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Pads

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Jason Lewis

von Pads am 03.03.2022 15:04

Als er zögerte zu meiner Mutter zu gehen, hätte ich ihm am liebsten meine Hand auf die Schulter gelegt um ihm zuzusprechen, aber ich wusste nicht ob es ihm recht gewesen wäre, hier vor allen Leuten. Also ließ ich es lieber. Ich musste mir ein Lachen verkneifen, als er sich bei meiner Mutter für das Eis bedankte. Sie besah ihn sich nur kurz und wand sich dann wieder dem Mädchen zu mit dem sie sie unterhielt. Kris hingegen war hin und weg davon, dass Kid zu ihr kam. Als sie aber realisierte, dass er sich verabschiedete zog sie einen Schmollmund. 
"Ich will aber nicht, dass du schon gehst", quengelte sie. Ich wollte gerade dazu ansetzen etwas zu sagen, als meine Mutter sich zu Kris beugte. 
"Er muss sicher wieder zu seiner Familie" bei dem Wort Familie rümpfte sie die Nase. "Es ist wahrscheinlich eh besser wenn er dahin geht wo er her gekommen ist." 
"Mutter!" Tina war hinter ihr aufgetaucht. "Du kannst nicht von Jason erwarten, dass er jemanden mit her bringt aber dich dann so verhalten."
Wieder rümpfte meine Mutter die Nase. "Ich kann doch nicht ahnen, dass er so was mitbringt" 
Langsam platzte mir echt der Kragen. "Was zur Hölle heißt hier so was?", fragte ich empört. "Ihr schmeißt eine -was auch immer das für eine ist- Party und sagt mir ich solle jemanden mitbringen wenn ich möchte. Ich kenne hier sonst niemanden, außer Bronwyn und meiner Familie. Das soll für mich sein? Darauf kann ich gerne verzichten." Meine Mutter verzog sich wortlos, aber ich wusste, dass meine Worte noch in irgendeiner Art und Weise Konsequenzen für mich haben würden. 
Kris zog an Tinas Ärmel. "Mama? Was meint Oma mit so was?"

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Jason Lewis

von Pads am 23.02.2022 13:30

Ich hatte das Gefühl wenn er ginge würde meine gute Laune ihn begleiten. Ich wollte nicht, dass er ging. Ich wollte meinem Vater nicht gegenüber stehen und mich mit all diesen Leuten unterhalten. Ich wollte einfach nur wieder mit ihm los ziehen und irgendetwas tun, dass nicht hier sein bedeutete. Ich wollte diese Freiheit spüren, die ich empfand wenn ich bei ihm war. 
Als er meinete, dass Kris ganz nach meiner Schwester kam nickte ich. "Sie sind beide wirklich einfach unglaublich tolle Menschen." Ich konnte oft selbst nicht fassen, dass wir solche Eltern hatten. Aber Tina und ich hatten uns ganz gut geschlagen bisher und wir waren unendlich froh, dass unsere Eltern sich Kris gegenüber nicht so verhielten wie sie sich uns gegenüber zeigten. Kris war ganz das wundervolle Enkelkind, sie konnte gar keine Fehler begehen, sie war ja viel zu süß. 
Ich schmunzelte. Am liebsten hätte ich so etwas wie 'Liebend gerne' geantwortet, aber das kam mir zu schnulzig rüber. "Definitiv", sagte ich stattdessen und war mir nicht sicher, ob das wirklich so viel besser war. 

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Linus Hugo Riordan

von Pads am 23.02.2022 13:23

Linus schmunzelte und verkniff sich ein Lachen. "Alles gut, du brauchst dich nicht zu entschuldigen." Er deutete auf die Feuerstelle. "Möchtest du etwas essen?" Er stoppte den Kochlöffel, der sich von alleine im Topf bewegte und hoffte, der andere Junge hatte es nicht gesehen. Er schob ein wenig von dem Zeug beiseite, das in der Küche herum lag, damit sein Gast sich auf der langen Bank nieder lassen konnte. 
"Weshalb sind all die Menschen hinter dir her?" Linus war erleichtert darüber, dass er daran gedacht hatte seine Haare braun zu zaubern bevor er den Fremden herein ließ. Er würde seine Schwester warnen müssen, aber er war sich sicher, dass sie erst einmal nicht herunter kommen würde wenn sie die fremde Stimme hörte. 
Linus sah aus dem Fenster, interessiert darauf wartend, dass der wütende Mob vorbei kam

