis klauen.", meinte ich grinsend und stieg mit ihr hinten ein.
"Ist echt nett, dass ihr uns mitnehmt, ich hätte mir ehrlich gesagt nicht noch eine Joggingsession antun wollen, das ist alles einfach ein kleines bisschen zu viel für mich. Zumindest, wenn wir die drei Meilen zur Schule in 'ner halben Stunde schaffen sollen ..."
"Meinst du? Schaden würde es dir nicht, vielleicht kannst du ja mal wieder mit Track and Field anfangen, wenn du ein bisschen mehr übst."
"Mhhh, nein, ich weiß nicht, das war irgendwie so langweilig ... Vielleicht probier ich mal noch Tennis oder Volleyball, das klingt wesentlich witziger. Oder vielleicht Softball! Im Sportúnterricht war ich ja eigentlich immer ganz gut gewesen ... Na ja, wer weiß, irgendetwas wird sich schon ergeben. Bist du dann wieder mit mir in einem Team? Biiitte?"
"N-na ... Na ja, wenn ich es schaffe, dann werde ich's mal probieren. Kann dich schließlich auch nicht alleine lassen, huh?"
Jeremy hatte wirklich ganz schön Gas gegeben, denn wir waren in bereits fünf Minuten trotz Stadtverkehr angekommen. Ob er nicht möglicherweise ein klein wenig über dem Limit gewesen war?
"Danke fürs Fahren! Aber sei bitte beim nächsten Mal ein klein wenig vorsichtiger, okay? Nicht, dass du noch Ärger bekommst oder so."
Lissa schien das ähnlich zu sehen, vielleicht sogar noch viel kritischer, da sie ja immer mit ihm fahren musste.
"Na dann, wir sehen uns mor- "Mia, Mella! Hiiii!"
"Oh, hey Elly! Habt ihr schon angefangen?"
"Nein, nein, alles gut, aber ihr beeilt euch lieber mal, bevor Sawyer euch wieder die ganze Stunde lang schwimmen lässt. Und- Oh? Jeremy! Was für ein Zufall! Kann ich mal kurz mit dir reden? Ich wollte dich was wegen dem Projekt fragen ... Kannst du kurz rauskommen? Keine Sorge, geht ganz schnell ..."
Huh? Projekt? Aber Elly war doch ein Freshman ... Welchen Kurs hatten denn die beiden miteinander? Na ja, so oder so sollten Mia und ich uns mal beeilen ...
"Bis später!"
Re: let me hold you || Luxa & Ich
von malitsuki am 06.09.2019 16:07(ehm ja mir is' halt nichts großartig eingefallen haha sry xD)
Mella
"Hey, alles in Ordnung? Du siehst irgendwie ein bisschen ... Du siehst nicht gut aus. Also, ich meine, du siehst so aus, als würdest du gern über etwas reden."
Machte mein nervöser Gesichtsausdruck etwa Sawyer auch nervös? Gott, das ... Das war ja fantastisch, echt.
"Uhm, na ja um ehrlich zu sein ... Ich bin immer noch ganz schön fertig wegen gestern, weißt du? Mein Tagebuch ist weg, was heißt, dass praktisch irgendein Fremder es haben könnte und die Sache gestern ... Das war einfach alles ein bisschen zu viel, weißt du?"
Vorsichtig nickte er und setzte sich mir gegenüber an den roten Essenstisch. An manchen Tagen sah ich Sawyer erst während unserer Mittagspause - nicht gerade ideal, aber immerhin hatten wir gemeinsames Lunch. Manche meiner Freunde konnte ich ja nicht mal dabei sehen.
"Das muss wirklich übel gewesen sein ... Mann, du hattest echt Glück, dass Jeremiah da war um dir zu helfen. Ich meine ... Gott, ich will mir gar nicht vorstellen,was sonst passiert wäre."
Ich nickte nur leicht, während meine Gabel in meinem Salat kläglich nach einem Stück Feta-Käse suchte. Wahrscheinlich sollte ich beim nächsten Mal etwas mehr hinein tun.
"Ich will's auch lieber gar nicht wissen ... Mom und Dad kommen heute wieder nicht nach Hause. Ich meine, das Gute ist, dass Nixon vorbeikommt und mir mit Hannah hilft. Vielleicht krieg ich ihn ja dazu, für die Nacht zu bleiben und mal was Anständiges zu kochen. Bei dem Berg an Hausaufgaben, die Misses Mackleroy für uns wieder parat hatte, werde ich dazu nämlich kaum kommen."
"Wie gesagt, wenn du jemanden zum Abschreiben brauchst - ich bin immer für dich da."
Wir beide verschluckten uns gehörig an unserem Lunch, so sehr mussten wir lachen. Vielleicht war Mathematik nicht gerade seine Stärke, aber eine Karriere als Comedian würde ich ihm definitiv zutrauen.
"Danke, aber ich glaube, ich mach meine Sache lieber richtig als schnell."
"Wenn du willst, kannst du auch einfach heute mal Training ausfallen lassen. Ich meine ... Du bist so oder so unsere beste Schwimmerin also werden die dich eh mit zum Turnier nehmen."
"Aber sollte ich nicht gerade deswegen härter trainieren?", warf ich ein, überrascht, dass er die Sache so locker nahm. Als unser Kapitän sollte er eigentlich eine andere Einstellung haben, aber ... Es stimmte schon, dass Schule und das alles vor Sport kommen sollte (so wenig Spaß es auch manchmal machte).Sawyer zuckte lediglich die Schultern, während er sich eine weitere Gabel Nudeln in den Mund schob.
"Na ja, wenn du dich auspowern willst, kannst du ja gern kommen. Du hast doch sowieso überall nur A's, also wird eine kleine unvollständige oder spät eingereichte Hausaufgabe jetzt auch nicht gleich dein Leben ruinieren, hm? Immer positiv bleiben. Naa, wie fühlt es sich an, wenn es einem mal selbst gesagt wird, mhhh?"
Es war süß von ihm, dass er so bemüht war mich aufzubauen. Sein dämliches Grinsen schaffte es sowieos früher oder später immer, mich selbst zum Schmunzeln zu bringen.
"Noch viiel besser, wenn du einen Brownie für mich hättest. Ehrlich, was würde ich jetzt für 'nen Brownie tun, hah."
"Wir können ja morgen welche backen oder so ... Lust auf ein Picknick? Wir könnten mal wieder 'nen Abstécher ins Freibad machen, da waren wir ja ewig nicht mehr ... Und wir können natürlich auch das strenge Training, auf das du ja so versessen bist, fortführen, hmm?"
"Klingt großartig! Aber ich weiß nicht, ob ich so lange auf 'nen Brownie warten kann ... Meinst du, die aus der Cafeteria sind essbar?"
"Essbar schon, aber definitiv nicht verdaubar."
Dabei war doch alles was ich wollte nur ein dämlicher, saftiger Brownie ... Wirklich. Ich hätte Hannah bitten sollen, welche von Mindy's mitzubringen. Oder ich hätte welche heute früh kaufen sollen, es ... Warum hatte ich nochmal gedacht, dass es eine gute Idee wäre nur gesunde Sachen mitzunehmen?
"Warum haben wir überhaupt Health Class, wenn die Schule den Regeln selbst nicht folgt.", murmelte ich mit einem müden Kopfschütteln und legte ihn leicht schief.
"Hast du einen Dollar für mich? Dann kann ich wenigstens- Oh, hey Jeremy! Willst du dich zu uns setzen?"
[Ahaha same ^^ Sorry wegen der späten Antwort btw, die Armee des Bösen hatte Forderungen :3]
Jeremiah
"Wusstest du, dass Brownies nicht nur furchtbar ungesund sind, sondern sich auch ganz hervorragend als Versteck für... na du weißt schon, besondere Zutaten eignen? Eigentlich ein bisschen wie Jelly Shots, nur noch unauffälliger. Auf der Party letztens war so ein Typ, der..."
Ich warf meiner Schwester einen kritischen Blick zu, während sie fleißig weiter das ungesündeste Essen das die Schulcafeteria zu bieten hatte auf ihr Tablett schaufelte und mich dabei über ihre letzten Eskapaden informierte. So viel also zum Thema Autorität. Als verantwortungsvoller großer Bruder hatte ich meinen Job richtig gut gemacht, wirklich.
"...und das war echt total daneben, also hab ich..."
Langsam folgte ich ihr durch den Raum und ließ dabei meinen Blick über die bereits gut gefüllten Tische schweifen in der Hoffnung, jemanden zu entdecken den ich kannte. Ich brauchte definitiv eine Ausrede um Alicia zu entkommen, bevor sie mich noch einmal zu ihren Freundinnen schleifen konnte. Sie hatte die Absicht mich mit einer von ihnen zu verkuppeln, egal wie oft ich ihr zu erklären versuchte dass ich diese Unterstützung keinesfalls benötigte.
"...aber am Ende haben sie dann doch wieder rumgeknutscht. Übrigens nur dank meiner Hilfe, sonst wäre das noch den ganzen Abend so weiter gegangen. Apropos, willst du mir eigentlich mal erzählen wo DU gestern Abend die ganze Zeit warst?"
