Schreibpartner gesucht ^^
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Re: Schreibpartner gesucht ^^
von David am 06.02.2022 18:51Wie du willst
Ich habe mir gedacht, dass Vian Hexen aufsuchen könnte, weil er denkt dass sie vielleicht ein Heilmittel für Werwölfe haben und joa ansonsten würde ich einfach anfangen zu schreiben

Re: Schreibpartner gesucht ^^
von David am 06.02.2022 20:58Es ist nicht lange her, vielleicht etwas weniger als zwei Monde, dass sein Bruder - oder das, was von seinem Bruder übrig war - seine spitzen, langen Zähne in Vian‘s Brust bohrte und somit seine Lykanthropie an ihn weitergab.
In derselben Nacht musste Vian dabei zusehen, wie die Reste seines geliebten älteren Bruders zu Asche wurden. Er wusste, dass es dazu kommen würde und er hatte sich schon Wochen vor dem Geschehen darauf eingestellt, und doch überkam ihn in diesem Augenblick eine solch große Trauer, dass er zurück ins Haus rannte, ein paar wenige Sachen einpackte und das Dorf verließ.
Vian fuhr die Narbe auf seiner Brust nach - das Abschiedsgeschenk seines Bruders. Ein kurzer Blick auf den Kalender verriet ihm, dass der nächste Vollmond wenige Tage entfernt war. Er musste ein Heilmittel finden oder irgendetwas, dass seine Verwandlung in einen Werwolf mildern würde. Eine alte Hexe hatte ihm einmal gesagt, dass man für alles eine Lösung finden könnte, man müsse nur danach suchen. Doch selbst nachdem er die ganze Bibliothek nach allen Büchern und Schriften abgesucht hatte, fand er nichts, was ihm weiterhelfen könnte. Laut der Kirche war das einzige Mittel für Werwölfe ja der Tod.
Aber Vian wollte nicht sterben, nicht so enden wie sein Bruder.
Er versteckte seine Narbe wieder unter seinem Gewand und band seine dunkelblonden Haare zu einem Zopf zusammen. Wenn er nicht in wenigen Tagen zu einer blutrünstigen Bestie werden wollte, musste er sich jetzt auf den Weg machen und eine Hexe aufsuchen. Vian war sich nicht sicher, ob eine Hexe ihm weiterhelfen könnte, doch einen Versuch war es wert.
Er trat aus seinem Haus und schloss die Tür hinter sich zu.