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Linus Hugo Riordan

von Pads am 17.02.2022 19:30

Linus war gerade dabei Menge aus der Schale in ein kleines Fläschchen zu füllen, als er etwas vor seinem Fenster auf den Boden plumpsen hörte. Verwirrt stellte er seine Utensilien vor sich ab und ging auf das offene Fenster zu um hinaus zu sehen. Und als er hinuter sah, erkannte er nur einen dunkelblonden Schopf, der nicht dorhin gehörte. 
"Ey! Was wird das da?" Er wollte niemanden verscheuchen, aber er wusste, dass sein Vater sauer werden würde, würde er jemanden dort hocken sehen. 
Aus der Weite hörte er Stimmen, sie wirkten sehr aufgebracht und schienen zu diskutieren und laut herumzurufen. Linus musste nicht lange überlegen wie er handeln würde. 
"Warte kurz da unten", rief er runter. Als würde die Person, die sich dort nieder gelassen hatte großartig irgendwo anders hinbewegen. Hinter dieser Person schien ein wütender Mob her. 
Linus öffnete die Hintertür und sah nach links. "Ich hab zwar keine Ahnung, was du getan hast, aber ich bin sicher, es ist nicht fair, dass du alleine bist und alle anderen in der Überzahl sind, also komm rein." Er deutete mit einer ausfallenden Handbewegung in Richtung Hintertür. "Aber sei leise, ich bin sicher, mein Vater möchte nicht gestört werden." 

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Ryo Nakamura

von Pads am 10.02.2022 20:27

Ich nickte zustimmend. Es missfiel mir zwar, Daichi mit den Sanitätern und dem Arzt alleine zu lassen, aber mehr konnte ich wirklich nicht mehr für ihn tun, da hatte er schon Recht. Trotzdem: Daichi war wohl kaum in der Lage für sich selbst einzustehen in seinem Zustand und ich wäre viel lieber an seiner Seite geblieben um alles für ihn zu regeln. Irgendwie erinnerte er mich zu sehr an einen meiner Brüder. Ich versuchte den Gedanken an Daichi zu verdrängen und mich darauf zu konzentrieren den Weg zu den Mädchen zu finden. Wir sammelten auf dem Weg trockene Kleidung ein und blieben dann vor der Tür zu den Duschen stehen. Vorsichtig klopfte ich an, öffnete aber die Tür nicht, da ich nicht wollte, dass eine der beiden sich unwohl fühlte.
Ich fühlte mich unwohl mit den Nachrichten, die ich Aria überbringen musste. Irgendwo fühlte ich mich schuldig an der Misere, auch wenn ich sehr genau wusste, dass ich nicht daran Schuld war, in keinster Weise. Wenigstens würde sie das ganze von einem Freund erfahren und nicht von einem Spielleiter, kurz bevor die Runde begann.
„Wir haben trockene Kleidung für euch. Und für dich, Aria, einen neuen Anzug, damit du gleich wieder antreten kannst. Denn das müssen wir, aber wir schaffen das und werden als Sieger hier raus gehen, klar? Wir lassen uns nicht nieder machen, nicht von Menschen, die bei so etwas zu sehen und sich dazu entscheiden nichts zu tun. Mir wird schlecht bei der Vorstellung ich würde so handeln."