Nein, wollte ich nicht, aber bei der Erinnerung daran breitete sich ein kleines Lächeln auf meinem Gesicht aus. Gestern war definitiv ein Erfolg, wenn auch die Umstände nicht unbedingt.. obwohl, der Angriff auf Mella hatte mir unbestreitbar die perfekte Chance geboten ihre Sympathien zu gewinnen. Wir waren ohne jeden Zweifel perfekt füreinander und je eher sie das erkannte desto besser, nicht wahr? 'Das Ziel heiligt die Mittel', so oder so ähnlich hieß es doch immer. Und deshalb musste ich mich auch kein bisschen schlecht dabei fühlen, dass ihr Tagebuch gut versteckt zwischen Englisch und Geschichtsbüchern in meiner Tasche lag wo es darauf wartete, dass ich wieder Zeit haben würde darin zu lesen. Überhaupt wäre das eine deutlich sinnvollere Beschäftigung als mir hier beim Lunch eine Lebensmittelvergiftung abzuholen. Oder ein weiteres, von meiner Seite aus mehr als unfreiwilliges Date voller peinlicher Sprechpausen. Gott, ich musste dringend hier raus. Wir steuerten bereits viel zu direkt auf Alicia's Freundinnen zu.
"Guut, schon verstanden. Große Brüder sind unfreundliche, herzlose Wesen die den ganzen Abend wegbleiben und am nächsten Tag nicht einmal die Details ausplaudern wollen.", beschwerte sie sich gerade mit einem sehr überzeugenden Schmollmund, wobei sie so theatralisch gestikulierte, dass die aufgestapelten Brownies auf ihrem Tablett gefährlich ins Rutschen kamen.
"Du solltest die wirklich nicht alle alleine essen." ,bemerkte ich, während ich ihr einen abnahm. "Zumindest nicht, wenn du keinen Zuckerschock bekommen willst."
"Ach? Erst ist er gemein, dann lenkt er vom Thema ab und jetzt klaut er auch noch mein Essen. Fehlt nur noch, dass du dich schon wieder verdrückst bevor ich dir ein paar wirklich tolle Leute vorstellen kann. Von denen hättest du am nächsten Morgen auf jeden Fall einiges zu erzählen, Remi... Aber so wird das ni-"
An diesem Punkt rief jemand meinen Namen und wir drehten uns beide um. Meine Laune besserte sich schlagartig als ich sah, dass es Mella war. Grinsend überließ ich meine verdutzte Schwester ihren Freundinnen und setzte mich zu meiner zukünftigen Freundin und dem Störfaktor. Wie war sein Name noch gleich, Sammy? Nein, Sawyer. Wie auch immer.
"Hey Mella, schön dich zu sehen. Wie geht's?"
Keine bleibenden Schäden der letzten Nacht, soweit ich das beurteilen konnte. Und dazu sollte ich nach so langer Zeit sorgfältiger Beobachtung wohl in der Lage sein. Dank dieser fiel mir außerdem auf, dass ihr Blick eine Sekunde zu lange an dem kleinen Schokokuchen hängen blieb, der neben dem Teller mit Nudeln leicht fehl am Platz wirkte.
"Ehrlich gesagt siehst du aus, als könntest du etwas Süßes vertragen. Etwas sehr, sehr Süßes. Oder noch besser, reinen Zucker getarnt als Brownie."
Sympathiebestechung durch Süßigkeiten. Ein klassischer Trick, aber meistens sehr wirkungsvoll.
"Na, wie klingt das?"
Mella
Wie klein die Welt doch manchmal war, selbst in einer stark überfüllten Cafeteria. Das Mädchen an seiner Seite schien sowohl verwirrt, amüsiert als auch enttäuscht (oder merkwürdig genervt) zu sein. Sie war seine Schwester, nicht wahr? Es war schön zu sehen, dass die beiden in der Schule nicht so taten, als würden sie sich nicht kennen - viel zu viele Geschwister taten das ja. Ich wäre gern mit Nixon zur Schule gegangen - oder auch mit Hannah, klar, aber dann wäre ich ja leider nie dazu gekommen, Sawyer kennenzulernen. Es hatte wohl alles sein Positives und Negatives im Leben, nicht wahr? Wenn sich eine Tür schloss, öffnete sich schließlich immer eine neue. Zwar nicht unbedingt sofort, doch ... Das war ja egal. Solange man die richtigen Menschen an seiner Seite hatte, während man auf das Öffnen der Tür wartete, konnte man ebenso eine kleine Ewigkeit überstehen, wenn es sein musste.
Aber momentan gab es ja keine Türen, die ich öffnen sollte - bis auf ein paar unschöne Ereignisse auf die ich verzichten könnte, lief es einigermaßen gut.
"Mhh, alles in Ordnung so weit, bin nur ein bisschen müde ..."
"Was, der Energieball der gesamten Schule ist müde? Unglaublich! Aber wohl nicht zu müde für Training, was?"
Lachend boxte ich Sawyer leicht in den Arm und nickte.
"Sicher, sicher, dafür hab ich immer genug Kraft."
Aber ich hätte nun wirklich nichts gegen einen kleinen Energyboost. Vielleicht würde ich mir irgendetwas von Maja klauen müssen, damit ich den Rest des Unterrichts noch irgendwie durchstehen würde. So süß wie sie war würde sie mir das ja hoffentlich erlauben, oder? Sonst würden wir definitiv ein klitzekleines Problem während Geschichte haben ...
Moment- Brownie? Hatte er gerade etwas von Brownies gesagt?
Mir war kaum aufgefallen, dass ich das Essen auf seinem Tablett vielleicht ein bisschen lang angestarrt hatte. Ein ... Ein bisschen sehr lang.
War das der Grund, warum ich ihn hergerufen hatte? Okay, nein - das war albern. So hungrig war ich nun auch nicht ... Jeremy war einfach nur nett und cool und nach gestern wirklich- ... Ach, ich wusste es auch nicht so genau. Aber das war garantiert nicht der Grund gewesen.
"Meinst du das ernst? Spiel hier nicht mit meinem Sugardown ...", murmelte ich mit großen Augen und biss mir unsicher auf die Lippe. Wäre es Sawyer gewesen, hätte ich keine Sekunde darüber nachgedacht - wahrscheinlich hätte ich schon ein Stück abgebrochen, bevor er überhaupt den Mund aufgemacht hätte. Aber ... War das okay?
"Ehm, wenn ... Wenn du dir sicher bist ... Ein Stückchen kann ja nicht schaden, danke!"
Fröhlich schnappte ich mir den Brownie und brach ein kleines Stückchen ab.
"Ich muss demnächst mal bessere Lunches packen ... Oder mir wenigstens abends was zusammenpantschen und nicht am nächsten Morgen was auch immer im Kühlschrank ist nehmen."
Leicht schüttelte ich den Kopf und nahm mir einen weiteren kleinen Bissen. Es ... Es war okay, ja? Sonst würde er doch etwas sagen, nicht?
"So muss ich mir wenigstens keine Gedanken drüber machen, ob ich in Geschichte wieder einschlafe ... Mr. Watts meinte, dass er mir beim nächsten Mal Nachsitzen gibt."
Es war ehrlich gesagt ein wenig peinlich. Immerhin - wer musste schon deswegen zum Nachsitzen? Die meisten waren doch da, weil sie irgendetwas verbrochen hatten oder so. Aber es machte wohl Sinn - das einzige Verbrechen, das ich je begehen würde, würde definitiv etwas mit meiner Verschlafenheit zu tun haben.
"Na ja, aber eigentlich wäre das ja nicht mal so richtig deind Schuld. Sein Unterricht ist fuuuurchtbat langweilig. Ich weiß noch, mit Mrs. Shrader war Geschichte einigermaßen annehmbar, aber .. Der Typ ist echt 'ne andre Nummer."
"Absolut! Bei wem hast du eigentlich Geschichte, Jeremy? Ah! Das erinnert mich, ich muss später noch mit Miss Jennings reden. Hoffentlich kann ich noch in Chemie wechseln. Ich meine klar, die Deadline dafür ist eigentlich längst vorbei, aber ich kann mit Study Hall wirklich nicht viel anfangen.Außerdem- oh, sorry, ich lass dich sofort zu Wort kommen Jeremy, ich muss nur Sawyer was sagem bevor ich's vergesse. Falls ichs doch nicht zum Training schaffe, lädst du für mich die anderen zur Freibadtrainingseinheit ein? Oder warte, noch besser - wir gehen zu Lake Ontario!"
"Kann ich machen, je mehr desto besser! Apropos - willst du mitkommen, Jeremy? Wir wollten morgen baden und picknicken gehen ... Wies aussieht wohl mit dem gesamten Schwimmteam! Aber ich glaube die kümmert's nicht so richtig, ob jemand zum Team gehört, die meisten sind sowieso noch woanders unterwegs und total offen. Also, Lust mitzukommen?"
[Jaa, wir haben gestern 'Wutanfall bekommen und die komplette Spielkiste über den Boden kippen' geübt ":3]
Jeremiah
Sie... sie machte das doch mit Absicht, oder? Ich würde nicht eine Sekunde lang glauben, dass sie nicht ganz genau wusste wie unfassbar süß ihre vorübergehende Unsicherheit war. Vor allem das 'auf die Lippe beißen', bevor sie der Versuchung schließlich nachgab und sich den Brownie schnappte. Bestechung erfolgreich. Möglich, dass ich sie ein wenig zu fasziniert dabei beobachtete, aber eigentlich versuchte ich mir nur ihren Gesichtsausdruck so genau wie möglich einzuprägen. Mit etwas Glück würde es mir später gelingen ihn in meinem Kopf noch einmal entstehen zu lassen und sie einigermaßen realitätsnah zu zeichnen. Wenn ich schon keine Fotos machen konnte, musste ich eben eine andere Möglichkeit finden mir all diese kleinen Momente einzufangen. Sie gehörten ohnehin mir, nicht wahr? Noch nicht, aber ganz sicher bald. Warum also nicht schon anfangen? Und irgendwie würde ich mich ja schließlich während der restlichen Unterrichtszeit beschäftigen müssen.