Linus Hugo Riordan
von Pads am 06.02.2022 22:08Linus hatte sich in noch in seinen Kräutergarten geschlichen, da er, wie so häufig, nicht hatte schlafen können. Er hatte die Bilder seiner toten Mutter nicht aus seinem Kopf verdrängen können. Manchmal hatte er das Gefühl er wäre daran Schuld, dass sie nicht mehr unter den lebenden weilte, aber diesen Gedanken verdrängte er schnell wieder. Er war damals 7 Jahre alt gewesen und das ganze war inzwischen zehn Jahre her. Er hatte nichts dagegen tun können und auch nicht dafür gekonnt.
Jedes Mal wenn er darüber nachdachte merkte er, wie unglaublich froh er war, dass seine Schwester damals erst 3 Jahre alt gewesen war und nicht hatte dabei sein müssen. Ihre Tante war damals extra angereist um auf sie aufzupassen.
Er schüttelte den Kopf, um die negativen Gedanken in seinem Kopf zu verdrängen. Lieber sah er nach seinen Pflanzen und entdeckte einen Löwenzahn zwischen den Salaten, genau da, wo er nicht hin gehörte. Einmal hatte er Löwenzahn angeplanzt, aber alsbald hatte er nur noch Löwenzahn in seinem Garten gehabt. Deshalb entfernte er vorsichtig das Unkraut vor sich, bedacht darauf die Wurzel mit heraus zu ziehen.
Als das mit dem Löwenzahn nicht geklappt hatte, hatte er sich darauf besonnen, dass er Löwenzahn auch einfach in der näheren Umgebung ernten konnte, davon gab es dort schließlich haufenweise.
Die Stille die in Umgab wurde jäh durch einen lauten, zitternden Schrei durchbrochen. Er hatte das Gefühl der Laut durchschnitt sein Trommelfell. In panischer Eile stand er auf und ließ seinen Lavendelkorb fallen um ins Haus zu stürzen.
"Linus?", hörte er seinen Vater rufen. "Ich komme ja schon!", rief er zurück und rannte die Treppe hoch.
Vor der Zimmertür seiner Schwester blieb er nicht stehen, sie war offen. Sein Vater war bereits bei ihr und redete mit ruhiger Stimme auf sie ein.
"Wir sind bei dir, du bist nicht allein." Erschöpft und schweißüberströmt sah Mirabel ihn an.
"Ich hab... Mum, sie..." Ihr Vater nickte bedrückt.
"Ich weiß." Vorsichtig zog er seine Tochter an sich, welche sich auch sofort schluchzend an seine Brust drückte. "Versuch wieder zu schlafen, Linus gibt dir etwas, damit du ruhiger schlafen kannst, ja?" Sie nickte müde.
Linus legte ihr das bisschen Lavendel, dass er mitgebracht hatte, auf ihre Fensterbank und kniete sich neben ihr Bett.
"Wenn du möchtest, kannst du bei mir schlafen Mira." Er sah kurz zu seinem Vater, wie um zu fragen ob es ihm recht war. Dieser nickte dankbar und ging, als Mirabel zugesagt hatte, wieder in sein Zimmer. Er musste am Morgen früh raus und brauchte allen Schlaf, den er kriegen konnte.
"Du warst im Garten, oder?", flüsterte Mira leise. Er nickte, schuldbewusst. "Ich verrate dich nicht an Papa, aber kannst du mir davon erzählen? Ich denke, dann kann ich besser schlafen."
Linus nickte. "Natürlich. Aber erst gehen wir zu mir, ja?"

Re: Schreibpartner gesucht ^^
von David am 07.02.2022 01:10Vian trat ins Freie. Ein Windzug brauste durch seine Haare. Es war ein wenig kühl. Er ging noch einmal zurück ins Haus und legte sich seinen Mantel an. Morgen sollte die Sonne scheinen, da musste er halt seinen Mantel auf dem Arm tragen.
Bevor er sich auf die Suche nach einer Hexe machte, wollte er noch einmal das Grab seines Bruders besuchen gehen. Die Kirche war anfangs dagegen gewesen, die Asche eines Werwolfes auf dem Friedhof zu begraben. Man war der Ansicht, dessen böser Geist würde die schlafenden Seelen der Verstorbenen beunruhigen. Doch, da sein Vater in der christlichen Ortsgemeinde arbeitete, gaben sie doch nach. Und so bekam Vian´s Bruder ein ärmliches, kleines Grab in der hintersten Ecke des Friedhofs.
Vian zog sich seine Kapuze über den Kopf. Er glaubte zwar kaum, dass sich jemand noch um diese Zeit auf dem Friedhof herumtrieb, doch er wollte auf Nummer sicher gehen, dass ihn niemand erkannte. Er hatte niemandem Bescheid gesagt, bevor er das Dorf in jener Nacht verlassen hatte. Es war eine impulsive Entscheidung gewesen und Vian wusste, dass es die Richtige war.
Bevor er den Friedhof betrat, pflückte er eine handvoll weißer Blumen. Weiß - die Farbe der Unschuld. Wie passend. Trugen Werwölfe wirklich irgendeine Schuld, wenn sie in ihrem Unbewusstsein mordeten? War es richtig, Familienmitglieder auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen, weil sie von einem bösen Geist besessen waren? Während Vian in Gedanken versunken war, hatte er nicht die schwarze Katze bemerkt, die auf der Mauer des Friedhofs lag und ihn aus ihren großen grünen Augen ansah. Er wurde schließlich durch ein Schnurren auf sie aufmerksam und erwiderte ihren Blick. Vian war nicht abergläubisch, dennoch fragte er sie leise: "Bist du eine Hexe?"
Die Katze antwortete nicht. Sie sprang von der Mauer und lief davon. Vian zuckte mit den Schultern und öffnete das Tor.
Er ging vorbei an den schön geschmückten marmornen Grabsteinen, die im Mondlicht glänzten, bis er beim mit Moos bedeckten Grab seines Bruders angekommen war. Kein Grabspruch, keine Blumen. Nur Moos. Vian entfernte genug Moos, sodass man die Inschrift lesen konnte und legte die Blumen vor dem Stein ab. Er setzte sich auf die Erde neben das Grab.
Dionte Gerbera
*14. November 1589
✞30. Mai 1608
Vian wusste, dass das zweite Datum im Grunde falsch war. Denn sein Bruder war bereits gestorben, als er sich zum ersten Mal bei Vollmond in eine Bestie verwandelte.