Aria Kinoshita

Ich lächelte zufrieden unter der Dusche. Für einen Moment vergaß ich völlig, aus welchem Grund und wofür ich hier war. Ich genoss einfach nur das lauwarme Wasser und wollte die Dusche nie wieder verlassen. Ich war nicht der größte Fan vom duschen, aber nach den Strapazen die wir durchgemacht hatten konnte ich es mehr als gebrauchen. In mir löste sich die ganze Anspannung und ich hatte das Gefühl gleich auf den Boden zu sacken. Stattdessen taten das meine Tränen. Ich konnte kaum fassen, was ich da eben miterlebt und vor allem auch gesehen hatte. Ich konnte nicht fassen, dass niemand außer diesem Mädchen, Shina Sakamaki, etwas getan hatte. Aber gleichzeitig war ich so unendlich froh, dass sie so selbstlos und unüberlegt gehandelt hatte. Ich suchte nach Worten um ihre Tat zu beschreiben, ihr zu danken. Aber es war kaum in Worte zu fassen.
„Ich bin dir so unendlich dankbar, Shina Sakamaki, dass du Daichi gerettet hast." Ich versuche so ruhig wie möglich zu sprechen und meine Tränen nicht durchklingen zu lassen. „Ich möchte mir nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn..." Ich schaffte es nicht weiter zu sprechen, zu grauenvoll war die Vorstellung. „Ich weiß nicht, ob ich in dieser Situation so ehrenhaft reagiert hätte. Ich glaube kaum einer hätte das getan. Ich mag mir gar nicht vorstellen wie grauenhaft das für dich gewesen sein muss."
Ich hörte ein Klopfen, aber ich wollte nicht herein sagen und für 'Hallo?' war ich zu langsam. Erleichtert atmete ich aus, als ich Ryos vertraute Stimme von der anderen Seite der Tür vernahm. Als ich jedoch seine erschütternde Nachricht hörte zog meine Brust sich zusammen und ich hatte das Gefühl ich bekam keine Luft mehr. Ich hatte selbst keine Ahnung, was ich erwartet hatte, aber ganz sicher nicht, dass wir sofort wieder da raus mussten und das Spiel weiter geführt werden würde. Ich wollte da nicht wieder raus, aber ich wusste genau, dass daran kein Weg vorbei führen würde. Ich musste wieder da raus, und Ryo genauso. Mir wurde schlecht bei dem Gedanken wieder dort draußen zu stehen und gegen unser Gegnerteam zu kämpfen. Ich wollte einfach nur noch nach Hause, aber das war auch keine Option. Ich realisierte, dass ich absolut keine Wahl hatte, also rappelte ich mich zusammen. Ich schaltete die Dusche aus und wickelte mir ein Duschhandtuch um meinen nackten Körper.
„Du kannst die Tür ein wenig öffnen und die Kleidung auf den Boden legen. Ich bin in knappen fünf Minuten startbereit."

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Raph

von Pads am 10.02.2022 19:57

Wie große Helden versteckten Donnie und Mikey sich hinter mir. Pfff. Klar, es war alles meine Idee gewesen, aber sie hatten sie genauso in die Tat umgesetzt. 
"Das war Raphs Idee!", rief Mikey als erstes aus. Ich sah ihn finster an, drehte mich dann aber wieder zu Leo um. 
"Ja war es, aber auch nur weil Patroullien langweilig sind. Ich will nicht gucken, dass alles friedlich zugeht. Ich will kämpfen, direkte Konfrontation! Sonst werden wir mit den ganzen Plagegeistern hier in New York nie fertig."
"Deine Patroullien sind wirklich langweilig", pflichtete mir Mikey dann doch bei. Auch Donnie schaltete sich ein: 
"Ist nicht viel wichtiger, dass wir die beiden gerettet haben?", merkt er an. "Gut, vielleicht war es blöd von uns dich einfach so stehen zu lassen und abzuhauen..." 
Ich fand es war die beste Idee gewesen, aber das sollte ich vor Leo vielleicht nicht zugeben

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Linus Hugo Riordan

von Pads am 10.02.2022 19:46

Mirabel war noch mit ein paar Feunden unterwegs und sein Vater würde erst in einer halben Stunden Feierabend machen. Linus machte sich schon einmal daran, das Abendbrot vorzubereiten, damit sie essen konnten sobald seine Familie wieder zu Hause war. Er schob das bereits vorgebackene Brot in den Ofen. Draußen wurde es langsam dunkel und Linus wurde ein wenig müde durch den Lichtunterschied. Er zündete das Feuer und die Lampen an, damit es wenigstens hell blieb.
Bald darauf kamen seine Schwester und sein Vater nach Hause und ließen sich erleichtert am Tisch nieder. Jeder Griff sich etwas Brot und schmierte das Hummus darauf, welches Linus zuvor zubereitet hatte. 
"Wie war euer Tag?", fragte er, aber war in seinem Gedanken schon in seinem Zimmer und hörte nur mit halbem Ohr zu. Sein Vater erzählte ein wenig von seiner Arbeit in seiner Zimmerei und Mirabel hatte als sie mit ihren Freunden unterwegs war ein kleines Kätzchen gefunden und bat ihren Vater darum es behalten zu dürfen. Dieser sagte ihr zu, aber Silvester, der sich am Feuer nieder gelassen hatte, wirkte nicht wirklich begeistert von einer anderen Katze im Haus.
Linus war erleichtert, dass sein Vater sich um den Abwasch kümmern würde, weshalb er sich um sein Hexenbuch kümmern und ein wenig lernen konnte. Er zog sich in sein Zimmer zurück und holte die kleinen Fläschchen mit getrockneten Kräutern hervor, um damit zu experimentieren. Er öffnete die Deckel der Flaschen mit Salbei und Kamille um die beiden in einer kleinen Holzschale zu vermengen, bevor er sie mit einem Mörtel sorgfältig bearbeitete. 