Im Stillen dankte ich Lissa für ihren übermäßigen Heißhunger auf alle Arten von Süßigkeiten. So hatte ich Mella zumindest etwas anbieten können um sie vor einem Sugardown zu bewahren. Damit zumindest hatte ich dank Lissa bereits einige wenig angenehme Erfahrungen sammeln dürfen, auch wenn die beiden offenbar genau gegenteilig auf Zuckerentzug reagierten. Nachsitzen hätte Lissa zweifellos auch bekommen, was bei Mr. Watts um ehrlich zu sein durchaus mal passieren konnte, der Kerl war unberechenbar, aber ganz bestimmt nichts für's Einschlafen. Schon eher für äußerst missgelauntes und insgesamt gemeingefährliches Verhalten. Als wir noch kleiner waren hatte ich ab und an ihre Vorräte versteckt, um dann von einem sicheren Ort aus zuzusehen wie sie das Haus auseinander nahm und unsere Eltern in den Wahnsinn trieb. Allerdings hatte ich ihr diesen Streich nie wieder gespielt nachdem sie einmal herausgefunden hatte wer für ihre missliche Lage verantwortlich war.
Amüsiert schob ich den Gedanken beiseite als sich das Gespräch einer offenbar geplanten Trainingseinheit am Lake Ontario zuwandte. Selbstverständlich wusste ich dass Mella im Schwimmteam war, immerhin hatte ich sie oft genug bei Turnieren beobachtet. Nein, nicht beobachtet, dass klang zu seltsam. Ich hatte sie... unterstützt. Mit meiner (heimlichen) Anwesenheit, weil ich nicht riskieren wollte erkannt zu werden. Aber ich hatte sie definitiv nicht beobachtet! So etwas taten nur verrückte Stalker, die keine Alternativen hatten. Oder denen es an Entschlossenheit fehlte, diese Alternativen in die Tat umzusetzen. Wo ich gerade dabei war, wie schwierig könnte es in etwa werden ein vollständiges Schwimmteam im Lake Ontario zu versenken um anschließend ein entspanntes Picknick mit Mella zu genießen - allein? Leider nicht durchführbar, aber dennoch eine sehr angenehme Vorstellung.
"Baden und Picknick, klingt gut! Nur, bist du sicher? Ich meine, ich will mich nirgendwo reindrängen, aber wenn du meinst dass keiner was dagegen hat komme ich gerne mit." ,antwortete ich Sawyer mit einem Lächeln, da er für den Moment durchaus nützlich und somit als vorübergehender, einflussreicher Verbündeter geeignet war. Dennoch sah ich Mella noch einmal fragend an. Hatte sie etwas dagegen? Vermutlich nicht, aber sie war die einzige deren Meinung ich nicht ignorieren wollte. Der Rest des Teams konnte von mir aus eine Revolte starten, loswerden würden sie mich trotzdem nicht mehr. Früher oder später mussten sie sich ohnehin mit mir arrangieren wenn Mella im Schwimmteam blieb, und davon war ja offensichtlich auszugehen.
"Davon abgesehen - soweit ich weiß habe ich auch Mr. Watts in... irgendeinem Fach. Leider versetzt seine Stimme mich jedes Mal sofort schon bei der Begrüßung in ein Wachkoma, also bin ich mir nicht ganz sicher welches es ist."
Natürlich war es Geschichte, aber das mit dem Wachkoma war eigentlich sogar ziemlich nah an der Wahrheit, überlegte ich schief grinsend.
"Sag mal, wir sind doch wohl nicht etwa im selben Kurs, ohne dass es mir aufgefallen ist?"
[Ach nein, wieso das denn? :3]
Mella
Was für eine gute Idee! Es würde bestimmt lustig werden, wenn Jeremy auch noch mitkam - überhaupt wäre es schön, wenn alle möglichen Leute mitkommen würden. Klar, ich mochte unsere Mannschaft sehr und verbrachte gern Zeit mit ihnen, aber ... Diese Grüppchenbildung war manchmal ein bisschen komisch. Wenn sich unsere Schule beispielsweise schon so sehr mit ihren Sportmannschaften rühmte, dann sollten sie diese doch vielleicht wenigstens mal an einem Tag näher zusammenbringen! Die meisten interessierten sich sowieso nur für die Sportarten, bei denen man etwas Spannendes sah, wenn man sich zum Spiel begab. In der Regel traf das für viele leider nur auf Volleyball, Basketball und Football zu - gelegentlich auch Baseball und Fußball, aber die dauerten manchen Leuten viel zu lange. Schon etwas komisch, wenn man bedachte, wie lang manche Footballmatches wurden. Ab und zu wurden sie tatsächlich so dramatisch lang gezogen wie Mr. Watts öder Geschichtsunterricht. Wirklich, wie konnte man so interessante Themen nur dermaßen ... Zerstören? Es war ein Rätsel, das lediglich dieser Mann lösen könnte, aber er schien sich lieber damit zu beschäftigen, die gesamte Klasse einzuschläfern.
"Huh? Du hast Mr. Watts auch? Mein Beileid. Ich weiß echt nicht, wieso er Lehrer geworden ist, der würde sich als Hypnotist viel besser machen - oder als Einschläferer."
Gab es so einen Job überhaupt? Klang ehrlich gesagt ein klein wenig gruselig, immerhin ging es beim Einschläfern ja meist um einen gewissen Schlaf, aus dem man nicht mehr erwachte. Aber ... So etwas machte man ja bei Menschen nicht mehr, oder? Moment- Unterrichtete Mr. Watts überhaupt etwas anderes als Geschichte?
"Echt jetzt? Bist du dir sicher?"
Konnte aber gut sein, immerhin nahm ich bei seinem Unterricht sowieso immer nur zehn Prozent meiner Umgebung war, weil ich mich so sehr darauf konzentrieren musste, nicht einzuschlafen.
"Siebte achte Stunde im Raum 305? Oh mein Gott, was ein Zufall! Haha, sorry, ich hab dich wohl auch nicht mitbekommen - ich weiß ehrlich gesagt kaum, wer überhaupt in dem Kurs ist. Beim Schlafen lässt sich das immer so schlecht feststellen und da er mich ja extra weit vorne gesetzt hat ... Aber hey, dann ist es wenigstens nicht mehr ganz so langweilig! Vielleicht lässt er uns ja irgendwann mal ein paar Gruppenarbeiten machen oder so, dann fall ich wenigstens nicht gleich vom Stuhl. Bisher hab ich nur mitbekommen, dass Mia neben mir sitzt und das eigentlich auch nur, weil sie mich immer mit Radierern abwirft, damit ich aufwache ..."
Und das war nicht mal das einzige Fach, in dem sie das tat, aber in den meisten Fällen war es dann auch anderer Natur (und besonders Langeweile war oft der Schuldige.)
Mittlerweile hatte ich meinen - beziehungsweise eigentlich Jeremy's - Brownie verputzt und verstaute den kläglichen Rest meines Salates in meinem Rucksack.
"Ich hoffe nur, dass wir nicht wieder irgendwelche Propagandafilme gucken ... Die sind einfach so- ... Man versteht kaum ein Wort und die Transkripte ergeben irgendwie alle keinen Sinn."
Schwach schüttelte ich den Kopf und raufte mir durch die Haare. Wahrscheinlich sollte ich diese mal in einem Zopf unterkriegen, bevor ich auf dem Cafeteriatisch einschlief und unangenehme Überraschungen auffinden könnte.
"Apropos Mia! Ich glaube, die sollte ich dir mal vorstellen - ich meine, sie ist eh in unserem Schwimmteam also wirst du sie ja morgen treffen, aber ihr würdet euch definitiv gut verstehen. Oder Sawyer?"
Grinsend nickte er und zwinkerte Jeremy zu.
"Jupp, Mia ist echt 'ne Süße - ich glaube ihr zwei würdet euch sehr gut verstehen. Wobei ihr euch eigentlich schon kennen müsstet, sie hat schon ein paar Mal von dir er-"
"Ach Mensch, Sawyer, wolltest du nicht noch zu Mr. Barkins? Ich an deiner Stelle würde mich beeilen, ich glaube nach der sechsten hat der Schluss und du weißt ja, wie schnell er zu seinem Auto sprinten kann."
"Stimmt wohl, stimmt ... Na dann, bis später Leute!" "Bis zum Training! Jeremy, du hast ja kaum was gegessen bisher! Jetzt aber los, sonst fällst du auch noch bei Mr. Watts vom Stuhl! Hier ..."
Grinsend schnappte ich mir seine Gabel und schob ihm eine Schaufel voll Nudeln gen Mund.
"Mach Aaaaah!", forderte ich ihn lachend auf. Gott, wann war das letzte Mal, das ich jemanden gefüttert hatte? Hm ... Wahrscheinlich vor einer Woche. Hannah und Brokkoli waren nach wie vor nicht dir allerbesten Freunde ...