Linus Hugo Riordan
von Pads am 07.02.2022 01:43Mirabel hatte in jener Nacht bei Linus geschlafen. Die restliche Nacht war es ruhig gewesen, niemanden hatten Aplträume geplagt. Sehr zur Freude von Linus' Vater, der am morgen direkt verschwunden war. Linus und Mirabel hatten sich darum gekümmert, dass sie etwas frühstückten und unterhielten sich dabei angeregt über die kommenden Aufgaben. Mirabel würde nach dem Frühstück bereits in das nahegelegende Kloster gehen um dort unterrichtet zu werden und Linus würde sich in der Zeit um den Hof kümmern. Irgendwer musste die Hühner füttern und die Pferde, sowie die anderen Tiere pflegen. Linus hätte sich lieber irgendwo hingesetzt und in einem seiner drei Bücher zu lesen, aber er würde die Zeit dafür nicht finden. Also machte er sich daran mühsam die Ställe zu säubern um möglichst schnell mit seinen Aufgaben durch zu sein. Die Sonne schien bereits hoch über ihm als er sich daran machte die Kühe zu melken. Sie brauchten frische Milch im Haus für das Mittagessen, also musste er sich darum kümmern. Sein Vater und seine Schwester würden bald zurückkehren und sie würden Hunger mitbringen.
Er war fast fertig mit kochen, als sein kleiner Kater sich zu ihm gesellte. "Silvester!", rief er erfreut. Sein schwarzer Freund hatte sich etwas länger nicht mehr blicken lassen, aber dafür freute er sich umso mehr ihn wieder zu sehen. "Na, was hast du so in den letzten Tagen erkundet? Wo hast du dich denn rum getrieben? Ich hoffe doch, du hast mit niemandem geredet."
"Natürlich habe ich mit niemandem geredet.", antwortete der Kater ihm. "Ich bin doch kein Anfänger" Empört funkelte er Linus aus seinen smaragdgrünen Augen an. "Das bedeutet aber nicht, dass niemand mit mir geredet hat.", sagte der Kater und man merkte, dass er darüber nicht wirklich begeistert war. Linus lachte.
"Wer hat mit dir geredet? Nun erzähl schon, ich sterbe noch vor Neugierde." Der Kater streckte sich auf der Fensterbank und sprang galant auf den Boden.
"So ein Junge, ich glaub er war in deinem Alter. Hat mich gefragt ob ich... ob ich eine Hexe bin. Ist das zu Glauben? Ich? Eine Hexe?" Linus prustete schallend los.
"Wenigstens hat er dich nicht angedrückt, wie die alte Dorfschrulle es immer tut.", lachte er. "Da hast du doch wirklich Glück gehabt." Er vergaß sein Gespräch mit dem Kater schnell wieder, als seine Familie das Haus betrat. Aber dieser andere Junge blieb ihm im Kopf. Ob er so durchgedreht war, dass er eine Katze für eine Hexe hielt? Oder suchte er gar eine?