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Linus Hugo Riordan

von Pads am 07.02.2022 10:27

Im Laufe des Tages verschwand der Gedanke an den anderen Jungen aber aus Linus' Kopf. Er aß zusammen mit seiner Familie und machte sich danach, so wie Mirabel morgens, auf den Weg ins Kloster, wo er unterrichtet werden würde. Er hatte seinen Bogen über der Schulter hängen und seinen Dolch in der Tasche. Heute würde das Augenmaß auf dem Thema Kampf liegen. Er mochte es zu kämpfen, aber es mißfiel ihm, dass er um zu sich zu bessern an Tieren üben musste. Jedes Mal wenn die Stunde zu Ende war, machte er sich auf die Suche nach den toten Tieren um sie mit heim zu nehmen und alles von ihnen zu verbrauchen, was er nutzen konnte. Was er nicht brauchen konnte vergrub er in einem kleinen Teil seines Gartens. 

Der Unterricht verlief Öde, sie fanden nicht wirklich viele Tiere, da es so warm war, dass der Nahegelegene Bach ausgetrocknet war. Linus schaffte es einzig und allein einen Hasen zu erlegen, welchen er sich im Anschluss über seine Schulter legte und ihn nach Hause brachte. Zu Hause angekommen zerlegte er den Hasen in seine Einzelteile. Das Fleisch würde er am nächsten Tag braten und die Haut würde er seiner Schwester geben, sie würde damit mehr anfangen können als er. Vorischtig legte er die Haut beiseite und verarbeitete den Rest. Das Fleisch packte er weg, genau so wie die Knochen, aus denen er eine Brüher herstellen würde. Den Rest der übrig war nahm er mit in seinen Garten um ihn zu vergraben. 
Silvester kam dazu und setzte sich neben ihn. "Wen verabschieden wir heute?" 
Linus überlegte kurz. "Orleander", entschied er sich dann. "Wir verabschieden Orleander." In andächtiger Stille standen die beiden neben dem kleinen Grab als Linus den Hasen begraben und ein kleines Kreuz in die Erde gesteckt hatte. 

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Linus Hugo Riordan

von Pads am 07.02.2022 01:43

Mirabel hatte in jener Nacht bei Linus geschlafen. Die restliche Nacht war es ruhig gewesen, niemanden hatten Aplträume geplagt. Sehr zur Freude von Linus' Vater, der am morgen direkt verschwunden war. Linus und Mirabel hatten sich darum gekümmert, dass sie etwas frühstückten und unterhielten sich dabei angeregt über die kommenden Aufgaben. Mirabel würde nach dem Frühstück bereits in das nahegelegende Kloster gehen um dort unterrichtet zu werden und Linus würde sich in der Zeit um den Hof kümmern. Irgendwer musste die Hühner füttern und die Pferde, sowie die anderen Tiere pflegen. Linus hätte sich lieber irgendwo hingesetzt und in einem seiner drei Bücher zu lesen, aber er würde die Zeit dafür nicht finden. Also machte er sich daran mühsam die Ställe zu säubern um möglichst schnell mit seinen Aufgaben durch zu sein. Die Sonne schien bereits hoch über ihm als er sich daran machte die Kühe zu melken. Sie brauchten frische Milch im Haus für das Mittagessen, also musste er sich darum kümmern. Sein Vater und seine Schwester würden bald zurückkehren und sie würden Hunger mitbringen. 
Er war fast fertig mit kochen, als sein kleiner Kater sich zu ihm gesellte. "Silvester!", rief er erfreut. Sein schwarzer Freund hatte sich etwas länger nicht mehr blicken lassen, aber dafür freute er sich umso mehr ihn wieder zu sehen. "Na, was hast du so in den letzten Tagen erkundet? Wo hast du dich denn rum getrieben? Ich hoffe doch, du hast mit niemandem geredet." 
"Natürlich habe ich mit niemandem geredet.", antwortete der Kater ihm. "Ich bin doch kein Anfänger" Empört funkelte er Linus aus seinen smaragdgrünen Augen an. "Das bedeutet aber nicht, dass niemand mit mir geredet hat.", sagte der Kater und man merkte, dass er darüber nicht wirklich begeistert war. Linus lachte. 
"Wer hat mit dir geredet? Nun erzähl schon, ich sterbe noch vor Neugierde." Der Kater streckte sich auf der Fensterbank und sprang galant auf den Boden. 
"So ein Junge, ich glaub er war in deinem Alter. Hat mich gefragt ob ich... ob ich eine Hexe bin. Ist das zu Glauben? Ich? Eine Hexe?" Linus prustete schallend los. 
"Wenigstens hat er dich nicht angedrückt, wie die alte Dorfschrulle es immer tut.", lachte er. "Da hast du doch wirklich Glück gehabt." Er vergaß sein Gespräch mit dem Kater schnell wieder, als seine Familie das Haus betrat. Aber dieser andere Junge blieb ihm im Kopf. Ob er so durchgedreht war, dass er eine Katze für eine Hexe hielt? Oder suchte er gar eine? 