[Offene Rebellion gegen den Mittagsschlaf. Außerdem hat sich seine böse Tante, aka me, geweigert, ihm ein zweites Eis zu geben. >:s]
Jeremiah
Nun, es war keine große Überraschung dass es ihr nie aufgefallen war. Geschichte war nun wirklich nicht mein bestes Fach und dementsprechend hatte ich auch absolut keine Lust von Mr. Watts oder sonst jemandem bemerkt zu werden. Oder womöglich auch noch drangenommen zu werden und etwas sagen zu müssen. Nein, bloß nicht. Größtenteils war vermutlich die Langeweile daran Schuld, aber ich tat mich außerdem schwer damit, mir Jahreszahlen und die dazugehörigen Ereignisse oder Personen fehlerfrei zu merken. Also setzte ich mich in Geschichte bevorzugt möglichst weit nach hinten, wo ich in aller Ruhe von meinem Talent Gebrauch machen konnte, mit der Wand zu verschmelzen. Nicht wörtlich, natürlich nicht, auch wenn der Gedanke so seine Reize hatte, aber ich war offenbar ganz gut darin keine Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Und immerhin schlief ich ja auch nicht. Ganz im Gegenteil, die meiste Zeit war mein Blick überaus konzentriert nach vorne gerichtet. Ob ich nun Mr. Watts zuhörte oder Mella beim Schlafen zusah war eine andere Frage, aber ich sah definitiv in Richtung Tafel.
"Meinst du dass würde er machen? Ich hoffe nur er lässt uns die Gruppen dann selbst zusammenstellen und legt nicht einfach selbst irgendetwas fest."
Klar, bei solchen Einteilungen konnte man auch Glück haben, aber meiner Erfahrung nach gab es dann höchstens ein, zwei Gruppen die das Thema tatsächlich verstanden hatten, während alle anderen sich aus gelangweilten Dauerschläfern und Idioten zusammensetzten.
Das Gespräch drehte sich mittlerweile um ein Mädchen aus dem Schwimmteam. Mia? Dann musste sie es sein, die ich in Geschichte häufig bei Zielwurfübungen mit Radiergummikrümeln auf Mella beobachtet hatte. Gut zu wissen. Allerdings war es mir ein Rätsel, warum sie ihren Teamkollegen von mir erzählen sollte. Kannte ich sie? Nein, eigentlich nicht. Wahrscheinlich sollte ich sie aber kennen, dem identischen, fröhlichen Grinsen nach zu urteilen dass mir aus zwei Gesichtern entgegen strahlte. Gott, dass war ja mal wieder... einfach super. Hervorragend, echt. Wirklich, das letzte was ich gebrauchen konnte war ein Mädchen, von dem Mella glaubte ich könnte mich sehr gut mit ihr verstehen. Sie sollte schließlich erkennen, dass sie zu mir gehörte, nicht mich mit einer ihrer Freundinnen verkuppeln. Letzteres tat Alicia schon zur Genüge. Aber na schön, dafür würde ich auf jeden Fall eine Lösung finden müssen wenn ich Mia morgen traf. Warum nochmal hatte ich die Idee, das Schwimmteam einfach im Lake Ontario zu versenken als unrealistisch abgetan? Nun, vielleicht konnte ich Sawyer für's erste verschonen, immerhin besaß er den Anstand in diesem Moment aufzuspringen und nach Mr. Barkins zu suchen. Ich sollte mich besser auch etwas beeilen, nicht dass die Pause noch endete bevor ich mein Essen -
"Hey, was.. Wa-Warte mal, aber... -mmph!" ,weiter kam ich mit meinem Protest nicht, da eine große Gabel Nudeln mir jede Möglichkeit zum Sprechen nahm. Ich.. Ich war doch wohl nicht ausversehen eingeschlafen? Nein, das hier war echt. Oh Gott. Wäre ich jemand der schnell rot wurde, wären meine Wangen sicher längst leuchtend rot aufgeflammt. So allerdings verriet mich zum Glück nur das leichte Stottern.
Es dauerte einen Moment, bis ich meine Sprache wiedergefunden hatte. Zum einen weil Mella mir sofort mehr Nudeln in den Mund schob, wann immer ich ihn öffnete, zum anderen weil ich viel zu sehr lachen musste um ein vernünftiges Wort herauszubringen. Es war ein Wunder dass ich mich bis jetzt noch nicht dabei verschluckt hatte.
"Sieht aus... als wärst du nicht ganz unerfahren... im Umgang mit Essensverweigerern. Sehr professionell." ,brachte ich in einer Atempause grinsend hervor. An wem sie es wohl geübt hatte? Sie hatte auch eine kleine Schwester, aber die sah eigentlich auch nicht mehr so klein aus. Doch nicht etwa an Sawyer? Vielleicht sollte ich ihn doch nicht verschonen...
"Übrigens dürften wir heute das mit Abstand faszinierendste Paar beim Lunch sein."
Es stimmte; die Pause neigte sich dem Ende zu und die Schüler strömten in großen und kleineren Grüppchen an die Ausgänge der Cafeteria, während sie uns im Vorbeigehen allerhand belustigte, merkwürdige und neugierige Blicke zuwarfen.
"Also was meinst du, habe ich genug gegessen um uns morgen schönes Wetter zu garantieren?"
[Ohje, aber immerhin ist da schon ein flammender Kampfgeist vorhanden xD ach das kannst du aber auch nicht machen, enthältst dem dann doch gIatt wichtige Nährstoffe!]
Mella
Das war doch hoffentlich nicht zu viel, oder? Immerhin kannten Jeremy und ich uns jetzt auch nicht so gut, aber ... Wenn es ihm etwas ausmachte, würde er das bestimmt noch sagen. Klar, es hätte ja schließlich keinen Sinn, sich durch eine unangenehme awkwarde Situation zu quäIen, solange auch die Möglichkeit bestand, dasganze reibungslos zu regeln. Hoffentlich war ihm das bewusst - manche Menschen taten sich ja schwer damit, andere auf so etwas anzusprechen, besonders, wenn sie sich eben nicht so gut kannten. Ich verstand es, aber dank Sawyer hatte sich meine Verhalten- und Schüchternheit in den letzten Jahren schlagartig heruntergeschraubt. Demnach war es für mich auch (fast) schon normal, Leute zu füttern, sollten sie sich zu viel Zeit dabei lassen. Mir war ja klar, dass er bestimmt von selbst darauf gekommen war, doch beim Lunch durfte man nie irgendwelche Zeit verlieren. Manche Lehrer waren unglaublich streng mit Essen im Klassenzimmer - besondere Monster wollten sogar das Trinken verbieten, aber wenigstens dagegen war die Schulleitung vorgegangen. Es war eine angenehme (und definitiv) riesige Überraschung gewesen, als ich mitbekommen hatte, dass Mr. Watts keine dieser Personen gewesen war.
So wie es aussah, war ich mit Jeremy doch nicht allzu weit gegangen. Er lachte, obwohl er anfangs doch ein klein wenig überfordert damit zu sein schien. Genau den Schwachpunkt musste man ausnutzen, ich sprach da aus Erfahrung: schließlich hatte ich so Hannah's Portion Brokkoli in ihren Mund bekommen, mit der sie sich dann auch löblich ihr Eis verdient hatte. Es war schön, dass sie sich noch in dem Alter befand, in dem man mit ihr verhandeln konnte. Zwar bemerkte sie allmählich, wenn sie übers Ohr gehauen wurde, aber das gehörte zum Älterwerden ja dazu. Leider. Aber wenn sie noch etwas älter war, konnten wir ja auch andere schöne Dinge miteinander unternehmen.
"Tja, die richtigen Profis üben immer, egal an wem.", antwortete ich lachend und ließ langsam die Gabel sinken. Er war ja mittlerweile selbst dazu in der Lage - und er hatte auch schon eine ordentliche Portion gegessen.
Nur seine Wortwahl war ein bisschen komisch - warum sollten wir ein Paar sein? Ein paar Freunde vielleicht. Waren wir befreundet? Wahrscheinlich noch nicht so ganz, doch das konnte ja genauso gut noch kommen, was?
"Hmm, ich hoffe doch, dass du morgen Sonnenschein mitbringst, sonst hast du ein kleines Problemchen - so schön Wasser auch ist, kalt soll's ja nicht unbedingt werden. Schließlich wollen wir alle noch die letzten schönen Septembertage ausnutzen! Und die Mädels werden wohl alle zum letzten Mal ihre schicken Bikinis zeigen, bevor dann wieder die Badeanzugsaison ansteht." Könnte ich eigentlich auch machen, schließlich hatte ich den Blümchenbikini, welchen Mom mir mitgebracht hatte, noch gar nicht getragen. Süß war er ja, es hatte sich bisher nur einfach noch nichts ergeben.
"Aber wie's aussieht sollten wir uns langsam mal beeilen - wenn ich schon wieder zu spät komme, kriegt mein Dad 'nen kleinen Anfall. Pünktlichkeitsfreak, da ist er mit einer Tochter wie mir manchmal ganz schön gestraft."
Grinsend stand ich schnell auf und schob unsere Stuhle zusammen, bevor ich Jeremy zum Abschied winkte.
"Okay, also, dann seh ich dich in Geschichte! Vorausgesetzt, ich kann dieses Mal meine Augen offen halten ... Bis dann!"