Re: Schreibpartner gesucht ^^
von David am 07.02.2022 02:32Die ersten Sonnenstrahlen erhellten den Himmel über ihm, als Vian seine Augen öffnete. Sein Kopf lag noch auf dem harten Grabstein seines Bruders. Die weißen Blumen lagen daneben. Vian richtete sich auf und sah sich um. Er war tatsächlich auf dem Friedhof eingeschlafen. Vielleicht war es keine gute Idee gewesen, seine Suche nach einer Hexe mitten in der Nacht zu beginnen.
Er stand auf und klopfte sich die Erde von Mantel und Hose. Wie vorhergesehen schien die Sonne und es war zu warm für den Mantel. Also zog er diesen aus und öffnete seine Haare, hinter denen er versuchte, sein Gesicht einigermaßen zu verstecken. Bevor er ging, drehte er sich noch einmal zum Grab seines Bruders um. „Ruhe in Frieden, Dionte“, flüsterte er dem schlafenden Verstorbenen zu. Dann ging er.
Er spazierte durchs Dorf auf der Suche nach etwas Essbarem, denn er hatte Hunger. Dabei versuchte er, sein Geburtshaus so gut wie möglich zu umgehen. Seine Familie wollte er nun wirklich nicht treffen. Er kam an einem Gemüseladen vorbei. Eine große Kartoffel oder Tomate würden seinen Hunger fürs Erste stillen. Er betrat den Laden, kaufte sich das gewünschte Gemüse und einen Becher mit Wasser.
Vian setzte sich zu einer alten Frau auf eine Bank und grüßte sie. Nachdem er sein Gemüse verspeist und sein Wasser ausgetrunken hatte, blieb er noch sitzen, halb darauf wartend, dass die alte Frau ein Gespräch beginne, halb nach Gesprächsthemen suchend.
Er konnte die Dame schlecht fragen, ob sie eine Hexe kannte oder gar eine sei; er würde in der Anstalt enden oder die Alte könnte es als Beleidigung sehen und so würde er auf dem Scheiterhaufen landen, wie so viele Verrückte vor ihm. Die Frau regte sich nicht, ihr Blick war mittlerweile auf die Sonne gerichtet, ihre Augen geschlossen. Ein Lächeln lag auf ihrem Gesicht.
Vian merkte, dass es keinen Sinn machte, zu warten. Er wollte die Alte auch nicht stören. Und so stand er auf und ging weiter.
Im Gehen begann er sich aber Gedanken zu machen. Wenn es so weiter ging, würde er innerhalb der nächsten Tage keine Hexe finden und würde sich bei Vollmond in eine Furie verwandeln, die das gesamte Dorf samt ihrer Familie auslöscht.
Bei jedem Vollmond wurde Vian‘s Lykanthropie progressiv stärker. Während ihm in der ersten Nacht nur ein Schwanz wuchs, begab er sich einen Mond später bereits auf die Jagd nach Eichhörnchen und ähnlichen Tieren. Vian war ein großer Tierfreund und der Gedanke, dass bei seiner nächsten Verwandlung auch größere Tiere unter die Opfer fallen könnten - wenn er denn bis dahin keine Hexe gefunden hat, die ihm hätte helfen können - plagte ihn sehr.

Linus Hugo Riordan
von Pads am 07.02.2022 10:27Im Laufe des Tages verschwand der Gedanke an den anderen Jungen aber aus Linus' Kopf. Er aß zusammen mit seiner Familie und machte sich danach, so wie Mirabel morgens, auf den Weg ins Kloster, wo er unterrichtet werden würde. Er hatte seinen Bogen über der Schulter hängen und seinen Dolch in der Tasche. Heute würde das Augenmaß auf dem Thema Kampf liegen. Er mochte es zu kämpfen, aber es mißfiel ihm, dass er um zu sich zu bessern an Tieren üben musste. Jedes Mal wenn die Stunde zu Ende war, machte er sich auf die Suche nach den toten Tieren um sie mit heim zu nehmen und alles von ihnen zu verbrauchen, was er nutzen konnte. Was er nicht brauchen konnte vergrub er in einem kleinen Teil seines Gartens.
Der Unterricht verlief Öde, sie fanden nicht wirklich viele Tiere, da es so warm war, dass der Nahegelegene Bach ausgetrocknet war. Linus schaffte es einzig und allein einen Hasen zu erlegen, welchen er sich im Anschluss über seine Schulter legte und ihn nach Hause brachte. Zu Hause angekommen zerlegte er den Hasen in seine Einzelteile. Das Fleisch würde er am nächsten Tag braten und die Haut würde er seiner Schwester geben, sie würde damit mehr anfangen können als er. Vorischtig legte er die Haut beiseite und verarbeitete den Rest. Das Fleisch packte er weg, genau so wie die Knochen, aus denen er eine Brüher herstellen würde. Den Rest der übrig war nahm er mit in seinen Garten um ihn zu vergraben.
Silvester kam dazu und setzte sich neben ihn. "Wen verabschieden wir heute?"
Linus überlegte kurz. "Orleander", entschied er sich dann. "Wir verabschieden Orleander." In andächtiger Stille standen die beiden neben dem kleinen Grab als Linus den Hasen begraben und ein kleines Kreuz in die Erde gesteckt hatte.