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Linus Hugo Riordan

von Pads am 06.02.2022 22:08

Linus hatte sich in noch in seinen Kräutergarten geschlichen, da er, wie so häufig, nicht hatte schlafen können. Er hatte die Bilder seiner toten Mutter nicht aus seinem Kopf verdrängen können. Manchmal hatte er das Gefühl er wäre daran Schuld, dass sie nicht mehr unter den lebenden weilte, aber diesen Gedanken verdrängte er schnell wieder. Er war damals 7 Jahre alt gewesen und das ganze war inzwischen zehn Jahre her. Er hatte nichts dagegen tun können und auch nicht dafür gekonnt. 
Jedes Mal wenn er darüber nachdachte merkte er, wie unglaublich froh er war, dass seine Schwester damals erst 3 Jahre alt gewesen war und nicht hatte dabei sein müssen. Ihre Tante war damals extra angereist um auf sie aufzupassen. 
Er schüttelte den Kopf, um die negativen Gedanken in seinem Kopf zu verdrängen. Lieber sah er nach seinen Pflanzen und entdeckte einen Löwenzahn zwischen den Salaten, genau da, wo er nicht hin gehörte. Einmal hatte er Löwenzahn angeplanzt, aber alsbald hatte er nur noch Löwenzahn in seinem Garten gehabt. Deshalb entfernte er vorsichtig das Unkraut vor sich, bedacht darauf die Wurzel mit heraus zu ziehen. 
Als das mit dem Löwenzahn nicht geklappt hatte, hatte er sich darauf besonnen, dass er Löwenzahn auch einfach in der näheren Umgebung ernten konnte, davon gab es dort schließlich haufenweise. 
Die Stille die in Umgab wurde jäh durch einen lauten, zitternden Schrei durchbrochen. Er hatte das Gefühl der Laut durchschnitt sein Trommelfell. In panischer Eile stand er auf und ließ seinen Lavendelkorb fallen um ins Haus zu stürzen. 
"Linus?", hörte er seinen Vater rufen. "Ich komme ja schon!", rief er zurück und rannte die Treppe hoch. 
Vor der Zimmertür seiner Schwester blieb er nicht stehen, sie war offen. Sein Vater war bereits bei ihr und redete mit ruhiger Stimme auf sie ein. 
"Wir sind bei dir, du bist nicht allein." Erschöpft und schweißüberströmt sah Mirabel ihn an. 
"Ich hab... Mum, sie..." Ihr Vater nickte bedrückt. 
"Ich weiß." Vorsichtig zog er seine Tochter an sich, welche sich auch sofort schluchzend an seine Brust drückte. "Versuch wieder zu schlafen, Linus gibt dir etwas, damit du ruhiger schlafen kannst, ja?" Sie nickte müde. 
Linus legte ihr das bisschen Lavendel, dass er mitgebracht hatte, auf ihre Fensterbank und kniete sich neben ihr Bett. 
"Wenn du möchtest, kannst du bei mir schlafen Mira." Er sah kurz zu seinem Vater, wie um zu fragen ob es ihm recht war. Dieser nickte dankbar und ging, als Mirabel zugesagt hatte, wieder in sein Zimmer. Er musste am Morgen früh raus und brauchte allen Schlaf, den er kriegen konnte. 
"Du warst im Garten, oder?", flüsterte Mira leise. Er nickte, schuldbewusst. "Ich verrate dich nicht an Papa, aber kannst du mir davon erzählen? Ich denke, dann kann ich besser schlafen."
Linus nickte. "Natürlich. Aber erst gehen wir zu mir, ja?" 

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