"Also wir wollen morgen an den See, bist du dabei? Sawyer wird's beim Training nochmal ansprechen, aber ich dachte ich warne dich schon mal vor. Ganz besonders, weil ich mir vorstellen kann, dass er ein paar wichtige Details auslassen wird ... Wie zum Beispiel, dass wir noch einen ganz besonderen Gast bei uns haben werden."
Zu meiner Überraschung lief es mit dem Wachbleiben recht gut, aber das lag auch hauptsächlich daran, dass Mia sich die ganze Zeit mit mir unterhielt. Unter anderen Umständen wäre ich jetzt wohl längst zum Nachsitzen geordert.
"Wer kommt denn?", hakte sie mit einer gehobenen Augenbraue nach,während sie sich eine Strähne hinters Ohr klemmte.
"Dreimal darfst du raten - es fängt mit J an und endet auf eremy."
"Was?!"
Oh Gott ... Ihr Gesicht hatte wirklich einen besonders blutroten Ton angenommen. Hatte bestimmt ein klitzekleines bisschen damit zu tun, dass sie gerade durch die halbe Klasse geschrien hatte.
"Ruhe da vorne!"
"S-spínnst du? Das ist nicht dein Ernst!", flüsterte sie, scheinbar nicht ganz sicher, ob sie sich freute oder zu nervös dafür war.
"Sawyer und ich haben mit ihm Lunch gegessen und das Genie hat ihn prompt eingeladen. Aber keine Sorge, das kriegst du schon hin. Das wird witzig, glaub mir und vielleicht wird ja was draus! Selbst wenn nicht, du siehst ihn immerhin baden."
"Das ist nicht lustig! M-Mann, das ist echt nicht dein Ernst ..."
"Ach komm, jetzt stell dich doch nicht so an ... Frag ihn doch nach dem Unterricht mal nach seiner Nummer, du weißt schon, damit "du ihn in unsre Gruppe stellem kannst" und so. Ich warte auch draußen auf dich. Wenns gut läuft holen wir uns 'n Eis und wennd nicht so gut läuft, dann zwei. Okay?"
"O-Okay ... We-wenn du meinst ... G-Gott, das ist ja schon in fünf Minuten ..."
[Yäss, a party hat of shame on me. ;p ^^ Btw bin ich ab morgen heute zwei Wochen im Urlaub, werde aber trotzdem mal schauen ob ich schreiben kann. Müsste eigentlich gehen :3]
Jeremiah
Das Problem bei Bildern, die man aus der Erinnerung zeichnete, war, dass sie einen so lange verfolgten bis ein annähernd brauchbarer Versuch dabei war. Andernfalls blieben sie einem einfach im Kopf hängen, sodass kein vernünftiger Gedanke mehr darin Platz hatte. Und schon gar keine unfassbar langweilig vorgetragenen Informationen über längst vergangene Ereignisse. Ernsthaft, warum nochmal hatte ich Geschichte überhaupt belegt? Ach ja richtig - man konnte es nicht abwählen. Und um noch einen drauf zu setzen hatte man uns Mr. Watts als Lehrer vorgesetzt, mit seinem endlosen Talent, Langeweile zu verbreiten. Eine tolle Kombination, ehrlich. Mir blieb gar nichts anderes übrig als mich anderweitig zu beschäftigen, was in diesem Fall darauf hinauslief, dass ich den Geschichtsunterricht zur Kunststunde umfunktioniert hatte und jetzt schon seit einiger Zeit versuchte Mella zu zeichnen. Oder besser, ihren Gesichtsausdruck vorhin beim Lunch, während sie vergeblich versucht hatte dem Brownie zu widerstehen. Bisher sah sie zwar gar nicht mal schlecht aus, aber es war es mir noch nicht wirklich gelungen Leben in die Zeichnung zu bringen, so blöd das auch klingen mochte. Aber hey, wenigstens sah ich dabei aus als würde ich eifrig mitschreiben.
Wie zum TeufeI konnte es denn sein, dass diese furchtbare Stunde immer noch fünf quälend langsam vergehende Minuten andauern würde? Wir saßen doch mindestens schon den halben Tag hier, oder etwa nicht? Lustigerweise war es Mella entgegen ihrer Prognosen gelungen, wach zu bleiben. Zumindest lag sie nicht wieder mit dem Kopf auf dem Tisch, obwohl Mr. Watts mit der Alternative auch nicht unbedingt zufrieden aussah.
Drei Minuten. Zwei. Ich beobachtete den Zeiger meiner Uhr ungeduldig, als würde er sich dadurch beeindrucken lassen und schneller laufen. Überraschung, es half nicht. Wer hätte das nur gedacht. Eine Minute. Dann endlich die erlösende Klingel, und-
"Ich entscheîde wann die Stunde vorbei ist!" ,rief Mr. Watts sofort, und in einer Lautstärke die der Schulklingel durchaus Konkurrenz machen konnte. "Sie können gleich gehen, aber erst schreiben Sie sich noch die Hausaufgabe auf Seite..."
Abwesend kritzelte ich eine kleine Notiz an den Rand von irgendeinem Blatt, das gerade vor mir lag. Wahrscheinlich würde mir die Existenz einer Hausaufgabe spätestens beim Verlassen des Zimmers entfallen, ohne jede Chance mich vor der nächsten Stunde wieder daran zu erinnern, aber wenn es sein musste konnte ich auch einfach improvisieren. Oder sagen, dass meine Schwester die Hausaufgabe gegessen hatte.
"...jetzt dürfen Sie gehen. Bis nächste Woche."
Es war immer wieder interessant, wie nach einem solchen Satz die Trägheit sämtlicher Schüler im Raum schlagartig nachließ. Obwohl ich wirklich nicht herumtrödelte war ich nach dem Einpacken einer der Letzten im Zimmer. Mella war schon weg, ich hatte ihr fröhlich zugewunken, äußerst zufrieden damit, dass ich sie morgen gleich wiedersehen würde. Ihre Freundin war allerdings noch da und kämpfte mit einem Verschluss an ihrer Tasche, während sie wiederholt nervös in Richtung Tür und dann wieder durch den Raum blickte. Es war doch Mia, richtig? Warum nur wurde ich das Gefühl nicht los, dass sie nicht zufällig noch hier war. Oh Gott...
Normalerweise wäre es ja kein Problem für mich sie einfach abzuweisen, aber ihre Freundschaft mit Mella machte es komplizierter. Wenn ich zu unfreundlich war hätte das mit Sicherheit negative Auswirkungen auf meine Beziehung zu Mella, aber für die Eifersuchtstaktik kannten wir uns auch absolut nicht genug. Überhaupt war das eine vollkommen bescheuerte Taktik, die nicht mal in schlechten Liebesfilmen je richtig funktionierte. Am besten wäre es eigentlich, wenn ich mir Mia irgendwie zu Nutze machen könnte. Ähnlich wie Sawyer als temporäre Manipulationshilfe. Also... für's erste einfach mitspielen und sehen, was sie überhaupt von mir wollte? Vielleicht hatte ich das Ganze ja auch vollkommen falsch verstanden.
Wie erwartet rief sie mich zurück, als ich schon halb an ihr vorbei auf dem Weg zur Tür war. Jahrelange Übung zauberte mir mühelos ein freundlich-argloses Lächeln auf die Lippen, als ich mich langsam zu ihr umdrehte.
"Ah, hey ...Mia, richtig? Was gibt's, wie kann ich dir helfen?"
[Echt mal, wie kannst du nur ! xD alles klar, viel spaß, mach dir nur keinen Stress ^^]
Mia
Oh Gott, oh Gott ... Das war wirklich eine bescheuerte Idee von Mella gewesen! Wieso hatte ich mich nur darauf eingelassen? Ehrlich, das- Himmel. Das machte doch einfach keinen Sinn. Jeremy würde mich wahrscheinlich nicht mal bemerken - und bei meinem dämlichen Pech würde ich ihn vielleicht sogar verpassen. Mein Rucksack wollte sich einfach nicht schließen. Warum musste das ausgerechnet jetzt sein? Hätte das nicht während Mathe passieren können? Dann hätte ich wenigstens Daniel nicht im Flur begegnen müssen. So allerdings ... So würde das hier überhaupt nichts werden! Das verfIuchte Teil wollte einfach nicht zu gehen! Das- Gott. Es war wirklich an der Zeit, dass ich einen neuen besorgte. Eigentlich war dieser hier ja noch gar nicht allzu alt, aber wenn ich mich in so wichtigen Situationen nicht darauf verlassen konnte, dann was sollte ich noch damit?
"Ganz ruhig, ganz ruhig ... Gott, geh doch endlich zu!", murmelte ich verzweifelt und biss mir auf die Lippe. Okay. Durchatmen, ganz einfach durchatmen. Jeremy war doch immer noch da, oder? Er hatte ja seine ganzen Malsachen ausgepackt, da Mr. Watts' Unterricht wieder so unfassbar langweilig gewesen war, also ... Also sollte er ja auf jeden Fall noch ein bisschen Zeit dafür brauchen. Sonst waren allerdings schon alle verschwunden - selbst unser Lehrer, obwohl er doch eigentlich als letztes hätte gehen sollen.
Jetzt war das ja unwichtig, eigentlich sogar besser. Ich brauchte keine anderen Leute hier, erst recht nicht Mr. Watts. Er war eher so einer der letzten Leute, die man bei so etwas dabei haben wollte. Wirklich. Hatte er überhaupt eine Frau? Würde mich auf jeden Fall ganz schön wundern.