Re: Schreibpartner gesucht ^^
von David am 07.02.2022 15:21Es war bereits später Nachmittag und Vian war enttäuscht von der Erfolgslosigkeit seiner Suche. Er hatte sich nicht wirklich Gedanken darüber gemacht, wo und wie er eine Hexe finden sollte, wenn alle Hexen doch versuchten, sich so gut wie möglich zu verstecken. Vielleicht konnten Hexen ja spüren, dass sie jemand brauchte, und es war bereits eine auf dem Weg zu ihm, um ihm zu helfen? Vian wusste nich, wozu die Druden fähig waren. Er hatte in seinem Leben eine einzige Hexe getroffen, die seine generelle Meinung über Hexen stark beeinflusst hat.
Vian traf die Alte zum ersten Mal in einem Bücherladen, den er einmal nach der Schule besuchte, als er noch ein Kind war. Er besuchte sie seitdem jede Woche und die beiden wurden gute Freunde. Sie erzählte ihm Geschichten über Hexen, die vor tausenden von Jahren lebten. Vian erinnerte sich, dass er sich einmal am Knie verletzte, als er auf dem Heimweg von der Schule war. Die alte Frau war sofort zur Stelle und gab ihm eine Heilsalbe für die Wunde. Am nächsten Tag war sein Knie komplett verheilt. Ein Jahr später wurde die Alte auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Vian fragte sich, ob sie ihm wohl hätte helfen können, wenn sie heute noch lebte.

Linus Hugo Riordan
von Pads am 10.02.2022 19:46Mirabel war noch mit ein paar Feunden unterwegs und sein Vater würde erst in einer halben Stunden Feierabend machen. Linus machte sich schon einmal daran, das Abendbrot vorzubereiten, damit sie essen konnten sobald seine Familie wieder zu Hause war. Er schob das bereits vorgebackene Brot in den Ofen. Draußen wurde es langsam dunkel und Linus wurde ein wenig müde durch den Lichtunterschied. Er zündete das Feuer und die Lampen an, damit es wenigstens hell blieb.
Bald darauf kamen seine Schwester und sein Vater nach Hause und ließen sich erleichtert am Tisch nieder. Jeder Griff sich etwas Brot und schmierte das Hummus darauf, welches Linus zuvor zubereitet hatte.
"Wie war euer Tag?", fragte er, aber war in seinem Gedanken schon in seinem Zimmer und hörte nur mit halbem Ohr zu. Sein Vater erzählte ein wenig von seiner Arbeit in seiner Zimmerei und Mirabel hatte als sie mit ihren Freunden unterwegs war ein kleines Kätzchen gefunden und bat ihren Vater darum es behalten zu dürfen. Dieser sagte ihr zu, aber Silvester, der sich am Feuer nieder gelassen hatte, wirkte nicht wirklich begeistert von einer anderen Katze im Haus.
Linus war erleichtert, dass sein Vater sich um den Abwasch kümmern würde, weshalb er sich um sein Hexenbuch kümmern und ein wenig lernen konnte. Er zog sich in sein Zimmer zurück und holte die kleinen Fläschchen mit getrockneten Kräutern hervor, um damit zu experimentieren. Er öffnete die Deckel der Flaschen mit Salbei und Kamille um die beiden in einer kleinen Holzschale zu vermengen, bevor er sie mit einem Mörtel sorgfältig bearbeitete.



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