Verdammt! Dieses dumme Místteil war doch einfach nur-
M-Moment! War das da etwa gerade Jeremy, der-
"Wa-warte mal bitte einen Moment!"
Gott. Das- Wie- Hilfe. Okay. Durchatmen, ganz einfach durchatmen. Das würde schon irgendwie werden, natürlich. Ich musste mich konzentrieren. Vielleicht wäre es ganz gut, wenn ich es vorerst aufgeben würde, an dieser dämlichen Tasche so herumzufummeIn. Andererseits gab mir das eine gute Ablenkung und eine Ausrede, warum ich ihn nicht ansah (oder eher ansehen konnte).
"E-ehm, ja, ich bin Mia ... U-und du Jeremy."
G-gott, warum musste ich das so komisch sagen?
"E-eh sorry, ich meine Jeremiah, so nennt dich ja nur keiner außer Leute wie Mr. Watts ..."
Warum war das denn nur so schwer und so ... So ... awkward?
"J-jedenfalls, uhm, klar, es gibt da was, womit du mir helfen könntest ... Also, natürlich nur wenn du willst. Uhm ... Na ja, mein Reißverschluss hier will irgendwie nicht so wie ich das gerne hätte und eh- na ja also so nebenbei wollte ich mal fragen, ob ich vielleicht deine Nummer haben könnte, weil ...E-ehm ja also-"
Atmen, atmen! Wenn ich jetzt bewusstlos werden oder hyperventillieren würde, dann ... Dann wäre das hier wirklich mein Untergang.
"M-mella hat erzählt, dass du morgen mit zum Schwimmen kommst! D-deswegen wollte ich dich einfach mal so in unsere Freizeitgruppe reinstecken, da-damit du mitkriegst falls sich noch irgendetwas ändert oder wir was zu besprechen haben oder so ... Da-deswegen wollte ich dich halt fragen, ob es für dich irgendwie okay wäre ... A-also nur so ..." Verlegen biss ich mir auf die Lippe und kratzte mich nervös am Hinterkopf.
"N-nicht, weil ich irgendwie unsterblich verliebt bin in dich und mit dir den Rest meines Lebens glücklich sein will oder so ..."
Gott! Wieso konnte ich nicht- Himmel, warum konnte ich nicht einfach die KIappe halten? Und warum kam dabei auch noch so etwas Komisches heraus? Das- Mit ihm für immer und ewig zusammen zu sein?So etwas würde ich dich nie, nicht mal gegenüber Mella erzählen. Das- Atmen. Ganz einfach ruhig bleiben und es irgendwie hinkriegen. Vielleicht würde er ja so tun, als hätte er es nicht gehört? Möglicherweise ... Hatte er es ja auch gar nicht gehört?
"E-es- A-also wenn du das nicht willst, ist das auch total okay, du kannst ja trotzdem morgen noch vorbeikommen. Ich glaube aber, dass wir ehrlich gesagt noch gar keine Zeit oder so ausgemacht haben ... Also wäre es vielleicht ganz gut, wenn ... Wenn ich dich in unsere Gruppe stecken könnte, v-verstehst du? Also ... Falls das okay ist ..."
[Jaja, ich bin eine furchtbare Person ^^ Hoooly headbanging lobster das Internet ist s o langsam hier. o.0]
Jeremiah
Hatte ich eigentlich eine Tüte in meiner Tasche die ich Mia geben konnte, falls sie jetzt hyperventilierte und umkippte? Denn sie sah aus als wäre sie kurz davor ganz genau das zu tun. Sie tat mir ja fast schon ein bisschen leid, wirklich. So sehr sogar, dass es mir mit größter Anstrengung gelang, nicht zu lachen als sie über meinen Namen stolperte. Auch wenn sie natürlich Recht hatte. Niemand außer den Lehrern und meinem Vater nannte mich Jeremiah. Aber normalerweise dachte auch niemand groß darüber nach, wie er (bzw. sie) mich denn jetzt ansprechen sollte. Dank einer Hausaufgabe in der zweiten Klasse wusste ich, dass der Name irgendeine biblische Bedeutung hatte, auch wenn ich mir nicht mehr sicher war, welche. Sagte man nicht immer, dass Eltern ihren Kindern mit den Namen einen Wunsch für deren Zukunft mitgaben?
- Moment. Mella hatte von mir erzählt? Diesmal war das Lächeln auf meinem Gesicht kein eingeübtes. Gut, sie... hatte es wahrscheinlich nur erwähnt, damit Mia die Chance bekam nach meiner Nummer zu fragen, aber diese Tatsache konnte ich ja ausblenden, nicht wahr? In die Freizeitgruppe hinzufügen, huh. Kein bisschen auffällig oder so, auch wenn es natürlich einen praktischen Hintergrund hatte und bei weitem besser war als die immer gleichen Anmachsprüche, die bei Leuten in unserem Alter offenbar so beliebt waren.
Nachdenklich beobachtete ich Mia etwas genauer, während sie noch ein wenig weiter vor sich hinstammelte. Dann waren ihre Gefühle für mich also doch weder freundschaftlicher (warum auch, wir kannten uns schließlich nicht wirklich), noch oberflächlicher Natur. Verdammt, das... Gott. 'Unsterblich', huh? Das war allerdings ein Problem. Oder vielleicht doch nicht? Ich hatte nicht damit gerechnet, dass sie es mir so direkt - verdammt. Wieso sagte sie mir das denn jetzt? Und was zum TeufeI sollte ich... Gab es überhaupt eine angemessene Reaktion auf sowas? Vermutlich nicht, oder jedenfalls keine, die ich anwenden konnte. Konnte ich sie einfach ignorieren? Nein, auch eher eine blöde Idee. Niedlich war sie ja, wenn sie auch nicht an Mella heranreichen konnte. Vielleicht könnte sie nützlich sein, wenn ich es richtig anstellte, aber... ugh, mein Leben war gerade so viel komplizierter geworden. Ganz toll, wirklich. Und dabei wollte ich nichts weiter, als Mella an meine Seite zu binden. Am besten ohne irgendwelche Störfaktoren, die sie von mir ablenken konnten. Und dieses nervöse, hoffnungsvolle Mädchen vor mir war gerade definitiv zum Störfaktor geworden. Und jetzt? Lächeln, immer schön weiterlächeln und mitspielen. Verdammt.
"Hah, schon in Ordnung, ist okay. Ehrlich gesagt ist es gut dass du mich daran erinnerst, sonst wäre ich morgen womöglich noch zu spät gekommen."
Erstmal Verzögerung. Oder so. Gott, ich wusste es doch auch nicht. Zunächst einmal konnte ich mir ihre Tasche ansehen, deren Reißverschluss ganz offensichtlich klemmte.
"Bist du schon soweit? Ich kann dir die Nummer ansagen, während ich den hier wieder in Ordnung bringe." ,teilte ich ihr mit einem Blick auf den Rucksack mit.
Eigentlich konnte ich mir ja keine, oder nur die wenigsten Nummern merken, aber meine eigene hatte ich mir irgendwann einmal eingeprägt. Während ich die Zahlen langsam aufsagte, begann ich vorsichtig den Verschluss zu lösen. Zu meiner eigenen Überraschung gelang es mir sogar nach ein paar Versuchen - normalerweise machte ich es eher nur noch schlimmer.
"Na also, es geht wieder. Kein Problem, wirklich. Ich helfe gerne, wenn die richtigen Leute fragen."
Ein kleines Lächeln, dann wandte ich mich ab. Sie würde doch jetzt hoffentlich keinen Herzanfall bekommen weil ich ihr tatsächlich meine Nummer gegeben hatte, oder? Nur um in die Gruppe aufgenommen zu werden, natürlich. Der (zugegeben kleine) Teil meines Gehirns, der nicht mit innerlichen Verwünschungen, Sprechen oder Mella beschäftigt war, war fast ein wenig neugierig wie lange Mia durchhalten würde, bis sie mir unter irgendeinem Vorwand eine Nachricht schrieb.
"Dann also bis morgen. Und was das... uhm, das andere angeht... man kann ja nie wissen, richtig?"
Oh doch, konnte man. Ich wusste ohne jeden Zweifel, dass ich mit Mella zusammen sein würde. Und Mia würde mir dabei helfen, wenn auch nicht absichtlich. Fröhlich zwinkerte ich ihr zu, dann machte ich mich auf den Weg nach draußen, um Lissa zu suchen und nach Hause zu fahren. Ich würde ihre Hilfe brauchen, um eine Badehose zu finden.
echt mal, wie kannst du nur? xD
Ohhh boy, uhm aber wenigstens welches? Haha x3]
Mella
"Und Mia? Wie ist es gelaufen?"
Wenn ich mir ihre zitternden Beine so ansah, dann ... Hoffentlich gut? Ihre Augen waren schon mal nicht gerötet, was hieß, dass sie nicht weinen hatte müssen. Das- ...Das war gut,nicht?
Ich schätzte Jeremy ohnehin kaum als einen Herzensbrecher ein, aber manchmal überwältigten einen Ablehnungen einfach viel zu sehr,selbst,wenn sie so nett wie möglich formuliert waren. Besonders Mia war ein klein wenig sensibel und ... Leidenschaftlich? Es war ein bisschen schwierig das zu beschreiben. Wenn sie etwas oder jemanden sehr mochte, dann steigerte sie sich häufig etwas zu doll hinein und konzentrierte sich nur auf diese eine Sache.Hoffentlich war es mit Jeremy nicht ganz so schlimm - das wäre für beide von Nachteil. Mia war wirklich so ein süßes, wunderschönes Mädchen - es ... es musste einfach alles gut gegangen sein.
Mit einem großen Grinsen zückte sie ihr Handy und zeigte mir den "Jeremy ?" Eintrag.
"Ich glaube, wir müssen vielleicht noch Bikini-Shoppen gehen, ich brauch unbedingt einen ordentlichen Bikini!"
"Oh mein Gott, hast du- ... Hast du's ihm gesagt?"
"E-ehm nein, n-nicht direkt ... Aber er hat gesagt dass alles möglich ist! Das- Ah! Morgen wird einfach der Wahnsinn!"
Lächelnd nickte ich und warf einen Blick auf mein Handy.
"Ah! Sieht so aus als hättest du ihn schon in die Gruppe gesteckt ... Aw, was für ein süßes Profilbild. Und, schon eine Idee, wie du ihn anschreiben willst?"
"N-nein, leider absolut keine Ahnung - wenn dir etwas einfällt, lass es mich bitte wissen. Ich meine ... 'Hey' ist langweilig, da passiert meistens nichts und wenn man zuvor noch nie miteinander geschrieben hat, dann ist 'was machst du so?' auch blöd ... Ugh, warum ist das nur so schwer?"
Das war eine sehr gute Frage, aber hätte ich die Antwort darauf, würde ich sie ihr liebend gern geben.
"Keine Angst, wir kriegen das schon hin - jetzt holen wir dir erst einmal einen Bikini und dann ein ordentliches Eis, mhh?"
"Ich weiß nicht ob das so eine gute Idee ist, wenn wir mor-"
"Ach was! Du bist wunderschön Mia, echt jetzt. Und von so 'nem kleinen Eis wirst du erst recht nicht dick ... Zumal du viel süßer bist als das Eis. Wenn er das nicht sieht, ist er selbst schuld."
Es dauerte nicht sonderlich lang, bis wir die Mall erreicht hatten. Mike, Mias älterer Bruder, hatte uns glücklicherweise schnell absetzten können, da er selbst etwas aus Sears brauchte. Mia schien sich mittlerweile noch mehr auf das shoppen zu freuen. Es war schön, sie so fröhlich zu sehen, denn bei all den Bikinis hier würden wir solche Motivation definitiv gebrauchen können.
"Hast du schon irgendeine Idee, was du gerne hättest?"
"Uhm, nicht so richtig ... Keine Ahnung, was Jungs so gefällt ..."
"Ach komm, du kannst es echt nicht davon ausmachen. Such einen aus, den du süß findest und wenn du dich süß drin fühlst, dann wirst du auch automatisch süß aussehen, glaub mir. Mhhh ... wie wäre es mit dem hier? Der in rot ... Oder blau! Die Schleifchen würden dir echt gut stehen ... Oder irgendetwas mit Blumen, das ist auch sü- Aw, oder die Rüschchen hier!"
Lachend stieß Mia mir in den Arm und schnappte sich jeden Bikini, auf den ich gezeigt hatte.
"Weißt du, ich hab das Gefühl, dass du dir auch gern noch 'nen Bikini zulegen willst ..."
Grinsend kratzte ich mich am Hinterkopf uns musterte die riesige Auswahl. Warum mussten die auch so verdammt süß und dazu auch noch unglaublich reduziert sein? Was sollte das?
"Eigentlich hab ich einen, aber gucken kann ja nicht schaden, oder? Ich muss ja keinen kaufen ..."
"Aber ein süßes Foto für später kann man ja trotzdem haben, mhhh? Gibt's denn da jemanden, dem du das geene zeigen würdest? Vielleicht Sawyer?"
"Q-quatsch, sag doch sowas nicht. Konzentrier dich mal lieber auf deinen Traumprinzen, mh? Apropos, da wir gerade davon sprechen - Augen auf neun Uhr. Siehst du auch, wen ich da sehe?Zufälle gibt's aber auch ... Komm, lass uns hi sagen, dann hast du gleich noch eine Gelegenheit, mit ihm zu reden!" "Wa-warte Mella, ich glaube nicht, dass das-"
Ohne irgendwelche Ausreden zu erlauben schnappte ich mir ihren Arm uns zog sie grinsend hinter mir her. Jeremy und seine Schwester betrachteten gerade ein paar Badeshorts - also war er wohl auch für morgen hier, was?
"Heeey! Was machst du denn hier?" Lachend schüttelte ich den Kopf und winkte den beiden zu.
"Verfolgst du uns etwa?", scherzte ich fröhlich,während Mias Kopf hochrot zu kochen begann. Oh je, das ... Würde auf jeden Fall lustig werden.
[Meh. Jaa besser als gar keins :p Ich bin bei sowas nicht sehr geduldig ^^]
Jeremiah
"Aww, dann hat mein großer Bruder also morgen ein Date am See? Mit den süßen Mädels aus dem Schwimmteam! Guck nicht so, ich bin schließlich selbst süß, nicht wahr? Aber sag mal, warum erfahre ich davon denn erst jetzt?!"
"Weil... wir uns beim Lunch zum letzten Mal gesehen haben, und ich diese Verabredung mit dem vollständigen Schwimmteam da noch nicht hatte."
"Jaah, beim Lunch. Wo du dich schon wieder nicht mit zu mir gesetzt hast. Ohhh, da fällt mir ein - was soll ich denn der armen Carol erzählen?"
Ich verzog leicht das Gesicht bei der Erinnerung an das sogenannte Date, das ich vor einigen Wochen höchst unfreiwillig gehabt hatte.
"Sag ihr gar nichts. Wir waren einmal Kaffee trinken, und selbst das nur weil du nicht locker gelassen hast. Danke übrigens, wir haben uns fast die ganze Zeit nur peinlich lächelnd angeschwiegen. Sehr peinlich lächelnd. Glaub mir, sie kommt drüber weg."
Ich verdrehte leicht die Augen, ging aber nicht weiter auf Lissa's gemurmeltes "Aber sie hat gesagt ihr hättet euch gut verstanden" ein. Sie hatte am Auto auf mich gewartet; mittlerweile waren wir auf dem Weg nach Hause. Mein Vater hatte darauf bestanden, dass ich so früh wie möglich den Führerschein machte und ich musste ihm Recht geben. Unser Schulweg war etwas länger als gewöhnlich und mit dem Bus nicht nur anstrenged, sondern auch furchtbar zeitaufwendig. Weder Lissa noch ich waren begeisterte Frühaufsteher und mit dem Auto zu fahren gab uns morgens fast eine Stunde mehr, die wir noch im Bett bleiben konnten.
"Aber jetzt mal im Ernst" ,fing sie plötzlich wieder an warf mir einen viel sagenden Blick zu, "gibt es nicht rein zufällig jemanden in diesem vollständigen Schwimmteam auf den du dich ganz besonders freust? Was willst du überhaupt anziehen?"
"Eine Badehose, was sonst? Irgendwo zu Hause muss eine sein, du musst mir helfen sie zu finden. Ich-" "Auf gar keinen Fall!"
Verwirrt sah ich meine Schwester an, die mich mit einer Mischung aus Schock und Belustigung anstarrte.
"Remi, du bist so ein..- du wendest jetzt sofort dieses Auto und fährst zur Mall! Ich werde ganz bestimmt nicht zulassen, dass du in diesem alten Ding zu einem Date gehst!"
"Wieso nicht? Ich kann hier nicht wenden, hier sind überall-" "Sofort!"
Wir erreichten die Mall einige Zeit später, Alicia immer noch mit einem Gesichtsausdruck, als hätte ich gerade ein kleines Verbechen begangen. Wahrscheinlich hatte ich das ihrer Meinung nach auch getan, auch wenn ich nach wie vor nicht genau wusste, was das Problem war. Ich hatte kaum den Motor ausgeschaltet da zog sie mich schon aus dem Auto und an einem Geschäft nach dem anderen vorbei. Offenbar suchte sie einen ganz bestimmten Laden.
"Hier!" ,rief sie schließlich triumphierend, "Riesige Auswahl und unglaubliche Rabatte! Was besseres findest du nicht."
"Du klingst wie einer dieser nervigen Werbespots.", murmelte ich nur leise, während ich mit aufkeimender Verzweiflung die vollen Regale, Kleiderständer und Theken betrachtete. Die Auswahl war wirklich riesig. Wie viel davon würde ich wohl in unterschiedlichster Zusammenstellung anprobieren müssen, bevor Lissa zufrieden war?
"Also gut, mal sehen... Wie wäre es damit? Oder die hier - du magst doch blau. Und was ist mit der? Obwohl, vielleicht eher ohne Muster... halt mal, die ist auch gut. Schwarz oder grün, welche -ach, nimm einfach beide mal mit, kann ja nicht schaden."
Schweigend nahm ich ein Kleidungsstück nach dem anderen von Lissa entgegen, wohl wissend, dass ich nachher alles würde anprobieren müssen. Widerstand war bei ihr leider vollkommen zwecklos.
"Hey, ist das nicht das Mädchen mit dem du beim Lunch zusammen warst? Hier, nimm die auch noch."
"Warte mal, was? Wo siehst du -ohhh, hey Mella, hey Mia! Ich.. ja. Ja, du hast mich wohl erwischt, ich habe euch verfolgt. Tut mir leid, ihr seid nur einfach zu unwiderstehlich, da konnte ich ni-"
Der Rest ging in einem unterdrückten Husten unter, da Lissa mir ihren Ellenbogen fest in die Rippen gestoßen hatte. War vielleicht auch ganz gut so, bevor ich noch mehr seltsames Zeug von mir geben konnte.
"Nicht witzig, sei still. Tut mir leid ihr zwei, mein Bruder ist ein Idiot. Ich bin Lissa."
Sie grinste die beiden fröhlich an. Alicia hatte noch nie ein Problem damit gehabt neue Leute kennen zu lernen, auch wenn nicht alle mit ihrer lauten, frechen Art klarkamen.
"Ohhh Remi, sieh nur was du angerichtet hast!", rief sie mit einem vorwurfsvollen Blick auf Mia, deren Kopf in etwa die Farbe reifer Tomaten angenommen hatte. "Nimm's ihm nicht übel, das ist die Aufregung wegen eurer...Verabredung."
Sie hob viel sagend die Augenbrauen und grinste noch ein klein wenig breiter.
"E-Ehm ja, danke Lissa. Dann sucht ihr also auch noch nach passenden Sachen für morgen? Schon was gefunden?"
[jaaa schätzr schon xDkenn ich tho, man ist so viel schnelleres gewohnt, haha. Sonst der Urlaub gut?^^]
Mella
Was für ein Zufall! Wobei - eigentlich ja nicht so sehr,wenn man bedachte, dass wir alle morgen gemeinsam baden gehen wollten.Offenbar hatte er im Gegensatz zu mir zu wenige Badesachen (und außerdem eine übereifrige,hilfsbereite Schwester, wenn ich mir so ansah, was er alles in den Händen hatte). Mia war vermutlich alles andere als begeistert davon, dass wir ihn nicht nur aus der Ferne beobachteten, aber ... Wenn sie ihm näher kommen wollte, dann sollte sie auch anfangen mit ihm zu reden. Allerdings sah es damit ja momentan eher etwas schwierig aus. Wahrscheinlich würde sie kaum ein Wort herausbekommen, geschweige denn einen tatsächlichen, verständlichen Satz. Das Gespräch hier würden wohl lediglich Jeremy und ich führen, was?
Wobei,seine Schwester schien auch recht gesprächig zu sein! Sie sah recht erfreut aus, vermutlich verstand sie sich wirklich gut mit ihm. Wenn ich mich nicht ganz täuschte, schien sie auch schon begriffen zu haben, dass Mia eventuell ein klein wenig Interesse an ihrem Bruder hatte. Sie ärgerte ihn doch nicht etwa damit, oder? Schließlich hatte Mia auch so schon genug Probleme, Jeremy anzusprechen. Oder überhaupt im Umkreis von ihm zu sein.
Lächelnd nickte ich leicht, als Lissa sich für ihren Bruder entschuldigte.
"Schon okay, das kenn ich, ich hab schließlich auch 'nen großen Bruder - die wissen manchmal einfach nicht, was sie sagen."
Insbesondere Nixon. Wirklich, wie er seine jetzige Freundin gefunden hatte, war immer noch ein kleines Wunder für mich. Natürlich freute ich mich für ihn und Kiara, die beiden waren absolut süß zusammen, doch ... Bei seinem merkwürdigen Sinn für Humor musste sie manchmal echt einiges aushalten. Selbst ich wusste nach siebzehn Jahren ab und zu nicht so wirklich, wie ich damit umgehen sollte - das Beste, was man machen konnte, war in den meisten Fällen einfach mitzulachen. Musste man am Ende sowieso immer, so awkward, wie die Situationen häufig wurden.
"Ja, wir haben schon ein paar süße Bikinis gefunden, nur Mia könnte glaub ich noch ein bisschen Beratung gebrauchen. Wies aussieht hast du wohl ein gutes Auge für Mode, was, Lissa?" Lachend schüttelte ich den Kopf und betrachtete die Badehosen in Jeremys Armen.
"Ich hab für meinen Bruder auch immer die Sachen rausgesucht - na ja, bis er seine Freundin gefunden hat, aber mit seinem Stilbewusstsein hat er sie sofort schwer beeindruckt. Bin allerdings schon froh, dass ich nicht mehr seine Sachen aussuchen muss. Wäre mal 'ne nette Abwechslung, mir beim Shoppen helfen zu lassen ... Lissa, Mia, wenn ihr so nett wärt, würde ich eure Meinung gern hören."
Nach ein paar weiteren Minuten (und unzähligen Bikinis) befanden wir uns endlich in den Umkleidekabinen.
"Passt alles so weit?", fragte ich Mia, die sich nebenan von mir befinden müsste - ob links oder rechts wusste ich nicht so genau, aber das war ja eigentlich egal.
"U-uhm ja, glaube schon, aber bei dem Oberteil muss ich glaube mal die andere Größe probieren ... Warte kurz,bin gleich fertig ..."
"Okay, ich zieh mir schnell ein Shirt drüber, komm gleich zu dir in die Kabine!"
Bei mir passte soweit alles und-Himmel. Der Bikini sah wirklich unglaublich süß aus. Außerdem war er nicht mal wirklich teuer, doch ... Gott, die waren einfach nur so unfassbar süß!
"Aaaw, der sieht echt super aus! Aber bei dir sieht sowieso alles niedlich aus
... Findest du nicht auch, Lissa? Aw, vielleicht können wir ja sogar im Partnerlook gehen, ich hab einen der so ähnlich aussieht ... Hier, schau mal! Und der ist nur fünfzehn Dollar!" Langsam zog ich mir mein T-Shirt über den Kopf und posierte fröhlich grinsend mit Mia. Mein Bikini war einfach so unfassbar süß!
Es war ein schicker, rosaroter Rüschenbikini mit dreieckigem Oberteil und einem frilligen, eingenähten Röckchen. Es war beinahe etwas, was ich in die Schule anziehen könnte - vielleicht ein klein wenig zu kurz, doch rein stylemäßig war es wirklich zuckersüß. Obs vielleicht in Arias Laden so einen Rock gab? So einen hatte ich schon für eine lange Zeit gesucht. Die Farbe war lediglich perfekt!
"Hmm, ich weiß nicht ... Also entweder den oder vielleicht- Oh, Lissa, hast du etwa noch ein paar Sachen rausgesucht? Danke! Das- ... D-die sehen ganz schön enthüllend aus ... Bist du dir sicher?"
"Da-das- sowas kann ich unmöglich für Jeremy anzie-"
"Ach kommt ihr schon, stellt euch nicht so an. Ihr zwei seht fantastisch aus, vor allemim Bikini. Probiert sie einfach mal an, huh? Wir können ja ein paar Fotos machen und drüber malen, einfach, um die Jungs ein bisschen zu ärgern."
"U-uhm ... Okay, aber ich glaube, ich nehm den hier auf jeden Fall ... Allerdings kann das ja nicht schaden, nehme ich an."
Lissa hatte recht - so ungewohnt sie auch waren, die Bikinis ihrer Wahl sahen auch extrem gut aus. Jedoch bezweifelte ich, dass ich in so etwas mich aufs Schwimmen konzentrieren könnte ...
"Cheeeese! Schickst du mir dann die Bilder? Damit kann ich Sawyer ärgern, der wird immer neidisch wenn wir ohne ihn zur Mall gehen!"
"Remi, wir warten! Wann kriegen wir denn endlich deine Modenshow?"
let me hold you || Luxa & Ich
von malitsuki am 06.09.2019 15:59Ich save schon mal unser altes TM-RPG, können wir ja dann gleich hier weitermachen xdd
Steckbriefe
Name: Mella Orwell
Alter: 17
Aussehen:
https://i.pinimg.com/originals/a9/30/3d/a9303dda58e91adc2b548ee521ab929f.png
zusätzliche Infos:
- im Schwimmteam
- jobbt gelegentlich im Diner vom Vater ihres besten Freundes Sawyer
- hat eine große, offene und herzliche Familie (großer Bruder Nixon (22), kleine Schwester Hannah (8), Mutter Anna (43) und Vater George (45) sowie etliche Cousins & Cousinen)
- musiziert sehr gern, besonders mit Kopfhörern auf (Keyboard, Singen, Gitarre)
- tierlieb, Vegetarier, Familie hat einen großen schwarz-weiß-braunen Berner Sennenhund
- ... (to be continued xd)
[Awwwww :3]
Name: Jeremiah William MacCarthy
Alter: 18, gerade so.
Aussehen:
https://www.pinterest.co.uk/pin/455637687293475708
https://img00.deviantart.net/4897/i/2015/066/e/4/anime_boy__2_by_psycho_inez-d8kth4z.png
https://www.pinterest.fr/pin/74661306306471439
zusätzliche Infos:
- hat seinen zweiten Vornamen vom Vater übernommen
- lebt so ziemlich alleine mit seiner Schwester (3. Bild) Alicia Jane (16), Vater William (51) oft unterwegs, seit Jahren getrennt von Mutter Grace (39)
- spielt gerne Volleyball, generell sportlich
- mag Heiße Schokolade, Erdbeeren und Hunde, hatte aber nie selbst einen
- eher unmusikalisch, begeisterter Zuhörer
- guter Lügner bzw Schauspieler, durchaus beliebt dank guter Social Skills obwohl nicht viele enge Freunde
- tendenziell leeeeeeicht clingy ^^


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